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Das Mädchen, das rückwärts ging

Roman

(18)

Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Carmels Mutter Beth, seit kurzem wieder
Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind?
Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht Carmels Mutter schliesslich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück
in der gemeinsamen Zeit, denn jede Kleinigkeit zählt. Für Carmel beginnt währenddessen eine lange und ungewöhnliche Reise.
Spannend bis zur letzten Zeile erzählen Beth und Carmel im Wechsel diese zutiefst bewegende Geschichte über eine Mutter und ihr verloren gegangenes Kind.

Portrait
Brigitte Jakobeit, Jg. 1955, lebt in Hamburg und übersetzt seit 1990 englischsprachige Literatur, darunter die Autobiographien von Miles Davis und Milos Forman sowie Bücher von John Boyne, Paula Fox, Alistair MacLeod, Audrey Niffenegger und Jonathan Safran Foer.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7160-2724-0
Verlag Arche Verlag
Maße (L/B/H) 216/136/38 mm
Gewicht 597
Originaltitel The Girl in the Red Coat
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Sehr bewegend
von Tamaru am 24.06.2015

Beth lebt alleine mit ihrer Tochter Carmel, seit ihr Exmann Paul sie verlassen hat. Ihre größte Sorge ist, dass sie ihre Tochter verlieren könnte und so wird sie übervorsichtig, möchte ihre Tochter am liebsten keine Sekunde aus den Augen lasen. Carmel ist davon genervt, denn sie wünscht sich Freiräume... Beth lebt alleine mit ihrer Tochter Carmel, seit ihr Exmann Paul sie verlassen hat. Ihre größte Sorge ist, dass sie ihre Tochter verlieren könnte und so wird sie übervorsichtig, möchte ihre Tochter am liebsten keine Sekunde aus den Augen lasen. Carmel ist davon genervt, denn sie wünscht sich Freiräume und Zeit für sich und ihre Träume. Und dann geschieht das Unfassbare, als Beth mit Carmel zu einem Geschichtenfestival geht, verschwindet ihre Tochter. Es gibt keine Spur von ihr, niemand hat sie gesehen. Zuerst glaubt Beth dass Carmel sich versteckt hat oder zum Ausruhen irgendwohin gelegt hat wie es schon mal vorgekommen ist, denn Carmel ist ein bißchen eigen. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, driftet gelegentlich ab und vergisst alles um sich herum. Doch diesesmal ist dem leider nicht so, Carmel bleibt verschwunden. Und Beth beschäftigt nur noch eine Frage: " Wo bist Du?" Ein tolles Buch das einen von der ersten Seite an abholt und nicht mehr losläßt. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Beth und Carmel erzählt, so ist man als Leser immer über das Schicksal des Mädchens informiert und der Mutter voraus, die keine Ahnung vom Leidensweg ihrer Tochter hat und deshalb von heftigen Schuldgedanken gequält wird. Sie ist fest überzeugt dass es ihre Schuld ist, da sie nicht genug aufgepasst hat. Sie durchlebt über Jahre ein Wechselbad der Gefühle und findet ganz langsam den Weg zurück in ein halbwegs normales Leben. Carmel hingegen ist auf einer ungewöhnlichen Reise, die ihr viel Leid und wenig Freude bereitet, da sie ihre Mutter vermisst und das Gefühl hat von niemandem geliebt zu werden. Eine echt berührende Geschichte, die tief unter die Haut geht und einen mehr als einmal zum Taschentuch greifen läßt. Beth und Carmel sind beide so bildhaft und liebenswert beschrieben, dass man ihre Geschichte hautnah miterlebt und tief bewegt zurückbleibt.

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Eine ungewöhnliche Geschichte, die eine aussergewöhnliche Sogwirkung entwickelt
von Marakkaram aus dem Emsland am 18.08.2015

>>Ich ging aus dem Zimmer, in dem sie so oft geatmet hatte und ihre Gedanken noch immer unter der Decke hingen.>> Carmel ist ein ganz besonderes Kind, hochsensibel und viel reifer als ihre Altersgenossen und dabei oftmals rätselhaft, abwesend und verträumt. So geht sie auch schon mal - schlafend in... >>Ich ging aus dem Zimmer, in dem sie so oft geatmet hatte und ihre Gedanken noch immer unter der Decke hingen.>> Carmel ist ein ganz besonderes Kind, hochsensibel und viel reifer als ihre Altersgenossen und dabei oftmals rätselhaft, abwesend und verträumt. So geht sie auch schon mal - schlafend in einer Hecke - in einem Irrgarten verloren. Für die alleinerziehende Beth ist diese Sorge und Angst ein ständiger Begleiter. Und dann passiert das Unfassbare. Auf einem Geschichtenfestival verschwindet Carmel im dichten Nebel und bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Beth macht sich schwere Vorwürfe und ihr Leben gerät aus den Fugen, aber die Hoffnung, die gibt sie nie auf... ~ ~ ~ Eine ungewöhnliche Geschichte, über ein ungewöhnliches Mädchen, das einen immer tiefer in seinen Bann zieht. Ich weiß gar nicht so richtig, was ich von dem Buch erwartet habe, es fiel mir rein zufällig in die Hände und die ersten Seiten habe ich mich auch ein wenig schwer getan. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und bei Carmel wusste ich nicht so recht, was ich von ihr halten sollte; ich konnte einige Aktionen sehr schwer greifen und einordnen (wie die Situation im Irrgarten).... und trotzdem vermochte ich das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Der Schreibstil ist in seiner Art wunderschön, unheimlich atmosphärisch und entwickelt einen Sog, dem man sich nicht mehr entziehen kann ~ Carmel lässt einen nicht mehr los. Die Autorin hat eine ganz eigene, aussergewöhnliche Art mit Emotionen umzugehen; stark, intensiv und überwältigend. Obwohl oftmals nur kurz angerissen, überrollen sie einen mit voller Wucht. Der Leser wird quasi mit ihnen allein gelassen; so allein, wie Carmel oder Beth. Das ist beeindruckend und eindringlich, ganz ohne große und dramatische Worte. Auch die Fragen, die sich kleine Menschen in so einer Situation stellen ohne darauf eine Antwort zu bekommen, haben mich oft nachdenklich und bedrückt zurückgelassen. Carmel ist ein großartiger und unheimlich liebenswerter Charakter und obwohl es ein ganz anderes Thema hat, fühlte ich mich irgendwie oftmals an "Raum" von Emma Donoghue erinnert. Fazit: Ein großartiger, atmosphärisch dichter Debutroman, mit einem ungewöhnlichem Thema, der mich stark beeindruckt hat

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Ein unfassbar emotionales und ergreifendes Buch, über die Verbundenheit von Mutter und Tochter!
von warmerSommerregen aus Essen am 26.05.2015

Selten hat mich ein Buch derart sprachlos zurück gelassen! Die jedes Kapitel wechselnde Perspektive lässt den Leser genau erfahren, was mit Carmel und ihrer Mutter geschieht, was sie fühlen, welche Ängste und Sorgen, aber auch welche Hoffnungen sie haben. Sein Kind zu verlieren ist für Eltern das Schlimmste, was geschehen kann... Selten hat mich ein Buch derart sprachlos zurück gelassen! Die jedes Kapitel wechselnde Perspektive lässt den Leser genau erfahren, was mit Carmel und ihrer Mutter geschieht, was sie fühlen, welche Ängste und Sorgen, aber auch welche Hoffnungen sie haben. Sein Kind zu verlieren ist für Eltern das Schlimmste, was geschehen kann und auch für Beth bricht eine ganze Welt zusammen. Es ist furchtbar mit anzusehen, wie sie leidet, sich die Schuld gibt und sich bei der Suche nach Carmel an jedem noch so kleinen Indiz festklammert. Jedes mal, wenn sich eine neue mögliche Spur der Polizei wieder nur als ein falscher Alarm heraus stellt, hat es mir einen Stich versetzt. Aber auch wie unterschiedlich Beths Umfeld auf das Verschwinden Carmels reagiert ist zum Teil einfach unfassbar. Ob sich Beth anhören muss, Carmel sei nun bei Gott oder dass dies nun mal passiere- es ist einfach unbegreiflich. Beth muss sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: Entweder sie gibt sich weiterhin ihrer Trauer hin und versinkt weiter in ihrem tiefen, dunklen Loch, oder sie sammelt ihre ganze Kraft, um ein neues Leben anzufangen, damit sie das Gefühl bekommt, gebraucht zu werden und etwas gut zu machen. Auch ihr Kampf, stets optimistisch zu bleiben, nicht einzuknicken, immer an Carmels Leben zu glauben, ist unglaublich. Auf der anderen Seite wäre da noch Carmels Geschichte. Es war sehr bedrückend zu lesen, wie sie auf den Trick ihres Entführers reinfällt, um ihre Mutter bangt, die laut Entführer einen Unfall gehabt hat, während diese alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um ihre Tochter zu finden. Außerdem hat es mich sehr traurig gemacht, als die Methoden des Entführers (und seiner Komplizin) beschrieben wurden, um Carmel an ihn zu binden und sie gleichzeitig von ihrer Verwandtschaft abzuschotten. Er säht so gezielt Zweifel in Carmel, beschert ihr Trauer und macht ihr an anderer Stelle Mut, sodass einem ganz übel wird.. Auch seine Beweggründe haben mich wütend, fassungs- und sprachlos gemacht. Beim Lesen dieses Buches stellte sich oft die Frage, was das für ein Mensch sein kann, der einfach ein Kind mit nimmt, es manipuliert und für seine Zwecke nutzt, als wäre es nur ein Stück Inventar. Die Antwort auf diese Frage wird im Buch gegeben und lässt einem wirklich den Atem stocken.. Dieses Buch ist eines der beeindruckendsten, die ich je gelesen habe! Es ist so unglaublich realistisch geschrieben, dass einem ganz anders wird. Man durchfährt beim Lesen tatsächlich die berühmte Achterbahn der Gefühle und verspürt nicht nur Wut, Fassungslosigkeit, Angst, Unbehagen, Hoffnung, sondern noch so viel mehr. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie es ausgehen wird, da die Täter so unberechenbar erscheinen und einige Irrwege beschrieben werden. Alleine schon die Antwort auf die Frage, ob Carmel überleben wird, hat mich beinahe verrückt gemacht. Unvorstellbar, wie man sich als Mutter eines entführten Kindes fühlen muss.. Darüber hianus ist der Schreibstil sehr packend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Am Ende des Buches war ich vollkommen sprachlos und zu Tränen gerührt. Im Verlaufe des Buchs hat man die Beteiligten über Jahre hinweg begleitet, in ständiger Angst um das Kind. Alles in allem ist dies keineswegs ein Buch für zwischendurch, sondern eines, das einen festhält und nicht mehr los lässt, das einem menschliche Abgründe aufzeigt, das Ängste schürt, aber auch Hoffnung zu lässt. Ein Buch, das einem den Atem raubt und einem zeigt, wie gut man es hat und wie sehr man seine Mitmenschen wertschätzen sollte, da man sie jederzeit verlieren könnte. Ich kann dieses zermürbende Buch über die unfassbare Verbundenheit zwischen Mutter und Kind allerdings nicht an jeden weiterempfehlen, da es einem schon einiges abverlangt. Nichtsdestotrotz ist es eines der besten Bücher die ich je gelesen habe! Es ist so unglaublich ergreifend und gleichzeitig so beängstigend realistisch, dass es einem einen kalten Schauer über den Rücken jagt.

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Carmel, die verlorene Tochter
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 05.05.2015

Was für ein besonderes Cover für ein beeindruckendes Buch. Ich muß das Mädchen auf dem Buch immer wieder anschauen. Man möchte auf es zugehen, sieht aber sofort, daß es dann einen Schritt rückwärts machen wird. Es betrachtet einen mit einem hellwachen und intelligenten Blick, gleichwohl hat es die Schultern... Was für ein besonderes Cover für ein beeindruckendes Buch. Ich muß das Mädchen auf dem Buch immer wieder anschauen. Man möchte auf es zugehen, sieht aber sofort, daß es dann einen Schritt rückwärts machen wird. Es betrachtet einen mit einem hellwachen und intelligenten Blick, gleichwohl hat es die Schultern eingezogen und ist auf der Hut. Selten hat mich ein Cover so gefangen genommen. Die Geschichte des Mädchens Carmel und seiner Mutter Beth wird von der Autorin in einer sehr berührenden Erzählweise dargestellt, der man sich nicht entziehen kann. Es ist eine traurige Geschichte mit vielen anrührenden Momenten. Carmel ist 8 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter Beth in Norfolk. Ihre Eltern snd geschieden. Ihr Vater Paul lebt jetzt mit seiner Freundin Lucy zusammen. Beth ist sehr um Carmel bemüht und übervorsichtig. Carmel hätte gene ein wenig mehr Freiraum. Sie fühlt sie bedrängt und ständig beobachtet. Auf einer Kinderveranstaltung verkriecht sie sich unter einem Tisch. Mutter und Tochtet werden getrennt. Carmel wird auch nach Einschalten der Polizei und längerem Suchen nicht mehr gefunden. Beth braucht viele Jahre, um sich wieder zu finden und ein neues Leben aufzubauen. Carmel wid von einem älteren Mann, der sich als ihr Großvater ausgibt, in die USA entführt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Beth und Carmel erzählt. Das gibt dem Leser die Möglichkeit, sich in die beiden Protagonistinnen hineinzuversetzen und ihren jeweiligen Lebensweg weiterzuverfolgen. Die Schilderungen sind überaus bewegend. Zum einen wird die Verzweiflung der Mutter deutlich, die nach ihrer Tochter sucht, und zum anderen erleben wir ein kleines Mädchen, das seine neue Situation zunächst nicht versteht, aber mit seiner Intelligenz und Stärke lernt, seine Lage einzuschätzen. Unglaublich, wie sie die Menschen um sich herum beobachtet und beurteilt. Das Buch nimmt unvorhersehbare Wendungen und das Ende ist überraschend, es wird mich noch lange beschäftigen. Das Bild von Carmel geht mir nicht aus dem Sinn. Der Autorin ein ganz großes Kompliment für ihren ersten Roman, der vortrefflich gelungen ist und hoffentlich viele Leser in seinen Bann zieht.

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Ein Kind verschwindet ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Aachen am 04.05.2015

Ich träume oft von Carmel. In meinen Träumen geht sie immer rückwärts.” Das Buch beginnt mit den Gedanken und Erzählungen von Carmels Mutter Beth, die beschreibt wie ihre kleine Tochter plötzlich verschwand und sich dafür die Schuld gibt. Die 8 jährige Carmel ist ein ganz besonderes Kind. Mit ihrer geschiedenen... Ich träume oft von Carmel. In meinen Träumen geht sie immer rückwärts.” Das Buch beginnt mit den Gedanken und Erzählungen von Carmels Mutter Beth, die beschreibt wie ihre kleine Tochter plötzlich verschwand und sich dafür die Schuld gibt. Die 8 jährige Carmel ist ein ganz besonderes Kind. Mit ihrer geschiedenen Mutter lebt sie im englischen Norfolk. Sie ist ein sehr kluges und bescheidenes, dabei aber sehr willensstarkes Kind. Carmel hätte eigentlich gerne mehr Freiraum, Beth dagegen ist der Stereotyp einer überbehütenden Mutter, die ständig Angst um ihr Kind hat. Auf einem Jahrmarkt passiert das Undenkbare: Carmel ist tatsächlich plötzlich nicht mehr da. Zunächst vermutet man einfach, sie habe sich im dichten Nebel verlaufen, aber am Ende des Tages verliert sich jede Spur des Mädchens. Für Beth wird ein Alptraum wahr. Im wechselnden Perspektivwechsel von Beth und Carmel wird aus deren Sicht erzählt, wie es weitergeht. Dem möchte ich in meiner Rezension nicht allzuviel vorweg nehmen, denn das Buch lebt von Vermutungen und Wendungen in der Handlung, die Carmels Geschichte ungeheuer spannend machen. Während Beth die Suche nach Carmel trotz anfänglicher Lähmung und völliger Überforderung mit der Situation nicht aufgibt, muss das Kind um seine Identität kämpfen. Mutter und Tochter verbindet ein unsichtbares Band, keiner der beiden gibt die Hoffnung auf, auch wenn die Distanz zwischen beiden ( nicht nur zeitlich ) immer größer wird, so verbindet sie immer etwas. Das zeigt sich in einem Berufswechsel Beths und in Carmels Widerstreben zu glauben, ihre Mutter sei nicht mehr am Leben. Kate Holmer ist es gelungen eine äußerst intensive und dramatische Geschichte zu schreiben, deren gefühlvoller und bildhafter Schreibstil und ungewöhnlicher Aufbau äußerst reizvoll ist. Mich hat das Buch gar nicht mehr losgelassen und ich habe es innerhalb weniger Tage gelesen. Verblüffend, wie die Autorin es geschafft hat, mich in den Erzählsträngen immer wieder zwischen den Stimmungen Beths und Carmels hin und her zu werfen. Sicherlich ein Roman, mit dem ich mich noch ein weiteres mal in Muße beschäftigen werde.

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fesselnde Spannung, beeindruckend erzählt
von geheimerEichkater aus Essen am 16.04.2015

Die alleinerziehende Beth lebt mit ihrer Tochter Carmel im englischen Norfolk. Carmel, acht Jahre alt, besonders sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, besonders empathisch aber genauso auch verträumt und abwesend, fühlt sich von ihrer Mutter manches Mal zu sehr gegängelt und „überwacht“. Carmel empfindet Beth des öfteren... Die alleinerziehende Beth lebt mit ihrer Tochter Carmel im englischen Norfolk. Carmel, acht Jahre alt, besonders sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, besonders empathisch aber genauso auch verträumt und abwesend, fühlt sich von ihrer Mutter manches Mal zu sehr gegängelt und „überwacht“. Carmel empfindet Beth des öfteren als Angsthasen und stellt für sich schon früh fest: „ Ich weiß, dass wir und früher oder später wiederfinden, auch wenn ich sie verliere.“ Beth hingegen hat große Angst, Carmel zu verlieren und auf einem Geschichtenfestival passiert es dann: Im dichten Nebel und Menschengedränge flüchtet Carmel unter den Tisch einer Buchausstellung und geht verloren... Beth macht sich große Vorwürfe, hört nie auf, nach Carmel zu suchen. Oft begegnen sie sich im Traum; nie scheint die Verbindung zwischen beiden wirklich abzureißen. Beide fühlen sich immer wieder mit einander verbunden, halten Rituale ein und klammern sich an einzelne Gegenstände um diese Verbindung zu halten und nicht zu vergessen.... und nebenbei müssen beide ihr Leben neu organisieren... Mein Eindruck: Kate Hamer hat diesen Albtraumgrandios erzählt, sehr intensiv, emotional und stets sehr gut nachempfindbar. Mit den Kapiteln wechseln die beiden Erzählstränge; sowohl Carmels als auch Beth' Geschichte wird detailliert dargstellt und man kann beide Positionen sehr gut nachempfinden. Besonders beeindruckend fand ich die Verbindung von Mutter und Tochter dargestellt, ihre Verbindung zu einander und wie ähnlich sie sich doch in ihrem Inneren sind und nahestehen. Über das Ende streiten sich wohl die Leser... Ich gehöre zu denen, die es perfekt fanden, denn so kann man noch selber ein bißchen mitdenken und sich Details dazu selber ausmalen – und das könnte wahrscheinlich ein neues Buch füllen. Für dieses perfekte Ende wüde ich, wenn ich könnte, gerne einen Extra-Stern vergeben. Insgesamt fand ich den Roman bis zum Schluß sehr spannend und gefühlvoll erzählt; ein tolles und beeindruckendes Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehle.

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Das Mädchen, das rückwärts ging
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 14.04.2015

Das Mädchen, das rückwärts ging ist ein besonders guter Roman. Er war noch besser wie ich nach der Leseprobe dachte. Carmel Summer Wakeford wohnt in Norfolk, England, in einem Haus mit einem Baum und an der Tür ist eine Spinnwebe. Diese Bezeichnung war ein wunderschöner Einfall. Die 8jährige Carmel lebt dort mit... Das Mädchen, das rückwärts ging ist ein besonders guter Roman. Er war noch besser wie ich nach der Leseprobe dachte. Carmel Summer Wakeford wohnt in Norfolk, England, in einem Haus mit einem Baum und an der Tür ist eine Spinnwebe. Diese Bezeichnung war ein wunderschöner Einfall. Die 8jährige Carmel lebt dort mit ihrer Mutter Beth. Ihr Vater Paul hat sich von der Mutter getrennt und lebt mit seiner Freundin Lucie zusammen. Carmen ist ein besoneres Mädchen. Sie ist wissbegierig, eigensinnig und verträumt. Schon als sie sich bei einem Besuch in einem Irrgarten versteckt, bringt sie ihre Mutter in Angst und Schrecken. Seit dem beobachtet Beth ihre Carmel noch mehr. Als die beiden dann bei einem Geschichtenfestival sind, geht Carmel im Gewühl verloren, sie ist einfach weg.Über Beth Einträgen steht immer wie lange Carmel schon weg ist. Plötzlich sind es schon 5 Jahre und 209 Tage. Der Roman wird von den Empfindungen Beth erzählt, Ihre Suche und Angst um ihr Kind kann ich gut mitempfinden. Sie macht sich Vorwürfe, das sie nicht richtig auf Carmel aufgepasst hat, aber sie glaubt nicht das sie tot ist, sie sucht sie überall und hofft weiter. In ihren Träumen sieht sie Carmel rückwärts gehen. Sie macht sich schon Vorwürfe wenn sie auch einmal lacht. Das Leben muss aber weitergehen, sie versucht ihrem Leben trotz allem einen Sinn zu geben. Dann erzählt Carmel ihre Erlebnisse. Sie ist ein tapferes eigensinniges Kind, das sich trotz allem nicht unterkriegen lässt. Ihre Geschichte ist aufregend, oft genug mache ich mir Sorgen um sie. Die Autorin hat hier einen sehr interessanten spannenden fesselnden Dübetroman geschaffen, er ist sehr emotionsvoll. Den Namen muss ich mir merken.

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Mutter-Tochter-Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus syke am 01.11.2015

Fünf Jahre und zweihundertfünfzehn Tage sind Beth und ihre achtjährige Tochter Carmel voneinander getrennt, nachdem das Mädchen bei einer gemeinsam besuchten Veranstaltung unter falschen Tatsachen von seinem vorgeblichen Großvater verschleppt wird. Beth geht während dieser Zeit fast zu Grunde, gibt aber den Glauben an ein Wiedersehen mit der Tochter... Fünf Jahre und zweihundertfünfzehn Tage sind Beth und ihre achtjährige Tochter Carmel voneinander getrennt, nachdem das Mädchen bei einer gemeinsam besuchten Veranstaltung unter falschen Tatsachen von seinem vorgeblichen Großvater verschleppt wird. Beth geht während dieser Zeit fast zu Grunde, gibt aber den Glauben an ein Wiedersehen mit der Tochter und die Suche nach ihr niemals auf. Vor allem gibt sie sich die Schuld an deren Verschwinden, weil sie, gerade vom Ehemann verlassen, zu sehr an der nach Eigenständigkeit strebenden Carmel geklammert hat aus Angst, sie zu verlieren. Carmel, im Glauben gelassen, ihre Mutter sei tot, wird von England nach Amerika verbracht und vagabundiert mit dem Großvater umher, der aus ihren Heilungskräften Kapital schlägt. Ohne ein Thriller zu sein, ist das Buch dennoch spannend wie ein ebensolcher. Es fesselt zu erfahren, ob es letztendlich ein Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter gibt. Statt wie in anderen Kindesentführungsfällen die polizeilichen Ermittlungen in den Fokus zu rücken, konzentriert sich hier die Geschichte auf die Tragödie, die es für Mutter und Tochter bedeutet, getrennt voneinander zu sein. Was sie dennoch verbindet, auch wenn sie fern voneinander sind, wird ergreifend dargestellt. Jede Mutter wird sich gut in Beth hineinversetzen können. Wir spüren quasi zwischen den Zeilen ihre Panik, Wut und Hilflosigkeit. Beide Protagonistinnen entwickeln sich während all der Jahre weiter. Beth reift und ist am Ende ein besserer Mensch. Carmel leidet weniger. Sie arrangiert sich mit ihrer Lage, ruft sich aber immer wieder ins Gedächtnis, wer sie ist, um sich nicht zu verlieren. Ihr Blick auf die Welt ist erfrischend. Ein gelungener Kunstgriff ist es, die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Carmel und Beth zu schildern. So lässt es sich gut an beider Gedanken und Gefühle teilhaben. Wie endlos das Leben für Beth ohne ihre Tochter ist, wird dadurch kenntlich gemacht, dass ihren Abschnitten die Zahl der Tage vorangestellt ist, die sie schon ohne ihre Tochter ist. Etwas gestört habe ich mich daran, dass das spirituelle Geschehen und der religiöse Fanatismus rund um den vermeintlichen Großvater ebenso wie Carmels besondere Gabe zu unrealistisch sind. Ein vielversprechender Debütroman, der sich aus der Masse anderer Romane hervorhebt.

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Einfühlsame Geschichte eines verschwundenen Mädchens und seiner Mutter
von einer Kundin/einem Kunden aus Zellertal am 25.07.2015

„Das Mädchen das rückwärts ging“ ist eine einfühlsame Story von einem jungen Mädchen und seiner Mutter. Mir gefällt sehr sehr gut, wie die Geschichte (meist) abwechselnd aus der Sicht der Tochter und aus der Sicht der Mutter geschrieben wird. So weiß der Leser über beide Handlungsstränge Bescheid, und bekommt... „Das Mädchen das rückwärts ging“ ist eine einfühlsame Story von einem jungen Mädchen und seiner Mutter. Mir gefällt sehr sehr gut, wie die Geschichte (meist) abwechselnd aus der Sicht der Tochter und aus der Sicht der Mutter geschrieben wird. So weiß der Leser über beide Handlungsstränge Bescheid, und bekommt die Geschichte aus zwei Sichtweisen erzählt. Beim Handlungsstrang von Carmel fiebert man sehr viel mit, will ihr am liebsten zurufen: „Nein, das ist nicht dein Großvater, deine Mutter lebt und wartet auf dich.“ Beim Handlungsstrang der Mutter schaut man viel in sie hinein, lebt diesen Schwall der Gefühle. Ich finde es wirklich eindrucksvoll, wie die Autorin es schafft zum einen so die Gefühle von einer Mutter, die ihr Kind verloren hat, zu beschreiben, und zum anderen, wie sie aus der Sicht der am Anfang achtjährigen und später etwas älteren Carmel schreibt, man denkt wirklich, dass das die Gedanken eines kleinen Mädchens sind und nicht die einer erwachsenen Frau. Mich hat überrascht, wie lange Carmel verschwunden bleibt, das hätte ich nicht erwartet, dass sich das Buch über einen so langen Zeitraum erstreckt. Im letzten Teil des Buches werden die Lücken/Zeitsprünge etwas größer, was ich aber nicht schlimm finde. Beim Ende weiß ich nicht so genau, wie ich es einordnen soll. Zum einen finde ich es etwas kurz und hätte gerne noch aus der Sicht von Carmel gewusst, wie sie es aufnimmt, dass ihre Mutter gar nicht tot ist. Zum anderen könnte ich mir vorstellen, dass es genau die Absicht der Autorin war, das Ende so offen zu gestalten. Außerdem noch ein kleiner Kritikpunkt ist der Titel. Zwar wird im Buch dieses Zitat ein paar Mal erwähnt, aber so richtig erklärt oder Sinn macht es meiner Meinung nach nicht. Auch wenn ich den Titel an sich gut finde, zu der Geschichte ist er vielleicht nicht ganz so passend.

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Erschreckend, zu welchen seelischen Grausamkeiten Menschen fähig sind
von Sheena01 am 17.06.2015

Nachdem sich Beth und Paul sich getrennt haben, kümmert sich Beth um die gemeinsame, achtjährige Tochter Carmel. Das Mädchen ist zwar sehr intelligent, wirkt jedoch manchmal geistesabwesend bzw. scheint gedanklich in einer anderen Welt zu sein. Bereits kleine Dinge können sie so gefangen nehmen, dass sie die Menschen um... Nachdem sich Beth und Paul sich getrennt haben, kümmert sich Beth um die gemeinsame, achtjährige Tochter Carmel. Das Mädchen ist zwar sehr intelligent, wirkt jedoch manchmal geistesabwesend bzw. scheint gedanklich in einer anderen Welt zu sein. Bereits kleine Dinge können sie so gefangen nehmen, dass sie die Menschen um sich herum vergisst, und sie diese erst nach längerem Suchen finden, da Carmel in solch einer Situation nicht auf Zurufe nicht reagiert. Außerdem hat das Mädchen eine besondere Gabe, die seelischen und körperlichen Empfindungen ihrer Mitmenschen zu erspüren. So schafft sie es beispielsweise mühelos, Menschen von ihren Verspannungen zu befreien, indem sie intuitiv richtige Massagetechniken anwendet. Als Carmel eines Tages im Zuge eines Geschichtenfestivals, das sie mit Beth besucht, spurlos verschwindet, und nicht mehr auftaucht, gibt sich Beth die Schuld dafür. Alle Versuche, das Mädchen wiederzufinden, bleiben über Monate, ja sogar Jahre erfolglos. Beth spürt aber, dass ihre Tochter noch lebt, in Träumen erscheint ihr das Mädchen öfters, wobei diese darin rückwärts zu gehen scheint. Irgendwann beginnt Beth, ihr Leben, das aufgrund des Verschwindens ihrer Tochter völlig aus den Fugen geraten ist, neu zu orientieren, ohne jedoch ihren Fokus auf das Kind zu verlieren. Es stellt sich heraus, dass Carmel in die Fänge eines skrupellosen, fanatischen Wanderpredigers gelangt ist, der sie in die Vereinigten Staaten entführt und sie für seine Machenschaften benutzt, der ihr glauben macht, ihr Großvater zu sein, der sich nach einem vermeintlichen Unfall ihrer Mutter um sie kümmern will. Der Roman befasst sich mit den Alptraum jeder Mutter: dem spurlosen Verschwinden des eigenen Kindes, und der damit verbundenen Machtlosigkeit, die man als Betroffene in dieser schier ausweglosen Situation empfindet. Um in ihrem Schmerz nicht völlig durchzudrehen, befasst sich Beth mit kleinen, fast schon banalen Dingen, an die sie sich wie an einen Strohhalm klammert. Dieses Leiden der Mutter wird von der Autorin Kate Hamer in so exzellenter Weise dargestellt, sodass man davon als Leser zwangsläufig in seinen Bann gezogen wird: man steht dem Geschehen fassungslos gegenüber, und kann nicht glauben, zu welchen seelischen Grausamkeiten der Entführer fähig ist. Interessant ist auch der Aufbau des Buches: abwechselnd wird das Geschehen aus der Sicht der Mutter und aus der des Kindes geschildert. Das Ende des Romans wird dadurch jedoch nicht vorweggenommen, denn während die Schilderungen der Mutter in der Vergangenheit geschrieben sind, sind die von Carmel in der Gegenwart verfasst. Somit bleibt offen, was letztendlich mit dem Mädchen passiert, ob es befreit werden kann oder womöglich stirbt. Der Schreibstil Hamers ist flüssig und sehr fesselnd, allerdings empfinde ich die die Denkweise Carmels nicht unbedingt die eines achtjährigen Kindes entsprechend. Die manchmal etwas ins Mystische abgleitende Handlungsstränge sind für diese Art des Romans etwas ungewöhnlich, stören aber nicht, sie unterstreichen nur die verzweifelte Lage der Beteiligten. Mir persönlich hat das Werk sehr gut gefallen, da es authentisch und spannend geschrieben ist. Für junge Mütter vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert, weil es doch sehr stark mit den Ängsten einer Mutter spielt!

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Das Mädchen, das rückwärts ging
von miss.mesmerized am 02.05.2015

Es war Beths größte Sorge: eines Tages ihre Tochter Carmel zu verlieren. Und nun geschieht genau das. Beth ist verzweifelt, die Polizei arbeitet mit Hochdruck, kann die 8-jährige aber nirgendwo finden, der getrennt lebende Vater kann auch nur schwer mit der Situation umgehen. Unterdessen redet ein älterer Mann Carmel... Es war Beths größte Sorge: eines Tages ihre Tochter Carmel zu verlieren. Und nun geschieht genau das. Beth ist verzweifelt, die Polizei arbeitet mit Hochdruck, kann die 8-jährige aber nirgendwo finden, der getrennt lebende Vater kann auch nur schwer mit der Situation umgehen. Unterdessen redet ein älterer Mann Carmel ein, ihr Großvater zu sein und dass ihre Mutter nach einem Unfall schwer verletzt und nicht ansprechbar sei. Mit seiner Lebensgefährtin Dorothy kümmert er sich in einem abgeschiedenen Haus um sie. Zwar hegt die Kleine Zweifel, aber was soll sie schon tun? Auch als man sie von England in die USA bringt und sie dort mit zwei weiteren Mädchen und dem Paar in einem Trailer umherreisen soll, ist sie zwar skeptisch, kann den Geschehnissen aber nicht wirklich etwas entgegensetzen. Noch hat sie den Plan ihres vermeintlichen Großvaters nicht durchschaut, aber als sie erfährt, dass es vor ihr schon einmal ein Mädchen gab, das plötzlich verschwunden war, mehren sich ihre Sorgen. Ein beachtenswertes Buch, das für mich vor allem bei der Darstellung des Seelenlebens der Figuren gewinnt. Erzählt wird lose abwechselnd aus der Perspektive von Carmel und Beth, die jeweils nichts vom Schicksal der anderen wissen und so den Leser in die unsägliche Situation bringen, hilflos mit anzusehen, wie beide unter der Situation leiden. Vor allem die Darstellung aus Sicht des Mädchens hat mir gut gefallen, sprachlich wie auch sinnlogisch hat die Autorin die Gedanken eines jungen Mädchens überzeugend zu Papier gebracht. Auch die Entwicklung, die Carmel im Laufe der folgenden Jahre nimmt, ist nachvollziehbar geschildert und wirkt authentisch und glaubhaft. Das Arrangieren im neuen Leben unter den veränderten Umständen und doch der latent immer vorhandene Wunsch nach Rückkehr zu dem, wie es vorher war. Ebenfalls gelungen, das langsame Entfalten des Motivs der Entführer; man rätselt als Leser, was dahinterstecken mag, formt Theorien, die erst spät durch die Erzählung Gestalt annehmen, wenn Carmel so weit ist, das Ausmaß ebenfalls verstehen zu können. Fazit: Besonders die erste Hälfte ist für mich sehr stark und gelungen, dann kommt es zu einigen Längen, die jedoch dem Lesespaß nur geringfügigen Abbruch tun.

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Das Mädchen mit dem roten Mantel
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 29.04.2015

Carmel ist 8 Jahre alt, ihre Mutter lebt seit kurzem mit ihr allein, ihr Vater teilt sein Leben mit einer anderen Frau. Carmel ist ein besonderes Kind, sensibel und reifer als ihrem Alter entsprechend, manchmal abwesend und verträumt. Bei einem Festival verkriecht sie sich unter einem Tisch, ihre Mutter... Carmel ist 8 Jahre alt, ihre Mutter lebt seit kurzem mit ihr allein, ihr Vater teilt sein Leben mit einer anderen Frau. Carmel ist ein besonderes Kind, sensibel und reifer als ihrem Alter entsprechend, manchmal abwesend und verträumt. Bei einem Festival verkriecht sie sich unter einem Tisch, ihre Mutter verliert sie aus den Augen. Während Beth verzweifelt nach ihrer Tochter sucht, wird Carmel von einem älteren Mann entführt, der sich als ihr Großvater ausgibt und ihr erzählt, ihre Mutter sei im Krankenhaus und habe ihm aufgetragen, für sie zu sorgen. Carmel hat keine andere Möglichkeit, als mit ihm mitzugehen. Ihre Versuche, ihre Mutter oder ihren Vater anzurufen oder wiederzusehen, werden von Granddad und dessen Frau Dorothy vereitelt. Kurze Zeit später beginnt ihr neues Leben in Granddads Familie, mit Dorothy und deren Zwillingen Silver und Melody, unterwegs auf religiöser Fahrt in einem Camper. Währenddessen sucht Beth verzweifelt weiter, ohne einen Anhaltspunkt, wie sie Carmel je wieder finden könnte, außer dem roten Mantel, den das Mädchen bei ihrem gemeinsamen Ausflug trug. Kate Hamer fängt in ihrem Buch über das entführte Mädchen Carmel den Albtraum aller Eltern auf, dass ihr Kind entführt wird und sie sich nach einer verzweifelten Suche mit einem völlig neuen Leben arrangieren müssen. Beths Suche nach ihrer Tochter schnürte mir beim Lesen immer wieder die Kehle zu, ich fühlte ihre Verzweiflung mit, denn für nichts im Leben wollte ich eine solche Situation selbst erleben. Carmel ist jedoch ein starkes Kind, sie überlebt, wo andere vielleicht zerbrechen würden. Bei allem, was sie tut, ruft sie sich immer wieder ihren Namen und ihre Herkunftsfamilie ins Gedächtnis, um sie selbst zu bleiben. Sie geht ihren Weg, und schafft es trotzdem, die Tochter ihrer (angeblich verstorbenen) Mutter zu bleiben. Das Geschehen wird abwechselnd aus Beths und Carmels Sichtweise erzählt, und so rollt sich nach und nach die ergreifende Geschichte einer perfiden Entführung. Das Geheimnis um das Motiv dazu wird erst nach und nach gelüftet und hat mich erneut ratlos mit der Frage zurückgelassen: Wie kann ein Mensch so skrupellos sein? Noch mehr schüttelt es mich bei dem Gedanken, dass eine solche Entführung tatsächlich möglich wäre… Nicht nachvollziehen konnte ich die spirituelle Seite der Erzählung, auch wenn ich sie als Ausgangspunkt für die Erzählung ganz passend finde. Das Ende der Geschichte kam für mich überraschend, sowohl die Wendung, die die Geschichte nimmt, wie auch die Kürze, in der eine völlig neue Situation abgehandelt wird. Äußerst unpassend finde ich den deutschen Titel, viel stimmiger ist der Originaltitel, der übersetzt „Das Mädchen mit dem roten Mantel“ bedeutet. Das Coverbild passt für mich nicht mit der Carmel überein, die ich mir nach dieser Geschichte vorgestellt habe, schade. Zudem habe ich mich sehr schwer getan mit dem ungewohnten Bucheinschlag, den ich zwar sehr originell, aber äußerst unpraktisch finde. Die Geschichte selbst hat mich jedoch sehr berührt, sie steht unter den Zeichen der Liebe und der Hoffnung auch in ausweglosen Situationen, trotz einer sachlichen Schreibweise äußerst emotional und spannend erzählt.

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Erschreckend, zu welchen seelischen Grausamkeiten Menschen fähig sind
von Sheena01 am 29.04.2015

Nachdem sich Beth und Paul sich getrennt haben, kümmert sich Beth um die gemeinsame, achtjährige Tochter Carmel. Das Mädchen ist zwar sehr intelligent, wirkt jedoch manchmal geistesabwesend bzw. scheint gedanklich in einer anderen Welt zu sein. Bereits kleine Dinge können sie so gefangen nehmen, dass sie die Menschen um... Nachdem sich Beth und Paul sich getrennt haben, kümmert sich Beth um die gemeinsame, achtjährige Tochter Carmel. Das Mädchen ist zwar sehr intelligent, wirkt jedoch manchmal geistesabwesend bzw. scheint gedanklich in einer anderen Welt zu sein. Bereits kleine Dinge können sie so gefangen nehmen, dass sie die Menschen um sich herum vergisst, und sie diese erst nach längerem Suchen finden, da Carmel in solch einer Situation nicht auf Zurufe nicht reagiert. Außerdem hat das Mädchen eine besondere Gabe, die seelischen und körperlichen Empfindungen ihrer Mitmenschen zu erspüren. So schafft sie es beispielsweise mühelos, Menschen von ihren Verspannungen zu befreien, indem sie intuitiv richtige Massagetechniken anwendet. Als Carmel eines Tages im Zuge eines Geschichtenfestivals, das sie mit Beth besucht, spurlos verschwindet, und nicht mehr auftaucht, gibt sich Beth die Schuld dafür. Alle Versuche, das Mädchen wiederzufinden, bleiben über Monate, ja sogar Jahre erfolglos. Beth spürt aber, dass ihre Tochter noch lebt, in Träumen erscheint ihr das Mädchen öfters, wobei diese darin rückwärts zu gehen scheint. Irgendwann beginnt Beth, ihr Leben, das aufgrund des Verschwindens ihrer Tochter völlig aus den Fugen geraten ist, neu zu orientieren, ohne jedoch ihren Fokus auf das Kind zu verlieren. Es stellt sich heraus, dass Carmel in die Fänge eines skrupellosen, fanatischen Wanderpredigers gelangt ist, der sie in die Vereinigten Staaten entführt und sie für seine Machenschaften benutzt, der ihr glauben macht, ihr Großvater zu sein, der sich nach einem vermeintlichen Unfall ihrer Mutter um sie kümmern will. Der Roman befasst sich mit den Alptraum jeder Mutter: dem spurlosen Verschwinden des eigenen Kindes, und der damit verbundenen Machtlosigkeit, die man als Betroffene in dieser schier ausweglosen Situation empfindet. Um in ihrem Schmerz nicht völlig durchzudrehen, befasst sich Beth mit kleinen, fast schon banalen Dingen, an die sie sich wie an einen Strohhalm klammert. Dieses Leiden der Mutter wird von der Autorin Kate Hamer in so exzellenter Weise dargestellt, sodass man davon als Leser zwangsläufig in seinen Bann gezogen wird: man steht dem Geschehen fassungslos gegenüber, und kann nicht glauben, zu welchen seelischen Grausamkeiten der Entführer fähig ist. Interessant ist auch der Aufbau des Buches: abwechselnd wird das Geschehen aus der Sicht der Mutter und aus der des Kindes geschildert. Das Ende des Romans wird dadurch jedoch nicht vorweggenommen, denn während die Schilderungen der Mutter in der Vergangenheit geschrieben sind, sind die von Carmel in der Gegenwart verfasst. Somit bleibt offen, was letztendlich mit dem Mädchen passiert, ob es befreit werden kann oder womöglich stirbt. Der Schreibstil Hamers ist flüssig und sehr fesselnd, allerdings empfinde ich die die Denkweise Carmels nicht unbedingt die eines achtjährigen Kindes entsprechend. Die manchmal etwas ins Mystische abgleitende Handlungsstränge sind für diese Art des Romans etwas ungewöhnlich, stören aber nicht, sie unterstreichen nur die verzweifelte Lage der Beteiligten. Mir persönlich hat das Werk sehr gut gefallen, da es authentisch und spannend geschrieben ist. Für junge Mütter vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert, weil es doch sehr stark mit den Ängsten einer Mutter spielt!

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Bewegend aber zu spirituell, um wirklich glaubhaft zu sein
von mrs-lucky am 29.04.2015

„Das Mädchen, das rückwärts ging“ erzählt eine tragische und bewegende Geschichte, im Verlauf gewinnen jedoch spirituelle Themen eine zu große Bedeutung und nehmen dem Buch viel an Glaubhaftigkeit. Das Buch ist nicht einfach zu rezensieren, ohne zu viel zu verraten, aber ich werden dennoch versuchen, meine Meinung abzubilden. Es ist eine... „Das Mädchen, das rückwärts ging“ erzählt eine tragische und bewegende Geschichte, im Verlauf gewinnen jedoch spirituelle Themen eine zu große Bedeutung und nehmen dem Buch viel an Glaubhaftigkeit. Das Buch ist nicht einfach zu rezensieren, ohne zu viel zu verraten, aber ich werden dennoch versuchen, meine Meinung abzubilden. Es ist eine Geschichte über das besondere Verhältnis und die besondere Verbindung zwischen Mutter und Tochter. Beth lebt nach der Trennung von ihrem Mann Paul allein mit ihrer Tochter Carmel in einem kleinen Häuschen in Norfolk in England. Carmel ist ein intelligentes Mädchen, wirkt mit einigen ihrer Gedanken reifer als andere 8-jährige, ist auf der anderen Seite aber oft verträumt und vergisst neben sich die Wirklichkeit. Das Buch gibt abwechselnd Einblicke in die Welt und sie Sichtweise von Beth und Carmel. Gerade anfangs sind die Stimmungsbilder sehr intensiv, Mutter und Tochter schildern sehr emotional ihre Eindrücke von ihrem Leben und ihren Unternehmungen. Erstaunlich sind ihre teils sehr unterschiedlichen Empfindungen und Wahrnehmungen. Nachdem Beth ihre Tochter bei dem Besuch eines Irrgartens bereits einmal verloren glaubte, passt sie besonders auf Carmel auf. Doch diese versteht die Einengung durch ihre Mutter nicht, und während eines Geschichtenfestivals passiert es dann, im Gedränge und im Nebel verlieren sich die beiden, Beth verzweifelte Suche bleibt erfolglos. Die Last dieses Verlustes lähmt Beth und treibt sie gleichzeitig zu einer unermüdlichen Suche an. Beth Nöte und Ängste werden in einer sehr bildhaften Sprache eingefangen, der Leser leidet und hofft mit ihr. Im weiteren Verlauf nehmen in der Geschichte jedoch spirituelle Themen einen für meinen Geschmack zu großen Raum ein. Christliche Sekten spielen ein große Rolle und beispielsweise Wunderheilungen. Damit kann ich persönlich nichts anfangen und die Themen werden für mich zu wenig kritisch beleuchtet. Die Figuren werden dadurch für mich weniger glaubhaft, ich kann mich nicht mehr mit ihnen intensivieren. Das mag auch am Aufbau des Buches liegen, der Momentaufnahmen aus dem Leben der Hauptfiguren abbildet und wenig Raum für Erklärungen lässt. Trotz der Intensität der Bilder und Stimmungen, bleibt das Buch an vielen Stellen oberflächlich und lässt am Ende einige Fragen offen, nach einem sehr starken Einstieg hat es mich im Verlauf doch eher enttäuscht.

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Erschreckend, zu welchen seelischen Grausamkeiten Menschen fähig sind
von sheena01 am 29.04.2015

Nachdem sich Beth und Paul sich getrennt haben, kümmert sich Beth um die gemeinsame, achtjährige Tochter Carmel. Das Mädchen ist zwar sehr intelligent, wirkt jedoch manchmal geistesabwesend bzw. scheint gedanklich in einer anderen Welt zu sein. Bereits kleine Dinge können sie so gefangen nehmen, dass sie die Menschen um... Nachdem sich Beth und Paul sich getrennt haben, kümmert sich Beth um die gemeinsame, achtjährige Tochter Carmel. Das Mädchen ist zwar sehr intelligent, wirkt jedoch manchmal geistesabwesend bzw. scheint gedanklich in einer anderen Welt zu sein. Bereits kleine Dinge können sie so gefangen nehmen, dass sie die Menschen um sich herum vergisst, und sie diese erst nach längerem Suchen finden, da Carmel in solch einer Situation nicht auf Zurufe nicht reagiert. Außerdem hat das Mädchen eine besondere Gabe, die seelischen und körperlichen Empfindungen ihrer Mitmenschen zu erspüren. So schafft sie es beispielsweise mühelos, Menschen von ihren Verspannungen zu befreien, indem sie intuitiv richtige Massagetechniken anwendet. Als Carmel eines Tages im Zuge eines Geschichtenfestivals, das sie mit Beth besucht, spurlos verschwindet, und nicht mehr auftaucht, gibt sich Beth die Schuld dafür. Alle Versuche, das Mädchen wiederzufinden, bleiben über Monate, ja sogar Jahre erfolglos. Beth spürt aber, dass ihre Tochter noch lebt, in Träumen erscheint ihr das Mädchen öfters, wobei diese darin rückwärts zu gehen scheint. Irgendwann beginnt Beth, ihr Leben, das aufgrund des Verschwindens ihrer Tochter völlig aus den Fugen geraten ist, neu zu orientieren, ohne jedoch ihren Fokus auf das Kind zu verlieren. Es stellt sich heraus, dass Carmel in die Fänge eines skrupellosen, fanatischen Wanderpredigers gelangt ist, der sie in die Vereinigten Staaten entführt und sie für seine Machenschaften benutzt, der ihr glauben macht, ihr Großvater zu sein, der sich nach einem vermeintlichen Unfall ihrer Mutter um sie kümmern will. Der Roman befasst sich mit den Alptraum jeder Mutter: dem spurlosen Verschwinden des eigenen Kindes, und der damit verbundenen Machtlosigkeit, die man als Betroffene in dieser schier ausweglosen Situation empfindet. Um in ihrem Schmerz nicht völlig durchzudrehen, befasst sich Beth mit kleinen, fast schon banalen Dingen, an die sie sich wie an einen Strohhalm klammert. Dieses Leiden der Mutter wird von der Autorin Kate Hamer in so exzellenter Weise dargestellt, sodass man davon als Leser zwangsläufig in seinen Bann gezogen wird: man steht dem Geschehen fassungslos gegenüber, und kann nicht glauben, zu welchen seelischen Grausamkeiten der Entführer fähig ist. Interessant ist auch der Aufbau des Buches: abwechselnd wird das Geschehen aus der Sicht der Mutter und aus der des Kindes geschildert. Das Ende des Romans wird dadurch jedoch nicht vorweggenommen, denn während die Schilderungen der Mutter in der Vergangenheit geschrieben sind, sind die von Carmel in der Gegenwart verfasst. Somit bleibt offen, was letztendlich mit dem Mädchen passiert, ob es befreit werden kann oder womöglich stirbt. Der Schreibstil Hamers ist flüssig und sehr fesselnd, allerdings empfinde ich die die Denkweise Carmels nicht unbedingt die eines achtjährigen Kindes entsprechend. Die manchmal etwas ins Mystische abgleitende Handlungsstränge sind für diese Art des Romans etwas ungewöhnlich, stören aber nicht, sie unterstreichen nur die verzweifelte Lage der Beteiligten. Mir persönlich hat das Werk sehr gut gefallen, da es authentisch und spannend geschrieben ist. Für junge Mütter vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert, weil es doch sehr stark mit den Ängsten einer Mutter spielt!

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Das Mädchend das rückwärts ging
von simi159 am 26.04.2015

Auf einem Geschichtenfestival in England, geht die 8 jährige Carmel verloren. Keiner hat etwas gesehen, trotz intensiver Suche bleibt das Mädchen verschwunden. Ihre Mutter Beth ist krank vor Sorge und gleichzeitig überfordert mit der Situation. Auch ihr Exmann und ihre Eltern können ihr ihre Schuldgefühle nicht nehmen. Wo ist... Auf einem Geschichtenfestival in England, geht die 8 jährige Carmel verloren. Keiner hat etwas gesehen, trotz intensiver Suche bleibt das Mädchen verschwunden. Ihre Mutter Beth ist krank vor Sorge und gleichzeitig überfordert mit der Situation. Auch ihr Exmann und ihre Eltern können ihr ihre Schuldgefühle nicht nehmen. Wo ist Carmel? Werden Mutter und Tochter sich wiedersehen? Die Autorin, Kate Hammer, lässt den Leser an allem Teilhaben, zuerst am gemeinsamen Leben von Beth und Carmel, dann am Schicksalshaften Tag und natürlich an der ungewissen Zeit danach. In wechselnden Kapiteln, jeweils von Mutter und Tochter erzählt, erfährt man, wie das Leben der Beiden sich durch die Trennung verändert und was mit ihnen passiert. Diese Perspektivwechsel sorgen für eine gewisse Dynamik, auch wenn die Geschichte ansonsten ruhig und eher etwas beklemmend ist. Sind am Anfang die Zeitabschnitt noch kurz und überschaubar, hat man gegen Ende das Gefühl, das Buch-die Geschichte soll fertig werden, denn die Zeitabstände und Sprünge sind sehr groß. Die Charaktere finde ich gut getroffen, man leidet mit Beth und hofft, dass Carmel gefunden wird. Carmel ist ein besonders Mädchen, sehr willensstark mit einer besonderen Gabe. Wirkt sie am Anfang der Geschichte etwas zu reif/altklug für ihre 8 Jahre, ist sie mit fortschreiten der Story immer authentischer, klar willensstark und versucht sie selbst zu bleiben, so gut, das bei den äusseren Umständen in denen sie steckt halt geht. Mir persönlich haben die Teile, von Carmel etwas besser gefallen, als die von Beth, vielleicht weil dort einfach etwas mehr passiert und man natürlich wissen will, ob sie zurück kommt. Alles in Allem ein lesenswertes Buch einer ungewöhnlichen Geschichte, mit einer Prise Spannung und einigen Wendungen. Von mit gibt es dafür 4 STERNE.

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Mutter und Tochter
von melange aus Bonn am 19.04.2015

Zum Inhalt: Beth lebt getrennt von ihrem Mann Paul zusammen mit ihrer achtjährigen Tochter Carmel in der englischen Provinz. Bei einem Ausflug verschwindet Carmel plötzlich, entführt von einem älteren Herrn, der sich Carmel gegenüber als ihr Großvater ausgibt. Später stellt sich der Mann als Prediger heraus, der die Vereinigten Staaten... Zum Inhalt: Beth lebt getrennt von ihrem Mann Paul zusammen mit ihrer achtjährigen Tochter Carmel in der englischen Provinz. Bei einem Ausflug verschwindet Carmel plötzlich, entführt von einem älteren Herrn, der sich Carmel gegenüber als ihr Großvater ausgibt. Später stellt sich der Mann als Prediger heraus, der die Vereinigten Staaten bereist und dabei Carmel als Wunder präsentiert. Diese besitzt tatsächlich heilende Hände, die jedoch nicht immer einsatzbereit sind. Zum Cover: Ein niedliches Mädchen, welches leicht schelmisch in eine imaginäre Kamera blickt. Carmel ist hier wirklich gut getroffen. Mein Eindruck: Die Idee, ihre Geschichte aus den Perspektiven von Mutter und Tochter darzubieten und beide in der ersten Person erzählen zu lassen, ist nicht nur gewagt, sondern auch in der Umsetzung gelungen. Beide Stränge geraten äußerst stimmig! In Beths Teilen spürt der Lesende überdeutlich die Verzweiflung, aber auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen, in Carmels Teil das Bemühen, die eigene Identität zu bewahren und trotz aller widrigen Umstände nie den Mut zu verlieren. Erzählerisch auf hohem Niveau stören einige Lücken in der Geschichte um so mehr (kleinere inhaltliche Spoiler): Wieso bewohnen die Entführer ein großes Haus, zu dem sie augenscheinlich sogar Schlüssel besitzen, aber ein "ordentliches" Zimmer für Carmel ist nicht möglich ("das geht nicht, Liebes"). Wie schaffen es die beiden, Carmel nach Amerika zu verschleppen (bewusstlos!!), ohne dass es den Behörden auffällt, - schließlich wird ein Mädchen in ihrem Alter gesucht und die Fluggesellschaften sind sensibilisiert. Dadurch manifestiert sich der Eindruck, dass die Autorin schwierige Umstände einfach ausklammert, statt sie zu erklären. Auch das Verhalten der Komplizin ist nicht schlüssig. Schließlich liebt sie ihre Kinder über alles und nachdem sie durch Carmels Hilfe ihre eigenen Träume erfüllt sieht, hätte sie auch die Polizei anonym informieren können, um der Entführung ein Ende zu machen. Trotz dieser kleinen Ärgernisse ist die Geschichte wunderschön geschrieben, sie geht an Herz und Nieren und man kann der Autorin (und ihrer Leserschaft) nur wünschen, dass sie ihrem Beruf treu bleibt. Fazit: Kleine Mängel, aber eine große Geschichte über Glaube, Liebe und Hoffnung 4 Sterne

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Stochern im Nebel - durchaus fesselnd, doch mit einigen Längen
von CabotCove aus Lemgo am 01.04.2015

Ein kleines Mädchen, das im tiefen Nebel im englischen Norfolk spurlos verschwindet. Eine verzweifelte Mutter, die sich selbst die Schuld gibt. Hätte sie sich besser um ihr besonderes Kind kümmern müssen ? Ist Carmel doch sensibler und reifer als andere 8-jährige Kinder und wirkt oft verträumt und abwesend, als lebe sie in... Ein kleines Mädchen, das im tiefen Nebel im englischen Norfolk spurlos verschwindet. Eine verzweifelte Mutter, die sich selbst die Schuld gibt. Hätte sie sich besser um ihr besonderes Kind kümmern müssen ? Ist Carmel doch sensibler und reifer als andere 8-jährige Kinder und wirkt oft verträumt und abwesend, als lebe sie in ihrer eigenen Welt. Das Besondere an diesem Buch war für mich, dass Carmel und ihre Mutter Beth die Geschichte immer abwechselnd erzählen. Beth ist seit kurzem wieder Single und quält sich zudem mit starken Schuldgefühlen. Als Mutter konnte ich Vieles gut nachvollziehen, manches fand ich aber auch übertrieben bzw. unglaubwürdig. Carmel's Erzählungen wirken anfangs ein wenig wirr, doch wenn man erstmal in der Geschichte drin ist (und das dauerte bei mir zugegebenermaßen ein wenig), dann kann man sich ihr kaum noch entziehen. Ein wenig unterbrochen wurde der Lesegenuss für mich durch einige Längen, die mich immer ein wenig „rausholten“ aus der an sich fesselnd erzählten Geschichte. Man sollte sich vielleicht auch immer vor Augen halten, dass das Buch nicht als Krimi deklariert wurde, sondern schlicht als Roman trotz der Geschichte um ein verschwundenes Mädchen, ein Thema, das durchaus oft in Krimis und Thrillern vorkommt. Da wird natürlich ein anderer Erzählstil angelegt als im Krimi bzw. Thriller. So legt hier die Autorin Kate Hamer auch viel Wert auf die Psyche der Protagonistinnen, so dass das Buch teilweise eher als ein Psychogramm erscheint als die Geschichte eines verschwundenen Mädchens. Das mag ich sonst eigentlich weniger, aber hier passt es irgendwie perfekt in die Geschichte und Geschehnisse, so dass ich das nicht als Minuspunkt sehe. Im Gegenteil. Man muss sich wirklich auf die Geschichte einlassen. „Das Mädchen, das rückwärts ging“ ist kein Buch, das man eben mal zwischendurch lesen sollte bzw. kann. Es ist ungewöhnlich, besonders, teilweise ein wenig zu zäh geschrieben, aber es lohnt sich durchaus, dran zu bleiben. Dennoch vergebe ich nicht die volle Punktzahl, denn auch wenn das Ende zum Schreibstil passt, war es mir ein wenig zu unausgegoren; ich hätte mir da etwas mehr Erklärung gewünscht (ich möchte aber auch nicht zuviel verraten).

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Dieses Buch regt auch lange nach dem Beenden der Geschichte zum Nachdenken an. Eine sehr bewegende Geschichte einer Mutter und ihres verlorengegangenen Kindes. Sehr bewegend!

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Eine eindringliche und sensible Geschichte
von Silke Schröder aus Hannover am 06.04.2015
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

“Das Mädchen, das rückwärts ging” ist der Debütroman der Engländerin Kate Hamer. Die Autorin erzählt ihre berührende Geschichte aus zwei Perspektiven: Aus der Sicht der Mutter Beth, die auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter viel über sich selbst erfährt und aus der Sicht von Carmel, die ihre kindliche... “Das Mädchen, das rückwärts ging” ist der Debütroman der Engländerin Kate Hamer. Die Autorin erzählt ihre berührende Geschichte aus zwei Perspektiven: Aus der Sicht der Mutter Beth, die auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter viel über sich selbst erfährt und aus der Sicht von Carmel, die ihre kindliche Verwirrung über die Geschehnisse beschreibt und versucht, sich ihre neue Lebenssituation zu erklären. Dabei streut Hamer kleine fantastische Elemente in ihre Story ein und zeigt, wie religiöse Eiferer in den USA viel Geld mit Wunderheilung und religiösen Show-Gottesdiensten machen. “Das Mädchen, das rückwärts ging” ist eine bis zum letzten Satz eindringliche und sensible Geschichte, die ganz wunderbar von Julia Nachtmann und Kalinka Kultscher gelesen wird.

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