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Das Mädchen mit dem Fingerhut

Roman

(29)
Irgendwo in einer grossen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand „Polizei“ sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heisst? Sie weiss es nicht. Yiza, sagt sie, also heisst sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens – ein Roman dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.
Portrait

Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt als Schriftsteller in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Bei Hanser erschienen die Romane Abendland (2007), Madalyn (2010), Die Abenteuer des Joel Spazierer (2013) und Spielplatz der Helden (2014, Erstausgabe 1988) sowie der Gedichtband Der Liebhaber bald nach dem Frühstück (Edition Lyrik Kabinett 2012) und zuletzt die Romane Zwei Herren am Strand (2014) und Das Mädchen mit dem Fingerhut (2016). 2017 erhält Michael Köhlmeier für sein Gesamtwerk den Marie Luise Kaschnitz-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 139
Erscheinungsdatum 01.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25055-0
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 197/128/46 mm
Gewicht 266
Auflage 2
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 27.90
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Leben am Limit
von einer Kundin/einem Kunden am 29.03.2016

Ganz leise und doch voller Wucht erzählt Köhlmeier die Geschichte der kleinen Yiza, die sich ohne Familie in München durch das Leben schlägt. Wichtig ist nicht aufzufallen, vor der Polizei zu fliehen, warme Sachen zu ergattern und möglichst den Hunger zu stillen damit man schlafen kann. Ein wenig einfacher... Ganz leise und doch voller Wucht erzählt Köhlmeier die Geschichte der kleinen Yiza, die sich ohne Familie in München durch das Leben schlägt. Wichtig ist nicht aufzufallen, vor der Polizei zu fliehen, warme Sachen zu ergattern und möglichst den Hunger zu stillen damit man schlafen kann. Ein wenig einfacher wird es kurze Zeit als sie auf zwei Jungen trifft deren Schutz sie in Anspruch nehmen kann. Yizas Schicksal berührt und macht nachdenklich. Mehr als einmal habe ich mich daheim auf der bequemen Couch gefragt wie viele "Yizas" wohl durch Deutschland laufen ohne das wir sie wahrnehmen. Glauben Sie mir es wird Ihnen genau so gehen.

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Heimatlos
von einer Kundin/einem Kunden am 12.03.2016

In Köhlmeiers neuestem Werk wird das sehr aktuelle Thema Heimatlosigkeit und Fremdheit beschrieben. Ein kleines Mädchen süss und unschuldig taucht plötzlich aus dem Nichts auf. Namenlos, obdachlos völlig auf sich selbst gestellt schlägt sie sich von einen auf den nächsten Tag durch betteln durch, bis sie von der Polizei... In Köhlmeiers neuestem Werk wird das sehr aktuelle Thema Heimatlosigkeit und Fremdheit beschrieben. Ein kleines Mädchen süss und unschuldig taucht plötzlich aus dem Nichts auf. Namenlos, obdachlos völlig auf sich selbst gestellt schlägt sie sich von einen auf den nächsten Tag durch betteln durch, bis sie von der Polizei aufgegriffen und in ein Heim gesteckt wird. Dort lernt sie zwei Jungen kennen und gemeinsam fliehen sie. Krankheit, Hunger und Kälte sind ihre ständigen Begleiter. Die Mildtätigkeit der Menschen, die gerne mal ein paar Münzen geben und sich dadurch besser fühlen, machen sich die Kinder zu ihren Nutzen. Berührend und zum Nachdenken anregend.

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Überlebenskampf
von einer Kundin/einem Kunden am 09.02.2016

Vielleicht sieht Yiza genauso aus - dunkle Augen mit einem eindrucksvollem Blick, längeres Haar .... Aber wer ist sie? Wir wissen nur, dass sie anscheinend nirgendwo hin gehört, dass sie von niemandem gesucht wird. Alles hat sie verloren - nur die Angst nicht, und auch nicht den Willen zu... Vielleicht sieht Yiza genauso aus - dunkle Augen mit einem eindrucksvollem Blick, längeres Haar .... Aber wer ist sie? Wir wissen nur, dass sie anscheinend nirgendwo hin gehört, dass sie von niemandem gesucht wird. Alles hat sie verloren - nur die Angst nicht, und auch nicht den Willen zu überleben. In kurzen, prägnanten Sätzen bringt uns Michael Köhlmeier diese Geschichte von Yiza näher. Entziehen konnte ich mich dieser nicht - viele Bilder bleiben.

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Das Mädchen mit dem Fingerhut
von einer Kundin/einem Kunden aus Mönchengladbach am 27.05.2016

Der Autor Michael Köhlmeier schildert in seinem Roman das Schicksal eines kleinen Mädchens, von welchem weder der richtige Name noch eine Staatsangehörigkeit bekannt wird. Auch in welchem Land diese Geschichte spielt, ist nicht bekannt. Das ist jedoch unerheblich, da sich das Schicksal dieses Kindes so überall zutragen kann. Nachdem... Der Autor Michael Köhlmeier schildert in seinem Roman das Schicksal eines kleinen Mädchens, von welchem weder der richtige Name noch eine Staatsangehörigkeit bekannt wird. Auch in welchem Land diese Geschichte spielt, ist nicht bekannt. Das ist jedoch unerheblich, da sich das Schicksal dieses Kindes so überall zutragen kann. Nachdem es seinen Onkel verliert, kommt es in ein Heim, aus welchem es mit zwei Jungs flüchtet. Die Kinder halten zusammen da sie kein Vertrauen in ihre Umwelt entwickeln können und sich daher alleine durchschlagen müssen. Die Sprache ist einfach gehalten, da die Erzählweise aus der Sicht des Mädchens wirken soll, daher lässt sich das Buch gut lesen. Der Autor schildert unaufgeregt wie sich die Kinder bei Hunger behelfen und wie sich Arian um die Kranke Yiza kümmert und ihr das Essen vorkaut, als wäre sie ein aus dem Nest gefallenes Vögelchen- und das sind diese Kinder im übertragenen Sinn auch: Sie haben ihre Eltern und ihre Heimat verloren und noch nicht einmal eine gemeinsame Sprache, und auch allgemeine Wertvorstellungen und hygienische Standards spielen bald keine Rolle mehr. Dementsprechend endet die Erzählung auch damit, das die Kinder zu denjenigen gehen, welche bereits ihr Mitleid verloren haben. Dieses Buch wirkt durch die Flüchtlingssituation sehr aktuell, ist jedoch zeitlos, da sich diese Geschichte immer wieder in jedem Land wiederholen kann und wird. Auch das Cover ist zeitlos gehalten, das Gesicht des Mädchens prägt sich allerdings sofort ein. Ein Buch , welches auch für Jugendliche sehr zu empfehlen ist.

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Kinder auf der Flucht
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 10.03.2016

Das Mädchen mit dem Fingerhut ist eines der auf sich allein gestellten Kinder, die irgendwie zu überleben versuchen. Yiza, sie nennt sich so, weil sie ihren Namen nicht kennt, hat immer mal wieder einen „Beschützer“ so wie Onkel Bogdan, der sie zum Betteln schickt, oder einige Frauen, für die... Das Mädchen mit dem Fingerhut ist eines der auf sich allein gestellten Kinder, die irgendwie zu überleben versuchen. Yiza, sie nennt sich so, weil sie ihren Namen nicht kennt, hat immer mal wieder einen „Beschützer“ so wie Onkel Bogdan, der sie zum Betteln schickt, oder einige Frauen, für die sie in Müllcontainer klettert und die guten Sachen herausfischt. Sie verliert Bogdan, lebt allein auf der Straße, wird aufgegriffen, kommt in ein Heim und wäre fast geborgen, wenn sie da nicht auf Schamhan trifft, der ihre Sprache spricht und sie flieht zusammen mit ihm und Arian aus dem Heim. Sie leben von Betteln und Stehlen, kennen Hunger und Kälte, schlafen im Wald oder in Scheunen. Vermutlich kommen sie aus dem Südosten, Balkan wäre eine Möglichkeit und das Schicksal hat sie in eine westliche Großstadt gespült. Köhlmeier berichtet ganz emotionslos und distanziert von diesen Schicksalen, die es häufiger gibt, als man sich denkt. Dadurch wird diese kleine Geschichte viel eindringlicher, denn jeder Leser selbst wird die Bilder im Kopf haben. Die Kälte ist nicht nur der Jahreszeit geschuldet, Kinder wie Yiza bleiben oft unsichtbar, unser Blick gleitet über sie hinweg. Das Leben auf der Straße wird sie prägen und die kühle Distanz der Menschen. Es wird Yiza auch nicht gelingen Vertrauen aufzubauen, deshalb zieht sie die Flucht mit Schamhan und Arian der Sicherheit und Wärme des Kinderheims vor. Köhlmeiers Buch ist nur schmal vom Umfang, aber gewichtig im Inhalt. Das Schicksal der Kinder, von denen Yiza nur eines ist - man denke nur an die augenblickliche Flüchtlingsdebatte, die die Not der Balkanländer fast völlig ausblendet – bekommt hiermit eine eindringliche Stimme. Ein Wort nur zum Umschlag, große, melancholische Augen blicken ins Leere. Ich finde, das setzt den Inhalt sehr schön um.

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Das Mädchen mit dem Fingerhut
von larissaslawa aus Leipzig am 09.03.2016

" Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen... " Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen noch Institutionen. Niemand weiß irgendwas über sie und niemand möchte es wirklich wissen. Aber alle glauben zu wissen, was sie braucht und wollen ihr helfen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht ihretwegen tun, sondern entweder aus den beruflichen Gründen, weil sie es müssen, oder sie helfen ihr, weil sie sich dadurch besser fühlen. Michael Köhlmeier greift sehr aktuelles, sogar akutes Thema auf. Es wird heutzutage viel über die Flüchtlingskrise diskutiert. Die illegalen Migranten, überwiegend aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten Osteuropas, die schon lange bei uns und unter uns leben, bleiben immer noch für die Meisten „unsichtbar“. Weil wir sie nicht wirklich sehen wollen. Weil es für uns einfacher ist, die Kriegsflüchtlinge am Bahnhof mit Teddys zu bewerfen, eventuell eine Kleinigkeit zu spenden und sich dann als bessere Menschen zu fühlen? Spenden heißt noch lange nicht teilen und aufnehmen heißt nicht annehmen. Und so wird dieses Kind das, was es braucht, wahrscheinlich nur bei den Freunden finden. „Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist einfach und sachlich, fast emotionslos. Die Geschichte von Yiza wird schonungslos und authentisch erzählt. So sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Da helfen die Emotionen weniger. Der Leser bleibt nachdenklich und betroffen zurück und hoffentlich lernt etwas über sich selbst. Beindrückend nüchtern und erschreckend ehrlich geschriebener Roman. Absolut lesenswert, gar keine Frage.

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Das Mädchen mit dem Fingerhut
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 09.03.2016

" Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen... " Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen noch Institutionen. Niemand weiß irgendwas über sie und niemand möchte es wirklich wissen. Aber alle glauben zu wissen, was sie braucht und wollen ihr helfen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht ihretwegen tun, sondern entweder aus den beruflichen Gründen, weil sie es müssen, oder sie helfen ihr, weil sie sich dadurch besser fühlen. Michael Köhlmeier greift sehr aktuelles, sogar akutes Thema auf. Es wird heutzutage viel über die Flüchtlingskrise diskutiert. Die illegalen Migranten, überwiegend aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten Osteuropas, die schon lange bei uns und unter uns leben, bleiben immer noch für die Meisten „unsichtbar“. Weil wir sie nicht wirklich sehen wollen. Weil es für uns einfacher ist, die Kriegsflüchtlinge am Bahnhof mit Teddys zu bewerfen, eventuell eine Kleinigkeit zu spenden und sich dann als bessere Menschen zu fühlen? Spenden heißt noch lange nicht teilen und aufnehmen heißt nicht annehmen. Und so wird dieses Kind das, was es braucht, wahrscheinlich nur bei den Freunden finden. „Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist einfach und sachlich, fast emotionslos. Die Geschichte von Yiza wird schonungslos und authentisch erzählt. So sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Da helfen die Emotionen weniger. Der Leser bleibt nachdenklich und betroffen zurück und hoffentlich lernt etwas über sich selbst. Beindrückend nüchtern und erschreckend ehrlich geschriebener Roman. Absolut lesenswert, gar keine Frage.

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Das Mädchen mit dem Fingerhut
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 09.03.2016

" Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen... " Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen noch Institutionen. Niemand weiß irgendwas über sie und niemand möchte es wirklich wissen. Aber alle glauben zu wissen, was sie braucht und wollen ihr helfen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht ihretwegen tun, sondern entweder aus den beruflichen Gründen, weil sie es müssen, oder sie helfen ihr, weil sie sich dadurch besser fühlen. Michael Köhlmeier greift sehr aktuelles, sogar akutes Thema auf. Es wird heutzutage viel über die Flüchtlingskrise diskutiert. Die illegalen Migranten, überwiegend aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten Osteuropas, die schon lange bei uns und unter uns leben, bleiben immer noch für die Meisten „unsichtbar“. Weil wir sie nicht wirklich sehen wollen. Weil es für uns einfacher ist, die Kriegsflüchtlinge am Bahnhof mit Teddys zu bewerfen, eventuell eine Kleinigkeit zu spenden und sich dann als bessere Menschen zu fühlen? Spenden heißt noch lange nicht teilen und aufnehmen heißt nicht annehmen. Und so wird dieses Kind das, was es braucht, wahrscheinlich nur bei den Freunden finden. „Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist einfach und sachlich, fast emotionslos. Die Geschichte von Yiza wird schonungslos und authentisch erzählt. So sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Da helfen die Emotionen weniger. Der Leser bleibt nachdenklich und betroffen zurück und hoffentlich lernt etwas über sich selbst. Beindrückend nüchtern und erschreckend ehrlich geschriebener Roman. Absolut lesenswert, gar keine Frage.

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Beeindruckend
von Sylvia Mangl aus Wien am 22.02.2016

Ein Mädchen das zu niemandem gehört, durch eine fremde Stadt streift, die Sprache nicht versteht. Alles, was man ihr beigebracht hat, ist zu schreien, wenn es das Wort „Polizei“ hört. Ein hübsches Mädchen, dem man gerne was gibt, für das man gerne sorgt. Trotzdem wird es eines Tages aufgegriffen... Ein Mädchen das zu niemandem gehört, durch eine fremde Stadt streift, die Sprache nicht versteht. Alles, was man ihr beigebracht hat, ist zu schreien, wenn es das Wort „Polizei“ hört. Ein hübsches Mädchen, dem man gerne was gibt, für das man gerne sorgt. Trotzdem wird es eines Tages aufgegriffen und in ein Heim gebracht. Dort nimmt es ein älterer Junge in seine Obhut. Gemeinsam mit einem weiteren Jungen reissen sie aus und machen sich auf um in einem verlassenen Haus zu überwintern. Immer auf der Hut, immer darauf bedacht, möglichst unsichtbar zu bleiben, weil Entdeckung Gefahr bedeutet Auch diese drei haben keine gemeinsame Sprache, was ihre gemeinsame Wanderung erschwert und schließlich werden auch sie wieder getrennt. Michael Köhlmeier ist niemals leichte Kost und auch dieser schmale Roman ist ein sehr intensives Werk über die, die am meisten auf Hilfe angewiesen sind und die am stärksten missverstanden sind, weil sie sich nicht selbst ausdrücken können. Ein Plädoyer für die Kinder, die alleine, auf sich gestellt in einem fremden Land ihr Leben fristen müssen und kaum eine Möglichkeit haben, sich zu artikulieren. Aktueller kann ein Roman gar nicht sein – so traurig das auch ist.

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Eine berürende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 17.02.2016

Arietta 5 Inhaltsangabe: Meine Meinung und Zusammenfassung : Es ist mein erstes Buch das ich von dem Autor Michael Köhlmeier gelesen habe. Mir sprang sofort dieser Cover und der Titel „ Das Mädchen mit dem Fingerhut „ ins Auge. Ich dachte mir was mag sich hinter der Geschichte verbergen , meine Neugier war... Arietta 5 Inhaltsangabe: Meine Meinung und Zusammenfassung : Es ist mein erstes Buch das ich von dem Autor Michael Köhlmeier gelesen habe. Mir sprang sofort dieser Cover und der Titel „ Das Mädchen mit dem Fingerhut „ ins Auge. Ich dachte mir was mag sich hinter der Geschichte verbergen , meine Neugier war geweckt. Auch fand ich den Cover sehr schön dezent und zurückhaltend gestaltet. Es blickt einem ein kleines Mädchen mit einem sehr ernsten Gesicht und unendlich traurigen großen und dunklen Augen an. Es scheint sich viel Kummer, Leid und Schmerz darin zu spiegeln. Die Geschichte der kleinen 6 sechsjährigen Mädchen , das nicht weiß woher es kommt, noch wie es heißt und wer seine Eltern sind. Sie selbst gab sich den Namen Yiza. Wir begegnen ihr in irgend einer großen Stadt in Westeuropa, könnte auch hier in Deutschland sein. Der Autor lässt es unserer Fantasie überlassen. Die kleine Yiza wird von einem Mann auf die Straße gesetzt und zum betteln auf einen großen Markt geschickt. Er schickt sie zu einem bestimmten Stand, er verspricht ihr dort bekäme sie zu essen, genug das sie keinen Hunger mehr hätte. Es ist Bogdan, der sich ohne groß zu fragen um sie kümmert, das wieder holt sie ein paar Tage, und immer wurde sie wie versprochen am Abend abgeholt. Auf Bogdans Frage wie sie heiße antwortet sie mit Kopfschütteln, sie versteht die Leute nicht, nur das Wort Polizei, wenn sie das hört schreit sie. Aber eines Abend kommt der Mann nicht wie versprochen, Yiza irrt durch die dunkle und kalte Stadt, sie friert ist müde, die Menschen eilen an ihr vorbei, keiner nimmt sie wahr, es ist als sei sie unsichtbar.Bis eine Polizei streife anhält, sich ihrer annimmt und auch hier gibt es Sprachprobleme, man bringt sie in ein Waisenhaus. Dort. Ist man sogleich sehr bemüht um sie, besonders die Schwester dort hat die kleine sofort in ihr Herz geschlossen. Aber trotzdem, lässt sie sich von den zwei Jungen dort Schamhan der größere und Arian den kleineren, trotz Sprachschwierigkeiten überreden mit ihnen abzuhauen. Arian schenkt ihr seinen Fingerhut. Diese drei Kinder sind nun auf der Flucht, sie kämpfen um ihr überleben, sind geplagt von Hunger , Kälte und keinem Dach über dem Kopf, kein Geld. Eine sehr Abenteuerliche Flucht die da beginnt, verfolgt, gejagt, suchen sie einen Ausweg aus der Misere. Eine Geschichte voller überraschender und ungeahnter Wendungen. Man bangt und hofft mit ihnen, das sie es schaffen werden. Der Autor schafft es mit dieser Geschichte tief zu berühren und zu fesseln, das ganze geht einem sehr unter die Haut. Sein Schreibstil ist sehr Klar, Kraftvoll, fesselnd und schon fast Poetisch. Der Roman erinnert mich an das Märchen von Christian Andersen „ Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ , auch dort steht ein armes Mädchen, hungernd und frierend in der Kälte und keiner beachtet es, und denken zuerst an sich. Sehr deutlich führt er den Überlebenskampf der drei Kinder einem vor Augen, Menschen die am Rande unserer Wohlstandsgesellschaft Leben. Mir kommt es vor wie ein Fingerzeig und regt einem unwillkürlich zum Nachdenken an.Seine Protagonisten sind sehr Bildhaft, real und lebendig geschildert, ebenso die einzelnen Charaktere, ihre Ängste, Gefühle und Emotionen sind spürbar. Der Handlungsaufbau der Geschichte ist Glaubhaft und zeigt die Seiten des Lebens auf dieser Welt, die die im Schatten und die im Licht leben. Ein sehr Facettenreicher Roman... „ Eine Geschichte die tief berührt und unter die Haut geht „ Buchtitel: Das Mädchen mit dem Fingerhut

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Wichtiges Buch zu wichtigem Thema
von einer Kundin/einem Kunden aus Absdorf am 22.07.2016

Inhalt: Dieser Roman handelt von einem kleinen Flüchtlingsmädchen, welches sich Yiza nennt, da es seinen wirklichen Namen nicht kennt. Woher das Kind kommt bzw. wie es in das fremde Land kan oder wo die Eltern sind, weiß man nicht. Sie wird von einem "Onkel" tagsüber an einem Marktstand abgegeben, damit... Inhalt: Dieser Roman handelt von einem kleinen Flüchtlingsmädchen, welches sich Yiza nennt, da es seinen wirklichen Namen nicht kennt. Woher das Kind kommt bzw. wie es in das fremde Land kan oder wo die Eltern sind, weiß man nicht. Sie wird von einem "Onkel" tagsüber an einem Marktstand abgegeben, damit es dort zu essen bekommt. Doch irgendwann wird es nicht mehr abgeholt. Das Kind verläuft sich, wird von der Polizei aufgegriffen und kommt in ein Heim. Danach folgt eine mühsame Reise von drei heimatlosen Kindern. Schreibstil: Das Buch ist in kurzen Absätzen geschrieben, hat jedoch keine Kapitel. Der Schreibstil ist mit seinen kurzen Sätzen gewöhnungsbedürftig, hat mir aber gut gefallen. Teilweise ist es aber sehr künstlerisch bzw. poetisch geschrieben, was mir nicht so zugesagt hat. Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr aktuell und bewegt, weil man sich viel uu wenig Gedanken über die verlorenen Kinder macht. Anfangs hat es mir auch zugesagt, dass der Roman eigentlich mitten in der Story anfängt. Nach Ende des Buches hat mich dann aber doch genau das gestört. Ich bin schon kein Fan von offenen Enden, aber dazu noch ein "offener Anfang" war mit dann doch zu vage! Ich hätte gern ein bisschen mehr Hintergrundinfos und ein paar Aufklärungen gehabt, würde das Buch aber jedenfalls empfehlen!

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allein und verlassen
von Silja Ritzau aus Berlin am 05.07.2016

das cover macht einen neugierig auf den titel. die geschichte ist ruhig aber flüssig geschrieben. es spielt im winter und führt einen an den marktplatz einer stadt und in die lage von arbeitssklaven. es wird ein mädchen vorgestellt das sich nicht den menschen in der umgebung verständlich machen kann.... das cover macht einen neugierig auf den titel. die geschichte ist ruhig aber flüssig geschrieben. es spielt im winter und führt einen an den marktplatz einer stadt und in die lage von arbeitssklaven. es wird ein mädchen vorgestellt das sich nicht den menschen in der umgebung verständlich machen kann. ein mann vieleicht der onkel des kindes sagt ihr das sie auf das wort polizei mit schreien reagieren soll denn jeder weiß geschrei macht die leute wuschig und sie versuchen das kind zu beruhigen. als das kind sich verläuft kommt es mit anderen menschen zusammen und wird irgendwann doch zur polizei gebracht. von der polizei wird sie in ein kinderheim gebracht in dem sie erst mal versorgt wird. dort trifft sie ihre begleiter für den rest des romans. das buch kann vielen menschen die situation von den kindern der roma und sinti oder algemein aus den balkanländern in unserer zeit näher bringen. menschen ob groß oder klein sind über all auch fremd und finden sich nicht immer zurecht. grade kinder sind sehr stark gefährdet von erwachsenen mißbraucht oder einfach nur vergessen zu werden. das buch ist sehr zu empfehlen und kann vor allem für nachdenkliche leser interessant sein.

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Kinder am Rande der Gesellschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 16.06.2016

Zum Inhalt: Ein 6-jähriges Mädchen ist in einer Stadt, in der es keinen Menschen versteht. Ein „Onkel“, den sie ebenfalls kaum versteht, schickt sie in einen Laden, in dem sie etwas zu essen bekommt und den Tag im Warmen verbringen kann. Am Abend läuft sie weg, wird von dem „Onkel“... Zum Inhalt: Ein 6-jähriges Mädchen ist in einer Stadt, in der es keinen Menschen versteht. Ein „Onkel“, den sie ebenfalls kaum versteht, schickt sie in einen Laden, in dem sie etwas zu essen bekommt und den Tag im Warmen verbringen kann. Am Abend läuft sie weg, wird von dem „Onkel“ abgeholt, kommt aber jeden Tag immer wieder. Als eines Tages der „Onkel“ nicht mehr erscheint, geht das Mädchen auf die Suche, verläuft sich und muss die Nacht in einem Müllcontainer verbringen. Das ist für sie nicht neu. Am nächsten Tag schläft sie im Zwischenraum zwischen den Türen eines Restaurants. Von hier wird sie von der Polizei abgeholt und in ein Heim eingeliefert. Im Heim wird sie liebevoll von einer Schwester behandelt, doch schon in der ersten Nacht läuft sie zusammen mit zwei Jungen weg. Einer von ihnen, Schamhan, kann ihre Sprache. Der andere, jüngere Arian, versteht nur Schamhan. Das Mädchen nennt sich Yiza, obwohl das kein Name ist. Die drei machen sich auf den Weg zu einem Haus am Stadtrand, in dem sie zusammen den Winter verbringen könnten. (Ob es dieses Haus wirklich gibt?) Schamhan führt sie dorthin, aber bald wird es klar, dass er selbst den Weg nicht kennt. Mehrere Tage sind sie unterwegs, schlafen im Wald, werden ganz nass vom Regen. Nach mehreren Tagen kommen sie in eine Siedlung. Gejagt vom Hunger, brechen sie in ein Haus ein, essen die Bäuche voll, nehmen so viel mit, wie sie tragen können und laufen wieder weg. Die Polizei findet sie wenig später nach frischen Spuren im Schnee. Alle drei landen auf der Polizeistelle. In der Nacht gelingt es Arian und Yiza zu fliehen. In einem Lastwagen versteckt, kommen sie in eine andere Stadt. Yiza ist krank, sie hat hohes Fieber. Die beiden brechen in ein Gartenhaus ein. Später macht sich Arian auf den Weg in die Stadt, um Aspirin zu holen, das Yiza helfen soll. So hat es Schamhan mal gesagt. Er bettelt und bekommt relativ viel Geld. Aber Aspirin hilft nicht. An einem anderen Tag, als Arian aus der Stadt zurückkehrt, sieht er eine Frau im Gartenhaus und läuft weg. Die Frau holt Yiza ins Haus, sie wird behandelt und ist bald wieder gesund. Nun lebt sie bei dieser Frau, eingesperrt in einem Zimmer. Sie lernt die Sprache der Frau. Aber als sie einige Monate später Arian durch das Fenster sieht, nutzt sie die Situation aus und sperrte die Frau in der Küche ein. Sie holt Arian ins Haus und er… erschlägt die Frau…. Und schon wieder sind sie auf der Flucht. Yiza hat Angst vor dem jüngeren Arian. Aber sie folgt ihm. Zu den anderen, einer „Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung“…. Zum Buch: Ich fand das ein schönes Buch, das ein trauriges, aber wichtiges Thema anspricht: Wie die Kinder außerhalb der Gesellschaft leben. Ich konnte die Beweggründe von Yiza nicht immer nachvollziehen. Warum sie aus dem Heim flieht, wenn es dort warm ist und Essen gibt, wo sie gut behandelt wird. Warum sie sich später für Arian und gegen die Frau entscheidet, die ihr Leben gerettet hatte. Warum sie weiter auf der Straße schlafen will und nicht in einem Haus. Nichtsdestotrotz finde ich die Geschichte absolut realistisch und umso trauriger. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll, warum diese Kinder lieber auf der Straße bleiben wollen und was für sie gemacht werden kann. Den Schreibstil des Autors fand ich sehr ansprechend. Er hielt die Spannung und entsprach der allgemeinen Stimmung im Buch. Das Buch selbst las sich dadurch sehr schnell und angenehm. Der einzige Minus-Punkt bei mir ist das Ende der Geschichte. Ich fand es ein wenig abrupt. Es bleibt die Geschichte offen (was eigentlich keine Seltenheit ist), aber ich hätte gerne erfahren, was weiterhin mit den drei Kindern passierte. Ansonsten ein lesenswertes Buch, das ich gerne weiterempfehlen möchte.

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Das Mädchen mit dem Finderhut
von einer Kundin/einem Kunden aus Altenmarkt am 21.04.2016

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein kleines Mädchen, in irgendeiner Stadt in Westeuropa. Sie wird von einem „Onkel“ zum Betteln angehalten und abends wieder abgeholt. Doch eines Abends kommt dieser Onkel nicht mehr und die Kleine ist auf sich allein gestellt. Sie kämpft anfangs mit der Kälte, erbettelt sich... Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein kleines Mädchen, in irgendeiner Stadt in Westeuropa. Sie wird von einem „Onkel“ zum Betteln angehalten und abends wieder abgeholt. Doch eines Abends kommt dieser Onkel nicht mehr und die Kleine ist auf sich allein gestellt. Sie kämpft anfangs mit der Kälte, erbettelt sich etwas zu essen und schläft letztendlich in einer Mülltonne, weil es dort warm ist. Als sie aufgegriffen und in eine Unterkunft gebracht wird, schließt sie sich zwei Jungen an, von dort fortzulaufen und allein durchzukommen. Sie vertraut den Entscheidungen des älteren Schamhan, der ihre Sprache spricht. Schamhan, Arian und die kleine Yiza (sie weiß zwar, dass dies kein Name ist, doch sie nennt sich so) versuchen sich in dem fremden Land durchzuschlagen. Ihr einziges Bestreben wird sehr schnell die Suche nach Nahrung und die Flucht vor der Kälte. Dabei geraten die drei in gefährliche Situationen und schrecken vor Strafdelikten nicht zurück, die ihnen beinahe zum Verhängnis werden. Das neue Buch von Michael Köhlmeier ist brandaktuell und erinnert an die vielen Straßen- und Flüchtlingskinder, die sich bis nach Mitteleuropa durchschlagen um ihrem bisherigen Leben zu entkommen. Es zeigt die Hilfsbereitschaft der Menschen, den Versuch zu helfen und zu guter Letzt doch nur die Hoffnungslosigkeit dieses Unterfangens. Erschreckend fand ich, dass der kleinen Yiza viele Menschen ihre Hilfe zukommen lassen, weil sie ein niedliches Geschöpf ist. Bei den größeren Jungs versiegt die Hilfsbereitschaft. Der Autor erzählt in einer emotionslosen Sprache, sachlich und neutral, eine Situation, die nun mal so ist wie sie ist. Ohne zu beschönigen oder zu verschleiern trifft er den Leser tief. Nach dem Ende der knapp 140 Seiten bleibt man nachdenklich zurück. Was ist das für eine Welt, in der wir leben?

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Nicht bloß Fiktion
von einer Kundin/einem Kunden am 05.04.2016

Michael Köhlmeiers "Das Mädchen mit dem Fingerhut" erzählt die bewegende Geschichte eines kleinen Flüchtlingsmädchens. Ein Mädchen, das weder seinen Namen noch seine Eltern kennt und auch die Sprache des Landes, in dem es sich befindet nicht spricht, wird von seinem "Onkel" verlassen. Erst sechs Jahre ist das Kind alt und... Michael Köhlmeiers "Das Mädchen mit dem Fingerhut" erzählt die bewegende Geschichte eines kleinen Flüchtlingsmädchens. Ein Mädchen, das weder seinen Namen noch seine Eltern kennt und auch die Sprache des Landes, in dem es sich befindet nicht spricht, wird von seinem "Onkel" verlassen. Erst sechs Jahre ist das Kind alt und steht plötzlich ganz alleine da. Hungrig und durchgefroren wird es gefunden und in ein Heim gesteckt, doch dort bleibt es nicht lange. Gemeinsam mit zwei anderen Kindern läuft das Mädchen, das sich "Yiza" nennt, davon... Obwohl der Roman nur etwa 140 Seiten umspannt und der Schreibstil eher nüchtern als emotional ist, hat mich "Das Mädchen mit dem Fingerhut" berührt und auch sehr nachdenklich gestimmt. Die Kraft der Kinder, die auf sich allein gestellt mit Hunger, Durst, Krankheit und der bitteren Kälte des Winters fertig werden müssen, ist bewundernswert. Wenn man die aktuelle Flüchtlingssituation bedenkt, liest sich dieser Roman gleich ganz anders als andere Bücher, denn er ist nicht bloße Fiktion. Empfehlenswert!

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Allein unter Fremden
von Jenny Vogler am 01.04.2016

Drei Kinder – mittellos, auf sich allein gestellt und ohne Obdach versuchen sich in einer Stadt durchzuschlagen. Sie stehlen, brechen ein und betteln, sie haben niemanden der sie vermisst und niemanden der sich kümmert. Deshalb sind sie gezwungen für sich selbst zu sorgen, egal um welchen Preis. Alles was... Drei Kinder – mittellos, auf sich allein gestellt und ohne Obdach versuchen sich in einer Stadt durchzuschlagen. Sie stehlen, brechen ein und betteln, sie haben niemanden der sie vermisst und niemanden der sich kümmert. Deshalb sind sie gezwungen für sich selbst zu sorgen, egal um welchen Preis. Alles was zählt ist Überleben und den selbsternannten Aufpassern wie der Polizei zu entkommen. Gemeinsam kämpfen sie sich von Tag zu Tag und halten aneinander fest, denn sie sind untereinander der einzige Rückhalt für den anderen. Yiza, die ihren richtigen Namen nicht einmal kennt ist die Jüngste der Gruppe. Mit ihren sechs Jahren hat sie noch den „Mitleidsfaktor“ auf ihrer Seite, doch dann wird sie ernsthaft krank… Das bemerkenswerte an diesem Roman ist die Fülle seiner Informationen auf nur sehr wenigen Seiten. Michael Köhlmeier schafft es, den Leser sehr tief in das bittere Leben von minderjährigen Bettelkindern blicken zu lassen und dabei dennoch keine Wertung zu fällen. Ungenannt bleiben die äußeren Umstände, durch welche die Kinder in ihre aussichtslose Lage geraten sind, ungenannt bleiben die Verantwortlichen, sofern es welche gibt. Vielmehr konzentriert sich der Roman auf den täglichen Ablauf, den Hunger, die greifbare Not und initiiert damit unwillkürlich ernsthafte Überlegungen bezüglich Einsamkeit, Armut und Heimatlosigkeit dieser Kinder. Und damit ist dem Autor gerade in der heutigen Zeit ein wirklich aktuelles, gesellschaftskritisches Werk gelungen, welches zum Nachdenken zwingt. Denn auch wenn wir es oft ausblenden, auch mir selbst stehen die Bettelkinder der Heimatstadt vor Augen, die vielleicht nicht so zahlreich sind – aber auch deren Schicksal sieht vielleicht dem von Yiza sehr ähnlich. Den Roman prägt eine sehr einfache, prägnante Sprache, die sehr gut zum geschilderten Umfeld passt. Damit werden auch die elementaren Sprachprobleme deutlich sichtbar, denn die Kinder verstehen sich untereinander kaum und sprechen auch nicht die Sprache der fremden Erwachsenen. Allein dieses Verständigungsproblem hat mich sehr bewegt. Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich auf die distanzierte Schreibweise, die es mir schwer machte, mit den Findelkindern warm zu werden. Mitleid, Empathie und den Wunsch mich ihrer anzunehmen habe ich während des Lesens nicht gespürt. Die Sachlichkeit der Erzählung hinterlässt einen schalen Nachgeschmack, der möglicherweise gewollt ist, denn er drückt die Chancenlosigkeit dieser Bevölkerungsgruppe sehr gut aus. Fazit: Ich vergebe 4 Sterne für einen aktuellen, umfassenden Roman, der das Thema Zuwanderung, Heimatlosigkeit und Einsamkeit thematisiert und viel Stoff für Diskussionen bietet. Diese Lektüre eignet sich sicherlich für den Deutschunterricht und hebt sich sehr positiv von manch fiktiver Handlung ab, denn gerade die bestechende Ehrlichkeit ist das wirklich Erschreckende an der Erzählung. Weil die Realität so schlimm ist, wie die dichterische Erzählkunst nicht sein kann. Für mich ein sehr lesenswertes Buch, welches ich weiterempfehlen kann.

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Auf der Suche nach dem Leben
von Tina Bauer aus Essingen am 08.03.2016

Ein kleines Mädchen irrt hungrig umher bis ihr ein Onkel zu täglichem Essen verhilft. Doch das Mädchen versteht die Sprache nicht, weiß nicht wie selbst heißt und woher sie eigentlich kommt. Weder Mutter noch Vater sind ihr bekannt und einzig weiß sie, dass sie hungrig ist. Von der Polizei aufgegriffen und... Ein kleines Mädchen irrt hungrig umher bis ihr ein Onkel zu täglichem Essen verhilft. Doch das Mädchen versteht die Sprache nicht, weiß nicht wie selbst heißt und woher sie eigentlich kommt. Weder Mutter noch Vater sind ihr bekannt und einzig weiß sie, dass sie hungrig ist. Von der Polizei aufgegriffen und in ein Heim gebracht, sind dort noch andere Kinder wie sie. Allein, einsam und irgendwie fremdartig. Auf der Flucht mit zwei Heimkindern erfährt sie so etwas wie Freundschaft, Führsorge und ja, irgendwie auch Liebe. Doch die Welt da draußen ist hart für kleine kranke Mädchen und das Schicksal holt die kleine Yiza mehrmals ein.... Ein beeindruckend wahrer Roman Flucht, Zukunft und ein Leben in ständiger Angst und Sorge. Ein Drama, bei dem ich mir sicher bin, das es tagtäglich in der Realität stattfindet.

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Das Mädchen ohne Namen und ohne Herkunft
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 22.02.2016

In dieser mit 140 Seiten sehr kurzen Geschichte begleitet der Leser ein sechsjähriges Mädchen eine kurze, sehr traurige Wegstrecke seines noch jungen Lebens. Eines Tages wird dieses Mädchen in irgendeiner, nicht näher bezeichneten Stadt mitten im Winter einfach abgeladen. Es versteht die Sprache der dort lebenden Menschen nicht, es hat... In dieser mit 140 Seiten sehr kurzen Geschichte begleitet der Leser ein sechsjähriges Mädchen eine kurze, sehr traurige Wegstrecke seines noch jungen Lebens. Eines Tages wird dieses Mädchen in irgendeiner, nicht näher bezeichneten Stadt mitten im Winter einfach abgeladen. Es versteht die Sprache der dort lebenden Menschen nicht, es hat keinerlei Ahnung davon, wo es sich befindet. So,wie es nicht weiß, wo es ist, so erfährt der Leser nicht, wo es herkommt. Noch nicht einmal seinen Namen erfährt man. Mutterseelenallein muss sie sich zurechtfinden und sich durchs Leben schlagen. Ihr zartes Alter und ihre großen Kulleraugen sorgen dafür, dass die Menschen zumindest ab und zu Mitleid mit ihr haben. Sie geben ihr zu Essen , zu trinken, sogar ein wenig warme Kleidung. Eine Zeit lang " kümmern " sich auch zwei ältere Jungen in ähnlicher Lage mehr oder weniger um die Kleine. Doch sie ist und bleibt eine Fremde unter Fremden, allein ohne Familie. Der Leser erlebt wie das Kind friert, hungert und auch krank wird. Als stiller Beobachter ist man entsetzt über ihr Schicksal und möchte so gerne helfen, ist jedoch völlig machtlos. Der Autor bedient sich einer sehr schlichten Sprache ohne Schnörkel. Die einzelnen Sätze sind größtenteils sehr kurz und knapp, auf das Nötigste reduziert gehalten, passend zu einem kindlichen Gemüt. Sie muten dabei sehr nüchtern, beinahe sogar emotionslos an. Sie drücken für mich extrem starke Resignation aus, so wie sich das Kind vermutlich resigniert in sein Schicksal ergibt. Aber gerade diese sehr klaren, einfachen Worte treffen mitten ins Herz des Lesers. Man hofft und bangt dabei immer, dass sich das Schicksal des Mädchens irgendwie doch noch zum Guten wendet. Aber in dieser Beziehung gibt es für den Leser keine Erlösung. Man wird vom Autor allein gelassen, allein mit seinen Gedanken und Gefühlen, genauso allein wie das Mädchen, ohne realistische Hoffnung und Aussicht auf eine positive Änderung der Situation. Dieses kleine Büchlein liest sich aufgrund seines geringen Umfangs und seines Sprachstils sehr schnell. Dennoch wird es mir sicher noch sehr lange nachhaltig in Erinnerung bleiben. Es bietet viel Potential zum Nachdenken und sicher auch reichlich Diskussionsstoff.

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Berührend
von solveig am 14.02.2016

Der Eindruck von Verlorenheit wird bereits im Buchcover zum Ausdruck gebracht: ein Mädchen mit großen traurigen Augen sieht den Leser eindringlich an. Hinter dem Kind: nichts, das etwas über sie oder ihren Aufenthalt aussagt, nur neutrale weiße Gardinen vor einem kleinen Fenster. Ebenso „weiß“ wie dieser Hintergrund ist die Vergangenheit... Der Eindruck von Verlorenheit wird bereits im Buchcover zum Ausdruck gebracht: ein Mädchen mit großen traurigen Augen sieht den Leser eindringlich an. Hinter dem Kind: nichts, das etwas über sie oder ihren Aufenthalt aussagt, nur neutrale weiße Gardinen vor einem kleinen Fenster. Ebenso „weiß“ wie dieser Hintergrund ist die Vergangenheit des sechsjährigen Mädchens, das allein durch eine große europäische Stadt irrt, ohne die Landessprache zu sprechen oder selbst verstanden zu werden. Wo kommt es her, wer ist es eigentlich? Sie weiß es selbst nicht, sondern tut, was ihr der „Onkel“ aufträgt: an einem Marktstand um Essen betteln. Doch eines Tages wartet „Yiza“, wie sich Kind nennt, vergeblich darauf, dass er sie wieder abholt, und läuft ziel- und planlos durch die Winterkälte der fremden Stadt, bis sie aufgegriffen und in einem Kinderheim untergebracht wird. Hier trifft sie auf den vierzehnjährigen Schamhan, der sich in ihrer Sprache mit Yiza verständigen kann und ihr einen Fingerhut schenkt, ein kleiner Schatz und Trost für sie. Unter Schamhans Führung fliehen die beiden gemeinsam mit dem etwas jüngeren Arian aus dem Kinderheim … In einer schlichten, einfachen Sprache und Satzbau , die dem kindlichen Gemüt der kleinen Yiza entsprechen, erzählt der Autor von dieser kleinen Gruppe elternloser Kinder am Rande der Gesellschaft, die sich zusammengetan hat, um wenigstens ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen: Essen, Schlafen, Trinken und sich gegenseitig ein bisschen Wärme zu geben. Sehr sachlich beschreibt er den täglichen Überlebenskampf der Kinder, wie sie versuchen, sich möglichst unauffällig durchzuschlagen und dennoch aufgegriffen werden. Gerade die Einfachheit der Sätze und knappen Formulierungen lässt ihre Bedeutung intensiver wirken und ruft ein starkes Mitgefühl des Lesers hervor. Die nüchterne Feststellung „Sie ist ein Liebling. Ich bin kein Liebling. Und du bist auch kein Liebling“ des im Straßenleben erfahrenen Schamhan enthält viel Bitterkeit. Ja, noch ist Yiza in dem „niedlichen“ Alter, in dem ihr trauriger Anblick die Herzen der Erwachsenen anrührt. Was aber geschieht, wenn sie älter ist, so wie Arian und Schamhan? Was wird aus ihr? Das Ende ist offen; es bleibt dem Leser überlassen, darüber nachzugrübeln.

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Poetische Tragödie
von einer Kundin/einem Kunden aus Remscheid am 02.02.2016

Der Leser stürzt in diesem Roman so unvermittelt ins Geschehen, wie die Hauptprotagonisten in ihre anstrengende Flucht in Europa. Der Autor lässt viele Fakten im unklaren, so dass der Leser den Freiraum der Fantasie und Interpretation für sich nutzen kann. Wir begleiten das kleine Kind auf einer gefährlichen Reise... Der Leser stürzt in diesem Roman so unvermittelt ins Geschehen, wie die Hauptprotagonisten in ihre anstrengende Flucht in Europa. Der Autor lässt viele Fakten im unklaren, so dass der Leser den Freiraum der Fantasie und Interpretation für sich nutzen kann. Wir begleiten das kleine Kind auf einer gefährlichen Reise ohne Ziel. Atemlos verfolgt der Leser die verschiedenen Stationen der unzulänglichen und brutalen Lebensumstände des Kindes. Lässt der Autor immer wieder die Hoffnung aufkeimen, dass nun sich nun doch alles zum guten wenden könne, so vernichtet er diese Perspektive ebenso schnell. Das Drama spitzt sich weiter zu und der Leser kann nur hilflos den unabwendbaren Wegen folgen. In fast poetischer Art und Weise führt uns der Schreibstil durch eine ganz und gar unpoetische Realität. Mit einer gewissen Naivität und Unwissenheit , die dem Kind zu eigen ist, betrachten auch wir die Geschehnisse. Es bleibt nichts anderes, als sich durch das Buch treiben zu lassen und den Bedrohungen ins Auge zu sehen. Ein offenes Ende trägt dazu bei, das der Leser verwirrt, aber dennoch desillusioniert zurückbleibt. Keine leichte Kost, aber in der Aktualität des Themas durchaus eine wichtige Lektüre.

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