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Am Strand

Roman. Ausgezeichnet mit dem Reader's Digest Author of the Year 2008

(13)
Das Schlimmste am Heiraten ist die Hochzeitsnacht. Zumindest für Edward und Florence, 1962 im prüden England. Begierde und Befangenheit, Anziehung und Angst sind miteinander im Widerstreit in der Hochzeitssuite mit Blick aufs Meer. Die Nacht verändert das Schicksal der Liebenden – für immer.
Portrait
Ian McEwan, geboren 1948, lebt in London. Schon seine ersten Erzählungen wurden 1976 mit dem Somerset-Maugham-Award ausgezeichnet. 1999 erhielt er den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk und 2011 wurde er mit dem Jerusalem Preis für Literatur ausgezeichnet. Ian McEwan ist Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences.
Bernhard Robben, geboren 1955, war nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie als Deutschlehrer in Nordirland tätig. Seit 1986 arbeitet der Spezialist für irische und angelsächsische Literatur als freier Übersetzer und Journalist. Nebenbei ist er ehrenamtlicher Bürgermeister von Brunne, wo er seit 1992 mit seiner Familie lebt. 2003 wurde er für die Übersetzung des Romans "Abbitte" von Ian McEwan und für sein Lebenswerk mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet. 2013 wurde Bernhard Robben mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" für sein literarisches Lebenswerk auf dem Gebiet der Übersetzung aus dem Englischen gewürdigt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 28.10.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23788-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 179/113/15 mm
Gewicht 178
Originaltitel On Chesil Beach
Auflage 2. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Ein kleines Stück Zeitgeschichte.
von Nathalie Möhle aus Hamburg am 09.02.2011

Ian McEwan gehört zu den wenigen Autoren, die es schaffen, alltägliche Situationen in solch kraftvollen, emotionalen Bildern zu beschreiben, dass sie zu etwas ganz Besonderem werden. In diesem Fall wird eine Hochzeitsnacht beschrieben, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Edward und Florence, frisch verheiratet und ganz verliebt ineinander,... Ian McEwan gehört zu den wenigen Autoren, die es schaffen, alltägliche Situationen in solch kraftvollen, emotionalen Bildern zu beschreiben, dass sie zu etwas ganz Besonderem werden. In diesem Fall wird eine Hochzeitsnacht beschrieben, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Edward und Florence, frisch verheiratet und ganz verliebt ineinander, Klammern sich an Konventionen und sind unfähig, über ihre Bedürfnisse zu reden. Ist Edward voller Freude auf das bevorstehende "Ereignis", kann Florence nur Ekel dafür empfinden. Am Ende stehen sie sich wegen ihrer Sprachlosigkeit wie Fremde gegenüber. Was im prüden England 1962 normal war und zwischen vielen Paaren genau so passiert ist, ist für uns heute unvorstellbar. Ian McEwan bringt uns aber mit dem Roman ein Stück gut recherchierter, für uns in weite Ferne gerückte, Zeitgeschichte näher. Ein toller Roman über eine gescheiterte Liebe!

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Am Strand - Begegnung von Wasser und Sand
von Katja Burke aus Lingen (Lookentor-Passage am 31.08.2010

Mal wieder ein großartiger Roman des Erzählkünstlers Ian McEwan. Edward und Florence verbringen in einem Hotel am Strand ihre Hochzeitsnacht und starten mit völlig unterschiedlichen Erwartungen in die junge Ehe. Gekonnt blickt Ian McEwan in die Vergangenheit der beiden Protagonisten, berichtet mal von Edward, mal von Florence, und springt... Mal wieder ein großartiger Roman des Erzählkünstlers Ian McEwan. Edward und Florence verbringen in einem Hotel am Strand ihre Hochzeitsnacht und starten mit völlig unterschiedlichen Erwartungen in die junge Ehe. Gekonnt blickt Ian McEwan in die Vergangenheit der beiden Protagonisten, berichtet mal von Edward, mal von Florence, und springt wieder in die Gegenwart zurück: das Abendessen, der Versuch miteinander zu schlafen, die Flucht an den Strand. Seine Lust und ihre vermeintliche Prüderie, "1962, im prüden England" - wie es dazu kam, die Zusammenhänge: kurze Geschichte, doch durch den Drama ähnlichen Aufbau alles enthaltend, was einen guten Roman ausmacht. Immer zu empfehlen.

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Mangelnde Kommunikation
von Helen Wirth aus Ulm am 17.04.2010

Wenn man die Geschichte liest, erwartet man eigentlich nicht, dass es noch Anfang der 60er Jahre zwei erwachsene Menschen gibt, die dermaßen unaufgeklärt und prüde ihre Hochzeitsnacht erleben wollen. Florence und Edward kennen sich schon ein Jahr, lieben und respektieren sich, bis zu dieser vertrackten Situation: die Hochzeitsnacht. Edward voller Sehnsucht... Wenn man die Geschichte liest, erwartet man eigentlich nicht, dass es noch Anfang der 60er Jahre zwei erwachsene Menschen gibt, die dermaßen unaufgeklärt und prüde ihre Hochzeitsnacht erleben wollen. Florence und Edward kennen sich schon ein Jahr, lieben und respektieren sich, bis zu dieser vertrackten Situation: die Hochzeitsnacht. Edward voller Sehnsucht und Erwartung, Florence voller Abscheu. Sie wünscht sich, dass er ihr Zeit gibt, um auch Vergangenes zu bewältigen, er versteht sie nicht; sie trennen sich noch in dieser Nacht - für immer. Das Buch ist sehr schön zu lesen, aber die Hilflosigkeit der beiden hat mich betroffen gemacht.

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Eine literarische Hochzeitsnacht
von Camilla Petri aus Braunschweig (Hutfiltern) am 21.08.2009

Dieses Buch spielt in nur einer Nacht - der Hochzeitsnacht von Edward und Florence. Das frisch verheiratete Paar hat sich in einem kleinen Hotel am Strand eingemietet und ist sehr nervös ob der Dinge, die ihm in dieser Nacht zum ersten Mal bevorstehen... In der Atmosphäre dieser Spannung und Anspannung... Dieses Buch spielt in nur einer Nacht - der Hochzeitsnacht von Edward und Florence. Das frisch verheiratete Paar hat sich in einem kleinen Hotel am Strand eingemietet und ist sehr nervös ob der Dinge, die ihm in dieser Nacht zum ersten Mal bevorstehen... In der Atmosphäre dieser Spannung und Anspannung erzählt Ian McEwan meisterhaft die Geschichte der Liebe zwischen dem Historiker Edward und der jungen Geigerin Florence - mit einer überraschenden Wendung! Es ist unglaublich, wie es Ian McEwan gelingt, auf wenigen Seiten einen so guten Roman über die Kommunikation zwischen Mann und Frau zu schreiben. Eines meiner Lieblingsbücher!

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Nostalgisches Buch mit großer Aussagekraft, sprachlich ein Genuss
von Annemarie Schiemann aus Siegburg am 20.08.2009

Florence und Edward, ein glückliches Paar, eine große Liebe und endlich: Die Hochzeit. Aber – was man sich heute kaum noch vorstellen kann, war noch vor 50 Jahren weit verbreitet – beide haben keine Ahnung, was in der Hochzeitsnacht auf sie zukommt. Zu zweit allein in ihrer Hotelsuite wissen... Florence und Edward, ein glückliches Paar, eine große Liebe und endlich: Die Hochzeit. Aber – was man sich heute kaum noch vorstellen kann, war noch vor 50 Jahren weit verbreitet – beide haben keine Ahnung, was in der Hochzeitsnacht auf sie zukommt. Zu zweit allein in ihrer Hotelsuite wissen sie nicht, wie sie nun miteinander umgehen sollen. Unterschiedliche Erwartungen, Ängste und Sprachlosigkeit lassen diese Hochzeitsnacht in völlig anderer Weise verlaufen, als von den Liebenden erwartet. Es ist unglaublich fesselnd, wie Ian MacEwan den Verlauf und die Dramatik dieser missglückten Hochzeitsnacht schildert, welche Auswirkungen die Sprachlosigkeit dieses Paars auf ihre große Liebe hat. Die Sprache ist ruhig, nüchtern, aber mit enormer Aussagekraft, auch die nostalgische Atmosphäre des Buches hat mir gut gefallen. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und noch lange darüber nachgedacht! (Hat mir besser gefallen als „Abbitte“). Ein nostalgisches Buch mit großer Aussagekraft.

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Ein Abend kann alles verändern…
von peedee am 18.08.2015

1962, Chesil Beach, Dorset, England. Edward und Florence, beide 22, haben soeben geheiratet und die Hochzeitsnacht liegt vor ihnen. Sie lieben sich und könnten nicht glücklicher sein, wenn da nicht diese Hochzeitsnacht wäre: er kann sie kaum erwarten und sie ekelt sich davor. Grosse Erwartungen – können sie diese... 1962, Chesil Beach, Dorset, England. Edward und Florence, beide 22, haben soeben geheiratet und die Hochzeitsnacht liegt vor ihnen. Sie lieben sich und könnten nicht glücklicher sein, wenn da nicht diese Hochzeitsnacht wäre: er kann sie kaum erwarten und sie ekelt sich davor. Grosse Erwartungen – können sie diese erfüllen? Erster Eindruck: Das Cover ist für mich ein typisches Diogenes-Cover; leider gefallen mir diese meistens nicht speziell gut. Aber auch hier zählen ja die inneren Werte… Die Protagonisten waren mir sympathisch: Edward, der schon in der Vergangenheit seine Liebe zu Florence immer wieder zügeln musste, um sie nicht zu verschrecken; Florence, die zwar in beruflicher Hinsicht sehr überzeugend und selbstsicher auftritt, in privaten Dingen aber sehr unsicher und schüchtern ist. Die beiden kommen aus sehr unterschiedlichen Elternhäusern und kennen vieles nicht, was für den anderen „normal“ ist. In der Honeymoon-Suite sind nicht nur die beiden anwesend, nein, es ist noch die riesige Angst von beiden Seiten im Raum, die an sie gestellten Erwartungen nicht erfüllen zu können: „Die Frage, wie dies ohne Enttäuschungen oder Peinlichkeiten zu bewerkstelligen war, liess ihm keine Ruhe.“ Und „Sex mit Edward konnte nicht der Gipfel ihrer Freuden, sondern nur der Preis sein, den sie zahlen musste.“ Für mich ist dies das zweite Buch des Autors, nach „Kindeswohl“, was mir übrigens sehr gut gefallen hat. Vom vorliegenden Werk war ich insofern überrascht, als der Hauptteil des Buches eigentlich nur die paar Stunden des Hochzeitsabends beleuchtet, aber mit sehr vielen Rückblenden in die Vergangenheit der beiden Protagonisten. Ian McEwan schreibt sehr ausdrucksvoll und bildkräftig – wirklich beeindruckend. Die ganze Geschichte ist ein Auf-und-Ab der Gefühle: Liebe, Kränkungen, Vorwürfe, Beleidigungen und Angst: Angst vor Verletzung, Zurückweisung, Verlust. Der Ausgang der Geschichte hat mich sehr überrascht und ein bisschen nachdenklich zurückgelassen: „So kann sich der Lauf eines Lebens ändern – durch Nichtstun.“

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Reden hilft!
von einer Kundin/einem Kunden am 22.06.2012

Wir schreiben das Jahr 1962. Edward und Florence kennen sich ein Jahr, schätzen und respektieren sich, eigentlich eine gute Basis für eine Ehe. Sie heiraten. Dann kommt die von ihm heiß ersehnte, von ihr gefürchtete Hochzeitnacht und die Beziehung zerbricht aus Mangel an Kommunikation. Man liest dieses Buch mit Erstaunen... Wir schreiben das Jahr 1962. Edward und Florence kennen sich ein Jahr, schätzen und respektieren sich, eigentlich eine gute Basis für eine Ehe. Sie heiraten. Dann kommt die von ihm heiß ersehnte, von ihr gefürchtete Hochzeitnacht und die Beziehung zerbricht aus Mangel an Kommunikation. Man liest dieses Buch mit Erstaunen und bei mir immer mehr Wut ob der Kommunikationslosigkeit der beiden. Am liebsten hätte ich gebrüllt " Mensch, redet mit einander!" Aber in den prüden Sechzigern war das wohl nicht so einfach wie heute! McEwan hat eine eindringliche Geschichte geschrieben, die unter die Haut geht und sprachlich hervorragend ist. Lohnt sich!

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Eine gute Ehe
von einer Kundin/einem Kunden aus Saarbrücken am 17.07.2011

Ein kurzer Roman der einschlägt wie eine Wucht. Gerade hat ein junges Paar sich das "Ja"-Wort gegeben und die Residenz ihrer Flitterwoche bezogen. Der perfekte Zeitpunkt, dem anderen zu zeigen, was man von ihm hällt. Die junge Braut empfindet nichts als Hass für ihren neuen Ehemann. In der Hochzeitsnacht... Ein kurzer Roman der einschlägt wie eine Wucht. Gerade hat ein junges Paar sich das "Ja"-Wort gegeben und die Residenz ihrer Flitterwoche bezogen. Der perfekte Zeitpunkt, dem anderen zu zeigen, was man von ihm hällt. Die junge Braut empfindet nichts als Hass für ihren neuen Ehemann. In der Hochzeitsnacht kommt es zur Eskalation. McEwan erzählt in diesem kurzen Roman zum Zeitpunkt der Flitterwochen. Durch geschickt eingefädelte Rückblenden erfahren wir mehr über die Vergangenheit der Personen, ihr erstes Treffen und später auch wie die Zukunft dieser beiden Personen aussehen wird. Ab und zu komisch, oft zutiefst tragisch erzählt McEwan eine Geschichte, die nie zu Alt sein wird.

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Kurze Ehe
von einer Kundin/einem Kunden am 09.03.2011

In den sechziger Jahren treffen sich die sehr musikalische Florence und der etwas pragmatischere Edward. Sie mögen einander sehr, lieben sich. In der Hochzeitsnacht geht alles schief, Florence kann der Körperlichkeit nichts abgewinnen - 'Am Strand' kommt es dann zu einem heftigen Ausbruch der endlich in Worte gefassten Gefühle.... In den sechziger Jahren treffen sich die sehr musikalische Florence und der etwas pragmatischere Edward. Sie mögen einander sehr, lieben sich. In der Hochzeitsnacht geht alles schief, Florence kann der Körperlichkeit nichts abgewinnen - 'Am Strand' kommt es dann zu einem heftigen Ausbruch der endlich in Worte gefassten Gefühle. Später im Alter merkt Edward, dass man die Beziehung anders, eben auf diese moderne Art Florences hätte führen können. Doch in den 60ern war die Zeit noch nicht reif. Eindringlich - lesen!

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Eine bewegende Geschichte über das Scheitern einer jungen Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 17.11.2010

Eine Katastrophe hat meist einen negativen und faden Beigeschmack. Ist es doch ein folgenschweres und unerwartetes Unglücksereignis. Nun muss nicht jede Hochzeit in ein Fiasko enden. Edward und Florence hatten mit Sicherheit gute Absichten als sie sich das Ja-Wort gaben. Dummerweise leben beide im Jahre 1962 im prüden England. Doch... Eine Katastrophe hat meist einen negativen und faden Beigeschmack. Ist es doch ein folgenschweres und unerwartetes Unglücksereignis. Nun muss nicht jede Hochzeit in ein Fiasko enden. Edward und Florence hatten mit Sicherheit gute Absichten als sie sich das Ja-Wort gaben. Dummerweise leben beide im Jahre 1962 im prüden England. Doch das aller Schlimmste ist, dass wir uns mitten in der Hochzeitsnacht befinden. Zwei junge Menschen ganz auf sich allein gestellt in einem Hotelzimmer mit Blick aufs Meer. Er voller Vorfreude und jugendlicher Lust. Sie voller Ekel und Unsicherheit. Das Wechselspiel der beiden Protagonisten zwischen Lust und Last fasziniert und schmerzt zu gleich. Man fühlt mit, man freut sich und man verzweifelt. Dieses vielversprechende Hochzeitspaar aus Familien wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten scheitert an sich selbst und einer altbackenden Gesellschaft. Die Ereignisse überschlagen sich. Die Nacht endet tragisch am Strand. Was bleibt, ist ein bewegendes Buch über das Scheitern einer jungen Liebe.

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McEwan,Am Strand
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 17.08.2009

Dieses Buch erzählt von einer mißglückten Hochzeitsnacht in England im Jahr 1962. Florence und Edward,Beide 22 Jahre alt und völlig unerfahren, stehen im Zentrum der Geschichte. Diese eine Nacht,mit ihrem Vor- und Nachspiel, wird knapp,präzise,lange nachhallend,erzählt.McEwan zeigt,wie wenig Personen (1 Kellner kommt noch dazu),Handlung,Stunden er braucht,um eine großartige Geschichte... Dieses Buch erzählt von einer mißglückten Hochzeitsnacht in England im Jahr 1962. Florence und Edward,Beide 22 Jahre alt und völlig unerfahren, stehen im Zentrum der Geschichte. Diese eine Nacht,mit ihrem Vor- und Nachspiel, wird knapp,präzise,lange nachhallend,erzählt.McEwan zeigt,wie wenig Personen (1 Kellner kommt noch dazu),Handlung,Stunden er braucht,um eine großartige Geschichte zu erzählen.

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Psychogramm einer Hochzeitsnacht
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 06.07.2008

Ian McEwan ist bekannt dafür, intensive zwischenmenschliche Dramen zu schreiben, in denen oft ein einziger Augenblick das ganze Leben verändert. Auch hier ist ihm dies wieder auf beeindruckende Weise gelungen. Wir schreiben das Jahr 1962: Florence und Edward, ein junges Paar Anfang Zwanzig, hat gerade geheiratet und sitzt nun... Ian McEwan ist bekannt dafür, intensive zwischenmenschliche Dramen zu schreiben, in denen oft ein einziger Augenblick das ganze Leben verändert. Auch hier ist ihm dies wieder auf beeindruckende Weise gelungen. Wir schreiben das Jahr 1962: Florence und Edward, ein junges Paar Anfang Zwanzig, hat gerade geheiratet und sitzt nun beim Abendessen in der Flitterwochensuite. Schon von Anfang an macht der Autor mit wechselnder Erzählperspektive klar, dass dieses Paar sich zwar liebt, aber aufgrund den Zwängen ihrer Zeit, ihrer Erziehung und ihrer Vergangenheit, gelähmt ist vor Angst in Anbetracht dessen, was sie in ihrer Hochzeitsnacht erwarten wird. Im Zeitlupentempo bahnt sich eine Katastrophe an, deren Sogwirkung sich keiner mehr entziehen kann. Da sitzen sie also total verkrampft beim Essen, können sich kaum ansehen und ihre Gedanken rasen um das, was gleich geschehen soll. Zwischen den Dialogen wird in Rückblenden die Kindheit und ihr Kennenlernen geschildert. Edward kommt aus einer armen Familie, aber mit seinem Ehrgeiz schafft er es, den ärmlichen Verhältnissen zu entkommen und zu studieren. Bei einer Studentendemonstration lernt er dann Florence kennen. Diese stammt aus reichem Hause und in ihrer Familie bleibt sie immer ein Außenseiter. Die Mutter ist gefühlskalt und viel beschäftigt, zum Vater besteht ein schwieriges, angespanntes Verhältnis. Ihr ganze Hingabe gilt dem Violinspielen. Vom ersten Zusammentreffen bis zur Hochzeit finden zwischen den Frischvermählten nur zögerliche körperliche Annäherungen statt, über mehr als ein paar Küsse oder flüchtige Berührungen kommen sie nicht hinaus. Beim Vorspiel dann lässt Florence Edward mit gleichgültiger Haltung gewähren, forciert teilweise sogar Edwards Bemühungen, obwohl sich alles in ihr dagegen sträubt und sie vor Ekel fast umkommt. Der Grund für ihre Frigidität ist ein Missbrauch. Leider wird dieser vom Autor nur allzu vage angedeutet, hier hätte er näher ins Detail gehen sollen. Edward wiederum, der extra für diesen Augenblick eine Woche enthaltsam war, kann sich nur schwer zurückhalten und so nimmt das Desaster seinen Lauf… Für meine Generation, die nur ein paar Jahre nach der Zeit geboren wurde, in der dieser Roman handelt, ist nur schwer nachvollziehbar, wie sehr die jungen Leute damals noch von althergebrachten steifen Konventionen beeinflusst waren, man möchte meinen, diese Geschichte handelt nicht Anfang der 60er Jahre sondern Anfang des 20. Jahrhunderts. Und noch schwerer ist es zu glauben, dass nur ca. 5 Jahre später die sexuelle Revolution mit freier Liebe, Pille, wilder Ehe usw. stattfand. Schon allein deshalb ist der Roman ein Muss für alle, die unsere heutigen sexuellen Freiheiten ohne irgendwelche Einschränkungen oder Konsequenzen als selbstverständlich ansehen.

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Totales Versagen der Kommunikation.
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Eigentlich, so könnte man meinen, sollten zwei Volljährige Menschen Anfang der Sechziger Jahre aufgeklärt genug sein, um zu wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie heiraten. An Liebe, Zuneigung und Respekt mangelt es den beiden Protagonisten jedenfalls nicht. Zunächst nicht. Florence und Edward kennen sich bereits über ein Jahr,... Eigentlich, so könnte man meinen, sollten zwei Volljährige Menschen Anfang der Sechziger Jahre aufgeklärt genug sein, um zu wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie heiraten. An Liebe, Zuneigung und Respekt mangelt es den beiden Protagonisten jedenfalls nicht. Zunächst nicht. Florence und Edward kennen sich bereits über ein Jahr, haben sich vorsichtig aneinander heran getastet, obwohl ihre Familienverhältnisse arg unterschiedlicher Natur sind, haben die beiden sich eine gemeinsame Zukunft ausgemalt und sitzen nun in dieser vertrackten Situation fest: Der Hochzeitsnacht. Bei genauerem Hinsehen, lernen wir beim Lesen zwei Menschen kennen, deren Erwartungen sich - trotz gemeinsamer Pläne - völlig unterscheiden. Das liest sich nicht nur beinahe spannender als ein Thriller, es ist definitiv spannender als ich es mir vorgestellt habe. Ian McEwan malt ausschweifend großzügige, wunderbar geistreiche Portraits der beiden, und ihrer Familien. Vor allem aber zeichnet er mit feinem Schwung die Erwartungen, die die beiden so sehr unterscheiden. Die Szenen werden einmal aus Edwards und dann der Sicht von Florence erzählt. Das Ergebnis, das wir Leser geboten bekommen bietet faszinierende Einblicke in das Innenleben zweier Menschen - und freilich ist es interessant zu assoziieren, mit eigenen Erfahrungen. Dennoch halte ich es für eine gewagte Theorie das Verhalten der beiden zu verallgemeinern. Seltsam amüsiert bis entzückt stelle ich für mich übrigens eine dumme Kleinigkeit fest, die mich schmunzeln lässt und ein bisschen versöhnt mit den unglaublich erotischen Vorstellungen einiger großen Weltliteraten , die ihre Streichinstrument spielenden Protagonistinnen stets als begehrenswert erotische Lustobjekte überzeichnen. Wer Geigerinnen und Cellistinnen faszinierend findet, sollte das hier gelesen haben. Insbesondere Herren Coelho, Bieri und Mulisch würde ich diese Lektüre dringend anraten. :-p Intelligente Lektüre, die einen tiefen Einblick in eine vergangene Epoche liefert und höchst aufschlussreich ist in der Hinsicht Kommunikation unter Partnern.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

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