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Das Haus der verlorenen Kinder

Roman

(17)
Nimmt man einer Mutter ihr Kind …
Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch dann wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt. Erst lange Zeit später findet sich ihre Spur – in Deutschland.
Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht
Portrait

Hinter Linda Winterberg verbirgt sich Nicole Steyer, eine erfolgreiche Autorin historischer Romane. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Taunus und begann schon im Kindesalter erste Geschichten zu schreiben. Bei einer Reise nach Norwegen stiess sie auf die historischen Fälle, die diesem Roman zugrunde liegen und die sie nicht mehr losliessen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 18.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3220-9
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 205/132/35 mm
Gewicht 500
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 8.156
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Verliebt in den Feind
von Everett am 18.07.2016

Lisbet und ihre Freundin Oda führen ein ruhiges Leben an der Küste Norwegens, den Schä-rengarten vor der Tür. Auch der zweite Weltkrieg ist zwar Thema in dem kleinen Dorf, aber dann werden junge deutsche Soldaten auch dort einquartiert. Oda und Lisbet verlieben sich, gehen unterschiedliche Wege und verlieren viel.... Lisbet und ihre Freundin Oda führen ein ruhiges Leben an der Küste Norwegens, den Schä-rengarten vor der Tür. Auch der zweite Weltkrieg ist zwar Thema in dem kleinen Dorf, aber dann werden junge deutsche Soldaten auch dort einquartiert. Oda und Lisbet verlieben sich, gehen unterschiedliche Wege und verlieren viel. Lisbet wird ihre Tochter genommen. Im Jahr 2005 leistet die junge Marie ein soziales Jahr in einem Altenheim und trifft dort auf Betty, mit der sie sich seltsamerweise sehr gut versteht. Allein das Verhältnis zwischen Marie und Betty und die Vorkommnisse, die Marie wieder-fahren sind sehr gut, einfühlsam geschildert. Es kommt auch die Würde eines älteren Men-schen zur Sprache und dass jeder seine Geschichte mit sich trägt und diese bewältigen muss. Und dann die Geschehnisse um Lisbet, die wirklich ganz toll dargestellt werden. Die Zwickmühle zwischen Liebe und Nationalität während des Krieges. Ich finde auch, dass die Einrichtung dieser Lebensborn-Häuser gut angesprochen. Hilfe für die betroffenen Frauen, die aber auch auf einem dünnen Seil balancieren mussten. Auch hier wurde rassistisch unter-schieden, machte es für die jungen Frauen noch schwerer. Bei Romanen, die in der Zeit des zweiten Weltkrieges spielen bin ich bisher immer recht vorsichtig gewesen Das Haus der verlorenen Kinder wurde mir empfohlen und ich war abso-lut nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich bin begeistert von diesem Buch. Schreibstil, Erzähl-weise haben mir gut gefallen. Die Geschichte ist berührend und die Zusammenführung bei-der Erzählstränge am Ende ist stimmig und passt. Ich konnte die Gefühlslagen der Charakte-re gut nachvollziehen, dabei war es niemals zu gefühlsduselig, einfach gut.

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60 Jahre die Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Angst, Verlust und Suche beschreiben.
von Das kleine Büchercafé aus Erkrath am 12.07.2016

Über 60 Jahre trennen den Anfang der einen und der anderen Geschichte, mehr als 60 Jahre die Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Angst, Verlust und Suche beschreiben. In den 1940 Jahren leben zwei unbekümmerte junge Frauen in Norwegen, weit weg vom Krieg. Dachten sie zumindest. Doch dann lernen Lisbet und Oda zwei... Über 60 Jahre trennen den Anfang der einen und der anderen Geschichte, mehr als 60 Jahre die Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Angst, Verlust und Suche beschreiben. In den 1940 Jahren leben zwei unbekümmerte junge Frauen in Norwegen, weit weg vom Krieg. Dachten sie zumindest. Doch dann lernen Lisbet und Oda zwei deutsche Soldaten kennen und lieben. Sie geben ihr Zuhause auf und folgen ihnen. Ihr Verhalten wird von den Familien nicht geduldet und dann stehen die beiden irgendwann alleine da. Sie erleben, zeitweise getrennt von einander, was es heißt ein Verhältnis mit einem Deutschen zuhaben, ausgegrenzt zu werden. Lisbet erlebt eine schöne Zeit mit Erich. Beide sind trotz der Widrigkeiten glücklich und hoffen auf ein gutes Ende. Oda ist leider von Anfang an von Günther ausgenutzt worden, wollte es jedoch nie war haben. Ihr Leben wird, dadurch sie Samischer Abstammung ist noch schwieriger. All ihre Träume, Hoffnungen und ihre lange Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Das es so arg enden würde hatte niemand gedacht..... 2005 macht sie Marie von Berlin auf Richtung Wiesbaden. Sie hat früh ihre Eltern verloren, in Heimen gelebt und möchte nun in einem Altenheim ein soziales Jahr absolvieren. In Betty, eine rüstige Bewohnerin findet sie eine Freundin mit der sie über fast alles sprechen kann. Genauso ergeht es Betty, sie fühlt sich wohl in der Gegenwart dieses jungen Mädchens. Sie haben einfach Spaß miteinander. So ganz ohne Hintergedanken ist Marie nicht nach Wiesbaden gekommen. Sie hat ein Tagebuch erhalten, jedoch in norwegischer Sprache verfasst, dass wohl Informationen über die Familie ihrer Mutter enthält. Die Adresse des heutigen Altenheims in Wiesbaden ist dort auch vermerkt. Doch dann verschwindet Betty genauso plötzlich wie Maries Tagebuch..... Man liest und liest und ist so gefangen in der einen und er anderen Geschichte! Die Autorin nimmt den Leser sofort mit, sie macht keinen Umweg. Die Geschichten sind so emotional, sie sind so nah, fesselnd geschrieben. Linda Winterberg hat sehr gut recherchiert, dies wird im Nachwort der Autorin auch deutlich. So wirken alle Protagonisten ehrlich und wirklich, nicht gestellt. Die Erzählungen bauen sich alle sehr gut auf und das Schicksal von Lisbet und Oda sowie Marie und Betty nimmt einen sehr mit. Dieses Buch hat meine unbedingte Leseempfehlung.

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Ein schönes und berührendes Buch...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 28.06.2016

Schon mit ihren historischen Romanen als Nicole Steyer konnte mich die Autorin begeistern. Doch mit „Das Haus der verlorenen Kinder“ hat sie ihr Meisterstück abgeliefert. Sehr berührend beschreibt sie das Schicksal zweier Freundinnen in der Zeit der deutschen Besatzung Norwegens im zweiten Weltkrieg. Zweier Freundinnen die das Unglück hatten... Schon mit ihren historischen Romanen als Nicole Steyer konnte mich die Autorin begeistern. Doch mit „Das Haus der verlorenen Kinder“ hat sie ihr Meisterstück abgeliefert. Sehr berührend beschreibt sie das Schicksal zweier Freundinnen in der Zeit der deutschen Besatzung Norwegens im zweiten Weltkrieg. Zweier Freundinnen die das Unglück hatten sich in die zur damaligen Zeit „falschen“ Männer zu verlieben. In zwei Erzählsträngen schildert sie wie es ihnen ergangen ist während und nach dem Krieg. Ihr sehr plastischer Erzählstil war verantwortlich dafür, dass ich das Buch in eineinhalb Tagen gelesen habe. Figuren, Schauplätze und vor allem auch die Dialoge wirkten so authentisch, dass es mir vorkam, mittendrin zu stehen. Ich litt mit den beiden Frauen, wollte sie beschützen und war wütend. Auf wen ich wütend war und wovor ich die beiden beschützen wollte, solltet ihr lieber selbst lesen, denn jedes Wort mehr würde Euch zu viel vor der Story verraten und das möchte ich doch vermeiden. Als Kind der sechziger Jahre habe ich noch einige Verwandte und Bekannte erlebt die diese Zeit miterlebt haben und auch die Verbrechen der damaligen Machthaber und ihrer Handlanger. Das Schicksal dieser Frauen und ihrer Kinder beschreibt dieses Buch sehr berührend und es ist ein Buch das noch lange nach der Lektüre nachhallt. Es ist irgendwie auch ein Denkmal für diese Frauen. Frauen die eigentlich nur glücklich sein wollten. Frauen die ihre erste große Liebe erleben wollten und dafür bitter „bestraft“ wurden. Es ist aber auch ein Buch gegen das Vergessen dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich gestehe, dass auch ich das eine oder andere Tränchen vergossen habe. Das ist große Klasse, und es ist wie schon oben geschrieben, das bisher beste Buch der jungen Autorin. Glasklare 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!

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Norwegen und der 2. Weltkrieg
von Eliza am 26.06.2016

Wow, was für ein Buch! Bisher belegt es in meiner Rangliste für dieses Jahr einen sehr guten zweiten Platz. Denn dieses Buch hat mich berührt, es hat mich zum Lächeln aber auch zum Weinen gebracht, denn die Geschichte die Linda Winterberg erzählt geht unter die Haut und lässt einen... Wow, was für ein Buch! Bisher belegt es in meiner Rangliste für dieses Jahr einen sehr guten zweiten Platz. Denn dieses Buch hat mich berührt, es hat mich zum Lächeln aber auch zum Weinen gebracht, denn die Geschichte die Linda Winterberg erzählt geht unter die Haut und lässt einen so schnell nicht mehr los. Das Cover ist sehr stilvoll und meiner Meinung nach wunderschön, es drängt sich nicht auf und trotzdem erkennt man sofort die Sehnsucht der Person, die auf dem Cover zurück schaut, weil sie etwas nicht loslässt. Etwas wird nie wieder so sein wie es war, genau dies spürt man, wenn man das Gesicht der jungen Frau betrachtet. Und genau dies passt so gut zu diesem Buch, denn die Autorin erzählt uns die Geschichte zweier norwegischer junger Frauen, die sich während der Besatzungszeit in zwei deutsche Soldaten verlieben. Zwei Frauen, die mehr füreinander sind, als Freundinnen, eher Vertraute oder die Schwester, die sie nie hatten. Beide erleiden das gleiche Schicksal, sie werden schwanger von den Soldaten und die Männer müssen an die Ostfront. Doch es gibt auch noch einen zweiten Handlungsstrang, der mich nicht weniger berührt hat. Da sind es Betty und Marie, die mein Herz im Sturm erobert haben. Marie, das Waisenmädchen, das ausbricht und ein freiwilliges soziales Jahr in einem Altenheim in Wiesbaden macht, nur weil sie in den Unterlagen ihre Mutter eine Fotografie von dem Haus gefunden hat, welches heute das Altenheim beherbergt. Betty, die lebenslustige Seniorin, mit der Marie immer Schach spielt und merkt, dass das Mädchen etwas auf dem Herzen hat. Schnell wird dem Leser klar, dass es irgendwie zwischen diesen vier Frauen Lisbet und Oda in Norwegen und Marie und Betty in Wiesbaden eine Verbindung geben muss. Doch welche Geschichte dahinter steckt, das müssen Sie, liebe Buchfreunde, selber lesen. Der Roman ist gut und spannend aufgebaut, alles läuft auf den zentralen Höhepunkt am Ende hin. Die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf und zwischenzeitlich wird es auch ganz dramatisch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl zwischen den Zeilen zu fliegen, da es sich so leicht und unbeschwert las. Auch gibt es eine gute Balance zwischen Dialogen und erzählenden Passagen. Die Lösung des Rätsels, wie die vier Frauen miteinander verbunden sind hat mich sehr berührt. Logisch nachzuvollziehen, auch wenn ich nicht mit genau diesem Ausgang gerechnet hätte. Interessant finde ich es auch wie die Autorin es geschafft hat, die historischen, nicht immer einfachen Fakten, mit ihrer Geschichte zu verweben. Man lernt sehr viel über die Besatzungszeit in Norwegen und wie die Norweger die Deutschen sehen. Nicht minder interessant ist die Geschichte der „Deutschenmädchen“ und der Lebensborn Einrichtung, die in diesem Roman auch einen sehr hohen Stellenwert haben und dies zurecht! Dieses Buch empfehle ich allen Lesern, die gerne historische Romane bzw. Familiensagas lesen, denn für mich ist dieser Roman beides. Er erzählt die Geschichte von Marie, Betty, Lisbeth und Oda, aber genauso beleuchtet er die Zeit des Nationalsozialismusses in Norwegen. Ein Roman von dem man in diesem Bücherjahr auf jeden Fall etwas gehört haben sollte, aber noch besser gelesen haben sollte, denn dieses Buch geht unter die Haut und lässt seine Leser noch lange nachdenklich zurück. Vielen Dank an Nicole Steyer, alias Linda Winterberg, für diesen großartigen Roman. Ich würde mich über ein neues Romanprojekt unter Linda Winterberg sehr freuen.

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Ein Buch, das zum Nachdenken bringt...
von einer Kundin/einem Kunden aus Oelsnitz am 29.05.2016

Das Haus der verlorenen Kinder erzählt eine Geschichte zweier norwegischer Frauen und Freundinnen im Zweiten Weltkrieg. Zunächst scheint nichts ihr ruhiges und friedvolles Leben zu stören, bis die "Feinde" kommen und sich alles in Loshavn verändert. Lisbeth und Oda verlieben sich in deutsche Soldaten. Schon bald sind sie schwanger und... Das Haus der verlorenen Kinder erzählt eine Geschichte zweier norwegischer Frauen und Freundinnen im Zweiten Weltkrieg. Zunächst scheint nichts ihr ruhiges und friedvolles Leben zu stören, bis die "Feinde" kommen und sich alles in Loshavn verändert. Lisbeth und Oda verlieben sich in deutsche Soldaten. Schon bald sind sie schwanger und bangen um ihre Zukunft. Als ''Deutschenmädchen'' werden sie nicht nur von der Gesellschaft ausgeschlossen, sondern auch von ihren Familien missachtet. Die einzige Rettung scheint der Lebensborn zu sein, ein Verein der Nationalsozialisten, der sich um Mütter von Kindern deutscher Soldaten kümmert. Doch bald müssen sowohl Lisbeth als auch Oda einsehen, dass es dabei gewaltige Unterschiede gibt... . Die Autorin verbindet in diesem Buch zwei Geschichten. Einerseits die der beiden Freundinnen Oda und Lisbeth in der Vergangenheit, andererseits das der jungen Frau Marie, die als Vollwaise lebt und in einem Altenpflegeheim arbeitet. Dabei trifft sie auf die außergewöhnliche Seniorin Betty, die anscheinend noch in der Vergangenheit lebt und fühlt sich mit ihr verbunden... . Informativ, spannend und gleichzeitig erschreckend. Frau Winterberg arbeitet eine schwere und grauenvolle Thematik so auf, dass man sich von dem Buch kaum losreißen kann. Ein Lesemuss!

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Das Haus der verlorenen Kinder - eine Vergangenheit, die nicht jeder kennt
von Lese gerne am 22.05.2016

Oda und Lisbeth; Wenn uns die Welt zu viel wird, ob hier oder in Oslo, dann gehen wir nach Hause . Zurück hinter den Hügel, zu unserem Felsen. *********************** Norwegen 1941: Lisbeth und ihre Freundin Oda verlieben sich in deutsche Soldaten. Alles könnte so schön sein. Aber als beide schwanger werden... Oda und Lisbeth; Wenn uns die Welt zu viel wird, ob hier oder in Oslo, dann gehen wir nach Hause . Zurück hinter den Hügel, zu unserem Felsen. *********************** Norwegen 1941: Lisbeth und ihre Freundin Oda verlieben sich in deutsche Soldaten. Alles könnte so schön sein. Aber als beide schwanger werden und die Geliebten an die Ostfront müssen sieht es für beide nicht gut aus. Odas Vater möchte mit seiner Tochter nichts mehr zu tun haben und auch Lisbeth hat einige Schicksalsschläge zu erleiden. Als sich beide in einem Lebensborn-Heim wieder über den Weg laufen scheint alles wieder gut zu werden. ***************** Selbst war ich schon mal in Norwegen habe aber vorher noch nie von den Deutschenmädchen gehört. So wurden damals die Norwegerinnen genannt, die sich mit deutschen Soldaten eingelassen hatten. So wie Oda und Lisbeth in diesem Buch. Auch wußte ich nicht, dass die Norwegerinnen von der SS als nordische Rasse bezeichnet wurde und somit als reine arische Rasse galt. Die SS hatte großes Interesse an diesen Frauen und wollte dass das deutsche Volk durch die niedrigen Geburtenzahlen nach dem ersten Weltkrieg durch sie aufgenordert wurde. Ein Wahnsinn, was alles damals in der Vergangenheit gab. ********************* Das Buch selbst wird in zwei Zeitebenen erzählt. Von Marie, die in einem Altenheim in Wiesbaden arbeitet und dort die engstirnige Heimbewohnerin Betty kennenlernt und von Lisbeth und Oda 1941 in Norwegen. Schon bald ist klar, wie diese beiden Erzählstränge zusammenpassen werden doch wird genau durch diesen Wechsel die Spannung gehalten. Man möchte unbedingt wissen, was damals alles vorgefallen ist und wie es Oda und Lisbeth ergangen ist. Zuviel möchte ich aber nicht verraten. ********************* Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Hinter Linda Winterberg verbirgt sich die Autorin Nicole Steyer, die schon einige historische Romane verfasst hat.

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Die Deutschenmädchen
von einer Kundin/einem Kunden aus Hürm am 16.05.2016

Marie, Vollwaise, und nach Aufenthalten bei verschiedensten Pflegefamilien orientierungslos, versucht im Berufsleben Fuß zu fassen. Nach einigen missglückten Versuchen verpflichtet sie sich für ein soziales Jahr in einem Pflegeheim in Wiesbaden. Nachdem Marie mit 18 Jahren vom Jugendamt in Berlin Einsicht in ihre Akten bekommen hat, fand sie... Marie, Vollwaise, und nach Aufenthalten bei verschiedensten Pflegefamilien orientierungslos, versucht im Berufsleben Fuß zu fassen. Nach einigen missglückten Versuchen verpflichtet sie sich für ein soziales Jahr in einem Pflegeheim in Wiesbaden. Nachdem Marie mit 18 Jahren vom Jugendamt in Berlin Einsicht in ihre Akten bekommen hat, fand sie in den eher dürftigen Unterlagen ein Foto einer jungen Frau mit einem Baby und einer Notiz auf der Rückseite. Mit diesem Hinweis entscheidet sie sich bewusst für ein ganz bestimmtes Haus, das während des zweiten Weltkrieges ein Kinderheim der Lebensborn-Einrichtung war. In diesen Heimen wurden damals "arisch reine" Kinder zur Adoption - bevorzugt an Familien von SS-Angehörigen - freigegeben. Diese waren oft die "verbotenen Früchte" einer Liebe zwischen einem deutschen Soldaten und einem jungen Mädchen in den deutsch besetzten Gebieten. In diesen, nun als Seniorenheim benutzten Haus, versucht Marie die Spur zur Vergangenheit ihrer Familie zu finden... Danch wechselt die Geschichte in den zweiten Erzählstrang ins Norwegen 1941. Wir lernen die beiden Freundinnen Lisbet und Oda kennen, die im kleinen Dörfchen Loshavn im Süden Norwegens leben. Als deutsche Soldaten das Gebiet besetzen und die jungen Männer bei Familien untergebracht werden, verliebt sich Lisbet in den besonnenen Erich und Oda in den gutaussehenden Günter. Sie werden damit zu geächteten "Deutschenmädchen" und in der Folge von der eigenen Familie verstoßen. Als Erich und Günter zuerst nach Kristiansand und später an die Ostfront geschickt werden, haben die beiden Freundinnen nur noch einander. Doch dann ist Oda plözlich verschwunden und Lisbet schwanger. Letztere erhält Hilfe im Haus Lebensborn in Hurda Yerk, der Zuchtanstalt der Deutschen, wo sie auch Oda wieder trifft.... Die Autorin, die hier unter Pseudonym schreibt und hinter der sich die Schriftstellerin Nicole Steyer verbirgt (allen Leserinnen von historischen Romanen sicherlich keine Unbekannte), war vor Ort in Hurda Yerk, einen der Lebensborneinrichtungen in Norwegen. Unzählige ähnliche Schicksale norwegischer Mädchen hat sie zum Anlass für diese Geschichte genommen, in deren ihre fiktiven Charaktere Lisbet und Oda für eine große Anzahl von Frauen stehen. Hier wurde genauestens recherchiert. Mich hat wieder besonders der Erzählstrang in der Vergangenheit gefesselt, der zuerst die Unbekümmertheit der beiden Mädchen, die erste große Liebe und dann die tiefe Verzweiflung wunderbar widergespiegelt hat. Die Emotionen und Gefühle waren durch die Zeilen hindurch spürbar und das Schicksal von Lisbet und ihre tiefe Freundschaft zueinander äußerst lebendig beschrieben. Aber auch der Erzählstrang aus dem Jahr 2005 rund um Marie und ihrer verzweifelten Suche nach ihrer Identität hat mir gut gefallen, auch wenn er im Vergleich zum Teil aus der Vergangenheit etwas blasser bleibt. Hier konnte ich manche Verhaltensweisen nicht ganz nachvollziehen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und viele Geheimnisse werden erst zum Ende hin gelüftet. Einige davon kann man erraten, andere ließen mich wiederum erschrocken nach Luft schnappen. Die beiden Zeitstränge führen am Ende perfekt zusammen und runden die Geschichte harmonisch ab. Im Nachwort geht die Autorin noch genauer auf die Lebensborn-Einrichtungen ein und auf die Schatten, die bis in die Gegenwart reichen. Ein paar Fragen blieben für mich allerdings unbeantwortet, weshalb ich hier keine volle 5 Sterne vergebe, obwohl mich der Roman sonst wirklich überzeugt und noch lange nachgehallt hat. Schreibstil: Die Autorin schreibt sehr flüssig und konnte mich mit ihrer emotionalen Erzählweise an die Seiten fesseln. Neben den Charaktereigenschaften wurde auch die wunderbare Schärenlandschaft von Norwegen und das karge Leben während des Krieges bildhaft beschrieben. Die Gefühlswelt und das Schicksal der Frauen von damals, wurde ebenso lebendig und emotional geschildert, wie Maries verzweifelte Suche nach ihrer Identität und einer eigenen Familie. Fazit: Eine sehr emotionale Geschichte, die noch lange nachhallt. Obwohl ein paar Fragen für mich unbeantwortet blieben, fasziniert dieser dramatische Roman rund um zwei Freundinnen, die eine dunkle Vergangenheit der deutschen Geschichte miterleben müssen, sehr.

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Vom Leben gebeutelt, traurige Schicksale
von einer Kundin/einem Kunden am 16.05.2016

Inhaltsangabe: Nimmt man einer Mutter ihr Kind … Norwegen, 1942: In diesem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Besatzungssoldaten. Die verbotene Liebe fordert einen hohen Preis und die beiden Frauen drohen alles zu verlieren: ihre Familien, ihre Geliebten – und die Kinder, die sie... Inhaltsangabe: Nimmt man einer Mutter ihr Kind … Norwegen, 1942: In diesem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Besatzungssoldaten. Die verbotene Liebe fordert einen hohen Preis und die beiden Frauen drohen alles zu verlieren: ihre Familien, ihre Geliebten – und die Kinder, die sie erwarten. Nach der Geburt werden sie ihnen von den Deutschen genommen. Erst lange Zeit später, als die junge Deutsche Marie in Wiesbaden einer besonderen alten Dame namens Betty begegnet, findet sich ihre Spur. Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht Mit einem Nachwort und einem Anhang zu den historischen Hintergründen Meine Meinung zur Autorin und ihrem Buch: Sie ist mir ein Begriff, wenn auch unter ihrem Namen Nicole Steyer, unter dem sie Historische Romane verfasste, die ich alle mit sehr großer Begeisterung gelesen habe. Diesmal begibt sie sich auf anderes Territorium, sie schreibt über den 2. Weltkrieg. Ich gratuliere ihr ganz herzlich zu ihrem hervorragend gelungenen und großartigen Debüt. Man spürt beim Lesen wie viel Herzblut, das sie in diese Geschichte fließen ließ, sie hat wirklich alles gegeben was machbar war. Allein diese akribische Recherche, sie ist dafür sogar mit ihrem Mann nach Norwegen gereist, um sich auf die Suche nach der Spur der verlorenen Kinder zu machen, man merkt wie sehr ihr die Sache am Herzen lag. Der Roman hat mich sehr tief bewegt und emotional aufgewühlt. Ich erfuhr hier zum ersten mal dass es unter der deutschen Führung im 2. Weltkrieg in Norwegen ein Haus Lebensborn, eine Art Zuchtanstalt, gab, eine SS Organisation, wo Frauen Hilfe fanden, aber auch nur um reinrassige und arische Kinder großzuziehen, denen man aber auch oft gegen ihren Willen die Kinder fortnahm, um sie an deutsche Ehepaare zu vermitteln. Diese Frauen und Kinder, die nach dem Krieg in Norwegen zurück blieben hatten es schwer, sie wurden als Huren und Deutschenmädchen beschimpft. Das alles hat mich doch so sehr entsetzt, dass mir an einigen Stellen die Tränen kamen. Ihre Schreibweise ist hochsensibel. Feinfühlig und mit sehr viel Gespür lässt sie eine düstere Wahr- und Vergangenheit wieder lebendig werden und ans Tageslicht kommen. Auch hat sie sehr kunstvoll die zwei Zeitstränge, auf der die Geschichte basiert, miteinander verknüpft. Ihre Personen, auch wenn sie fiktiv sind, wirken sehr real und lebendig, wie auch der ganze Handlungsaufbau. Auch die einzelnen Charaktere hat sie sehr schön klar herauskristallisiert. Ein sehr bildhafter, flüssiger und fesselnder Schreibstil. Meine Meinung zum Inhalt: Sehr schön beschrieben hat die Autorin: Die beiden unzertrennlichen jungen Norwegerinnen Lisbeth und Oda, zwei Freundinnen die wie Pech und Schwefel zusammenhalten. Auch von ihrem Pech, am falschen Ort und zu einer ungünstigen Zeit ausgerechnet die beiden deutschen Soldaten Erich und Günter kennenzulernen, die in ihrem Ort untergebracht sind, und sich in die beiden zu verlieben; Oda in Günter, und Lisbeth in Erich, gegen den Willen der Eltern. Sie folgen ihnen sogar bis Kristiansand, aber ihre Freunde müssen nach Russland. Sie sind auf sich allein angewiesen, nach Hause können sie nicht mehr. Ihre Schwangerschaft, die Schande die sie über ihre Familien bringen und der Bruch mit den Eltern. Hilfe fanden die beiden im Haus Lebensborn in Hurda Yerk, der Zuchtanstalt der Deutschen, hier ging es ihnen verhältnismäßig sehr gut, man kümmerte sich um sie bis zur Geburt und bis kurz danach. Lisbeth traf es noch ganz gut, sie bekam Unterhalt von Erich, Oda dagegen hatte mit Günter nicht das große Los gezogen, er verweigerte jede Zahlung und erkannte auch seine Vaterschaft nicht an. Das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Um Oda und deren Tochter Siri zu helfen, begeht Lisbeth einen großen und unbedachten Fehler. Sie verliert ihre kleine Tochter Liselotte, man nimmt sie ihr einfach fort .Viele, viele Jahre später findet sich eine Spur, die in Deutschland in Wiesbaden endet. Hier lernen wir Marie im Jahre 2005 kennen, die im Haus Sonnenschein in Wiesbaden Senioren betreut und Vollwaise ist. Ihr Herz hängt an der alten Dame Betty, die zwei sind ein Herz und eine Seele. Bei Marie taucht eines Tages ein altes Tagebuch in norwegischer Sprache auf, mit einem Foto darin, das sie erschrecken lässt. Nun macht Marie sich auf eine rätselhafte Spurensuche, in die Betty mit verstrickt zu sein scheint. Wer ist sie wirklich?

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über ein dunkles Geheimnis der deutschen und norwegischen Vergangenheit, das seinen Schatten bis in die Gegenwart wirft
von geheimerEichkater aus Essen am 12.05.2016

Linda Winterberg erzählt die Geschichte der norwegischen besten Freundinnen Lisbeth und Oda, die sich 1941 in zwei deutsche Besatzungssoldaten verlieben, zu einer Zeit, in der solche Frauen in ihrer Heimat als „Deutschenmädchen“, „Hure“ oder „Verräterinnen“ verschrieen wurden. In den Kriegswirren plötzlich doch alleine, wußten die Schwangeren unter ihnen, die... Linda Winterberg erzählt die Geschichte der norwegischen besten Freundinnen Lisbeth und Oda, die sich 1941 in zwei deutsche Besatzungssoldaten verlieben, zu einer Zeit, in der solche Frauen in ihrer Heimat als „Deutschenmädchen“, „Hure“ oder „Verräterinnen“ verschrieen wurden. In den Kriegswirren plötzlich doch alleine, wußten die Schwangeren unter ihnen, die von ihren Familien verstoßenen wurden, oft keinen anderen Ausweg auf der Suche nach einem Funken Sicherheit in dieser verworrenen Zeit, als in einem Lebensbornhaus zu entbinden, jener „Zuchtanstalten“ der SS, die Neugeborene zur Adoption nach Deutschland verbrachten. Und dann verspinnt sich die Vergangenheit mit dem zweiten Handlungsfaden von 2005, mit der Geschichte Maries, dessen Eltern, als sie 2 Jahre alt war, bei einem Autounfall ums Leben kamen. Seitdem wuchs sie in verschiedenen Pflegefamilien auf. Ein Foto eines Hauses läßt sie von Berlin nach Wiesbaden ziehen um dort nach ihren Wurzeln zu suchen. Früher ein Lebensbornhaus, heute ein Altersheim .... in dem Marie ein FSJ ableistet und sich mit der 84jährigen Bewohnerin Betty anfreundet... Die Autorin hat ausgiebig recherchiert, auch in Norwegen, und die Thematik des Lebensbornvereins und der selektierten Kinder, die von ihren leiblichen Müttern getrennt wurden, sehr spannend erzählt. Die Zerrissenheit der Mütter, die manchmal ihr Kind freiwillig zur Adoption gaben, weil sie glaubten, dass dies für ihre Kinder ein besseres Leben als das in Ächtung und Armut böte. Aber auch die Kinder aus dem Norden Norwegens, die mit ihrer dunkleren Haut und dunklen Augen nicht arisch einwandfrei aussahen, werden in diesem Buch nicht vergessen. Für mich war dieser Teil der Deutschen Geschichte unbekannt und wurde hier sehr fundiert, einfühlsam und interessant aufgearbeitet. Ein äußerst interessantes, fesselndes Buch, das meine absolute Lesempfehlung erhält!

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Norwegens unglückliche Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Lichtenstein am 10.05.2016

Ich bin begeistert von der Thematik und der Schreibweise dieses Buches. Die Geschichte ist fesselnd und mitreißend, man möchte unbedingt erfahren, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Es geht um ein dunkles Kapitel der Geschichte Norwegens, das aber Deutschland genauso betrifft. Ich finde es gut, etwas mehr darüber zu... Ich bin begeistert von der Thematik und der Schreibweise dieses Buches. Die Geschichte ist fesselnd und mitreißend, man möchte unbedingt erfahren, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Es geht um ein dunkles Kapitel der Geschichte Norwegens, das aber Deutschland genauso betrifft. Ich finde es gut, etwas mehr darüber zu erfahren, als den meisten Menschen, hier wie dort, bekannt ist. Auch einer meiner Großväter, ich habe ihn leider nicht mehr kennengelernt, war kurzzeitig Soldat in Norwegen. Darüber weiß ich allerdings fast gar nichts, denn auch mein Vater erfuhr kaum etwas darüber. Vielleicht wäre es ähnlich interessant gewesen.

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Emotionale Reise in die Vergangenheit
von vielleser18 aus Hessen am 09.05.2016

Norwegen, 1941 : in einem kleinen Dorf am Meer leben Lisbeth und Oda, zwei unzertrennliche Freundinnen. Beide verlieben sich - allerdings in die falschen Männer, denn Erich und Günther sind deutsche Besatzungssoldaten. Sie werden von ihren Familien geächtet und verstossen, doch das ist nur der Beginn ihres Leidensweges... Wiesbaden, 2005... Norwegen, 1941 : in einem kleinen Dorf am Meer leben Lisbeth und Oda, zwei unzertrennliche Freundinnen. Beide verlieben sich - allerdings in die falschen Männer, denn Erich und Günther sind deutsche Besatzungssoldaten. Sie werden von ihren Familien geächtet und verstossen, doch das ist nur der Beginn ihres Leidensweges... Wiesbaden, 2005 : Die Vollwaise Marie arbeitet in einem Altersheim. Das sie ausgerechnet hier ist, ist kein Zufall. Sie versucht mehr über ihre Mutter herauszufinden und ihr einziger Fingerzeig ist ein Bild genau dieses Hauses, das in Kriegszeiten als Kinderheim des Vereins Lebensborn gedient hat. Doch viel konnte sie bisher noch nicht heraus finden. Dafür hat sie sich mit einer Heimbewohnerin angefreundet, Betty, 84 Jahre. Zwei Zeitstränge, eine Geschichte. Die Autorin Linda Winterberg hat es verstanden den Leser zu fesseln. Ich bin nur so durch das Buch gerast und habe mich durch diesen Roman mit auf Spurensuche begeben, habe mit den Protagonisten gefühlt und gelitten. Ich habe Marie begleitet, die ihre Eltern mit zwei Jahren durch einen Unfall verloren hat und seitdem nie irgendwo richtig angekommen ist. Rastlos, ungeliebt und verloren möchte sie einfach mehr über ihre Identität erfahren. Die Norwegerin Lisbeth hingegen begleiten wir auf ihren Weg. Wie kam es, dass sie sich in einen deutschen Soldaten verliebt hat ? Warum hatte es keine Zukunft? Wie erging es ihr in ihrem Umfeld ? Beide Zeitstränge sind sehr gefühlvoll, spannend und vor allem lebendig geschrieben und bald ahnt der Leser, wie diese beiden Geschichten zusammen gehören. Dennoch bleibt der Spannungsbogen bis zum Schluß, denn erst im letzten Abschnitt erfahren wir, was sich alles zugetragen hat. Bis dahin ist es niemals langweilig. Linda Winterberg - alias Nicole Speyer - hat es geschafft, dass ich mir die Welten von Marie und Lisbeth sehr gut vorstellen konnte. Ihr Leben, ihr Umfeld, ihre Gefühle. Die Protagonisten agierten authentisch. Der Hintergrund dieser Geschichte ist historisch. Auch wenn Lisbeth und Oda fiktive Gestalten sind, gab es viele norwegische Mädchen, die sich in deutsche Soldaten verliebt haben. Alles was Lisbeth oder Oda erleben (mussten), haben so oder so ähnlich norwegische Frauen erlebt. Das zu wissen macht den Roman zu einem sehr bewegendem Leseerlebnis. Fazit: Emotional, spannend und authentisch schildert die Autorin diese ergreifende Geschichte rund um eine verbotene Liebe. Eine Buch, das lange nachhallt und mich berührt hat.

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Emotionale und dramatische Lektüre
von einer Kundin/einem Kunden aus Kamp-Bornhofen am 22.06.2016

Norwegen im Jahre 1941. Lisbeth und ihre Freundin Oda verlieben sich während des Krieges in die falschen Männer, deutsche Soldaten. Ihre Liebe hat Folgen, doch diese werden in ihrer Heimat nicht geduldet. Lisbeth und Oda verlieren alles. Jahre später im Jahr 2005 ist Marie auf den Spuren ihrer Kindheit... Norwegen im Jahre 1941. Lisbeth und ihre Freundin Oda verlieben sich während des Krieges in die falschen Männer, deutsche Soldaten. Ihre Liebe hat Folgen, doch diese werden in ihrer Heimat nicht geduldet. Lisbeth und Oda verlieren alles. Jahre später im Jahr 2005 ist Marie auf den Spuren ihrer Kindheit unterwegs und trifft dabei auf Betty, die ihre Tochter auch nach vielen Jahren nicht vergessen hat und immer noch nach ihr sucht. Dieser interessante Roman hatte es etwas schwer nach der Lektüre von "Winterhonig". Das Buch hat zwei Erzählebenen, einmal den Strang in der Vergangenheit , Lisbeths und Odas Geschichte und dann Marie und Betty in der Zukunft. Beide Geschichten sind sehr interessant und fesselnd. In diesem Buch erfährt man in Romanform, was mit manchen Kindern passierte, die deutsche Soldaten in Norwegen hinterlassen haben. Die norwegischen Frauen wie auch die Kinder hatten einiges zu erdulden. Viele Kinder wurden von den Müttern getrennt und wurden nie mehr gefunden, da in den Kriegs- und Nachkriegsjahren viele Akten vernichtet wurden. Im Nachwort geht die Autorin näher auf die wahren geschichtlichen Ereignisse ein. Insgesammt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Allerdings kamen bei mir nur teilweise die Aspekte aus der Kriegszeit an. Wie schon geschrieben, habe ich zuvor "Winterhonig" gelesen, dass auch auf wahren Begebenheiten beruht. Da war der Krieg greifbar, während des Lesens war man live dabei. Das fehlt mir bei diesem Roman ein wenig. Hier steht mehr die Liebesgeschichte von Lisbeth und Oda mit den deutschen Soldaten im Vordergrund und erst durch die Suche von Marie und Betty wird das ganze Ausmaß dieser Geschichte sichtbar. Fest steht aber auch hier, dass der Krieg eine sehr schlimme Zeit war, der nicht nur Menschen das Leben gekostet hat, sondern auch für viel menschliches Leid Ursache ist. Wer eine emotionale und dramatische Liebesgeschichte zur Zeit des 2. Weltkriegs mit Verbindung zur Gegenwart lesen möchte, ist hier bestens aufgehoben.

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Das Schicksal der norwegischen Deutschenmädchen während des Zweiten Weltkriegs
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 16.06.2016

Norwegen 1941: die Bewohner des idyllischen Dorfes Loshavn sind der Meinung, der Krieg und der Feind seien weit genug entfernt, bis eines Tages deutsche Soldaten im Dorf einquartiert werden. Die beiden jungen Frauen Lisbet und ihre beste Freundin Oda verlieben sich in zwei der Soldaten, eine Liebe, die von... Norwegen 1941: die Bewohner des idyllischen Dorfes Loshavn sind der Meinung, der Krieg und der Feind seien weit genug entfernt, bis eines Tages deutsche Soldaten im Dorf einquartiert werden. Die beiden jungen Frauen Lisbet und ihre beste Freundin Oda verlieben sich in zwei der Soldaten, eine Liebe, die von den Norwegern abgelehnt wird. Als sie schwanger werden, verlieren sie alles, was ihnen lieb ist, Hilfe finden sie ausgerechnet nur bei dem Feind. Doch dann wird Lisbet von ihrer Tochter Lieselotte getrennt. Das Schicksal der sogenannten Deutschenmädchen, jungen norwegischen Frauen, die eine Beziehung mit deutschen Soldaten unterhielten, war mir bisher relativ unbekannt. Umso mehr hat es mich schockiert, was die Frauen damals durch die eigenen Landsleute erleiden mussten, vor allem nach dem Kriegsende. Noch tragischer ist, dass sich diese Ereignisse nicht nur auf die betroffenen Frauen und ihre Kinder auswirkten, sondern teilweise sogar bis in die dritte Generation reichen. Zudem wurden viele Kinder aus deutsch-norwegischen Beziehungen nach Deutschland zur Adoption vermittelt, vielen Müttern blieb gar keine andere Wahl. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, einmal im Jahr 1941 und im Jahr 2005, in dem wir Marie begleiten, die eines Tages das Tagebuch von Lisbet zugeschickt bekommt und sich auf die Spurensuche nach ihren familiären Wurzeln macht. Der Schreibstil des Buches ist sehr emotional, man spürt gut die Verzweiflung der jungen Frauen in Norwegen und die entwurzelte Zerrissenheit der nachfolgenden Generationen. Die Handlung wird durch eine Reihe von Zufällen bestimmt, das kann man vielleicht bemängeln. In der Vergangenheit lernen wir Lisbet und Oda kennen, zwei Freundinnen, die sich geschworen haben, immer zusammen zu bleiben, aber der Krieg macht seine eigenen Gesetze. Lisbet ist eher der ruhige und zurückhaltendere Typ, während Oda ihr Leben genießen und sich nichts vorschreiben lassen möchte. Sie wollen das, was junge Menschen gerne tun: das Leben genießen und lieben. Jedoch suchen sie sich aus der Sicht ihrer Landsleute dazu die falschen Männer aus, ihre Liebe zum Feind und die Momente der Zweisamkeit müssen muss geheim bleiben. Diese Zerrissenheit und auch die Verzweiflung der jungen Frauen, sich zwischen der Liebe zu ihren Männern und zu ihrer Familie und Land entscheiden zu müssen, ist gut dargestellt. In der Gegenwart erfahren wir, dass Marie ihre Eltern sehr früh bei einem Autounfall verloren hat, danach folgte eine Odyssee durch Kinderheime und Pflegefamilien – sie ist sie haltlos und sehnt sich nach familiärer Geborgenheit. Daher überrascht es nicht, dass sie das Tagebuch als Chance sieht, mehr über die Familie ihrer Mutter herauszufinden. Mich hat dieses Buch und seine Thematik sehr berührt und gut gefallen.

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Ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte aus norwegischem Blickwinkel erzählt
von Marlen aus Dresden am 29.05.2016

Oda und Lisbet wachsen an der norwegischen Küste auf. Als sie Teenager sind, bricht der zweite Weltkrieg aus. Für die Mädchen ändert sich damit im Grunde nichts – in den weiten Schärengärten bekommt man kaum etwas mit von der Gewalt in Zentraleuropa. Doch dann wird Norwegen von den Deutschen... Oda und Lisbet wachsen an der norwegischen Küste auf. Als sie Teenager sind, bricht der zweite Weltkrieg aus. Für die Mädchen ändert sich damit im Grunde nichts – in den weiten Schärengärten bekommt man kaum etwas mit von der Gewalt in Zentraleuropa. Doch dann wird Norwegen von den Deutschen besetzt und norwegische Familien werden dazu verpflichtet, deutsche Soldaten in ihre Häuser aufzunehmen. Was dann passiert, ist vorhersehbar: die Mädchen verlieben sich in die Männer, die aus dem fernen Deutschland in ihre Heimat gesandt wurden. Sie sehen sie nicht mit den Augen der Erwachsenen – als Feind – sondern einfach als nette junge Männer, die genauso voller Träume und Hoffnungen sind wie sie selbst. Sie müssen ihre Liebe geheim halten, denn norwegische Mädchen, die sich mit „dem Feind“ einlassen, sind verpönt und haben es schwer. Als beide Mädchen Kinder von den deutschen Soldaten erwarten und sie sich mit ihren Familien überwerfen, wird aus der erträumten wunderbaren Zukunft nach Kriegsende ein Minenfeld, in dem Oda und Lisbet viele Träume begraben und viele Opfer bringen müssen. Die Mädchen haben Glück im Unglück, als sie an ein Haus des „Lebensbornvereins“ verwiesen werden, in dem für norwegische Mädchen gesorgt wird, die Kinder von Deutschen erwarten. Im Buch erfährt man, welche Rolle diesem Verein zukam: er vermittelte Adoptionen solcher Kinder nach Deutschland – mit dem Hintergrund, dass die Kinder von Deutschen und Norwegern als arisch rein galten. Nicht umsonst wurden Lebensbornheime hinter vorgehaltener Hand als „Zuchtanstalten“ bezeichnet. Sie hatten eine zwiespältige Rolle inne: einerseits haben sie tatsächlich vielen jungen Mädchen ohne Perspektive Zuflucht geboten und sie „durchgebracht“ – wer weiß, was sonst aus ihnen geworden wäre. Andererseits war der dahinter liegende Gedanke vom reinen Rassendenken getrieben. Diesen Zwiespalt stellt die Autorin im zweiten Teil des Buches gut in den Mittelpunkt des Geschehens, besonders da Oda als samisch-stämmige Norwegerin gerade nicht dem Rassenideal der Deutschen entsprach. Trotz aller interessanten und wichtigen Gedanken, die das Buch transportiert, erschien es mir insgesamt etwas „weichgespült“. Die Dramatik hinter der Geschichte war zu erahnen, wurde aber aus meiner Sicht dennoch nicht allzu zu deutlich formuliert. Das passte zum Erzählstil des Buches, war mir aber für ein eindeutiges geschichtliches Zeugnis etwas zu wenig. Zudem wurde beispielsweise auch nicht erläutert, woher der Name Lebensborn eigentlich kommt und warum die Heime genau so genannt wurden. Das ließ sich zum Glück mit Hilfe des Internets schnell herausfinden. Schade fand ich auch, dass die Geschichten zweier Nebenfiguren, nämlich Erich (der Vater von Lisbets Kind) und Gertrud (eine Pflegekraft, mit deren Hilfe sich Lisbets Enkelin auf die Spur ihrer Herkunft begibt) nicht zu Ende erzählt wird. Ihnen wird am Anfang sehr viel Raum gegeben und es werden kleine Spuren ausgelegt, die einen neugierig machen auf die Figur. Am Ende geht aber dann plötzlich alles ganz schnell und man erfährt z. B. nicht, wie es mit Gertrud, die auch glaubt, ein Lebensbornkind zu sein, weitergeht. Die Figuren sind am Ende einfach von der Bildfläche verschwunden, das fand ich sehr schade. Ich habe das Buch sehr gern gelesen, es war flüssig geschrieben, mitreißend und hat nebenher dieses dunkle Kapitel der Geschichte gut vermittelt. Aufgrund der oben beschriebenen kleinen Mankos kann ich aber leider keine volle Punktzahl vergeben und es bleiben gute vier Sterne.

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Ein dunkles Kapitel in der Geschichte Norwegens
von anushka am 28.05.2016

Wiesbaden, 2005: Die junge Vollwaise Marie verschlägt es für ihr freiwilliges soziales Jahr nach Wiesbaden in ein Altenheim. Dort trifft sie die rüstige 84-jährige Betty, mit der sie sich anfreundet. Doch Betty driftet immer wieder in ihre Vergangenheit ab, über die sie nicht reden will. Norwegen, 1941: Lisbet und ihre... Wiesbaden, 2005: Die junge Vollwaise Marie verschlägt es für ihr freiwilliges soziales Jahr nach Wiesbaden in ein Altenheim. Dort trifft sie die rüstige 84-jährige Betty, mit der sie sich anfreundet. Doch Betty driftet immer wieder in ihre Vergangenheit ab, über die sie nicht reden will. Norwegen, 1941: Lisbet und ihre beste Freundin Oda leben behütet in Loshavn am Meer. Hier wähnen sich alle sicher vor den deutschen Besatzern, doch dann werden plötzlich überall deutsche Soldaten einquartiert. Lisbet und Oda kommen zweien von ihnen näher und riskieren damit alles. Denn Mädchen, die sich mit deutschen Soldaten einlassen, gelten als Verräterinnen und werden von ihren Landsleuten, inklusive ihrer eigenen Familienangehörigen, geächtet. Und dann stellen beide Mädchen fest, dass sie schwanger sind und ihnen bleibt keine Wahl, als sich an die Deutschen zu wenden. "Das Haus der verlorenen Kinder" spielt auf zwei Zeitebenen. Man begleitet zum einen Marie im Jahr 2005 in Deutschland, wie sie sich mit Betty anfreundet und ihrer eigenen Familiengeschichte nachspürt während Stück für Stück auch Bettys Geschichte zutage tritt. Zum anderen spielt die Geschichte in den Jahren 1941 und 1942 und man verfolgt Lisbet in Norwegen in einer Zeit, die lange ein heikles Kapitel norwegischer Geschichte war. Das Buch widmet sich dem Umgang der Norweger mit den sogenannten Deutschenmädchen und Deutschenkindern, die lange stigmatisiert und diskriminiert wurden. Frauen, die sich mit den deutschen Besatzern einließen, bekamen den Zorn der Norweger zu spüren, noch Jahrzehnte später. (Tatsächlich entschuldigte sich die norwegische Regierung erst 1998 für die Behandlung der Frauen und Kinder, wie man dem Nachwort entnehmen kann.) Doch auch der deutsche Lebensborn-Verein hilft den betroffenen Frauen nicht aus Wohltätigkeit, sondern verfolgt ein perfides Ziel. Das Buch hat damit ein interessantes, erschreckendes und ungewöhnliches Thema aufgegriffen, Ich kannte dieses Kapitel norwegischer (und deutscher) Geschichte bislang nicht. Den historische Handlungsstrang fand ich sehr interessant und er hat mich emotional oft berührt, Der Schreibstil liest sich einfach, schnell und flüssig. Gerade die historischen Abschnitte bergen außerdem einiges an Spannung. Probleme hatte ich dagegen mit dem Gegenwartsstrang. Hier gab es mir zu viele Zufälle und manchmal hatte ich hier das Gefühl, dass die Spannung zu gewollt erzeugt wird. Es gibt oft Andeutungen, bei denen eigentlich nur noch ein Satz fehlt, um die Situation zu erklären, es wird aber wiederholt (und von verschiedenen Figuren) ruppig abgewiegelt und das Thema gewechselt. Zudem haben wahlweise Betty oder Marie oft Tränen in den Augen, was mir ein wenig zu häufig war. Zum Ende hin war mir der Gegenwartsstrang auch in den Eigenheiten einiger Nebenfiguren ein wenig zu übertrieben. Insgesamt hat mich das Buch oft berührt und der historische Strang war dramatisch, mitreißend und emotional berührend. Die Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen und die Schilderung des Alltags von Lisbet konnten mich begeistern, da sie sehr detailliert und bildhaft waren. Das Buch greift ein Thema auf, das in diesem Genre innovativ (also nicht abgenutzt) ist und beim Lesen dadurch noch etwas Neues vermitteln kann. Mich konnte nur leider der Gegenwartsstrang emotional nicht ganz erreichen.

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Tyskebarna & Lebensborn
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 22.05.2016

Ein paar Worte zum geschichtlichen Hintergrund: Während der deutschen Besetzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg verliebten sich zahlreiche junge Norwegerinnen in den Feind im eigenen Land. Geschätzte 12.000 Tyskerbarna ("Deutschenkinder") entstanden aus solchen Verbindungen, was von deutscher Seite ausdrücklich gewünscht und gefördert wurde, galten die Norweger doch als "reine arische Rasse"... Ein paar Worte zum geschichtlichen Hintergrund: Während der deutschen Besetzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg verliebten sich zahlreiche junge Norwegerinnen in den Feind im eigenen Land. Geschätzte 12.000 Tyskerbarna ("Deutschenkinder") entstanden aus solchen Verbindungen, was von deutscher Seite ausdrücklich gewünscht und gefördert wurde, galten die Norweger doch als "reine arische Rasse" (mit Ausnahme der dunkelhäutigen samischen Frauen, deren Blut als minderwertig angesehen wurde). Von Seiten ihrer Landsleute wurden den Frauen überwiegend Hass und Verachtung entgegengebracht: von den eigenen Familien verstoßen, als Tyskertøs ("Deutschenflittchen") beschimpft. Vielen jungen Müttern blieb als einziger Ausweg das sogenannte "Lebensborn"-Projekt der Nazis. In dessen Heimen konnten schwangere Frauen nicht nur bis zur Geburt, sondern noch mehrere Monate darüber hinaus unentgeltlich leben. Einige der Kinder wurden letztendlich an parteitreue deutsche Familien zur Adoption abgegeben. Nach dem Krieg wurden zwischen 3.000 und 5.000 der "Verräterinnen" in Norwegen in Lager eingesperrt. Nicht selten wurden sie vorher mit geschorenem Haar durch den Ort gejagt und mit faulem Obst beworfen. Letztendlich wurden viele aus Norwegen ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund entfaltet sich nun die Geschichte von "Das Haus der verlorenen Kinder". Als Tochter einer Tyskebarn war ich natürlich sehr neugierig auf das Buch! Inwieweit würden die Erlebnisse von Lisbeth und Oda die Erlebnisse meiner Großmutter wiederspiegeln? Ich muss sagen, ich habe tatsächlich viele davon hier wiedergefunden - und war beeindruckt davon, wie überzeugend und authentisch alles geschildert wird, die Autorin scheint gründlich recherchiert zu haben. Aber ich denke, auch für LeserInnen ohne persönlichen Bezug ist es ein mehr als lohnendes Buch! Nicht nur ist es ein sehr bewegendes Kapitel der Geschichte, sondern Linda Winterberg erzählt auf dieser Grundlage eine spannende, rührende, manchmal traurige, manchmal schöne Geschichte, die sich über zwei Länder und drei Generationen erstreckt. Trotz allem ist es eine Geschichte, in der es immer auch um Liebe geht - die Liebe zwischen Freundinnen, die Liebe zwischen Mutter und Kind, natürlich die Liebe zwischen Mann und Frau, aber auch die selbstlose Nächstenliebe. Kitschig wird es dabei in meinen Augen nie. Vom Aufbau her hat mich das Buch an die Bücher von Lucinda Riley erinnert: die Geschichte springt hin und her zwischen den Zeiten und den Personen, und so nach und nach setzen sich die Puzzleteile zu einem großen Bild zusammen. Manches kann man sich schon früh denken, manches erschien mir dann doch ein bisschen zu viel des Zufalls... Aber im Großen und Ganzen fand ich diese Verbindung von Historie, Liebesgeschichte und Familiengeheimnis gelungen umgesetzt. In dem Teil der Geschichte, der in den 40er Jahren spielt, stehen die junge Norwegerin Lisbeth und ihre beste Freundin Oda im Mittelpunkt. Wir sehen die Geschehnisse aus Lisbeths Augen, und sie war mir direkt sehr sympathisch - sie ist liebenswert, mitfühlend, großzügig und aufgeschlossen, wenn auch ein bisschen naiv. Die aufbrausende, gelegentlich egoistische Oda ist in vielem ihr Gegenteil, aber auch sie habe ich schnell lieb gewonnen. Die Autorin bringt wunderbar rüber, mit welchen Gewissensbissen und Ängsten die beiden Frauen zu kämpfen haben. An keiner Stelle hatte ich den Eindruck, dass die beiden es auch nur im Geringsten verdient hatten, als Verräterinnen abgestempelt zu werden. Der andere Teil der Geschichte spielt im Jahr 2005, und in diesem lernen wir Marie kennen, die gerade in einem Altenheim ihr Soziales Jahr absolviert und auf der Suche nach ihren Wurzeln ist - sie ist Vollwaise und ist den Spuren ihrer verstorbenen Mutter bis zu diesem Altenheim gefolgt, das in der Vergangenheit wohl einmal ein ganz anderes Heim war... Dort lernt sie Betty kennen, eine alte, aber immer noch lebenslustige Frau, die ebenfalls eine persönliche Suche an diesen Ort geführt hat. Auch diese beiden Frauen haben mir sehr gut gefallen, sie werden sehr lebendig beschrieben, mit all ihren Stärken, Schwächen und kleinen Marotten. Überhaupt fand ich alle Charaktere gut gelungen, auch die eher nebensächlichen. Nur bei den Dialogen hatte ich manchmal den Eindruck, dass sich ganz verschiedene Charaktere gelegentlich zu ähnlich ausdrücken. Der Schreibstil ist meines Erachtens eher einfach, mit oft kurzen Sätzen, aber dennoch flüssig, emotional und voller Atmosphäre. Fazit: Zwei junge norwegische Frauen verlieben sich im Krieg in deutsche Soldaten - mit Folgen... Zwei Generationen und 60 Jahre später treffen in Deutschland mehrere Menschen aufeinander, die alle auf verschiedene Weise auf der Suche sind. Dadurch brechen einerseits alte Wunden wieder auf, andererseits werden aber auch alte Geheimnisse aufgeklärt und alte Ungerechtigkeiten finden ein versöhnliches Ende. Ich fand das Buch gut recherchiert und dabei spannend und emotional geschrieben, mit lebendigen Charakteren mit denen man gut mitfühlen kann.

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Eine Leseempfehlung
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 12.05.2016

Marie wurde bereits als Kleinkind Vollwaise und hatte eine unglückliche Kindheit bei verschiedenen Pflegefamilien. Mehr zufällig kommt sie in ihrem sozialen Jahr in ein Altersheim, welches zu Kriegszeiten ein Lebensbornhaus war. Dort wurden vor allem von der SS Kinder verbracht, die vorher ihren Müttern nicht immer freiwillig weggenommen wurden... Marie wurde bereits als Kleinkind Vollwaise und hatte eine unglückliche Kindheit bei verschiedenen Pflegefamilien. Mehr zufällig kommt sie in ihrem sozialen Jahr in ein Altersheim, welches zu Kriegszeiten ein Lebensbornhaus war. Dort wurden vor allem von der SS Kinder verbracht, die vorher ihren Müttern nicht immer freiwillig weggenommen wurden und die dann an arische Familien zur Adoption freigegeben wurden. Im Jahr 1941 werden zwei Norwegerinnen von deutschen Besatzungssoldaten schwanger und da sie von der eigenen Familie verstoßen werden, weil sie mit dem Feind fraternisiert haben, landen ihre Töchter nach der Geburt bald in so einem Heim und die Mädchen werden nie ihre wirklichen Mütter kennenlernen. Die zweite Generation, Marie und Jan, wissen anfangs nichts über die Vergangenheit ihrer Großmütter. Zufällig lernt Marie Betty im Altersheim kennen und freundet sich mit der über 80-Jährigen an. Bald wird klar, dass sie eine der zwei Norwegerinnen war, die einst ihre Töchter hergeben mussten. Ein dunkles Stück Geschichte, welches von der Autorin Linda Winterberg gut recherchiert und klug in eine fiktive Geschichte auf zwei Ebenen eingebettet wurde. Unter diesem Pseudonym schreibt Nicole Steyer diesmal nicht aus der mittelalterlichen Epochet sondern der nahen Vergangenheit. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Handlungen der Hauptdarstellerinnen sind nachvollziehbar und glaubhaft. Es war mein erstes Buch von Winterberg/Steyer und hat mir wirklich gut gefallen. Von mir eine Leseempfehlung für „Das Haus der verlorenen Kinder“.

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"Mein Herz wird dich finden "
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 21.10.2016
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Eine emotionale Reise nach Loshavn - Norwegen , in das Jahr 1942 . Die zwei Freundinnen Lisbeth und Oda kennen sich schon ewig und können sich ein Leben ohne die Freundin nicht vorstellen . Obwohl die Mädchen sich sehr vom Charakter und Aussehen unterscheiden . Oda die dunkelhaarige Lebhafte ,... Eine emotionale Reise nach Loshavn - Norwegen , in das Jahr 1942 . Die zwei Freundinnen Lisbeth und Oda kennen sich schon ewig und können sich ein Leben ohne die Freundin nicht vorstellen . Obwohl die Mädchen sich sehr vom Charakter und Aussehen unterscheiden . Oda die dunkelhaarige Lebhafte , mit den Genen der Sami , die Urnorweger und Lisbeth die rothaarige Ruhige, mit der weißen Porzelanhaut , sind sie dennoch beste Freundinnen. Daran ändert auch der Krieg nichts , der in Loshavn bis auf wenige Einschränkungen kaum spürbar ist . Erst mit den deutschen Soldaten, die über dem Hügel kommen um einen Festungswall zu bauen, zieht ein Hauch von Krieg und der Feind in das "Weiße Dorf der Piraten” ein . Plötzlich wohnt "ER" , mit im Haus bei einigen Familien , wird einfach zugeteilt und nimmt am Familienleben teil . Nicht jeder ist begeistert über die ungebetenen Gäste , aber man arrangiert sich und lernt sich kennen. Bei einigen , ist so schon fast eine Freundschaft entstanden . Zwischen anderen , wurde daraus eine Liebe. Eine verbotene Liebe , denn in den Feind verliebt sich ein anständiges norwegischen Mädchen nicht ! Was geschieht , wenn es dennoch passiert ? Wenn das Herz den Kopf ausschaltet und nur noch die Gefühle sprechen ? Die Vernunft nur noch ein Appell der Eltern ist, die Angst um ihre Töchter und vor den Folgen dieser verbotenen Liebe haben . “Wenn der Mann , den Du mit allen Fasern Deines Herzens liebst , DER FEIND ist , mit dem sich Dein Land im Krieg befindet ? Für Lisbeth und Oda sind Erich und Günter, die ganz große Liebe . Das Herz fragt nunmal nicht nach der Nationalität , nach Freund oder Feind, wenn es sich verliebt. Die Anfeindungen der Norwegischen Bewohner , gegen die beiden Frauen die sich in deutsche Soldaten verliebt haben , ist so groß, das diese alles verlieren was ihnen lieb und teuer ist . Von der Familie und Freunden verstoßen , schwanger und ohne Arbeit , der Liebste an der Ostfront im Krieg …. Die Aussicht auf ein Wiedersehen , mehr Wunschdenken als Realität und kein schützenden Dach über den Kopf der Freundinnen . Doch Oda und Lisbeth halten zusammen, verlieren sich aber aus den Augen und finden sich wieder im Lebensborn von Hurdal Verk . Einer Einrichtung der deutschen SS . Ein Heim für schwangere “Deutschenmädchen” . Hier steht man ihnen zur Seite , hilft bei der Geburt und auch bei der Suche nach den unterhaltspflichtigen Vätern . Adoptionen der Neugeborenen werden hier auch ganz unbürokratisch durchgeführt, viele davon sogar ohne Einwilligung der Mütter .... Eines dieser adoptierten Kinder ist Liselotte , die Tochter von Erich und Lisbeth . Odas Tochter Siri, hat ihre Mutter auch nur für einen Moment in ihren Leben gehabt . Im Jahre 2005 ist die Vollwaise Marie auf der Suche nach ihren Wurzeln im Seniorenheim “Haus Sonnenschein” in Wiesbaden angekommen und absolviert dort ein freiwilliges Soziales Jahr . Marie hat sich mit der etwas eigenwilligen Seniorin Betty angefreundet und teilt die Freude am Schachspiel mit ihr . Trotz des großen Altersunterschied verstehen sich die Zwei bestens und fühlen sich zueinander hingezogen . Eines Tages bekommt Marie ein Päckchen mit einem alten , in Leder gebundenen Tagebuch . Eigentlich sollte es ihr Großvater Erich erhalten , doch der ist vor langer Zeit an Krebs gestorben. Marie kann das Tagebuch nicht lesen , es ist auf Norwegischen geschrieben , einige Namen aber , die meint sie zu erkennen : Oda , Lisbeth und auch Erich und Günter. Dann gibt es da noch Jan , der junge Mann aus Norwegen , mit den unverwechselbaren Genen seiner Großmutter . Er stiehlt Marie das alte Tagebuch von Lisbeth . -= Fazit =- Die “Deutschenmädchen” in Norwegen haben auf Grund ihrer Liebe zu den "falschen Männern" viel Leid erfahren müssen . Ein Leid , dass selbst Jahrzehnte später noch nichts von seinem Schrecken verloren hat . Viele ihrer Nachfahren leiden noch heute darunter , nicht zu wissen wo ihre Wurzeln sind . Ein atmosphärisch dichter und detaillierter Schreibstil lassen die düstere Zeit des Krieges lebendig werden . Gleichzeitig lockt mich die lockere und bildhafte Beschreibung auf die Veranda von Joakims Haus und malt wunderschöne Bilder vom Schärengarten, und den sagenhaften Nordlichtern , die Lisbeth und Oda so sehr lieben . Authentische und gut gezeichnete Protagonisten hauchen den Worten Leben ein und nehmen mich mit , in das wunderschöne Land der Trolle und Fjorde . Lassen mich aber auch mit Tränen in den Augen lesen , was im Lebensborn geschehen ist . Ein Roman der auf aufwühlt und uns daran erinnern will/soll , wie sinnlos Kriege und Anfeindungen sind . Die Folgen davon sind katastrophal und auf unendliche Zeit spürbar. So viel Leid könnte vermieden werden , durch ein wenig mehr Menschlichkeit . Eine Liebesgeschichte, die zeigt wie schön es sein kann , wenn man das Glück hat den einen Menschen , die ganz große Liebe, zu finden . Wie traurig , sie dann wegen einen unnützen und sinnlosen Krieg zu verlieren ... Menschen die ihr Leben lang auf der Suche sind , ohne zu finden … Die Verlorenen Kinder, sind die tragischen Zeitzeugen dieser realen Geschichte mit fiktiven Personen . Mir persönlich war der Lebensborn bis zu dieser Geschichte nicht bekannt . Das Internet hat sehr viel an weiteren Informationen zu bieten . Bei Wikipedia steht vieles zum nachlesen . Ich habe mit dem Roman sehr intensive , schöne und auch traurige Lesemomente gehabt und bin sehr froh das ich die Geschichte von Oda und Lisbeth, “DAS HAUS DER VERLORENEN KINDER” gelesen habe . Ich werde die Geschichte nicht so schnell vergessen ! Ein Buch , dass ich jedem Interessierten gerne empfehlen und ans Herz legen möchte . Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und sehr gute 5 Sterne

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von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Zwei Geschichten, zwei Frauen. Lisbeth 1941 in Norwegen und Marie 2005 in Deutschland. Ein bewegender Roman über Liebe, Familiengeheimnisse und die Lebensbornheime im 2. Weltkrieg.

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von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Spannender Roman, der Leser lernt etwas über die deutsche Geschichte. Traurig. Schicksalhaft. Lesenswert!

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