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Bis ans Ende der Geschichte

Roman

(4)
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des grossen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Rezension
"Eine feinfühlige Geschichte um Schuld und Gerechtigkeit, Strafe und Gnade."
Portrait
Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, New York, lebt heute nach ihrem Studium in Princeton und Harvard mit ihrem Mann und den drei Kindern in Hanover, New Hampshire. Sie gehört zu den faszinierendsten angelsächsischen Erzählern und besitzt die seltene Gabe, die Zerbrechlichkeit und Komplexität menschlicher Beziehungen in ihren Romanen festhalten zu können. 2003 wurde sie mit dem New England Book Award ausgezeichnet. Zuletzt erschienen auf deutsch mit grossem Erfolg ihre Romane »Beim Leben meiner Schwester« und die »Die Wahrheit meines Vaters«.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 576, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641159399
Verlag C. Bertelsmann Verlag
Verkaufsrang 4.384
eBook (ePUB)
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Kundenbewertungen


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Danke Jodi Picoult!
von MissRichardParker am 12.11.2015

Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie versteckt sich vor dem Tag, vor der Welt draussen und lebt in Ihrem eigenen kleinen Trott. Da lernt sie Josef Weber kennen. Er besucht wie Sage eine Trauergruppe, redet aber nie darüber warum er dort ist. Doch zwischen Josef und Sage entwickelt... Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie versteckt sich vor dem Tag, vor der Welt draussen und lebt in Ihrem eigenen kleinen Trott. Da lernt sie Josef Weber kennen. Er besucht wie Sage eine Trauergruppe, redet aber nie darüber warum er dort ist. Doch zwischen Josef und Sage entwickelt sich mehr und mehr eine Freundschaft. Doch die droht jäh zu zerbrechen, als Josef Sage um etwas unmögliches bittet und ihr ein grausames Geheimnis verrät... Eine tief berührende Geschichte die unter die Haut geht, einem dem Atem verschlägt, wütend, traurig und fassungslos macht und es dennoch schafft zu zeigen wie wertvoll das Leben ist und es sich lohnt darum zu kämpfen. Manche mögen ja die Thematik um den 2. Weltkrieg nicht mehr hören, was die Juden durchmachen mussten und wie schlimm diese Zeit war. Für viele ist es Vergangenheit und man hört zu viel darüber. Aber man kann gar nicht genug darüber reden oder schreiben. Denn der Menschenhass existiert noch heute und geht weiter. Auf der ganzen Welt. Jodi Picoult ist eine Meisterin im Erzählen. Sie schafft es bei jedem ihrer Bücher, dass man nicht mehr aufhören kann zu Lesen und sich vollkommen dabei abschottet und in die Geschichte versinkt. Ihr Schreibstil ist flüssig und packend, humorvoll und ernst. Eine perfekte Mischung! Das Buch wird von verschiedenen Erzählern erzählt. Umso flüssiger lässt es sich lesen. Ich kann nur allen empfehlen dieses Buch und auch die anderen Ihrer Romane zu lesen!

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Leseempfehlung!
von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2015

Ein lesenswerter - starker - intensiver Roman von Jodi Picoult - dessen Geschichte bewegt, aufwühlt und nachdenklich macht.

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Die Vergangenheit lässt einen nicht los...
von Büchersüchtig am 14.11.2015

INHALT: Die 25-jährige Sage Singer trägt große Schuldgefühle mit sich herum, da sie vor 3 Jahren ihre Mutter durch einen Autounfall verloren hat. Sage hat den Wagen gelenkt und während ihre Mutter verstorben ist, hat die junge Frau nur Narben zurückbehalten. Sage lebt sehr zurückgezogen und wagt sich neben ihrer... INHALT: Die 25-jährige Sage Singer trägt große Schuldgefühle mit sich herum, da sie vor 3 Jahren ihre Mutter durch einen Autounfall verloren hat. Sage hat den Wagen gelenkt und während ihre Mutter verstorben ist, hat die junge Frau nur Narben zurückbehalten. Sage lebt sehr zurückgezogen und wagt sich neben ihrer Arbeit als Bäckerin nur in die Trauergruppe, mit deren Hilfe sie den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten versucht. Dort lernt sie den 95-jährigen Josef Weber, einen pensionierte Lehrer, kennen und trotz des riesigen Altersunterschiedes ist dies der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft. Doch eines Tages ändert sich alles, denn Josef vertraut Sage ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit an und bittet sie, seinem Leben ein Ende zu setzen. Und stürzt die talentierte Bäckerin in einen großen inneren Zwiespalt, denn Sage weiß nicht, was sie nun tun soll... MEINE MEINUNG IN KURZFASSUNG: Kauf-/Lesegrund: Da der Klappentext interessant klingt, wollte ich einfach das neueste Buch von Jodi Picoult lesen,. Reihe: Nein, Einzelbuch Handlungsschauplätze: Die Handlung spielt sich in der Gegenwart vorwiegend in dem Pilgerort Westerbrook im US-Bundesstaat New Hampshire und in der Vergangenheit in Polen ab. Handlungsdauer: Die Geschichte, die sich in 3 Teile gliedert, dauert in der Gegenwart schätzungsweise einige Wochen und in der Vergangenheit (Ende der 30er-/Anfang der 40er-Jahre) mehrere Jahre ab. Hauptpersonen: Sage Singer ist 25, eine überaus talentierte Bäckerin, die in der Bäckerei "Our Daily Bread" in dem beschaulichen Örtchen Westerbrook arbeitet und zurückgezogen lebt. Die schüchterne Frau hat eine Affäre mit dem verheirateten Bestatter Adam und trifft sich mit ihm immer nur in ihrer Wohnung. Außerdem besucht Sage seit 3 Jahren eine Trauergruppe, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten, an dem sie sich die Schuld gibt. Ein weiteres Mitglied der Trauergruppe heißt Josef Weber, der seit 22 Jahren in Westerbrook lebt und viel für die Gemeinde getan hat. Der frühere Deutschlehrer ist sehr beliebt und hat seine Frau verloren, außerdem trägt der 95-jährige ein schreckliches Geheimnis mit sich herum, das er Sage offenbart... Sage und Josef sind interessante und gegensätzliche Protagonisten mit Ecken & Kanten, obwohl ich nicht alle ihrer Handlungen & Beweggründe ganz nachvollziehen konnte. Nebenfiguren: Die unzähligen Nebenfiguren wie Sages Großmutter Minka (eine Polin, die das KZ überlebt hat und nun ebenfalls in Westerbrook wohnt), Sages Chefin Mary (die ehemalige Nonne hat vor einigen Jahren die Bäckerei und das Café eröffnet und mag Sage sehr), ihr Kollege Rocco (der Barista in Marys Café spricht in Haikus und versucht immer, Sage aufzuheitern) und Leo Stein (der 37-jährige Anwalt ist Single, stammt aus einer jüdischen Familie und jagt in seiner Funktion als stellvertretender Leiter des HRSP alte Nazis) sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen. Mein Lieblings-Nebencharakter ist Minka, die während ihrer Gefangenschaft im 2. Weltkrieg nie aufgegeben hat und eine überaus lebendige und starke Persönlichkeit ist. Romanidee: Interessante Grundidee mit einer gelungenen Umsetzung. Die Themen Holocaust und Vergangenheitsbewältigung spielen hier eine große Rolle. Man merkt auch deutlich, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Erzählperspektiven: Die temporeichen Geschehnisse werden aus der Warte von Sage, Josef, Leo und Minka erzählt, wobei sich die Begebenheiten aus Gegenwart und Vergangenheit abwechseln, was für Abwechslung sorgt, wobei ich gestehen muss, dass sich mir bei manchen Schilderungen der Magen umgedreht hat bzw. mich diese Schilderungen oftmals recht mitgenommen hat. Dagegen wirken die Ereignisse in der heutigen Zeit manchmal ziemlich langweilig und belanglos. In kursiver Schrift wird eine Geschichte über Aina, ein polnisches Mädchen, erzählt. Diese Erzählung ist allerdings eine Story, die Minka in ihrer Zeit im KZ geschrieben hat, um die Zeit dort zu überstehen. Handlung: Mit "Bis ans Ende der Geschichte" hat sich Jodi Picoult an ein düsteres Kapitel der Zeitgeschichte gewagt und birgt eine emotionsgeladene Story mit unterschiedlichen Sichtweisen und miteinander verwebenden Handlungssträngen, die einen stellenweise gefangen nimmt, berührt, schockiert und zum Nachdenken anregt. "Bis ans Ende der Geschichte" wartet mit allerlei Wirrungen, dramatischen Wendungen, schonungslosen Beschreibungen und einer gewissen Vorhersehbarkeit auf, obwohl ich dieses Ende teilweise nicht vorhergeahnt hatte. Leider lässt mich die Autorin mit einigen offenen Fragen zurück... Schreibstil & Co: Abgerundet wird der Plot durch die mitreißende und fast schon nüchterne Schreibweise und die lebendigen Schauplatzbeschreibungen, wodurch man fast durch die 560 Seiten fliegt. FAZIT: Mit "Bis ans Ende der Geschichte" hat Jodi Picoult eine nicht ganz leichte Geschichte geschrieben, die mir angesichts der abwechslungsreichen Story, den durchwegs reizvollen Protagonisten sowie der ausdrucksstarken Schreibweise ein paar fesselnde Lesestunden beschert hat. Da "Bis ans Ende der Geschichte" einige störende Mankos enthält, gibt es von meiner Seite bescheidene 4 STERNE.

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Eine Geschichte von Schuld und Vergebung
von Petra Donatz am 26.10.2015

Gastrezension von Karl Klappentext Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds... Gastrezension von Karl Klappentext Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade? Die Autorin Jodi Picoult, geboren 1967 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire. Meine Meinung Story Die nach einem Unfall entstellte Bäckerin Sage Singer lebt sehr zurückgezogen in ihrer Welt. Als sie Bekanntschaft mit den 90. jährigen Josef Weber macht, beginnt für sie beide eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch als Josef ihr gesteht, das er ein gesuchter Kriegsverbrecher ist, der mit für den Holocaust u.a in Auschwitz verantwortlich ist, ändert sich Sage Haltung gegenüber Josef. Als er Sage schließlich bittet ihn beim Sterben zu helfen, steht Sage vor einem großen Gewissenskonflikt. Schreibstil Picoult bleibt ihrem Stil treu. Das Buch ist klar und verständlich geschrieben, trotz mehreren Handlungstränge. Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Charaktere Mit den einzelnen Charakteren kann man sich gut identifizieren, alle wirken authentisch. Mein Fazit Geschichten, in denen die Schuldfrage in einer Grauzone liegt, sind Picoults stärken, dem bleibt sie sich auch in diesem Buch treu. Zwar ist das Thema nicht neu und wurde schon hundertfach aufgegriffen, für Jodi Picoult ist es aber das erste Buch zu dem Thema. Etwas neues erfährt der Leser allerdings auch nicht. Picoult hat den Schrecken des Holocaust in einen Unterhaltungsroman gepackt, der um die Frage ringt, inwieweit kann man verzeihen, darf man verzeihen und wie lange dauert die Schuld? Letztendlich muss der Leser selbst entscheiden, wie er dazu steht. Eine klare Antwort gibt es in dem Buch nicht .Die Frage nach der Schuld macht das Buch aus. Einige Handlungstränge wirken auf mich etwas schnulzig. Am Ende der Geschichte erfolgt wie so oft bei Picoult der Knalleffekt, auch hier bleibt sie sich treu. Ein lesenswertes Buch ist es aber auf jeden Fall. Ich vergebe gut vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

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Athmosphärisch dicht und total fesselnd!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Jodi Picoult hat mit ihrem neuesten Roman eine große Geschichte geschrieben, die mich unglaublich beeindruckt hat. Mehrere Erzählstränge führen den Leser in die Welt zweier Frauen, die eine Überlebende des Genozids der NS-Zeit, die andere ihre Enkelin, die mit inneren und äußeren Narben eines Autounfalls lebt. Ich habe... Jodi Picoult hat mit ihrem neuesten Roman eine große Geschichte geschrieben, die mich unglaublich beeindruckt hat. Mehrere Erzählstränge führen den Leser in die Welt zweier Frauen, die eine Überlebende des Genozids der NS-Zeit, die andere ihre Enkelin, die mit inneren und äußeren Narben eines Autounfalls lebt. Ich habe diesen Roman genossen, er hat mich sehr berührt und erschüttert!

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1 0
Sehr intensiv
von einer Kundin/einem Kunden am 14.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein wenig fehlen mir die Worte, um genau zu beschreiben, wie ich dieses Buch finde, aber ich werde es versuchen. Dieser Roman ist sehr intensiv. Allein schon die Thematik hat es in sich - ein ehemaliger NS-Offizier bittet eine Jüdin, deren Großmutter selbst in einem Konzentrationslager war, um aktive... Ein wenig fehlen mir die Worte, um genau zu beschreiben, wie ich dieses Buch finde, aber ich werde es versuchen. Dieser Roman ist sehr intensiv. Allein schon die Thematik hat es in sich - ein ehemaliger NS-Offizier bittet eine Jüdin, deren Großmutter selbst in einem Konzentrationslager war, um aktive Sterbehilfe - aber vorher soll sie ihm stellvertretend für alle jüdischen Glaubensangehörigen seine Gräueltaten verzeihen. Er schildert diese detailliert - äußerst detailliert - sodass mir beim Lesen so manches Mal die Spucke weg blieb. Aber nicht nur die Geschichte dieses Mannes ist nicht ohne. Die Protagonistin - Sage - ist selbst eine verwundete Persönlichkeit, die viele Facetten hat und eine starke Entwicklung durchmacht. Wie in jedem Roman von Jodi Picoult wird auch dieser aus mehreren Perspektiven erzählt. Das macht es - wenn möglich - noch intensiver als es ohnehin durch die Thematik schon ist. Besonders als der für mich zunächst verwirrende Erzählpart der "Fantasy-Geschichte" - wie es mir vorkam - aufgeklärt wird, hatte ich schon einen Klos im Hals... Man sollte dieses Buch bewusst lesen. Ich musste es durchaus einige Male weg legen und durchatmen. Aber ich war gefesselt. Ein einfühlsamer, intensiver, spannender, faszinierender und gleichzeitig schockierender Roman, der mich sehr lange begleitet hat. Alles in allem ist dieser Roman ein Meisterwerk - beinahe der beste, den ich von dieser Autorin kenne. Auf meiner J. Picoult Bestsellerliste belegt er definitiv Platz 2. Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Read.

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1 0
Sehr empfehlenswert
von EvaMaria aus Bregenz am 27.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Das Buch gehört für mich sicher zu einem meiner Highlights in diesem Jahr. Sehr toll und überzeugend. Es ist die Geschichte von Sage, die regelmäßig zu einer Trauergruppe geht. Sage ist 25 Jahre alt und lebt sehr zurückgezogen als Bäckerin. In dieser Trauergruppe trifft sie auf den 90jährigen Josef Weber.... Das Buch gehört für mich sicher zu einem meiner Highlights in diesem Jahr. Sehr toll und überzeugend. Es ist die Geschichte von Sage, die regelmäßig zu einer Trauergruppe geht. Sage ist 25 Jahre alt und lebt sehr zurückgezogen als Bäckerin. In dieser Trauergruppe trifft sie auf den 90jährigen Josef Weber. Dieser hat ein sehr dunkles Geheimnis, welches nicht gleich offenbart wird. Obwohl beide sehr unterschiedlich sind, haben die zwei eines, dass die beiden verbindet und zwar die Trauer. So kommen die beiden zusammen und treffen sich zum Reden. Die Geschichte hat mich wirklich sehr berührt, weil die ganze Handlung sehr berührend beschrieben wird und auch die Lösung der Geheimnisse sehr traurig ist. Ich finde es sehr gelungen, was die Autorin hier geschrieben hat und wie sie der ganzen Handlung eine große Tiefe verpasst hat. Großer Pluspunkt sind auch die ganzen Charaktere, die wirklich sehr unterschiedlich sind und keiner von denen war mir langweilig, weil jeder irgendwie ein kleines Geheimnis hatte, dass hat die ganzen Personen noch zusätzlich interessant gemacht. Die Geschichte wird aus der Perspektive von diversen Personen erzählt, außerdem gibt es noch Abschnitte aus der Geschichte von Sages Oma. Es war sehr gut gemacht, da man hier sehr viele Personen, Gefühle und Eindrücke des ganzen bekommt. Am traurigsten hat mich die Perspektive von Sages Oma gemacht, da es wirklich sehr brutal, was sie damals durchmachen hatte müssen. Interessant wäre hier zu erfahren, wo die Autorin diese ganzen Details herhat, da es wirklich sehr realistisch gewirkt hat. Das Ende war überraschend und man hat hier als Leser doch auch nachträglich noch nachzudenken, denn wir würde man in Sages Situation reagieren. Ich habe jetzt doch einige Zeit gebraucht bis ich die Thematik verdaut hatte. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, da ich die ganze Geschichte wirklich sehr gelungen fand. Zusätzlich schreibt die Autorin sehr detailverliebt, was manche Geschichten langatmig machen kann, aber hier sehr passend ist. Fazit: 5 von 5 Sterne. Sehr gefühlvolles Buch, dass wirklich sehr unterhaltsam und interessant ist. Kann ich nur weiterempfehlen.

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Berührende Geschichte mit Tiefgang
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 23.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Inhalt: "Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben... Inhalt: "Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?" Meine Meinung: Jodi Picoult hat mit diesem Buch wieder bewiesen, was für eine großartige Geschichtenerzählerin sie ist. Sie schafft es die Geschichte einer Freundschaft zwischen einer verschlossenen jungen Frau zu einem netten älteren Herren plötzlich in eine Geschichte über die dunkelsten Tage der Menschheit umzuändern ohne das diese dabei klischeehaft oder schlecht recherchiert wirkt. Dabei wirft sie großen Fragen auf: Gibt es Gerechtigkeit? Wem kann ich vergeben? Sollte es nicht Gnade für jeden geben? Gerade wegen dieser Tiefgründigkeit hat mir dieser Roman sehr gut gefallen. Es ist ein Buch, dass in mir noch lange nachgewirkt hat und ganz anders ist, als andere Bücher die sich mit dieser Thematik befassen. (Ich möchte nicht Spoilern, daher spreche ich hier ein wenig in Rätseln ;-)) Die Charaktere wirken sehr echt und realistisch, da sie in all ihren Stärken und Schwächen gezeigt werden und sich innerhalb des Buches weiterentwickeln. Gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, was dazu führt, dass ich mich als Leser mehr in die Lage der einzelnen Personen hineinversetzen und die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln verfolgen konnte. Dabei ist mir besonders die Erzählung von Sages Großmutter Minka sehr zu Herzen gegangen, weil sie sowohl von Menschlichkeit, als auch von menschlichen Abgründen berichtet. Fazit: Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der eine tiefgründige Geschichte lesen möchte und auch nicht vor schwereren Themen zurückschreckt. Für mich war es ein großartiges Buch, was mich noch lange in Gedanken begleiten wird.

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von einer Kundin/einem Kunden am 19.11.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein schwieriges Thema von Versöhnung und Verzeihen, Geschichte und Gegenwart, über dass Jodie Picoult berührend und gleichsam unterhaltend schreibt.

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Dieses Buch geht ganz ganz tief
von einer Kundin/einem Kunden aus Heinsberg am 08.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die fünfundzwanzigjährige Sage hat einen schweren Schicksalschlag erlitten, als ihre Mutter und sie selber bei einem Autounfall verunglücken. Sage hat es überlebt, mit sichtbaren und unsichtbaren Narben, doch ihre Mutter verstarb. Bei einer Trauergruppe lernt sie den fünfundneunzigjährigen Josef kennen und die Beiden freunden sich, trotz des großen Altersunterschiedes... Die fünfundzwanzigjährige Sage hat einen schweren Schicksalschlag erlitten, als ihre Mutter und sie selber bei einem Autounfall verunglücken. Sage hat es überlebt, mit sichtbaren und unsichtbaren Narben, doch ihre Mutter verstarb. Bei einer Trauergruppe lernt sie den fünfundneunzigjährigen Josef kennen und die Beiden freunden sich, trotz des großen Altersunterschiedes an. Doch Josef hat ein Geheimnis, dass er Sage anvertraut, im zweiten Weltkrieg war er bei der SS und in Auschwitz im Konzentrationslager. Sage ist schockiert, denn es gibt Parallelen zu ihrer eigenen Familie, denn ihre Großmutter Minka war eine der Überlebenden. Sage ist zwiegespalten, wie soll sie mit ihren Informationen umgehen? Zumal Josef sie um etwas bittet, dass sie ihm nicht erfüllen kann. Meine Meinung: Dieses Buch fängt sehr ruhig und wenig spektakulär an, aber da Jodi Picoult einfach über einen fantastischen Schreibstil verfügt, ist man schnell in der Geschichte gefangen. Die Autorin greift hier unbestreitbar ein Thema auf, das schon sehr oft erzählt wurde, das aber niemals vergessen werden darf. Dabei erzählt sie mit ihrer eigenen, sehr berührenden Art aus verschiedenen Perspektiven. Wir erfahren von Sage, Josef, Minka und Leo jeweils deren eigene Sichten auf die Ereignisse des zweiten Weltkrieges. Ganz unvoreingenommen erläutert sie, wie es in jedem Einzelnen aussah und wie es zu welcher Handlung kam. Unterteilt wird ihre Geschichte in drei Abschnitten, der erste gibt die Geschichte Sages und Josefs Kennenlernen in der Gegenwart wieder und wir können verfolgen, wie diese beiden so unterschiedlichen Menschen zueinander finden. Aber auch Sages Großmutter Minka kommt zu Wort und auch Leo, der US Agent erläutert als Aussenstehender seine Sicht. Dieses Buch beinhaltet unglaublich viele Themen, die jedes für sich schon einen Roman ausmachen könnte, dabei erzählt Picoult aber so geschickt, dass alles perfekt zueinander passt. Einzelne Erzählstränge haben ihre Auswirkungen auf das Große und Ganze der Geschichte. Dabei kreiste ständig eine ganz bestimmte Frage in meinem Kopf, wie hätte ich reagiert, was hätte ich getan? Alles, was die Autorin hier erzählt, ist perfekt recherchiert und auch wenn es eine fiktive Geschichte ist, so klingt es beim Lesen, als wäre die Autorin Augenzeugin gewesen. Genau das ist es auch, was mich extrem berührt hat und vor allem in dem Bereich, in dem Minka ihre Geschichte erzählt, liefen bei mir fast ständig die Tränen und ich musste das Buch häufiger aus der Hand legen, um darüber nachzudenken und mich wieder zu fassen, um überhaupt weiterlesen zu können. Picoults Hauptcharaktere sind völlig unterschiedlich und doch strahlt jeder für sich eine große Portion Glaubhaftigkeit aus. Da wäre zum einen Sage, eine junge Frau, die sehr introvertiert ist, die mit sich selbst und auch mit ihrem Leben hadert und sich oft ganz anders wahrnimmt als ihr Gegenüber. Sie kämpft mit Selbstvorwürfen und als Josef ihr erzählt, wer er wirklich ist, steckt sie in einem tiefen Zwiespalt. Dann ist da Josef, dieser nette und freundliche alte Mann, der einst ein Lehrer war und mit dem sie schnell Freundschaft verbindet. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass dieser Mensch das begangen hat, von dem er erzählt. Beeindruckend, wie Picoult erläutert, wie er überhaupt dazu gemacht wurde und man bringt beinahe Verständnis für den Mann auf. Natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt, doch es klingt durchweg glaubhaft. Minka konnte mich mit ihrer Geschichte am meisten berühren, ihre Geschichte ist bekannt, doch das wie es erzählt wird, wird dem Leser so nahe gebracht, dass er glauben kann, dass es sich hierbei wirklich um einen Augenzeugenbericht handelt. Dann ist da noch Leo, der bei einer US Behörde arbeitet und unter anderem ehemalige Kriegsverbrecher unter die Lupe nimmt und gegebenenfalls verhaftet. Er hat ein wenig Abstand zu dem Ganzen und gibt der ganzen Geschichte dann noch einmal eine Draufsicht. Alle Personen haben aber eines gemeinsam, sie wirken absolut authentisch und glaubwürdig. Alles in allem möcht ich gar nicht mehr über dieses Buch sagen, denn man muss es schon selber gelesen haben, um sich ein Bild über die wirklich ausgezeichnete Erzählkunst der Autorin machen. Sie hat hier ein Thema aufgegriffen, dass berührt und dabei hat sie so viel Gefühl in ihre Geschichte gebracht, dass es für mich lebendig wurde. Ein Thema, das mich gefangen genommen hat und mit ihren Worten hat die Autorin mich tief berührt. Mein Fazit: Anhand des Klappentextes wusste ich so gar nicht, wohin mich diese Geschichte führt und da ich wenig Rezensionen lese, bevor ich das Buch selbst gelesen habe, war ich umso überraschter, wohin mich dieses Buch mitnimmt. Ein Buch das eine perfekte Wiedergabe der damaligen Ereignisse ist und das durch seine durchweg authentischen Charaktere fesselt und berührt. Gefühlvoller Schreibstil und perfektes recherchieren runden die Geschichte ab und lassen mich tief betroffen und berührt, aber auch nachdenklich zurück. Gerade in unserer heutigen Zeit macht es Angst, wenn man liest, wie es dazu kam und umso trauriger macht es, dass die Menschen nie aus der Geschichte lernen. Ich könnte noch ewig über dieses Buch erzählen, hoffe aber auch, nicht zuviel vorweggenommen zu haben. Von mir gibt es auch für dieses Buch eine Leseempfehlung.

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von einer Kundin/einem Kunden am 19.10.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Jodi Picoult landet mit jedem Roman einen Hit. Einfühlsam, vielschichtig, einfach toll. Wie immer...

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Tiefgründig und Bewegend
von Ich liebe signierte Bücher und Ebooks aus Troisdorf am 29.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Autor: Jodi Picoult Titel: Bis ans Ende der Geschichte Verlag: Penguin Verlag Erscheinung: August 2016 Seitenzahl: 576 Beschreibung Sage hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich seitdem schuldig. Seit diesem Unfall hat sie eine große Narbe im Gesicht und lebt sehr zurückgezogen als Bäckerin. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an... Autor: Jodi Picoult Titel: Bis ans Ende der Geschichte Verlag: Penguin Verlag Erscheinung: August 2016 Seitenzahl: 576 Beschreibung Sage hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich seitdem schuldig. Seit diesem Unfall hat sie eine große Narbe im Gesicht und lebt sehr zurückgezogen als Bäckerin. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil wo sie den 90jährigen Josef Weber kennen lernt. Die beiden entwickeln eine ungewöhnliche Freundschaft und er ist der erste dem Sage ihre Geschichte anvertraut. Eines Tages vertraut Josef ihr sein entsätzliches Geheimnis an und bittet Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Ihm beim Sterben zu helfen. Doch kann das so einfach sein wie Josef sich das vorstellt? Einem Nazi beim Sterben zu helfen, ist das ok? Oder soll er noch seine gerechte Strafe erhalten? Meinung Die Autorin hat mit diesem Werk eine sehr tiefgründige und bewegende Geschichte geschrieben die mich sehr gefesselt hat und nachdenklich zurück lässt. Es ist nicht nur die Geschichten um Sage sondern auch von Josef und ihrer Omi die ineinander verwoben sind. Josef der ein SS-Offizier im Zweiten Weltkrieg war und ihre Großmutter Minka die den Holocaust überlebt hat. Jodi Picoult ist es sehr gut gelungen die Erlebnisse der Protagonisten zu beschreiben und dem Leser Nähe zu bringen. Manches mal würde ich von einer Gänsehaut eingehüllt. Das Cover ist sehr schön aber passt meiner Meinung nach nicht wirklich zur Geschichte. Der Schreibstil und die Wortwahl sind so gut gelungen das ich mir alles ziemlich genau vorstellen konnte, was nicht immer leicht war. Ich kann dieses jedem empfehlen der gerne in die Vergangenheit abtaucht und eine bewegende Geschichte mit erleben möchte.

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von einer Kundin/einem Kunden am 22.09.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Berührend und fesselnd

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Aus verschiedenen Perspektiven wird hier eine schwierige Thematik aufgearbeitet. Die sympathische Hauptfigur und das leichtfüßige Schreiben von Picoult sorgen für tolle Lektüre!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Wiedereinmal ein Buch von Jodi Picoult das den Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt. Verzeihen scheint leicht, bis man liest, was in den Ghettos geschah...

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Von der Macht einer Erzählung durch die Jahrzehnte
von Jenny Vogler am 15.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Josef und Sage lernen sich in einer Trauergruppe kennen und treffen sich bald schon jeden Tag in Sages Bäckerei. Obwohl sie fast 70 Lebensjahre trennen, entwickelt sich zwischen beiden eine aufrichtige Freundschaft. Als der alte Josef Sage um einen Gefallen bittet und ihr in diesem Zusammenhang von seiner Vergangenheit... Josef und Sage lernen sich in einer Trauergruppe kennen und treffen sich bald schon jeden Tag in Sages Bäckerei. Obwohl sie fast 70 Lebensjahre trennen, entwickelt sich zwischen beiden eine aufrichtige Freundschaft. Als der alte Josef Sage um einen Gefallen bittet und ihr in diesem Zusammenhang von seiner Vergangenheit als SS-Offizier in Deutschland erzählt, gerät sie unwillkürlich in einen Interessenkonflikt. Denn während ihr neuer Freund nach und nach seine Gräueltaten gesteht, die er als Befehlshaber im Konzentrationslager begangen hat, erkennt Sage die Verbindung zu ihrer über alles geliebten Großmutter, die den Holocaust selbst erlebte und dem Schrecken von Auschwitz nur knapp entkam. Die junge Frau wendet sich in ihrer Verzweiflung an die öffentliche Behörde zur Verfolgung ehemaliger Kriegsverbrecher und taucht immer tiefer in die grausamen Zusammenhänge vergangener Zeiten ein. Doch eine Entscheidung muss sie selbst treffen: Kann sie verjährte Schuld vergeben und Josefs letzten Wunsch erfüllen oder wird sie selbst zur Rächerin? Erzählungen über das nationalsozialistische System verpackt in einer ansprechenden Geschichte lese ich persönlich sehr gerne, weil sie meist sehr bewegend, erschreckend und tiefgründig sind. Aber Jodi Picoults neuer Roman ist noch mehr als das, er schlägt einen großen Bogen, der nicht nur die Vergangenheit lebendig werden lässt, sondern vor allem die Verantwortlichkeiten in der Gegenwart anspricht. Bemerkenswert am Erzählungsaufbau dieses Buches sind die zahlreichen Perspektiven, die unterschiedlichen Lebensrollen der Akteure, weil gerade diese Vielfalt einen realistischen Blick auf das Geschehen zulässt. Auch die Auseinandersetzung mit schweren historischen aber auch persönlichen Problemen ist ausgezeichnet gelungen. Warum handeln Menschen ohne Gewissen? Wer trägt Schuld und wer macht sich durch Unterlassung mitschuldig? Bringt Rache wirklich Erlösung und Reue tatsächlich Vergebung? Der rote Faden, der sich durch den Roman zieht, ist eine fantastisch-grausame Erzählung über einen upiór, ein vampirähnliches Wesen mit einem eigenen Selbstverständnis von Töten und Leben lassen. Geschrieben von einer Jüdin, geliebt von verzweifelten Zuhörern, verstanden von einem Nazi – ohne jemals Antwort auf die elementare Frage nach dem Wieso geliefert zu haben. Fazit: Ich vergebe volle Punktzahl für dieses ganz besonders eindringliche Werk über ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte. Ein facettenreicher, menschlicher, objektiver Roman mit vielen kleinen, erzählenswerten Episoden. Ein Leseerlebnis mit Intensität und Nachklang, welches ich unbedingt weiterempfehlen möchte. Einfach toll!

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Lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Sage Singer ist leidenschaftliche Bäckerin, hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Bestatter und lebt sehr zurückgezogen. Dann lernt sie den alten Josef Weber kennen, der ihr ein fürchterliches Geheimnis anvertraut und Sage um Vergebung und Sterbehilfe bittet.

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Vergebung für einen Kriegsverbrecher?
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 07.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die 25-jährige Sage Singer führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Ihr Beruf als Bäckerin in der Bäckerei Our Daily Bread von Mary DeAngelis, einer ehemaligen Nonne, kommt diesem Lebensstil nur zu Gute. Soziale Kontakte hat sie kaum, auch kaum noch welche zu ihrer Familie, aber seit drei Jahren besucht sie... Die 25-jährige Sage Singer führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Ihr Beruf als Bäckerin in der Bäckerei Our Daily Bread von Mary DeAngelis, einer ehemaligen Nonne, kommt diesem Lebensstil nur zu Gute. Soziale Kontakte hat sie kaum, auch kaum noch welche zu ihrer Familie, aber seit drei Jahren besucht sie regelmäßig die Trauergruppe Helping Hands, denn vor drei Jahren hatte Sage einen Autounfall, den sie selbst aus Unachtsamkeit verschuldet hat. Sie wurde verletzt und ist seitdem "gezeichnet", ihre Mutter starb an ihren Verletzungen später im Krankenhaus. Ihr Vater starb an einem Herzanfall, als sie neunzehn war und mit dem Tod der Mutter zerbrach die Familie endgültig. Sage ist der Meinung, dass ihre beiden Schwestern ihr den Tod ihrer Mutter vorhalten, wie sie es selbst tut, sodass sie jedweden Kontakt zu ihnen abgebrochen hat. Die Helping Hands sind für Sage auch nicht wirklich eine Selbsthilfegruppe - sie betrachtet sie als Strafe, als Strafe für das, was sie getan hat. Als wäre diese Selbstgeißelung nicht schon genug, hat sie auch noch eine Affäre mit Adam begonnen, dem Bestatter ihrer Mutter, der zu allem Überfluss auch noch verheiratet ist. Sicherlich wünscht sie sich, dass sie einen Mann hätte, der voll und ganz zu ihr steht und sie, trotz ihrer Narben, annimmt, wie sie ist, doch hat sie das wirklich verdient, nach allem, was sie getan hat? In der Trauergruppe lernt Sage den 95-jährigen Josef Weber kennen. Dieser ist ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft, der lange Jahre, auch nach seiner Pensionierung als Deutschlehrer, noch ehrenamtlich tätig war. Josef sucht nach dem Tod seiner Frau die Trauergruppe auf, doch eigentlich sucht er Absolution. Denn im Gegensatz zu dem was Sage glaubt, hat Josef mit Absicht ihre Bekanntschaft gemacht. Schon nach kurzer Bekanntschaft offenbart sich Josef. Er will, dass Sage, Tochter jüdischer Eltern (jedoch hat sie ihre Bat-Mizwa abgelehnt), ihm beim Sterben hilft, denn Josef Weber ist nicht wirklich Josef Weber, sondern lebt seit dem Ende des 2. Weltkrieges unter falschen Namen. Sage lehnt dies rundweg ab, doch dann zeigt Josef etwas, was Sages Meinung ändern könnte - ein Foto von ihm, in jungen Jahren, in einer SS-Uniform. Josef erzählt ihr offen, dass er Mitglied bei den SS-Totenkopfverbänden war. Sage ist entsetzt, gerade in Hinblick auf Josefs Wunsch, ihm beim Sterben zu helfen, aber sie willigt ein, über seinen Wunsch nachzudenken, wenn er ihr alles, aber auch wirklich alles erzählt, denn nur wenn sie alles weiß, besteht auch nur im Ansatz die Möglichkeit, ihm Absolution, wenn überhaupt, zu erteilen. Sage, die entsetzt ist, über das, was sie erfährt, wendet sich hinter Josefs Rücken an die HRSP und deren Ermittler Leo Stein, um vielleicht doch noch Gerechtigkeit walten zu lassen - allerdings nicht so, wie Josef sich das vorstellt, sondern Sage will den Kriegsverbrecher vor Gericht sehen. Aber dafür muss sie sich seine Geschichte anhören ... Vergebung für einen Kriegsverbrecher? Der Plot wurde sehr spannend, emotional und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich die Grundidee, dass ein Mensch, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt hat, Absolution von einem Nachfahren seiner Opfer haben möchte, um in Frieden sterben zu können, doch ehrlich, hat ein solcher Mensch eine Absolution seiner Verbrechen verdient? Ferner weist der Plot die Besonderheit auf, dass dieser nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern gleich drei, welche jedoch direkt miteinander verknüpft sind. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Anfangs empfand ich die Figur der Sage etwas befremdlich, doch tatsächlich hat sie innerhalb des Buches eine erstaunliche Wandlung durchgemacht, die sie hat reifen lassen und zu der Person gemacht hat, die sie schon immer sein sollte. Jedoch, ich muss es gestehen, empfand ich auch die Figur des Josef ausgesprochen faszinierend, denn was treibt einen Menschen, der abscheuliche Verbrechen verübt hat an, zum Ende seines Lebens noch Verzeihung erfahren zu wollen? Den Schreibstil empfand ich als sehr einfühlsam und auch spannend erarbeitet, sodass ich mich kaum von dem Buch lösen konnte.

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von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein sehr intensives, fesselndes Buch über große moralische Fragen.

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Aufwühlende Thematik: Holocaust
von Janine2610 am 02.10.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Ja, Jodi Picoult hat es wieder getan: einen Roman geschrieben, der wegen seiner brisanten Thematik aufwühlt und sehr nachdenklich stimmt. Es geht darin um die Judenverfolgung in der Zeit des zweiten Weltkriegs und um die Tatsache, Macht über jemandes Leben und Sterben zu haben. Rache und Zorn werden hier... Ja, Jodi Picoult hat es wieder getan: einen Roman geschrieben, der wegen seiner brisanten Thematik aufwühlt und sehr nachdenklich stimmt. Es geht darin um die Judenverfolgung in der Zeit des zweiten Weltkriegs und um die Tatsache, Macht über jemandes Leben und Sterben zu haben. Rache und Zorn werden hier ebenso thematisiert, wie Mitleid und Vergebung ... Sage ist eine Protagonistin, für die ich bis zum Schluss, obwohl sie eine nennenswerte Entwicklung durchgemacht hat, keine Sympathie entwickelt habe. Ihre anfängliche Lebensführung (die Beziehung zu einem verheirateten Mann und ihr sich-vor-der-Welt-Verstecken, bedingt durch ihr geringes Selbstwertgefühl, weil sie meint, im Gesicht entstellt zu sein) und ganz allgemein ihre emotionslose Art, haben sie nicht zu meinem Lieblingscharakter gemacht. Und warum ist sie mir dann im Laufe der Geschichte, trotz enormer Wandlung, nicht sympathischer geworden? - Weil diese Entwicklung viel zu schnell vonstatten gegangen ist und somit ziemlich unglaubwürdig war. Man kann nicht innerhalb kürzester Zeit selbstbewusst werden, aus sich herausgehen und sich attraktiv und schön finden, wenn dies vor kurzem noch überhaupt nicht so war. Eine derartige Umstellung passiert in meinen Augen eher schleichend und nicht so plötzlich wie es bei Sage der Fall war. Das ging mir wahrlich zu schnell. Und rachedurstige und lügende Menschen konnte ich noch nie besonders gut leiden. Sages letzte Handlungen haben sich für mich eben sehr rachedurstig gelesen, was ich absolut abstoßend fand ... Dann gibt es hier auch noch den 95-jährigen Josef, der einer der Hauptcharaktere war. Was ich von diesem Mann halten soll, weiß ich bis jetzt nicht ... Seine Erzählungen/Beichten über seine Vergangenheit als SS-Mann im KZ Auschwitz waren für mich alles andere als leichte Kost. Die Gräueltaten, die er und die anderen Soldaten begangen haben, klingen heftig und gefühllos und als seine Erzählung davon beendet war, musste ich erst mal ganz tief durchatmen. Ebenso sehr mitgenommen hat mich Minkas (Großmutter von Sage) Geschichte. Minka hat im Ghetto gelebt und wurde anschließend in Todeslager nach Auschwitz gebracht. Und was sie darüber alles zu berichten hat, ist zutiefst berührend, aufwühlend und hat mich wahnsinnig traurig gestimmt. Diese 200 Seiten über Minkas Vergangenheit fand ich am besten an dem ganzen Buch! Ganz allgemein kann ich sagen, dass es mir hier aber einfach zu viele verschiedene Erzählstränge gegeben hat. Ich fand den ständigen Perspektivenwechsel ermüdend und deswegen ist es mir auch so schwergefallen, mich ordentlich in die Charaktere hineinzuversetzen bzw. sie zu verstehen. Den Mittelteil des Buches mit Minka, in dem auf 200 Seiten kein Wechsel stattgefunden hat, fand ich deshalb am mitreißendsten. Ich fand das Buch wirklich nicht schlecht, aber umgehauen (wie beispielsweise "Neunzehn Minuten") hat es mich leider auch nicht. Lesenswert sind in meinen Augen hier vor allem die Passagen über den Holocaust und Josefs grauenvolle Beschreibungen über seine Arbeit als SS-Mann, da dies bei mir die aufwühlendsten Gefühle hervorgerufen hat.

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