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Billy

Roman

(33)
Ein irrwitziges Roadmovie voller Situationskomik
Ein Philosoph. Schotte. Killer. Unterwegs nach Las Vegas
Als Billy das erste Mal den Schalldämpfer auf seine Walther schraubt, denkt er an Nietzsche, den „grossen Immoralisten, den Verbrecher, den Antichrist“. Zwölf Morde wird er im Lauf der Jahre begehen, dabei fing alles ganz harmlos an.
Billy wächst behütet in Duffmore, einer Kleinstadt in Schottland, auf. In der Familie seines Onkels und seiner Tante. Seine Hippie-Eltern haben sich kurz nach seiner Geburt mit einer Überdosis von der Welt verabschiedet. Von ihnen hat er die Liebe zur Musik geerbt. Zu den Ramones und den Joy Division, zu James Blake und Franz Ferdinand. Vom Onkel die Lust am Philosophieren. Sein Lieblingsphilosoph ist Nietzsche. Mit 22 Jahren tritt er in die Firma der Familie ein, eine Firma, die Auftragsmorde an Mördern erledigt. Mit Gerechtigkeit hat das für ihn nichts zu tun.
Er ist 34, als er nach Las Vegas fährt, um Whip zu treffen, ein Mitglied der Firma. Gemeinsam wollen sie eine Woche die Stadt der Spieler und Sünder erkunden und die nächsten Aufträge besprechen. Doch dann wird Billy von seiner Vergangenheit eingeholt. In Las Vegas kommt es zum Showdown.
Rezension
"... voller Sprachwitz, skurriler Einfälle und mit hinreissender Beobachtungsgabe ... Und wen man das Buch zuklappt, mag es passieren, dass man eine Weile gar kein anderes Buch zur Hand nehmen möchte; zu sehr kreisen die Gedanken."
Aachener Zeitung 08.09.2015
Portrait

einzlkind ist ein Bestsellerautor. 2010 erschien sein Roman Harold, 2013 Gretchen

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 203
Erscheinungsdatum 06.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17647-3
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 205/129/22 mm
Gewicht 335
Auflage 1
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
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6
1
0

schräg,witzig,gut - großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 31.10.2015

Nachdem sich Billys Eltern - typisch Hippie-Generation, mit einer Überdosis aus dem Leben geschossen haben, kommt er in die Obsorge seines Onkels Seamus und seiner Tante Livi. Wohlbehütet wächst er mit seinem Cousin Frankie und seiner Cousine Polly auf. In dem alten Gehöft aus dem 19. Jahrhundert, mit zwei... Nachdem sich Billys Eltern - typisch Hippie-Generation, mit einer Überdosis aus dem Leben geschossen haben, kommt er in die Obsorge seines Onkels Seamus und seiner Tante Livi. Wohlbehütet wächst er mit seinem Cousin Frankie und seiner Cousine Polly auf. In dem alten Gehöft aus dem 19. Jahrhundert, mit zwei alten Steinhäusern und einer kleinen Stallung, leben mit der Familie im Schnitt auch fünf Katzen, zwei Hunde und Bernhard der Esel. Als er mit ungefähr 7 Jahren erfährt, dass Onkel Seamus und Tante Livi gar nicht seine richtigen Eltern sind, bricht eine Welt für Billy zusammen. Andrerseits erklärt sich nun seine Liebe zur Musik, die er von seinen Eltern geerbt zu haben scheint. Seine zweite große Leidenschaft hat Billy eindeutig von seinem geliebten und verehrten Onkel Seamus . Die Lust am Philosophieren. Nietzsche ist der Haus- und Hofheilige von Onkel Seamus. Und Onkel Seamus ist ein Geschichtenerzähler erster Güte. Billy ist 22, als er in die Firma seiner Familie eintritt. Er ist ein paar Monate älter, als er das erste Mal einen Schalldämpfer auf seine Walther schraubt. Seine Familie erledigt Auftragsmorde....- an Mördern. Nach"Harold" und "Gretchen" serviert Einzlkind mit "Billy" erneut höchst vergnügliche Leselektüre

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1 0
Gut und ein wenig anders
von Karlheinz aus Frankfurt am 25.04.2017

Ich kannte den Autoren „einzlkind“ bis zu diesem Roman nicht, obwohl es schon sein dritter ist. Das erste wirkliche Problem hätte ich mit einer Eingliederung in ein Genre, denn er passt in keines, er ist so skurril wie das Buchcover und gleichzeitig vielschichtig. Elvis unter Palmen auf dem Cover... Ich kannte den Autoren „einzlkind“ bis zu diesem Roman nicht, obwohl es schon sein dritter ist. Das erste wirkliche Problem hätte ich mit einer Eingliederung in ein Genre, denn er passt in keines, er ist so skurril wie das Buchcover und gleichzeitig vielschichtig. Elvis unter Palmen auf dem Cover finde ich herausragend und absolut passend zum Roman. Die Handlung ist schnell erzählt, denn der Protagonist berichtet aus seinem Leben. Das macht er abwechselnd, ein Kapitel spielt in der Vergangenheit und ein Kapitel in der Gegenwart. So wird immer wieder einiges erläutert, denn Billy geht als Berufskiller einem eher unkonventionellen Beruf nach. Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und entweder wird man fasziniert oder findet ihn grauenhaft. Mir hat er trotz oder gerade wegen dieses besonderen Schreibstils gefallen, dieser passt zur bizarren Handlung. Der Protagonist Billy wird bereits nach kurzer Zeit sympathisch und ich habe bis zum Ende mit ihm mitgefiebert. Es philosophiert immer wieder und gibt Denkanstöße, so gewinnt das Buch an Tiefe, bleibt nicht oberflächlich und ist immer sehr unterhaltsam. Fazit: Nicht alltäglicher Roman mit knapp über 200 Seiten Umfang, aber umso überzeugender. Für mich ein Autor den ich im Auge behalten werde.

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Las vegas
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

Billy ist Schotte, gut ausgelasteter Auftragsmörder und Hobby-Philosoph in einer Person. Schließlich hat Nietzsche sein Leben mehr beeinflusst, als seine früh verstorbenen Hippieeltern. Von den Beiden hat er lediglich die Liebe zur Musik geerbt. Es ist sein liebevoller Onkel, der ihn aufzieht und mit philosophischen Fragestellungen konfrontiert, die sich... Billy ist Schotte, gut ausgelasteter Auftragsmörder und Hobby-Philosoph in einer Person. Schließlich hat Nietzsche sein Leben mehr beeinflusst, als seine früh verstorbenen Hippieeltern. Von den Beiden hat er lediglich die Liebe zur Musik geerbt. Es ist sein liebevoller Onkel, der ihn aufzieht und mit philosophischen Fragestellungen konfrontiert, die sich durch den gesamten Roman ziehen. Die neue Familie gibt ihm alles, was er zum Leben in der schottischen Provinz braucht. Schutz, immer mindestens ein offenes Ohr und den Hang Klartext untereinander zu reden. Es ist schlussendlich einfach logisch, dass Billy in der familieneigenen Firma für Auftragsmorde seinen Dienst antritt. Zwölf Mal hat er inzwischen seinen Job getan. Er hat seine Opfer, die eigentlich auch Täter sind, gefesselt, er hat sie reden lassen, um etwas über ihr Leben zu erfahren. Er hat Ihnen einen letzten Musikwunsch erfüllt. Er verhält sich korrekt, nichts Persönliches bringt Billy zum morden. Kein Gerechtigkeitssinn treibt ihn an. Er erledigt einen Job. Sonst nichts. Schließlich fliegt er nach Las Vegas, um seinen Kumpel Whip zu treffen, der ebenfalls für die Firm arbeitet und die Dinge eskalieren. Doch bis dahin trifft Billy Elvis, der sich allerdings mit „w“ schreibt. Ein Wüstenindianer vom Stamme der Apachen kommt ihm in die Quere und die Anzahl von Wasserstoffblondinen mit Brustverstärkung nimmt in Las Vegas groteske Züge an. Einzlkind- cleveres Pseudonym übrigens- ist in der deutschen Literaturlandschaft kein Unbekannter mehr. Er hat mit „Harold“ und „Gretchen“ bereits Aufmerksamkeit in den Feuilletons erregt. Nun legt er mit „Billy“ einen bärenstark erzählten Roman vor, der durch seine Spannungselemente ins Thriller-Genre hereinreicht, aber letztendlich in der gehobenen Literatur zu verorten ist. Inhalt geht also über Effekte. Wobei Billy einen erfrischend schnoddrigen Ton anschlägt, der den Leser bei Billy tatsächlich an einen Schotten denken lässt. Seine Beobachtungen, ob nun in Hotelbars, dem Death Valley oder Spielerstadt Las Vegas sind voll sprachlicher Tiefenschärfe. Seine philosophischen Rundumschläge lassen den Leser aufhorchen und nachdenken. Er zerlegt Begriffe, wie Gerechtigkeit, Mitleid und Gleichheit, wobei er, wie sein Vorbild Nietzsche, deren erwiesenen Evolutionsnutzen strikt leugnet. Immer wieder fasst er hinter die Worthülsen und zeigt, was sie tatsächlich bedeuten oder beweist deren Inhaltsleere. Mir hat die Auseinandersetzung mit diesem fulminanten Stück Literatur ungemein Freude bereitet. Das sind wirklich Menschen über die der Autor schreibt und gleichzeitig ist das alles undenkbar, was wir da lesen. Das Buch bringt es fertig Humor, Mord und Philosophie zu einem gelungenen Ganzen zu vereinen. Hier sucht jemand die Wahrheit und zwar seine eigene. Dafür gebührt Einzlkind mein Respekt!

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