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Das geraubte Leben des Waisen Jun Do

Roman. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis, Kategorie Roman 2013

(4)
Pak Jun Do hat noch nie einen Film gesehen, kaum je ein Werbeplakat, er findet es merkwürdig, dass woanders Leute Tiere im Haus halten, und wundert sich über Maschinen, die Geld auswerfen. Er kennt keine Ironie, keine Kunst, keine Mode und keine Magazine. Aufgewachsen im nordkoreanischen Waisenhaus Frohe Zukunft, ist er ein winziges Rädchen im grossen Getriebe der absurd-grausamen Herrschaft des "Geliebten Führers" Kim Jong Il. Schon ein falsches Wort kann jeden sofort ins Lager bringen.
Doch mit der Zeit beginnt Jun Do an etwas zu glauben, was stärker ist als Staatstreue: Freundschaft und Liebe. Als er die Schauspielerin Sun Moon trifft, lernt er das bedingungslose Vertrauen in einen anderen Menschen kennen. Und nur dafür lohnt es sich zu überleben.
Rezension
"Dieser Roman ist die Aufregung um ihn wert. Ein Pageturner."
The Washington Post
Portrait
Adam Johnson, geb. 1967 in South Dakota, verbrachte seine Kindheit in Arizona. Nach der Highschool Studium der Englischen Literaturwissenschaft. Erste Veröffentlichungen in Zeitschriften wie Esquire oder Harpers Magazine. Adam Johnson lebt in San Francisco und lehrt Creative Writing an der Stanford University.
Anke Caroline Burger, geb. 1964 in Darmstadt, übersetzt seit 1992 aus dem Englischen, vor allem Literatur aus Indien, den USA und Kanada. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören unter anderem Tod Wodicka, Jon McGregor, Michelle de Kretser und Mark Haddon.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 685
Erscheinungsdatum 16.06.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46522-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 244/165/42 mm
Gewicht 463
Originaltitel The Orphan Master's Son
Auflage 6
Buch (Taschenbuch)
Fr. 16.90
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Kundenbewertungen


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Grandios!
von Ulrike Seine aus Rheine am 02.07.2014

Jun Do wächst in einem nordkoreanischen Waisenhaus auf. Disziplin und Gehorsam sind die Regeln nach denen erzogen und gelebt wird. Erst als er Sun Moon kennenlernt erfährt er was Liebe und Vertrauen ist und er beginnt an diese Kraft zu glauben und danach zu leben. Wahnsinnig guter Roman!

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Pulitzer Preis 2013
von einer Kundin/einem Kunden am 18.06.2014

Pak Jun Do ist ein Waisenjunge. Zumindest nach außen. Sein Vater ist der Aufseher des Waisenhauses "Frohe Zukunft". Um nach seiner Frau nicht auch noch seinen Sohn an den geliebten Führer Kim Jong II zu verlieren, läßt er unter gar keinen Umständen irgendeine Regung, geschweige denn Zuneigung zu seinem... Pak Jun Do ist ein Waisenjunge. Zumindest nach außen. Sein Vater ist der Aufseher des Waisenhauses "Frohe Zukunft". Um nach seiner Frau nicht auch noch seinen Sohn an den geliebten Führer Kim Jong II zu verlieren, läßt er unter gar keinen Umständen irgendeine Regung, geschweige denn Zuneigung zu seinem Sohn erkennen. Ganz im Gegenteil. Überhaupt sind die Lebensumstände in Nordkorea unvorstellbar. Die der Waisenkinder aber, unerträglich. Mit 14 wird Jun Do zum Militär geholt, um in der Kunst des lichtlosen Kampfes ausgebildet zu werden. Dafür verschwindet er für 8 Jahre unter der Erde. " Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" von Adam Johnson wurde mit dem Pulitzer Preis 2013 ausgezeichnet. Leicht ist diese Lektüre nicht, aber ungemein fesselnd.

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1 0
absoluter Bestseller
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Dürrenberg am 08.07.2014

Dieses Buch ermöglicht uns eine Einblick in das Leben und die Politik in Nordkores. Unfassbar . Brilliant geschrieben und sehr fesselnd. Hinterher war ich nur schockiert . Unbedingt weiterzuempfehlen, wer auf Bücher mit Tiefgang steht.

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Jetzt als Taschenbuch!
von Stefania Rubino aus Ulm am 12.06.2014

In vielen Jahren in denen Adam Johnson mühsam und aufwändig recherchierte und Nordkorea bereiste, ist die Geschichte von Pak Jun Do entstanden! Der allererste Nordkorea Roman für alle Interessierten, für den Johnson verdientermaßen gleich den Pulitzer-Preis 2013 erhielt. Ein neues, leichtes Taschenbuch, aber von inhaltlichem... In vielen Jahren in denen Adam Johnson mühsam und aufwändig recherchierte und Nordkorea bereiste, ist die Geschichte von Pak Jun Do entstanden! Der allererste Nordkorea Roman für alle Interessierten, für den Johnson verdientermaßen gleich den Pulitzer-Preis 2013 erhielt. Ein neues, leichtes Taschenbuch, aber von inhaltlichem Schwergewicht! Pyöngyangs Diktatur, "Freiheit", Selbstbehauptung, Identität. Ein unheimlich wichtiges Buch gerade in unserer Zeit (Snowden - NSA).

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Verstörend und hoffnungsvoll zugleich
von Xirxe aus Hannover am 24.04.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich habe, glaube ich, noch nie ein Buch gelesen bei dem ich so oft darüber nachdachte: Was hat der Autor jetzt erfunden und was ist realistisch? Schon mal vorweg: Für die Menschen in Nordkorea hoffe ich, dass der fiktionale Teil deutlich überwiegt. Johnsons Roman, der gerade erst den Pulitzerpreis erhalten... Ich habe, glaube ich, noch nie ein Buch gelesen bei dem ich so oft darüber nachdachte: Was hat der Autor jetzt erfunden und was ist realistisch? Schon mal vorweg: Für die Menschen in Nordkorea hoffe ich, dass der fiktionale Teil deutlich überwiegt. Johnsons Roman, der gerade erst den Pulitzerpreis erhalten hat, erzählt das Leben des Jungen Jun Do, der in einem Waisenhaus in Nordkorea aufwächst. Es ist ein überaus karges und hartes Leben, geprägt von Wilkür, immer (über)bewacht durch den Geliebten Führer Kim Jong Il. Die Menschen leben in ständiger Not und Angst, ein falsches Wort kann einen ins Arbeitslager bringen. Das Einzige was zählt, ist der absolute Glaube und die Hingabe an den nordkoreanischen Staat und seinen Geliebten Führer. Wer davon abweicht, zählt als Verräter. Doch Jun Do beginnt plötzlich andere Dinge zu entdecken, die für ihn von Bedeutung sind: Freundschaft, Vertrauen, Liebe. Was dieses Buch so eindringlich macht, ist die detaillierte Beschreibung des Lebens in Nordkorea. Menschen werden nicht als eigenständige Subjekte angesehen, sondern sind nichts anderes als Objekte, mit denen der Geliebte Führer verfahren kann wie er möchte. Männer bekommen Frauen als Gattinnen zugewiesen, stirbt der Mann, bekommt sie einen Ersatzehemann. Liegen Gefangene im Sterben, wird ihnen zuvor noch ihr Blut für Blutkonserven abgezapft. Braucht man Leute für Ernteeinsätze, werden sie auf den Straßen 'gefangengenommen', auf LKWs verfrachtet und zum Arbeitsort gebracht. Nach ein, zwei Tagen sind sie wieder daheim. Denunzierte werden so lange gefoltert bis sie gestehen und landen dann im Arbeitslager oder werden durch Elektroschockeinsätze ihrer Vergangenheit beraubt. Schöne junge Frauen vom Land werden in die Stadt verschleppt, wo sie als Hostess arbeiten müssen oder einen Ehemann zugewiesen werden. Undundund - es gibt so viele solcher Beispiele und ständig spukte mir die Frage im Kopf herum: Ist das alles tatsächlich möglich? Auch wenn ich weiss, dass der Autor für dieses Buch sehr viel recherchierte (unter anderem auch vor Ort), kann ich mir noch immer nicht vorstellen, dass solch ein Ort tatsächlich existiert, an dem derartige Dinge möglich sind. Und doch lässt einen die Lektüre nicht trostlos zurück: Jun Do findet nicht nur Menschen die ihm zur Seite stehen und helfen, er entdeckt Vertrauen - und die Liebe. Und nicht nur er: Auch Andere befallen Zweifel ob der Richtigkeit ihres Handelns, ihres ganzen Lebens. Und ziehen ihre Konsequenzen daraus. Ein Buch, das lange nachwirkt!!

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Ein Meisterwerk!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.04.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Buch, wie es aktueller kaum sein könnte. Nordkorea ist in der Weltöffentlichkeit gerade wieder in aller Munde. Kopfschüttelnd sitzen wir vor den Fernsehbildschirmen, wenn der dreißigjährige "Große Führer" Kim Jong Un seine Armee durch das Fernglas beim Krieg spielen beobachtet. Wer nun einen kleinen (und seltenen) Einblick in... Ein Buch, wie es aktueller kaum sein könnte. Nordkorea ist in der Weltöffentlichkeit gerade wieder in aller Munde. Kopfschüttelnd sitzen wir vor den Fernsehbildschirmen, wenn der dreißigjährige "Große Führer" Kim Jong Un seine Armee durch das Fernglas beim Krieg spielen beobachtet. Wer nun einen kleinen (und seltenen) Einblick in dieses Land mit seinem menschenverachtenden und absurden Regime gewinnen möchte, der sollte zu Adam Johnsons großartigem Werk greifen! Was ist das für ein Staat, der per Befehl Japaner entführen lässt; in dem schätzungsweise einhundertfünfzigtausend Menschen in Konzentrationslagern stecken; wo Freunde und Verwandte einfach verschwinden; wo es Vertrauen und Liebe nicht geben darf, außer zum "Geliebten Führer"? Jun Do, der Protagonist des Buches, nimmt den Leser mit auf eine unglaubliche Reise durch diesen Staat. Aufgewachsen im Waisenhaus "Frohe Zukunft", wird er bald zum Militär befohlen und nimmt an Entführungskommandos nach Japan teil. Später lernt er Englisch, um auf getarnten Fischkuttern feindliche Schiffe abhören zu können. Höhepunkt wird für ihn eine diplomatische Reise in die Vereinigten Staaten, wo Jun Do erstmals eine völlig andere Welt kennenlernt. Doch die dort gemachte Erfahrung erweist sich für seine Zukunft als sehr gefährlich... Dann folgt ein Schnitt und der mysteriöse Kommandant Ga, Minister für Gefängnisbergwerke, betritt die Bühne. In diesem zweiten Teil des Romans beginnt Adam Johnson auf sensationelle Art und Weise mit Realität und Fiktion zu spielen. Was ist Wahrheit, was ist Lüge und was bedeutet dies überhaupt in einem totalitären Staat wie Nordkorea, bei dem kein Außenstehender so recht weiß, was real und was erfunden ist? Die brilliant gezeichneten Figuren, die in diesem Staat gefangen sind, stellen sich jene Fragen entweder gar nicht, erkennen Wahrheit und Lüge nur sehr zögerlich oder machen selbst mit und erfinden sich ihre eigene Identität neu. Da ist zum einen die Volksschauspielerin Sun Moon, die sich zwar stark nach außen gibt, doch tatsächlich zutiefst verunsichert ist; da gibt es weiterhin den Vernehmungsbeamten, der für ein riesiges Archiv die Biographien von Staatsfeinden aufzeichnen soll und dann ist da der Führer Kim Jong Il selbst, der mal relaxt und mal unberechenbar daherkommt und bei dem einem das Lachen im Halse stecken bleiben wird. Adam Johnson hat für diesen Roman mehrere Jahre recherchiert und sogar Nordkorea bereisen dürfen und obwohl sehr viel im Roman auf wahren Begebenheiten beruht wird der Leser die Geschichte doch kaum glauben können. Ein Buch, das mich noch länger beschäftigen wird!

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1 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine unglaubliche Geschichte, zum lachen und zum weinen. Ein Nordkorea Roman voller Schrecken, aber auch Mut, Liebe, Tapferkeit und Freundschaft. Man kommt nicht mehr davon los!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Einer der wenigen Romane über Nordkorea. Literarisch und inhaltlich sehr wertvoll.

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Absolut fesselnd!
von P. Ritter aus Aschaffenburg am 25.11.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Was weiß ich eigentlich über Nordkorea? Das ist die Frage, die ich mir gestellt habe, als ich zum ersten Mal Das geraubte Leben des Waisen Jun Do in den Händen hielt. Menschen die in der Steinzeit Leben, die einander verraten nur um eine Handvoll Reis zu bekommen, das sind... Was weiß ich eigentlich über Nordkorea? Das ist die Frage, die ich mir gestellt habe, als ich zum ersten Mal Das geraubte Leben des Waisen Jun Do in den Händen hielt. Menschen die in der Steinzeit Leben, die einander verraten nur um eine Handvoll Reis zu bekommen, das sind wohl die Bilder, die jeder vor uns vor Augen hat, wenn er an dieses diktatorisch regierte Land denkt. Genau an diesen unwirklichen Ort entführt uns Adam Johnson in seinem Ersten, ins deutsche übertragenen, Roman. Seine Schilderungen lassen uns tief dorthin vordringen, wo kein Mensch leben möchte. Selten hat mich ein Roman so ergriffen zurückgelassen, dass ich unbedingt mehr über die Hintergründe erfahren wollte. Nach der Lektüre von Johnsons Roman sind erstmal zwei wahre Berichte über dieses abgeschnittene Land in mein Bücherregal gewandert. Auch wenn Das geraubte Leben des Waisen Jun Do ein fiktives Buch ist, würde ich es jedem Empfehlen, der in die Materie Nordkorea einsteigen möchte.

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Verdienter Preisträger!
von Maria Leisibach aus Basel am 18.09.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Vorbehaltslos zu empfehlen! Literarisch, dem Anschein nach leichtfüssig geschrieben und doch nie respektlos seinen Protagonisten und dem sensiblen Thema gegenüber - ein Buch das ich verschlungen habe und mich gleichzeitig bremsen musste, um nicht ein Detail zu verpassen. Pak Jun Do, aufwachsend auf dem Land Nordkoreas im Waisenhaus... Vorbehaltslos zu empfehlen! Literarisch, dem Anschein nach leichtfüssig geschrieben und doch nie respektlos seinen Protagonisten und dem sensiblen Thema gegenüber - ein Buch das ich verschlungen habe und mich gleichzeitig bremsen musste, um nicht ein Detail zu verpassen. Pak Jun Do, aufwachsend auf dem Land Nordkoreas im Waisenhaus seines Vaters, erlebt eine triste Kindheit voller Hunger und Entbehrungen. Dennoch verliert er die innere Freude nie. Hingebungsvoll dient er dem Volk von Nordkorea und dem geliebten Führer, stolz trägt er den Namen eines Märtyrers des Wunderstaates und erfüllt die anstehenden Pflichten ohne sie gross zu hinterfragen. Doch auch Bürger Pak Jun Do entwickelt sich im Verlauf der Geschichte. Und so wird die Geschichte zum fulminanten Feuerwerk. Wer sich gerne in fremde Welten versetzen lässt, ein gewisses Interesse an Politik und speziell an Nordkorea mitbringt, muss dieses Werk lesen. Die verschiedenen Zeitebenen sind anfangs schwierig zu kombinieren, ergeben aber am Ende ein Gesamtbild, das in sich schlüssig ist. Sprachlich sehr süffig und vermeintlich einfach zu lese, beginnt man mit der Lektüre und wird sukzessive davon gefangen genommen. Wenngleich manchmal die Fantasie mit dem Autoren durch gegangen zu sein scheint, bleibt die Geschichte glaubhaft und ist an allen Ecken abgerundet. Die Bilder die im Kopf entstehen, verschwinden nicht so rasch und man vermeint am Ende des Buches die Nordkoreaner zu verstehen und deren Leid noch mehr zu erkennen. Absolute Leseempfehlung!

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Ein tolles Buch...
von einer Kundin/einem Kunden aus Pirna am 06.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Wahnsinn wieder einmal zu lesen, wie manipulierbar der Mensch ist. Das Buch ist erschreckend und schön zu gleich. "Gelernte DDR-Bürger" werden unter Umständen viele Parallelen finden...

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Eine faszinierende Lektüre
von einer Kundin/einem Kunden am 14.06.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

"Wo wir herkommen, sind Geschichten Realität. [...] Für uns hat die Geschichte größere Bedeutung als die Person. Wenn ein Mann nicht zu seiner Geschichte passt, dann ist es der Mann, der sich ändern muss." Dieses Zitat stammt aus dem Roman selbst. Ich habe es ausgewählt, weil ich der Meinung bin,... "Wo wir herkommen, sind Geschichten Realität. [...] Für uns hat die Geschichte größere Bedeutung als die Person. Wenn ein Mann nicht zu seiner Geschichte passt, dann ist es der Mann, der sich ändern muss." Dieses Zitat stammt aus dem Roman selbst. Ich habe es ausgewählt, weil ich der Meinung bin, dass es die Problematik des Romans perfekt widergibt. Auch der Waisenjunge Pak Jun Do muss sehr schnell feststellen, dass die Geschichte(n), die über einen erzählt werden, entscheidend sind. Er wächst als Sohn des Leiters in einem nordkoreanischen Waisenhaus auf, was ihn den gesamten Roman über verfolgt, denn obwohl er streng genommen kein Waise ist, wird er von den Personen, die er trifft, immer wieder darauf reduziert. Und als ein solcher bleibt Jun Do lange Zeit in einer naiven und von der nordkoreanischen Propaganda manipulierten Denkweise gefangen. Selbst als er für eine Mission ausgesucht wird, die ihn in die verhasste USA verschlägt, erkennt er die Falschheit seines Landes nicht. Doch der dortige Aufenthalt hat in ihm einen Samen gesät und langsam beginnt etwas in ihm zu keimen, was stärker als die nordkoreanische Propaganda ist: Freundschaft und Liebe. Als er seine große Liebe, die Volksschauspielerin Sun Moon, kennenlernt, ist von dem ehemals so naiven Waisenjungen nicht mehr viel wiederzufinden und der neue Waise beginnt, dem nordkoreanischen Regime seine eigene Realität aufzuzwingen. Adam Johnson war zur Recherche ganze vier Jahre in Nordkorea und hat dort die Menschen und das soziale Leben kennengelernt. Entstanden ist ein Roman, der dieses Land in all seinem Anderssein charakterisiert. Man erfährt viel über die sozialen Verhältnisse und den Ängsten (und Hoffnungen) sowohl der armen Masse, als auch der Oberschicht. Doch vor allem geht es um das Erzählen, es geht um Geschichten. Durch das gesamte Buch wird der Leser von einer staatlichen Radiosendung begleitet, welche die Geschichte von Pak Jun Do parallel zum eigentlichen Strang in einer skurril verzerrten, ja fast schon märchenhaften Art und Weise für das nordkoreanische Volk schildert. Neben der Geschichte von Jun Do erzählt Johnson auch noch die eines Verhörspezialisten, der Biographien von den Verhörten anlegen will und so hofft, die grausamen Methoden seiner Kollegen ein Ende bereiten zu können, nur um zu erfahren, dass niemand diese Biographien benötigt, geschweige denn liest. Erstaunlich war für mich vor allem der Umstand, dass in diesem Roman jeder Bürger Nordkoreas über die schrecklichen Arbeitslager Bescheid zu wissen scheint, dieses Thema jedoch weitgehend totgeschwiegen wird. Jeder kann in diese Lager kommen, niemand ist vor der Einberufung sicher, noch nicht einmal die Minister. Gleichzeitig wird jedoch fest an einen idyllischen Ort an den Stränden Wonsans geglaubt, wo angeblich alle im Alter ihr Leben ausklingen lassen können. Man wird es sich schon denken können, natürlich existiert dieser Ort als solcher überhaupt nicht. "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist eine faszinierende Lektüre, die einen in das Land Nordkorea und seine Einwohner entführt. So manche Szene lässt einen ungläubig zurück. Dieser Roman ist zwar nur Fiktion, trägt aber immens dazu bei, das skurrile Land Nordkorea besser zu verstehen. Eine klare Leseempfehlung!

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