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April in Paris

Roman

(6)
Ein berührender Liebesroman, erstmals im Taschenbuch.


Frühjahr 1943 im besetzten Paris: Der junge deutsche Gefreite Roth glaubt sich aus den Wirren des Kriegs heraushalten zu können. Tagsüber arbeitet er als Dolmetscher für die Gestapo, abends flaniert er heimlich in Zivilkleidern durch seine geliebte Stadt. Auf einem dieser Streifzüge lernt er Chantal kennen, die Tochter eines französischen Buchhändlers. Er ahnt nicht, dass diese geheimnisvolle junge Frau der Résistance angehört und er dabei ist, sich auf eine unmögliche und äusserst gefährliche Liebe einzulassen. Und viel zu spät begreift er auch, dass er seine Zurückhaltung, die ihm das Leben retten sollte, längst aufgegeben hat …



Rezension
"Eine gelungene Balance zwischen leichter Liebesgeschichte und bezwingend geschildertem Nazi-Terror." KulturSPIEGEL
Portrait
Michael Wallner wurde 1958 in Graz geboren. Er lebt seit 1997 als Roman- und Drehbuchautor sowie als Regisseur in Berlin. Seine Inszenierung von "Willy Brandt - Die ersten 100 Jahre" am Theater Lübeck wurde 2013 in der Kritikerumfrage der WELT unter die zehn besten deutschsprachigen Theateraufführungen des Jahres gewählt. International bekannt wurde Michael Wallner als Autor durch den in über 20 Länder übersetzten Roman „April in Paris“. Zuletzt erschienen von Michael Wallner bei Luchterhand die Romane „Die russische Affäre“ (2009), "Kälps Himmelfahrt" (2011) und "Die Frau des Gouverneurs" (2014).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 238
Erscheinungsdatum 01.10.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73693-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 190/118/22 mm
Gewicht 222
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Großes Kopfkino!
von Christina Walther aus Sinntal am 01.03.2010

April in Paris - man schreibt das Jahr 1943. Obergefreiter Roth ist Übersetzer, er muß bei Verhören Protokoll führen. Für ihn sehr belastend, beschließt er eines Abends seinen Feierabend außergewöhnlich zu verbringen. Als Zivilist unter den Parisern. Durch sein gutes Französisch fällt seine Maskerade zunächst nicht auf. Doch die... April in Paris - man schreibt das Jahr 1943. Obergefreiter Roth ist Übersetzer, er muß bei Verhören Protokoll führen. Für ihn sehr belastend, beschließt er eines Abends seinen Feierabend außergewöhnlich zu verbringen. Als Zivilist unter den Parisern. Durch sein gutes Französisch fällt seine Maskerade zunächst nicht auf. Doch die Angst entdeckt zu werden, ist nicht unbegründet. Und bei seinen Ausflügen ist da immer wieder eine junge Frau, die ihm über den Weg läuft: Chantal. Sie wird die Liebe seine Lebens. Doch fühlt sie dasselbe für ihn? Oder nutzt sie ihn nur aus? Ganz schnörkellos, direkt und in knappen Sätzen erzählt uns Michael Wallner die Geschichte des jungen Obergefreiten Roth. Ein junger Mann, der Bücher liebt und die Stadt der Liebe. Der Deutscher ist und doch nicht sein will. Ein Mann, der sich Hals über Kopf in eine Frau verliebt, die er fast nicht kennt und der gleichzeitig leidet, weil er nicht weiß, wohin er eigentlich gehört. Die Verbrechen des Krieges verfolgen ihn - er kann sich nur retten, indem er in die Arme von Chantal flieht. Er ist ein Träumer, denn er merkt nicht, wie ernst die Lage ist, in die er sich und seine Umgebung bringt. Zu jung um zu begreifen, scheint es, hat er nur den Wunsch, mit seiner großen Liebe vereint zu sein und merkt doch nicht, dass alles was er tut, ihn in einen Abgrund reißen wird. Man kann ihm nachfühlen. Man kann ihn nicht verurteilen dafür, dass er keine Stellung beziehen kann und sich von seinen Gefühlen leiten lässt. Die Geschichte verschlingt man förmlich, weil man jeden Moment erleben will, ganz bewußt fühlen will. Ein großartiges, melancholisches Kopfkino entfaltet sich da und zeigt die Menschen, wie sie sind: Gehetzt, verunsichert, ängstlich, aggressiv, traurig, stolz. Und doch ist da immer wieder ein Funken Hoffnung, der förmlich überspringt. Man träumt selber davon, dass es vielleicht doch einen Weg für die Beiden gibt. Dass irgendwann der Moment gekommen ist, an dem alles ein gute Ende nimmt. Nur um im nächsten Moment zu denken: Das ist nicht möglich. Wallner nimmt uns mit in die Vergangenheit, aus der wir hoffentlich alle lernen. In eine Geschichte, die sich jederzeit so zugetragen haben könnte und immer noch kann.Für mich eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe und uneingeschränkt zu empfehlen.

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eine wunderschöne Geschichte für kalte Tage.....
von einer Kundin/einem Kunden am 03.02.2010

Ein absolut lesenswerter Roman über einen Soldaten aus dem 2. Weltkrieg der die Liebe seines Lebens trifft. Ein Buch für jeden der an kalten Wintertagen am liebsten auf der Couch kuschelt!

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Doppelleben
von Maria Zubrinna aus Siegburg am 24.08.2009

Während des zweiten Weltkriegs ist der deutsche Soldat Roth in Paris als Übersetzer und Dolmetscher. Er spricht perfekt französisch, weswegen er sich abends als junger Franzose ausgibt und durch Paris flanniert. Dabei lernt er Chantal, die Tochter eines Buchhändlers kennen und lieben. Schnell findet er heraus, dass sie und... Während des zweiten Weltkriegs ist der deutsche Soldat Roth in Paris als Übersetzer und Dolmetscher. Er spricht perfekt französisch, weswegen er sich abends als junger Franzose ausgibt und durch Paris flanniert. Dabei lernt er Chantal, die Tochter eines Buchhändlers kennen und lieben. Schnell findet er heraus, dass sie und ihr Vater für den Widerstand arbeiten. Ein gefährliches Spiel beginnt, in dem auch die Liebe eine Rolle spielt. Rasant zu lesen, weil man unbedingt wissen will was aus Roth und Chantal wird.

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Paris unter deutscher Besatzung
von einer Kundin/einem Kunden am 13.02.2011

Der Obergefreite Roth ist in Paris stationiert und wird verpflichtet, bei Verhören als Übersetzer zu arbeiten. Um sich nach Feierabend einfach als ganz normaler Mensch zu fühlen und unter Leute zu kommen, legt er unerlaubterweise Zivilkleidung an und erkundet Paris. So, als "Antoine", wie er sich außerdienstlich nennt und... Der Obergefreite Roth ist in Paris stationiert und wird verpflichtet, bei Verhören als Übersetzer zu arbeiten. Um sich nach Feierabend einfach als ganz normaler Mensch zu fühlen und unter Leute zu kommen, legt er unerlaubterweise Zivilkleidung an und erkundet Paris. So, als "Antoine", wie er sich außerdienstlich nennt und fühlt, lernt er Chantal kennen, Buchhändlertochter und auf der Seite der Resistance. Er verliebt sich in sie, doch seine Doppelrolle zieht ihn zusehends in einen Strudel von Ereignissen, die auch ihm zum Verhängnis werden.... Die Verhör- und Foltermethoden der deutschen Besatzer werden ungeschönt geschildert, das Thema des Romans ist nicht etwa die Liaison zwischen einem Soldat und einer Französin, sondern die Verhältnisse im besetzten Paris und die drastischen Vorgehensweisen der Wehrmachtssoldaten. Ein harter Stoff, sprachlich fantastisch dargestellt, der Roman fordert seinen Leser (und Französisch zu können, ist durch die unübersetzten Dialoge schon vorteilhaft). Nichts zur Entspannung oder gar ein romantischer Liebesroman - aber ein anspruchsvolles Leseereignis, das ich nicht missen möchte.

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Nur für sehr starke Nerven
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 07.05.2010

Der federleichte Spaß in Zivil durch Paris zu flanieren und das Leben zu genießen kippt, als sich "Antoinne" in eine Französin verguckt, die von der Gestapo bereits observiert wird. Furchtbare fast tödlich endende Grausamkeiten, die die Unmenschlichkeit und Willkür der Macht der Besetzter zeigen, ließen mich in ihrer Anschaulichkeit... Der federleichte Spaß in Zivil durch Paris zu flanieren und das Leben zu genießen kippt, als sich "Antoinne" in eine Französin verguckt, die von der Gestapo bereits observiert wird. Furchtbare fast tödlich endende Grausamkeiten, die die Unmenschlichkeit und Willkür der Macht der Besetzter zeigen, ließen mich in ihrer Anschaulichkeit (fast) das Buch weglegen. Ein Ansatz von Hoffnung auf ein Wiedersehen der Liebenden und die Gewissheit solche Barbarei in Zukunft verhindern zu müssen, machen das Buch zu einer lohnenden Lektüre. Man tut sich leichter bei der Lektüre, wenn man ein bischen Französisch versteht.

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Wallner, April in Paris
von einer Kundin/einem Kunden am 23.03.2010

Sehr eindringlich beschreibt Wallner die Geschichte eines deutschen Unteroffiziers, der zwischen anfänglicher Loyalität zur eigenen Armee, der immer stärker werdenen Zuneigung zur Widerstandskämpferin Chantal und der Erkenntnis, dass er für die Franzosen nur der "verrückte Boche" ist, dessen man sich zwar bedient, dem man aber letztendlich nicht vertrauen... Sehr eindringlich beschreibt Wallner die Geschichte eines deutschen Unteroffiziers, der zwischen anfänglicher Loyalität zur eigenen Armee, der immer stärker werdenen Zuneigung zur Widerstandskämpferin Chantal und der Erkenntnis, dass er für die Franzosen nur der "verrückte Boche" ist, dessen man sich zwar bedient, dem man aber letztendlich nicht vertrauen kann., zerrissen wird. Ein Meisterwerk!

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Fesselndes Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden aus Neustadt i. Sa. am 07.11.2013
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ich bin eher durch Zufall auf dieses Buch gestoßen. Weder Autor noch Titel waren mir bekannt, werden mir aber von nun an in Erinnerung bleiben! Die Geschichte eines jungen deutschen Soldaten, der sich eher als Besucher denn als Besatzer sieht - und gesehen werden möchte - und sein Spagat zwischen... Ich bin eher durch Zufall auf dieses Buch gestoßen. Weder Autor noch Titel waren mir bekannt, werden mir aber von nun an in Erinnerung bleiben! Die Geschichte eines jungen deutschen Soldaten, der sich eher als Besucher denn als Besatzer sieht - und gesehen werden möchte - und sein Spagat zwischen militärischem Zwang und dem Drang zum Erleben und Genießen dieser Stadt, ihrer Menschen und dem französischen Lebensgefühl fesseln von Beginn an. Der Autor bannt den Leser mit seiner plastischen Erzählweise, bei der man glaubt, den Szenen stets beizuwohnen. Selten habe ich ein Buch so verschlungen. Die Farben dieser wunderschönen Stadt so lebendig, allgegenwärtig im Spiel der Gegensätze mit dem Grau der deutschen Uniformen. Die hochemotionalen Momente, in denen man den Angstschweiß förmlich riechen kann, wenn man aus einem Misch aus Ekel und Scham das Buch am liebsten beiseite legen würde, aber von der immer authentischen Handlung gefangen genommen bleibt... Die Geschichte erfährt eine zunehmende Steigerung der Intensität, ich fühlte mich förmlich hineingesogen und konnte schließlich erst wieder durchatmen, nachdem ich das letzte Wort gelesen hatte. Und selbst dann blieb mir die Luft weg - dafür konnte ich eine Träne nicht unterdrücken.

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