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Das Mädchen vom Amazonas

Meine Kindheit bei den Aparai-Wajana-Indianern

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Als Kind lebte Catherina Rust in Mashipurimo, einem Urwalddorf am Amazonas. Während ihre Eltern, beide Deutsche, die Lebensweise der Aparai-Wajana-Indianer erforschten, wuchs sie wie eine Indianerin auf. Ganz und gar im Einklang mit der Natur, geborgen in den Ritualen einer steinzeitlichen Stammesgemeinschaft.


Denkt Catherina Rust heute in Berlin an das Dorf am Fluss zurück, hat es ihr im Urwald an nichts gefehlt. Im Gegenteil: Obwohl das Leben fernab des westlichen Komforts elementare Bedrohungen mit sich bringt, war es das Paradies. Nirgendwo sonst hat sie mehr Nähe und Geborgenheit erlebt, und sie fragt sich, ob unser heutiges Besitz-, Wohlstands- und Sicherheitsstreben das einzig wahre Lebensmodell sein kann.


Für ihre kleine Tochter hat Cathrina Rust jetzt ihre Geschichte aufgeschrieben: Sie erzählt, dass ihr Spielplatz der Urwald war, mit verschlungenen Pflanzen und turmhohen Bäumen, deren tiefgrünes Blätterdach die tropische Sonne abhielt. Dass sie an Lianen schaukelte und im lauwarmen, nach Holz duftenden Rio Paru schwimmen lernte. Dass sie an guten Tagen Affeneintopf ass und an schlechten Piranhas, und dass sie das Brüllen des Jaguars bis heute im Ohr hat. Sie erzählt von ihrer ersten Sprache Aparai, in der es kein Wort für »Einsamkeit« gibt, von Geisterdörfern und Tamoko-Ungeheuern und davon, wie die Indianer aus Mashipurimo zu ihrer Familie wurden und deren Lebensweise und Kultur zu ihrer eigenen.


Portrait
Catherina Rust, geboren 1971 in Bonn, wuchs bis zu ihrem sechsten Lebensjahr bei den Aparai-Wajana-Indianern im brasilianischen Urwald auf, wo ihre Eltern ein völkerkundliches Forschungsprojekt durchführten. Als erste Sprache lernte sie Aparai. Nach der Trennung der Eltern lebte sie bis zum 18. Lebensjahr in den USA. Zurück in Deutschland studierte sie Politikwissenschaften, Ethnologie und Psychologie und volontierte beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit engagiert sich Catherina Rust für die Sammlung ihres Vaters, die bislang umfangreichste Dokumentation der Kultur der Aparai-Wajana-Indianer. Catherina Rust lebt mit ihrer Familie in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 352, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.10.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783641061951
Verlag Albrecht Knaus Verlag
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Sensibilisierung ohne missionarischen Hintergedanken und ohne erhobenen Zeigefinger
von einer Kundin/einem Kunden am 08.03.2012

Catharina Rust erzählt von ihrer Kindheit. Einer Kindheit, die sehr glücklich war und die augenscheinlich ganz verschieden war von dem, was ein europäisches Kind kennt. Leichtfüßig erzählt, mit dem naiv staunenden Blick eines Kindes. Und auch wenn diese Kindheitserinnerungen bisweilen anachronistisch anmuten, weil sie eine Kindheit darstellen, die in der... Catharina Rust erzählt von ihrer Kindheit. Einer Kindheit, die sehr glücklich war und die augenscheinlich ganz verschieden war von dem, was ein europäisches Kind kennt. Leichtfüßig erzählt, mit dem naiv staunenden Blick eines Kindes. Und auch wenn diese Kindheitserinnerungen bisweilen anachronistisch anmuten, weil sie eine Kindheit darstellen, die in der westlichen Welt schwer realisierbar ist, so ist es doch ein Buch, das nachdenklich stimmt. Schlagworte unserer Gesellschaft wie Wachstumsstreben, Individualismus und Selbstverwirklichung werden kritisch hinterfragt und damit die Frage gestellt, ob es nicht sinnvoll ist, Gesellschaftsstrukturen wie die bei den Aparai-Wajana zu erhalten, die auf Gleichberechtigung, Kommunikation und Gemeinschaftswesen basieren. „Das Mädchen vom Amazonas“ ist aus meiner Sicht anders als die anderen Bücher über Erfahrungen bei Naturvölkern. Im Gegensatz zur „Weißen Massai“ wird die naive Begeisterung für das Leben bei den Indianern überwunden und macht einem reflektierten Blick auf die Probleme der Indianer Platz. Der Einfluss der westlichen Welt, Umweltverschmutzung und Vertreibung werden von Catharina Rust nicht ausgeklammert, sondern bilden den Rahmen ihrer Erzählungen. Sie möchte aufmerksam machen auf die Zustände, unter denen die Vertrauten ihrer Kindheit nun leben müssen. Ein weiterer großer Unterschied zwischen diesem und anderen Büchern dieses Genres ist, dass Catharina Rust nicht als Tochter eines Missionars in das Dorf Mashipurimo kam. Ihre Eltern hatten keine Ambitionen, der Dorfbevölkerung eine christliche Lebensweise beizubringen und sie zu „zivilisieren“. So entsteht niemals das Gefühl, dass Catharina Rust von „den Wilden“ erzählt. Sie berichtet von dem, was sie erlebt hat, von einer Dorfgemeinschaft, von Freundschaften, vom Umgang mit der Natur, ohne dabei das Erlebte zu verurteilen. Ich sehe das Buch als einen Anstoß, sich aktiv mit irrsinnigen Projekten wie dem Staudamm Belo Monte auseinanderzusetzen oder sich zu fragen, ob nicht jeder durch bewussten und nachhaltigen Konsum etwas dazu beitragen kann, diese Kulturen zu schützen. Ein Buch für Menschen, die spannende Geschichten über eine aufregende Kindheit lesen möchten und für Menschen, die etwas lernen möchten, ohne belehrt zu werden.

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