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Altes Land

Roman. Ausgezeichnet mit dem Usedomer Literaturpreis 2016 und als 'Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels' 2015

(27)
Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie
Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreussen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem grossen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Strassen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.
Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.
Rezension
"Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem grossen dunklen Bauernhaus." NDR Buch des Monats März
Portrait
Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es ausser Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Husum. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 16.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8135-0647-1
Verlag Knaus
Maße (L/B/H) 223/144/30 mm
Gewicht 488
Verkaufsrang 33.347
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
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Wunderbare Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 30.05.2015

Zwei sehr unterschiedliche Frauen – Vera und Anne finden im Alten Land Zuflucht. Vera, die nach dem Krieg mit ihrer Mutter aus Ostpreußen auf dem Hof der Familie Eckhoff strandet, bleibt immer Außenseiterin, man lässt sie spüren, wie unerwünscht die “Polacken“ sind. Als ihre Mutter Hof und Kind verlässt, beginnen... Zwei sehr unterschiedliche Frauen – Vera und Anne finden im Alten Land Zuflucht. Vera, die nach dem Krieg mit ihrer Mutter aus Ostpreußen auf dem Hof der Familie Eckhoff strandet, bleibt immer Außenseiterin, man lässt sie spüren, wie unerwünscht die “Polacken“ sind. Als ihre Mutter Hof und Kind verlässt, beginnen für Vera einsame Jahre, sie wird zur Einzelgängerin. Jahre später steht ihre Nichte Anna vor ihrer Tür. Aufgewachsen in privilegierten Verhältnissen im nahen Hamburg, steht sie vor den Scherben ihres Lebens. Vera nimmt Anne mit ihrem Kind auf, fortan leben die beiden Frauen zusammen in dem verfallenden Haus. Ganz allmählich helfen die beiden sich gegenseitig, mit den Verletzungen und Zurückweisungen ihres jeweiligen Lebens fertig zu werden und die Kraft zu finden, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Dörte Hansen erzählt in ihrem Roman sehr anrührend, wie traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit ein ganzes Leben beeinflussen und wie schwierig der Weg in ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben ist. Köstlich ihre Beschreibung der modernen Kleinfamilie im hippen Hamburg- Ottensen und die Anstrengungen großstadtmüder Landflüchtlinge. Eine Geschichte zum Lachen und zum Weinen, was will ich mehr?

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6 0
Großartiger Familienroman
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2015

In diesem wunderbaren Roman vereinen sich zwei Handlungsstränge, einerseits die Geschichte von Vera einem Flüchtlingskind, das nach dem zweiten Weltkrieg Vertreibung erleben musste und andererseits die Geschichte von Anne in der Gegenwart, die mit ihrem Sohn bei Vera strandet. Der Roman ist wirklich bemerkenswert, erschütternd, voll sprachlicher Perlen aber... In diesem wunderbaren Roman vereinen sich zwei Handlungsstränge, einerseits die Geschichte von Vera einem Flüchtlingskind, das nach dem zweiten Weltkrieg Vertreibung erleben musste und andererseits die Geschichte von Anne in der Gegenwart, die mit ihrem Sohn bei Vera strandet. Der Roman ist wirklich bemerkenswert, erschütternd, voll sprachlicher Perlen aber auch witzig und sarkastisch. Eine wunderbare Lektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte, ich hoffe, dass wir von dieser Autorin noch viel hören werden!

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3 0
Ein Stück Lebensgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus erfurt am 13.11.2015

Für mich ein Stück Aufarbeitung der Lebensgeschichte meiner Mutter (18 Jahre alt,als sie ihre Heimat verlor).Die Wurzeln mütterlicherseits liegen in Ostpreußen, wohlbehütet aufgewachsen auf einem wirtschaftlich wohlhabendem Gut.Dieses wunderbar geschriebene Buch erklärt mir Dinge, für die ich nur Ahnungen hatte.Gänsehaut bei den innigen und langwährenden Beziehungen der Personen, auch... Für mich ein Stück Aufarbeitung der Lebensgeschichte meiner Mutter (18 Jahre alt,als sie ihre Heimat verlor).Die Wurzeln mütterlicherseits liegen in Ostpreußen, wohlbehütet aufgewachsen auf einem wirtschaftlich wohlhabendem Gut.Dieses wunderbar geschriebene Buch erklärt mir Dinge, für die ich nur Ahnungen hatte.Gänsehaut bei den innigen und langwährenden Beziehungen der Personen, auch wenn Diese nicht verwandt im dem Sinne sind/waren.Von meiner Oma habe ich sooo viele Geschichten aus der Heimat gehört, gedacht, dass man sie aufschreiben müsste...Da war ich noch zu jung (1960 geb.). Dörte Hansen meinen größen Respekt vor diesem herzerwärmenden Buch!

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1 0
Altes Land
von einer Kundin/einem Kunden aus Dortmund am 14.07.2015

Ja, das Buch hat mir gut gefallen. Das Thema ist zwar nicht mehr so ganz aktuell,. Aber die Kombination von Deutsch mit norddeutscher Mundart übt einen besonderen Reiz aus

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1 0
Absolut Lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2015

Dörte Hansen verbindet in "Altes Land" die Leben von Vera Eckhoff, einem früheren ostpreußischen Flüchtlingskind, und deren Nicht Anne miteinander. Zwei Generationen, zwei ganz unterschiedliche Frauen und Leben, die dennoch zueinander finden und am Ende mehr gemeinsam haben, als gedacht. Beide fühlen sich in ihrer eigenen Welt fremd und... Dörte Hansen verbindet in "Altes Land" die Leben von Vera Eckhoff, einem früheren ostpreußischen Flüchtlingskind, und deren Nicht Anne miteinander. Zwei Generationen, zwei ganz unterschiedliche Frauen und Leben, die dennoch zueinander finden und am Ende mehr gemeinsam haben, als gedacht. Beide fühlen sich in ihrer eigenen Welt fremd und suchen doch nur nach Geborgenheit und einer Heimat, in der sie sich zu Hause fühlen können. Dörte Hansens Roman ist ein unheimlich tolles Portrait zweier Frauen, die völlig verschiedenen Genartionen angehören. Mit viel Witz und Ironie, aber zur gleichen Zeit wahnsinnig einfühlsam und mitreißend, schreibt Hansen die Geschichte(n) von Vera und Anne, zwei Frauen, die auf den ersten Blick kühl und fremd wirken, aber tief im Innern verborgen viel Liebe zu geben haben. Darüberhinaus beschreibt der Roman die Landschaft und Umgebung so präzise und lebendig, dass man sich als Leser geradezu ins Alte Land hineinversetzt fühlt, was die Atmosphäre des Buches noch dichter macht. Alles in allem ist Dörte Hansens Roman absolut empfehlens- und lesenswert. Ein Roman, der alles mitbringt, was es braucht: eine tolle Geschichte, Atmosphäre, Witz, Tragik und vor allem Herzenswärme.

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1 0
"Landlust"
von einer Kundin/einem Kunden am 01.03.2015

Eine gute Mischung aus Ernst und Humor! Nachdenklich stimmen mich die Folgen der Vertreibung, die auch in den weiteren Generationen noch ihre Spuren hinterlassen. Vera spürt in sich das Eis,über das sie als Kind geflohen ist. Das finde ich eine treffende Beschreibung für ihr Gefühle. Ein wenig kann ihre Nichte das... Eine gute Mischung aus Ernst und Humor! Nachdenklich stimmen mich die Folgen der Vertreibung, die auch in den weiteren Generationen noch ihre Spuren hinterlassen. Vera spürt in sich das Eis,über das sie als Kind geflohen ist. Das finde ich eine treffende Beschreibung für ihr Gefühle. Ein wenig kann ihre Nichte das Eis auftauen. Sie "flieht" mit ihrem kleinen Sohn aus der Stadt und findet Unterschlupf auf dem Land. Amüsant finde ich auch die kleinen Spitzen zu Themen wie Ökos, Landleben, Städter, die mal "runterkommen" wollen usw. Dazu kommen dann noch ein paar eigenwillige und interessante Figuren, die zusammen einen guten, unterhaltsamen Roman ergeben.

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1 0
Sympathischer Bilderbogen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.02.2015

In einem farbigen Bilderbogen beschreibt Dörte Hansen Leben und Arbeit im Alten Land. Mir selbst ist dabei ein Teil der Figuren fremd geblieben. An dem Panorama an sich habe ich mich aber durchaus erfreut: an der Beschreibung der wortkargen Bauern, an der Darstellung der reichen Großstädter... In einem farbigen Bilderbogen beschreibt Dörte Hansen Leben und Arbeit im Alten Land. Mir selbst ist dabei ein Teil der Figuren fremd geblieben. An dem Panorama an sich habe ich mich aber durchaus erfreut: an der Beschreibung der wortkargen Bauern, an der Darstellung der reichen Großstädter die kommen und gehen, in schicken Domizilen wohnen oder in „kaputtsanierten“ Häusern. Schön fand ich auch wie Frau Hansen das Muttersein in der modernen Großstadt und auf dem Land beschreibt. Das Alles verdichtet sich zu einem sympathischen, unaufgeregten Zeitenpanorama, dass die Autorin lakonisch und mit einem genauen Blick formuliert.

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Sehr empfehlenswert!
von Bani am 02.09.2016

Das Buch von Dörte Hansen ist ein gelungene Familienerzählung. Leicht zum Lesen mit viel Humor beschreibt sie das Leben auf dem Land und die Einwohner. Ich müsste viel schmünzeln, und hab den Figur Theis von Felde sofort im Herz geschlossen. Ich hoffe das die Autorin bald wider so ein... Das Buch von Dörte Hansen ist ein gelungene Familienerzählung. Leicht zum Lesen mit viel Humor beschreibt sie das Leben auf dem Land und die Einwohner. Ich müsste viel schmünzeln, und hab den Figur Theis von Felde sofort im Herz geschlossen. Ich hoffe das die Autorin bald wider so ein gutes Buch herausgibt.

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Ein Wohlfühlbuch!
von Xirxe aus Hannover am 16.07.2016

Hach, so muss ein Wohlfühlbuch sein! Eine grundsätzlich humorvolle Grundstimmung, die sich von dunkel gestimmten Protagonisten nicht vertreiben lässt (höchstens ganz kurz ;-)); Figuren, in denen man sich auch in den schlechten Eigenschaften wiedererkennt - doch nie so sehr, dass es zuviel wäre; eine Beschreibung der Realität, aber ohne... Hach, so muss ein Wohlfühlbuch sein! Eine grundsätzlich humorvolle Grundstimmung, die sich von dunkel gestimmten Protagonisten nicht vertreiben lässt (höchstens ganz kurz ;-)); Figuren, in denen man sich auch in den schlechten Eigenschaften wiedererkennt - doch nie so sehr, dass es zuviel wäre; eine Beschreibung der Realität, aber ohne in Klischees zu verfallen; Gefühle ohne Kitsch, schöne wie schmerzhafte. Und nicht zuletzt eine Geschichte die zeigt, wie sehr Menschen durch ihre Vergangenheit geprägt werden, im Guten wie im Schlechten. Dass das Alles dazu noch in einer wunderbaren, exakten und bilderreichen Sprache geschildert wird, macht das Lesen letzlich zu einem puren Vergnügen. Obwohl es so leicht fällt, sich bei dieser Lektüre wohl zu fühlen, ist das Thema alles andere als seicht: Flüchtlinge - wenn auch in einem anderen Zusammenhang, als der erste Gedanke wahrscheinlich vermuten lässt. Eine junge Mutter verlässt den Vater ihres Kindes, der eine neue Liebe gefunden hat, und zieht zu ihrer eigenbrötlerischen Tante ins Alte Land, wo diese seit Jahre alleine lebt. Beiden ist nicht nach der Gesellschaft der jeweils Anderen zumute, aber die Eine weiß nicht wohin, die Andere kann aus eigener Erfahrung nur zu gut nachempfinden, wie das ist - und hilft. Nach und nach werden die Geschichten der beiden Frauen und ihrer Familie erzählt wie auch die der Nachbarschaft, zu denen nicht nur Bauern gehören, sondern auch zugezogene Städter, (Luxus-)Flüchtlinge auch sie. Vergangenes, das bis in die Gegenwart wirkt, wird wieder hervorgeholt und so manche Widersprüchlichkeiten des Lebens voller Vergnügen beschrieben wie in dem nachfolgenden Beispiel: "Carsten wuchsen all die Widersprüche in seinem Leben manchmal ziemlich über den Kopf. Vollholz und Fertigparkett, mittags Kohlrouladen und abends Basenfasten, Urtes harter Futon und Herthas lenorweiche Biberbettwäsche, der Terror mit dem Alten und das schöne, kalte Astra, Schulter an Schulter nach Feierabend auf der Bank vor der Werkstatt, wenn es dann wieder gut lief. Pentatonische Konzerte in der Aula von Urtes Rudolf-Steiner-Schule und Puzzle-Abende mit seinen Eltern, Ravensburger, 5000 Teile, das große Korallenriff. Zu dritt hatten sie das ruckzuck fertig." Alles in allem ein Buch, wie man es sich wünscht: Unterhaltung mit Anspruch!

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einfach nur pures Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 08.02.2016

Anne ist auf dem Weg eine passable Pianistin zu werden. Aber passabel ist für ihre Mutter einfach nicht gut genug. Zumal sich ziemlich schnell zeigt, dass sie von ihrem kleinen Bruder mit Leichtigkeit überflügelt wird. Um den verletzenden Zurechtweisungen ihrer Mutter zu entgehen, wechselt Anne von Klavier auf Querflöte.... Anne ist auf dem Weg eine passable Pianistin zu werden. Aber passabel ist für ihre Mutter einfach nicht gut genug. Zumal sich ziemlich schnell zeigt, dass sie von ihrem kleinen Bruder mit Leichtigkeit überflügelt wird. Um den verletzenden Zurechtweisungen ihrer Mutter zu entgehen, wechselt Anne von Klavier auf Querflöte. Es wird ein kurzes Zwischenspiel. Kurzerhand bricht sie den Musikunterricht ab und beginnt eine Tischlerlehre. Das Verhältnis zwischen Helene und Anne bessert sich nicht, als Anne mit Christoph zusammenzieht und Leon bekommt. Auch das Enkelkind kann keine Brücke zwischen den Frauen schlagen. Anne ist ganz zufrieden, dass sich Helenes Aufmerksamkeit ganz auf ihren Bruder und seine Familie konzentriert. Als sie eines Tages früher als vorhergesehen mit Leon nach Hause kommt, überrascht sie Christoph mit seiner Lektorin. Anne packt ihren Sohn zusammen und obwohl sie sich kaum kennen, bittet sie ihre Tante Vera um Unterkunft. Vera Eckhoff lebt seit mehr als sechzig Jahren auf diesem, nunmehr verwahrlosten Hof. Seit sie als ostpreußisches Flüchtlingskind mit ihrer Mutter hier gelandet ist. Geduldet, mehr nicht. "Altes Land" von Dörte Hansen ist Lesevergnügen das glücklich macht.

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"Heimatroman 2015"
von einer Kundin/einem Kunden am 06.12.2015

Ein Heimatroman im wahrsten und besten Sinne des Wortes. Auf höchst unterhaltsame und gleichzeitig nachdenkliche Weise kreist dieser Roman um das Thema Heimat und Familie.

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Altes Land
von einer Kundin/einem Kunden am 28.11.2015

Als die fünfjährige Vera mit ihrer Mutter auf dem Altländer Hof landet, ahnt sie noch nicht, dass dieser Ort bis zu ihrem Lebensende ihr Zuhause werden wird. Als ihre Mutter von einem neuen Mann schwanger wird, zieht sie in die Stadt und Vera bleibt mit dem aus dem Krieg... Als die fünfjährige Vera mit ihrer Mutter auf dem Altländer Hof landet, ahnt sie noch nicht, dass dieser Ort bis zu ihrem Lebensende ihr Zuhause werden wird. Als ihre Mutter von einem neuen Mann schwanger wird, zieht sie in die Stadt und Vera bleibt mit dem aus dem Krieg zurückgekehrten traumatisierten Bauernsohn zurück. Durch die Ablehnung der Dorfgemeinschaft wird sie eigensinnig und trotzig und fördert aber auch ihre Selbstbehauptung. Eine gescheiterte Beziehung lässt nach Jahren ihre Nichte Anne auf dem mittlerweile heruntergekommenen Hof erscheinen. Das Schicksal scheint sich zu wiederholen.... Die einfühlsame Geschichte erzählt in einer klaren Sprache über das Ankommen und der Suche nach Heimat.

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Eine beeindruckende Landschaft und zwei Frauen, die endlich das finden was sie schon lange gesucht haben
von einer Kundin/einem Kunden am 24.07.2015

Dörte Hansen gelingt es mit schönen Beschreibungen der Landschaft und der Bewohner eine Sog zu erzeugen, mitten hinein in die Geschichte. Wir fühlen uns versetzt ins "Alte Land" mit all seinen Besonderheiten, Persönlichkeiten und einer Atmosphäre ruhigen Landlebens mit ganz vielen liebenswerten Beschreibungen# Auch für alle, die des Plattdeutschen nicht... Dörte Hansen gelingt es mit schönen Beschreibungen der Landschaft und der Bewohner eine Sog zu erzeugen, mitten hinein in die Geschichte. Wir fühlen uns versetzt ins "Alte Land" mit all seinen Besonderheiten, Persönlichkeiten und einer Atmosphäre ruhigen Landlebens mit ganz vielen liebenswerten Beschreibungen# Auch für alle, die des Plattdeutschen nicht mächtig sind – die kleinen Einschübe sind verständlich in die Geschichte eingebunden und unterstützen das von Dörte Hansen mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählte# Die Autorin hat selbst über 40 Jahre im „Alten Land“ verbracht und so ist dieses Buch auch eine Liebeserklärung – an die Landschaft und die Menschen# Für mich ein ganz besonderes Buch, gerne hätte ich noch weitergelesen, den eines ist auch klar – auch die nächste Generation wird diese Landschaft und die Häuser prägen! Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nenn't ook noch sien# => = Dieses Haus ist meins und doch nicht meins, der nach mir kommt nennt es auch noch seins…

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Was für ein Debüt!
von einer Kundin/einem Kunden am 27.06.2015

Dörte Hansen hat ein tolles Buch geschrieben, es ist absolut lesenswert und mein bisheriges Lieblingsbuch in 2015. "Altes Land" ist unendlich traurig, wenn es um die Erlebnisse der Flucht aus Ostpreußen geht oder um die Einsamkeit im Alter. Es ist aber auch absolut witzig, wenn die Schickeria aus Hamburg-Ottensen beschrieben... Dörte Hansen hat ein tolles Buch geschrieben, es ist absolut lesenswert und mein bisheriges Lieblingsbuch in 2015. "Altes Land" ist unendlich traurig, wenn es um die Erlebnisse der Flucht aus Ostpreußen geht oder um die Einsamkeit im Alter. Es ist aber auch absolut witzig, wenn die Schickeria aus Hamburg-Ottensen beschrieben wird oder das Miteinander der jüngsten Protagonisten. Und das Auf und Ab der Gefühlswelten ist in einem herrlich trockenen Schreibstil verfasst. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Ich würde mich über weitere Bücher von Dörte Hansen sehr freuen!

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Altes Land
von Hilde Lammers aus Leer am 03.06.2015

Dörte Hansen erzählt in diesem Buch die Geschichte von Vera, einem Kind das als Vertriebene mit der Mutter auf dem Hof der Familie Eckhoff im Alten Land unterkommt. Die Mutter heiratet den psychisch versehrten Hoferben und will sich der willensstarken Schwiegermutter nicht unterordnen. An dem Tag,... Dörte Hansen erzählt in diesem Buch die Geschichte von Vera, einem Kind das als Vertriebene mit der Mutter auf dem Hof der Familie Eckhoff im Alten Land unterkommt. Die Mutter heiratet den psychisch versehrten Hoferben und will sich der willensstarken Schwiegermutter nicht unterordnen. An dem Tag, als Veras Mutter den seit Jahrzehnten an seinem Ort stehenden Schrank entfernt und stattdessen ein Klavier aufstellt, erhängt sich die Schwiegermutter. Dies ist für Vera das Zeichen, dass ein Unglück geschieht, sobald sich Veränderungen ergeben. So lässt sie alles so wie es. Vera verbringt ihr ganzes Leben auf dem Hof. Der zentrale Satz dieses Buchs ist der Spruch, der im Fachwerk des Hauses angebracht ist: Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nenn't ook noch sien. = Dieses Haus ist meins und doch nicht meins, der nach mir kommt nennt es auch noch seins Das "alte Land" ist überall. Jeder Leser/jede Leserin über 40, der auf dem Land aufgewachsen ist, wird die beschriebenen Figuren erkennen. Den bodenverhafteten Landwirt, den Flüchtling , der seiner Heimat nachtrauert, die landflüchtigen Jugendlichen , die zugezogenen Städter, die alles besser wissen und die sich selbst inszenierenden hippen Großstadtfamilien. Dies ist ein wunderbares Buch. Es ist klar, schlicht und sehr zurückgenommen in der Sprache und dennoch sehr berührend. Man kann es gerne ein zweites, drittes oder viertes Mal lesen

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„Nicht gedeihen, nicht blühen, nur bleiben“
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 18.05.2015

„Distanziert und ein bisschen spröde“ - waren die ersten Eindrücke, die ich zu diesem Buch hatte. Ich mag solch schnörkellose Sprache recht gerne und so konnte ich mich von Anfang einlassen auf „Altes Land“. Manches muss genau so erzählt werden. Es dauerte nur wenige Seiten und ich... „Distanziert und ein bisschen spröde“ - waren die ersten Eindrücke, die ich zu diesem Buch hatte. Ich mag solch schnörkellose Sprache recht gerne und so konnte ich mich von Anfang einlassen auf „Altes Land“. Manches muss genau so erzählt werden. Es dauerte nur wenige Seiten und ich war vollkommen gefangen von der Geschichte, in der neben Vera und Anne das Haus die eigentliche Hauptrolle spielt. Das Haus, das keine Fremden mochte. Das Haus, das ihnen aber dennoch eine Zuflucht bietet, den Flüchtenden, die dort stranden. Und gestrandet sind beide Frauen auf ihre ganz eigene Art. S. 42 : „Sie war auf Ida Eckhoffs Hof gespült worden wie ein Ertrinkender auf eine Insel. Um sie herum war immer noch das Meer, und Vera hatte Angst vor diesem Wasser. Sie musste bleiben auf ihrer Insel, auf diesem Hof, wo sie zwar keine Wurzeln schlagen konnte, aber doch festwachsen an den Steinen, wie eine Flechte oder ein Moos. Nicht gedeihen, nicht blühen, nur bleiben.“ Solche Sätze muss man erst mal verarbeiten. Unweigerlich musste ich darüber nachdenken, ob es den meisten Flüchtlingen so ergeht. Gerade im Moment ist das Thema Flucht wieder brandaktuell und solche Sätze regen zu langem Nachdenken an. Und treffender hätte Dörte Hansen die Gefühle von Vera nicht beschreiben können. Annes Situation ist eine ganz andere, aber auch sie ist geflohen vor einem Leben, das sie nicht mehr wollte: „Das Problem war ihre Wut. Rasende schäumende Wellen, riesige Brecher, Kaventsmänner. Ein Weltmeer von Wut und in ihrem Schiff ein Leck“ (S. 50) Derart kraftvoll und gleichzeitig behutsam erzählt Dörte Hansen die ganze Zeit. Viele Sätze sind ungeheuer eindringlich, dass sie unter die Haut fahren, ein langanhaltendes Kribbeln auslösen und manchmal sogar Tränen auf die Reise schicken. Jedes Kapitel ist mit einer eigenen Überschrift versehen, die meistens aus ein oder zwei Worten bestehen und passender nicht sein könnten. Anfangs wird abwechselnd aus der Sicht von Vera und Anne erzählt und der unterschwellige Humor zauberte mir oft ein Grinsen ins Gesicht. In jedem Kapitel gibt es Besonderheiten zu entdecken. Makabere, humorvolle, traurige und ganz besonders rührende, die so herrlich unkitschig sind und Gänsehaut machen. Ich weiß gar nicht, wie viele Sätze meine Augen zum Leuchten brachten wegen ihrer sprachlichen Schönheit. Viele Sätze habe ich mir ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen und gleichzeitig wurde das Herz ganz weit. Zwischen den Zeilen werden noch viel mehr Themen angesprochen wie die Eifersucht unter Geschwistern, Sterbehilfe, fehlende Mutterliebe … um nur ein paar zu nennen. Und alles auf eine wunderschön behutsame Art und Weise, die mich ganz zart berührt hat. Ich habe mich voll und ganz eingelassen auf die Geschichte aus dem alten Land und schon lange habe ich Sprache nicht mehr so genossen wie in diesem Buch. Ja, ich habe mich rettungslos verliebt in dieses Buch, in die wundervolle Sprache und den knochentrockenen Humor. Fazit: Wer schöne Sprache liebt, wird diese Geschichte zweier gestrandeter Frauen, die einfühlsam und mit dem unvergleichlichen nordischen Humor erzählt wird, genau so lieben wie ich.

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Ein spannender Roman!
von einer Kundin/einem Kunden am 03.05.2015

Zwei Frauen und ein altes Haus in Norddeutschland. Zwei, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Vera, Zahnärztin, die das alte große Bauernhaus geerbt hat und Anne, die Musikerin, die eines Tages mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg abhaut, um einen Neuanfang zu wagen. Schon einmal. 1945, nahm dieses alte Haus... Zwei Frauen und ein altes Haus in Norddeutschland. Zwei, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Vera, Zahnärztin, die das alte große Bauernhaus geerbt hat und Anne, die Musikerin, die eines Tages mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg abhaut, um einen Neuanfang zu wagen. Schon einmal. 1945, nahm dieses alte Haus Flüchtlinge aus Ostpreußen auf. Ein anrührender Erinnerungs-Roman über Krieg, Verteibung, Flucht und Vergangenheitsbewältigung.

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Flüchtlinge
von einer Kundin/einem Kunden am 26.04.2015

Vera und Anne sind sehr verschieden, aber zumindest eines haben sie gemeinsam: Beide sind sie Flüchtlinge. Vera ist nach dem Krieg mit ihrer Mutter als Flüchtling aus Ostpreußen ins Alte Land gekommen. Auch nachdem ihre Mutter da wegzieht, bleibt sie in dem alten Bauernhaus wohnen, wo sie ein Zuhause... Vera und Anne sind sehr verschieden, aber zumindest eines haben sie gemeinsam: Beide sind sie Flüchtlinge. Vera ist nach dem Krieg mit ihrer Mutter als Flüchtling aus Ostpreußen ins Alte Land gekommen. Auch nachdem ihre Mutter da wegzieht, bleibt sie in dem alten Bauernhaus wohnen, wo sie ein Zuhause gefunden haben. Vera aber bleibt eine Einzelgängerin, auch wenn sie mehr oder weniger von ihrer Umgebung akzeptiert wird. Jahre später steht ihre Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn Leon vor der Tür. Sie flüchtet vor einer zerbrochenen Ehe und zerschmetterten Träumen. Vera und Anne sind verletzte Seelen, aber wundersamerweise werden sie einander doch zur Stütze in ihrer jeweiligen Einsamkeit. Dörte Hansen hat wirklich einen außergewöhnlich schönen Roman geschrieben. Die Sprache und die Geschichte: Alles stimmt! Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein Genuss. Man muss es einfach gelesen haben!

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Lieblingsbuch 2015
von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2015

Zwar ist das Jahr noch nicht lange fortgeschritten, allein, dieser Titel kann kaum getoppt werden. Ein außerordentliches Buch: sprachlich brilliant, inhaltlich emotional packend zieht Autorin Dörte Hansen mit ihrem ersten Roman die Leserin von Anfang bis Ende in ihren Bann. Zwischen damals und heute erzählt die Geschichte von Frauenleben,... Zwar ist das Jahr noch nicht lange fortgeschritten, allein, dieser Titel kann kaum getoppt werden. Ein außerordentliches Buch: sprachlich brilliant, inhaltlich emotional packend zieht Autorin Dörte Hansen mit ihrem ersten Roman die Leserin von Anfang bis Ende in ihren Bann. Zwischen damals und heute erzählt die Geschichte von Frauenleben, von harten und minder harten Schicksalen, von Vorurteilen und Verurteilten, aber immer und vor allem: von Einsamkeit und Gemeinsamkeit, von unverbrüchlicher Treue und Freundschaft, die das ganze Leben umspannen. Wir möchten unbedingt mehr von Ihnen lesen, Frau Hansen!!

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Authentisch norddeutsch!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.03.2015

Das hat mir richtig gut gefallen! Vordergründig ein Familienroman, daneben aber auch ein Portrait Norddeutschlands mit seinen Leuten, Höfen und Charakterweisen. Schauplatz ein alter Hof im „Alten Land“ bei Hamburg, die Hauptfiguren Frauen unterschiedlicher Generationen. Hildegard von Kamcke ist 1945 mit ihrer Tochter Vera aus Ostpreußen geflüchtet, sie kommen... Das hat mir richtig gut gefallen! Vordergründig ein Familienroman, daneben aber auch ein Portrait Norddeutschlands mit seinen Leuten, Höfen und Charakterweisen. Schauplatz ein alter Hof im „Alten Land“ bei Hamburg, die Hauptfiguren Frauen unterschiedlicher Generationen. Hildegard von Kamcke ist 1945 mit ihrer Tochter Vera aus Ostpreußen geflüchtet, sie kommen auf dem Hof der Eckhoffs unter. Hildegard allerdings ordnet sich so gar nicht unter, heiratet in die Familie ein und die Fetzen fliegen zwischen ihr und ihrer Schwiegermutter. Vera, adoptierte Eckhoff, bleibt bei Karl, dem Ehemann und Hoferben, als Hildegard den Hof schließlich verläßt – in Richtung Hamburg zum nächsten Ehemann. Vera macht ein Einserabitur und wird Zahnärztin, entspricht aber sonst so gar nicht den üblichen Konventionen. Sie geht auf die Jagd, reitet ihre Trakehner, bleibt ohne Mann und kinderlos. Ihre Nichte Anne steht eines Tages mit ihrem kleinen Sohn vor der Tür, den Lebensgefährten und Vater in flagranti erwischt und geflohen aus Hamburg-Ottensen aufs Land zur Tante. Als Leser lernt man in verschieden Zeitebenen und Rückblenden einiges über die Beziehungen und Hintergründe der Familiengeschichten dieser Frauen kennen. Manchmal schmunzelt man über die Ironie der Autorin, die feinen Beobachtungen von Mitmenschen, die wohl jeder so kennt. Authentisch norddeutsch, ohne pseudoländlichen Klimbim – und wenn, dann wird eben dieser auch als solcher entlarvt. Sensibel und berührend ist der Roman, wenn es um familiäre Wahrheiten geht und dass man manchmal erkennen muss, dass Blut eben nicht dicker als Wasser ist. (Oder op platt: „Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nennt't ook noch sien.“) Alles in allem ein gelungener Roman, mir als „Nordlicht“ hat er sehr gut getan!!!

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