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Auch das wird vergehen

Roman

(20)
Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer – würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen.
Auch das wird vergehen ist gravitätisch und leicht, melancholisch und komisch, sanft und heftig, es ist die ergreifende Geste eines langsamen Abschieds – ein wahrhaftiger Roman über Mütter und Töchter, über die Bodenlosigkeit der Trauer und die vertrackten Schönheiten des Lebens.
Rezension
"Eine moderne Françoise Sagan mit der bittersüssen Unbefangenheit Woody Allens."
El Mundo
Portrait

Milena Busquets, geboren 1972 in Barcelona, arbeitete nach ihrem Studium der Archäologie in London in dem von ihrer Familie gegründeten Lumen-Verlag. Ihre Mutter war die bekannte Schriftstellerin und Verlegerin Esther Tusquets. Die Erfolgsgeschichte von Auch das wird vergehen begann auf der Frankfurter Buchmesse 2014, als innerhalb weniger Tage Übersetzungsrechte in Dutzende Länder verkauft wurden.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 170
Erscheinungsdatum 08.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42527-5
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 203/123/22 mm
Gewicht 304
Originaltitel También esto pasará
Auflage 2
Verkaufsrang 17.819
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
9
4
4
3
0

Alles wird gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

Bei den Vorschusslorbeeren, die „Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets erhalten hat ist es gar nicht mehr so einfach unbefangen das Buch in die Hände zu nehmen. Eine moderne Françoise Sagan sieht “El Mundo” aus Spanien am Werk. Das kann nur Übertreibung sein, dachte ich mir und begann... Bei den Vorschusslorbeeren, die „Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets erhalten hat ist es gar nicht mehr so einfach unbefangen das Buch in die Hände zu nehmen. Eine moderne Françoise Sagan sieht “El Mundo” aus Spanien am Werk. Das kann nur Übertreibung sein, dachte ich mir und begann zu lesen. Die „Ich“ Erzählerin Blanca, die nie daran gedacht hat einmal vierzig Jahre alt zu werden steht am Grabe der Mutter und sieht die Fäden ihre Lebens in Katalonien zusammenlaufen. In Cadaqués, der Sommerresidenz der Familie trifft sie auf ihre Exmänner und einen Haufen Erinnerungen, die die Gegenwart mit der Vergangenheit vermählen. Blanca liebt das Leben, die Sinnlichkeit heißer Nachmittage, den Sex, den Weißwein, die weißgetünchten Häusern des Südens und das türkisfarbene Meer. Und noch mehr liebt sie die Männer, jedenfalls für den Moment, der Tod und Leben außer Kraft zu setzen scheint. Warum auch nicht? Trauer und Lebensgier sind Geschwister erkennt Blanca und versucht an sich selbst anzudocken. Kein leichtes Unterfangen für eine seelisch Schiffbrüchige. Doch dieses Kunststück zu zeigen ist Milena Busquets gelungen. Sie zeichnet eine erfrischend moderne Frau, voller Intelligenz und grandioser Beobachtungsgabe, eine emanzipierte Frau, ohne Schuldgefühle, aber mit der Hingabe einer Südländerin, die mehr nimmt, als gibt und auf die Meinung anderer pfeift. Blanca weiß, sie lebt nur einmal und damit ist sie ein Kind ihrer Zeit. Dank der Autorin kommt Blanca äußerst echt rüber. Bis in die letzte Pore macht sie Blanca fühlbar. Genau diese Authentizität hat das Buch für mich sehr spannend gemacht, auch wenn ansonsten gar nicht so schrecklich viel passiert. Der Roman tritt auf der Stelle, wie eine Generation von Frauen auf der Stelle tritt, getrieben von den hohen Ansprüchen, die an sie gerichtet werden. Und der Erkenntnisgewinn? Er gleicht einem Tropfen Wasser in der Wüste. Vielmehr gibt das Leben in diesem Jahrtausend einfach nicht her. Besonders hervorstechen tun eine Vielzahl von unglaublich klugen Sätzen, die mich manchmal ganz Baff gemacht haben. Hinkt der Vergleich mit der Sagan? Nun ja... „Auch das wird vergehen“ ist mit Bonjour Tristesse inhaltlich vielleicht nicht ganz auf Augenhöhe. Das Ding hat schließlich Meilenstein Status... Dafür schreibt Milena Busquets noch besser.

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Gefühlscocktail
von Marion L. aus Tornesch am 16.07.2016

Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren. Jeder Mensch benutzt seinen individuellen Weg zum Trauern. Auch Blanca nimmt Abschied am Ferienhaus in Cadaqués und alle wichtigen Menschen um sie herum sind versammelt. Meiner Meinung nach ein bunter Gefühlscocktail, der für Verwirrung im Kopf sorgt. Zurückversetzt in alte Tage... Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren. Jeder Mensch benutzt seinen individuellen Weg zum Trauern. Auch Blanca nimmt Abschied am Ferienhaus in Cadaqués und alle wichtigen Menschen um sie herum sind versammelt. Meiner Meinung nach ein bunter Gefühlscocktail, der für Verwirrung im Kopf sorgt. Zurückversetzt in alte Tage lassen Blanca die Erinnerung an ihre verstorben Mutter Revue passieren, aber auch die Bestätigung für ihr Lebesleben kommt da nicht zu kurz. Der Titel "Auch das wird vergehen" trifft es, denn nach der Trauerphase kommt wieder Licht am Ende des Tunnel, das Leben geht weiter.

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Das Leben geht weiter ...
von Janine2610 am 07.03.2016

Heilt die Zeit alle Wunden, oder tut sie's nicht? - Diese Frage beschäftigt die Protagonistin Blanca in diesem Roman unbewusst fast durchgängig seit dem Tod ihrer Mutter. Blanca ist eine Frau über 40, die bereits zwei Kinder (von zwei Exmännern) hat und aus meiner Sicht führt sie ein sehr freies... Heilt die Zeit alle Wunden, oder tut sie's nicht? - Diese Frage beschäftigt die Protagonistin Blanca in diesem Roman unbewusst fast durchgängig seit dem Tod ihrer Mutter. Blanca ist eine Frau über 40, die bereits zwei Kinder (von zwei Exmännern) hat und aus meiner Sicht führt sie ein sehr freies Leben (vor allem sexuell gesehen), das den Anschein macht, als wäre Blanca völlig unbeschwert und offen und voller Liebe. Dennoch bricht eine gewisse Melancholie, Traurigkeit und Verlorenheit in den Sätzen und Gedanken von und über die Protagonistin durch. Gerichtet ist diese Geschichte hauptsächlich an Blancas tote Mutter, von der man allerhand erfährt - ebenso wie von der Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die eine ganz spezielle gewesen sein dürfte. Obwohl die Mutter schon sehr alt und krank war und Blanca schon damit rechnen musste, dass es bald zu Ende mit ihr geht, hat sie der Tod trotzdem völlig getroffen und aus der Bahn geworfen. Das zeugt nur umso mehr davon, dass die Mutter in Blancas Leben einen richtigen Anker dargestellt haben muss ... ~ Es hinzubekommen, dass man schwerelos ist und nichts schwer, wo doch die Traurigkeit alles tonnenschwer macht. ~ (S. 66) In diesem Roman erfährt man dann viel über die Ablenkungsmethoden, die Blanca wählt, um über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen. Vor allem Männer spielen dabei eine sehr große Rolle: Exehemänner, ein Geliebter und ein Fremder, der die Beerdigung ihrer Mutter besucht hat. Gefallen hat mir daran vor allem diese Lockerheit und die erwartungsfreie Haltung der Protagonistin, was den Sex und das Beisammensein betrifft. Da wird zum Beispiel mit dem Exmann geschlafen und dann "Lass uns heiraten!" gesagt. - Natürlich nicht wirklich völlig ernst gemeint, aber allein schon diese lockere "kann-man-machen-wenn-man-will-Einstellung" hat was Faszinierendes. - Das Leben ganz leicht und locker und nicht gänzlich ernst zu nehmen, ist eine Sache, die normalerweise gar nicht so leicht zu erlernen ist, wenn man es nicht schon, wie in Blancas Fall, von einem Elternteil mitbekommen hat ... ~ »Leichtigkeit ist eine Form von Eleganz«, sagte ich, »leicht und fröhlich zu leben ist sauschwer.« ~ (S. 51/52) Die vielen zum Nachdenken anregenden Textstellen, die auf diesen 170 Seiten zu finden sind, haben mich ebenfalls sehr begeistert. Nicht nur, weil ich eine passionierte Zitatesammlerin bin, sondern auch weil ich mit allen davon etwas anfangen/mich damit identifizieren konnte. Dies ist ein wirklich wundervoller Roman zum Abtauchen, für ruhige Stunden, einfach zum Nachdenken und Genießen.

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Trauer, Schmerz und Leid
von einer Kundin/einem Kunden am 17.02.2016

Inhaltsangabe: Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex.... Inhaltsangabe: Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer – würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen. Auch das wird vergehen ist gravitätisch und leicht, melancholisch und komisch, sanft und heftig, es ist die ergreifende Geste eines langsamen Abschieds – ein wahrhaftiger Roman über Mütter und Töchter, über die Bodenlosigkeit der Trauer und die vertrackten Schönheiten des Lebens. Meine Meinung und Zusammenfassung zum Buch: Die Geschichte ist aus der Sicht der Protagonistin erzählt . Die 40 Jährige Blanca gerät nach dem Tod ihrer Mutter in eine schwere Krise. Man spürt ihre Innere Zerrissenheit, den Kummer, Schmerz und das nicht los lassen können , fällt ihr sehr schwer. Sie fühlt sich allein gelassen , wie ein kleines Kind. Ihre Mutter scheint immer noch sehr Präsent in ihrem Handel, Tun und Denken. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, beschließt sie nach Cadaques an Meer zu fahren in des Ferienhaus ihrer verstorbenen Mutter. Sie bricht mit ihren zwei Söhnen und den beiden EX Männern Oscar und Guillem, ihren Freundinnen und deren Anhang auf zu einem Sommer am Meer. Obendrein reist auch noch ihr Geliebter Sani mit seiner Frau in den gleichen Ort. Man schmeckt, riecht und spürt den Sommer als sie dort ankommen. Die Tage am Strand, die Ausflüge mit ihrem Boot, das Gesellige Beisammensein, alles ist sehr Präsent. Jeder der Anwesenden hat seine Ecken und Kanten. Da ist auch noch der Sex, Alkohol, die selbst gedrehten Joints. Einer Ihrer Exmännern der meint mit Sex alles heilen zu können. Aber trotz all der Ablenkung kreisen Blancas Gedanken immer wieder an die Krankheit und den Tod ihrer Mutter. Sie lässt ihre Kindheit und Jugend Revue passieren. Ihre Mutter fehlt ihr, auch wenn es zwischen den beiden wie so oft üblich zwischen Müttern und Töchtern Konflikte gibt. Zur Autorin: Milena Busquets greift teilweise in diesem Roman auf ihre eigene Biografie zurück. Ihr Schreibstil ist Klar und Prägnant auch der Handlungsaufbau. Sie lässt ihre Leser eintauchen in ihre Geschichte um die Konflikte zwischen Mütter und Töchtern. Den Tod der geliebten Mutter, das Gefühl allein und zurück gelassen zu werden, der Krankheit, dem Kampf mit dem Tod, dem Schmerz, der Trauer und dem loslassen von einem Menschen. Auf knappen 170 Seiten schafft sie es all dies gegenwärtig werden zu lassen. Sie erzählt von den turbulenten Tage im Sommer am Meer, der Liebe , dem Sex und den Drogen. Das ganze ähnelt schon einer Psychoanalyse des eigenen Ich der Protagonistin, es gibt tiefe Einblicke in deren Seele und Gedanken. Die einzelnen Charaktere der Protagonisten sind sehr klar , real und Kraftvoll gezeichnet. Alles wirkt sehr lebendig und Bildhaft. Man kann sich gut in Blanca hineinversetzen. Besonders gut gefiel mir auch zum Schluss der Epilog . Besonders diese Sätze lassen den Roman wundervoll Anbschließen. „ Auch das wird vergehen“ Und du sagst noch „ Der Schmerz und der Kummer wird vergehen so wie die Begeisterung und das Glück „ Aber das dieses nicht stimmt , stellen wir zum Schluss es ist schwer ohne Mütter Leben zu müssen bis wir sterben. " Ein sehr berührender Roman , sehr einfühlsam erzählt "

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Voller Wehmut und Liebe
von Xirxe aus Hannover am 16.02.2016

Blancas Mutter ist verstorben, die wohl der wichtigste Mensch in ihrem Leben war und Blanca zu dem Menschen 'machte', der sie heute ist. Nicht immer entwickeln sich aus solchen Erkenntnissen positive Gefühle, doch in diesem Fall entstand eine große Liebe. Blanca liebt ihre Mutter über alles und in den... Blancas Mutter ist verstorben, die wohl der wichtigste Mensch in ihrem Leben war und Blanca zu dem Menschen 'machte', der sie heute ist. Nicht immer entwickeln sich aus solchen Erkenntnissen positive Gefühle, doch in diesem Fall entstand eine große Liebe. Blanca liebt ihre Mutter über alles und in den Tagen nach deren Tod ist sie ihr fast immer gegenwärtig, bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Die Ich-Erzählung aus Blancas Perspektive habe ich wie einen Brief an die Mutter empfunden: Sie erzählt ihr von den Tagen nach der Beerdigung, wie sie sich versucht abzulenken und dennoch stets auf's Neue ihre Mutter in den Vordergrund rückt. Menschen, Orte, Gesten, Gefühle - immer wieder werden dadurch Erinnerungen hervorgerufen, denen Blanca sich hingibt. Voller Wehmut und Schmerz, aber auch mit Zärtlichkeit, Freude und voller Liebe. Dies mag nun Manchen allzu sehr nach Rosarot klingen, doch es gibt auch Rückblicke, die deutlich machen, dass die Mutter-Tochter-Beziehung nicht nur harmonisch war. Doch die Liebe überwiegt... In diesem Buch gibt es so viele wunderbare und schöne Sätze, dass ich vermutlich ganze Wände damit tapezieren könnte ;-) Beispiele gefällig? Also: "Du hast mich so rigoros und nachhaltig gegen jede nicht spielerische Form von Unterwerfung erzogen, dass ich noch nicht einmal Feministin werden musste." oder "In deinen Augen rechtfertigte die Liebe eigentümliche Verhaltensweisen, die du unter allen anderen Umständen verurteilt hättest. Wenn ein Kellner ... dir die Suppe über's Kleid schüttete und du, eben dabei, dich zu beschweren, vom Maître erfuhrst, er sei verliebt ..., sahst du ihn wohlwollend an und sagtest: "Ach so, na dann..." Und aßest seelenruhig weiter in deinem suppendurchtränkten Rock." oder ""Leichtigkeit ist eine Form von Eleganz", sage ich, "leicht und fröhlich zu leben ist sauschwer." "Du verwechselst Leichtigkeit mit Schlendrian, Blanquita."" Vielleicht ist es das, was das Leben von Blanca und ihrer Familie ausmacht: Die Leichtigkeit und die Liebe, was sich auch in den noch immer sehr guten Beziehungen zu ihren Ex-Ehemännern zeigt, den Vätern ihrer beiden Söhne. Doch es ist nicht nur die Liebe zum andern Geschlecht, sondern ganz allgemein die Liebe zum Leben, die Liebe an sich. Deutlich wird das besonders auf den letzten Seiten, wo Blanca ihrer Mutter eine wundervolle Dankesrede und Liebeserklärung schreibt, die alleine schon das ganze Buch lohnt. "Von dir habe ich die Liebe auf den ersten Blick als einzig mögliche Form, sich zu verlieben (du hattest recht), die Liebe zur Kunst, zu den Büchern, den Museen, zum Ballett, die Freigiebigkeit in Gelddingen, die großen Gesten in den passenden Momenten, die Rigorosität im Handeln und im Reden. Das völlige Fehlen von Schuldgefühlen und die Freiheit und die Verantwortlichkeit, die damit verbunden sind.... Du hast mir auch das irre Lachen geschenkt, die Freude am Leben, die völlige Hingabe, den Spaß an jedem Spiel, die Abneigung gegen alles, was in deinen Augen das Leben kleiner machte und einem die Luft nahm: Knauserigkeit, Mangel an Loyalität, Neid, Angst, Dummheit und Grausamkeit. Und den Sinn für Gerechtigkeit. Die Aufsässigkeit. Das überwältigende Erkennen von Glück in den Momenten, wenn man es in Händen hält und ehe es wieder davon fliegt.... Und die Grandezza, eine Fähigkeit, die Dinge zu benennen, sie zu sehen, eine aufrichtige Toleranz den Schwächen und Unzulänglichkeiten anderer Menschen gegenüber...". Auch wenn das Hauptthema dieses Buches der Tod eines Menschen sein mag, für mich ist es viel mehr eine Hommage an das Leben und die Liebe.

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Ein sehr gelungener, lesenswerter Roman
von Wedma am 05.02.2016

Blanca ist 40, attraktiv, beliebt, hat zwei Kinder von zwei Ex-Ehemännern, die nach wie vor in ihrem Leben mehr oder minder präsent sind. Ihre Mutter ist vor Kurzem nach einer langen und kräftezerrenden Krankheit gestorben. Blanca nimmt ihre Familie und Freunde mit und fährt nach Cadaqués, das ehem. Fischerdörfchen... Blanca ist 40, attraktiv, beliebt, hat zwei Kinder von zwei Ex-Ehemännern, die nach wie vor in ihrem Leben mehr oder minder präsent sind. Ihre Mutter ist vor Kurzem nach einer langen und kräftezerrenden Krankheit gestorben. Blanca nimmt ihre Familie und Freunde mit und fährt nach Cadaqués, das ehem. Fischerdörfchen am Meer, später eine Hippie- und Künstlerkolonie, zu ihrem Sommerhaus. „Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer – würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen. Auch das wird vergehen ist gravitätisch und leicht, melancholisch und komisch, sanft und heftig, es ist die ergreifende Geste eines langsamen Abschieds…“, so der Klappentext. Diese Zeilen beschreiben das Geschehen recht treffend. Es ist ein langer Abschied, dessen Bilder und Szenen, wenn man hinter die Kulissen blicken mag, einige Fragen aufwerfen: Ist es evtl. ein Abschied nicht nur von der geliebten Mutter und den Menschen, der Blancas Leben maßgeblich seit Kindheit beeinflusst hat? Ist es womöglich auch ein Abschied von sich selbst, von dem Teil, der dank und aus Trotz zur Meinung der Mutter Blanca durchs Leben getragen hat? Ist es eher so, dass die 40-Jährige nun dasteht, Großteil ihres Selbst nicht mehr da, und zu verstehen sucht, was ihr geblieben ist, und was sie damit anfangen soll? Versucht sie durch Alkohol, Sex und gelegentliche Joints (harte Drogen lehnt sie kategorisch ab) ihre innere Leere zu füllen, den Schmerz zu stillen, den Kummer kleinzuhalten? Die Mutter hatte eine starke, bestimmende Persönlichkeit. Ist es deshalb so, dass Blanca unter Mutters Regie sich selbst hat nicht ausreichend kennenlernen können, daher weiß sie nicht so genau, wer sie eigentlich ist, was ihr im Leben wirklich wichtig wäre und was sie eigentlich erreichen will? Milena Busquets zeigt Blanca (Nomen est Omen?) , ihre Männer, ihre Freundinnen und somit einen Teil der Gesellschaft, der, sofern etwas Geld da ist und keine akute Notwendigkeit, dies schwer verdienen zu müssen, in Drogen, Alkohol und Sex flüchtet, statt sich Ziele zu setzen und daran zu arbeiten, diese auch zu erreichen, i.e. ihr Leben stellt im Wesentlichen eine Flucht vom erfüllten und erfüllenden Leben dar. Und hier taucht die nächste Frage auf: was heißt denn Leben für diese Menschen? Insofern steckt hier ggf. indirekte Gesellschaftskritik: Menschen in der Mitte des Lebens und voller Kraft finden keine Verwendung dafür. Sie sehen, dass sie in der Gesellschaft keine Rolle spielen (können), und verschwenden ihre Zeit und ihre Kraft an Drogenkonsum oder exzessives Sporttreiben. Der Autorin ist es hoch anzurechnen, dass sie es schafft, durchs Schildern der scheinbar belanglosen Bilder, bei denen es ums gute Miteinander, Tagesfahrten mit den Kindern auf dem Boot, Freundschaften und Liebschaften an lauen Sommerabenden am Meer beim Glas Weißwein geht, vor allem existentielle Fragen hervorzurufen. Der Schreibstil ist einmalig: leicht und fließend, aber mit so einer Ausdrucksstärke, die alles lebendig und nah wirken lässt. Es ist, als ob Blanca eine alte Freundin wäre, die man wieder nach Jahren getroffen hat, und sie einem nun ihre Geschichte erzählt. Philosophisch und poetisch anmutende Überlegungen, oft überraschend und an den Stellen, an denen man sie gar nicht erwartet, bereichern das Leseerlebnis. Der Roman wirkt manchmal wie ein Gedicht, das man aufgrund der Tiefe, Intensität und Reife der Gedanken zum Leben und Tod, Trauer, Partnerschaft, Freundschaft, Sex, Liebe, auch Mutter-Tochter Liebe, Kinder, Freiheit, usw. nur paar Seiten lesen kann und eine Pause anlegen muss, um dem Ganzen mehr Raum zu geben. Die Frische der Wahrnehmung spielt hier m.E. eine große Rolle. Manchmal wirkt der Roman wie ein innerer Monolog mit der Mutter, ein Gespräch, das Blanca wieder und aufs Neue mit ihr führt und etwas von sich und den eigenen Beweggründen preisgibt, auch etwas von den Treffen mit den Freunden erzählt, die ihr die unbekannten Seiten ihrer Mutter offenbaren. Das „wie“ ist hier eindeutig das Ausschlaggebende. Es lässt sich nicht beschreiben, das sollte man lieber selbst für sich herausfinden. Die Geschichte wirkt jedenfalls authentisch und folgt ihrem eigenen Muster, wie das Leben selbst. Die humorig-ironische Seite, als guter Kontrast zum Trauer, hat mir besonders imponiert. Einige Zitate: Blanca über ihre Bekannte: „Sie sieht glücklich und keck aus wie ein fünfjähriges Kind. Wir sehen alle jünger aus, wenn wir glücklich sind, aber Elisa schafft es in zwei Minuten von fünf auf fünftausend Jahre, fast nie befindet sie sich dazwischen, irgendwann wird sie eine alte Frau mit dem Gesicht eines schlauen Eichhörnchens sein… ‚Bei ihrem Hintern war es nur eine Fragen der Zeit, bis sie mit einem Kubaner zusammen ist‘, flüstert Sofía weiter. Das Problem, sage ich mir, ist bloß, dass sich in, oder besser über dem prächtigen kubanischen Hintern das brillante und analytische Hirn eines existentialistischen französischen Philosophen verbirgt und niemals Ruhe gibt, was ihr das Leben in wenig erschwert. Die Ärmste muss ständig die Balance zwischen dem kubanischen Hinterteil und dem französischen Philosophenkopf finden.“S. 43-44. Ein leicht abgewandelter Satz, der Blancas Mutter beschreibt: „Eleganz ist eine geistige und keine ästhetische Angelegenheit.“S. 65. „Wir haben alle unsere verlorenen Paradiese, in denen wir niemals gewesen sind.“S. 84. Fazit: „Auch das wird vergehen“ ist ein sehr gelungenes, lesenswertes Stück Literatur. Ich kann das Ausmaß der Aufmerksamkeit, die der Roman hervorgerufen hat, prima nachvollziehen. „Gefühl und Intelligenz in Reinform“, so Marie Claire auf der Rückseite des Buchumschlages. Passt wunderbar. Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen und eine klare Leseempfehlung, insb. für diejenigen, die sich eine Pause von Genrewerken wünschen und mal etwas anderes lesen wollen.

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Starke Gefühle
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkrath am 03.02.2016

In dem Buch „Auch das wird vergehen“, geschrieben von Milena Busquets, geht es um die starken Gefühle welche die mittlerweile Vierzigjährige Blanca für ihre mittlerweile verstorbene Mutter empfindet. Auch nach der Beerdigung sieht Blanca in ihrer Phantasie ihre Mutter immer noch an vielen Stellen und führt mit ihr... In dem Buch „Auch das wird vergehen“, geschrieben von Milena Busquets, geht es um die starken Gefühle welche die mittlerweile Vierzigjährige Blanca für ihre mittlerweile verstorbene Mutter empfindet. Auch nach der Beerdigung sieht Blanca in ihrer Phantasie ihre Mutter immer noch an vielen Stellen und führt mit ihr Gespräche. So erfährt der Leser sehr viel aus dem Leben der beiden und kann sich in Blanca und ihre Geschichte hinein versetzen. Blanca war zwei Mal verheiratet, hat zwei Kinder die sie sehr liebt und nicht nur einen Geliebten mit dem sie, zusätzlich zu ihren Ex Männern, wilden Sex genießt. Blanca und ihre Ex Männer plus Freundin entschließen sich wenige Tage nach der Beerdigung mit den Kindern nach Cadaqués, ein kleines Küstendorf in Spanien, in den Sommerfamilienbesitz am Meer zu fahren um dort gemeinsam den heißen Sommer zu verbringen. Aber auch dort wird Blanca mit Erinnerungen an ihre Mutter überschüttet. Mit Alkohol, Drogen und Sex versucht sie sich für manche Stunden zu betäuben aber das anschließende Erwachen ist umso schlimmer. Sie wünscht sich manchmal sie wäre in der gleichen Nacht wie ihre Mutter gestorben und nicht „gefühlsmäßig“ erst am nächsten Morgen. Ganz besonders hat sich in meinem Gedächtnis eine Stelle des Buches eingeprägt. Da ging es um folgende Geschichte welche Blanca von ihrer Mutter erzählt bekam: Die Waisen eines Kaisers, der eventuell in China lebte, bekamen den Auftrag einen Satz zu finden der immer gültig ist. Nach Monate langen Nachdenken präsentierten sie ihrem Kaiser folgenden Satz: AUCH DAS WIRD VERGEHEN. Blancas Mutter ergänzte dann immer noch „Schmerz und Kummer sowie die Begeisterung und das Glück“. Wie wahr!! Die Geschichte wird in diesem Buch von Blanca in der „ich“ Form mit einem flüssigen Schreibstil geschrieben. Die Handlung hat mich sehr gefesselt denn ich weiß aus eigener Erfahrung dass es nicht einfach ist die Mutter zu verlieren. Auf dem Cover des Buches sieht man eine Frau am Strand sitzen, hinter einem Windfang und den Blick auf das Meer gerichtet. Man kann ahnen dass diese Frau Blanca ist welche gerade einen inneren Monolog führt….. Tolles Buch!

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Verdienter Ruhm
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 02.02.2016

Bei den Vorschusslorbeeren, die „Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets erhalten hat ist es gar nicht mehr so einfach unbefangen das Buch in die Hände zu nehmen. Eine moderne Françoise Sagan sieht “El Mundo” aus Spanien am Werk. Das kann nur Übertreibung sein, dachte ich mir und begann... Bei den Vorschusslorbeeren, die „Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets erhalten hat ist es gar nicht mehr so einfach unbefangen das Buch in die Hände zu nehmen. Eine moderne Françoise Sagan sieht “El Mundo” aus Spanien am Werk. Das kann nur Übertreibung sein, dachte ich mir und begann zu lesen. Die „Ich“ Erzählerin Blanca, die nie daran gedacht hat einmal vierzig Jahre alt zu werden steht am Grabe der Mutter und sieht die Fäden ihre Lebens in Katalonien zusammenlaufen. In Cadaqués, der Sommerresidenz der Familie trifft sie auf ihre Exmänner und einen Haufen Erinnerungen, die die Gegenwart mit der Vergangenheit vermählen. Blanca liebt das Leben, die Sinnlichkeit heißer Nachmittage, den Sex, den Weißwein, die weißgetünchten Häusern des Südens und das türkisfarbene Meer. Und noch mehr liebt sie die Männer, jedenfalls für den Moment, der Tod und Leben außer Kraft zu setzen scheint. Warum auch nicht? Trauer und Lebensgier sind Geschwister erkennt Blanca und versucht an sich selbst anzudocken. Kein leichtes Unterfangen für eine seelisch Schiffbrüchige. Doch dieses Kunststück zu zeigen ist Milena Busquets gelungen. Sie zeichnet eine erfrischend moderne Frau, voller Intelligenz und grandioser Beobachtungsgabe, eine emanzipierte Frau, ohne Schuldgefühle, aber mit der Hingabe einer Südländerin, die mehr nimmt, als gibt und auf die Meinung anderer pfeift. Blanca weiß, sie lebt nur einmal und damit ist sie ein Kind ihrer Zeit. Dank der Autorin kommt Blanca äußerst echt rüber. Bis in die letzte Pore macht sie Blanca fühlbar. Genau diese Authentizität hat das Buch für mich sehr spannend gemacht, auch wenn ansonsten gar nicht so schrecklich viel passiert. Der Roman tritt auf der Stelle, wie eine Generation von Frauen auf der Stelle tritt, getrieben von den hohen Ansprüchen, die an sie gerichtet werden. Und der Erkenntnisgewinn? Er gleicht einem Tropfen Wasser in der Wüste. Vielmehr gibt das Leben in diesem Jahrtausend einfach nicht her. Besonders hervorstechen tun eine Vielzahl von unglaublich klugen Sätzen, die mich manchmal ganz Baff gemacht haben. Hinkt der Vergleich mit der Sagan? Nun ja... „Auch das wird vergehen“ ist mit Bonjour Tristesse inhaltlich vielleicht nicht ganz auf Augenhöhe. Das Ding hat schließlich Meilenstein Status... Dafür schreibt Milena Busquets noch besser.

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Mütter und Töchter
von Tintenherz aus Kronshagen am 26.01.2016

„Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets erschienen im Suhrkamp Verlag, Seitenanzahl: 169 Inhalt: Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden... „Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets erschienen im Suhrkamp Verlag, Seitenanzahl: 169 Inhalt: Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer - würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen. Auch das wird vergehen ist gravitätisch und leicht, melancholisch und komisch, sanft und heftig, es ist die ergreifende Geste eines langsamen Abschieds - ein wahrhaftiger Roman über Mütter und Töchter, über die Bodenlosigkeit der Trauer und die vertrackten Schönheiten des Lebens. Autorin: Milena Busquets, geboren 1972 in Barcelona, arbeitete nach ihrem Studium der Archäologie in London in dem von ihrer Familie gegründeten Lumen-Verlag. Ihre Mutter war die bekannte Schriftstellerin und Verlegerin Esther Tusquets. Die Erfolgsgeschichte von Auch das wird vergehen begann auf der Frankfurter Buchmesse 2014, als innerhalb weniger Tage Übersetzungsrechte in Dutzende Länder verkauft wurden. Meine Meinung zu dem o. g. Buch: Das Cover zu diesem Roman spiegelt dem Betrachter eine leichte, herrliche Sommeridylle am Moor vor, unter der es aber lt. Klappentext doch sehr "brodelt. Der einfache und verständliche Schreibstil beinhaltet lange und verschachtelte Sätze, die man langsam lesen muss, um den Inhalt zu genießen. Ab und zu taucht ein subtil, sarkastischer Humor auf, der aber in der jeweiligen Situation nicht unangebracht ist. Die Geschichte beginnt mit Blanca, die ein Zwiegespräch mit ihrer toten Mutter hält. Mit der Protagonistin Blanca bin ich nicht unbedingt „warm“ geworden. Jeder verarbeitet seine Trauer um einen geliebten Menschen anders. Blanca versucht mal laut und mal leise die Situation zu meistern. Sie schwelgt in Erinnerungen, schaut immer wieder zurück und hat viel Sex mit verschiedenen Ex-Männern, um vergessen zu können, dass ihre Mutter gestorben ist. Blanca braucht den Körperkontakt als Trostpflaster, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Mir hat diese Geschichte gezeigt, dass es unendlich schwer ist, einen Verstorbenen gehen zu lassen. Fazit: Dieses Buch gibt Kraft, um einen geliebten Menschen zu trauern. Jeder praktiziert es so, wie er es für richtig hält.

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Sex, Drugs und Trauer
von Frieda-Anna aus Eppendorf am 05.02.2016

Die 40-jährige Blanca trauert um ihre Mutter, die an Parkinson gestorben ist. Auf der Beerdigung entscheidet sie, nach Cadaques zu fahren. Dort hat ihr ihre Mutter ihr ein Haus hinterlassen, das als Sommerfamiliensitz diente. Für Blanca ist es der Ort ihrer Kindheit, Jugend und Gegenwart und mit unendlich vielen... Die 40-jährige Blanca trauert um ihre Mutter, die an Parkinson gestorben ist. Auf der Beerdigung entscheidet sie, nach Cadaques zu fahren. Dort hat ihr ihre Mutter ihr ein Haus hinterlassen, das als Sommerfamiliensitz diente. Für Blanca ist es der Ort ihrer Kindheit, Jugend und Gegenwart und mit unendlich vielen Erinnerungen an ihre Mutter verbunden. Blanca nimmt, abgesehen von ihren Kindern und dem alten Hund der Mutter, auch ihre Exmänner, Geliebte und Freundinnen mit. Es beginnt eine Geschichte über eine ungewöhnliche Mutter-Tochter Beziehung, über zwei ungewöhnliche Frauen. Blanca trauert, trotzdem steht sie mitten im Leben und eine Entscheidung steht an. Mit Blanca und ihrem Lebensstil sowie ihrer Einstellung konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren. Die Alkohol- und Drogenausschweifungen, die sich durch das ganze Buch ziehen, haben mich sehr gestört. Es passte meiner Meinung nach überhaupt nicht zu der wunderschönen Sprache, die sich ebenfalls durch das ganze Buch zieht. Die Worte haben mich fasziniert und irgendwie habe ich mich durch die sanfte Art der Autorin mit Sprache umzugehen, gestreichelt gefühlt. Jeder Satz geht unter die Haut, und die persönliche Ansprache an die Mutter ist besonders ergreifend. Im Ganzen ist dadurch meine Abneigung gegen Blanca in den Hintergrund getreten und das Buch bleibt mir in angenehmer Erinnerung. Es ist ein Trost für alle, die gerade einen lieben Menschen verloren haben und wenn die Worte fehlen. Ein Highlight für alle Fans grossartiger, einfühlsamer Sprache.

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Blancas Reise durch die Trauer
von einer Kundin/einem Kunden aus Remscheid am 02.02.2016

Die Handlung des Romans von Milena Busquets ist schnell erzählt: Blancas Mutter ist gestorben und die 40jährige versucht, zwischen Trauer und Lebensmut mit dieser Situation zurechtzukommen. Nach der Beerdigung fährt sie in illustrer Gesellschaft von Kindern, Freunden, Exmännern und Geliebten zu dem Familiensitz am Meer um dort den Sommer... Die Handlung des Romans von Milena Busquets ist schnell erzählt: Blancas Mutter ist gestorben und die 40jährige versucht, zwischen Trauer und Lebensmut mit dieser Situation zurechtzukommen. Nach der Beerdigung fährt sie in illustrer Gesellschaft von Kindern, Freunden, Exmännern und Geliebten zu dem Familiensitz am Meer um dort den Sommer zu verbringen. Aus der Ich-Erzähler-Perspektive lernen wir die Frau mit den vielen Rollen kennen und begleiten sie auf eine durchaus extrovertierte Reise zu ihren inneren Befindlichkeiten, Sehnsüchten, der Trauer und ihrem Umgang damit.Eine besondere Herausforderung an den Leser ist es, die mannigfaltigen Personen und deren Rolle in Blancas Leben auseinanderzuhalten. Vielleicht ist dies aber gar nicht so wichtig und der Leser tut sich selbst eingefallen, wenn er die Figuren betrachtet und auch wieder ziehen lässt, ebenso wie Blanca dies tut. Die bildreiche Sprache und teils schonungslose Ausdrucksweise machen das Lesen abwechslungsreich. Der Humor und die Leichtigkeit, der auch zu der Mutter/ Tochter Beziehung gehörte wird durch die Sprache nahezu greifbar. Empathisch fühlt man daher mit, wenn Blanca sich an die schwere Krankheit und die damit verbundenen Veränderungen ihrer Mutter erinnert. Ob die Reaktionen Blancas und ihre Strategien der Trauerbewältigung ( Sex, Rausch und Drogen) für den Leser nachvollziehbar sind, liegt wohl durchaus am Leser selbst. Aber ebenso vielschichtig wie ein einziges Leben sind eben auch die Möglichkeiten, mit diesem umzugehen. Ich hätte mir zuweilen eine etwas intensivere Introspektion gewünscht, um weniger auf Spekulationen und Interpretationen angewiesen zu sein. " Auch das wird vergehen" ist insgesamt ein Roman, der anregt, sich mit eigener Beziehungsgestaltung und den eigenen Wertigkeiten im Leben auseinanderzusetzten.

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Vergessen fällt schwer
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 31.01.2016

Der Roman "Auch das wird vergehen" von Milena Busquets aus dem Hause suhrkamp ist ein Buch, welches mich eigentlich doch überrascht hat. Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, war ich doch recht angetan von dem Schreibstil und der Story, obwohl ich nach dem Lesen des Klappentextes eher skeptisch gewesen... Der Roman "Auch das wird vergehen" von Milena Busquets aus dem Hause suhrkamp ist ein Buch, welches mich eigentlich doch überrascht hat. Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, war ich doch recht angetan von dem Schreibstil und der Story, obwohl ich nach dem Lesen des Klappentextes eher skeptisch gewesen bin. Zum Inhalt (siehe Klappentext): Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer – würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen. Es ist irgendwie eine Geschichte, die eigentlich traurig sein sollte durch den Verlust der Mutter und doch ist es irgendwie unterhaltsam und die Begegnungen und Konstellationen sind auch recht skurril. Insgesamt doch recht überraschend und positiv mein Eindruck, sodass ich vier Sterne vergeben würde. Es bereitet auf jeden Fall vergnügsame Lesestunden.

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Auch das wird vergehen
von einer Kundin/einem Kunden aus Mengen am 03.06.2016

Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches haben mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Zum Inhalt, die Mutter von Blanca ist gestorben... Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches haben mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Zum Inhalt, die Mutter von Blanca ist gestorben und sie vermisst sie über alles. Um etwas Abstand zu gewinnen fährt sie mit ihren Kindern und ihren beiden Exmännern zu ihrem Sommerferienhaus am Meer. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, muss aber auch gestehen, dass ich irgendwie gar nicht richtig ins Buch reingekommen bin. Irgendwie hat mir der rote Faden für eine vernünftige Handlung gefehlt. Auch ist es sehr schwer zu folgen, da viel Namen auftauchen. Ich hab dem Buch seine Chance gegeben und es fertig gelesen, letztendlich war ich aber froh, dass es nicht allzu dick war. Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen.

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Ist das Trauer?
von einer Kundin/einem Kunden aus Teningen am 29.04.2016

Blanca, alleinerziehende Mutter zweier Söhne, verliert nach schwerer Krankheit ihre eigene Mutter. Trotz oder gerade wegen der etwas komplizierten Beziehung zwischen den Beiden, weiß Blanca kaum mit ihrer Trauer umzugehen. Gleich nach der Beerdigung flüchtet sie sich erstmal in die Arme (und ins Bett) eines ihrer Exmänner. Dieser rät... Blanca, alleinerziehende Mutter zweier Söhne, verliert nach schwerer Krankheit ihre eigene Mutter. Trotz oder gerade wegen der etwas komplizierten Beziehung zwischen den Beiden, weiß Blanca kaum mit ihrer Trauer umzugehen. Gleich nach der Beerdigung flüchtet sie sich erstmal in die Arme (und ins Bett) eines ihrer Exmänner. Dieser rät ihr, genau wie noch einige andere, nach Cadaqués in die Sommerresidenz zu fahren. Und genau das tut sie - zusammen mit ihren Söhnen, ein paar Freundinen, deren Kinder, Freunde, Ehemänner nebst Anhang und zu guter Letzt bittet sie auch noch ihren verheirateten Liebhaber dazu. Neben den vielen Gesprächen, Erholung, Bootausflügen, Sex, Alkohol und diversen anderen Drogen verschiebt sie den Besuch ihrer Mutter auf dem Friedhof immer wieder auf den nächsten, bis sie es am Ende des Buches dann endlich schafft. Das ist mehr oder weniger schon die ganze Geschichte, die erzählt wird. Von der Leseprobe sehr angetan hatte ich mich wirklich gefreut, aus dem Lostopf gezogen worden zu sein. Mit entsprechender Vorfreude machte ich mich an die Lektüre. Leider wurde diese Vorfreude recht schnell getrübt. Weder mit dem Schreibstil, noch mit Blanca oder den anderen Protagonisten wurde ich wirklich warm. Laut Klappentext soll Blance auf Schritt und Tritt die Verstorbene begegnen und sie zu einer folgenreichen Einsicht führen. Leider habe ich darauf das ganze Buch vergeblich gewartet. Hauptsächlich geht es um Blancas ausschweifendes Leben, Alkohol in Mengen und auch Drogen. Das alles gehört in ihrem Leben zum guten Ton. Arbeiten muss sie scheinbar nicht, so müssen die langen Tage anderweitig ausgefüllt werden. Doch statt sich mit den Kindern zu beschäftigen, ist so ziemlich alles andere wichtiger. Allen voran ihre verflossenen, aktuellen und eventuell zukünftigen Männer. Was sich eben gerade so bietet. Sex ist das einzige, was sie von ihrer Trauer (und wohl auch sonst von so ziemlich allem) ablenken kann. Wenn das gerade nicht möglich ist, tut es zur Not auch ein Joint. In meinen Augen konnte Blanca ihr Verhältnis zu ihrer Mutter überhaupt nicht aufarbeiten. Es gab zwar immer wieder Erinnerungen und Rückblicke auf das gemeinsame Leben, mehr war das aber auch nicht. Der Schreibstil konnte ebenfalls nicht wirklich dazu beitragen, das Buch zu einem wirklichen Genuss zu machen. Bei den vielen verschachtelten Sätzen musste ich desöfteren meine Gedanken bewußt wieder zurück auf die Geschichte lenken. Überhaupt nicht gefallen haben mir die unzähligen Beschreibungen der Kleidung jeder einzelnen Person. Diese haben mich durch das Buch hindurch regelrecht verfolgt. Ich hatte den Eindruck, dass dadurch die Story noch ein wenig gestreckt werden soll. Fazit ------ Wirklich schade. Ich hatte mir von dem Buch viel mehr erwartet. Die Vogue sagt, es handele sich um "einen Roman, durchwirkt von Sinnlichkeit und Erfahrungen". Für mich ist es eher ein Roman über eine sehr ichbezogene Frau, die es auch mit 40 Jahren nicht geschafft hat, erwachsen zu werden.

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Auch das wird vergehen
von miss.mesmerized am 19.03.2016

Blancas Mutter ist gerade gestorben und die Frau verliert den Halt. Obwohl die Mutter krank und schon alt war, ist der Verlust doch schmerzlich. In Erinnerung an ihre Kindheit fährt sie wieder nach Cadaqués, wo sie im Familienhaus die Sommer zu verbringen pflegte und wo sie leichter die Erinnerungen... Blancas Mutter ist gerade gestorben und die Frau verliert den Halt. Obwohl die Mutter krank und schon alt war, ist der Verlust doch schmerzlich. In Erinnerung an ihre Kindheit fährt sie wieder nach Cadaqués, wo sie im Familienhaus die Sommer zu verbringen pflegte und wo sie leichter die Erinnerungen aufkommen lassen kann. Mit Freundinnen und zwei Exmännern geht es ans Meer. Die zeit könnte so schön sein, wenn nicht dauernd ihre Mutter die Gedanken stören würde. Blancas Trauer wird an vielen Stellen sichtbar, ihre Erinnerungen an die Mutter und die dadurch immer wieder hervorgerufenen Schmerzen, aber auch Freuden, werden sehr sichtbar. Was fehlt jedoch, ist ein roter Faden, es bleibt unklar, was da Buch bezweckt, wo es hin möchte. Auch stört ein wenig, dass die Protagonistin keinem Mann begegnen kann, ohne auch mit ihm im Bett zu landen. Letztlich fehlt mir die Tiefe, ein paar Erinnerungen schaffen diese nicht herzustellen und so bleibt der Roman belang- und aussagelos.

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Schonungsloser Bericht von Abschied und Trauer und eines Neubeginns
von einer Kundin/einem Kunden am 07.02.2016

Die Autorin hat einen eigenwilligen Schreibstil, an den ich mich erst etwas gewöhnen musste. Im Buch werden die Gefühle und Ansichten der Protagonistin Blanca in schonungsloser Offenheit dargestellt. Nach langer Krankheit und dem Tod ihrer Mutter muss Blanca nunmehr Abschied nehmen und mit ihrem eigenen Leben ohne die geliebte... Die Autorin hat einen eigenwilligen Schreibstil, an den ich mich erst etwas gewöhnen musste. Im Buch werden die Gefühle und Ansichten der Protagonistin Blanca in schonungsloser Offenheit dargestellt. Nach langer Krankheit und dem Tod ihrer Mutter muss Blanca nunmehr Abschied nehmen und mit ihrem eigenen Leben ohne die geliebte Mutter klarkommen. Hier versucht sie Liebe und Zärtlichkeit zu finden und es wird deutlich, dass diese Versuche schwer und manchmal unüberbrückbar erscheinen denn ihre Mutter ist immer noch überall präsent. Ebenso wird klar, dass ihr eigenes Leben vorher vollkommen auf die Mutter geprägt war und jetzt, nach deren Tod ist es umso schwerer, auf eigenen Beinen zu stehen. Mein Fazit: Schonungsloser Bericht von Abschied und Trauer und eines Neubeginns

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Auch das wird vergehen
von Herbert Mangl aus Wien am 25.04.2016

Blanca ist vierzig, ihre Mutter ist gerade gestorben und sie trauert. Um mit ihrer Trauer fertig zu werden, packt sie ihre zwei Söhne und fährt nach Cadaques in das Haus ihrer Mutter am Meer, das nun ihr gehört. Mit dabei sind auch ihre beiden Ex-Ehemänner, Freundinnen samt deren Männern/Liebhabern,... Blanca ist vierzig, ihre Mutter ist gerade gestorben und sie trauert. Um mit ihrer Trauer fertig zu werden, packt sie ihre zwei Söhne und fährt nach Cadaques in das Haus ihrer Mutter am Meer, das nun ihr gehört. Mit dabei sind auch ihre beiden Ex-Ehemänner, Freundinnen samt deren Männern/Liebhabern, ihr eigener Liebhaber samt Familie – in angemessener Entfernung natürlich und einige Hunde. Blanca lässt sich in ihrem Schmerz treiben, hält Zwiesprache mit ihrer toten Mutter und so lernen wir auch ein kleines Stück weit die Verstorbene, wenngleich auch aus einem sehr eigenartigen Blickwinkel, kennen. Was als melancholische und etwas schwermütige Erzählung beginnt, was aufgrund des Themas fast zwangsläufig ist, wird bald mühsam und langatmig. Blanca entpuppt sich als verwöhnte, ichbezogene Frau, die sich in Selbstmitleid suhlt und von ihrer Umwelt ausnahmslos Rücksicht und Liebe verlangt. Ihre Allheilmittel für all ihre Unpässlichkeiten sind Sex und Alkohol – jederzeit. Nachdem ihre Mutter als Stütze für sie nicht mehr zur Verfügung steht, versucht sie sogar einen ihrer Exmänner zu einer neuen Beziehung zu überreden, weil ja der Sex immer gut war…. Ein etwas merkwürdiges Buch, zu dem ich keinen rechten Zugang fand und dessen Geschichte ein wenig unglaubwürdig wirkt.

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Auch das wird vergehen
von Sylvia Mangl aus Wien am 10.03.2016

Blanca steckt in einer Lebenskrise. Sie ist vierzig, ein Alter, das sie scheinbar komplett unvorbereitet trifft. Sie ist zweimal geschieden, hat zwei Kinder und nun ist auch ihre Mutter gestorben. Nicht unerwartet, sie war lange krank und hat gelitten und doch ist der Schlag heftig. Sie weiß nicht, wie... Blanca steckt in einer Lebenskrise. Sie ist vierzig, ein Alter, das sie scheinbar komplett unvorbereitet trifft. Sie ist zweimal geschieden, hat zwei Kinder und nun ist auch ihre Mutter gestorben. Nicht unerwartet, sie war lange krank und hat gelitten und doch ist der Schlag heftig. Sie weiß nicht, wie mit der Trauer und dem Verlust umgehen und sie lässt sich dazu überreden, nach Cadaques, in das Strandhaus ihrer Mutter zu reisen, um dort einige Wochen zu verbringen und wieder zur Ruhe zu kommen. Blanca reist mit großem Anhang, mit ihren Kindern, ihren Ex-Ehemännern, Freundinnen, ihrem Liebhaber und einigen Tieren. Man führt ein recht dekadentes Leben und alles und jeder scheint darauf ausgerichtet zu sein, Blanca zu trösten, für die widerum Trost gleichbedeutend mit Party und Sex zu sein scheint, ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten ihrer Freunde. Ich bin mit diesem Buch nicht so recht warm geworden. Zu Anfang las es sich noch wie ein recht sensibler Nachruf auf eine Mutter. Recht bald ist es jedoch zu einer lamoyanten Litanei voll Selbstmitleid und egoistischem Gefasel einer verzogenen Göre verkommen. Blanca wird im Laufe der Handlung immer unsympathischer, ihr ganzes Tun hat mit Trauerarbeit eigentlich nichts mehr gemein. Am Ende war ich froh, dass es ein relativ kurzes Buch ist und das Gejammer bald vorbei.

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Auch das wird vergehen
von vielleser18 aus Hessen am 20.02.2016

Blanca ist vierzig, bereits zweimal geschieden, Mutter von zwei Söhnen - da stirbt ihre Mutter. Ein Grund die Beziehung aufzuarbeiten, sich auch über das Leben Gedanken zu machen. Milena Busquets schreibt das Buch als langen Brief an die tote Mutter. Dabei können wir als Leser gut die Gedanken und die... Blanca ist vierzig, bereits zweimal geschieden, Mutter von zwei Söhnen - da stirbt ihre Mutter. Ein Grund die Beziehung aufzuarbeiten, sich auch über das Leben Gedanken zu machen. Milena Busquets schreibt das Buch als langen Brief an die tote Mutter. Dabei können wir als Leser gut die Gedanken und die Aktionen der Protagonistin Blanca miterleben. Doch Blanca ist keine, die einem gefällt. Zweimal geschieden, aber dennoch hüpft sie nicht nur mit ihren Exmännern immer noch ins Bett, auch mit einem verheirateten Mann hat sie eine Beziehung. Blanca ist unstet, sie lebt das Leben als wäre alles nur Sex, Drugs und Rock`n Roll. Arbeiten muss sie anscheinend nicht, also muss die Zeit ausgefüllt werden. Dabei spielen die Kinder zwar auch eine Rolle, allerdings ist sie nicht die typische Mutter, kochen kann sie jedenfalls nicht. Dafür eher die Nächte durchfeiern. "Eine der besten Methoden, die verborgenen Winkel der eigenen Stadt kennenzulernen, nicht die im romantischen Sinne, verborgenen, sondern die wirklich ungeheuerlichen, besteht darin, sich in einen verheirateten Mann zu verlieben." (Zitat, S. 29) Blanca scheint sich anscheindend in fast jeden Mann zu verlieben, der ihr über den Weg läuft, und sie kann sich auch nicht "ent - lieben", sie scheint, trotz ihrer 40 Jahren, immer noch ein Kind zu sein. Sie kann nicht loslassen. Auch nicht von ihrer toten Mutter. Ihr Verhältnis war immer ambivalent - und jetzt, nach ihrem Tod, kann Blanca die Gedanken anscheinend nur von ihr abwenden, wenn sie Sex hat oder einen Joint raucht. Sie fährt mit der ganzen Sippe, Söhnen, Freundinnen, Exmännern und Liebhaber an den Familiensitz am Meer - dort auf dem Friedhof hat sie auch ihre Mutter beerdigt. Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dem ich doch Mühe hatte es bis zum Ende zu lesen. Es lag nicht nur an der Protagonistin, mit der ich zu keinem Zeitpunkt richtig warm geworden bin, sondern daran, dass hier nur am Ende eine kleine Entwicklung erkennbar war. Blanca beschreibt sich selbst als Kind einer verlorenen Generation. Erfolgreiche Eltern, die in den 70er Jahren ausgestiegen sind, sich vom Geld am Meer niedergelassen haben und ihre Kinder antiautoritär und "frei" aufwachsen gelassen haben. "Frei" bedeutet für Blanca aber auch, dass nicht nur die Kontrolle gefehlt hat, sondern für sie auch das Interesse und folgich die Liebe. Der Umkehrschluß bedeutet, dass sie sich die Liebe ein Leben lang woanders holen musste. Immerhin hat die Autorin mir einen Einblick in solch eine -verlorene- Seele gezeigt, dennoch war dieser Einblick für mich nicht fesselnd genug, so dass ich das Buch nicht mit Begeisterung lesen konnte.

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Kein stiller Abschied
von einer Kundin/einem Kunden aus Memmingen am 26.02.2016
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Blanca nimmt auf ihre ganz eigene Weise Abschied von ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Mal liebevoll, mal wütend, mal philosophisch, mal traurig, mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern, sehr ehrlich, … ein Abschied in kleinen Schritten unter lieben Menschen (ihre Kinder, ihre beiden Exmänner, ihr Geliebter, ihre Freundinnen... Blanca nimmt auf ihre ganz eigene Weise Abschied von ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Mal liebevoll, mal wütend, mal philosophisch, mal traurig, mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern, sehr ehrlich, … ein Abschied in kleinen Schritten unter lieben Menschen (ihre Kinder, ihre beiden Exmänner, ihr Geliebter, ihre Freundinnen und das Kindermädchen). Dazu reist Blanca in das Sommerhaus ihrer Mutter in Cadaqués. Sie denkt an ihre Mutter und Erlebnisse mit ihr zurück und findet sie in jedem Winkel ihres Herzens. Durch Sex mit ihrem Exmann und ihrem Geliebten, dem Flirt mit einem Fremden und dem ein oder anderen Joint versucht sie sich von ihrer Trauer abzulenken. Körperkontakt scheint für sie die einzige Möglichkeit zu sein, für kurze Zeit den Tod ihrer Mutter zu vergessen. Das Cover erschien mir anfangs wenig einfallsreich. Doch beim Lesen wurde mir klar, dass der Schatten zur Mutter passt, die die Tochter wie ein solcher auf Schritt und Tritt verfolgt. Unglaublich sinnige und feinfühlige Schachtelsätze – die die sehr unterschiedlichen Gefühlsregungen von Blanca und auch ihren Charakter gut widerspiegeln - gelingen Milena Busquets genauso schön wie ein bisweilen herber Humor. Sie zeichnet das Bild einer Tochter, die sich durch den Tod ihrer Mutter selbst zu finden versucht. Blanca als Ich-Erzählerin spricht ihre Mutter direkt an, was das Buch sehr gefühlvoll und intim macht. In phantasievoller Sprache erzählt diese Geschichte von der Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter. „Wie alt wir schon sind! Nicht? Stell dir vor, wie das in zwanzig Jahren ist. Wir fangen ja gerade erst an, das Alter zu üben, aber noch ist es ein Witz, ein fernes Dunkel.“ bleibt mir in guter Erinnerung. Blancas ungewöhnliche, zeitweise sehr egoistische Lebensweise und ihre Sucht nach Bestätigung als Frau macht sie mir nicht besonders sympathisch. Dennoch kann ich mit ihr fühlen. Dieser Roman ist wahrlich „Eine Liebeserklärung an die verstorbene Mutter“ und ein langsamer, aber keineswegs stiller Abschied.

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