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Atemschaukel

Roman

(3)
Rumänien, Januar 1945. »Es war 3 Uhr in der Nacht, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.« So beginnt der erschütternde Bericht eines jungen Mannes, der in ein russisches Straflager verschleppt wird – so wie 60000 andere Rumäniendeutsche, von deren Schicksal Herta Müller in diesem ungeheuren Buch erzählt. In Gesprächen mit dem verstorbenen Dichter Oskar Pastior und anderen Überlebenden der Lager hat sie den Stoff gesammelt – und zu überwältigender Literatur geformt.
Portrait
Herta Müller, geboren 1953 im deutschsprachigen Nitzkydorf/Rumänien, studierte 1973 - 76 deutsche und rumänische Philologie in Temeswar. Nach dem Studium arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Sie wurde entlassen, weil sie sich weigerte für den rumänischen Geheimdienst "Securitate" zu arbeiten. Ihr erstes Buch "Niederungen" lag danach 4 Jahre beim Verlag und wurde 1982 nur zensiert veröffentlicht. 1984 erschien es in der Originalfassung in Deutschland. Herta Müller konnte danach in Rumänien nicht mehr veröffentlichen und war immer wieder Verhören, Hausdurchsuchungen und Bedrohungen durch die Securitate ausgesetzt. 1987 Übersiedlung nach Deutschland. 1989 - 2001 Gastprofessuren an Universitäten in England, Amerika, Schweiz und Deutschland. Seit 1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Herta Müller wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt sie 2006 den Würth-Preis für Europäische Literatur für ihr literarisches Gesamtwerk, den Walther-Hasenclever-Werkpreis sowie die Ehrengabe der Heine-Gesellschaft. 2009 erhielt Herta Müller den Nobelpreis für Literatur und den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis. 2010 wurde ihr der Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur verliehen, 2012 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Universität Paderborn, 2014 wurde sie mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis ausgezeichnet, 2015 mit dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln sowie dem Friedrich Hölderlin Preis der Universität Tübingen. Die Autorin lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 08.06.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-18750-8
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/126/21 mm
Gewicht 227
Auflage 4
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Lesenswert !!!
von einer Kundin/einem Kunden am 06.08.2011

Nach vielen Interviews hat Herta Müller die Erfahrungen von Gulaghäftlingen in diesem Roman zusammengefasst. Die Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht lässt als Leser bei vollem Kühlschrank auf dem Sofa verzweifeln. Die Sichtweise des Gefangen und welche Bedeutung ein weißes Taschentuch bekommt oder die Ehrfurcht vor der fast gottgleichen Brotausgeberin in... Nach vielen Interviews hat Herta Müller die Erfahrungen von Gulaghäftlingen in diesem Roman zusammengefasst. Die Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht lässt als Leser bei vollem Kühlschrank auf dem Sofa verzweifeln. Die Sichtweise des Gefangen und welche Bedeutung ein weißes Taschentuch bekommt oder die Ehrfurcht vor der fast gottgleichen Brotausgeberin in ihrer makellosen Hässlichkeit geben diesem Buch das gewisse etwas.Die Sprache ist ein Gedicht und für alle literarischen Verhungerten die richtige Nahrung.

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zu recht preisgekrönt
von Bianca Dobler aus Wien am 05.12.2011

Alles, was ich habe, trage ich bei mir. Oder: Alles Meinige trage ich mit mir. Getragen habe ich alles, was ich hatte. Das Meinige war es nicht. Dieses sprachliche Meisterwerk hatte mich bereits nach der ersten Seite. Und zwar nicht wegen seiner Geschichte oder des Inhaltes, sondern einzig wegen seiner Liebe zur... Alles, was ich habe, trage ich bei mir. Oder: Alles Meinige trage ich mit mir. Getragen habe ich alles, was ich hatte. Das Meinige war es nicht. Dieses sprachliche Meisterwerk hatte mich bereits nach der ersten Seite. Und zwar nicht wegen seiner Geschichte oder des Inhaltes, sondern einzig wegen seiner Liebe zur Sprache. Ich habe die kunstvoll gewebten Sätze genossen, ebenso sehr wie die Beschreibungen die mir jeden Gegenstand und jede Person irgendwie zu eigen gemacht haben.

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Überschätzter Schmarrn
von einer Kundin/einem Kunden am 28.07.2011

Erstaunlich! Von den meisten Kritikern hymnisch gelobt, deutscher Buchpreis, Nobelpreis usw. Aber mein Geschmack ist es nicht. Belangloses Geschreibsel, nicht treffende Metaphern, uninteressante Beobachtungen und alles andere als "erschütternd". Ein langweiliges uninspiriertes Büchlein. Mein erstes und letztes Herta Müller Buch.

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0 2
Erschütternd und berührend
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 31.07.2009
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch lediglich zu beschreiben, fällt auch dem geübten Leser schwer; es jedoch mit äußerstem Nachdruck zu empfehlen in keiner Weise. Ein junger Mann aus Siebenbürgen kommt 1945 ins russische Arbeitslager und erlebt dort die unvorstellbaren Schrecken der Deportation und des Lageralltags. Im Lichte seines Schicksals erzählt Herta Müller... Dieses Buch lediglich zu beschreiben, fällt auch dem geübten Leser schwer; es jedoch mit äußerstem Nachdruck zu empfehlen in keiner Weise. Ein junger Mann aus Siebenbürgen kommt 1945 ins russische Arbeitslager und erlebt dort die unvorstellbaren Schrecken der Deportation und des Lageralltags. Im Lichte seines Schicksals erzählt Herta Müller die Geschichte der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen unter der Herrschaft Stalins. Doch vor allem wie Herta Müller diese Geschichte erzählt, ist bemerkenswert: durch Zeitzeugenberichte entsteht ein authentisches und realistisches Bild, das aber gebrochen durch Müllers lyrische Sprache gleichsam poetisch aufgeladen und erschütternd wirkt. Ein in seiner Brutalität überwältigender und sprachlos machender Roman. Unbedingt lesen!

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9 0
Dieses Buch ist unglaublich, eine Entdeckung, ein Gewinn für jeden, der es gelesen hat!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2009
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Herta Müller erzählt die Geschichte von Leo, einem jungen Siebenbürger, der unter Stalin 6 Jahre in einem russischen Arbeitslager leben und beina-he sterben muss. Leo ist homosexuell, er hat schon einige Erfahrung in dieser Hinsicht und höllische Angst, entdeckt zu werden. So ist der Aufruf zu Deportation für ihn... Herta Müller erzählt die Geschichte von Leo, einem jungen Siebenbürger, der unter Stalin 6 Jahre in einem russischen Arbeitslager leben und beina-he sterben muss. Leo ist homosexuell, er hat schon einige Erfahrung in dieser Hinsicht und höllische Angst, entdeckt zu werden. So ist der Aufruf zu Deportation für ihn auch eine nicht unwillkommene Flucht aus der Pro-vinz. So denkt er, naiv und schicksalergeben am Anfang der Reise und wird schnell erfahren, dass diese Fahrt direkt in die Hölle führt. Was dieses Buch so einzigartig macht, ist die auf der einen Seite ganz infantile Berichterstattung von Leo, die in der Beschreibung all des Elends, der Morde, der Ratten und Flöhe, der entsetzlichen Arbeit und Kälte sehr an den Simplicissimus von Grimmelshausen erinnert und auf der anderen Seite die wunderbar lyrische Sprache, die Metapher enthält, das einem vor Ergriffenheit der Atem stockt. Die titelgebende Atemschaukel zum Beispiel bewegt sich, wenn sich der allgegenwärtige Hungerengel ganz tief im Rachen auf das Gaumensegel setzt. Bitte lesen!

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5 1
Ungewöhnliche Leseerfahrung
von einer Kundin/einem Kunden am 06.06.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Wochenlang habe ich dieses Buch gelesen – mal zwei Seiten, dann wieder nur eine Seite – unglaublich langsam... Dabei liest sich die „Atemschaukel“ leicht, die Sätze sind kurz und gefüllt mit einfachen und doch fesselnd ungewöhnlichen Sprachbildern. In diesem Roman über 5 Jahre Zwangsarbeit ziehen keine Spannungsbögen, keine Teaser in das... Wochenlang habe ich dieses Buch gelesen – mal zwei Seiten, dann wieder nur eine Seite – unglaublich langsam... Dabei liest sich die „Atemschaukel“ leicht, die Sätze sind kurz und gefüllt mit einfachen und doch fesselnd ungewöhnlichen Sprachbildern. In diesem Roman über 5 Jahre Zwangsarbeit ziehen keine Spannungsbögen, keine Teaser in das nächste Kapitel. Die chronologisch gereihten Skizzen und Erinnerungsbilder haben sich mir erst in den letzten Kapiteln zu einem Roman zusammengefügt: Ein Roman eines verlorenen Lebens und der Unmöglichkeit, die Erfahrung des Hungers und des Verlorenseins mitzuteilen. Niemand will sich diesen furchtbaren Erfahrungen aussetzen, doch ist die Atemschaukel - trotz der meiner Mühen - für mich ein schönes und sehr lesenwertes Buch gewesen. Es tritt dem „Nicht-darüber-Sprechen-Wollen“ mit einer rührenden poetischen Sprache entgegen, die an die Würde und die Integrität des Individuums glauben lässt.

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1 0
Beeindruckend! Ergreifend!
von einer Kundin/einem Kunden am 16.11.2009
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hier wird vorgeführt, was Sprache vermag: Herta Müller jongliert mit ihr, spielt mit ihr, zeichnet anschauliche Bilder. Poetisch leicht, präzise, intensiv, fantasiereich - alles andere als alltäglich normal - beschreibt sie tieferschütterndes Erleben im russischen Arbeitslager. Das ungesagt Gebliebene, das zwischen den Zeilen unübersehbar Vorhandene erschreckt den Leser, lässt... Hier wird vorgeführt, was Sprache vermag: Herta Müller jongliert mit ihr, spielt mit ihr, zeichnet anschauliche Bilder. Poetisch leicht, präzise, intensiv, fantasiereich - alles andere als alltäglich normal - beschreibt sie tieferschütterndes Erleben im russischen Arbeitslager. Das ungesagt Gebliebene, das zwischen den Zeilen unübersehbar Vorhandene erschreckt den Leser, lässt ihn förmlich erstarren, bei gleichzeitigem Staunen über die „trotz“-Schönheit des Lebens und Hoffens, die sich in Leos Gedankenwelt formt. Leo, bei seiner Deportation17-jährig, scheint sich innerlich gegen das Erwachsensein zu sträuben; mit seinen beinahe infantil wirkenden Vorstellungen - jedoch in diesen unglaublich weise - lehrt er den Leser: Sehnsucht. Von der Diskrepanz zwischen wunderschöner, gar Wunder wirkender Sprache und dem stummen! Unrecht, das diese aber beschreibt, lebt Herta Müllers Werk. Geniale Kunst!

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1 0
Die Sprache macht es bemerkenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2009
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Herta Müller schreibt in kleinen, subtilen Kapiteln wie das Leben Im Straflager die Menschen prägt und verändert. Oft kommt die Geschichte in harmlosen Episoden daher, aber wenn man darüber nachdenkt, stockt einem der Atem. Die Sprache, präzise und poetisch, ohne ein Wort zuviel beleuchtet das Thema Diktatur und Straflager... Herta Müller schreibt in kleinen, subtilen Kapiteln wie das Leben Im Straflager die Menschen prägt und verändert. Oft kommt die Geschichte in harmlosen Episoden daher, aber wenn man darüber nachdenkt, stockt einem der Atem. Die Sprache, präzise und poetisch, ohne ein Wort zuviel beleuchtet das Thema Diktatur und Straflager auf beeindruckender Weise. Unbedingt lesen.

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1 0
Was für eine Sprachkraft!
von Martin Gaiser aus Ulm am 18.11.2010
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Es wurde wohl über kein anderes Buch des Herbstes 2009 so viel geschrieben, wie über "Atemschaukel". Zweifellos ein überwältigendes, ein sprachlich unvergleichliches und originelles Buch, inhaltlich erschütternd und verstörend. Wer die ganze Schrecklichkeit dieses großen Romans erfassen möchte, muss ihn lesen!

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Königsklasse
von einer Kundin/einem Kunden am 27.07.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Herta Müller gehört definitiv der Königsklasse der deutschsprachigen Autoren an. Auch in der Welt ist ihr Werk nicht unbemerkt geblieben, denn sie wurde dafür sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. In 'Atemschaukel' erzählt sie uns die Geschichte von Leo, der als Deutscher nach dem 2. Weltkrieg mit vielen Schicksalsgenossen aus... Herta Müller gehört definitiv der Königsklasse der deutschsprachigen Autoren an. Auch in der Welt ist ihr Werk nicht unbemerkt geblieben, denn sie wurde dafür sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. In 'Atemschaukel' erzählt sie uns die Geschichte von Leo, der als Deutscher nach dem 2. Weltkrieg mit vielen Schicksalsgenossen aus Rumänien nach Russland transportiert wird. Im Arbeitslager sollen sie da bei dem Wiederaufbau helfen. Fünf lange Jahre verbringen sie im Lager. Es ist kalt. Sie haben Hunger. Und Läuse. Fast poetisch, manchmal gar verträumt, strickt Herta Müller diese Geschichte vom Elend. Leo glaubt fest daran, dass er wieder nach Hause kommen wird. Denn seine Großmutter hat ihm beim Abschied gesagt: „Ich weiss du kommst wieder.“ Ein faszinierender Roman über ein faszinierendes Thema. Ich habe es genossen, es zu lesen. Tun Sie es doch auch!

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Großartige Lesung über ein wenig bekanntes Kapitel europäischer Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 30.06.2010
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Am Ende des Zweiten Weltkrieges lebt die deutsche Bevölkerung in Angst, denn die Sowjetunion fordert, alle in Rumänien lebenden Deutschen zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager zu deportieren. Leo (17 Jahre!) wird mitten in der Nacht abgeholt und für fünf Jahre zur Zwangsarbeit kaserniert. Nach entbehrungsreichen, demütigenden Jahren... Am Ende des Zweiten Weltkrieges lebt die deutsche Bevölkerung in Angst, denn die Sowjetunion fordert, alle in Rumänien lebenden Deutschen zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager zu deportieren. Leo (17 Jahre!) wird mitten in der Nacht abgeholt und für fünf Jahre zur Zwangsarbeit kaserniert. Nach entbehrungsreichen, demütigenden Jahren zurückgekehrt, ist der ein anderer als zuvor. Später verlässt er Rumänien und zieht nach Österreich, wo er in Graz wohnhaft wird. Ulrich Matthes hat den Roman der Nobelpreisträgerin 2009 eingelesen und vermittelt einfühlsam dieses weitgehend unbekannte Kapitel europäischer Geschichte. Seine ausgeprägte Stimme ist gut verständlich und macht Entsetzen, Angst und Schrecken für den Hörer spürbar.

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GENIAL!!!
von J.G. aus Berlin am 14.06.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Leo ist 17 Jahre als er in ein Lager in Russland nach dem Zweiten Weltkrieg deportiert wird und dort 5 lange Jahre Zwangsarbeit verrichten muss. Damit beginnt für Leo der Kampf ums Überleben und gegen den elendigen Hunger. Der Roman umfasst den Zeitraum vom Beginn der Reise in das... Leo ist 17 Jahre als er in ein Lager in Russland nach dem Zweiten Weltkrieg deportiert wird und dort 5 lange Jahre Zwangsarbeit verrichten muss. Damit beginnt für Leo der Kampf ums Überleben und gegen den elendigen Hunger. Der Roman umfasst den Zeitraum vom Beginn der Reise in das Lager bis zur Rückkehr und dem Versuch sich in das alttägliche Leben „zu Hause“ zu integrieren. Herta Müller hat so bilderreich und poetisch geschrieben, dass es absolut gegensätzlich zum Geschehen erscheint, aber dennoch eine Einheit bildet. Genial… Mehr kann man zu diesem Roman nicht sagen. Lesen…

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Ganz große Literatur
von Claudia Tross aus Offenbach am Main am 18.02.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Es gibt Bücher, die auch den Vielleser überraschen, die aussergewöhnliche Form und Sprache besitzen und mehr als einmal gelesen werden müssen, um überhaupt annähernd erfasst zu werden. Dazu gehört für mich "Atemschaukel" von Herta Müller. Wir begleiten einen jungen Mann in ein russisches Straflager, wo er in den 5 Jahren Aufenthalt... Es gibt Bücher, die auch den Vielleser überraschen, die aussergewöhnliche Form und Sprache besitzen und mehr als einmal gelesen werden müssen, um überhaupt annähernd erfasst zu werden. Dazu gehört für mich "Atemschaukel" von Herta Müller. Wir begleiten einen jungen Mann in ein russisches Straflager, wo er in den 5 Jahren Aufenthalt versuchen wird, zu überleben. Herta Müller gelingt es, das Grauen im Lager mit derart schöner, poetischer Sprache zu schildern,dass man völlig gefesselt in den Sprachbildern schwelgt und darüber ganz vergisst, dass es hier ums nackte Überleben geht. Ich habe das Buch immer wieder wie benommen weggelegt und Zeit gebraucht,die einzelnen Szenen zu verarbeiten. Ganz große Literatur!Chapeau!

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Ausgefeilte Sprache - Brilliante Stimme
von Inge Kalda aus Krefeld am 07.01.2010
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Die Nobelpreisträgerin 2009 für Literatur beschreibt in ihrem Roman das Schicksal von Michael Naumann im Jahr 1945, als dieser in Rumänien von der Patrouille abgeholt wird. Ulrich Matthes liest diesen erschütternden Bericht über die Deportation eines junges Mannes nach Russland mit größtem Respekt. Die vortreffliche Ausdruckskraft seiner Stimme... Die Nobelpreisträgerin 2009 für Literatur beschreibt in ihrem Roman das Schicksal von Michael Naumann im Jahr 1945, als dieser in Rumänien von der Patrouille abgeholt wird. Ulrich Matthes liest diesen erschütternden Bericht über die Deportation eines junges Mannes nach Russland mit größtem Respekt. Die vortreffliche Ausdruckskraft seiner Stimme verleiht der ausgezeichneten Sprache von Herta Müller den nötigen Nachdruck ihres Werkes. Mit großer Betroffenheit über ein solches Schicksal und viel Bewunderung für die ausgefeilte Sprache von Herta Müller habe ich alle 5 CD's hintereinander angehört, was Ulrich Matthes zu verdanken ist.

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Zeitzeuge, nicht Roman
von Sandra am 16.06.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die Sprache ist zweifelsfrei bemerkenswert - bildhaft, poetisch genau. Aber wessen Sprache es ist, bleibt ein Rätsel: Sind das die Bilder Herta Müllers? Oder die ihres Vertrauten, der während der Arbeit mit der Schriftstellerin starb? (Das Nachwort übrigens finde ich lieblos und in dieser Form vollkommen überflüssig). Mir scheint, die... Die Sprache ist zweifelsfrei bemerkenswert - bildhaft, poetisch genau. Aber wessen Sprache es ist, bleibt ein Rätsel: Sind das die Bilder Herta Müllers? Oder die ihres Vertrauten, der während der Arbeit mit der Schriftstellerin starb? (Das Nachwort übrigens finde ich lieblos und in dieser Form vollkommen überflüssig). Mir scheint, die "Atemschaukel" ist mehr Zeitzeuge als Roman im eigentlichen Sinn, was dem Buch aber nicht schadet. Lesenswert ist es auf jeden Fall - man muss sich darauf einlassen wollen.

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Atemschaukel
von einer Kundin/einem Kunden am 23.11.2009
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ja, natürlich: die Bücher von Herta Müller werden sich ab sofort von ganz allein verkaufen. Aber es ist ja nicht der Nobelpreis der den Wert ihres Werkes ausmacht, sondern das Werk selbst. Also: "Atemschaukel" - ein beeindruckend, bedrückender Bericht über die Grausamkeiten zu denen Menschen in der Lage sind. Über... Ja, natürlich: die Bücher von Herta Müller werden sich ab sofort von ganz allein verkaufen. Aber es ist ja nicht der Nobelpreis der den Wert ihres Werkes ausmacht, sondern das Werk selbst. Also: "Atemschaukel" - ein beeindruckend, bedrückender Bericht über die Grausamkeiten zu denen Menschen in der Lage sind. Über Qualen, Hunger, Kälte, Krankheit, Hoffnungslosigkeit und am Ende doch über die Hoffnung zu entkommen. Wenn Sprache retten kann, dann gibt uns Herta Müller die Worte an die Hand mit denen Rettung möglich ist. Poetisch und tief. Ein wundervolles Buch.

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Atemschaukel
von einer Kundin/einem Kunden am 22.02.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Der 17 jährige Leo wird 1945 als in Rumänien lebender Deutscher in ein russisches Lager deportiert. Zu diesem Zeitpunkt war das für ihn ( naiv und nicht ahnend, was auf die Gefangenen zukommt) eher eine akzeptable und sogar willkommene Lösung. Besser als in seiner Stadt als Schwuler enttarnt zu... Der 17 jährige Leo wird 1945 als in Rumänien lebender Deutscher in ein russisches Lager deportiert. Zu diesem Zeitpunkt war das für ihn ( naiv und nicht ahnend, was auf die Gefangenen zukommt) eher eine akzeptable und sogar willkommene Lösung. Besser als in seiner Stadt als Schwuler enttarnt zu werden und dafür ins Gefängnis zu kommen. Trotz schrecklicher Lebensumstände im Lager überlebt Leo. Vielleicht oder gerade deshalb, weil er sich seine eigene Sicht der Dinge erschafft und letztendlich nach 4 Jahren das Lager als Zuhaue ansieht. Diese Zeit hat Leo und natürlich alle anderen Überlebenden so geprägt, daß sie kaum mit dem normalen Leben zurecht kamen. Viele brachten sich um und kaum einer sprach über die Zeit im Lager. Ich finde der Roman ist zutiefst bewegend und schön.

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Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist. In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in... Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist. In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in einem russischen Arbeitslager. Angefangen bei seiner Internierung bis zum bitteren Ende, der Reintegration ins "normale" Leben. ICH WEISS DU KOMMST WIEDER - dieser Satz ist eine Art roter Faden, der sich durch die ganze Erzählung spannt. Eine absolute Leseempfehlung. Mein erstes, aber bestimmt nicht das letzte Buch dieser Autorin.

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