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Charlotte

Roman

(10)
"David Foenkinos riskiert alles und schafft ein grossartiges literarisches Monument für die Malerin Charlotte Salomon." (Elle)
"Das ist mein ganzes Leben" - mit diesen Worten übergibt Charlotte 1942 einem Vertrauten einen Koffer voller Bilder. Sie sind im französischen Exil entstanden und erzählen, wie sie als kleines Mädchen, damals im Berlin der 1920er, nach dem Tod der Mutter das Alleinsein lernt, während sich ihr Vater, ein angesehener Arzt, in die Arbeit stürzt. Dann die Jahre, in denen das kulturelle Leben wieder Einzug hält bei den Salomons. Die Stiefmutter ist eine berühmte Sängerin; man ist bekannt mit Albert Einstein, Erich Mendelsohn, Albert Schweitzer. Charlotte beginnt zu malen, und es entstehen Bilder, in denen dieses einzelgängerische, verträumte Mädchen sein Innerstes nach aussen kehrt, Bilder, die von grosser Begabung zeugen. Doch dann ergreift 1933 der Hass die Macht, es folgen Flucht, Exil, aber auch Leidenschaft und Heirat. Nur ihre Bilder überleben - Zeugnis ihrer anrührenden Geschichte, die David Foenkinos nahe an der historischen Realität entlang erzählt.
"David Foenkinos nähert sich Charlotte Salomon, als sei sie seine Schwester, seine Mutter, oder gar seine Geliebte." Le Point
Portrait
David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der von Foenkinos selbst (zusammen mit seinem Bruder Stéphane) mit Audrey Tautou und François Damiens in den Hauptrollen verfilmt wurde. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Sein neuer Roman, „Charlotte“, wurde 2014 mit dem Prix Renaudot und dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet und hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04708-3
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 222/144/24 mm
Gewicht 425
Auflage 4
Verkaufsrang 30.248
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Charlotte
von einer Kundin/einem Kunden am 07.12.2015

David Foenkinos nähert sich dem Leben der jüdischen Künstlerin Charlotte Salomon. Geboren 1917 wächst sie in einer bürgerlichen Familie auf. Depressionen und zahlreiche Suizide überschatten ihr Familienleben. So nahm sich ihre Mutter das Leben als Charlotte neun Jahre alt war. Die Todesursache der Mutter wird verschwiegen, um das Kind... David Foenkinos nähert sich dem Leben der jüdischen Künstlerin Charlotte Salomon. Geboren 1917 wächst sie in einer bürgerlichen Familie auf. Depressionen und zahlreiche Suizide überschatten ihr Familienleben. So nahm sich ihre Mutter das Leben als Charlotte neun Jahre alt war. Die Todesursache der Mutter wird verschwiegen, um das Kind nicht zu beunruhigen. Fortan wird Charlotte von verschiedenen Kindermädchen erzogen. Der Vater, ein angesehener Arzt flüchtet in seine Arbeit. Erst als er eine berühmte Sängerin heiratet bekommt Charlottes Leben wieder einen neuen Sinn. Sie verehrt ihre Stiefmutter Paula und ist beglückt über das kulturelle Leben im Hause Salomon. Ausdrucksstark beginnt Charlotte selbst zu malen. Als die Nazis die Macht ergreifen verändert sich Charlottes Leben gravierend. Foenkinos ist eine großartige einfühlsame Geschichte über das bewegende Leben der Charlotte Salomon gelungen.

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2 0
Einfühlsames Portrait einer beeindruckenden Frau.
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2015

Foenkinos gelingt ein intimes und bewegendes Portrait einer jungen und talentierten Frau, die der Schatten des Todes durch ihr gesamtes Leben verfolgt hat. Der Autor zeichnet den Lebensweg der jungen Malerin Charlotte Salomon nach: von den Tragödien der eigenen Familie, den ersten zaghaften Begegnungen mit Kunst und Kultur, bis... Foenkinos gelingt ein intimes und bewegendes Portrait einer jungen und talentierten Frau, die der Schatten des Todes durch ihr gesamtes Leben verfolgt hat. Der Autor zeichnet den Lebensweg der jungen Malerin Charlotte Salomon nach: von den Tragödien der eigenen Familie, den ersten zaghaften Begegnungen mit Kunst und Kultur, bis hin zur ersten Liebe. Von der Machtergreifung der Nazis, zum französischen Exil nach der Reichsprogromnacht. Die Form mag den Lesefluss zu Beginn zwar hemmen, aber der Leser wird dem Autor für die regelmäßigen Atempausen dankbar sein. Foenkinos bewegt sich zwar sehr elegant durch die Sprache, aber dennoch merkt man ihm an, wie sehr ihn das Leben Charlottes berührt. Ein außergewöhnliches Buch über eine außergewöhnliche Frau.

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1 0
Ungewöhnlich und sehr eindringlich
von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2015

Was ist David Foenkinos für ein ungewöhnlicher Autor! Vor einiger Zeit habe ich „Natalie küsst“ (DTV) von ihm gelesen und war begeistert. Danach kam bei mir „Souvenirs“ (DTV), wovon ich enttäuscht war. Und nun wollte ich eigentlich keinen neuen Versuch wagen. Aber nachdem mir Buchhändlerinnen einer kleinen Buchhandlung dieses... Was ist David Foenkinos für ein ungewöhnlicher Autor! Vor einiger Zeit habe ich „Natalie küsst“ (DTV) von ihm gelesen und war begeistert. Danach kam bei mir „Souvenirs“ (DTV), wovon ich enttäuscht war. Und nun wollte ich eigentlich keinen neuen Versuch wagen. Aber nachdem mir Buchhändlerinnen einer kleinen Buchhandlung dieses Buch so sehr empfohlen haben, habe ich es dann doch gewagt. Und das Thema ist ja eins, welches, wie einige von Ihnen gleich erkennen werden, ich sehr gerne lese – eine Geschichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin. David Foenkinos erzählt dieses Mal die Geschichte von Charlotte Salomon, einer jungen Berliner Jüdin, die nur 26 Jahre alt wurde. Sie hat ein einziges, allerdings sehr umfangreiches und ungewöhnliches Werk verfasst – „Leben? Oder Theater?“. Dieses Werk umfasst ca. 800 Gouachen im expressionistischen Stil, die sie mit erläuternden Texten und Hinweisen zu Musikstücken kombiniert hat. Das Ganze ist aufgebaut wie ein Theaterstück. Und es erzählt die Geschichte ihrer Familie und ihrer großen Liebe. Als Buch ist das Werk leider nicht mehr neu erhältlich. Und die Bilder werden im Joods Historisch Museum in Amsterdam verwahrt. Und David Foenkinos erzählt nun diese Familiengeschichte. Eine tragische Geschichte, in der sehr viel von Depressionen und Selbstmord die Rede sein wird. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht zum Inhalt sagen. Als ich das Buch das erste Mal aufgeschlagen hab, hat es mich erschreckt. Auf den ersten Blick sieht es nämlich so aus, als ob es ein Gedicht sei. Aber das täuscht. Der Autor schreibt nur sehr kurze Sätze und macht nach jedem Satz einen Zeilensprung. Dadurch sieht es aus wie ein Gedicht. Was anfangs etwas gekünzelt wirkt, macht nach längerem Lesen durchaus Sinn. Ich habe etwas gebraucht, bis ich in dem Buch drin war. Aber dann hat es mich nicht wieder losgelassen. Und dieser besondere Stil passt hervorragend. Charlotte war nur eine kurze Lebenszeit gegönnt. Und gerade kurz vor ihrem Ende musste sie die Zeit gut nutzen. Und so zieht einen dieses Buch mit seinen knappen Sätzen immer mehr in die Geschichte rein. Man wird beim Lesen hast atemlos. Sehr interessant ist während des Lesens, dass der Autor nicht nur die Geschichte von Charlotte Salomon erzählt, sondern auch immer wieder einmal mit einfließen lässt, wie er überhaupt auf die Idee zu diesem Roman gekommen ist, und was er während der Recherche erlebt hat. Mich hat dieses Buch zutiefst beeindruckt. Ich kann es nur empfehlen. 240 Buchseiten, die einen gefangennehmen.

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Ein Muss
von Nach(t)lese aus Bad Münstereifel am 23.04.2016

Beim Aufschlagen des Buches glaubt man zunächst ein Songbuch von Bob Dylan vor sich liegen zu haben: Der Roman sieht aus wie ein endloses Gedicht. Lauter Einzeiler mit Satzenden springen einem ins Gesicht. Was soll das? Der Autor erklärt später im Buch dazu, dass er beim Schreiben 'beständig das... Beim Aufschlagen des Buches glaubt man zunächst ein Songbuch von Bob Dylan vor sich liegen zu haben: Der Roman sieht aus wie ein endloses Gedicht. Lauter Einzeiler mit Satzenden springen einem ins Gesicht. Was soll das? Der Autor erklärt später im Buch dazu, dass er beim Schreiben 'beständig das Gefühl verspürte', eine Zeile neu zu beginnen. Irgendwann begriff er, 'dass ich das Buch genau so schreiben musste.' Eine mutige Entscheidung, die Biographie der jungen Malerin Charlotte Salomon (geb. 16.04.1917) optisch so ungewöhnlich zu erzählen. Aber keine Bange: Die anfängliche Verwirrung hält nicht lange an, zu schnell gewöhnt man sich an die gekonnte, einfühlsame und sehr persönliche Erzählweise von David Foenkinos, dem französischen Autor, aus dessen Feder auch 'Nathalie küsst' stammt. Foenkinos erzählt dabei auch, wie er durch eine Berliner Bekannte auf Charlotte aufmerksam wurde. Bereits beim Betrachten ihrer expressionistischen Bilder, in denen sie Momente ihres allzu kurzen Daseins hinterlassen hatte, verschlug es dem Schriftsteller die Sprache. 1942 muss sie einem Bekannten einen Koffer mit den Bildern und den Worten, darin sei ihr ganzes Leben, gegeben haben. So kurz Charlottes Leben auch gewesen war, es war dennoch ereignisreich und schicksalshaft. In ihrer Familie gab es eine geradezu zwanghafte Sucht zum Suizid. Neben anderen Verwandten hatte sich auch ihre Mutter sowie deren Schwester in die Tiefe gestürzt. So lernte die kleine Charlotte ihren eigenen Namen auf dem Grabstein der gleichnamigen Tante lesen. Später heiratete ihr Vater, ein ehrgeiziger Arzt, eine bekannte jüdische Sängerin. Für eine kurze Zeit herrschte reges Leben in der Berliner Wielandstraße 15, wo Künstler und andere Größen des gesellschaftlichen Lebens ein- und ausgingen. Mit Unterstützung des Professors Bartning wurde Charlotte 1933 noch als Jüdin an der Staatsschule für Freie und Angewandte Kunst aufgenommen, doch auch dieses Glück dauerte nicht lange an: 'Scharenweise ekeln sich die Menschen vor den jüdischen Kunstwerken. Die Bücher sind bereits verbrannt, jetzt werden Bilder bespuckt.' Ein bewegendes Buch über eine außergewöhnliche, Kraft ausstrahlende, sensible Künstlerin, die mit 26 Jahren im KZ sterben musste. Einfühlsam geschrieben und nicht minder gekonnt übersetzt von Christian Kolb.

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"Das ist mein ganzes Leben."
von einer Kundin/einem Kunden am 16.11.2015

"Charlotte" ist ein biografischer Roman über die junge Malerin Charlotte Salomon, die mit nur 26 Jahren im KZ Auschwitz ermordet wurde. Er basiert auf der Grundlage ihres autobiografischen Werkes "Leben? Oder Theater?". Die ungewöhnliche Form, der notizhafte Stil diesen Roman zu schreiben ist vom Autor bewusst gewählt und könnte... "Charlotte" ist ein biografischer Roman über die junge Malerin Charlotte Salomon, die mit nur 26 Jahren im KZ Auschwitz ermordet wurde. Er basiert auf der Grundlage ihres autobiografischen Werkes "Leben? Oder Theater?". Die ungewöhnliche Form, der notizhafte Stil diesen Roman zu schreiben ist vom Autor bewusst gewählt und könnte meiner Meinung nach nicht passender sein. 2014 ist "Charlotte" mit dem Prix Goncourt des lycéens, dessen Jury aus rund 2000 Schülern zwischen 15 und 18 Jahren besteht, ausgezeichnet worden.

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Das Leben der Charlotte Salomon auf besondere Art erzählt
von orfe1975 am 18.09.2015

Cover: ---------- Das Cover zeigt einen Ausschnitt des Selbstporträts von der Malerin Charlotte Salomon. Sie schaut den Leser direkt ins Gesicht, man fühlt sich somit direkt angesprochen und passt sehr gut zum Inhalt, der von ihrem Leben handelt. Inhalt: -------- Der Autor David Foenkinos wandelt in dem Roman auf den Lebensspuren der jüdischen Malerin... Cover: ---------- Das Cover zeigt einen Ausschnitt des Selbstporträts von der Malerin Charlotte Salomon. Sie schaut den Leser direkt ins Gesicht, man fühlt sich somit direkt angesprochen und passt sehr gut zum Inhalt, der von ihrem Leben handelt. Inhalt: -------- Der Autor David Foenkinos wandelt in dem Roman auf den Lebensspuren der jüdischen Malerin Charlotte Salomon, ausgehend von ihrem Werk "Leben? oder Theater?". Ihr Leben stand von vorneherein unter keinem guten Stern, sie hat aber bis zu ihrer Ermordung im KZ immer wieder gekämpft und dabei in der Entdeckung der Malerei halt gefunden. Mein Eindruck: ------------------- Das Buch überwältigt einen vollkommen und ist daher schwer in Worten zu beschreiben, ich versuche es hier und hoffe, dass es mir ansatzweise gelingt. Der Schreibstil des Autors mutet anfangs sehr sonderbar an. Er schreibt in kurzen knappen Sätzen, die oft sehr abgehackt sind. Er schreibt selber in dem Buch über seine Schreibweise, dass er beim Schreiben oft stockte. Dabei verwendet er oft Metaphern oder poetisch anmutende Satzkonstruktionen. Kurz: es ist der ungewöhnlichste Schreibstil, der mir bisher untergekommen ist. Dennoch: Ich habe mich schnell daran gewöhnt, fand ihn sogar extrem gut. Man muss allerdings sehr genau und konzentriert lesen, stellenweise geht der Autor von der Geschichte in der Vergangenheit fließend in die Gegenwart über, in der er sich auf Charlottes Spurensuche befindet. Dadurch empfand ich mich als Betrachter, wie bei französischen Filmen mit "Off-Kommentaren", wie im Film "Die Welt der Amelie" zum Beispiel. Dadurch fühlte ich mich auf angenehme Weise an der Hand genommen vom Erzähler und im "Schwung der Geschichte". Für mich ist genau dieser Stil sehr lesefördernd, ich muss aufpassen, dass ich dadurch nicht zu sehr durchrase, sondern ab und an mal innehalte und die Poesie in der Sprache genieße. Der Stil ist schwer mit Worten beschreibbar, man muss sich einfach drauf einlassen. Die Lebensstationen der Charlotte Salomon sind sehr einfühlsam geschrieben, man merkt daran, wie sehr der Autor die Malerin innerlich verehrt. Der Leser erfährt bei der Lektüre sowohl etwas über das Leben der Malerin, nebenbei aber auch über die Recherche des Autors für seine Biographie. Durch den erzählerischen Übergang von ihrer Vergangenheit in Foenkinos Gegenwart, wird Foenkinos praktisch auch ein Teil ihres Lebens. Was Charlotte Salomon in ihrem Leben widerfahren ist, ist so tragisch, das wünscht man niemandem. Es berührt, macht traurig und stellenweise wütend. Man wünscht sich ein gutes Ende, das es nicht geben wird - leider. Und doch bewundert man auch ihre Stärke, immer wieder weiterzumachen und wie sie es schafft, durch die Malerei einen gewissen inneren Halt zu finden. Foenkinos ist auf sehr außergewöhnliche Weise gelungen, eine bewegende und gleichzeitig informative Biographie über eine jüdische Malerin zu schreiben, die mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten ist und somit wieder neugierig auf Ihre Werke zu machen. Sie führt einem jedoch auch schonungslos die Grausamkeiten zu Zeiten der Weltkriege vor Augen und regt so zusätzlich zum Nachdenken an. Fazit: ------------ Schwer einzuordnen und zu beschreiben, aber toll, unbedingt lesen!

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Das ganze Leben in einem Kunstwerk
von Sandra Matteotti aus Zürich am 31.08.2015

Charlotte Salomon ist die Tochter eines Arztes und dessen Frau Franziska. Diese steht in einer langen Reihe von Selbstmorden in ihrer Familie, leidet darunter, wird selber lebensmüde. Trotz aller Bemühungen stürzt sie sich irgendwann in den Tod, lässt Charlotte als Kind zurück. Allerdings wird diese die Wahrheit über den... Charlotte Salomon ist die Tochter eines Arztes und dessen Frau Franziska. Diese steht in einer langen Reihe von Selbstmorden in ihrer Familie, leidet darunter, wird selber lebensmüde. Trotz aller Bemühungen stürzt sie sich irgendwann in den Tod, lässt Charlotte als Kind zurück. Allerdings wird diese die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter erst spät erfahren, so glaubt sie, ihre Mutter wohne als Engel im Himmel und schreibe ihr bald einen Brief. Mit Paula kriegt Charlotte eine Stiefmutter, die sie verehrt. Sie braucht sie auch, da sie sonst ausgeschlossen ist – und es immer mehr wird durch die Machtübernahme der Nazis. Charlotte ist Jüdin. Nachdem sie trotz ihrer Religion zur Kunstschule zugelassen wird, erhält sie einen gewonnen Preis genau deswegen nicht und wird kurz darauf ganz ausgeschlossen. Trotzdem malt und zeichnet sie weiter. Die Lebensumstände spitzen sich zu, Charlotte muss fliehen und geht nach Frankreich zu ihren Grosseltern. Ihre Grossmutter bringt sich bald darauf um, der Grossvater verbittert und verfällt dem Wahnsinn. Dieser Krankheit ist es wohl auch zu verdanken, dass sie nach ihrer Internierung im Lager Gurs, in welchem auch Hannah Arendt ist, freikommt. Ein beschwerlicher Weg zurück nach Südfrankreich folgt. Charlotte ist selber dem Wahnsinn nah – und alleine. Sie hat nur zwei Menschen, die an sie glauben, einer davon ist der Arzt des Ortes. Er rät ihr auch, zu malen. Er glaubt an ihr Talent, gar an ihr Genie. "Charlotte hat mit ihrem Leben abgeschlossen. […] Ein seltener Ausgangspunkt für ein künstlerisches Werk." Es entsteht ein Werk aus Bildern und Text, ihr Leben. Sie übergibt es ihrem Arzt mit den Worten "C’est tout ma vie". David Foenkinos erzählt die Biographie der Malerin Charlotte Salome auf seine ganz persönliche Weise. Er erzählt, wie er ihr auf die Spur kam, wie sie auf ihn wirkte, wie er ihren Lebensstationen folgte. Er wollte diese Geschichte schreiben, aber es fiel ihm nicht leicht. David Foenkinos beschreibt seine Schwierigkeiten dieser ihm so wichtigen Geschichte selber. Entstanden ist ein Buch in einer kurzen, prägnanten Sprache. Sie ist frei von Sentimentalität und greift doch die Stimmung auf. Der Inhalt passt sich perfekt in die Form, entstanden ist ein Zeugnis eines Lebens, das tragischer kaum sein könnte. Das Leben Charlottes zeugt vom Alleinsein, vom Ausgestossensein, von der Einsamkeit und von der Angst. Es ist das Leben einer jungen Frau, die Zuflucht in die Kunst nimmt, da diese das einzige ist, das ihr Überleben irgendwie sichert. Alles andere ist von Angst besetzt, von Unsicherheit: sich selber und dem Leben gegenüber. Charlotte ist das Lesehighlight seit langem. Es ist eine Geschichte, die packt, die einen einnimmt und nicht mehr loslässt. David Foenkinos hat eine unkonventionelle Weise des Erzählens gewählt, eine, die genau zu ihm und der Geschichte passt, eine, die Charlotte gerecht wird. Fazit: Eine tiefgründige, erschütternde, packende Lebensgeschichte, bei der alles stimmt: Die Sprache greift den Inhalt auf, wodurch dessen Tragik noch deutlicher zum Tragen kommt. Absolut empfehlenswert. Unbedingt lesen!

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Charlotte Salomon
von einer Kundin/einem Kunden am 27.08.2015

Eine außerordentlich bemerkenswerte Sammlung von über 1300 autobiografisch geprägten Bildzyklen hat Charlotte Salomon mit nur 26 Jahren hinterlassen , als sie 1943 nach Ausschwitz deportiert und dort im 5. Monat schwanger ermordet wird ! Kurz war ihr bewegtes Leben, schrecklich tragisch die Familienkonstellation in der sie aufwuchs,- ... Eine außerordentlich bemerkenswerte Sammlung von über 1300 autobiografisch geprägten Bildzyklen hat Charlotte Salomon mit nur 26 Jahren hinterlassen , als sie 1943 nach Ausschwitz deportiert und dort im 5. Monat schwanger ermordet wird ! Kurz war ihr bewegtes Leben, schrecklich tragisch die Familienkonstellation in der sie aufwuchs,- Mutter ,Tante und Großmutter wählten den Freitod ! Mit diesem schweren Erbe und künstlerisch in keinster Weise öffentlich anerkannt, wählte sie jedoch genau diesen Weg , um sich auszudrücken und ihre Traumata zu bewältigen. 1939 floh sie vor dem Naziregime nach Frankreich und erarbeitete in kürzester Zeit ihr unglaubliches Gesamtwerk. Den Lebenspuren dieser jungen jüdischen Künstlerin ist David Foenkinos in seinem neuesten Buch nachgegangen. Behutsam, voller Respekt und Zuneigung hat er sich Charlotte genähert und ihr ein anrührendes, poetisches Zeugnis gesetzt , bei dem jedes Wort genau trifft und den Leser von der ersten Seite an mitnimmt und bis zum bitteren Ende nicht mehr loslässt. Ein großartiges Buch !

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Das ist mein ganzes Leben.
von Evelyn Roewekamp aus Rostock am 24.06.2015

Diese Künstlerin kannte ich nicht. Foenkino begibt sich auf Spurensuche nach Charlotte Salomon. Ein jüdisches, privilegiertes Leben um 1930. Das wird so nicht bleiben. In einem atemlosen dokumentarischen Stil, eindringlich, erzählt der Autor diese dramatische Lebensgeschichte .

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In “Charlotte” erzählt Foenkinos das Leben von Charlotte Salomon. Sie war eine deutsch-jüdische Malerin, getötet 1943 in Auschwitz. Um ihre Geschichte zu erzählen, hat Foenkinos am Zeilenende verharrt. Er hat eine Pause gemacht und in der nächsten Zeile neu begonnen. So wie ich jetzt. Zeile um Zeile. Warum hat er das gemacht? Prosatexte in Versform, die... In “Charlotte” erzählt Foenkinos das Leben von Charlotte Salomon. Sie war eine deutsch-jüdische Malerin, getötet 1943 in Auschwitz. Um ihre Geschichte zu erzählen, hat Foenkinos am Zeilenende verharrt. Er hat eine Pause gemacht und in der nächsten Zeile neu begonnen. So wie ich jetzt. Zeile um Zeile. Warum hat er das gemacht? Prosatexte in Versform, die gab es schon vorher. Einzigartige Sätze nach denen man atmen muss. Aber sind seine Sätze so? Sind seine Sätze einzigartig? Paula macht sich Sorgen. Das Glück lässt sie alles vergessen. Der junge Mann hat einen Knüppel in der Hand und einen Hund an seiner Seite. Kritiker sagen es ist Lyrik in Prosaform. “Die Poesie ist eine redende Malerei”, sagt Plutarch. Foenkinos bestaunte ihr Werk “Leben? Oder Theater?” im Museum. Malerei, Text, Musikangaben. Ein Singspiel. Ich konnte nicht in Worte fassen, was in mir vorging. Er denkt über ihre Malerei: Es stellte sich sofort so etwas wie Vertrautheit ein. Alles war da. Und leuchtete in schillernden Farben. Es ist ihr künstlerisches Vermächtnis, das er so beschreibt. Sie hat es im Exil in Südfrankreich gemalt. Sie übergab, das, was sie ihr Leben nannte, einem Freund, bevor es vorbei war. Er sieht Deutschland in ihren Bildern. All das, was mich seit Jahren beschäftigte. Warburg und die Malerei. Deutsche Literatur. Musik und Wahnsinn. Er mag Berlin, das Bauhaus, die deutsche Sprache und Musik. Warum? Es gibt kein weil, es gibt bloße Anziehung. Seine Obsession mit Deutschland kulminiert in Charlotte. Ganz Fan besucht Foenkinos alle Orte, an denen sie je war. Ihr Geburtshaus von außen. Die Schule von innen. Die Villa in Villefranche von außen. Das Apartment in Nizza von innen. Wie ein Tourist auf den Spuren von… reist er ihr nach. Sein Blick bleibt stets bewunderndes Erstaunen. Er erfährt, dass sie und ihr Ehemann denunziert wurden, man weiß, von wem. Ich bin überrascht. Nun ja. Weiß nicht, was ich davon halten soll. So geht es mir mit diesem Roman. Der für mich eine Nacherzählung ist. Eine phantasievolle Personenbeschreibung. Eine Hommage an Lotte ist es nicht. Lotte war eine spannende Künstlerin und verdient Ehre für ihr Werk. Lotte war ein Opfer dieser Unmenschen, aber das ist keine Ehre. Ich musste oft an Frida Kahlo denken, als ich Charlotte las. Frida war das Opfer eines Verkehrsunfalls, aber das sagt nichts über ihre Kunst. Fridas Werk ist alle Ehren wert. Foenkinos Bewunderung treibt ihn bis nach Auschwitz. Sein Ehrgeiz macht vor ihrem letzten Gang nicht halt. Reglos steht sie inmitten der anderen. Sie scheint sich aus der Zeit zu winden. Und ist doch immer noch da. Lotte war auch vor Foenkinos Charlotte noch da. Ihr Werk von knapp 1000 Seiten hat überlebt. Sie hatte schon Ausstellungen in Europa. Es gibt Bücher über sie. Keine Millionen wussten von ihr, doch schon die sehr Kunstinteressierten. Er hat ihr Leben seinem Publikum bekannt gemacht, das ist jetzt sein Verdienst. Mir ist das nicht genug. Lotte hätte einen literarischen Roman verdient als Künstlerin und Mensch. Wenn das Ganze mehr als seine Teile ist, dann sollte Lotte Salomon doch mehr sein als Opfer und Obsession.

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von einer Kundin/einem Kunden am 06.12.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein tolles Buch! In ungewöhnlichem, vermeintlich distanziertem Stil beschreibt Foenkinos das Schicksal von Charlotte Salomon- und schafft grade dadurch eine unglaubliche Nähe.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Tragisches Künstlerportrait, das uns mit seiner etwas unkonventionellen Erzählweise mit in das kurze Leben einer ungewöhnlichen Frau nimmt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Charlotte macht einen sprachlos vor Begeisterung, Betroffenheit und Schönheit. Eins dieser ganz besonderen Bücher, die man als Leser entdecken darf....

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Charlotte Salomon ist eine Frau, die unbedingt entdeckt werden muss! Foenkinos hat seinem Roman eine beeindruckende literarische Form gegeben, in der man sich ihr sehr nahe fühlt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Foenkino einmal ganz anders! Literarisch gewagt, in kurzen prägnanten Sätzen beschreibt er das Leben und Leiden der Malerin Charlotte Salomon. Lassen Sie sich darauf ein, es lohnt!

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