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Das Mädchen

Roman

(3)

Die Mutter terrorisiert ihre Kinder, der Vater trinkt – wenn er überhaupt da ist. Aber ›das Mädchen‹ arbeitet sich mit Mut und unbeugsamem Lebenswillen durch die niederdrückenden Verhältnisse einer Jugend und rettet sich in »Brehms Tierleben« und Grimms Märchen. Schon am Anfang scheint hier alles zu Ende zu sein, aber ist das Ende doch ein Anfang?
Mit ihrer klaren, knappen, präzisen Prosa, grosser Lakonie und trockenem Humor versetzt Angelika Klüssendorf den Leser in eine Kindheitswelt, die das Kindsein kaum zulässt – und in der sich ›das Mädchen‹ dennoch behauptet.

Portrait

Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute lebt sie bei Berlin. Sie veröffentlichte unter anderem den Roman »Alle leben so« und die Erzählungsbände »Aus allen Himmeln« und »Amateure«. Zuletzt erschienen die beiden Romane »Das Mädchen« und »April«, die beide auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises standen.

Literaturpreise:

2004 Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim
2011 Shortlist des Deutschen Buchpreises mit »Das Mädchen«
2013/14 Stadtschreiberin von Bergen
2014 Hermann-Hesse-Literaturpreis
2014 Shortlist des Deutschen Buchpreises mit »April«
2014 Preis der SWR-Bestenliste
2014 Hertha Koenig-Literaturpreis

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 20.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-19455-1
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/126/19 mm
Gewicht 151
Auflage 2
Buch (Taschenbuch)
Fr. 12.90
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Kundenbewertungen


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Ein tapferes Mädchen erlebt harte Zeiten
von Jenny Lentes aus Düren am 10.09.2014

Eine anfangs schockierende Geschichte über das Heranwachsen eines jungen Mädchens in der damaligen DDR. Obwohl ihr Leben oft bemitleidenswert und erschütternd dargestellt wird, findet sie immer wieder den Weg aus ihrer Opfer-Rolle heraus und zeigt in starker Atmosphäre, wie sie trotz schwerster Umstände und ohne familiären Rückhalt ihr junges... Eine anfangs schockierende Geschichte über das Heranwachsen eines jungen Mädchens in der damaligen DDR. Obwohl ihr Leben oft bemitleidenswert und erschütternd dargestellt wird, findet sie immer wieder den Weg aus ihrer Opfer-Rolle heraus und zeigt in starker Atmosphäre, wie sie trotz schwerster Umstände und ohne familiären Rückhalt ihr junges Leben meistert. Sprachgewaltig und beeindruckend erzählt! 2011 verdient für den Deutschen Buchpreis nominiert. Wie es mit der jungen Heldin weitergeht, erfahren wir in "April", welcher im Februar erschien und sich auf der Shortlist befindet und sich somit ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert hat.

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Stark!!!
von Ulrike Seine aus Rheine am 11.04.2014

Eine starke, verdichtete Geschichte: das Mädchen. Dieses Mädchen trägt so vieles in sich und hat so vieles um sich. Manchmal glaubte ich ihr müsse die Luft zum Atmen fehlen, aber sie verschafft sich ihren Freiraum. Vieles läßt uns glauben sie verhafte in ihrem eigenen Milieu, dann findet sich wieder diese... Eine starke, verdichtete Geschichte: das Mädchen. Dieses Mädchen trägt so vieles in sich und hat so vieles um sich. Manchmal glaubte ich ihr müsse die Luft zum Atmen fehlen, aber sie verschafft sich ihren Freiraum. Vieles läßt uns glauben sie verhafte in ihrem eigenen Milieu, dann findet sich wieder diese individuelle Kraft. Ein Buch von überschäumender Energie, Trauer, Träumen und Hoffnungslosigkeit, ein Schrei nach Liebe, Anerkennung und Leben.

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Unbequeme Wahrheit über eine Kindheit in der DDR
von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2013

Selten habe ich eine so spröde, düstere und verstörende Geschichte einer Kindheit und Jugend gelesen. Stellenweise sind die Misshandlungen und die seelischen Verletzungen, die dem Mädchen zugefügt werden, für den Leser nur schwer zu ertragen. Dass die Hauptperson sich vom Opfer zur Täterin wandelt, Schläge weitergibt, betrügt und stiehlt... Selten habe ich eine so spröde, düstere und verstörende Geschichte einer Kindheit und Jugend gelesen. Stellenweise sind die Misshandlungen und die seelischen Verletzungen, die dem Mädchen zugefügt werden, für den Leser nur schwer zu ertragen. Dass die Hauptperson sich vom Opfer zur Täterin wandelt, Schläge weitergibt, betrügt und stiehlt erscheint vor dem Hintergrund der familiären und gesellschaftlichen Situation glaubwürdig. Dabei bleibt die Autorin auf Distanz und schildert die Aktionen knapp, lakonisch und absolut unparteiisch. Als Leser aber hat man Mitgefühl mit der namenlosen Protagonistin und stellt sich die Frage, wie viele ähnliche Schicksale es auch heute noch geben mag. Angela Klüssendorf hat mit diesem Buch einen kleinen Roman von großer Intensität über eine Kindheit in der DDR geschrieben, der seine Leser benommen und erschüttert zurücklässt.

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"fabelhafte" Sozialstudie - erschreckend
von einer Kundin/einem Kunden am 01.03.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch wird nicht zu unrecht als ein kleines Meisterwerk bezeichnet. Die knapp 180 Seiten haben mich in den Bann gezogen. Es wird in einer erschreckenden Art und Weise die Geschichte über das Leben eines jungen Mädchen dargelegt. Für das Mädchen sind die Worte "sorgenlos, glücklich, Kindheit" - Fremdwörter.... Dieses Buch wird nicht zu unrecht als ein kleines Meisterwerk bezeichnet. Die knapp 180 Seiten haben mich in den Bann gezogen. Es wird in einer erschreckenden Art und Weise die Geschichte über das Leben eines jungen Mädchen dargelegt. Für das Mädchen sind die Worte "sorgenlos, glücklich, Kindheit" - Fremdwörter. Dieses brisante, erschreckende Thema über Kindesverwahrlosung wurde von der Autorin ergreifend, mit Feingefühl, geschrieben. Es bewegt. Sehr zu empfehlen!

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Mädchenschicksal
von Sigrid Jung aus Hoyerswerda am 29.01.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Angelika Klüssendorf erzählt die Geschichte eines namenlosen Mädchens, dass stark und schwach zugleich ist. Die Mutter schlägt sie, der Vater trinkt. Sie passt auf ihren kleinen Bruder und das Neugeborene der Mutter auf. Ihr gesamter Tagesablauf ist dramatisch und doch schafft sie sich Momente, in denen sie glücklich ist.... Angelika Klüssendorf erzählt die Geschichte eines namenlosen Mädchens, dass stark und schwach zugleich ist. Die Mutter schlägt sie, der Vater trinkt. Sie passt auf ihren kleinen Bruder und das Neugeborene der Mutter auf. Ihr gesamter Tagesablauf ist dramatisch und doch schafft sie sich Momente, in denen sie glücklich ist. Manchmal bricht es wie ein Vulkan aus ihr heraus, aber das ist absolut verständlich. Nach Ladendiebstählen kommt sie ins Heim. Bedauern? Nein, denn hier geht es ihr erstmals besser, hier kann sie Kind sein. Die Autorin hat einen zutiefst bewegenden Roman geschrieben, der in der damaligen DDR angesiedelt ist. Ein Roman der nachhaltig wirkt und für viel Diskussionsstoff sorgt. Sehr lesenswert!

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Das Mädchen.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 31.10.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Anfangs glaubte ich die Romanfigur, ein heranwachsendes Mädchen in der damaligen DDR, bemitleiden zu müssen. Jedoch ganz gekonnt, mit sehr viel Einfühlungsvermögen, jedoch in keinster Weise auf die Tränendrüse zu drücken, kann der Leser ihren Werdegang verfolgen. Ausgeliefert den körperlichen und seelischen Misshandlungen der Mutter, die total... Anfangs glaubte ich die Romanfigur, ein heranwachsendes Mädchen in der damaligen DDR, bemitleiden zu müssen. Jedoch ganz gekonnt, mit sehr viel Einfühlungsvermögen, jedoch in keinster Weise auf die Tränendrüse zu drücken, kann der Leser ihren Werdegang verfolgen. Ausgeliefert den körperlichen und seelischen Misshandlungen der Mutter, die total überfordert ist, ein Vater, der dem Alkohol verfallen ist und immer wieder aus der häuslichen Gemeinschaft einfach verschwindet, ein Bruder, der sich immer mehr in seine eigene Welt zurück zieht. Das soziale Umfeld, wie Schule und auch Klassenkameraden sind ihr keine Hilfe. Sie stellt fest, dass sie sich nehmen muss was sie braucht, auch wenn sie nicht immer ehrlich ist. Bilder aus Brehms Tierleben und Märchengestalten der Gebrüder Grimm entführen sie immer wieder in ihre eigene Traumwelt, nur so kann sie alles ertragen. Wenn der Leser glaubt, dass die junge Seele dann daran zerbricht, der irrt. Sie hat die wunderbare Gabe sich aus allem für sie das beste heraus zu suchen. Auch dem Aufenthalt im Kinderheim kann sie etwas positives abgewinnen, endlich darf sie Kind sein. Es ist erstaunlich, wie sich langsam ein starker, etwas abgründiger Charakter entwickelt. Der Autorin Angelika Klüssendorf ist mit ihrem Roman „Das Mädchen“ ein kleines Meisterwerk gelungen. Auf ganz besondere Art macht sie deutlich, dass es möglich ist, trotz aller Widerstände und Schwierigkeiten, seinen Platz in der Welt zu finden.

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Eine verlorene Kindheit in der DDR
von Stephanie Hofmann am 02.10.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Mädchen in Angelika Klüssendorf´s Roman erkämpft sich unter allerschwierigsten Bedingungen seinen ganz eigenen Weg in die Welt der Erwachsenen. Ein unglaublich trauriges, wahrhaft verstörendes Buch, das den Leser sprachlos zurück lässt. Eine schlimmere Kindheit kann man sich kaum vorstellen. Der Leser wird in die seelischen Abgründe geführt, aus... Das Mädchen in Angelika Klüssendorf´s Roman erkämpft sich unter allerschwierigsten Bedingungen seinen ganz eigenen Weg in die Welt der Erwachsenen. Ein unglaublich trauriges, wahrhaft verstörendes Buch, das den Leser sprachlos zurück lässt. Eine schlimmere Kindheit kann man sich kaum vorstellen. Der Leser wird in die seelischen Abgründe geführt, aus denen sich die äußerst willensstarke junge Frau immer wieder heraus zu kämpfen versucht. Unzählige seelische Narben trägt sie davon. Man kann nur auf ein besseres, späteres Leben für sie hoffen. Ein Buch mit einem sehr aktuellen, schwierigen Thema auf der diesjährigen Shortlist für deutschen Buchpreis, dem ich ganz viel Beachtung wünsche.

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Was kann ICH tun ?
von einer Kundin/einem Kunden am 24.08.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Komprimiert, klar, hart, direkt ist die Sprache, die uns einen Einblick in das Leben eines Mädchens beschreibt, das in einem lieblosen und desinteressierten Umfeld aufwächst. Es ist spannend, bedrückend, zu Herzen gehend, diese Entwicklung mitzuverfolgen . Man wünscht dem Mädchen nichts mehr, als einen zuverlässigen, fördernden , verzeihenden Menschen,... Komprimiert, klar, hart, direkt ist die Sprache, die uns einen Einblick in das Leben eines Mädchens beschreibt, das in einem lieblosen und desinteressierten Umfeld aufwächst. Es ist spannend, bedrückend, zu Herzen gehend, diese Entwicklung mitzuverfolgen . Man wünscht dem Mädchen nichts mehr, als einen zuverlässigen, fördernden , verzeihenden Menschen, der ihr hilft diesem Umfeld zu entfliehen und all das zu leben, was auch in ihr steckt und wovon sie träumt. Ein wichtiges und hoffentlich aufrüttelndes Buch !

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Kraftvoll
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 18.08.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Mädchen, zu Beginn dieses Romans 12 und am Ende 17 Jahre alt, ist die Heldin dieses Buches. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, daß mich die Kälte einer kaputten Familie so direkt hat erleben lassen. Das Beste, was sie und der kleine Bruder von der Mutter... Ein Mädchen, zu Beginn dieses Romans 12 und am Ende 17 Jahre alt, ist die Heldin dieses Buches. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, daß mich die Kälte einer kaputten Familie so direkt hat erleben lassen. Das Beste, was sie und der kleine Bruder von der Mutter erwarten können, scheint milde Gleichgültigkeit zu sein. Ständig droht die Stimmung in boshafte Gewalttätigkeit zu kippen und so sucht das Mädchen im Verhalten und Mimik der Mutter nach Warnzeichen. Trotzdem gibt es im Leben des Mädchens auch Schönes, wie Bücher oder die nette Mutter einer Freundin und daraus zieht das Kind so viel Freude wie möglich. Von Beginn an scheint das Mädchen von der Boshaftigkeit der Mutter angesteckt zu sein, und zeigt Tendenzen so wie sie zu werden. Aber, und das ist das Grossartige an diesem Roman, sie hat auch eine unbändige Kraft und ist durchaus fähig Liebe zu empfinden.

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Brutal
von Mirjana Mitteregger aus St.Johann am 11.03.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Angelika Klüssendorf gelingt es, dieses Buch in ein Meisterwerk umzuwandeln. Protagonistin in diesem Buch ist ein kleines zwölfjähriges namenloses Mädchen, das in der Gewalt ihrer Mutter lebt. Ihr Tagesverlauf ist nicht mit dem Tagesablauf anderer Kinder ihres Alters vergleichbar. Sie muss für ihren kleinen Bruder und das Neugeborene ihre... Angelika Klüssendorf gelingt es, dieses Buch in ein Meisterwerk umzuwandeln. Protagonistin in diesem Buch ist ein kleines zwölfjähriges namenloses Mädchen, das in der Gewalt ihrer Mutter lebt. Ihr Tagesverlauf ist nicht mit dem Tagesablauf anderer Kinder ihres Alters vergleichbar. Sie muss für ihren kleinen Bruder und das Neugeborene ihre Mutter sorgen. Sie darf alles sein, nur kein Kind. Mit ihren Stärken und ihren Schwäche übersteht sie jeden Tag bis sie eines Tages nach einem Diebstahl erwischt wird und im Heim landet. Es ist so brutal wie und was eine Mutter ihrem Kind, dem eigenen Fleisch und Blut, antun kann. Unfassbar! Ich musste mehrmals zwischendurch tief durchatmen um das Buch fertig zu lesen. Was auf ewig bleibt ist eine zerstörte Kinderseele. Ich bemitleide alle Kinder dieser Welt, wenn sie so einer Gewalt und Brutalität ausgeliefert sind.

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Eine ergreifende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein schmaler Roman - aber welch große, ergreifende Geschichte! Erzählt wird die Kindheit des Mädchens, dessen Namen man nicht erfährt, konsequent aus ihrer Sicht. Der trinkende, abwesende Vater, die überforderte, grausame Mutter - und trotzdem ist sie kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker Charakter, der sich nimmt, was gebraucht wird. Dieses... Ein schmaler Roman - aber welch große, ergreifende Geschichte! Erzählt wird die Kindheit des Mädchens, dessen Namen man nicht erfährt, konsequent aus ihrer Sicht. Der trinkende, abwesende Vater, die überforderte, grausame Mutter - und trotzdem ist sie kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker Charakter, der sich nimmt, was gebraucht wird. Dieses Buch war völlig zu Recht auf der Auswahlliste zum Deutschen Buchpreis.

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Lebenswille
von Helga Ebenkofler am 30.08.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Sie fliegt höher und höher, bis sie ganz verschwunden ist“- damit endet ein beeindruckendes und eindrückliches Buch, dessen Thema Verwahrlosung und Brutalität ist. Klüssendorf erzählt die Geschichte eines Mädchens, das den Versuch wagt, aus seinem lebensweltlichen Elend zu entkommen. Die Mutter meist alleinerziehend und fast immer vom Leben überfordert, der... „Sie fliegt höher und höher, bis sie ganz verschwunden ist“- damit endet ein beeindruckendes und eindrückliches Buch, dessen Thema Verwahrlosung und Brutalität ist. Klüssendorf erzählt die Geschichte eines Mädchens, das den Versuch wagt, aus seinem lebensweltlichen Elend zu entkommen. Die Mutter meist alleinerziehend und fast immer vom Leben überfordert, der Vater ein Trinker, der nur sporadisch anwesend ist und der kleine Bruder, der mehr und mehr verstört sind ihr Mittelpunkt und ihr Fluchtpunkt gleichzeitig. Der Alltag ist eine regellose, von Willkür beherrschte Welt, die zermürbt und das Ausbrechen nur dann möglich macht, wenn eine ganz eigene, manchmal sehr egozentrische Kraft entwickelt wird. Das Besondere an diesem Buch ist nun, dass die Autorin einerseits nie in eine klagende oder tränenselige Sprache verfällt, ganz im Gegenteil ist es eine sehr nüchterne, sachliche, ja distanzierte Schilderung, die eine starke Atmosphäre schafft und die menschliche Rohheit gleichsam widerspiegelt. Das Geschehen wird mit Beiläufigkeit erzählt und erhält doch eine immense Dringlichkeit. Andererseits ist in dieser Kälte nie Verachtung für die Figuren spürbar, Klüssendorf ist nicht parteiisch, sie ist nicht wertend, sie versteht die Menschen aus ihrem Menschsein heraus, aus einer zutiefst humanistischen Sicht und sie kommt nie als selbstgefällig Moralisierende daher. Verdienterweise ist dieser Text nominiert für den Deutschen Buchpreis.

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Hart.
von Lisa Lauermann aus Baden am 26.08.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Bei diesem Roman ist man der Protagonistin ganz nahe. Man steht dicht hinter ihr, wenn sie vor Schrecken erstarrt in der Wohnung steht und angstvoll ihre Mutter ansieht; man spürt die Wucht der Schläge, die sie von jener über sich ergehen lassen muss; man sieht ihre Tränen im fahlen... Bei diesem Roman ist man der Protagonistin ganz nahe. Man steht dicht hinter ihr, wenn sie vor Schrecken erstarrt in der Wohnung steht und angstvoll ihre Mutter ansieht; man spürt die Wucht der Schläge, die sie von jener über sich ergehen lassen muss; man sieht ihre Tränen im fahlen Licht des dunklen Zimmers glänzend die Wangen herabperlen, als sie alleine eingesperrt wird; man schaut ihrer Mutter auch verächtlich über des Mädchens Schulter in die Augen und versucht ihrem Blick standzuhalten. Dieser Roman ist sehr hart, brutal und prägnant geschrieben. Für meinen Geschmack jedoch etwas zu kurzatmig. Ich hätte mir gewünscht, dass manche Szenen nicht aprupt aufhören sondern genauer beschrieben und ausgereizt werden; dass bestimmte Handlungen oder Aussagen nicht einfach in der Luft hängen bleiben und das nächste Kapitel beginnt - quasi ohne mit der Wimper zu zucken. Natürlich ist das einfach ein spezieller Schreibstil, den ich auch auf gar keinen Fall schlecht machen möchte - ich weiß, dass viele Leser_innen ihn sehr gerne haben! Eigentlich bin ich sehr offen und finde schnell in die Sprache eines Buches; bei diesem hab ich mir eben dann aber doch immer wieder gedacht, ich hätte eine bestimmte Situation gerne genauer erzählt bekommen.

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