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Clockwork Orange

Roman. Die Urfassung

(1)
Alex ist Anführer einer Londoner Jugendbande und begeisterter Beethoven-Fan. Seine Gang lebt in einem trostlosen Vorort und benutzt eine eigenwillige Sprache, einen von russischen Brocken durchsetzten Slang. Ihr Leben dreht sich um Schlägereien mit anderen Gangs, Raubüberfälle und Vergewaltigungen. Alex’ Eltern kriegen ihn nicht in den Griff, denn er hat keinerlei Respekt vor ihnen. Aber auch Alex’ Freunde sind mit ihrem Anführer nicht mehr zufrieden. Bei einem ihrer Raubzüge lassen sie ihn im Stich und die Polizei nimmt ihn fest. Wegen Mordes wird er zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, bekommt aber eine letzte Chance: Ein neuartiges Experiment soll ihn zu einem guten Bürger umerziehen.
Der grosse Roman von Anthony Burgess über Gut und Böse, über Freiheit und Zwang in neuer Übersetzung der ursprünglichen Fassung. Mit ergänzenden Texten zu Buch, Film und Theaterstück.
Rezension
"Die Neuübersetzung von "Clockwork Orange" ist durch und durch gelungen und ein horrorshow Lesevergnügen. Ein Klassiker für die Ewigkeit."
Jutta Ladwig, Literatur-community.com, 4.5.2014
"Blumenbach findet einen flüssigen Erzählstil ... und auch sonst vermittelt er dem deutschen Leser den grossen Reichtum an Tonfällen, über die der Erzähler verfügt, vom hohen Bibelton über unterwürfige Anpasserei bis zu eben dem kruden Jargon."
Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, 28.3.2014
Portrait
Anthony Burgess, geboren 1917 in Manchester, studierte und unterrichtete englische Literatur. Er komponierte, schrieb Libretti, Essays, Drehbücher, Sachbücher, Übersetzungen und ungefähr dreissig Romane. Burgess starb 1993 in London.
Ulrich Blumenbach, geb. 1964 in Hannover, lebt in Basel. Er studierte Anglistik und Germanistik in Münster, Sheffield und Berlin. Seit 1993 übersetzt er Romane und Essays, u. a. von Paul Beatty, Agatha Christie, Kinky Friedman, Stephen Fry, Arthur Miller und Tobias Wolff ins Deutsche. 2009 erhielt er den Ledig-Rowohlt-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Andrew Biswell
Seitenzahl 345
Erscheinungsdatum 23.09.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-93990-3
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 210/136/27 mm
Gewicht 460
Originaltitel A Clockwork Orange
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 19.334
Buch (gebundene Ausgabe)
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Einfach Horroschow!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2015

Dass Klassiker nicht immer langeilig und verstaubt sein müssen, beweist Anthony Burgess in seinem Roman "Clockwork Orange" vortrefflich! Zar ist das erste Kapitel relativ schwer zu lesen, da man sich erst in den stark ans russische angelehnte Slang des Protagonisten gewöhnen muss, doch nach den ersten Seiten taucht man... Dass Klassiker nicht immer langeilig und verstaubt sein müssen, beweist Anthony Burgess in seinem Roman "Clockwork Orange" vortrefflich! Zar ist das erste Kapitel relativ schwer zu lesen, da man sich erst in den stark ans russische angelehnte Slang des Protagonisten gewöhnen muss, doch nach den ersten Seiten taucht man gänzlich in Alex` Welt aus Brutalität und Gewalt ein. Dabei gerät der Leser in eine moralische Grauzone, zwischen Sympathien gegenüber des Jugendlichen und der Tatsache, dass seine Verbrechen nicht gutzuheißen sind. Aber wie hart sollten Strafen sein? Und wo hört das Gesetzt auf und beginnt die Unmenschlichkeit der Justiz?

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schrecklich !!!!!
von Blacky am 12.06.2011
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Kurzbeschreibung: Jeden Abend treffen sich Alex und seine "Droogs" in der Milchbar und ziehen dann, mit Drogen aufgeheizt und in ihrem Spezialjargon sprechend, durch die Nacht, eine blutige Spur von Brutalität, Schlägerei, Verwüstung und Vergewaltigung hinter sich lassend. Alex ist der schlimmste von allen, der Beethovens Musik besonders liebt, weil... Kurzbeschreibung: Jeden Abend treffen sich Alex und seine "Droogs" in der Milchbar und ziehen dann, mit Drogen aufgeheizt und in ihrem Spezialjargon sprechend, durch die Nacht, eine blutige Spur von Brutalität, Schlägerei, Verwüstung und Vergewaltigung hinter sich lassend. Alex ist der schlimmste von allen, der Beethovens Musik besonders liebt, weil sie seine Gewaltlust zusätzlich anstachelt und inspiriert. Als er aber in das Haus einer Katzenliebhaberin einbricht und sie dabei im Handgemenge totschlägt, verraten ihn seine Droogs an die Polizei, und das Blatt wendet sich radikal. Alex kommt ins Gefängnis. An ihm wird dann, um ihn von seiner zügellosen Gewalttätigkeit zu heilen, ein neues Gehirnwäscheverfahren angewandt, das den wilden, bösen Alex in ein gesetzestreues angepasstes Mitglied der Gesellschaft verwandeln soll. "Freilich, Brüder, dieses Ludovico-Zeugs wirkte wie eine Impfung, und es zirkulierte nun in meinem Kroffi , und darum würde mir nun für immer und in Ewigkeit, Amen, übel werden, sobald ich irgendwas Ultrabrutales mit ansah." Tatsächlich wird der Täter zum Opfer, an dem sich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis die früher Misshandelten grausam rächen. Nach einem Selbstmordversuch von Alex und einer erregten öffentlichen Debatte soll sein altes Selbst wieder hergestellt werden ... Nach obiger Kurzbeschreibung war ich sehr gespannt auf dieses Werk. Es hörte sich spannend und faszinierend an. Nach der Lektüre frage ich mich allerdings, was das ganze soll und für wen es geschrieben wurde. Die Sprache ist kaum zu verstehen (man gewöhnt sich erst nach einiger Zeit daran) und das Ende lässt doch sehr zu wünschen übrig. Man gewinnt den Eindruck, dass es normal ist, sich als Jugendliche(r) so zu verhalten und wenn man dann erwachsen wird ist man plötzlich ein ganz neuer Mensch. Zugegeben, was Alex im Mittelteil durchzustehen hat ist nicht weniger grausam, als das, was er und seine Freunde im ersten Teil ihren Mitmenschen antun, aber ehrlich gesagt, hat sich mir das ganze überhaupt nicht erschlossen. Als ich am Ende diese "Werkes angekommen war, war das erste, was mir eínfiel "Hoffentlich liest oder hört das kein Jugendlicher. Es ist ja fast ein Freibrief brutal zu sein, denn wenn man Erwachsen wird, ist die Jugend vergessen" Leider (oder eher "Gott sei Dank") ist das aber nicht so und ein Mensch ändert sich nicht von jetzt auf gleich. Ich persönlich würde von diesem "Werk" nur abraten

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Gehirnwäsche ist nicht immer das Mittel grgen aufsässige Jugendliche....

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von einer Kundin/einem Kunden aus Muenster am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine Gesellschaftsstudie, die jeder gelesen haben sollte.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein Klassiker unter den großen Dystopien.

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Uhrwerk-Mensch?
von einer Kundin/einem Kunden aus Ingersheim am 17.05.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ein Klassiker und ein Must-Read. Burgess wirft eine philosophische Grundfrage auf, welche sich jeder einmal gestellt haben sollte. Mehr erfahren Sie auf: https://seitenweiser.wordpress.com/2015/05/17/uhrwerk-mensch/

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Nadsat-Glossar
von einer Kundin/einem Kunden am 04.01.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Der Roman Clockwork Orange von Anthony Burgess ist Meisterklasse. Was weniger gut ist, ist die Handhabung des Nadsat-Glossar, der sich in der Ebook-Version auf Seite 177 befindet. Effektif ist es auf meinem Reader (Sony PRS-T3) mühsam die speziellen Wörter des Nadsat-Glossar nachzuschlagen. Diese Wörter (ungefähr 200 an der Zahl)... Der Roman Clockwork Orange von Anthony Burgess ist Meisterklasse. Was weniger gut ist, ist die Handhabung des Nadsat-Glossar, der sich in der Ebook-Version auf Seite 177 befindet. Effektif ist es auf meinem Reader (Sony PRS-T3) mühsam die speziellen Wörter des Nadsat-Glossar nachzuschlagen. Diese Wörter (ungefähr 200 an der Zahl) kommen sehr oft vor und man braucht etwa 40 Seiten bis man sich an die Redewendung von Burgess gewöhnt hat. Nachher erinnert man sich auch an die Wörter und braucht nicht mehr so oft nachzuschlagen. Darum habe ich ein PDF-File erstellt mit dem gesammten Nadsat-Glossar, in ausgedruckt und kann so ohne grosse Problemen die Bedeutung der Wörter nachschlagen...Im übrigen ein grosses Bravo an den Übersetzer Ulrich Blumenbach für die wirklich gelungene neue Version des Romanes. Zudem gibt es in der Ebook-Version den Prolog der Musical-Version die Anthony Burgess 1986 geschrieben hat. Ebenfalls als Epilog: "Malenkiges Goworitzen über die Molodoj" (Ein bisschen Gespräch über die Jugend) eine Dialogfassung für eine Zeitung und noch 12 andere Zusätze, Interviews und weiteres im Bezug zum Roman. Viel Spass beim Lesen...

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Wie ein Tollschock in's Litso!
von Iris Donnert aus Wien am 18.08.2012
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Was macht einen guten Menschen aus? Aufrichtiges Denken, oder reicht nicht oft schon, das, im Verständnis der Masse, Richtige zu tun? Alex und seine 'Droogs' (Freunde) besitzen weder das eine, noch tun sie das andere. Ihre allabendliche Beschäftigung besteht aus Schlägerei, Folter, Diebstahl und Vergewaltigung. Kein Funken Mitleid oder Moral... Was macht einen guten Menschen aus? Aufrichtiges Denken, oder reicht nicht oft schon, das, im Verständnis der Masse, Richtige zu tun? Alex und seine 'Droogs' (Freunde) besitzen weder das eine, noch tun sie das andere. Ihre allabendliche Beschäftigung besteht aus Schlägerei, Folter, Diebstahl und Vergewaltigung. Kein Funken Mitleid oder Moral ist in ihnen vorhanden und doch scheint das Glück ihnen immer hold. Während eines Einbruchs ermordet Alex jedoch eine alte Dame, woraufhin die Polize ihn in die Finger bekommt. Lange scheint es, als würde er den Großteil seines Lebens in einer Gemeinschaftszelle verbringen, bis er ein verlockendes Angebot erhält: Freiheit gegen Resozialisierung durch fragwürdige, manipulative Methoden. So unaufhaltsam, wie die Zeiger einer Uhr, verstrickt sich Alex immer mehr in politische Machtkämpfe und der Frage nach moralischen und ethischen Grundsätzen. Schon lange stand A Clockwork Orange auf meiner Leseliste, nun konnte ich es mir endlich zu Gemüte führen und ich muss sagen, dass ich es echt horrorshow fand! Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, verleiht dem Schauplatz und den Charakteren allerdings Authentizität. Erschreckend, wie gut man sich in diese Dystopie hineindenken kann und wieviel man von der Fiktion in der Realität wiederfindet.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein schockierender Klassiker über Gut und Böse. Das ganze Buch ist eigentlich eine einzige Horrorshoe, aber vielleicht ist es gerade deshalb für viele ein absolutes Kultbuch.

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Freier Wille - ein immer aktuelles Thema
von Vanessa Egger aus Innsbruck am 07.02.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Alex ist ein intelligenter Teenager der auf Abwege gerät und Freude an anderer Menschen Leid empfindet. Es kommt wie es kommen muss und er wird verhaftet und eingesperrt. Nach zwei Jahren wird er für ein neues verfahren ausgewählt, bei dem es darum geht, dass sein Körper mit Unwohlsein und... Alex ist ein intelligenter Teenager der auf Abwege gerät und Freude an anderer Menschen Leid empfindet. Es kommt wie es kommen muss und er wird verhaftet und eingesperrt. Nach zwei Jahren wird er für ein neues verfahren ausgewählt, bei dem es darum geht, dass sein Körper mit Unwohlsein und Übelkeit reagiert wenn er Gewalt sieht. Nur einen Stern abzug gibt es weil viele Wörter Begriffe aus der sogenannten Nadsat-Sprache sind und es den Lesefluss unterbricht ständig diese Wörter nachschlagen zu müssen.

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Hey! Hier kommt Alex ...
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 02.03.2013
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Vorneweg: Um Burgess' „Clockwork Orange“ erfassen (von „genießen“ will ich in diesem Fall lieber nicht sprechen) zu können, braucht es zu Beginn vor allem eins: Geduld. Der im Stil eines Berichts und in „Nadsat“, ein auf Basis der russischen Sprache konstruierter Jugendslang, vorgetragene Roman, macht den Einstieg alles andere... Vorneweg: Um Burgess' „Clockwork Orange“ erfassen (von „genießen“ will ich in diesem Fall lieber nicht sprechen) zu können, braucht es zu Beginn vor allem eins: Geduld. Der im Stil eines Berichts und in „Nadsat“, ein auf Basis der russischen Sprache konstruierter Jugendslang, vorgetragene Roman, macht den Einstieg alles andere als leicht. Stil und Wortwahl sind vom Fleck weg scharf, kantig, unverdaulich. Nur dank des Glossars am Ende des Buches, in dem man die Bedeutung der einzelnen Begriffe nachschlagen kann, kommt man überhaupt über die ersten Seiten. Hat man die jedoch schließlich im wahrsten Sinne des Wortes überstanden, stellt sich recht bald ein Leserhythmus ein. Und mehr noch: Burgess' Gebrauch des Nadsat verfremdet nicht nur nur die beschriebenen Gewaltdarstellungen – er verleiht dem Erzählten zugleich dieses Quäntchen mehr Authentizität, welches es uns ermöglicht, die Welt von „Clockwork Orange“ besser zu begreifen. In gewissem Sinne ist hier also eher die Sprache als letztlich der Inhalt Informationsträger, weshalb sich wohl der Autor auch eine längere Einleitung gespart hat. Neben der anfänglichen Geduld verlangt Burgess dem Leser zudem ein gewisses dickes Fell ab, da Alex und seine „Droogs“ Gewalt nicht einfach nur ausüben, sondern diese mit voller Freude und Euphorie zelebrieren. Brutal und grausam werden Frauen vergewaltigt, Wehrlose bis zur Bewusstlosigkeit und darüber hinaus geprügelt. Je mehr Angst das Opfer hat, je mehr Schmerzen es leidet, um so mehr ergötzen sich die Täter an ihrem Spiel. Zartbesaitete werden hier bereits recht früh ausgesiebt und das Buch wohl an die Seite legen. Doch Burgess' detaillierte Schilderungen des Zerstörungsrausches sind mehr als nur ein zweckfreies Stilmittel. Besonders im Hinblick auf die zweite Hälfte des Romans gewinnen die von Alex' verübten Gewalttaten eine tiefere Bedeutung. Zentrale Frage ist nämlich schließlich, was schlechter ist: Den Menschen zum Gutsein zu konditionieren oder ihm die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, ob er gut oder böse sein will. Wie weit sollte und darf ein Staat überhaupt gehen, um die asozialen, nicht zu integrierenden Elemente in der Gesellschaft so weit medizinisch zu behandeln, damit sie keine Bedrohung mehr darstellen? Und wenn die Würde des Menschen unantastbar ist – gilt dies nicht auch für den Täter? Im Anschluss an Alex' „Heilung“ muss sich der Leser diesen Fragen unausweichlich stellen. Und es ist der Genialität des Autors zu verdanken, dass es ihm gelingt, trotz Alex' vorangegangener Taten, Mitleid für diesen zu erwecken. Plötzlich begreift man, nicht zuletzt auch durch die Handlungen der Eltern, dass er auch schon vor dem medizinischen Eingriff ebenfalls in gewisser Art und Weise ein Opfer war. Ihm nun seine Entscheidungsfähigkeit zu nehmen, sogar die Freude an der Musik, stellt somit letztlich genauso ein Verbrechen dar. Nur halt diesmal verübt vom Staat. Bei all der drastischen Gewalt, den brutalen Schilderungen, der erbarmungslosen Härte - „Clockwork Orange“ ist, besonders gegen Ende hin, ein Roman, welcher zur Reflexion anregt, nachdenklich stimmt. Ein in seinen Mitteln vielleicht ungewöhnlicher und sperriger, aber in der Wirkung äußerst treffsicherer Klassiker, dessen Vision in großen Teilen bereits ernüchternde Wirklichkeit ist.

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Clockwork Orange
von einer Kundin/einem Kunden am 21.06.2010
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ein außergewöhnliches Buch das beim Lesen fast schon ein beklemmendes Gefühl hervorruft. Mit radikaler Offenheit beschreibt Anthony Burgess die Welt von Alex und seinen Droogs für die Gewalt und Brutalität allgegenwärtig ist. Als die Situation eskaliert wird Alex zu 14 Jahren Haft verurteilt. Um der Strafe zu entgehen willigt Alex... Ein außergewöhnliches Buch das beim Lesen fast schon ein beklemmendes Gefühl hervorruft. Mit radikaler Offenheit beschreibt Anthony Burgess die Welt von Alex und seinen Droogs für die Gewalt und Brutalität allgegenwärtig ist. Als die Situation eskaliert wird Alex zu 14 Jahren Haft verurteilt. Um der Strafe zu entgehen willigt Alex ein bei einem Resozialisationsprogramm teilzunehmen das jede Grenze überschreitet. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven!!!

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Ein Meisterwerk! Aber nichts für schwache Nerven.
von Alexandra Graf aus St.Gallen am 12.06.2010
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Alex ist ein Monster. Er kennt keine Gefühle, keine Grenzen. Das Einzige, dass im eine Befriedigung gibt ist das Morden, Prügeln und Vergewaltigen. Er ist unbelehrbar. Doch man findet ein Mittel, um Alex zu läutern. Doch zu welchem Preis? Und wer ist nun das Monster? Ein Schocker! Ein Meisterwerk!... Alex ist ein Monster. Er kennt keine Gefühle, keine Grenzen. Das Einzige, dass im eine Befriedigung gibt ist das Morden, Prügeln und Vergewaltigen. Er ist unbelehrbar. Doch man findet ein Mittel, um Alex zu läutern. Doch zu welchem Preis? Und wer ist nun das Monster? Ein Schocker! Ein Meisterwerk! Sie werden fassungslos den Kopf schütteln. Sie werden schaudern. Diese subtile Gefühlslosigkeit geht tief unter die Haut. Sie werden dieses Buch nie vergessen!

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Ein wirklich horrorshow Buch
von Thomas Zörner aus Lentia am 04.08.2008
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Anthony Burgess hat ein umfassendes Werk an Romanen verfasst, jedoch erleidet es das selbe Schicksal wie jenes von Ray Bradbury, es steht im Schatten des bekanntesten Buches des Autors. Im Falle von "Clockwork Orange" ist dies aber kein Wunder, denn ein derart radikales Buch liest bzw schreibt man nur... Anthony Burgess hat ein umfassendes Werk an Romanen verfasst, jedoch erleidet es das selbe Schicksal wie jenes von Ray Bradbury, es steht im Schatten des bekanntesten Buches des Autors. Im Falle von "Clockwork Orange" ist dies aber kein Wunder, denn ein derart radikales Buch liest bzw schreibt man nur einmal. Es ist sozusagen das ältere Trainspotting. Alex ist ein Rowdy und schlicht ein Verbrecher. Er raubt, schlägt sich, vergewaltigt und im Endeffekt mordet er auch noch. Dies handelt ihm schlussendlich eine Haftstrafe ein, während der er sich durch gute Führung auszeichnen möchte. Schließlich wird Alex für ein neues Programm der Regierung ausgewählt, in Zuge dessen Straftäter mittels filmischer Konfrontation von Gewalt zu "guten" Bürgern gemacht werden. "Clockwork Orange" ist nicht nur die Studie eine zukünftigen, extrem gewaltbereiten Gesellschaft, sondern auch eine Charakterstudie von sich selbst. Wie reagiert man als Leser auf die Figure, den "Helden" der Geschichte, Alex? Am Anfang mit Abscheu natürlich, wer sympathisiert schon mit einem Vergewaltiger und Mörder? Als er schließlich ins Gefängnis kommt, empfindet man Genugtuung, aber auch einen Anflug von Mitleid, aufgrund des Verrats durch seine Freunde. Als Alex schließlich in das Programm der Regierung aufgenommen wird, empfindet man tatsächliches Mitleid, denn er leidet Qualen und am Ende des Buches ist er der Gesellschaft vollkommen ausgeliefert und kann sich nicht mehr wehren, was ihn nun zum Opfer dieser macht und auch zum Spielball seiner eigenen alten Opfer. "Clockwork Orange" ist ein Buch das jeder gelesen haben sollte, denn es führt uns nicht nur an die Abgründe der Gesellschaft, sondern teils auch an unsere eigenen.

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Ich kann das Buch mit der ISBN Nummer 3-453-16413-X (in dieser Übersetzung ist "Dim" nicht mit "Doofie" übersetzt) nur weiterempfehlen! Meiner Meinung nach ist der Film (bis auf einige Änderungen/Auslassungen und ein vorzeitiges Ende) sehr nah am Buch. Ich bin - wie vermutlich die meisten - über den Film auf... Ich kann das Buch mit der ISBN Nummer 3-453-16413-X (in dieser Übersetzung ist "Dim" nicht mit "Doofie" übersetzt) nur weiterempfehlen! Meiner Meinung nach ist der Film (bis auf einige Änderungen/Auslassungen und ein vorzeitiges Ende) sehr nah am Buch. Ich bin - wie vermutlich die meisten - über den Film auf das Buch aufmerksam geworden. Wer mit der Thematik um Selbstbestimmung bzw. das Recht zu entscheiden etwas anfangen kann, dem würde ich das Buch umbedingt empfehlen.

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0 2
Großartiges Buch, aber nur durchschnittliche Übersetzung
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 24.03.2011
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Über das Werk selbst ist wohl genug gesagt und genug bekannt. Ich möchte hier aber den deutlichen Hinweis geben, dass die hier vorliegende Übersetzung von Krege nicht an die alte Übersetzung von Brumm herankommt, Man muss mehrfach unfreiwillige Komig ertragen. Empfehlung: Die Übersetzung von Brumm gebraucht kaufen!

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