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Alles, was ich bin

Roman

(20)

Ein Meisterwerk über Mut und Menschlichkeit

Das Deutschland der wilden Zwanziger und die politisch zerrissenen Jahre danach: Drei Menschen, drei Schicksale, die Flucht vor der Gestapo nach London, der leidenschaftliche Kampf um Freiheit und Leben: Basierend auf einer wahren Geschichte beleuchtet Anna Funder in ihrem Roman packend und mitreissend eine Liebesgeschichte in Zeiten grossen Aufruhrs.

Rezension
stellenweise wie ein Thriller […] wenn Funder die Vorgänge im Exil beschreibt, gewinnt das Buch grosse Eindringlichkeit.
Portrait
Anna Funder lernte vor Jahren in Melbourne Ruth Blatt kennen, die eng mit Dora Fabian befreundet war, der Sekretärin des Schriftstellers und Revolutionärs Ernst Toller. In langen Gesprächen vertraute sie Funder die Geschichte ihres Lebens an, die zur Grundlage dieses Romans wurde. ›Alles, was ich bin‹ ist ein internationaler Bestseller, der allein in Australien mit sieben Literaturpreisen ausgezeichnet wurde. Anna Funder, 1966 geboren, studierte in Melbourne und Berlin. Sie ist Autorin, Anwältin und Dokumentarfilmerin. Für ihr erstes Buch ›Stasiland‹ erhielt sie den Samuel Johnson Award. Ihr Werk ist in 25 Sprachen übersetzt. Sie lebt in Brooklyn.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 432, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.02.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783104020037
Verlag Fischer E-Books
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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Schauplätze einer aufwühlenden Zeit....
von einer Kundin/einem Kunden am 10.03.2014

Anna Funder ist ein spannender Roman gelungen, der auf wahren Hintergründen basiert.Sie hatte die außerordentliche Gelegenheit eine letzte Überlebende des Freundeskreises um Ernst Toller kurz vor ihrem Tode zu interviewen und war so in der Lage ein Kapitel deutsche Widerstandsgeschichte aufleben zu lassen. Erzählt wird in Rückblenden, die Schauplätze... Anna Funder ist ein spannender Roman gelungen, der auf wahren Hintergründen basiert.Sie hatte die außerordentliche Gelegenheit eine letzte Überlebende des Freundeskreises um Ernst Toller kurz vor ihrem Tode zu interviewen und war so in der Lage ein Kapitel deutsche Widerstandsgeschichte aufleben zu lassen. Erzählt wird in Rückblenden, die Schauplätze sind Berlin, London und New York, man muss schon dabei bleiben um alle Fäden zusammenzuhalten,das fällt einem allerdings nicht schwer, da die Geschichte so eindrucksvoll mehrere Ebenen anspricht: politisch, kulturell und realitätsnah ist das Porträt dieser Jahre - Verrat und Untreue sind allerdings das traurige Ende...trotz Kampf und Widerstand !

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0 0
Was ist wirklich 1935 in London passiert?
von einer Kundin/einem Kunden am 11.03.2014

Anna Funder ist eine 1966 geborene australische Autorin, Anwältin und Dokumentarfilmerin. Ihr Erstling „Stasiland“ (Fischer Taschenbuch), eine Reisereportage in die ehemalige DDR, erhielt den Johnson Award. Durch ihre ungewöhnliche Freundschaft mit der zuletzt in Australien lebenden Deutschen Ruth Blatt (vormals Wesemann, 1906 - 2001) ist ihr die Idee zu... Anna Funder ist eine 1966 geborene australische Autorin, Anwältin und Dokumentarfilmerin. Ihr Erstling „Stasiland“ (Fischer Taschenbuch), eine Reisereportage in die ehemalige DDR, erhielt den Johnson Award. Durch ihre ungewöhnliche Freundschaft mit der zuletzt in Australien lebenden Deutschen Ruth Blatt (vormals Wesemann, 1906 - 2001) ist ihr die Idee zu diesem Roman gekommen. Sie erzählt darin die Geschichte von Deutschen, die aus politischen Gründen Deutschland verlassen mussten und in England Zuflucht gefunden haben. Hauptsächlich ist es die Geschichte von Dora Fabian und Ernst Toller. Die Geschichte wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Da ist zum einen Ruth und zum anderen Ernst Toller. Nach einem kurzen Kapitel, der vom Abend der Machtergreifung Hitlers erzählt, beginnt der Roman 2001 in Australien. Die 95jährige Ruth erhält überraschenderweise einen Brief von einem Hotel aus New York. Dieser Brief enthält Notizen und das überarbeitete Manuskript von Ernst Toller. Während sie darin liest, erinnert sie sich zurück an die Zeit vom 1. Weltkrieg bis 1935. Sie erzählt von ihrem Leben als junge, politische Frau, die immer zu ihrer etwas älteren Cousine Dora Fabian aufschaut. Beide Frauen sind Pazifistinnen und gehören der USPD an. Dadurch lernen sie auch den Autor Ernst Toller kennen. Dora arbeitet für ihn als Sekretärin und ist auch gleichzeitig seine Geliebte. Als Hitler an die Macht kommt, müssen sie fliehen. Sie alle landen in London, wo ihnen politische Agitation verboten ist, was sie aber nicht daran hindert, diese weiter zu betreiben. Gerade Dora Fabian ist hierbei sehr aktiv und steht dadurch sehr weit oben auf der Liste der Nationalsozialisten, die auch ihre Agenten in London haben. An Hand des Klappentextes wissen wir, dass sie angeblich 1935 mit ihrer Parteigenossin Mathilde Wurm Selbstmord begangen haben soll. Aber stimmt dies wirklich? Ruth Blatt hat dazu ihre berechtigen Zweifel. Der zweite Erzählstrang spielt in einem Hotelzimmer in New York, wo Ernst Toller mit seiner Sekretärin Clara versucht, seine Erinnerungen „Eine Jugend in Deutschland“ zu überarbeiten. Er möchte darin die Rolle, die Dora Fabian in seinem Leben und in der Politik gehabt hat, stärker herausarbeiten. Und dadurch erfahren wir viel über das Leben von den beiden. Dieser Erzählstrang endet mit dem Selbstmord von Ernst Toller. Die Autorin setzt das Leben dieser Menschen wie eine Kollage zusammen. Nach und nach erfährt man immer mehr über sie und das Leben in Deutschland von 1918 bis 1933. Mir war bis dahin z.B. nicht bewusst, dass die Deutschen in England nicht politisch aktiv sein durften und damit den Widerstand in Deutschland nicht unterstützen konnten. Und ich wusste auch nicht, dass Deutschland ins vermeintlich sichere Ausland geflohene Regimegegner dort hat umbringen lassen oder zurück ins Reich entführt hat. Da die Umstände um den Tod von Dora Fabian und Mathilde Wurm bis heute nicht eindeutig geklärt sind, hat sich die Autorin bewusst für die Romanform entschieden. Interessanterweise findet man im deutschsprachigen Internet kaum etwas über dieses Thema, wohl aber im englischsprachigen. Ein sehr interessanter, spannender Roman, mit dem man einmal wieder Geschichtslücken auf angenehme Weise schließen kann.

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Geschichte wieder ins Gedächtnis gerufen...
von einer Kundin/einem Kunden am 08.04.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Anna Funder hat nicht nur einen Roman geschrieben. Sie erinnert auch an deutsche Geschichte, die sonst kaum erzählt wird. Die Leben der Protagonisten beruhen auf echten Biographien. Sie haben für die Freiheit vieler Menschen gekämpft - und wurden doch geschlagen. Funder rekonstruiert Geschichte, hinterfragt vermeintliche Fakten. Ein beeindruckendes Buch!

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