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Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

Prämiert mit dem Leipziger Lesekompass 2014.

(12)
Calpurnia ist zwölf, als sie begreift, dass ihr vorgezeichneter Lebensweg, nicht ihren Vorstellungen entspricht. Wie die anderen Mädchen soll auch sie Kochen, Stricken und Klavierspielen lernen, damit sie bald heiraten und eine Familie gründen kann. Doch Cal streift viel lieber durch die Natur, beobachtet Pflanzen und Tiere und macht sich Notizen über ihre Entdeckungen. Der Einzige, der sie versteht, ist ihr Grossvater, ein eigenwilliger Forscher und Tüftler. Er schenkt ihr Bücher und öffnet ihr die Augen für den technischen Fortschritt und die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des anbrechenden 20. Jahrhunderts. So erobert sich Cal ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft.
Rezension
Ein revolutionärer Akt ist es im schwülheißen, sommerlichen Texas des Jahres 1899 bereits, wenn sich ein Mädchen heimlich mit einer Stickschere jeden Tag ein Stückchen seiner Haare absäbelt. Ein kleiner Schnitt für das Mädchen – aber ein großer Schritt in Richtung Freiheit. Und Freiheit bedeutet für die knapp 13-jährige Calpurnia, dass sie mit ihrem neuen Notizbuch in der Natur herumstreifen und ihre Beobachtungen festhalten darf. Unbelastet von der Etikette, die für Mädchen ein makelloses Äußeres, Fertigkeiten im Nähen, Klavierspielen und Kochen, aber ganz bestimmt keine Forschertätigkeit vorsieht. Calpurnia jedenfalls hält sich da lieber an ihren Schnaps brennenden, kauzigen Großvater und seine spannenden Geschichten – und an die Ideen, über die sie verbotenerweise im Buch eines gewissen Charles Darwin liest ...

Was für ein wunderbares, wahrhaftiges und witziges Jugendbuch! Die unbekümmerte, wissbegierige Heldin und ihre chaotische Familie wachsen einem sofort ans Herz und am liebsten würde man sich selbst umgehend ein Notizbuch zulegen. Wobei die eigene Umwelt wohl effektiv nicht so viel hergibt wie die abenteuerliche, verwilderte Gegend, in der die hinreißende Heldin ihre evolutionären Entdeckungen macht. Fächerübergreifende Ideen liefert ihre Geschichte zuhauf – vor allem aber ein echtes Lesevergnügen, auch für Erwachsene!
(Leipziger Lesekompass 2014)
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 336, (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 25.02.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783446243873
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Originaltitel The Evolution of Calpurnia Tate
eBook
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Kundenbewertungen


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Ein wundervoller Roman mit einer Heldin zum Verlieben
von einer Kundin/einem Kunden am 05.05.2013

Texas 1899: Calpurnia Tate ist 11 Jahre und das einzige Mädchen neben 6 Brüdern. Während ihre Mutter darauf bedacht ist, ihre Tochter mit Unterricht im Klavierspielen, Handarbeiten und Kochen auf ihr zukünftiges Leben als Ehefrau und Dame der Gesellschaft vorzubereiten, entdeckt Calpurnia ihre Liebe zur Naturwissenschaft. Zusammen mit ihrem... Texas 1899: Calpurnia Tate ist 11 Jahre und das einzige Mädchen neben 6 Brüdern. Während ihre Mutter darauf bedacht ist, ihre Tochter mit Unterricht im Klavierspielen, Handarbeiten und Kochen auf ihr zukünftiges Leben als Ehefrau und Dame der Gesellschaft vorzubereiten, entdeckt Calpurnia ihre Liebe zur Naturwissenschaft. Zusammen mit ihrem Großvater streift sie durch die Wälder Texas, beobachtet das Verhalten von Tieren und Pflanzen und diskutiert die jüngsten Veröffentlichungen Darwins. So entsteht in ihr der Wunsch eine große Naturwissenschaftlerin zu werden. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch wegen seiner besonders schönen Aufmachung. Schon der Einband ist ein echter Hingucker und auch im Inneren findet man wunderschöne Drucke aus der Tier- und Pflanzenwelt. Daher sollte es auch für digitale Leser eine Überlegung wert sein, sich dieses Buch statt als eBook in der Printversion zuzulegen! Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus Darwins „Die Entstehung der Arten“, welches sich inhaltlich auf die Handlung bezieht. Die Autorin, Jacqueline Kelly hat einen wunderbaren Schreibstil, welcher die Figuren für den Leser lebendig werden lässt. Schon nach wenigen Sätzen hatte ich die kleine Calpurnia in mein Herz geschlossen, nach einigen Seiten wurden wir die besten Freunde. Sie ist ein Wildfang, intelligent, wissbegierig und abenteuerlustig in einer Zeit, in der Frauen dies nicht sein mussten und kämpft gegen alle Konventionen für eine selbstbestimmte Zukunft. Ich habe dieses Buch an nur einem Tag verschlungen und wurde umso traurige je mehr ich mich dem Ende näherte, weil es bedeutete mich von den so schnell liebgewonnen Figuren verabschieden zu müssen. Für mich das beste Jugendbuch, welches ich seit Langem gelesen habe!

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Unbedingt lesen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 17.04.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein heißer texanischer Sommer im Jahr 1899. Calpurnia ist elf Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihren Eltern, den sechs Brüdern und dem Großvater auf einem recht großen Anwesen, welches von zahlreichen Pekannussbäumen und einer stattlichen Baumwollplantage umgeben ist. Die Familie genießt in der Gegend ein recht hohes Ansehen... Ein heißer texanischer Sommer im Jahr 1899. Calpurnia ist elf Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihren Eltern, den sechs Brüdern und dem Großvater auf einem recht großen Anwesen, welches von zahlreichen Pekannussbäumen und einer stattlichen Baumwollplantage umgeben ist. Die Familie genießt in der Gegend ein recht hohes Ansehen und daher wird von den Kindern auch ein entsprechendes Verhalten verlangt und sie erhalten eine passende Schulbildung. Dass zur damaligen Zeit die Schulbildung der Mädchen auf viele handwerkliche Tätigkeiten bezogen ist, gefällt Calpurnia gar nicht. Einerseits liegt es daran, dass sie recht ungeschickt ist und keinen richtigen Sinn in dem Erlernen der diversen „Frauentätigkeiten“ erkennt. Schließlich gibt es genügend Menschen, die das Kochen, Putzen oder Stricken beruflich ausüben. Andererseits schlummert in ihr auch eine große Entdeckerin, die die Natur liebt und die Zusammenhänge verstehen möchte. Allerdings findet sich in der Familie kein Vertrauter, der ihre Sehnsucht nach Freiheit und ihren Drang nach naturwissenschaftlicher Bildung nachvollziehen kann. Calpurnia würde dies auch nicht so ausdrücken. Für sie ist es mehr ein Gefühl, dass sie nicht in die für sie vorgesehene Rolle passt und dass da draußen doch noch mehr sein muss. Das Schwanken zwischen Alltagsleben und einem diffusen Verlangen erfährt eine Änderung als Calpurnia sich mit einer Frage an ihren Großvater wendet und dieser seine Enkelin zum Nachforschen anregt. Da er selbst einmal in einem Gespräch mit dem Pfarrer über ein Werk von Charles Darwin gesprochen hat und der erwähnte Inhalt etwas mit Calpurnias ersten Forschungsfragen zu tun haben könnte, nutzt sie einen Ausflug in die Stadt, um an das Buch zu gelangen. Allerdings hatte sie nicht mit der Empörung gerechnet, die ihr aus dem gesamten Leib der Bibliothekarin entgegen springt. Diese Haltung ist für das Mädchen überhaupt nicht nachvollziehbar, da sie von den Debatten in der Gesellschaft keine Ahnung hat. Wütend berichtet sie ihrem Opa von der Erfahrung. Dieser lässt sie in sein größtes Heiligtum und zeigt ihr in der Bibliothek seine eigene Ausgabe des Buches. Damit ist die Forschungsgemeinschaft endgültig besiegelt und die beiden verbringen jede freie Minute miteinander. Sie erkunden die Natur, führen Experimente durch und philosophieren zusammen. Dadurch eröffnet sich für Calpurnia eine völlig neue Welt und sie scheint nun ein Ziel zu haben: Das Studium an einer Universität. Jacqueline Kelly schafft es ohne anklagenden Worte die Zerrissenheit des Mädchens an der Jahrhundertwende darzustellen. Sie gleicht die kindliche Leichtigkeit mit der harten Realität ab, zeigt aber gleichzeitig Wege auf, die es Calpurnia ermöglichen könnten glücklich zu werden. Dabei versucht das Mädchen sich anzupassen, wird aber immer wieder von ihrer Neugier überwältigt. Sie möchte den Wünschen der Eltern gerecht werden und gleichzeitig ihre eigenen Ziele verfolgen. Der Großvater gibt nur immer wieder Anstöße, die sie zum Weiterdenken animieren und dazu führen, dass sie bestimmte gesellschaftliche Aspekte infrage stellt, aber auch eigene Interpretationen und Ideen formuliert. Dies verpackt die Autorin in eine sehr humorvolle und wunderbar ansprechende Sprache, die einfach Lesefreude bereitet. Die Satzkonstruktionen sind sehr angenehm in Bezug auf Länge und Verschachtelungen. Die Wortwahl passt zum Thema, der damaligen Zeit und ist für eine breite Zielgruppe angemessen. Jugendliche Leser, die Interesse an Naturwissenschaften und der damaligen Lebenswelt haben werden nicht überfordert, erwachsene Leser werden aber gleichzeitig auch nicht gelangweilt. Insgesamt hat mich das Buch sofort gepackt. Die Figuren waren mir auf Anhieb sympathisch, die Entwicklung der Geschichte ist nachvollziehbar und gleichzeitig spannend. Man wächst ein wenig mit Calpurnia über bestehende gesellschaftliche Konstrukte hinaus und bezieht verschiedenste Gedankengänge auch auf die heutige Zeit. Unweigerlich kommt dabei natürlich der Gedanke auf, ob sie in der heutigen Zeit wohl glücklicher sein würde oder ob es nicht gewisse Zwänge gibt, die sie auch heute noch einengen würden. Letztendlich ist die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem Mädchen und ihrem Großvater so eine liebevolle Angelegenheit, dass man beim Lesen auch solche Wohlfühlmomente hat, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Somit enthält die Geschichte alles, was ein wirklich schönes Buch ausmacht und daher kann ich dieses Werk uneingeschränkt empfehlen. Es ist einfach wundervoll.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Calpurnias Entdeckungen ist ein ganz zauberhafter, entzückender, lebendiger und intelligenter historischer Roman dem ich jedem Mädchen von 12 bis 112 uneingeschränkt empfehle !

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