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Das Maikäfermädchen

Roman

(4)
„Maikäfer flieg – der Vater ist im Krieg“
Sommer 1945. Deutschland liegt in Trümmern, von Düsseldorf sind nur noch Ruinen übrig. Die Hebamme Käthe Mertens leidet unter der Trennung von ihrem Mann Wolf, der im Krieg verschollen ist. Eines Nachts taucht eine junge Frau bei ihr auf. Ingrid ist schwanger und völlig verstört. Sie will Käthe nicht sagen, wer der Vater ihres Kindes ist, sondern summt immer nur die Melodie von „Maikäfer flieg“. Käthe zögert nicht lange, sie hilft Ingrid, indem sie in einer halb zerstörten Arztpraxis eine Abtreibung vornimmt. Ingrid verschwindet nach dem Eingriff spurlos, aber wenige Wochen später erscheint ein anderes junges Mädchen bei Käthe, das ebenfalls schwanger ist. Zusammen mit ihrer Freundin Lilo beschliesst Käthe, bedrängten Frauen zu helfen – trotz der Gefahr, als „Engelmacherin“ im Gefängnis zu landen. Dann taucht Ingrid wieder auf, erneut schwanger, und beginnt Käthe zu erpressen.
Die berührende Geschichte zweier Frauen im unmittelbaren Nachkriegsdeutschland – ein Roman über Suche, Wahrheit und die Kraft, sein Leben zu meistern.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 368, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.08.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783841204721
Verlag Aufbau digital
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Kundenbewertungen


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Eine berührende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Großhansdorf am 17.08.2014

Ich bin froh dass ich dieses "Nachkriegsdokument" gelesen habe. Gina Mayer erzählt die Geschichte von unterschiedlichen Menschen, die aber eines gemeinsam haben, nämlich einen furchtbaren Krieg hinter sich, aus dem sie sich mühsam herauskämpfen müssen. Hungersnot. 1945: Düsseldorf liegt in Schutt und Asche. Die Hebamme Käthe und ihre langjährige Freundin Lilo... Ich bin froh dass ich dieses "Nachkriegsdokument" gelesen habe. Gina Mayer erzählt die Geschichte von unterschiedlichen Menschen, die aber eines gemeinsam haben, nämlich einen furchtbaren Krieg hinter sich, aus dem sie sich mühsam herauskämpfen müssen. Hungersnot. 1945: Düsseldorf liegt in Schutt und Asche. Die Hebamme Käthe und ihre langjährige Freundin Lilo verdienen ihr tägliches Brot mit illegalen Abtreibungen, das Gewissen plagt ihnen und die vielen Rechtfertigungen bewahren sie nicht von der Wahrheit dass ihr Tun falsch ist. Das Buch ist absolut lesenswert; die Handlung spannend und nicht zu Letzt informativ. Ein beeindruckendes Leseerlebnis.

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Einfühlsamer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Neubrandenburg am 26.08.2014

Dieser Roman erinnert an das Schicksal von Frauen nach dem 2. Weltkrieg, ihr Kampf ums Überleben, ihre Sehnsucht nach Liebe, Normalität und Geborgenheit. Ich bin immer wieder dankbar, dass uns diese Zeit erspart blieb. Umso wichtiger ist es, dass wir durch solche Romane daran erinnert werden und alles dafür... Dieser Roman erinnert an das Schicksal von Frauen nach dem 2. Weltkrieg, ihr Kampf ums Überleben, ihre Sehnsucht nach Liebe, Normalität und Geborgenheit. Ich bin immer wieder dankbar, dass uns diese Zeit erspart blieb. Umso wichtiger ist es, dass wir durch solche Romane daran erinnert werden und alles dafür tun, damit solche Zeiten der Vergangenheit angehören. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

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Erschütterndes Nachkriegsdokument
von einer Kundin/einem Kunden am 23.03.2013

In den Urlaub nehme ich gerne Bücher mit, von denen ich weiss, daß sie gut sind. Und vom "Maikäfermädchen" hatte ich das erwartet und bin nicht enttäuscht worden. Ein authentischer Roman aus den Nachkriegsjahren in Düsseldorf, der daran erinnert, wie gut es uns heute geht und was die Menschen... In den Urlaub nehme ich gerne Bücher mit, von denen ich weiss, daß sie gut sind. Und vom "Maikäfermädchen" hatte ich das erwartet und bin nicht enttäuscht worden. Ein authentischer Roman aus den Nachkriegsjahren in Düsseldorf, der daran erinnert, wie gut es uns heute geht und was die Menschen in dieser Zeit leisten und erdulden mussten. Die Hebamme Käthe wartet auf ihren vermissten Ehemann Wolf. Ihre Freundin Lilo, eine Krankenschwester, hat zwei Kinder und einen nach furchtbaren Kriegserlebnissen arbeitsunfähigen Ehemann, ein ehemaliger Arzt, zu versorgen. Da werden sie von unglücklichen Frauen angesprochen, ihnen bei ungewollter Schwangerschaft zu helfen. Ihre berufliche Einstellung und ihr Gewissen sagen nein, aber sie haben Hunger und wissen nicht weiter. Lilo lernt einen amerikanischen Soldaten kennen. Sie gibt ihm auf seinen Wunsch hin Sprachunterricht, im Gegenzug besorgt er ihnen die erforderlichen Medikamente. Schimanek ist ein weiterer Helfer.Nach Konzentrationslager verstört und einsam stellt er den beiden Frauen in seinem Haus einen Kellerraum als "Praxis" zur Verfügung. Immer mit ihrem Gewissen kämpfend helfen sie vielen Frauen, die in dieser schlimmen Zeit kein Kind haben wollen. Aber eines Tages werden sie von einer ehemaligen Patientin erpresst. Wird das gutgehn? Ich fand diese Geschichte oft sehr traurig, bewundere aber den Mut, den die Menschen damals hatten. Extraklasse!!

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Ein trauriges Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 28.08.2012

Ich habe Ihnen bereits mehrfach Bücher der deutschen Autorin Gina Mayer ans Herz gelegt. Der neue Roman spielt 1945 in dem zerstörten Düsseldorf. Die Hauptpersonen sind Käthe Mertens, Lilo Hambach und Schimanek. Käthe Mertens ist Ende Vierzig und Hebamme. Sie lebt allein in einer kalten Dachwohnung in einem Haus,... Ich habe Ihnen bereits mehrfach Bücher der deutschen Autorin Gina Mayer ans Herz gelegt. Der neue Roman spielt 1945 in dem zerstörten Düsseldorf. Die Hauptpersonen sind Käthe Mertens, Lilo Hambach und Schimanek. Käthe Mertens ist Ende Vierzig und Hebamme. Sie lebt allein in einer kalten Dachwohnung in einem Haus, das jederzeit zusammenzubrechen droht. Sie wartet auf ihren Ehemann, der in russischer Kriegsgefangenschaft ist. Eines Tages wird sie von einer jungen Frau gebeten, ihr zu helfen. Sie ist ungewollt schwanger. Käthe soll das ungewollte Kind abtreiben. Als Lohn dafür soll sie einen Pelzmantel bekommen, der auf dem Schwarzmarkt viel Wert ist. Da Käthe schon seit Tagen nichts vernünftiges mehr zu essen bekommen hat, willigt sie schweren Herzens ein. Einmal ist keinmal denkt sie. Doch es spricht sich herum und immer mehr Frauen kommen zu ihr. Lilo ist eine ehemalige Kollegin von ihr, die früh den Gynäkologen Dr. Hambach geheiratet hat. Da ihr Mann der Familie nicht mehr helfen kann, nutzt sie die Bekanntschaft zu einem britischen Offizier aus, um die Familie durchzubekommen. Was hat ihr Mann während des 3. Reiches gemacht? Und was ist mit ihm in der englischen Gefangenschaft passiert? Warum zittern seine Hände so stark, dass er überhaupt nicht mehr fähig ist irgendetwas Sinnvolles zu tun? Lilo erkennt, was Käthe gemacht hat und tut sich mit ihr zusammen. Sie eröffnen in einem Keller eine illegale Abtreibungspraxis. Schimanek ist ein Überlebender des Holocaust. Ursprünglich kam seine Familie aus Polen. Er wusste gar nicht, dass seine Familie ursprünglich jüdisch war. Ein neidischer Kollege hat es herausgefunden und ihn bei den Nazis denunziert. Jetzt hat er sein eigenes kleines Transportunternehmen. Er hilft Käthe und Lilo und stellt ihnen den Keller zur Verfügung. Doch kann dies gutgehen? Und welche Rolle spielt der britische Offizier? Hat er wirklich keine bösen Hintergedanken, wenn er Lilo hilft? Gina Mayer hat ein sehr realistisches Bild der Zeit direkt nach dem 2. Weltkrieg gezeichnet. Ich habe Ihnen an dieser Stelle bereits öfter Bücher aus dieser Zeit vorgestellt, doch keins hat mich so sehr beschäftig wie dieses. Bei den anderen Büchern hörte die Zeit sich immer noch lebenswert und wie ein großes Abenteuer an. Alles war möglich. Die Personen der anderen Bücher waren Helden, die unschuldig waren an dem, was passiert ist. Gina Mayer beschreibt aber sehr deutlich, dass jeder einzelne eine gewisse Schuld auf sich geladen hat. Und sie beschreibt sehr gut, was für ein Leben die Menschen verloren haben. Sie stehen wirklich wieder ganz am Anfang. Es ist fast wie in der Steinzeit. Die Menschen haben nichts mehr, aber sie haben Hunger. Und um diesen zu stillen, sind sie bereit fast alles zu tun. Sie können sich noch überhaupt nicht vorstellen, dass das Leben jemals wieder schön und lebenswert wird. Ein sehr trauriges und nachdenklich stimmendes Buch, das den Menschen dieser Zeit, die den Wiederaufbau geschafft haben, ein Denkmal setzt. Aber dieses Buch zeigt auch deutlich auf, wie schön man seine Vergangenheit reinwaschen konnte.

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Das Maikäfermädchen
von dorli am 14.01.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Düsseldorf 1945. Der Krieg ist zu Ende, die Stadt liegt in Trümmern. Die Hebamme Käthe muss allein klarkommen, eine Familie hat sie nicht, ihr Mann Wolf ist nach Kriegsende nicht zurückgekehrt. Lebensmittel sind knapp und Hunger ist Käthes ständiger Begleiter. Da steht eines Tages die schwangere Ingrid vor ihr.... Düsseldorf 1945. Der Krieg ist zu Ende, die Stadt liegt in Trümmern. Die Hebamme Käthe muss allein klarkommen, eine Familie hat sie nicht, ihr Mann Wolf ist nach Kriegsende nicht zurückgekehrt. Lebensmittel sind knapp und Hunger ist Käthes ständiger Begleiter. Da steht eines Tages die schwangere Ingrid vor ihr. Ingrid bittet Käthe um Hilfe - Ingrid bittet Käthe darum, ihr Kind abzutreiben. Dafür soll Käthe einen Pelzmantel bekommen. Mit dem Mantel könnte Käthe Nahrungsmittel eintauschen, könnte sich seit langem endlich wieder einmal satt essen. Trotzdem zögert Käthe, denn sie will keine Abtreibungen vornehmen. Doch als Ingrid droht, sich das Leben zu nehmen, geht Käthe auf das Flehen ein - mit der Gewissheit, dass es nicht bei diesem einen Mal bleiben wird. Als Käthes Freundin Lilo davon erfährt, schlägt diese vor, eine Abtreibungsklinik zu eröffnen. Trotz der drohenden Gefahr, dafür verhaftet zu werden, verwirklichen die beiden Frauen Lilos Idee ... und der Strom hilfesuchender Frauen reißt nicht ab... Trümmerjahre. Eine schwere Zeit. Hunger, Entbehrungen, Verzweiflung - all dies fängt Gina Mayer in ihrem Roman "Das Maikäfermädchen" ein. Und sie spricht von dem Mut und dem Willen der Menschen, die alle das gleiche Ziel hatten: irgendwie Überleben. Auch die moralischen Bedenken, die Schuldgefühle, die Gewissensbisse, die so manche Handlungen zum Erreichen dieses einen Zieles mit sich bringen, werden nicht ausgelassen. Ich bin ganz fasziniert davon, wie die Autorin diese Geschichte erzählt, wie sie das schwierige Thema "Abtreibung" anpackt und dabei wertfrei und neutral bleibt und, wie sie das Schicksal all dieser Menschen schildert. Es gelingt Gina Mayer hervorragend, Käthes und Lilos Gedanken und Gefühle zu vermitteln und ich kann die Ängste und Sorgen der beiden Frauen gut nachvollziehen. Immer wieder bekommt man als Leser einen Blick hinter die Fassade, denn die Autorin lässt ihre beiden Hauptfiguren stets die Beweggründe für ihr Tun erklären, so dass deren manchmal kaltes Verhalten und Handeln verstehbar wird. Auch die Nebenfiguren haben in diesem Buch alle ihr Päckchen zu tragen und gehen ganz unterschiedlich mit ihrer Last um: Ingrid, die für andere nichts empfindet, weil sie selbst nie geliebt wurde; Schimanek, der eine schreckliche Zeit im KZ hinter sich hat, und sich ganz allein wieder aufgerappelt hat; Hambach, dessen Hände unkontrollierbar zittern, weil er an seiner Schuld fast verzweifelt; Hilde, der die Aufmerksamkeit ihrer Eltern fehlt, so dass sie fast auf die schiefe Bahn gerät; Winston, der in der Heimat keine Perspektive hat und einen hinterhältigen Plan ausheckt. Am Ende der Geschichte steht die Hoffnung, dass Käthe und Lilo ihr Schicksal trotz allem weiterhin meistern und ihr Glück finden werden. Absolute Leseempfehlung von mir. Ein Stück deutsche Geschichte - spannend erzählt.

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Mitten ins Herz
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 13.01.2013
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ich bin immer noch hin und weg von dem Buch, es bleibt in meinen Gedanken und es wird einen Platz in meiner ewigen Highlight Liste bekommen. Gina Mayer hat ein brisantes Thema zum Mittelpunkt ihres Buches gemacht. Zwei Frauen bauen sich im Nachkriegsdeutschland eine „Existenz“ auf, in dem sie... Ich bin immer noch hin und weg von dem Buch, es bleibt in meinen Gedanken und es wird einen Platz in meiner ewigen Highlight Liste bekommen. Gina Mayer hat ein brisantes Thema zum Mittelpunkt ihres Buches gemacht. Zwei Frauen bauen sich im Nachkriegsdeutschland eine „Existenz“ auf, in dem sie anderen Frauen helfen … sie beenden ungewollte Schwangerschaften. Den Schreibstil fand ich anfangs etwas eigenwillig, ein bisschen kalt und distanziert. Aber anders kann man das Elend, den Hunger, den Schutt, die Verzweiflung gar nicht beschreiben. Dachte ich … und war froh über diese Distanz, die mir gewährt wurde. Aber das währte nicht lange. Denn ich habe mich sehr schnell an diesen ganz speziellen Stil gewöhnt und ohne viele Worte traf mich Gina Mayer mitten ins Herz. Sie zelebriert Sprache auf eine ganz besondere Art, die sich mir im Laufe des Buches immer mehr erschlossen hat. Sie führt mich behutsam durch das zerbombte Düsseldorf, bringt mir ihre Personen ganz langsam nah, die Hebamme Käthe, die bei jedem Abbruch ihre Zweifel hat. Ihre lebensfrohe Freundin Lilo, die trotz ihrer schwierigen und undurchschaubaren Tochter Hilde ihren Lebensmut nicht verliert. Lilos Ehemann Hambach, der nach dem Krieg nur noch ein Wrack ist und natürlich Schimanek, der das KZ überlebt hat. Sie betreten alle nach und nach die „Bühne“ dieser Geschichte und sie alle sind mir nah gekommen. Die Geschichte entwickelt sich ganz langsam um Käthe herum, ganz behutsam, so als wollte mir die Autorin nicht zu viel auf einmal zumuten. Und sie ist so kompakt geworden und so rund. Am Ende war ich fast sprachlos, mit vielem hatte ich einfach nicht gerechnet. Ich finde es faszinierend, wenn man ohne viele Worte so viel erzählen kann. Das ist Gina Mayer perfekt gelungen. Am Ende war ich dann froh über so viel Nähe, Käthe und Lilo waren mir so vertraut, dass ich sie am liebsten umarmt hätte. Und es ist wieder so ein Buch wie schon die Bücherdiebin, aus dem man ganz viele Sätze einfach aufschreiben möchte … Die Geschichte geht unter die Haut, sie berührt, sie macht nachdenklich und sie ist auf ihre ganz eigene Art sehr schön. Am Ende kullerten bei mir die Tränen und ich bin einfach froh, dass ich dieses besondere Buch entdeckt habe.

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Einfach nur grandios
von kessi am 05.12.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Zum Inhalt: 1945 in Düsseldorf (Deutschland). Die nach dem Krieg und die war keine gute gezeichnet von Zerstörung, Hunger und Elend. Hinzu kam noch die Kälte im Winter. Käthe ist gelernte Hebamme ihr Mann in noch Gefangenschaft. Liselotte gelernte Krankenschwester ihr Mann ist Gynäkologe aber durch den Krieg schwer traumatisiert. In dieser... Zum Inhalt: 1945 in Düsseldorf (Deutschland). Die nach dem Krieg und die war keine gute gezeichnet von Zerstörung, Hunger und Elend. Hinzu kam noch die Kälte im Winter. Käthe ist gelernte Hebamme ihr Mann in noch Gefangenschaft. Liselotte gelernte Krankenschwester ihr Mann ist Gynäkologe aber durch den Krieg schwer traumatisiert. In dieser Zeit ist es undenkbar schlecht Kinder in die Welt zu setzen, denn wie soll man sie ernähren können wo es doch nichts gibt. Käthe liebt ihren Beruf als Hebamme, sie selbst ist leider Kinderlos. Und nun geschieht etwas, was ihr in nächster Zeit immer wieder Zweifel bringen wird ob sie das richtige tut. Eines Tage kommt eine noch sehr junge Frau zu ihr und bittet sie, ihr noch ungeborenes Kind abzutreiben. Trotz aller Bedenken stimmt sie dann doch zu, da sie die Not der jungen Frau erkennen kann. Aber das alleine ist nicht der Grund, denn Käthe hat auch großen Hunger. Und so bietet sich Käthe auch die Möglichkeit über diesen Weg an Essbares ran zukommen Aber es bleibt nicht bei dieser einen Frau, denn bald steht die nächste bei Käthe und bitte sie ebenfalls. Obwohl Käthe der ersten jungen Frau um absolutes Stillschweigen gebeten hat ist es wohl nicht dabei geblieben. Nun tritt Käthes Freundin Lilo wieder in ihr Leben, und diese wittert ein einträgliches Geschäft mit den Abtreibungen die sie vornehmen könnten. Es geht schließlich ums überleben und dies wäre ein guter Weg für Lilo. Mit Hilfe von Schimanek beschließt Lilo Käthe zu überreden und in einem Keller eine kleine Praxis zu betreiben. Da dies illegal ist, ist es nicht nur gefährlich, sonder es nagt auch an Käthes Gewissen. Was ist noch richtig oder falsch, diese Frage stellt Käthe sich immer wieder. Aber viele Frauen sind nicht gewollt schwanger geworden und somit machen sie weiter, bis zu einem bestimmten Punkt, der vielleicht ihr ganzes Leben verändern würde. Meine Meinung: Gina Meyer die Autorin schildert sehr gefühlvoll wie es den Menschen zur damaligen Zeit ergangen ist. Ihre Recherchen zu dem Buch sind erstklassig. Ebenso toll gestaltet sich auch ihr Schreibstil. Er ist flüssig und spannend zugleich.Ich wurde mit auf eine Reise genommen, wo ich froh sein kann, diese Zeit nicht erlebt zu haben. Trotzdem mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen, da es mich so beeindruckt hat. Es ist wichtig, dass diese Zeit nicht vergessen wird, denn so viel Leid für die Menschen muss sich nicht noch einmal wiederholen. Ich kann mich nur für dieses tolle Buch bei Gina bedanken, ich hatte das Glück an einer LR mit ihr teilzunehmen und sie hat es geschafft mich auf diese Reise, die auch sehr emotional war, voll und ganz mitzunehmen, Ein unbedingtes Muss.

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Sehr berührend
von Monika Schulte aus Hagen am 26.08.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Der Krieg ist zu Ende. Düsseldorf in Schutt und Asche. Düsseldorf ist zerbombt. Da ist Käthe, von Beruf Hebamme, die auf sich allein gestellt ist, weil ihr Mann als vermisst gilt. Käthe schlägt sich mit Entbindungen durch. Manchmal wird sie bezahlt, meistens nicht. Käthes Berufung ist es, Kindern auf... Der Krieg ist zu Ende. Düsseldorf in Schutt und Asche. Düsseldorf ist zerbombt. Da ist Käthe, von Beruf Hebamme, die auf sich allein gestellt ist, weil ihr Mann als vermisst gilt. Käthe schlägt sich mit Entbindungen durch. Manchmal wird sie bezahlt, meistens nicht. Käthes Berufung ist es, Kindern auf die Welt zu helfen, doch dann steht plötzlich Ingrid vor ihr. Die junge Frau bittet sie, ihr Kind wegzumachen. Dafür bietet sie Käthe einen Pelzmantel an. Käthe könnte ihn auf dem Schwarzmarkt eintauschen gegen Lebensmittel. Käthe will das nicht, doch sie hat Hunger, erbärmlichen Hunger. Schließlich willigt sie ein. Es soll jedoch bei diesem einen Mal bleiben, doch andere Frauen kommen. Oft selbst noch Mädchen. In den Trümmern Düsseldorfs tritt Käthe ihre frühere Kollegin und Freundin Lilo wieder. Lilo, die früher als Krankenschwester gearbeitet hat und nun eine Trümmerfrau ist. Lilo, die mit Hambach verheiratet ist. Hambach, der nicht sprechen kann, weil ihn ein Kriegserlebnis derart belastet, dass er verstummt ist. Käthe will keine weiteren Abtreibungen mehr vornehmen, doch Lilo ist mehr Geschäftsfrau, denkt an den Hunger und weiß nicht, wie sie sonst ihre Familie satt bekommen soll. Sie überredet Käthe weiterzumachen und gemeinsam betreiben sie eine illegale Abtreibungspraxis – immer die Angst im Nacken, erwischt und angezeigt zu werden. Eine Praxis im Keller von Schimanek. Schimanek, ein Jude, der das KZ überlebt hat. Eines Tages steht Ingrid wieder vor der Tür – wieder schwanger. Käthe weigert sich, eine erneute Abtreibung vorzunehmen, doch Ingrid erpresst die Hebamme. Ein Roman, so ausdrucksstark geschrieben, dass sich der Leser ins zerbombte Düsseldorf katapultiert fühlt. Wie auch schon im Roman „Das Lied meiner Schwester“ lief bei mir beim Lesen regelrecht ein Film ab. Ich konnte die einzelnen Szenen sehen, Käthes Hunger, ihre Zweifel, ihre Not förmlich spüren. Ihre Zerrissenheit, tue ich es oder stille ich lieber meinen Hunger. Ein Roman, der beim Leser auch nicht Halt macht vor den Themen Rassengesetze der Nazis, Zwangssterilisationen, Gewalt, Einschüchterung. Und doch auch immer wieder Hoffnung, etwas Glück, die Kraft weiterzumachen. Ein Roman über eine Zeit und über Entbehrungen, wie wir es uns heute gar nicht mehr vorstellen können, obwohl es noch gar nicht allzu lange her ist. Danke Gina Mayer für diesen wunderbaren Roman!

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