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Blut an den Lippen - Special Edition

Ostende: Frisch vermählt machen Valerie und Stefan ungeplant Zwischenstopp in einem leeren Luxushotel an der Küste. Es ist Jahresende, die Saison ist vorbei, sie sind die einzigen Gäste. Vorerst. Denn noch in derselben Nacht betritt eine geheimnisvolle Gräfin in Begleitung ihrer Sekretärin die Lobby und fragt nach einem Zimmer. Stefan ist sofort wie gebannt von den beiden Neuankömmlingen. Als der Portier aber ihren Namen hört, wirkt er äusserst irritiert: 40 Jahre ist es inzwischen her, und doch ist die Gräfin keinen Tag gealtert? "Das war meine Mutter", ist die kurze Antwort. Am nächsten morgen schreibt die Zeitung von einer weiteren jungen Frauenleiche, der jeder Tropfen Blut fehlt...
RezensionBild
Technische Daten:
Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 23855 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9
Der Blu-ray-Transfer von BLUT AN DEN LIPPEN besitzt das originale Euro-Widescreen-Format 1,66:1. Der Film wurde von Group of Pictures in Köln aufwändig digital restauriert, wofür Regisseur Harry Kümel ein Interpositiv zur Verfügung stellte, welches er aus der Insolvenzmasse eines der Produzenten kaufte. Die Bildqualität überzeugt auf ganzer Linie mit nur kleinen Makeln. Immer wieder betont Kümel, dass er dem Film mit digitalem Grading nun die Farben verpasste, die er schon immer haben wollte. Und tatsächlich hat BLUT AN DEN LIPPEN nun dank der satten Töne und der intensiven Farbfilter nun mehr Atmosphäre denn jemals zuvor. Oftmals erinnert der Film an einen Giallo, etwa wie die Werke von Dario Argento oder Mario Bava. Dies wird auch durch einen leicht überhöhten Kontrast unterstützt, der niemals Details im Schwarz absaufen lässt, aber trotzdem stets ein sattes Schwarz zeigt. Die Plastizität ist vor allem in hellen Sequenzen exzellent. Erkauft werden die Spielereien mit digitalen Tools bei Farben und Kontrast aber mit leichtem, leider auffälligem Banding bei Hell-Dunkel-Übergängen. Die Kompression arbeitet ansonsten jedoch unauffällig und zeigt keine Artefaktbildung. Die Detailzeichnung ist für einen Film von 1971 erfreulich hoch, wobei Konturen minimal nachgeschärft wurden. Die Körnung des Ausgangsmaterials wurde nicht angetastet und mit Filtern malträtiert, so dass sich stets ein feines, unaufdringliches analoges Rauschen über den Film legt. Schmutz oder analoge Defekte wurden zudem sorgfältig vom Ausgangsmaterial entfernt.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren:
Deutsch: LPCM Audio 2.0 / 48 kHz / 1536 kbps / 16-bit
Englisch: LPCM Audio 2.0 / 48 kHz / 1536 kbps / 16-bit
Kommentar: LPCM Audio 2.0 / 48 kHz / 1536 kbps / 16-bit
Der Sound von BLUT AN DEN LIPPEN liegt sowohl in Deutsch als auch Englisch in Linear PCM 2.0 (Mono) auf der Scheibe vor. Effekte oder Tiefbass sollte man hier nicht erwarten, trotzdem ist der Sound unter Berücksichtigung des Alters wirklich gut. Verzerrungen sind eher selten und der Klang präsentiert sich relativ klar mit wenig Hintergrundrauschen oder Störgeräuschen wie Knacken. Die Dialogwiedergabe ist in beiden Sprachfassungen eiwandfrei, wenngleich altersbedingt S-Laute leicht zischeln. Die qualitativ hochwertige deutsche Synchronisation stammt von CineSonor aus München und hat mit Tommi Piper als Sprecher von Stefan eine prominente Stimme zu bieten, während sich die deutsche Darstellerin Andrea Rau selbst eingesprochen hat. Die allgemeine Klangqualität bietet zwar weder ausgefeilte Höhen noch besondere Bässe, aber klare Mitten sowie saubere untere Höhen.
RezensionBonus
Deutsche Untertitel sind für BLUT AN DEN LIPPEN vorhanden. Das Bonusmaterial auf der Film-BD besteht lediglich aus einem Audiokommentar von Regisseur Harry Kümel. Der Belgier versucht halbwegs ordentlich Deutsch zu sprechen, was ihm grösstenteils auch gelingt. Der Inhalt ist dafür extrem interessant und hörenswert.
Weiter geht es mit dem Inhalt der Bonus-DVD, wo zuerst die deutsche Kinofassung von BLUT AN DEN LIPPEN angeboten wird. Diese ist leicht gekürzt und an verschiedenen Stellen anders geschnitten. Anschliessend folgt ein fast halbstündiges, ebenfalls sehr aufschlussreiches Interview mit Regisseur Harry Kümel, welches in drei Segmente unterteilt ist und die Aspekte Anfänge der Karriere, die Karriere selbst sowie die Restauration von BLUT AN DEN LIPPEN umfasst. Danach folgt eine von Harry Kümel kommentierte Bildergalerie (Slideshow), wo der Regisseur in fast 17 Minuten Aufnahmen vom Set kommentiert und ein paar Anekdoten zum Besten gibt. Die deutschen Aushangfotos sind ein klassisches Relikt des damaligen Kinostarts, genauso wie der US-Kinotrailer, die US-Radiowerbung sowie der US-Titelsong. Zum Abschluss gibt es noch eine Trailershow mit weiteren Titeln aus der Reihe Bildstörung.
Zitat
BLUT AN DEN LIPPEN ist ein Europloitation-Film des belgischen Regisseurs Harry Kümel (MALPERTUIS) aus dem Jahr 1971. Sein Werk erinnert einerseits ein wenig an den italienischen Giallo der 1970er Jahre aus der Ära von Dario Argento sowie Mario Bava, andererseits aber auch an die Werke von Jean Rollin oder Jess Franco. Die Handlung ist dabei relativ simpel: Das frisch vermählte Paar Stefan (John Karlen; CAGNEY & LACEY) und Valerie (Danielle Ouimet) ist auf der Durchreise durch den belgischen Badeort Ostende. In einer stürmischen Winternacht beschliessen sie dort in einem Luxushotel ein paar Tage zu verbringen, bevor sie zu Stefans Mutter nach England weiterreisen wollen. Ausser den beiden befinden sich nur noch zwei weitere Gäste im Hotel, welche in der Nacht anreisen: Die ungarische Gräfin Elizabeth Barthory (Delphine Seyrig; LETZTES JAHR IN MARIENBAD) und ihre Assistentin Ilona (Andrea Rau; FLUCHTWEG ST. PAULI). Irritiert bemerkt der Portier des Hotels, Pierre, dass die Gräfin vor 40 Jahren schon einmal im Hotel genächtigt hatte, seitdem aber keinen Tag älter aussieht. Und schon bald ereignen sich in Ostende und dem benachbarten Brügge mysteriöse Morde, wo jungen Frauen das Blut ausgesaugt wurde. Doch welche dunkle Absicht verfolgt die Gräfin, vor allem, da sie sehr an Stefan und Valerie interessiert zu sein scheint...
Mit knalligen Farben sowie starken Kontrasten taucht Harry Kümel sein Werk BLUT AN DEN LIPPEN in eine unheilvolle Atmosphäre. Das Spiel aus bunten Tönen, harten Kontrasten sowie den Übergängen zur unheilbringenden Nacht ist nicht nur visuell auf Grund der tollen Restauration äusserst reizvoll, sondern erinnert nicht selten an die Frühwerke von Dario Argento, der sein Publikum ebenso überwiegend durch visuelle Reize fesselte. Argentos Gewaltorgien bleiben hier weitestgehend aus, dafür gibt es zynische Dialoge mit raffinierten Pointen, etwa bei der Unterhaltung im Salon zwischen der Gräfin Barthory und dem frisch verheirateten Ehepaar. Dort offenbart sich auch dem eher unkundigen Zuschauer die wahre Identität von Elizabeth Barthory, der legendären ungarischen Blutgräfin. Der Horror-Aspekt steht allerdings deutlich hinter den ästhetischen Ansprüchen von Harry Kümel zurück, man sollte hier kein Giallo-Gemetzel erwarten. Wie in den 1970er Jahren üblich gibt es auch in BLUT AN DEN LIPPEN eine deutliche Prise Erotik und einiges an nackter Haut zu sehen, vor allem durch die deutsche Softporno-Darstellerin Andrea Rau als Ilona. Delphine Seyrig dagegen verzaubert den Zuschauer mit ihrer divenhaften, geheimnisvollen Ausstrahlung sowie ihren spektakulären Kostümen. Es gab damals nicht wenige, die sich bei ihrer Performance und ihrem Auftreten an Marlene Dietrich erinnert fühlten. Weitere typische Themen der 1970er Jahre wie die aufkeimende moralische Öffnung gegeben über Homo- und Bisexualität sind ebenso zu finden. Dies führt mitunter zu kuriosen Szenen, etwa dem Telefonat Stefans mit seiner \"Mutter\". Was am Ende bleibt ist mit BLUT AN DEN LIPPEN ein absoluter Klassiker des Europloitation-Kinos der 1970er Jahre, der in jede gut sortiere Genresammlung gehört - direkt neben Jess Franco (zumindest dessen bessere Werke), Jean Rollin, Mario Bava oder Dario Argento.
Die Blu-ray Disc von Bildstörung bietet bis auf ein paar kleinere Patzer ein sensationell restauriertes Bild sowie guten Ton. Das Bonusmaterial ist umfangreich und äusserst interessant.
… weiterlesen
Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 10.05.2013
Regisseur Harry Kümel
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 4042564140699
Genre Horror/Thriller
Studio Alive Ag
Originaltitel Les lèvres rouges
Spieldauer 96 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat Deutsch: L-PCM 2.0 Mono, Englisch: L-PCM 2.0 Mono
Film (Blu-ray)
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