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Christus kam nur bis Eboli

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Leben in Mezzogiorno
Die grosse literarische Dokumentation des italienischen Südens - ein Klassiker des italienischen Neorealismus.
Lukanien, ganz unten am Stiefel. Dort, wo Eisenbahn und Strasse die Küste von Salerno verlassen, liegt Eboli, und dahinter beginnt der Mezzogiorno, dessen Bewohner sagen: "Wir sind keine Menschen, keine Christen, wir sind Tiere, denn Christus kam nur bis Eboli, aber nicht weiter, nicht zu uns."
In diese gottverlassene Gegend bringen im Spätsommer 1935 zwei Carabinieri den Turiner Arzt Carlo Levi. Er ist ein confinato politico, einer, den das Regime wegen seiner antifaschistischen Aktivitäten aus der Grossstadt in die Verbannung schickt. Ernste und von Malaria ausgezehrte Gesichter blicken ihm entgegen. Die Kargheit der von der Zivilisation unberührten Landschaft findet Ausdruck in der resignativen Haltung der Bauern und ihrer Schicksalsergebenheit.
Levi gewinnt jedoch die Zuneigung dieser Menschen, als er den anscheinend sinnlosen Kampf gegen die Malaria aufnimmt. In den zwei Jahren seines Zusammenlebens mit ihnen betreut der Arzt Levi die Kranken, der Schriftsteller und Maler in ihm porträtiert Jahre später die Landschaft und ihre Menschen: Eindringlich erfasst Carlo Levi das archaische Leben im Mezzogiorno, den Alltag dieser Bauern, ihre Kümmernisse und Krankheiten, aber auch ihre Feste, ihre geheimen Hoffnungen und Wünsche. Doch nach seiner Abreise sinken die Menschen in ihr dumpfes Dasein zurück. "Es regnet auf den, der schon nass ist", sagt man in dieser Gegend.
Portrait
Carlo Levi wurde 1902 in Turin als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Er studierte Medizin und schloss sich schon früh der linksintellektuellen, antifaschistischen Arbeiterbewegung an. Später sollte er zu einer der führenden Persönlichkeiten des italienischen Widerstandes werden. Noch während des Studiums wendet er sich der Malerei zu und arbeitet bis zum Verbot seiner Bilder in Italien erfolgreich als Maler. Mitte der zwanziger Jahre geht er in den Untergrund, wird 1935 verhaftet und in die Verbannung nach Süditalien geschickt. Nach der Befreiung Italiens leitet er in Rom die linksliberale Tageszeitung Italia Libera. Er lebte bis zu seinem Tod 1975 als Maler und Feuilletonist.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.01.2003
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13039-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/118/20 mm
Gewicht 238
Originaltitel Cristo si e fermato a Eboli
Auflage 7. Auflage
Verkaufsrang 34.149
Buch (Taschenbuch)
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Ein Buch, das Sie durch Ihr ganzes Leben begleiten wird.
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 03.05.2013

Carlo Levi, Arzt, Maler, Journalist aus Turin, wurde 1935 in die Verbannung nach Süditalien geschickt. Zwei Jahre lang lebte er in einem kleinen, armseligen Dorf mit den Bauern zusammen. Das Elend dort war groß, denn das Dorf lag südlich von Eboli. Und wie wir Alle nach der Lektüre... Carlo Levi, Arzt, Maler, Journalist aus Turin, wurde 1935 in die Verbannung nach Süditalien geschickt. Zwei Jahre lang lebte er in einem kleinen, armseligen Dorf mit den Bauern zusammen. Das Elend dort war groß, denn das Dorf lag südlich von Eboli. Und wie wir Alle nach der Lektüre des Buches begriffen haben: "Christus kam nur bis Eboli". Alle anderen Orte sind wohl von ihm vergessen worden? Ein kluges, sehr zu Herzen gehendes Buch.

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