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Alles Licht, das wir nicht sehen

Roman

(1)
Saint-Malo 1944: Marie-Laure, ein junges, blindes Mädchen, ist mit ihrem Vater, der am "Muséum National d'Histoire Naturelle" arbeitet, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer geflohen. Einst hatte er ihr ein Modell der Pariser Nachbarschaft gebastelt, damit sie sich besser zurechtfinden kann. Nun ist in einem Modell Saint-Malos, der vielleicht kostbarste Schatz aus dem Museum versteckt, den auch die Nazis jagen.
Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert, auf eine Napola geschickt und dann in eine Wehrmachtseinheit gesteckt, die mit Peilgeräten Feindsender aufspürt, über die sich der Widerstand organisiert. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, über den Etienne, Marie-Laures Onkel, die Résistance mit Daten versorgt.
Kunstvoll und spannend, mit einer wunderschönen Sprache und einem detaillierten Wissen um die Kriegsereignisse, den Einsatz des Radios, Widerstandscodes, Jules Verne und vieles andere erzählt Anthony Doerr mit einer Reihe unvergesslicher Figuren eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, und vor allem die Geschichte von Marie-Laure und Werner, zwei Jugendlichen, deren Lebenswege sich für einen folgenreichen Augenblick kreuzen.
Portrait
Anthony Doerr, 1973 in Cleveland geboren, hat die Erzählungsbände „The Shell Collector“ („Der Muschelsammler“, C.H.Beck 2007) und „Memory Wall“ sowie den Bericht „Four Seasons in Rome“ und die Romane „About Grace“ („Winklers Traum vom Wasser“, C.H.Beck 2005) und „All the Light We Cannot See“ veröffentlicht. Er wurde u.a. mit dem Barnes & Noble Discover Prize, dem Rome Prize, dem New York Public Library’s Young Lions Fiction Award und zwei Mal mit dem Pushcart Prize ausgezeichnet. Für seine Erzählungen hat er bislang vier Mal den renommierten O. Henry Prize erhalten. Im Jahr 2007 wurde Anthony Doerr von der britischen Literaturzeitschrift „Granta“ auf die Liste der 21 Best Young American Novelists gesetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 519, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.07.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783406667527
Verlag C.H.Beck
Verkaufsrang 1.075
eBook (ePUB)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wow ...“

Jasmin Bürki, Buchhandlung Schaffhausen


... ein wunderbares Buch.
Schöne kurze Kapitel und trotzdem war es ein langer Lesegenuss; tiefgründige Protagonisten, deren Schicksale mich sehr berührt haben; das kleine Städtchen Saint-Malo, in welches ich mich sofort verliebt habe; ein Hauch von einer Märchengeschichte und eine Sprache, die einem sanft durch das Buch führt.

Einfach

... ein wunderbares Buch.
Schöne kurze Kapitel und trotzdem war es ein langer Lesegenuss; tiefgründige Protagonisten, deren Schicksale mich sehr berührt haben; das kleine Städtchen Saint-Malo, in welches ich mich sofort verliebt habe; ein Hauch von einer Märchengeschichte und eine Sprache, die einem sanft durch das Buch führt.

Einfach lesen!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Für Ihren eReader
von einer Kundin/einem Kunden am 30.06.2015

Pulitzer-Preis 2015 Absolut großartig und einzigartig geschrieben ist dieser Roman über ein französisches blindes Mädchen und einen jungen deutschen Soldaten am Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein großer Roman, den man nicht so leicht vergessen wird!

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PULITZER PREIS 2015 Unglaublich fesselndes, großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

"Marie-Laure LeBlanc steht allein in ihrem Zimmer und riecht an dem Flugblatt,das sie nicht lesen kann.."Marie-Laure ist 16 Jahre alt und sie ist blind. Als die Deutschen in Paris einmarschieren, flüchten Marie-Laure und ihr Vater aus Paris nach Saint-Malo. Beim Bruder von Marie-Laures verstorbenen Großvater können sie unterkommen. Es... "Marie-Laure LeBlanc steht allein in ihrem Zimmer und riecht an dem Flugblatt,das sie nicht lesen kann.."Marie-Laure ist 16 Jahre alt und sie ist blind. Als die Deutschen in Paris einmarschieren, flüchten Marie-Laure und ihr Vater aus Paris nach Saint-Malo. Beim Bruder von Marie-Laures verstorbenen Großvater können sie unterkommen. Es ist Madame Manec die sie ins Haus läßt. Erst Tage später lernt sie ihren Großonkel Etienne kennen. Er wohnt vollkommen zurückgezogen im 4. Stock seines Hauses. Seit vielen Jahren leidet er an schweren Depressionen. Einzig die klassische Musik hilft Etienne durch den Tag. Und er sammelt Radiogeräte.... 500 Kilometer nordöstlich von Paris- Auf dem Gelände der Zeche Zollverein wächst Werner mit seiner Schwester Jutta in der Obhut von Frau Elena, einer protestantischen Nonne aus dem Elsass auf. Werner Hausner ist 8 Jahre alt, seine Schwester Jutta 6. Die frühesten Jahre der Kinder sind die magersten. Während der schlimmsten Monate hat die Leiterin des Waisenhauses an manchen Abenden nichts als Kekse und Senfpuder und Wasser für ihre Schutzbefohlenen. Und dennoch, als Werner einen Detektorempfänger findet und wieder funtionstüchtig macht - eröffnet sich und seiner Schwester eine magische neue Welt. " Jeden Abend trägt er das Radio nach unten, und Frau Elena läßt die Kinder eine Stunde lang zuhören. Eines Nachts stoßen Werner und Jutta auf eine, von einem Kratzen durchsetzte Sendung, in der ein junger Mann über das Licht spricht. Sein Französisch ist leicht und zart, mit einem besonderen Akzent. Seine Stimme ist so leidenschaftlich, so hypnotisierend".......Nur einige Jahre später wird Werners Einheit nach Saint-Malo versetzt. Sie sollen feindliche Störsender aufspüren und vernichten....... "Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr ist ein unglaublich fesselndes, ganz großes Leseerlebnis

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"Hinter der dreizehnten Tür liegt das Meer der Flammen."
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

In "Alles Licht, das wir nicht sehen" wird die atemberaubende Geschichte eines blinden französischen Mädchens und eines deutschen Waisenjungen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges erzählt. Mit seinem unglaublich schönem Schreibstil beschreibt Anthony Doerr das Aufwachsen und die Jugendjahre der beiden und verbindet ihre Lebenswege in kleinen Schritten miteinander. Dieses... In "Alles Licht, das wir nicht sehen" wird die atemberaubende Geschichte eines blinden französischen Mädchens und eines deutschen Waisenjungen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges erzählt. Mit seinem unglaublich schönem Schreibstil beschreibt Anthony Doerr das Aufwachsen und die Jugendjahre der beiden und verbindet ihre Lebenswege in kleinen Schritten miteinander. Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, da es wunderschön und zugleich herzzerreissend traurig ist. Die Geschichte der beiden Kinder hat mich zutiefst berührt und der Autor hat es geschafft, ihre Leben geschickt miteinander zu verknüpfen, ohne dass die beiden sich wirklich kennen. Die kurzen Kapitel trugen dazu bei, dass ich immer noch ein Kapitel lesen wollte. Definitiv eines der besten Bücher, die ich bis jetzt in 2016 gelesen habe. Auch in Englisch hervorragend zu lesen.

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2 0
Ein Buch, so sprachgewaltig und doch so leise
von einer Kundin/einem Kunden am 01.08.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ein leises, sehr fein erzähltes Buch, das den Leser die sehr menschlichen Schicksale zweier Jugendlicher in einer unmenschlichen Zeit miterleben lässt. Der junge Deutsche Werner, als Waisenkind im Ruhrgebiet aufgewachsen, kommt in den letzten Kriegsjahren als Wehrmachtsangehöriger in die französische Küstenstadt Saint-Malo, um einen dort versteckten Sender ausfindig zu machen. Marie-Laure,... Ein leises, sehr fein erzähltes Buch, das den Leser die sehr menschlichen Schicksale zweier Jugendlicher in einer unmenschlichen Zeit miterleben lässt. Der junge Deutsche Werner, als Waisenkind im Ruhrgebiet aufgewachsen, kommt in den letzten Kriegsjahren als Wehrmachtsangehöriger in die französische Küstenstadt Saint-Malo, um einen dort versteckten Sender ausfindig zu machen. Marie-Laure, seit Kindertagen erblindet, lebt in Saint-Malo bei einem Verwandten, seit sie aus dem besetzten Paris flüchten musste. Anthony Doerr hat die Geschichte dieser beiden miteinander verwoben, lässt sie immer wieder parallel verlaufen und sich doch nicht wirklich kreuzen. Seine wunderschöne Sprache ist die eigentliche Poesie dieses Buches, die die Liebe zum Leben und Hoffnung auch in der dunkelsten Stunde widerspiegelt. Saint-Malo ist eine meiner Lieblingsstädte - nach diesem Buch gehe ich mit anderen Augen durch die Straßen im Inneren der Stadtmauern und versuche, Werner und Marie-Laure zu entdecken, falls sie meinen Weg kreuzen sollten.... Lesens- und Liebenswert! Zu Recht hat Anthony Doerr für dieses Buch im Jahr 2015 den Pulitzer-Preis bekommen.

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1 0
von einer Kundin/einem Kunden am 04.11.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Bewegend, beeindruckend, berührend. Drei Worte, die diesen nicht nur sprachlich gewaltigen Roman über zwei junge Schicksale annähernd beschreiben. Man muss dieses Buch lesen.

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Einfach wunderschön!
von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Es brauchte nur einen Absatz und dieses Buch hatte sich in mein Herz geschlichen! Die Geschichte über zwei außergewöhnliche junge Menschen fesselt auf wortgewaltige und doch leise Weise.

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von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Unaufhaltsam treibt die Geschichte den deutschen Werner und die französische Marie-Laure aufeinander zu. Ein großartiger Roman! Wunderbar geschrieben! Ein literarisches Muss!

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von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Auf spannende Art werden hier komplett gegensätzliche Erzählstränge zusammengeführt. Auf dem Weg dahin erlebt man zwei Überlebenskämpfer, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

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von Antje Winkler aus Dresden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Für mich der Roman des Jahres 2015. Sprachgewaltig, wunderschön geschrieben, man hat fast Angst weiterzulesen. Man denkt auch, es rutscht immer in Kitsch ab, aber nein. Grandios!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Dieses Buch muss man gelesen haben!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Wunderbarer preisgekrönter Roman, Frankreich in den letzten Kriegstagen... Unwiderstehlich!!!!!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein wundervolles Buch über zwei Schicksale im zweiten Weltkrieg. Sprachlich eindrucksvoll und zutiefst berührend. Für mich eines der Besten Bücher der letzten Jahre. Lesen!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Wunderbar poetisch und sehr mitreißend!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein blindes französisches Mädchen, ein Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, 2 Wege, die sich auf schicksalhafte Weise kreuzen. Tief bewegend, ein Roman, der noch lange nachwirkt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein Meister der Sprache! Ein Roman über den man nachdenken muss, den man nicht einfach weglegt und vergisst.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Der Pulitzerpreis hat dieses wunderschöne Buch erst bekannt gemacht. Unbedingt lesen!!!

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Ein spannender und fesselnder Roman, in bezaubernder Sprache
von Nisnis aus Dortmund am 18.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dieser besonders schöne und berührende Roman erzählt die Geschichte des erblindeten Mädchens Marie-Laure im Jahre 1944. Marie-Laure und ihr Vater, Angestellter eines Museums, fliehen aus Paris an die Küste des französischen Städtchen St. Malo, zu einem verwandten Onkel. Im Gepäck haben sie den wertvollsten Schatz des Museums. Auf dem... Dieser besonders schöne und berührende Roman erzählt die Geschichte des erblindeten Mädchens Marie-Laure im Jahre 1944. Marie-Laure und ihr Vater, Angestellter eines Museums, fliehen aus Paris an die Küste des französischen Städtchen St. Malo, zu einem verwandten Onkel. Im Gepäck haben sie den wertvollsten Schatz des Museums. Auf dem Stein soll ein Fluch liegen. Als Marie-Laures Vater von Deutschen verschleppt wird und ohne die überwältigende Liebe des Vaters auskommen muss, erträgt sie ihr Schicksal tapfer. Zur gleichen Zeit kommt der technisch begeisterte- und begabte Waise Werner Hausner in eine Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Widerstandskämpfer an Hand von feindlichen Sendern aufspüren soll. Nach harten Lehrjahren während des Krieges kommt er schließlich nach St. Malo. „Alles Licht, was wir nicht sehen“ ist sicher eines der schönsten Bücher die ich bisher gelesen habe. Es hat mich bereits zu Beginn in die düstere Stimmung des 2. Weltkrieges gezogen und mich am Ende berührt und nachdenklich zurück gelassen. Dies war mein erster Roman von Anthony Doerr, doch ganz bestimmt ist es nicht der letzte. Die harmonische Sprache hat mich von Anfang an völlig gefesselt und nicht mehr los gelassen. Die Geschichte klingt auch heute noch in mir nach. Anthony Doerr schreibt unglaublich gefühlvoll und berührend. Ob die Protagonisten von Verzweiflung, Angst und Schmerz geplagt sind oder von Liebe begleitet werden, ich kann diese Emotionen spüren. Ganz besonders ist die Liebe zwischen der erblindeten Marie-Laure und ihrem Vater und ich kann den Sprachstil nur als wundersam, liebevoll und schön beschreiben. Sätze wie: „Die Eier schmecken wie Wolken. Wie gesponnenes Gold“. Pfirsiche essen, „wie Stücke nassen Sonnenlichts“ oder „Seine Stimme ist tief und sanft, ein Stück Seide, das man in der Schublade aufbewahrt, nur um es von Zeit zu Zeit hervorzuholen und zu berühren.“ überwältigten meine Vorstellungskraft an schöner Sprache. Der Autor beherrscht eine besondere, feine und bildgebende Sprache, die es mir erlaubt klare Bilder in meinen Gedanken zu formen. Ich kann mir Landschaften vorstellen, habe das Gefühl an den Örtlichkeiten mit anwesend zu sein und alle grausigen Kriegsgeschehnisse erlebe ich in meinen Gedanken nahezu mit. Die Protagonisten und dessen Charaktere sind liebevoll kreiert und unsagbar gut ausgearbeitet. Die verschiedenen Handlungsstränge waren interessant, spannend und logisch gestaltet, so dass ich Zeitsprünge in der Geschichte sehr gut einordnen und verstehen konnte. Kurze Kapitel und die Spannung trieben mich durch die Seiten, ich konnte es nicht abwarten, die Legenden der Protagonisten mitzuerleben und diese zusammenfließen zu sehen. Dies ist eine fiktive Geschichte und doch könnte sie sich in der Wirklichkeit genauso ereignet haben. Diese Erkenntnis erschreckt mich und rüttelt mich auf. Mich gruseln einzelne Szenen und die Ereignisse des Krieges hinterlassen eine kalte Gänsehaut. Mein Fazit: Diesen Roman möchte ich mit den schönst möglichsten Superlativen loben. Er ist unglaublich lesenswert. Empfehlen möchte ich diesen Roman allen Liebhabern von historischen Romanen, Fans von Familiengeschichten und interessierten Lesern für die Deutsche- und Französische Geschichte.

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Die bewegende Geschichte zweier junger Menschen während des 2.Weltkriegs
von mrs-lucky am 16.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hierzulande ist der Autor Anthony Doerr noch weitgehend unbekannt, während er in Amerika mit dem Original seines Romans „Alles Licht, das wir nicht sehen“ bereits seit einiger Zeit auf der Bestsellerliste steht. Nachdem ich diesen Roman lesen durfte, kann ich mich der Begeisterung über diesen Autor nur anschließen. Sein... Hierzulande ist der Autor Anthony Doerr noch weitgehend unbekannt, während er in Amerika mit dem Original seines Romans „Alles Licht, das wir nicht sehen“ bereits seit einiger Zeit auf der Bestsellerliste steht. Nachdem ich diesen Roman lesen durfte, kann ich mich der Begeisterung über diesen Autor nur anschließen. Sein Stil ist bemerkenswert und zeugt von einer großen Beobachtungsgabe für die Menschen und ihre Gefühle. Anthony Doerr verwendet an vielen Stellen eine bildhafte, poetische Sprache, die den Leser, Landschaften aber auch Farben und Gerüche in einem völlig neuen Licht sehen lassen. Dieser Stil passt wunderbar zu der Geschichte, die er in diesem Roman erzählt. Der Roman spielt zur Zeit des 2.Weltkriegs beziehungsweise beginnt in der Zeitspanne davor und beleuchtet die Ereignisse aus der Sicht zweier Jugendlicher. Da ist zum einen der Waisenjunge Werner Hausner, der mit seiner jüngeren Schwester Jutta in einem Waisenhaus im Ruhrgebiet behütet aber unter vielen Entbehrungen aufwächst. Werner ist technikbegeistert und bringt sich selbst viel über Radio- und Sendetechnik bei. Ein Offizier aus dem Ort wird auf sein Talent aufmerksam und ermöglicht ihm den Zugang zu einer Eliteschule der Nazis. Über diesen Weg gelangt er auch an die Front des Krieges, zunächst im Osten, später in Frankreich. Der zweite Handlungsstrang dreht sich um das französische Mädchen Marie-Laure, das allein mit ihrem Vater in Paris lebt. Marie-Laure leidet an angeborenem grauem Star und ist bereits im Alter von sechs Jahren völlig erblindet. Einen großen Teil ihrer Kindheit verbringt sie bei ihrem Vater in dem Museum, in dem er arbeitet und findet Sicherheit in der kleinen Welt, in der sie sich bewegt. Als Marie 12 Jahre alt ist, wird es in Paris zu unsicher, und ihr Vater bekommt den Auftrag, einen wertvollen Edelstein des Museums, das Meer der Flammen, um den sich einige Sagen ranken, in Sicherheit zu bringen. So kommt Marie-Laure mit ihrem Vater zu dessen Familie nach Saint-Malo und erlebt dort die grausamen Folgen des Krieges. Der Roman bildet einzelne Szenen aus den Leben seiner Hauptpersonen ab in Form kleiner Momentaufnahmen. Er beobachtet und beschreibt aus der Sicht seiner Figuren. Gerade die Kinder besitzen dabei eine oft unverfälschte und unvoreingenommene Sicht der Dinge. Insbesondere bei Marie-Laure, die aufgrund ihrer Blindheit eine ganz eigene Wahrnehmung der Dinge besitzt, kommt das Talent des Autors für seine bildhafte und einfühlsame Sprache zum Tragen. Nicht nur die Handlungsstränge wechseln sich ab, sondern es gibt auch Zeitsprünge zwischen einem Hauptteil der Erzählung, der Bombardierung Saint-Malos im August 1944, bei der einige Fäden zusammen laufen, und den Rückblicken in die Zeitschiene ab 1934 mit den Entwicklungen bis zum Höhepunkt 1944. Das klingt verirrender als es ist, zudem gibt es eine detaillierte Inhaltsübersicht, die die Zeitebenen verdeutlicht. Ich bin sehr froh, auf dieses Buch aufmerksam gemacht worden zu sein und werde es auf jeden Fall meinen Kindern zu Lesen geben, wenn sie alt genug sind und sich mit dem Thema 2.Weltkrieg beschäftigen. Sicher bedient das Buch einige Klischees, hier sind aber weder alle Deutschen böse noch gehören alle Franzosen zu den Guten. Das Buch setzt voraus, das der Leser über die geschichtlichen Zusammenhänge und die Ideologien der Nationalsozialisten informiert ist, zeigt aber auf sehr eindrucksvolle Weise die Auswirkungen auf das Leben der Menschen und ihre Empfindungen.

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Ein wunderschönes Buch
von mabuerele am 11.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

„...Die Jungen um ihn herum kamen Werner wie berauscht vor. Als füllten sie ihre Gläser nicht mit dem kalten Wasser Schulpfortas, sondern mit einem Geist, der sie benommen machte und blendete...." Es ist der 7. August 1944. Sirenen heulen über Saint-Malo. In einem Haus steht die 16jährige blinde Marie-Laure LeBlanc... „...Die Jungen um ihn herum kamen Werner wie berauscht vor. Als füllten sie ihre Gläser nicht mit dem kalten Wasser Schulpfortas, sondern mit einem Geist, der sie benommen machte und blendete...." Es ist der 7. August 1944. Sirenen heulen über Saint-Malo. In einem Haus steht die 16jährige blinde Marie-Laure LeBlanc vor dem Modell der Stadt, das ihr der Vater gebaut hat. Wenige Meter entfernt sitzt der Soldat Werner Hausner im Keller des Hotel des Abeilles und überprüft die Batterie seines Funkgerätes. Dann fallen Bomben auf die Stadt. Der Autor hat einen berührenden Roman geschrieben. Schon die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen. Im Mittelpunkt des Buches stehen zwei junge Menschen: die Französin Marie-Laure und der Deutsche Werner Hausner. Im Buch gebt es demzufolge drei Erzählstränge. Ich als Leser darf zum einen das Leben von Marie-Laure, beginnend mit ihrer Erblindung im Alter von sechs Jahren, zum anderen díe Entwicklung des Waisenjungen Werner, dessen Vater tödlich in einem Schacht verunglückt ist, verfolgen. Neben diesen beiden Handlungssträngen in der Vergangenheit gibt es einen dritten im Jahre 1944. Das Buch hat einen hohen Spannungsbogen. Der entsteht durch die vielschichtige Handlung, durch die komplexe Entwicklung der Protagonisten und durch die historischen Gegebenheiten, in die die Geschichte eingebettet ist. Das Buch besticht durch einen ausgefeilten Schriftstil. Die bildhafte Sprache voller treffender Metapher, die gekonnte Wiedergabe von Emotionen und die Verwendung immer wiederkehrenden Symbole macht das Lesen zu einem Erlebnis. Zwei der Symbole sind ist das Licht und der Schlüssel, dass wie ein roter Faden an entscheidenden Stellen der Handlung ins Spiel kommen. Ab und an ist es die Musik, die plötzlich Erinnerungen wachruft, die das Handeln hinterfragen. Die kurzen Kapitel wirken wie Momentaufnahmen des Lebens. Andererseits werden bestimmte Situationen fast detailgenau wiedergegeben. Und immer sind Worte und Sätze so gewählt, dass eine Entwicklung spürbar ist. Deutlich wird das in Schulpforta, einer Eliteschule. Jeder neue Jahrgang beugt sich den grausamen und menschenfeindlichen Devisen schneller und bereitwilliger. Widerstand ist lebensgefährlich. Obiges Zitat stammt von dort. Ein liebevoller Vater, eine Erzieherin, der die Kinder am Herzen liegen, und eine engagierte Haushälter stehen einer immer brutaler werdenden Welt gegenüber. Das Buch vereint in sich nicht nur zwei Lebensgeschichten. Das Leben all diejenigen, die mit Marie-Laure und Werner in Berührung kommen, erzählt im Buch seine eigene Geschichte. Dabei ist es dem Autor gelungen, oft durch wenige Worte oder eine kurze Szene die psychologischen Tiefen der Handelnden auszuloten und wiederzugeben. Briefe aus der Ferne beziehen die Abwesenden mit ein. Sie zeugen von Zuneigung und Liebe. Das glitzernde Cover in verschiedenen Blautönen mit der Stadt am Meer wirkt edel. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Auf beeindruckende und emotional tief berührende Weise wurde anhand von Einzelschicksalen gezeigt, wie im Krieg die Talente und Gaben der Menschen für die Zwecke der Herrschenden ausgenutzt werden. Dem gegenüber stehen Menschlichkeit und Liebe, die wie ein Licht in dunkler Zeit wirken.

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Ein bezauberndes Meisterwerk!
von einer Kundin/einem Kunden aus Heidenheim am 06.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: Dieser Roman erzählt die Geschichte mehrerer Menschen zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus. Im Mittelpunkt dieser bezaubernden Geschichte, steht das kleine erblindete Mädchen Marie-Laure LeBlanc und ihr beschwerlicher Weg durch diese grausame Zeit. Als sich 1944 Marie-Laure und ihr Vater, der bisherige Angestellte des "Muséum National d'Histoire Naturelle"... Inhalt: Dieser Roman erzählt die Geschichte mehrerer Menschen zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus. Im Mittelpunkt dieser bezaubernden Geschichte, steht das kleine erblindete Mädchen Marie-Laure LeBlanc und ihr beschwerlicher Weg durch diese grausame Zeit. Als sich 1944 Marie-Laure und ihr Vater, der bisherige Angestellte des "Muséum National d'Histoire Naturelle" , entschließen aus dem besetzten Paris zu fliehen, gehen sie nicht mit leeren Händen, denn mit ihnen ist das "Meer der Flammen", der wohl wertvollste Schatz des Museums. Denn dieser Diamant, auf dem Sagen zufolge ein Fluch liegen soll, muss vor den Nationalsozialisten, die immer weiter in die Stadt vorrücken, geschützt werden. Diese Flucht führt sie in das französische Städtchen Saint-Malo und gleichzeitig zu ihren Verwandten, ihrem kauzigen und verstörten Onkel und einem Lebensweg der sich so anders gestaltet, als sie es erwartet hatten. Zur gleichen Zeit: Eine Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufspüren soll, unter ihnen, der deutsche und technisch begabte und Waisenjunge Werner Hausner. Doch schon bald führt in sein Weg in eine andere Richtung. Denn Werners Einheit dringt in das kleine, am Meer liegende Städtchen Saint-Malo vor, genau die Stadt in der sich Marie-Laure befindet... Meinung: Dies ist wohl das bezauberndste Buch des Jahres und vielleicht eines der schönsten und literarisch wertvollsten Geschichten der letzten Zeit! Der amerikanische Autor Anthony Doerr legt mit diesem Roman eine Geschichte über den Zweiten Weltkrieg vor, wie ich sie stilistisch gesehen, noch nie gelesen habe. Mit ganz kurzen Kapitel, die teilweise nur 2 Seiten beinhalten, zieht einen der Autor in einen erzählerischen Bann, der so einfühlsam, ehrlich und düster gesponnen ist, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Mit einer bemerkenswerten und meisterhaften Beobachtungsgabe, entführt uns der Autor in eine Zeit, die uns durch die Augen eines blinden Mädchens erzählt wird und diese ist so intensiv und bildhaft, dass man erstaunt und berührt zugleich ist. Anthony Doerr verwendet hierbei eine Sprache, in der jedes Wort kostbar zu sein scheint und die so detailreich geprägt ist, dass man als Leser meint, diese Zeit selbst zu durchleben. Dabei ist die Zeichnung seiner Charaktere von einer Glaubwürdigkeit und Sensibilität für Detail geprägt, dass diese weit über das Sein, eines einfachen Protagonisten hinausgehen, sie werden innerhalb der Geschichte lebendig. Auf dem Rücken und mit den Augen seiner Charaktere, gibt uns der Autor Einblicke in die Nazizeit, die schonungslos ehrlich, berührend sensibel und die keines Falls als eine Schwarz-Weißzeichung beschrieben wird. Und nebenbei lässt der Autor, die besondere Gabe der Bücher und die Liebe zur Literatur mit in das Geschehen einfließen. Außerdem gibt uns der Leser eines mit auf den Weg, man benötigt keine funktionierenden Augen, um die Welt in einem intensiveren und gefühlvolleren Blickwinkel zusehen, denn dafür reicht das einfache und reine Herz eines kleinen Mädchens, Marie-Laure. Fazit: Vielleicht ist dies die literarische Sensation der letzten zwei Jahre. Doch eines ist es auf jeden Fall, ein Buch welches man gelesen haben sollte und eines welches man so schnell nicht vergisst! Tout simplement merveilleux

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