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Blut und Seide

Roman

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Die Kauzenburg bei Bad Kreuznach um 1260: Simon wächst als Ziehsohn des Grafen Johann von Sponheim auf, sehr zum Missfallen von dessen jüngerem Bruder Heinrich, der um Johanns Gunst und damit um sein Erbe fürchtet. Die Situation eskaliert, als Simon sich in Heinrichs Verlobte verliebt, die seine Gefühle erwidert. Diesmal kann ihm auch Johann nicht helfen, denn er hat die Verlobung seines Bruders selbst arrangiert. Erst viele Jahre später wird Simon die Chance erhalten, erneut um sein Glück zu kämpfen, als sich die Brüder Johann und Heinrich als Feinde auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen.

Rezension
"Ein spannender und unterhaltsam geschriebenen historischer Roman. Sehr lesenswert." Ruhr Nachrichten, 15.02.2016
Portrait

Marita Spang hat in Psychologie promoviert und arbeitet heute als selbstständige Beraterin überwiegend in der freien Wirtschaft. Sie ist Jahrgang 1959 und wuchs in Trier auf. Heute lebt sie in einem Weinort nahe Bingen am Rhein. Die Historie ist ihre ganz grosse Leidenschaft.

"Blut und Seide" ist nach "Hexenliebe" ihr zweiter historischer Roman. Für ihren ersten Roman "Hexenliebe" erhielt sie den HOMER-Preis 2015 für den besten historischen Roman in der Kategorie "Beziehungen und Gesellschaft".

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 832
Erscheinungsdatum 02.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-51717-8
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 190/126/43 mm
Gewicht 531
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Außergewöhnlicher Lesegenuss
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 10.05.2016

Ich war gestern wieder mal in einer Buchhandlung und stand längere Zeit vor den Regalen mit historischen Romanen. Wie viele sind es! Wie viele Namen, wie viele Titel, wie viele Geschichten! Da stehen hunderte Bände. Ganze Reihen mit den Romanen von Ken Follett, Iny Lorentz, Rebecca Gable… Und dazwischen... Ich war gestern wieder mal in einer Buchhandlung und stand längere Zeit vor den Regalen mit historischen Romanen. Wie viele sind es! Wie viele Namen, wie viele Titel, wie viele Geschichten! Da stehen hunderte Bände. Ganze Reihen mit den Romanen von Ken Follett, Iny Lorentz, Rebecca Gable… Und dazwischen Reihen mit Büchern von den Autoren, deren Namen dem breiten Publikum eher unbekannt sind. Und an dieser Stelle dachte ich mir, wie schwer soll es sein, einen Roman, auch wenn einen sehr guten Roman, dem Leser vorzustellen, ihn auf das Buch aufmerksam zu machen, damit er dem Buch eine Chance gibt, ein Bestseller zu werden, was es zweifellos verdient. „Hier, das hier ist lesenswert!“ Genau das wollte ich jedem sagen, als ich vor diesem Regal stand und „Blut und Seide“ von Marita Spang in den Händen hielt. Ich muss gestehen, es war ein Zufall, dass ich dieses Buch entdeckt habe. Ich orientiere mich wie viele andere an den Leserstimmen, an den großen Namen. Der Name Marita Spang sagte mir nichts und ich hätte diesen hervorragenden Roman vielleicht nie gelesen, wenn ich ihn auf Lovelybooks nicht entdeckt hätte. Wenn über 75% der Leser das Buch als „sehr gut“ bewerten und der Rest als „gut“, dann sagt das schon etwas über das Buch aus. Ich wurde neugierig, las ein paar Rezensionen und nun auch das Buch. Das Buch überzeugt in vielerlei Hinsicht. Eine fiktive Geschichte wirkt so realistisch und glaubwürdig, dass man das Gefühl hat, es wäre die Beschreibung realer historischer Geschehnisse. Diese Glaubwürdigkeit wird unter anderem durch die Figuren realisiert. Figuren, die in einem Roman nicht lebendiger geschaffen werden könnten. Die Autorin versteht es, jeden von ihnen so zu präsentieren, dass man das Gefühl bekommt, jede von diesen Figuren persönlich zu kennen. Man sieht nicht nur, wie sie handeln, sondern man erfährt auch psychologische Hintergründe, die hinter den Taten stehen. Ist das nicht faszinierend? Was Marita Spangs Werk auszeichnet ist auch das Können, die Spannung aufzubauen, aufrechtzuerhalten, zu verstärken, sodass es dem Leser unmöglich wird, eine Pause zu machen und das Buch auf den Tisch zu legen. Es passiert immer wieder etwas Neues, wobei die Ereignisse nicht künstlich eingeschoben werden, um den Leser irgendwie zu beschäftigen und das Buch noch ein paar Kapitel dicker zu machen, sondern man hat ständig das Gefühl, dass alles sehr gut durchdacht ist. Nichts steht umsonst: keine Figur, keine Nebengeschichte, keine Beschreibung. Alles hat seinen Zweck und Sinn. Toll! Ich bin wirklich begeistert und weiß nun zu 100%, welches Buch ich meinen Bekannten und Freunden schenken kann. Danke an Frau Spang für das Vergnügen!

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Blut und Seide
von PMelittaM aus Köln am 24.06.2016

1259 – 1281: Simon von Montfort wird nach dem grausamen Mord an seinen Eltern von seinem Paten Johann von Sponheim aufgenommen. Dessen Bruder Heinrich fühlt sich zurückgesetzt und verfolgt Simon von Kindheit an mit seinem Hass. Simons Leben verläuft sehr wechselhaft und ist in die politische Lage des Reiches... 1259 – 1281: Simon von Montfort wird nach dem grausamen Mord an seinen Eltern von seinem Paten Johann von Sponheim aufgenommen. Dessen Bruder Heinrich fühlt sich zurückgesetzt und verfolgt Simon von Kindheit an mit seinem Hass. Simons Leben verläuft sehr wechselhaft und ist in die politische Lage des Reiches eingebunden. Der Klappentext lässt ein bisschen befürchten, dass das Liebesdrama allzu sehr im Mittelpunkt stehen könnte, und zu Beginn schien die Geschichte auch ein bisschen klischeehaft werden zu wollen. Gut, dass dem nicht zu ist, am Ende hatte ich einen spannenden und oft nicht vorhersehbaren Leckerbissen unter den historischen Romanen verspeist. Von Anfang an überzeugt mich, wie Marita Spang erzählt, die Sprache wirkt der Zeit sehr gut angepasst, erzählt wird sehr bildhaft, so dass man schnell das Gefühl hat, dabei zu sein. Letzteres wird auch dadurch vermittelt, dass man viel über das Leben der damaligen Zeit erfährt, z. B. darüber, wie die Burgherren mit den ihnen Unterstellten umgingen, über Rittertugenden oder welche Stellung Frauen hatten. Auch die negativen Seiten der damaligen Zeit kommen dabei nicht zu kurz und machen den Roman manchmal etwas düster, vor allem auch, wenn Gewalttaten allzu explizit erzählt werden, jedoch gehört auch das zum damaligen Leben. Die Geschichte ist, wie bereits erwähnt, spannend und hat mich immer wieder überrascht. Sehr schnell war ich gefesselt, emotional sehr gepackt und neugierig auf die historischen Hintergründe. Durch Perspektivewechsel wird die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und die Spannung erhöht. Die Charaktere sind sehr gut gelungen und größtenteils ohne Schwarz-Weiß-Färbung. Marita Spang zeigt z. B. sehr gut auf, dass auch der beste Charakter sich verdüstern kann. Nur der Antagonist, Heinrich, ist mir insgesamt zu negativ gezeichnet, ein paar, wenn auch kleine, weiße Flecken, hätten ihm womöglich gut getan. Die Protagonisten Simon und Christina gefallen mir beide gut, der Autorin ist es gelungen, sie glaubhaft darzustellen. Die Perspektivewechsel tragen viel dazu bei, die einzelnen Charaktere tiefgehend zu zeichnen und ihre Beweggründe verständlich zu machen. Besonders gut hat mir der Waffenknecht Michel gefallen, dessen historische Person die Autorin überhaupt erst dazu inspiriert hat, den Roman zu schreiben. Wie jeder gute historische Roman hat auch „Blut und Seide“ (der Titel wird übrigens im Roman angesprochen, das fand ich richtig gut!), einige Extras zu bieten, neben zwei Karten und einem Personenregister, in dem die historischen Persönlichkeiten (und das sind nicht wenige) kenntlich gemacht wurden, gibt es ein umfassendes Glossar, das die vielen „Fachbegriffe“ der mittelalterlichen Welt, die im Laufe des Romans benutzt werden und die zur Authentizität der Erzählung viel beitragen, erklärt, sowie ein Verzeichnis der wichtigsten Quellen. Sehr gut ist auch das Nachwort der Autorin, in dem sie auf Fakten und Fiktion eingeht. Insgesamt ist Marita Spang ein wunderbarer, gut recherchierter und prall gefüllter historischer Roman gelungen, der mich einfach nur begeistert hat und den ich allen Genrefans ans Herz legen möchte.

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Eine tolle Reise ins 13. Jahrhundert
von einer Kundin/einem Kunden aus Borken am 10.05.2016

Eine fesselnde und hervorragend erzählte Geschichte aus dem Deutschen reich im 13. Jahrhundert. Der junge Simon von Montfort wird nach einem brutalen Überfall auf seine Familie zum Waisen. Johann von Sponheim, ein Freund der getöteten Eltern, nimmt sich seiner an und behandeln ihn, wie ihren eigenen Sohn. Sehr zum Missfallen... Eine fesselnde und hervorragend erzählte Geschichte aus dem Deutschen reich im 13. Jahrhundert. Der junge Simon von Montfort wird nach einem brutalen Überfall auf seine Familie zum Waisen. Johann von Sponheim, ein Freund der getöteten Eltern, nimmt sich seiner an und behandeln ihn, wie ihren eigenen Sohn. Sehr zum Missfallen von Heinrich,dem Bruder von Johann, der keine Gelegenheit auslässt den jungen Simon zu schikanieren. In dieser Konstellation kommt es zu einer unglücklichen Liebschaft, Simon und Christina,die Verlobte von Heinrich, finden zueinander haben aber keine gemeinsame Zukunft, da Christina zur Heirat mit Heinrich gezwungen wird. Können sie ihr vorgezeichnetes Schicksal ändern? Ich muss gestehen, es fällt mir manchmal etwas schwer in eine umfang-reichere Geschichte einzusteigen, bei Blut und Seide habe ich es aber zu keinem Zeitpunkt bereut. Die anfänglich hoch erscheinende Seitenzahl hätte zum Ende hin gerne noch höher ausfallen dürfen. Marita Spang gelingt es mit ihrer sehr bildreichen und wunderbar flüssig zu lesenden Schreibart den Leser an das Buch und die Geschichte zu fesseln. Die Protagonisten werden hervorragend beschrieben und charakterisiert, so dass sie dem Leser nach kurzer Zeit bereits sehr vertraut sind. Schnell waren bei mir die Sympathien verteilt und ich konnte mit den Protagonisten mitfühlen und -bangen. Der historische Hintergrund des Buches wirkt auf mich hervorragend recherchiert, so dass "Blut und Seide" neben dem hohen Unterhaltungswert auch noch viele interessante Aspekte aus der Vergangenheit beinhaltet. Insgesamt kann ich nun die unglaublich guten Bewertungen zu den bisherigen Büchern von Marita Spang sehr gut nachvollziehen und schließe mich natürlich mit den möglichen 5 von 5 Sternen an. Aus meiner Sicht eine absolute Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane!!!

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Ganz großes Kino...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 22.02.2016

Ich beobachte die Autorin schon eine Weile. Und spätestens seit ihrem Goldenen Homer 2015 steht sie ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Mit Blut und Seide ist ihr meiner Meinung nach wieder ein Buch gelungen, welches auch wieder ein Kandidat für eine solche Auszeichnung ist. Sehr bildhaft zeichnet sie ihre... Ich beobachte die Autorin schon eine Weile. Und spätestens seit ihrem Goldenen Homer 2015 steht sie ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Mit Blut und Seide ist ihr meiner Meinung nach wieder ein Buch gelungen, welches auch wieder ein Kandidat für eine solche Auszeichnung ist. Sehr bildhaft zeichnet sie ihre Figuren, so dass man sie direkt vor dem inneren Auge hat und man kann sie sich sofort vorstellen. Besonders gut gelungen sind der Autorin die drei Hauptfiguren, Christina, Heinrich und Simon, denen sie so eine Tiefe gibt, dass es einem so vorkommt als wären es lebendige Personen. Ebenfalls sehr plastisch sind die Schauplätze beschrieben, so gut, dass man die ganze Zeit die Geschichte vor seinem inneren Auge wie einen farbenfrohen Film ablaufen sah. Die Story des Romans ist aber auch so geschrieben, dass es die Gefühle des Lesers anregt. Man hasst den eine und den oder die andere liebt man. Und besonders Christina, möchte man als Mann nur zu gerne beschützen. Ich möchte aber nicht zu viel verraten, sondern euch nur den Tipp geben, das Buch zu kaufen und es selbst zu lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Das Buch mit mehr als 800 Seiten nicht wirklich ein Leichtgewicht, aber so geschrieben dass keinerlei Längen auftreten. Es ist eher so, dass es Marita Spang gelungen ist ein Buch zu schreiben, welches den Leser gefangen nimmt auf der ganzen Reise durch die Zeit und durch das Buch. Der Leser bleibt mit jeder Seite die man im Buch voranschreitet neugierig auf das was da noch folgt. Was mich aber ganz besonders beeindruckt hat, ist es dass sie so schreibt dass man meinen könnte dass sie einen Bestseller nach dem anderen angeliefert hätte. Es ist aber erst ihr zweites Buch, dies ist aber so reif in der Ausdrucksweise und im Aufbau, dass man beeindruckt ist. Meinen Persönlichen Homer hat sie mit diesem Buch bekommen und ich vergebe mehr als hochverdiente 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung.

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Blut und Seide
von leseratte1310 am 02.02.2016

Dank der Besonnenheit seiner Mutter überlebt der kleine Simon einen grausamen Überfall, bei dem die Eltern zu Tode kommen. Sein Patenonkel Johann von Sponheim nimmt ihn bei sich auf und ist sehr stolz auf Simon, der sich gut entwickelt. Sein jüngerer Bruder Heinrich dagegen bereitet ihm Schwierigkeiten. Immer wieder... Dank der Besonnenheit seiner Mutter überlebt der kleine Simon einen grausamen Überfall, bei dem die Eltern zu Tode kommen. Sein Patenonkel Johann von Sponheim nimmt ihn bei sich auf und ist sehr stolz auf Simon, der sich gut entwickelt. Sein jüngerer Bruder Heinrich dagegen bereitet ihm Schwierigkeiten. Immer wieder kommt es zu Eifersüchteleien, Streitigkeiten und bösen Späßen. Heinrich und Simon kommen später zum Grafen Eberhard von Katzenelnbogen, um dort zum Ritter ausgebildet zu werden. Christina, die Tochter des Grafen und Heinrich wurden einander schon als Kinder versprochen. Nur fühlt sich Christina mehr zu Simon hingezogen als zu dem grobschlächtigen und unsympathischen Heinrich. Da bleiben weitere Streitigkeiten nicht aus. Die Geschichte ist recht umfangreich, aber sie zieht einen von Anfang an in ihren Bann. Es ist eine schöne Verquickung von historisch belegten Fakten und Fiktion. Neben Heinrich ist auch Michel belegt, der zunächst im Dienst von Heinrich stand, dann aber Simons treuer Knecht und Freund wurde. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch beschrieben. Simon entwickelt sich im Laufe der Geschichte von einem ängstlichen kleinen Jungen, über einen Heißsporn zu einem verantwortungsvollen Mann. Seine Liebesgeschichte zu Christina ist geprägt von Missverständnissen und einer Portion sturem Verhalten. Graf Eberhard besteht auf einer Verbindung zwischen Christina und Heinrich, weil es doch so abgesprochen war. Dabei verschließt er seine Augen, um das Offensichtliche nicht sehen zu müssen. Selbst Johann gegenüber schlägt er sich auf Heinrichs Seite. Dabei ist Heinrich sehr grausam, intrigant und falsch. Es gelingt nicht, an ihm etwas Positives zu entdecken. Keine guten Karten für Christina, denn eine Frau gilt nicht viel in jener Zeit und ist daher rechtlos. Christina, die Schlimmes durchmachen muss, will sich rächen und geht dabei große Risiken ein. Sehr sympathisch waren mir vor allem Michel und seine Marie. Michel steht treu zu Simon und schützt ihn auch schon mal vor sich selbst. Es ist eine Zeit der Machtkämpfe ohne Rücksicht auf Verluste, es werden Intrigen gesponnen und Rachegelüste befriedigt – kurz: es ist eine ziemlich grausame Zeit, in der unsere Protagonisten da leben. Die Beschreibungen des Schlachtgetümmels sind oft schwer zu verkraften. Bei den Kämpfen geht es um die Belange der Herrschenden und es werden viele auf den Schlachtfeldern getötet, aber die wirklich Leidtragenden sind die armen Bauern. Das Buch liest sich wunderbar flüssig und ist spannend und unterhaltsam. Eine absolute Leseempfehlung!

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Ein Buch voller Geschichte & Spannung: authentisch & überzeugend geschrieben!
von suggar am 14.01.2016

"Die Kauzenburg bei Bad Kreuznach um 1260: Simon wächst als Ziehsohn des Grafen Johann von Sponheim auf, sehr zum Missfallen von dessen jüngerem Bruder Heinrich, der um Johanns Gunst und damit um sein Erbe fürchtet. Die Situation eskaliert, als Simon sich in Heinrichs Verlobte verliebt, die seine Gefühle erwidert. Diesmal kann ihm... "Die Kauzenburg bei Bad Kreuznach um 1260: Simon wächst als Ziehsohn des Grafen Johann von Sponheim auf, sehr zum Missfallen von dessen jüngerem Bruder Heinrich, der um Johanns Gunst und damit um sein Erbe fürchtet. Die Situation eskaliert, als Simon sich in Heinrichs Verlobte verliebt, die seine Gefühle erwidert. Diesmal kann ihm auch Johann nicht helfen, denn er hat die Verlobung seines Bruders selbst arrangiert. Erst viele Jahre später wird Simon die Chance erhalten, erneut um sein Glück zu kämpfen, als sich die Brüder Johann und Heinrich als Feinde auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen." Dies war mein 1. Buch der Autorin Marita Spang, in dessen Genuss ich während einer Leserunde gekommen bin. :) Ihr Schreibstil ist spannend und flüssig zu lesen - schnell ist man im Leben des kleinen Simons eingetaucht. Der sehr gut recherchierte Roman verwebt wahre Fakten & Geschichte mit Fiktion ohne das der Leser dies bemerkt. So schafft die Autorin es schnell, dass man mit Simon und seinen Freunden, aber auch Feinden ;) mitfiebert, den Atem anhält und nur so durch die Geschichte flitzt. Aber nicht nur das Leben & die Liebe werden in dem Werk thematisiert, sondern auch die Grausamkeit & menschliche Abgründe im Mittelalter! Fazit: Wer historische Romane aus wahren Begebenheiten liebt, kommt hier voll auf seine Kosten! Ein gut recherchiertes Werk mit Liebe, Spannung & ein Fünckchen Grausamkeit macht dieses Buch zu einer kleinen Zeitreise ins westliche Deutschland zu Zeiten des Mittelalters :)

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5 Sterne sind zu wenig für dieses Meisterwerk!
von Danion aus Jena am 18.12.2015

Es gibt Bücher, die man nach der ersten gelesenen Seite zuklappt und für immer weglegt. Es gibt Bücher, die man nicht erst mal in die Hände nimmt. Es gibt Bücher, die man schnell durchliest und genauso schnell vergisst. Es gibt auch solche, durch die man lange durchkämpft und am... Es gibt Bücher, die man nach der ersten gelesenen Seite zuklappt und für immer weglegt. Es gibt Bücher, die man nicht erst mal in die Hände nimmt. Es gibt Bücher, die man schnell durchliest und genauso schnell vergisst. Es gibt auch solche, durch die man lange durchkämpft und am Ende doch denkt, dass sich das Lesen nicht gelohnt hat. Und es gibt Bücher, die einen vom ersten Satz an sich fesseln, tage- oder wochenlang begleiten und noch lange nach dem Lesen nicht aus dem Kopf gehen. Ein schönes Beispiel für die letzteren ist Marita Spangs „Blut und Seide“. Dieses Buch ist erst der zweite Roman der Autorin, aber hier trifft ein Meisterwerk auf den Leser. Nach mehreren historischen Romanen, die ich gelesen hatte, kann ich von „Blut und Seide“ sagen, dass dieses Buch mich am meisten beeindruckt und überzeugt hat: - mit filigran ausgearbeiteten Figuren, die absolut authentisch und lebendig erscheinen, vielseitig und nicht nach dem Schema „die bösen Figuren müssen bösartig bis auf den Knochenmark sein und dazu möglichst dumm, die guten – engelhaft rein, vorbildlich, schlau, an ihnen gibt es nichts auszusetzen“; - mit der bis in die kleinsten Details überlegte Geschichte, die zum großen Teil auf historisch belegten Geschehnissen basiert und dadurch noch realer klingt. Hier scheint fast nichts zufällig zu sein. Auch Wunder scheinen nicht so märchenhaft wie man es manchmal liest; - mit Spannung, die durch das ganze Buch den Leser hält. Ich musste mich mehrmals anhalten, damit ich das Buch nicht zu schnell las und es länger genießen konnte; - mit Geheimnissen, die lange Geheimnisse bleiben. Die Autorin gibt nicht zu viel von ihnen preis, sodass der Leser nicht jedes Mal sicher sein kann, was auf den nächsten 50 Seiten passiert; - mit der psychologischen Tiefe, die das Buch wohl der Hauptbeschäftigung der Autorin zu verdanken hat. Jede Handlung einzelner Figuren wird dadurch nachvollziehbar, und man kann das Schicksal jeder von ihnen miterleben, ihre Freuden und ihre Schmerzen spüren; - mit der philosophischen Tiefe: das Buch beschreibt nicht nur eine große Geschichte, sondern versucht, dem Leser noch mehr zu sagen (absolutes Highlight in diesem Sinne ist das Gespräch zwischen der männlichen Hauptfigur Simon und Bruder Basileus im Kapitel 38); - mit der erzählerischen Dichte: bei einigen historischen Romanen hat man als Leser das Gefühl, das einige Textpassagen, Seiten oder gar ganze Abschnitte absolut sinnlos sind, dass die Autoren damit nur versuchen, das Buch aufzufüllen, um auf die gewünschte Seitenzahl zu kommen. Und da Erscheinen schon Beschreibungen von irgendwas, die keinen Bezug auf die Geschichte haben und die man einfach überspringen kann. Bei „Blut und Seite“ konnte ich keinen einzigen Satz ungelesen weglassen. Denn jedes Detail hier scheint eine Bedeutung zu haben (und so ist es auch meistens). Und was noch schöner ist: ich fühlte mich damit auf keinen Fall überfordert. Die 824 Seiten erschienen mir nach der Lektüre gar zu wenig: Ich hätte so gerne noch weiter gelesen. Aufhören zu müssen war einfach schmerzhaft; - mit der Liebe, mit der die Autorin an ihrem Buch gearbeitet hatte. Das erkennt man am Schreibstil, an den Details, an den Figuren, an gut recherchierten Erkenntnissen über das Leben im Mittelalter. Man erkennt hinter diesem Buch eine enorm große Arbeit, die mich mit ihrem Ergebnis absolut überwältigt hat. Ich könnte weiter fortsetzen, womit mich das Buch noch überzeugt und beeindruckt hatte. Doch ich lasse es lieber die anderen Leser selbst entdecken. Ein so lesenswertes Buch wie „Blut und Seide“ findet man nicht oft, sodass es ein großer Versäumnis wäre, an diesem Buch vorbeizugehen, ohne es gelesen zu haben!

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Toller Histo-Schmöker
von einer Kundin/einem Kunden am 14.12.2015

Ein historischer Roman der in der Zeit zwischen 1259 und 1281 spielt, also im grausamen Hochmittelalter. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und ihren Text, mit der damals üblichen Ausdrucksweise, versehen. Dieser Umstand alleine zieht die Leser/innen in die damalige Zeit. Obwohl das Buch weit über 800 Seiten hat, kam... Ein historischer Roman der in der Zeit zwischen 1259 und 1281 spielt, also im grausamen Hochmittelalter. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und ihren Text, mit der damals üblichen Ausdrucksweise, versehen. Dieser Umstand alleine zieht die Leser/innen in die damalige Zeit. Obwohl das Buch weit über 800 Seiten hat, kam keine Langeweile auf und keine sich hinziehenden Szenen. Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet, so das man die einen mehr mochte, als die anderen und einige sogar hasste. Zudem wird dem Leser nochmal sehr verdeutlicht wie wenig damals ein Frauenleben wert war und das die Ehemänner sie als Eigentum ansahen und machen konnten was sie wollten. Das Mittelalter war grausam und hart, dies spiegelt sich in manchen Szenen wieder wo man ab und zu schlucken musste, aber es gehört eben in dieser Epoche dazu. Ein großartiger Roman der viel zu bieten hat: Liebe, Drama, Spannung und historische Fakten, die mich zu weiteren eigenen Recherchen animiert haben um mich mit den damals wirklich lebenden Charakteren zu beschäftigen.

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Ich bin dem Pageturner in Liebe verfallen ...
von arunaa aus München am 08.12.2015

Blut und Seide, stellt den Wahnsinn und den Heldenmut im Mittelalter dar als Frauen noch keinerlei Rechte besaßen und fast schon unmündig waren ohne die Obhut eines Mannes und Ritter schon kaum noch Ehre im Leib trugen. Gottes gewollte Ordnung, Frauen unmündig und dienend ihrem Gemahl und sonstigen Männern zu... Blut und Seide, stellt den Wahnsinn und den Heldenmut im Mittelalter dar als Frauen noch keinerlei Rechte besaßen und fast schon unmündig waren ohne die Obhut eines Mannes und Ritter schon kaum noch Ehre im Leib trugen. Gottes gewollte Ordnung, Frauen unmündig und dienend ihrem Gemahl und sonstigen Männern zu übereignen. Himmel was für eine grausame Entehrung der Frau. Marita läßt uns hier die Stärke von Christina und den Sanftmut von Simon stellvertretend für die mutigen Menschen dieser Zeit, erleben. Es stellt innere Genugtuung und Freude her. Ebenso hat sie Charaktere erschaffen die lebendig scheinen, die durch das Leben und den Herausforderungen die es mit sich bringt, verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen, sich verändern und auch ein Stück weit ins Gegenteil kehren. Da ist Eberhard Christinas Vater der so liebevoll und fürsorglich, aber auch so blind und naiv dem Offensichtlichen begegnet. Dann die Kräuterfrau Ida oder der gute tapfere Michel, aber auch die beiden Hauptfiguren Simon und Christina, die sich wie zwei Königskinder lieben und sich im Namen der Liebe und zum vermeintlichen Schutz des Anderen verraten und belügen. Was erleben Sie, wie verändern und entwickeln sie sich? Haben die Grafentochter Christiana und der Namen- und Landlose Waise Simon überhaupt eine Chance? Lest selbst! Marita Spang schreibt keine verklärten Liebesromanzen, sondern sie stellt die Zeit in der die Geschichte spielt genauso schonungslos, offen, ehrlich, echt und authentisch dar wie es Sitte und Brauch, Gang und Gebe war. Ihr Schreibstil ist flüssig und ich liebe ihre Sprache (derer sie zeitgenössisch dient), die sehr anspruchsvoll aber dennoch so edel und geschmeidig zu lesen ist. Das ist wie eine Zeitreise und man ist mittendrin statt nur dabei. Und sie baut von Beginn an eine Spannung auf. All das ist wie ein Sog der einen sofort in die Geschichte zieht und einen daran fesselt. Die Seiten fliegen dahin und es hätte von mir aus gern noch weitergehen dürfen. Marita zählt von nun an, wo ich schon ihr Debüt 'Hexenliebe' geliebt und verschlungen habe, zu meinen Lieblingsautoren deren Bücher ich unwissend kaufen werde. Sie kann sich ganz klar für mich mit Ken Follet und Silvia Stolzenburg messen. Ich bin voller Hoffnung, dass Marita eventuell schon an ihrem nächsten Buch schreibt. Ich kann Blut und Seide einfach nicht vergessen, obwohl ich es schon seit 4 Tagen beendet hab. Ich danke von Herzen Marita Spang und dem Knaur Verlag dass ich bei der Lovleybooks Leserunde dabei sein durfte. Und auch wieder möchte dem Knaur Verlag mein Kompliment aussprechen für die unglaublich geniale Taschenbuchbindung, die leicht zu blättern geht und keine unschönen Leserillen hinterlässt. Liebe Marita noch ein paar persönliche Zeilen an Dich: Ich bewundere Deinen Mut und die Tapferkeit dies so niederzuschreiben und das noch vor solch einem schrecklichen Hintergrund als Du an dem Buch warst. Und ich danke Dir für die ungeschönte Darstellung dieser Zeit.

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Nichts für Zartbesaitete
von hasirasi2 aus Dresden am 12.12.2015

Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe die ersten Abschnitte regelrecht verschlungen. Es ist schon fast ein Krimi, die Spannung schier unerträglich. Leider änderte sich das nach der Hälfte des Romans. Ich verlor die Übersicht, wer zu Seite gehört und hatte ich das Gefühl,... Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe die ersten Abschnitte regelrecht verschlungen. Es ist schon fast ein Krimi, die Spannung schier unerträglich. Leider änderte sich das nach der Hälfte des Romans. Ich verlor die Übersicht, wer zu Seite gehört und hatte ich das Gefühl, nur noch durch Blut zu waten. Es wurde mir echt zu heftig. Mit der sehr plastischen Beschreibung, wie die Dörfler immer wieder überfallen, hingerichtet, vergewaltigt etc. werden, konnte ich mich nicht anfreunden. Klar war das Mittelalter nicht „Friede Freude Eierkuchen“, aber nach dem sehr schönen und trotzdem spannenden ersten Teil des Buches muss ich mich regelrecht zwingen, durchzuhalten ... Vielleicht bin ich diesbezüglich aber auch nur zu sensibel. Dafür haben mir die Personen sehr gut gefallen, weil sie sich im Roman wirklich weiter entwickelt haben. Simon ist ein Ritter mit Idealen. Er hält sich an die Regeln und frönt der Minne, hilft den Armen und Schwachen. Doch als er mit der harten rauen Wirklichkeit der Ränkespiele und Schlachten konfrontiert wird, zerbricht er regelrecht, stürzt ab und findet nur schwer wieder zu seiner alten Form zurück. Sein Kontrahent Heinrich ist das komplette Gegenteil: brutal, hinterhältig, grausam, verlogen und nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Eigentlich ist er als Ritter völlig ungeeignet und nur von seiner Wut beherrscht. Ich finde es aber gut, wenn es auch einen Protagonisten zum Hassen gibt, wobei ich ihm schon einen langsamen qualvollen Tod gewünscht habe. Christina ist ein für damalige Verhältnisse, „verwöhntes Frauenzimmer“. Sie durfte Lesen und Schreiben lernen und kann sich Männern nur schwer unterordnen. Es fällt ihr schwer, sich zwischen ihrer Erziehung – schließlich wurde sie Heinrich schon im Kindesalter anverlobt – und ihrer Liebe zu Christian entscheiden. Letzten Endes hält sie sich an die herrschenden Konventionen und heiratet Heinrich. Doch sie lehnt aber immer wieder gegen ihn auf, versucht, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, deswegen „erzieht“ er sie sich auf seine Weise (mit unglaublicher Brutalität). Christina tat mir extrem leid, ich habe richtig mit ihr mitgelitten! Auch die restlichen Figuren sind alle sehr realistisch und lebensecht beschrieben, es macht Spaß, ihre Schicksale zu verfolgen. Mein heimlicher Star aber ist Michel, ein ehemaliger Metzgerbursch, auf dessen historisch belegtem Schicksal der Roman beruht. Er ist ein hervorragender Kämpfer und Simons Freund. Sein Schutzengel, der seine Bedürfnisse immer hintenan stellt und auf sein persönliches Glück verzichtet. Für mich ist er der Held dieses Buches. Immer im Hintergrund, aber sofort bereit, sein Leben für andere zu riskieren. Wie schon geschrieben, finde ich das Buch aufgrund der vorkommenden Gewalt sehr schwierig, die Geschichte an sich aber gut recherchiert und spannend erzählt.

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Beeindruckender historischer Roman
von mabuerele am 29.12.2015

„...Wir stellten uns Schlachten als Felder der Ehre vor. In Wahrheit war jede Schlacht, die ich mitgemacht habe, ein furchtbares Gemetzel...“ Wir schreiben das Jahr 1259. Graf Johann von Sponheim steht vor der Leichen seines Freundes Graf Raimund von Montfort, seiner Frau und aller Begleiter. Meuchelmörder haben die Familie fast... „...Wir stellten uns Schlachten als Felder der Ehre vor. In Wahrheit war jede Schlacht, die ich mitgemacht habe, ein furchtbares Gemetzel...“ Wir schreiben das Jahr 1259. Graf Johann von Sponheim steht vor der Leichen seines Freundes Graf Raimund von Montfort, seiner Frau und aller Begleiter. Meuchelmörder haben die Familie fast ausgelöscht. Überlebt hat nur Simon, der kleine Sohn des Paares, den seine Mutter in einer Kiste in der Kutsche versteckt hat. Graf Johann nimmt den Jungen mit auf seine Burg. Der Graf hofft, dass ihn die Kette mit dem heidnischen Anhänger, die er am Tatort fand, zu den Mördern führt. Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Ein Grund dafür sind die ausgezeichnet charakterisierten Protagonisten. Graf Johann von Sponheim ist ein gerechter Herrscher, der auch neue Wege geht. Das sorgt für blühende Dörfer und Städte in seinem Wirkungsbereich. Liebevoll kümmert er sich um Simon. Er vermittelt ihm die Tugenden des Rittertums. Das ganze Gegenteil ist Heinrich, sein jüngere Bruder. Weil er ein Nachzügler ist, sieht seine Mutter über seine Fehler hinweg. Aber Heinrich lässt schon als Kind erkennen, dass er psychopathische Züge hat. Sein bevorzugtes Opfer ist Simon, den er für einen Weichling hält. Strafen und Ermahnungen führen nicht zur Einsicht, nur zu neuen Hassgefühlen. Christina, die weibliche Protagonistin, ist das einzige Kind von Graf Eberhard von Katzenelnbogen. Deshalb legt ihr Vater Wert auf einen Schwiegersohn, der Land und Gut zusammenhalten kann und eine große Hausmacht hinter sich weiß. Als Kinder werden Heinrich und Christina einander versprochen. Die junge Frau aber kann mit den typisch weiblichen Beschäftigungen nichts anfangen. Als Simon zur Ausbildung auf die Burg von Graf Eberhard kommt, bittet Christina ihn, sie im Waffenhandwerk auszubilden. Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Immer wieder ist spürbar, dass hinter der Geschichte eine ausführliche und exakte Recherche steckt. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Simon und Christina. Heinrichs Intrigen und Gewalttätigkeiten sorgen für stets neue Spannungen und unerwartete Entwicklungen. Das aber ist gekonnt in den historischen Kontext eingebettet. Die Kriege Rudolphs I. von Habsburg und die Fehde der Rheingrafen mit dem Erzbischof von Mainz spielen dabei eine entscheidende Rolle. Simon glaubt an die Tugenden eines Ritters. Schön wird herausgearbeitet, wie das Leben ihn lehrt, dass die nur ein Traum sind. Das edle Rittertum gab es nie. Es geht allein um Macht und Besitz. Das Verhalten des Königs gegenüber seinem Gegner lässt Simon aufwachen. Die Autorin versteht es, durch ihren Erzählstil dafür zu sorgen, dass ich mit den Protagonisten hoffe und leide und das Auf und Ab ihres Lebensweges mit Spannung verfolge. Der Engel an Simons Seite, selbst in seinen bittersten Stunden ist der Metzgersohn Michel, der ihm dient. Auch wenn er äußerlich alles andere als ein Engel ist, versteht er es, Simon wieder auf den rechten Weg zu bringen. Höhepunkte in der sprachlichen Gestaltung sind einige der Dialoge. Obiges Zitat sagt Simon zu Christina vor der Schlacht. Die Regeln des höfischen Lebens sowie Kleidung und Essen werden so genau beschrieben, dass ich sofort ein Bild im Kopf hatte. Positiv fand ich, dass über die Grausamkeiten der Schlachten eher verhalten berichtet wurde und blutige Details nur selten eine Rolle spielten. Es gibt viele Dinge, die noch erwähnenswert wären, doch alles anzuführen, würde diese Rezension sprengen. Eine Karte und ein ausführliches Personenregister zu Beginn, ein Verzeichnis der Quellen, ein Glossar am Ende und ein Nachwort, das Fiktion und Wahrheit trennt, ergänzen das Buch. Das Cover in Dunkelblau mit der Silhouette der Stadt und der jungen Frau passt zum Geschehen. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Spannende Handlung, sympathische Protagonisten mit Ecken und Kanten, historische Detailtreue machten das Lesen zum Vergnügen. Die Autorin hat gründlich mit der edlen Ritterehre aufgeräumt und gezeigt, dass immer der kleine Mann das Opfer von Machtkampf und Intrige war.

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Fiktion und Wahrheit gut vereint
von manu63 aus Oberhausen am 09.02.2016
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

In ihrem historischen Roman Blut und Seide verquickt die Autorin Marita Spang belegte Geschichte zusammen mit gut recherchierter Fiktion. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Leben von Simon von Montfort, der seine Eltern früh durch einen Überfall verloren hat. Aufgewachsen bei einem Ziehvater reift er über verschiedene Stationen zu... In ihrem historischen Roman Blut und Seide verquickt die Autorin Marita Spang belegte Geschichte zusammen mit gut recherchierter Fiktion. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Leben von Simon von Montfort, der seine Eltern früh durch einen Überfall verloren hat. Aufgewachsen bei einem Ziehvater reift er über verschiedene Stationen zu einem edlen und tapferen Ritter heran. Natürlich darf die Liebe in solch einem Roman nicht fehlen und so verliebt sich Simon in die Tochter seines Dienstherren. Diese Liebe bleibt aufgrund verschiedener Umstände erst einmal unerfüllt und Christina muss sich mit dem brutalen Heinrich vermählen. Das Leben von Simon wird begleitet von Michel einem Metzgerssohn aus Kreuznach dessen Geschichte belegt ist. Marita Spang versteht es die damalige Zeit mit den politischen und gesellschaftlichen Details lebendig werden zu lassen und lässt auch die Grausamkeiten dieser Zeit nicht außen vor. Auch die Rechte und Pflichten der Frauen zu dieser Zeit werden gut beleuchtet und der Leser erhält einen guten Einblick in damalige Verhältnisse. Ein Glossar über Personen und damals gebräuchliche Worte und Gegenstände vervollständigen die Informationen die notwendig sind um die Geschichte gut zu verstehen. Mit hat der Roman sehr gut gefallen und die Charaktere wurden gut gezeichnet, egal ob es um die Guten oder Bösen geht. Wobei sie meist geprägt sind durch die damaligen Verhältnisse. Insgesamt hat mir der Roman viele interessante und gute Lesestunden bereitet. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, die Spannungsbögen gut geschlagen und die Autorin verzichtet auch auf langatmige oder langweilige Zeilenfüller.

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Das wahre Mittelalter mit viel Liebe zum Detail
von einer Kundin/einem Kunden aus Berchtesgaden am 08.01.2016
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Simon hat es nicht leicht, schon als 2-Jähriger verliert er bei einem Überfall seine ganze Familie, nur die Geistesgegenwart seiner Mutter rettete ihm das Leben, in dem sie ihn in einer Kiste in der Kutsche versteckte. Ein Freund der Familie findet die Toten und somit auch Simon, er nimmt ihn... Simon hat es nicht leicht, schon als 2-Jähriger verliert er bei einem Überfall seine ganze Familie, nur die Geistesgegenwart seiner Mutter rettete ihm das Leben, in dem sie ihn in einer Kiste in der Kutsche versteckte. Ein Freund der Familie findet die Toten und somit auch Simon, er nimmt ihn als Ziehsohn an und bringt ihn auf seine Burg. Graf Johann von Sponheim lässt es Simon an nicht fehlen und ermöglicht ihm auch eine Ausbildung als Knappe auf einer Burg. Dies geschieht sehr zum Leidwesen von Johanns jüngerem Bruder Heinrich, der in Simon einen Rivalen sieht, der ihn um die Gunst seines Bruders und um sein rechtmässiges Erbe bringen will. Heinrich lässt Simon leiden, wo er nur kann und versucht mit allen Mitteln den unliebsamen Rivalen auszuschalten. Als Simon in der Ausbildung Christina von Katzenellenbogen kennen lernt und sie sich ineinander verlieben, eskaliert die Situation. Denn Christina ist Heinrich schon früh versprochen worden. Nun kann auch Johann nicht mehr helfen, denn er arrangierte die Ehe. Trotz Aussichtslosigkeit der Liebe zwischen Christina und Simon, halten beide an ihrem Traum fest. Christina wird in der Ehe mit Heinrich schwer misshandelt und nur ihr blanker Überlebenswille lässt sie durch halten. Simon hingegen plagt noch immer die Frage, wer für den Überfall auf seine Eltern verantwortlich ist und will den Schuldigen finden und zur Rechenschaft ziehen. Eine spannende Zeit um Liebe, Verrat, Intrigen und Tod nimmt ihren Lauf. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Da ich selber aus der Gegend stamme, hat mich die Geschichte zum einen aus "Heimatgefühlen" berührt und zum anderen durch ihre wunderbare Gestaltung. Die Autorin hat Fakten und Fiktion so miteinander verbunden, dass es mir als Leser schwer fiel, den Unterschied zu erkennen. Auch der Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind farbig, lebendig und tiefgründig beschrieben. Man hat das Gefühl als kenne man die Personen, um die sich die Geschichte dreht. Dem zur Folge leidet man mit Christina in ihrer Ehehölle mit oder hofft bei Simon auf ein glückliches Ende. Die Beschreibung des wahren Mittelalters an sich ist an manchen Stellen sehr hart für mich gewesen, so, dass ich zwischen durch auch einmal schlucken musste. Aber es ist nicht unrealistisch, sondern eher wie es damals war dargestellt. Ich fand es sehr passend zu der Geschichte, dass es teilweise recht brutal und wild zuging, da so auch die Schwierigkeiten von Christina ,Simon und ihren Freunden noch mehr verdeutlicht wurde. Empfehlen kann ich dieses Buch jedem Freund des Mittelalters, der auch das wahre Mittelalter und seine Menschen kennen lernen möchte.

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