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Das Büro der einsamen Toten

Der erste Fall für Pieter Posthumus. Roman

(8)

Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stösst er auf so manche Ungereimtheit. In der Prinsengracht ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen ...

Rezension
Kati Wascher, Thalia-Buchhändlerin und Krimi-Süchtige sagt:
Es gibt viele Dinge, die ein Buch ansprechend machen. In diesem Fall ist es zunächst einmal das ziemlich coole Cover, das einen schon von Weitem geradezu magnetisch anzieht. Noch besser allerdings ist, dass der Inhalt hält, was das Äußere verspricht! Das "Büro der einsamen Toten" ist eine Einrichtung der Stadt Amsterdam, die sich um jene Leichen kümmert, die keine Freunde, Familie oder sonstige Angehörigen haben, und deren Beisetzung organisiert. Pieter Posthumus arbeitet für dieses Büro und ist dabei ein wenig gründlicher, als es seinen Kollegen lieb ist. Er möchte verstehen, wer seine "Kunden" zu Lebzeiten waren, wie sie lebten und was ihnen wichtig war, um ein für sie passendes Begräbnis zu arrangieren. Eines Tages hat er den Fall eines ertrunkenen jungen Marokkaners auf dem Schreibtisch und stößt bei seinen Nachforschungen zufällig auf echte und vermeintliche Terroristen, politische Verwicklungen und ganz persönliche Tragödien. Britta Bolt, alias Britta Böhler und Rodney Bolt, gibt hier ein fesselndes Debüt mit einem faszinierenden Protagonisten, der ein wenig an Hercule Poirot von Großmeisterin Agatha Christie erinnert. Darüber hinaus vermittelt Bolt ein sehr anschauliches Bild von Amsterdam, sodass man als Leser das Gefühl hat, man würde mit Pieter Posthumus Seite an Seite durch die Stadt streifen. Wer also mal einen Krimi der etwas anderen Art lesen möchte, sollte hier unbedingt zugreifen!
Portrait

Britta Bolt ist das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt. Rodney Bolt, in Südafrika geboren, ist Autor mehrerer Biographien, Dramatiker und Reisejournalist. Nach Stationen in Cambridge und London lebt er seit den 90er Jahren in Amsterdam. Britta Böhler, in Freiburg im Breisgau geboren, hat viele Jahre als Anwältin gearbeitet. 1991 zog sie in die Niederlande und wurde dort berühmt durch ihre strafrechtlichen Mandate und ihre Haltung zur Anti-Terror-Gesetzgebung. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 11.03.2015
Serie Pieter Posthumus 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-40528-6
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 211/131/35 mm
Gewicht 536
Originaltitel Heldhaftig
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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Interessantes Sujet
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2015

Auch wenn das Amt für Katastrophenschutz u.Bestattungen samt seinen Angestellten eine fiktive Behörde ist,bereitet die Stadt Amsterdam ihren unbekannten Toten durchaus ein Begräbnis mit Musik und Gedichten, Blumen und Kaffee, eine noble Geste in heutigen (Sparzwang-)Zeiten. Das in diesem ersten Roman eines Autorenduos aus den Niederlanden, er von Geburt Südafrikaner,... Auch wenn das Amt für Katastrophenschutz u.Bestattungen samt seinen Angestellten eine fiktive Behörde ist,bereitet die Stadt Amsterdam ihren unbekannten Toten durchaus ein Begräbnis mit Musik und Gedichten, Blumen und Kaffee, eine noble Geste in heutigen (Sparzwang-)Zeiten. Das in diesem ersten Roman eines Autorenduos aus den Niederlanden, er von Geburt Südafrikaner, sie Deutsche (!),das Buch der Beiden auf holländisch herauskam , um dann vom Hoffmann und Campe Verlag aus dem Englischen übersetzt zu werden, ist noch so eine kleine Besonderheit. Und da ich den Namen des "Ermittlers" in diesem Erstling von Britta(Böhler) und (Rodney)Bolt, als natürlich superpassend empfand: nämlich Pieter Posthumus, hatte dieses Buch sozusagen einen Vorschussbonus. Es ist definitiv kein bluttriefender Thriller, sondern ein ruhig erzählter, sich langsam steigernder Roman (wohlgemerkt steht nicht Kriminalroman auf dem Einband...) über einen jungen Mann mit besonderer Mission.Denn besagter Pieter arbeitet mit zwei Kollegen in dieser besonderen Behörde, die für die unbekannten Toten der Stadt Amsterdam zuständig ist.Und Pieter hängt sich immer ganz besonders in seine "Fälle", um mit Akribie und Forscherdrang doch noch irgendwelche Verwandten seiner Toten aufzuspüren.Da er bei seinen Bemühungen aber auch dem niederländischen Geheimdienst ein bißchen in die Quere kommt, bringt er seine Nichte Merel, ihres Zeichens Reporterin ,unbeabsichtigt ein Stück weit in die Schusslinie... Posthumus, von sehr guten Freunden PP genannt, ist eine sympathische Identifikationsfigur mit seelischem Ballast aus der Vergangenheit, die Story rund um junge Migranten und ihre Identitätsprobleme und ein Geheimdienst, der sich am Rande der Legalität bewegt : das alles war gut wegzulesen.Trotzdem hätte ich nichts dagegen, beim nächsten Fall von PP etwas mehr "Showdown" geboten zu bekommen, aber das lässt sich ja vielleicht machen bzw.ist schon passiert, denn ein zweiter Teil ist zumindestens auf englisch schon in Sicht:"Lives Lost", erscheint Mai 2015. P.S.Die Titelbildgestaltung ist übrigens meiner Meinung nach ein echter Hingucker (um Klassen besser als die engl.Ausgabe ), obwohl Handfeuerwaffen eigentlich weniger im Spiel waren :-) .....

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Eher interessant als spannend
von Anne2801 aus Kassel am 24.04.2015

Klappentext "Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges... Klappentext "Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit. In der Prinsengracht ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen ..." Inhalt Pieter Posthumus (der Name ist Programm) wurde aufgrund seiner zu ausufernden Involviertheit in die jeweiligen Fälle strafversetzt und zwar in die Abteilung, die sich um unbekannte Tote in Amsterdam und deren Bestattung kümmert. Doch auch hier genügt es Posthumus nicht, die einfachen Formalien abzuarbeiten und er stürzt sich kopfüber in die "Ermittlung" zweier akuteller Fälle, die seiner Ansicht nach mehr zu bieten haben, als es auf den ersten Blick scheint. So erfährt man viel über religiöse Gruppen in Amsterdam und die Arbeit dieser Behörde der "einsamen Toten" (die es - zumindest so ähnlich - tatsächlich in Holland gibt). Pieter Posthumus, der sympathische Althippie, forscht auf eigene Faust nach den jeweiligen Todesursachen und Verbindungen zwischen zwei Toten, die in Amsterdam gefunden wurden und kommt auf diese Weise mit nicht ganz ungefährlichen Menschen in Kontakt und seine Ermittlungen, die auch die Menschen in seinem Umfeld einbeziehen, laufen Gefahr, außer Kontrolle zu geraten. Leseeindruck/Eigene Meinung Das Buch ist sehr schön geschrieben und vor allem denjenigen, die sich gut in Amsterdam auskennen, wird sich die Stadt aufgrund der guten Lagebeschreibungen vor dem inneren Auge ausbreiten. Pieter Posthumus' Charakter ist sehr gut konstruiert und mir als Leser absolut sympathisch, auch die meisten Personen in seinem näheren Umfeld gefallen mir sehr gut. Es ist durchaus interessant über die Arbeit der Behörde, in der Pieter angestellt ist, zu erfahren und zu sehen, wie ein Fakt mit dem nächsten verwoben ist. Innerhalb des Buches lernt man schnell viele Personen unterschiedlichster Herkunft und Berufsgruppen kennen. Diese Namensflut (die für mich als Nicht-Amsterdam-Kundige noch durch die verschiedenen Straßen- und Viertelnamen ergänzt wurde), war nicht immer einfach zu bewältigen und es wäre schön, wenn sich zu Beginn des Buches eine Art Namensregister befinden würde, der die einzelnen Behörden und Gruppierungen geordnet zusammenfasst. Positiv anzumerken ist der Stadtplan Amsterdams, der sowohl vorn, als auch hinten im Buch zu finden ist. Spannungstechnisch bin ich ehlich gesagt etwas enttäuscht von dem Buch. Da hatte ich wirklich mehr erwartet. So interessant das Leben, Arbeiten und der Charakter von Posthumus auch sind, so langsam nimmt die kriminelle Geschichte Fahrt auf - ich habe eigentlich vergebens darauf gewartet, dass mich die Spannung vollkommen erreicht. Vielmehr plätschert dieser Handlungsstrang nur langsam und seicht vor sich hin. Dennoch gefällt mir die Geschichte an sich gut und deshalb vergebe ich drei Sterne. Fazit Eine Leseempfehlung geht raus an alle Amsterdam-Fans, die sich literarisch etwas in dieser Stadt bewegen möchten. Außerdem an all diejenigen, die gern ermittlerzentrierte Geschichten lesen und nicht allzu großen Wert auf packende Spannungsmomente legen.

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Amsterdam-krimi
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2015

Erster Fall um den ungewöhnlichen Ermittler Pieter Posthumus. Kein Polizist, kein Detektiv, ein Beamter der Stadt Amsterdam. Zuständig für die anonymen Toten dieser Stadt. Und die gibt es häufiger, als man denkt. Obdachlose, Einsame, Touristen, Illegale,.. Pieters Aufgabe ist es die nächsten Angehörigen ausfindig zu machen. Um der Stadt... Erster Fall um den ungewöhnlichen Ermittler Pieter Posthumus. Kein Polizist, kein Detektiv, ein Beamter der Stadt Amsterdam. Zuständig für die anonymen Toten dieser Stadt. Und die gibt es häufiger, als man denkt. Obdachlose, Einsame, Touristen, Illegale,.. Pieters Aufgabe ist es die nächsten Angehörigen ausfindig zu machen. Um der Stadt die Begräbniskosten zu ersparen, denn Amsterdam richtet für jeden der vergessenen Toten ein würdiges Begräbnis aus. Ungereimtheiten um einen Toten in der Prinsengracht lassen Pieter auf seinen ersten Fall stoßen. Diese Büro gibt es in Amsterdam tatsächlich, auch wenn es nicht "Büro der einsamen Toten" heißt, wie in diesem Buch. Die Charaktere haben Potenzial. Schön wenn bald weiter Fälle zu lesen sind, auch wenn man sich an die holländischen Namen erst gewöhnen muss!!

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Nichst ist wie es scheint!
von Tina Bauer aus Essingen am 11.05.2015

Posthumus, ein bei der Amsterdamer Stadtverwaltung angestellter Nachlassverwalter der Toten bringt es nicht über sich, den seltsamen Tod eines jungen Marokkaners abzuschließen. Er beginnt mit Hilfe seiner Assistentin Alex und seiner Nichte Merel selbst zu ermitteln und gerät mitten hinein in eine arabische Terrorzelle. Gleichzeitig ermittelt die Polizei und... Posthumus, ein bei der Amsterdamer Stadtverwaltung angestellter Nachlassverwalter der Toten bringt es nicht über sich, den seltsamen Tod eines jungen Marokkaners abzuschließen. Er beginnt mit Hilfe seiner Assistentin Alex und seiner Nichte Merel selbst zu ermitteln und gerät mitten hinein in eine arabische Terrorzelle. Gleichzeitig ermittelt die Polizei und die Ermittlungsleiterin Lammert muss feststellen, dass hier nichts ist, wie es scheint und beginnt erst an sich und dann an ihrem Chef zu zweifeln. Ein wunderbarer Krimi, der ein fein gesponnenes Spinnennetz webt und wirklich erst ganz zum Schluss in die Mitte trifft und aufzeigt, das Glaube manchmal schwierig sein kann und eine weite Reise in ein fremdes Land nicht immer die Hoffnung auf Erlösung bringen kann. Ich hoffe auf ein weiteres Werk des Krimiautorenteams und bin gespannt auf weitere Storys von PP und den einsamen Toten.

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Das Büro der einsamen Toten
von miss.mesmerized am 26.04.2015

Im „Büro der einsamen Toten“ – genaugenommen das Amt für Katstrophenschutz und Bestattungen ist der Arbeitsplatz von Pieter Posthumus, der sich um nicht identifizierte oder vergessene Tote kümmert, die auf Kosten der Stadt Amsterdam bestattet werden. Ihm sind sie nicht egal und so forscht er stets ein wenig mehr... Im „Büro der einsamen Toten“ – genaugenommen das Amt für Katstrophenschutz und Bestattungen ist der Arbeitsplatz von Pieter Posthumus, der sich um nicht identifizierte oder vergessene Tote kümmert, die auf Kosten der Stadt Amsterdam bestattet werden. Ihm sind sie nicht egal und so forscht er stets ein wenig mehr nach als erforderlich wäre. So stößt er auf den Fall eines Marokkaners, der scheinbar ertrunken ist. Nur entfernte Angehörige hat er in der niederländischen Hauptstadt und seine zahlreichen Reisen nach Brüssel werfen Fragen auf. Auch die Tatsache, dass Posthumus bei der Wohnungsbesichtigung des Toten mit einem Taser überfallen wird, schreckt ihn nicht von weiteren Nachforschungen ab, sondern beflügelt seine Neugier. Doch er ahnt nicht, auf welche Abgründe er hier trifft und wie schnell er in einen hochaktuellen Fall gerät. Der Auftakt einer interessanten Krimireihe, die etwas aus dem Rahmen fällt. Amsterdam als Handlungsort wirkt erfrischend neu bei all den Büchermarkt überflutenden Skandinavien- und Regionalkrimis bzw. den Klassikern aus London und den USA. Vor allem der Ton fällt hier besonders positiv auf, denn es fehlt die künstliche Hochspannung, dramatische Cliffhanger am Kapitelende und drastische Beschreibungen wüster Tatorte. Stattdessen herrscht eine leicht gediegene, aber sehr angenehme Erzählstimme, die einem Vergessen lässt, dass man im Krimi ist und stattdessen die Figuren nicht nur als Krimierfüller, sondern als Charaktere erscheinen lässt. Der Protagonist Pieter Posthumus kann den Roman tragen. Sympathisch, nicht übermächtig, menschlich und mitfühlend nähert er sich dem Fall – tatsächlich ohne ihn klassisch aufzudecken. Die Nebenfiguren – seine Nichte Merele wie auch die Kollegen und privaten Freunde - bilden eine schöne Ergänzung und erscheinen ebenfalls glaubwürdig und authentisch. Der Fall selbst nähert sich in verschiedenen Handlungssträngen, die erst langsam ihren Zusammenhang entschleiern und zunehmend an Brisanz aufbauen. Für mich realitätsnah, aktuell und glaubwürdig. Fazit: eine angenehme Abwechslung im Krimigenre, die auf weitere Bände hoffen lässt.

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Der erste Fall für Pieter Posthumus
von einer Kundin/einem Kunden am 23.06.2015

Ein etwas anderer Ermittler- kein Polizist, kein Privatdetektiv. Pieter Posthumus kümmert sich in Amsterdam von Amts wegen um die Toten, die keinem abgehen. Er versucht ihre Todesursache, die nächsten Verwandten etc herauszufinden und kümmert sich auch um ein Begräbnis. Und er ist definitiv kein reiner Beamter. Manch einer seiner... Ein etwas anderer Ermittler- kein Polizist, kein Privatdetektiv. Pieter Posthumus kümmert sich in Amsterdam von Amts wegen um die Toten, die keinem abgehen. Er versucht ihre Todesursache, die nächsten Verwandten etc herauszufinden und kümmert sich auch um ein Begräbnis. Und er ist definitiv kein reiner Beamter. Manch einer seiner Fälle könnte auch sehr rasch, aber eben für ihn nicht befriedigend abgeschlossen werden. Er kann es nicht lassen, weiter zu forschen: so auch im Fall der Leiche eines jungen Mannes, der in der Prinsengracht gefunden wird. Und was ist mit der Gruppe junger Muslime, die vom Staatsschutz beobachtet wird? Und wer verfolgt wirklich welche Interessen? Nicht nervenzerfetzend, aber interessant und spannend. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

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Pieter Posthumus sollte man sich merken!
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkelenz am 08.05.2015

Mit "Das Büro der einsamen Toten" legt das Autoren-Duo Britta Bolt einen gelungenen Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe mit dem Schauplatz Amsterdam vor. Inhalt: Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der... Mit "Das Büro der einsamen Toten" legt das Autoren-Duo Britta Bolt einen gelungenen Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe mit dem Schauplatz Amsterdam vor. Inhalt: Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit. In der Prinsengracht ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen ..." Im Verlauf des Krimis erhält der Leser einen hervorragenden Einblick in die Stadt Amsterdam. Dem Autoren-Duo ist es gelungen, ein wunderbares Bild der Stadt mit den Grachten abzubilden. Man wird gleich zu einem Besuch von Amsterdam nahezu eingeladen. Die Spannung kommt in diesem Krimi zwar ein wenig zu kurz, doch es gelingt verschiedene Handlungsstränge zu entwickeln, die im Laufe des Buches wieder zusammenfinden. Einer der großen Pluspunkte dieses Krimis. Große Sympathie genießt bei mir die Hauptperson Pieter Posthumus, der sich hier nicht als Ermittler im eigentlichen Sinn präsentiert. Seine Aufgabe liegt vielmehr im Bestreben, den Toten ohne Angehörigen ein würdiges Ausscheiden aus dem Leben zu ermöglichen. Posthumus ist auch als überaus guter Menschenkenner zu verstehen, der sich in die Handlungsweisen seiner Mitmenschen hineinversetzen kann. Für Liebhaber des Thrillers mit Schock- und Grusel-Elementen ist dieses Buch nicht zu empfehlen. Es wirft vielmehr brisante politische Themen auf. Sozusagen auch ein Werk, das für Leser interessant ist, die keine klassischen Krimi-Experten sind. Vielleicht liegt auch hier der Schwachpunkt, weil das Autoren-Duo auf Missstände verweisen will, die nicht nur die niederländische Gesellschaft kennzeichnen. Dieser Umstand beeindruckt zum einen, aber enttäuscht den Krimi-Leser zum anderen. Trotzdem ist die neue Krimi-Reihe um Pieter Posthumus mehr als zu empfehlen!

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Ein guter, lesenswerter Krimi aus Amsterdam
von Wedma am 27.04.2015

Pieter Posthumus ist ein einfühlsamer und rücksichtsvoller Mann etwa um die fünfzig mit einem Faible für gute Kleidung und seltsame Fälle. Er arbeitet bei der Stadtverwaltung, im Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen in Amsterdam. Zu seinem Job gehört u.a., die einsamen Toten in ihren Wohnungen aufzusuchen, die Überbleibsel ihrer... Pieter Posthumus ist ein einfühlsamer und rücksichtsvoller Mann etwa um die fünfzig mit einem Faible für gute Kleidung und seltsame Fälle. Er arbeitet bei der Stadtverwaltung, im Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen in Amsterdam. Zu seinem Job gehört u.a., die einsamen Toten in ihren Wohnungen aufzusuchen, die Überbleibsel ihrer Existenz aufzulösen und ein anständiges Begräbnis für sie zu organisieren. Eines Tages besucht er mit seinem Kollegen die Wohnung vom kürzlich verstorbenen Mann namens Bart Hooft und findet einige Dinge, die seine Aufmerksamkeit wie seinen Spürsinn wecken. Sowohl das ungewöhnliche Zeichen auf dem Arm des Verstorbenen, als auch seine düsteren Gedichte lassen Pieter nicht mehr los und er fängt an, den winzigen Spuren nachzugehen. Einige aktuelle Themen kommen in diesem Zusammenhang gleich ans Licht: lang andauernde Einsamkeit, Depressionen, Selbstmorde in der Großstadt. Auch Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Bedeutung der Familie im heutigen Leben - ein großes Thema, das vom Anfang bis zum Schluss seine Präsenz bewahrt, sind wunderbar, in einprägsamen Bildern und vielfältigen Situationen in diesem Roman ausgearbeitet worden. Pieter selbst hat kein einfaches Verhältnis zur Familie und dafür gibt es einen sehr guten Grund. Viele interessante Figuren trifft man in diesem Krimi. Mohammed, ein vor Jahrzehnten eingewanderter Marokkaner, Möbelladenbesitzer im weiteren Umkreis von Amsterdam, Vater zweier erwachsenen Kinder. Seine Geschichte, seine Gedanken und Sorgen um seine Tochter und vor allem um den Sohn in dieser ihm wenig verständlichen modernen Welt ist ein guter wie ernsthafter Einstieg in eins der zentralen Themen des Romans: Integration der jungen Muslime im Westen. Lebendig, realistisch und menschennah sind die Probleme der neuen Generation geschildert: Die Orientierungs- wie Ausweglosigkeit junger Marokkaner auf der Suche nach eigener Identität, im Spagat zwischen dem Wunsch, die Traditionen wie den Glauben ihres Herkunftslandes zu bewahren, und dem Leben in der westlichen Welt, in dem sie kaum einen Anschluss finden. Es gibt also zwei Welten in dem Roman: die (jungen) Muslime um Mohamed, wie Najib, Mohameds Sohn, ein neunzehnjähriger Hitzkopf, Aissa, Mohameds Tochter, eine kluge, selbstbestimmte junge Frau, die Freunde von Najib, mit denen er sich trifft um über Koran und seine Lehren zu diskutieren, Amir, Mohameds Cousin, etc. Die Einheimischen: Pieter - ein recht ungewöhnlicher Ermittler, sehr erfreulich, dass er ein Mensch mit seiner Vorgeschichte und seinen Fehlern ist, mit einigen Dingen, die er in der Jugend getan hat und nun sein Leben lang bereut. Und ein reizender „Haufen“ um ihn: Anna, Pieters mehr oder weniger Lebensgefährtin, Besitzerin von De Dolle Hond, einer In-Kneipe, wo die Leute um Pieter sich treffen. Alex, eine gut aussehende Studentin, arbeitet in Pieters Amt beim Empfang und hilft ihm begeistert bei den Ermittlungen. Maya, seine Kollegin a lá Bürodrachen, die die Arbeit am Fall Bart Hooft eher hindert. Merel, Pieters Nichte, Journalistin, die bei den Ermittlungen mitwirkt, Cornelius, der Dichter, der die Gedichte Bart Hoofs „die Musik der Seele“ nennt und sonst in der Ermittlung mit seinen Arabischkenntnissen weiterhilft, etc. Der Kontrast zwischen der Lebensweise der Muslime und der einheimischen Amsterdamer ist bildhaft, anhand von lebendigen Szenen ausgearbeitet worden und steht einem klar vorm inneren Auge. Eine dritte Gruppe, gemischt aus Okzident und Orient, stellt die Ermittler der Geheimpolizei sowie ihre Informanten aus der muslimischen Szene dar. Das Ermittlerteam untersucht den Mord am jungen Moslem, der aus der Gracht eines Morgens gefischt wurde, verfolgt dabei aber die eigenen Ziele. Amsterdam spielt schon fast seine eigene Rolle als Ort des Geschehens. Das Flair der Stadt ist gut spürbar. Über einige frühere Essgewohnheiten der Amsterdamer kann man sich heute nur wundern. Interessante Gedanken zu gesellschaftlichen Gepflogenheiten, zur Aufbau und Entwicklung der Gesellschaft fand ich auf S. 206-207: „Zuilen hießen diese getrennten Bereiche – Säulen, auf denen die Gesellschaft ruhte. Kam diese Aufteilung jetzt wieder? Zuilen. Voneinander getrennt, aber gleichberechtigt. …War er gerade auf dem Weg zu einer islamischen Zuil draußen im Westen der Stadt? Oder war es bloß ein Ghetto?“ Mein Eindruck dabei ist: Die Autoren treibt die Sorge um die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung. Und deshalb haben sie einen Kriminalroman geschrieben, um mit ihren klar gezeichneten Bildern und Schicksalen der jungen Muslime in Amsterdam die breite Leserschaft auf die heutige Situation aufmerksam zu machen. Die Problemlösung geht kaum über Sich-der-Situation-verschließen, eher über das Hinsehen und das Verstehen-wollen. Gäbe es eine funktionierende Willkommenskultur, wäre die heutige Lage nicht so prekär. Der Roman liefert nicht nur einprägsame Beispiele zu den akuten Problemen der Gesellschaft, er gibt den Lesern auch mögliche Erklärungen in die Hand, wie es dazu kommt, dass junge Muslime auf die schiefe Bahn geraten und sich von bestimmten Kräften instrumentalisieren lassen, wie ein Orientierungsloser zu dem wird, was er eigentlich nicht werden wollte, wie geschieht es eigentlich, dass die beiden Welten sich immer mehr entfremden. Es ist nicht rechtens, so wie es ist, so darf es nicht weitergehen und muss schleunigst geändert werden. Die Vielfalt und Komplexität der Fragestellungen in dem Roman hat mich sehr beeindruckt. Gut beobachtet und gut umgesetzt. Insgesamt hat mich der Krimi überzeugt. In dem Fall heißt es eindeutig: der Weg ist das Ziel. Fazit: Der Roman ist gut gelungen: solide geplant, gekonnt geschrieben. Überlebensgroße Figuren, die ich gerne im nächten Fall von Pieter Posthumus treffen würde. Der Funke wollte nicht so ganz überspringen. Evtl. liegt es an der Komplexität und der Vielfalt der Themen, vllt. an einigen Schönheitsunebenheiten und etwas zu ruhiger Spannung. Beim nächten Fall aus der Feder von Britta Bolt bin ich gerne dabei.

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Tod in der Prinzengracht
von gaby2707 am 05.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Pieter Posthumus, 47, von seinen Freunden PP genannt, arbeitet bei der Stadtverwaltung Amsterdam in der Abteilung für Bestattungen. Zusammen mit seinen Kollegen Sulung und Maja widmet er sich speziell den „einsamen“ Toten, die keine Angehörigen haben bzw. er versucht, deren Angehörige ausfindig zu machen. Auch die Begräbnisse versucht er... Pieter Posthumus, 47, von seinen Freunden PP genannt, arbeitet bei der Stadtverwaltung Amsterdam in der Abteilung für Bestattungen. Zusammen mit seinen Kollegen Sulung und Maja widmet er sich speziell den „einsamen“ Toten, die keine Angehörigen haben bzw. er versucht, deren Angehörige ausfindig zu machen. Auch die Begräbnisse versucht er einigermaßen würdevoll z.B. mit kleinen Gedichten zu gestalten. Von Mittwoch, dem 11. Mai bis Mittwoch, den 15. Juni bin ich mit PP in Amsterdam unterwegs. In dieser Zeit lerne ich besonders ihn und sein Umfeld etwas näher kennen und bin ganz nahe dran an den Ermittlungen, von denen er mit seiner Akribie nicht die Finger lassen kann. Diesmal beißt er sich an einem jungen Ausländer fest, der eine Djellaba trägt und in einer Gracht ertrunken ist. Fremdverschulden wird zunächst ausgeschlossen, woran PP aber nicht glaubt. Und er sollte Recht haben... Die Autoren nehmen mich mit in eine Stadt, die ich schon einmal kennenlernen durfte. Daher kam es hier und da vor, dass ich eine ungenaue Vorstellung hatte, wo die Geschichte gerade spielte. Der auf den Innenseiten des Buches abgedruckte Stadtplan hat mir da sehr weitergeholfen und ich war immer direkt am Geschehen dabei. Die Stadt mit ihrem ganz eigenen Flair, mit ihren vielen Fahrradfahrern, den wunderschönen alten Häusern, den Grachten, Brücken, den Menschen, aber auch den weniger sehenswerten Teilen der Stadt bekomme ich in diesem Buch sehr gut vermittelt. Ich kann mir vorstellen, dass man da „Appetit“ bekommt, die Stadt einmal selbst zu besuchen. Pieter Posthumus ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Mit seiner etwas behäbigen, sich zeit lassenden Art kann ich ihn mir sehr gut vorstellen. Aber auch die anderen Protagonisten kann ich mir recht bald vor mein inneres Auge aufrufen. Die Geschichte, in der es hauptsächlich um Emigranten aus Marokko und terroristische Aspekte geht, bekomme ich aus zwei verschiedenen Gesichtswinkeln zu sehen. Einerseits bin ich mit PP unterwegs, andererseits ermittelt aber auch der Geheimschutz NASD. Hier sind es besonders Onno Veldhuizen, der Chef, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, und Lisette Lammers, die meine Sympathie auch schnell gewinnen konnte. Obwohl dieser Krimi nicht durch Rasantheit oder undurchsichtige Wendungen besticht, sondern durch sehr genaue Recherchen des Hauptprotagonisten, leise, hintergründige Töne und eine Geschichte, die heute aktueller ist denn je, habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und es bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Spannender Krimi aus Amsterdam. Mit einem außergewöhnlichen Ermittler. Sehr viel Amsterdamer Flair und Charme und dadurch sehr unterhaltsam bis zum furiosen

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von einer Kundin/einem Kunden am 22.11.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Melancholischer Krimi, der auf intelligente und gefühlvolle Weise ein aktuelles Thema behandelt.

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Amsterdam - Krimi
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Peter Posthumus ist im Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen beschäftigt. Er kümmert sich um ein Begräbnis jener Menschen, die alleine auf der Welt sind. Dabei hat er es auch öfters mit ungeklärten Todesfällen zu tun und fängt an zu ermitteln. Der Krimi entwickelt sich langsam und fällt durch detailliert... Peter Posthumus ist im Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen beschäftigt. Er kümmert sich um ein Begräbnis jener Menschen, die alleine auf der Welt sind. Dabei hat er es auch öfters mit ungeklärten Todesfällen zu tun und fängt an zu ermitteln. Der Krimi entwickelt sich langsam und fällt durch detailliert beschriebene Ermittlungsarbeit auf. Dicht erzählt und dabei ein guter Reisebegleiter. Man taucht in die alten Stadtteile Amsterdams und deren Geschichte ab.

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gelungener Auftakt für einen ungewöhnlichen Ermittler
von einer Kundin/einem Kunden am 22.08.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

In Amsterdam gibt es im „Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen“ eine kleine Abteilung, die sich um unbekannte Tote kümmert. Die Mitarbeiter dort finden heraus, ob es doch noch Verwandte gibt, die entweder erben könnten oder das Begräbnis bezahlen sollen und kümmern sich in letzter Konsequenz auch darum, die Verstorbenen... In Amsterdam gibt es im „Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen“ eine kleine Abteilung, die sich um unbekannte Tote kümmert. Die Mitarbeiter dort finden heraus, ob es doch noch Verwandte gibt, die entweder erben könnten oder das Begräbnis bezahlen sollen und kümmern sich in letzter Konsequenz auch darum, die Verstorbenen würdevoll zu bestatten. Dieser Teil der Arbeit liegt Pieter Posthumus besonders am Herzen, zudem macht er seine Arbeit nicht nur oberflächlich, sondern verbeißt sich durchaus in einen Fall, um aus den kleinsten Indizien noch auf Identität und daraus der Herkunft oder mögliche Verwandte eines Toten zu schließen. Diesmal versteckt sich ein Verbrechen hinter einer der Akten, die auf seinem Schreibtisch landen. Parallel dazu ermittelt ein Anti-Terror-Team in der Stadt und versucht einen Anschlag zu vermeiden, von dessen unmittelbarem Bevorstehen ihr karrierewütiger Chef überzeugt ist. Noch vor Beginn war ich etwas irritiert, dass das Buch aus dem Englischen übersetzt ist, die Originalausgabe erschien aber auf Niederländisch. (Sie ist wohl ebenfalls aus dem Englischen übersetzt). Das Autorenteam, das sich hinter Britta Bolt verbirgt, setzt sich aus einer Deutschen und einem Südafrikaner zusammen, die beide in Amsterdam leben. Möglicherweise aus diesem Grund legen sie besonders viel Wert darauf, die Stadt als stimmungsvollen Hintergrund aufzubauen. Eine Vielzahl von Straßennamen und Vierteln und so einige Beschreibungen der Wege, die die Figuren zurücklegen, erzeugen durchaus ein entsprechendes Lokalkolorit, manchmal war es schon zu viel, immerhin ist dankenswerterweise im Umschlag ein Stadtplan abgebildet, der hilft gewaltig. Zwar kann Bolt nicht widerstehen, malerische Klischees einzubauen, aber immerhin werden sie bewusst eingesetzt, wie zum Beispiel das Touristenpaar, das die Nachbarin in weitem Rock auf blumengeschmücktem Fahrrad fotografiert und dann von Posthumus weggeklingelt wird. Posthumus ist eine sympathische Figur, etwas behäbig und eigenwillig, er arbeitet darauf hin, ein echtes Original zu werden. Sein Alltag ist liebevoll mit Details ausgestaltet, die allerdings manchmal etwas unausgearbeitet wirken. So taucht sein Faible für gutes Essen inkl. entsprechender Kochkünste zwischendurch einmal sehr prominent auf, um den Rest des Buches nur ein Nebensatzdasein zu fristen, ähnlich ergeht es auch anderen charakteristischen Details aus seinem Leben. Die Nebenfiguren, sowohl in seinem Umfeld, wie auch die Marokkaner oder die Antiterrorbeamten sind erst recht viel zu zahlreich, wodurch zu wenig Platz bleibt, um ihnen ein echtes Profil zu verpassen. Das ist schade, denn der erste Eindruck von einigen von ihnen ist ziemlich vielversprechend. Hier kann man nur hoffen, dass zumindest ein Teil von ihnen in den Folgebänden erneut auftaucht und dann ihre Persönlichkeiten besser herausgearbeitet werden. Der Zusammenhang zwischen den Ermittlungen, also Posthumus einzelne Fälle, seine Nichte, dazu das Anti-Terror-Team ist leider dann auch ein wenig zu dicht, um glaubwürdig zu sein. Hier wären ein paar weniger Verwicklungen besser für das Buch gewesen, es muss nicht jeder mit jedem in irgendeiner Art von Verbindung stehen. Nichtsdestotrotz mochte ich das Buch, ganz besonders gefiel Posthumus würdevolles Durchwühlen der Leben unbekannter Toter, davon will ich mehr lesen. Den nächsten Band hatte ich schon in der Hand und freue mich darauf, ihn in Kürze zu lesen. Und dann warte ich auf die Übersetzung von Teil 3...

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von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein gelungener Auftakt, auch wenn gewisse Längen und Klischees vorhanden sind. Der Hauptcharakter ist sehr gelungen und die aktuelle und spannende Handlung machen Lust auf mehr.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Kommt sehr ruhig daher und doch ist das Thema zu brisant... Terror! Und ein kleiner Reiseführer durch Amsterdam von einer Freiburgerin

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von Undine Herr aus Gotha am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Melancholischer Krimi, der auf intelligente und gefühlvolle Weise ein aktuelles Thema behandelt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Endlich noch mal eine neue Figur: Pieter Posthumus! Verwaltungsangestellter. Eine sehr aktuelle Gechichte und nicht die üblichen Knalleffekte. Der Krimi hat mir gut gefallen!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein etwas anderer neuer Ermittler und die tolle Kulisse von Amsterdam, dazu ein spannender Fall mit sehr aktuellem politischen Hintergrund, klasse!

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Amsterdam namenlos
von einer Kundin/einem Kunden am 21.08.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Amsterdam ist der wahre STAR dieser Story, der Mittelpunkt der "Leidenschaft" - voller Flair, voll von Geschichten und einer gesellschaftlich/sozialen Entwicklung, die auch in vielen anderen Großstädten anzutreffen (aber nicht unbedingt gut zu heißen) ist. Gekonnt verwebt das Autorenduo eine aktuelle Thematik mit einem kauzigen Ermittler wider Willen -... Amsterdam ist der wahre STAR dieser Story, der Mittelpunkt der "Leidenschaft" - voller Flair, voll von Geschichten und einer gesellschaftlich/sozialen Entwicklung, die auch in vielen anderen Großstädten anzutreffen (aber nicht unbedingt gut zu heißen) ist. Gekonnt verwebt das Autorenduo eine aktuelle Thematik mit einem kauzigen Ermittler wider Willen - und entwickeln somit eine Sog, der vergessen lässt, dass die Geschichte nur langsam in Gang kommt. Diese Story hat was ganz spezielles an sich! Und Amsterdam Kenner werden die eine oder andere Ecke wiedererkennen, in Erinnerungen schwelgen - und eventuell die nächste Reise planen wollen.

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