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Das Kind, das nicht fragte

Roman

(2)
An einem Frühlingstag im April landet Benjamin Merz mit dem Flugzeug in Catania. Merz ist Ethnologe, und er möchte die Lebensgewohnheiten der Menschen in Mandlica, einer kleinen Stadt an der Südküste Siziliens, erkunden. Er freut sich auf das Frage- und Antwortspiel, auf das er sich gründlich vorbereitet, damit er mit den Einheimischen ins Gespräch kommt. Allerdings muss er grosse Hemmungen überwinden, um diese Gespräche auch tatsächlich zu führen. Denn Benjamin Merz ist zwar ein kluger Ethnologe, aber ihm fällt es ungeheuer schwer, das zu tun, worauf seine ganze Arbeit aufbaut: Fragen zu stellen. Und das hat seinen Grund.
Aufgewachsen ist Benjamin Merz mit vier weitaus älteren Brüdern. Seine Kinderjahre verbrachte er in einer aufgezwungenen Spracharmut. Seine älteren Brüder gaben in der Familie den Ton an, und er als Nachkömmling war schon häufig alleine damit überfordert, zu verstehen, worüber gesprochen wurde. Selbst einfachste Verständnisfragen traute er sich dann nicht zu stellen, und später musste er sich das Fragen mühsam antrainieren. Dafür kann er aber ausgezeichnet zuhören. Und diese Fähigkeit macht ihn in Mandlica, der Stadt der Dolci, zu einem begehrten Gesprächspartner – insbesondere bei den Frauen. Sie beginnen ihm Familiengeheimnisse und verborgenste Liebeswünsche anzuvertrauen …
Mit dem Roman »Das Kind, das nicht fragte« schreibt Hanns-Josef Ortheil an dem grossen autobiographischen Selbsterforschungsprojekt seiner Kinder- und Jugendjahre weiter. Nach »Die Erfindung des Lebens« und »Die Moselreise« setzt sich der Autor auch in diesem Roman mit dem grossen Themenkomplex des Zusammenhangs von Verstummen und Sprechen, Fragen und Selbstfindung auseinander.


Rezension
"Ein italienischer Liebestraum und ein wunderbares Mittel gegen deutsche Winterdepressionen."
Portrait
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.
Zitat
"Eine liebevoll erzählte Geschichte über Familienhierarchien und falsch gestellte Lebensgleise, aber auch ein Roman über Neubeginn und Lebensfreude. Das macht das Buch sympathisch und lesenswert."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 432, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.12.2012
Serie Autobiografische Romane Hanns-Josef Ortheil 3
Sprache Deutsch
EAN 9783641104733
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Verkaufsrang 2.206
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Zuhören statt Zustimmen, Fragen statt Plappern
von einer Kundin/einem Kunden am 08.05.2015

Benjamin Merz war als Kind größtenteils still und schweigsam. Doch nun, als Erwachsener, ist er ein weltweit anerkannter Ethnologe und fragt seine „Forschungsobjekte“ neugierig und zutiefst wissenschaftlich nach ihrem Leben aus. Doch nicht nur die großen Sensationen und geschönten Erinnerungen interessieren ihn, sondern auch die vielen kleinen Dinge, die... Benjamin Merz war als Kind größtenteils still und schweigsam. Doch nun, als Erwachsener, ist er ein weltweit anerkannter Ethnologe und fragt seine „Forschungsobjekte“ neugierig und zutiefst wissenschaftlich nach ihrem Leben aus. Doch nicht nur die großen Sensationen und geschönten Erinnerungen interessieren ihn, sondern auch die vielen kleinen Dinge, die eine Persönlichkeit ausmachen. Durch akribisches Nachfragen gelingt es ihm, den Menschen seiner Umgebung in die scheinbar unergründlichen Tiefen ihrer Seelen zu folgen...

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Das Kind, das nicht fragte
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberasbach am 09.02.2015

Ein tolles Buch, gute Sprache, wunderschöne Beschreibungen über Sizilien, Korfu und natürlich der Menschen. Hat mir sehr gut gefallen und kann ich nur weiterempfehlen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Großartiger Roman, schöne Sprache.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Auch hier verarbeitete Ortheil seine Kindheit. Denn erst mit 7 Jahren sprach er, bis dahin war er stumm. Warmherzig und mit großer Sinnlichkeit beschreibt es die spätere Wortgewalt

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Das Kind, das nicht fragte
von Ulrike Seine aus Rheine am 31.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Benjamin Merz ist Ethnologe und reist für ein Forschungsprojekt nach Sizilien, genauer gesagt nach Mandlica. Sein Beruf erfordert die Beherrschung der Sprache, des Fragens, Zuhörens und Schreibens. Fragen zu stellen war für Benjamin zeitlebens eine schwierige Angelegenheit. Zu tief sitzen die Ursachen in seiner Kindheit. Mit hoher Konzentration gelingt es... Benjamin Merz ist Ethnologe und reist für ein Forschungsprojekt nach Sizilien, genauer gesagt nach Mandlica. Sein Beruf erfordert die Beherrschung der Sprache, des Fragens, Zuhörens und Schreibens. Fragen zu stellen war für Benjamin zeitlebens eine schwierige Angelegenheit. Zu tief sitzen die Ursachen in seiner Kindheit. Mit hoher Konzentration gelingt es ihm den Menschen die richtigen Fragen zu stellen und sie in seinen Bann zu ziehen. Er lernt Maria und Paula kennen und Alberto, den Buchhändler, der über fast alles im Ort Bescheid weiß. Und er verliebt sich.... Ein Buch ganz im Stile Hanns-Joseph Ortheils und für seine Fans ein Muss.

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