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Am Ende bleiben die Zedern

Roman

(2)
Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine grosse Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens.
Rezension
"Was von den Zedern blieb, ist, anders als man es von einem Poetryslam Meister erwarten könnte, eher traditionell und reich ornamentiert erzählt, ironisch grundiert, sehr spannend und bewegend.", Bayern2 "kulturWelt", Cornelia Zetzsche, 13.04.2016
Portrait
Pierre Jarawan wurde 1985 in Amman, Jordanien, geboren. Er wuchs in Kirchheim Teck auf, fühlt sich aber überall zuhause, wo es Bücher gibt. Seit seinen ersten Auftritten, im September 2009, gewann er mehr als 70 Poetry Slams im gesamten deutschsprachigen Raum und gehört seitdem zu den erfolgreichsten deutschen Bühnenpoeten. Mit seinen zwischen Ernst und Komik schwankenden Texten bereiste er Bühnen überall in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Er stand für 3sat und ZDFkultur vor der Kamera und belegte bei den deutschsprachigen Meisterschaften 2010 den 4. Platz.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 01.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8270-1302-6
Verlag Berlin Verlag
Maße (L/B/H) 221/146/44 mm
Gewicht 642
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Auf der Suche
von Everett am 28.03.2016

Eine Geschichte des Libanon, und die Geschichte von Samir, dessen Eltern aus dem Libanon nach Deutschland kamen. Samir wird in Deutschland geboren, wächst auf mit den Geschichten seines Vaters. Doch der Vater verändert sich plötzlich und ist dann ohne ein Wort verschwunden. Samir kann und will es nicht wahr... Eine Geschichte des Libanon, und die Geschichte von Samir, dessen Eltern aus dem Libanon nach Deutschland kamen. Samir wird in Deutschland geboren, wächst auf mit den Geschichten seines Vaters. Doch der Vater verändert sich plötzlich und ist dann ohne ein Wort verschwunden. Samir kann und will es nicht wahr haben, nicht begreifen. Er ist besessen von seinem Vater. Es wird Samirs Geschichte erzählt, seine Suche nach dem Vater, von Freundschaft. Es wird in Rückblenden zu Samirs Kindheit erzählt, eingebettet in die Geschichte des Libanons, wo Nachbarn unterschiedlicher Religionen plötzlich zu Feinden werden. Es ist eine unheimliche umfassende, tief gehende Geschichte, in der sich auch nach und nach die Vergangenheit von Samirs Vater offenbart. Dieser ist genauso zerrissen wie das Land. Und ich kann ihn noch nicht mal verurteilen, dass er seine Familie in Deutschland verlassen hat. Hier kann man durchaus sagen, dass zwei Geschichten aufeinander treffen. In einer sehr schönen Sprache wird dem Leser der Libanon näher gebracht, die Vergangenheit und die Zukunft, in der das Land hoffentlich nicht mehr so zerrissen sein wird. Und Samirs Geschichte, der durch den Verlust seines Vaters wirkt wie auf einer Warteposition. Findet er durch das Land seiner Eltern zu sich selbst und kann die Vergangenheit hinter sich lassen? Ich kann diesen Roman irgendwie schlecht in Worte fassen, hier passiert so viel, ist so ansprechend geschrieben, und hinterlässt mich als Leser mit einer Fülle von Eindrücken. Nicht nur Samir und sein Vater und dessen Geschichten, sondern auch der Libanon halten einen in ihrem Bann. Und hoffentlich bleiben die Zedern tatsächlich immer dort wo sie sind, als eine Art Wächter des Landes.

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Egoistischer Hauptprotagonist
von einer Kundin/einem Kunden aus Landshut am 08.05.2016

Zum Inhalt Mit "Am Ende bleiben die Zedern" ist dem Autor Pierre Tarawan ein respektables Debüt gelungen. Gleich zu Beginn erleben wir eine Familie, wie aus einem Bilderbuch. Samir und seine Eltern ziehen in ein altes, wunderschönes Haus. Der Vater bringt die Satellitenschüssel auf dem Dach an. Hakim, sein bester... Zum Inhalt Mit "Am Ende bleiben die Zedern" ist dem Autor Pierre Tarawan ein respektables Debüt gelungen. Gleich zu Beginn erleben wir eine Familie, wie aus einem Bilderbuch. Samir und seine Eltern ziehen in ein altes, wunderschönes Haus. Der Vater bringt die Satellitenschüssel auf dem Dach an. Hakim, sein bester Freund, versucht von unten zu helfen. In der Siedlung stehen bei jedem die Türen offen. Man feiert zusammen Feste und einer hilft dem anderen. Samirs Eltern sind vom Libanon nach Deutschland geflüchtet. Der Vater hatte von Anfang an alle Sympathien. Im Flüchtlingslager hat er jede Gelegenheit genutzt um Deutsch zu lernen. Die anderen Flüchtlinge hat er mit fantastischen Geschichten unterhalten. Samir liebt seinen Vater abgöttisch. Die Geschichten die im dieser erzählt, hat er eigens für Samir erfunden. Die Mutter ist eine hübsche, fleißige Frau. Sie macht sich einen guten Namen, indem sie für andere Frauen wunderschöne Kleider näht. Hakims Tochter Yasmin ist Samirs beste Freundin. Yasmin ist zwar zwei Jahre älter als Samir, behandelt Samir jedoch wie einen Gleichaltrigen. Alles könnte so schön sein, wenn Samirs Vater nicht auf einmal so eigenartig werden würde. Jeden Tag hört er seine Eltern streiten. Jeden Tag erhält der Vater einen Anruf und verschwindet daraufhin für Stunden. Samir ist verstört. Sein Vater beachtet ihn kaum noch. Samir macht eine Entdeckung, von der er nicht weiß, was er halten soll. Samir ist überglücklich, als der Vater eines Abends die Geschichte für Samir weiter erzählt. Es ist das Ende der Geschichte. Es ist das Ende für Samir. Sein heißgeliebter Vater verschwindet. Meine Meinung Als ich begonnen habe diese Geschichte zu lesen, wurde ich förmlich in das Buch hineingezogen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Libanesen und die warmherzige Art, wie sie miteinander umgingen, haben mir gut gefallen. Man erfährt viel aus der Sicht der Flüchtlinge und versteht sie um einiges besser. Die Liebe zu seinem Vater hatte, meiner Meinung nach, nicht nur Gutes. Als der Vater verschwunden war, mied er seine beste Freundin Yasmin. Einen Freundeskreis hatte er nicht. Jahrelang wartete er auf die Rückkehr vom Vater. Jahrelang trauerte er um den Geschichtenerzähler und Poeten. Ich konnte Samir schon verstehen; jedoch gefiel mir das Verhalten seiner Mutter gegenüber nicht. Der Vater blieb immer heilig und unerreichbar. Der Mutter gestand er nach Jahren nicht mal zu, dass sie wieder anfing glücklich zu werden. Seine kleine Schwester hatte er nie richtig wahrgenommen. Diese hätte aber ihren großen Bruder dringend gebraucht. Trotz seiner Trauer fand ich sein Verhalten unmöglich. Als Teenager sprach er dem Alkohol zu und spielte mit den Gefühlen der Mädchen. Irgendwie gewann ich den Eindruck, dass er nur mitbekam, was ihn selber betraf. Samir war nicht der Einzige, der Verluste hinnehmen musste. Er erwartete von anderen alles; gab selber jedoch nichts. Mit der Wahrheit nahm er es auch nicht so genau, was ihm seinen Arbeitsplatz in einer Bibliothek kostete. Mir ist schon klar, dass es sich in dieser Geschichte um eine andere Mentalität handelt. Obwohl Samir in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, verspürt er Sehnsucht nach dem Libanon. Das dürfte den Erzählungen des Vaters geschuldet sein und dem Drang seinen Vater aufzuspüren. Der erwachsene Samir beschließt in den Libanon zu reisen. Bewaffnet mit dem Tagebuch- und Geschichten seines Vaters, macht er sich auf die Suche. Ein Taxifahrer wird zu seinem ersten, echten Freund. Samir ist vom Libanon begeistert. Er spürt, irgendwo muss sein Vater sein. Seine Reise durch den Libanon und die Bekanntschaften die er macht, sind Abenteuer pur. Die verschiedenen Religionen machten sich bemerkbar. Samir wusste, dies kann nicht die Heimat sein, von der sein Vater sprach. Vieles hatte sich verändert. Fazit Samir konnte ich Anfangs gut leiden. Mit jeder Seite verschwand jedoch ein Stück mehr meiner Sympathie für ihn. Ich kann wirklich verstehen, dass der Verlust eines Vaters, das Leben eines Kindes beeinflusst. Noch dazu, wenn man nicht weiß, was aus ihm geworden ist. Es entschuldigt aber in keinster Weise Samirs unmögliches Verhalten. Seiner Mutter hatte er einmal Hilfe verweigert, was verheerende Folgen hatte. Oft dachte ich mir beim Lesen: >>Mein lieber Samir, wer kümmert sich um dich? Wer ermöglicht dir ein gutes Leben zu führen? Dein Vater? NEIN! Deine Mutter!!!>Wer glaubt, er habe den Libanon verstanden, dem hat man ihn nicht richtig erklärt.<< Ich konnte vieles nicht ganz verstehen. Trotz meine Kritikpunkte ein lesenswertes Buch. Danke Pierre Tarawan. Ich vergebe 2 1/2 Sterne

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von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine einfühlsame und zugleich packende Familiengeschichte, voller Hoffnung, Zuversicht aber auch großer Enttäuschung. Die Geschichte nimmt einen sofort gefangen!

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von einer Kundin/einem Kunden am 18.08.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein junger Mann ist auf der Suche nach sich selbst und die Geschichte seiner Familie. Er lernt seine Heimat aus einer ganz neuen Perspektive kennen. Sehr berührend und emotional.

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von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein sprachlicher Lesegenuss, großartiges Debut und der Libanon rückt ein Stückchen näher!

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von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine Familie aus dem Libanon versucht in Deutschland ein neues Zuhause zu finden. Bewegender Roman über ein von Krisen und Kriegen gebeuteltes Land und eine Vater-Sohn-Geschichte.

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Am Ende bleiben die Zedern
von miss.mesmerized am 28.11.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Samirs Eltern flüchteten zu Beginn der 1980er Jahre vor dem Bürgerkrieg aus dem Libanon nach Deutschland. Kurz danach kam er zur Welt und wuchs zunächst behütet und geliebt auf. Bis eines Tages sein Vater nach einem unerklärlichen Ereignis einfach verschwand und den Jungen aus der Bahn warf. Auch als... Samirs Eltern flüchteten zu Beginn der 1980er Jahre vor dem Bürgerkrieg aus dem Libanon nach Deutschland. Kurz danach kam er zur Welt und wuchs zunächst behütet und geliebt auf. Bis eines Tages sein Vater nach einem unerklärlichen Ereignis einfach verschwand und den Jungen aus der Bahn warf. Auch als Erwachsener wird er noch von Fragen nach dem Warum und Was gequält, weshalb er sich auf die Suche in den Libanon begibt, um dort seine Wurzeln und möglicherweise seinen Vater zu finden. Ein bemerkenswertes Buch, welches die in Deutschland vielen unbekannte Geschichte des Libanon auferstehen lässt und am Beispiel einer Einwandererfamilie den schwierigen Start im neuen Land wie auch das Loslassen des alten Landes darstellt. Auch als aufmerksamer Verfolger von Nachrichten war mir die spezifische Situation des Libanon in den letzten 30 Jahren wenig bekannt, weshalb ich insbesondere den Informationsgehalt des Buches sehr geschätzt habe. Sehr gut nachvollziehbar wird auch die Zerrissenheit der zweiten Generation von Einwanderern, die keine Wahl hatten und sich der Entscheidung der Eltern ein neues Leben in einem anderen Land zu beginnen beugen mussten und dadurch einen Bruch in der kulturellen Identität erleiden, der nachhaltige Folgen haben kann. Ein durch und durch unterhaltsames wie auch informatives Buch über ein weitgehend unbekanntes Land, das durch die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen tagesaktuell ist.

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