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Das zerstörte Leben des Wes Trench

Roman

(24)
Als Hurrikan Katrina mit den Südstaaten der USA fertig ist, hat Wes Trench alles verloren. Er ist kaum erwachsen, und doch erscheint es ihm, als sei sein Leben schon vorbei. Weil er es zu Hause nicht länger aushält, heuert Wes beim Shrimper Lindqvist an. Der alte Fischer ist noch übler dran: Was er fängt, reicht kaum zum Leben, ein Ölteppich bedroht die Küste, und zu allem Unglück ist ihm auch noch die Armprothese gestohlen worden. Besessen von der Idee, in den Sümpfen der Küste einen Schatz zu finden, fährt er immer wieder mit seinem Boot raus. Auch die gefährlich durchgeknallten Toup-Brüder, deren Grasplantagen er zu nahe kommt, können ihn nicht davon abhalten. Wes geniesst die Freiheit an Lindqvists Seite und fasst allmählich neuen Mut, bis ihn ein weiterer Schicksalsschlag zu einer Entscheidung zwingt. Ein grosser Roman, der packend und mit viel Liebe zu seinen störrischen, gebeutelten Figuren von Verlust erzählt und davon, was es heisst, allen Widrigkeiten zum Trotz immer wieder aufzustehen.
Rezension
"Ein literarisches Debüt, das einfach Laune macht, mit allem Drum und Dran.", dpa, Frauke Kaberka, 28.06.2016
Portrait
Tom Cooper hat in zahlreichen literarischen Magazinen Amerikas, u.a. dem New Yorker, Erzählungen veröffentlicht und wurde für den renommierten Pushcart Prize nominiert. Cooper lebt in New Orleans.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 12.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08096-8
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 221/143/38 mm
Gewicht 572
Originaltitel The Marauders
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Tiefer Süden
von Susanne am 20.02.2016

New Orleans zehn Jahre nach Hurrikan Katrina und kurz nach dem Unfall auf der Bohrinsel Deepwater Horizon. Ein Ölteppich droht die Küste zu zerstören. Der 17-jährige Wes Trench hat alles verloren: seine Mutter an den Sturm und seinen Vater an die unermessliche Trauer. Deshalb heuert er bei dem alten... New Orleans zehn Jahre nach Hurrikan Katrina und kurz nach dem Unfall auf der Bohrinsel Deepwater Horizon. Ein Ölteppich droht die Küste zu zerstören. Der 17-jährige Wes Trench hat alles verloren: seine Mutter an den Sturm und seinen Vater an die unermessliche Trauer. Deshalb heuert er bei dem alten Shrimper Lindquist an. Der hat nur noch einen Arm - die Prothese wurde ihm gestohlen - und ist besessen von der Idee, in den Sümpfen einen Piratenschatz zu finden. Lindquist und Wes gehen nicht nur gemeinsam Fischen, sondern auch auf Schatzsuche und treffen dabei auf die durchgeknallten Toup-Zwillinge Reginald und Victor, die auf einer Insel im Sumpf das beste Marihuana Louisianas anbauen. Aber auch Cosgrove und Hanson, zwei Loser, sind nachts in den Sümpfen unterwegs. Wer wird überleben? Kaum zu glauben, dass es sich um einen Debütroman handelt. Wenn „die Rumtreiber“ (so der Originaltitel) durch die Sümpfe irren, dann ist das Gänsehaut pur. All die Alligatoren, Schlangen und Insekten, dazu die tropische Hitze. Tom Cooper schreibt schnell, stark und mitreißend. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, fiebert und leidet mit den Figuren mit. Das Buch ist in viele Kapitel gegliedert, was das Lesen angenehm macht und dem Werk Struktur verleiht. Vor allem, wenn die Handlungsstränge ineinander greifen. Ein großer Roman, der packend und mit viel Liebe zu seinen störrischen, gebeutelten Figuren von Verlust erzählt und davon, was es heißt, allen Widrigkeiten zum Trotz immer weiterzumachen. Zitat Victor: „Träume sind doch nie interessant, nur für einen selbst.“ Fazit: Ein großartiger Abenteuerroman. Unglaublich spannend!

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Alle suchen das Gleiche: Glück!!
von Marion L. aus Tornesch am 16.07.2016

5 Menschen sind auf der suchen nach dem Gleichen und zwar Glück. Und nur einer wird seinen Traum umsetzen. Ein spannender Roman, in dem die Protagonisten nicht die besten Voraussichten für ihr Leben haben. Jeder verdächtigt jeden und fühlt sich von seiner Umwelt verfolgt. Und auch jedes Mittel ist... 5 Menschen sind auf der suchen nach dem Gleichen und zwar Glück. Und nur einer wird seinen Traum umsetzen. Ein spannender Roman, in dem die Protagonisten nicht die besten Voraussichten für ihr Leben haben. Jeder verdächtigt jeden und fühlt sich von seiner Umwelt verfolgt. Und auch jedes Mittel ist Recht, um sein Ziel zu verwirklichen, aber nicht für alle geht es glimpflich aus. Ein kurzweiliges Buch, und hin wieder musste ich schmunzeln, auf was für Ideen die Herrschaften kommen. Es lohnt sich.

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Das zerstörte Leben ... eigentlich aller.
von Aennie am 08.07.2016

Der Roman „Das zerstörte Leben des Wes Trench“ erzählt die Geschichte einiger Personen aus dem kleinen Ort Jeanette. Jeanette liegt in Louisiana, an der Barataria Bay, im Herzen der Bayous. Die meisten Menschen leben dort seit Jahrzehnten von der Shrimp-Fischerei. Der Sumpf, das harte Leben am Existenzminimum und das... Der Roman „Das zerstörte Leben des Wes Trench“ erzählt die Geschichte einiger Personen aus dem kleinen Ort Jeanette. Jeanette liegt in Louisiana, an der Barataria Bay, im Herzen der Bayous. Die meisten Menschen leben dort seit Jahrzehnten von der Shrimp-Fischerei. Der Sumpf, das harte Leben am Existenzminimum und das Klima haben einen wortkargen, speziellen Charaktertypus erschaffen, so scheint es. Die Geschichte des Romans ist angesiedelt im Jahr 2010 und zu Grunde gelegt werden zwei Ereignisse, die tatsächlich so stattgefunden haben. Zum Einen handelt es sich dabei um den Hurrikan Katrina, der im Jahr 2005 verheerende Verwüstungen vor allem im südlichen Louisiana angerichtet hat und zum anderen die Ölkatastrophe auf der BP-Ölplattform Deepwater Horizon, wo es im Jahr 2010 zu mehreren Blow-Outs kam und damit zur schlimmsten Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Diese beiden Ereignisse bestimmen das grundsätzliche Stimmungsbild des Romans und zumindest einem Großteil der handelnden Personen. Inhalt: Episodenartig wird aus dem Leben mehrerer Personen aus Jeanette, oder die sich derzeit in Jeanette aufhalten berichtet. Dies sind Wes Trench und sein Vater Bob, die ihren Lebensunterhalt als Shrimpfischer verdienen. Gleiches tut auch Gus Lindquist, dem nach einem Unfall ein Arm fehlt und dessen großer Traum es ist, den legendären Piratenschatz des Jean Lafitte zu heben, den dieser in den Baratarias versteckt haben soll. Die Toup-Zwillinge Victor und Reginald, man möchte sagen, die Tunichtgute des Ortes besitzen in den Bayous eine Marihuana-Plantage und sind bemüht, alle Schatzsucher und Fischer möglichst fern von ihrem Gelände zu halten. Brady Grimes, stammt aus Jeanette und ist tätig für BP. Ausgerechnet er wurde in seine Heimat zurückgeschickt, um für die Ölgesellschaft Ausgleichszahlungen mit den geschädigten Anwohnern auszuhandeln. Weitere Hauptcharaktere sind Nate Cosgrove, Dachdecker aus Texas und im Prinzip nur aus Versehen nach einer Beerdigung in Louisiana hängen geblieben und John Hanson, die sich beim gemeinsamen Ableisten von Sozialstunden kennenlernen. All diese Charaktere treffen im Sommer 2010 durch ihre parallelen und widerstreitenden Tätigkeiten in Jeanette irgendwann aufeinander. Interessen kollidieren, Unfälle geschehen und nicht für alle wird es Herbst. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen, dafür ist die Geschichte an sich zu interessant zu lesen, als das man hier noch mehr vorweg nehmen sollte. Fazit: Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Es fällt mir jedoch allen Ernstes schwer, Wes Trench als Haupt-Protagonist auszumachen. Sein Leben ist nicht zerstörter als das der anderen Personen, von denen jeder einzelne meiner Meinung nach vielleicht eher im Titel hätte auftauchen können: Bob Trench – hat eine folgenschwere, falsche Entscheidung getroffen. Lindquist – hat nur einen Arm, tablettenabhängig, besessen von der Schatzsuche, verlassen. Die Toups – schwere Kindheit, kriminell. Brady Grimes – ist genötigt, alten Nachbarn und sogar seiner Mutter wider besseren Wissens Vergleiche aufzuschwatzen. Nate Cosgrove – labil, beeinflussbar und dadurch tief im Schlamassel etc etc. Ganz im Gegenteil, ist Wes Trench vielleicht derjenige, der am ehesten zukunftsträchtig ist. Oder genau das ist das Drama, er hat Hoffnung, und doch ist alles schon prädestiniert. Er ist in den Baratarias, er bleibt dort. Er hat kein besseres Leben vor sich als alle anderen vor ihm… Diese Deutung bleibt offen. Absolute Leseempfehlung, ein tolles Buch. Angenehmer Erzählstil, klar und schnörkellos.

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Wes Trench
von einer Kundin/einem Kunden aus Krefeld am 17.06.2016

Der 17 jährige Wes Trench lebt in der kleinen Bayou-Stadt Jeanette und hat nach dem verheerenden Hurrikan Katrina alles verloren. Sein Zuhause wurde zerstört und seine Mutter ist in den Fluten ertrunken. Das Leben muss weitergehen. Das Haus wurde wieder aufgebaut und Wes und sein Vater fahren wieder mit dem... Der 17 jährige Wes Trench lebt in der kleinen Bayou-Stadt Jeanette und hat nach dem verheerenden Hurrikan Katrina alles verloren. Sein Zuhause wurde zerstört und seine Mutter ist in den Fluten ertrunken. Das Leben muss weitergehen. Das Haus wurde wieder aufgebaut und Wes und sein Vater fahren wieder mit dem Kutter zum Shrimpfischen in die Bucht. Doch die Stimmung zuhause ist schlecht, sein Vater trauert unermesslich um seine verlorene Frau. Wes hält es nicht mehr aus und heuert beim alten Shrimper Lindqvist an. Ihm geht es noch schlechter als Wes. Sein Fang reicht kaum zum Leben und die Küste wird von einem Ölteppich bedroht. Doch das ist noch nicht alles, ihm wurde auch noch seine Armprothese gestohlen... Lindqvist ist besessen davon, einen alten Piratenschatz zu finden. Ständig ist er mit seinem Metalldetektor auf der Suche. Mit einem Arm ist das gar nicht so einfach. Lindqvist macht sich zusammen mit Wes auf in die Sümpfe um einen Schatz zu finden doch Lindqvist kommen die Toup Zwillinge in die Quere... Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Charaktere sind toll beschrieben und Wes und der schrullige Lindqvist waren mir schnell sympathisch. Das Leben und die harte Arbeit in den Sümpfen ist sehr anschaulich beschrieben und ich konnte die Fischerboote im Hafen und die Sumpflandschaft förmlich vor meinen Augen sehen. Jeder Bewohner kämpft auf seine ganz eigene Art mit den Folgen des Hurrikans und der Ölkatastrophe durch das Unglück auf der Bohrplattform Deepwater Horizon. Die beiden gefährlichen Toup-Brüder mit ihrer Grasplantage sind schon wirklich schräge Typen! Und dann ist da noch Grimes, der die Bewohner im Auftrag der Ölfirma über den Tisch ziehen will... Ein spannender Roman mit ausgefallenen Charakteren der auch nachdenklich macht in Hinblick auf die Ausbeutung der Bodenschätze. Absolut lesenswert!!!

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Ist es wirklich zerstört?
von einer Kundin/einem Kunden aus Teningen am 12.06.2016

Wes ist noch ein kleiner Junge, als er beim Wirbelsturm Katrina seine Mutter verliert. Trotz aller Warnungen beharrte sein sturer Vater darauf, dass der Sturm schon rechtzeitig abziehen würde. Seine Kindheit ist nicht gerade einfach, doch er und sein Vater arrangieren sich irgendwie. Schön früh fährt Wes mit seinem... Wes ist noch ein kleiner Junge, als er beim Wirbelsturm Katrina seine Mutter verliert. Trotz aller Warnungen beharrte sein sturer Vater darauf, dass der Sturm schon rechtzeitig abziehen würde. Seine Kindheit ist nicht gerade einfach, doch er und sein Vater arrangieren sich irgendwie. Schön früh fährt Wes mit seinem Vater hinaus zum Shrimpfischen, wie fast alle in der Bayou. Doch nach der großen Ölkatastrophe wird das Leben für die Bewohner zur Zerreisprobe. Immer weniger Shrimps, winzig, mutiert und überall das verdammte Öl. Die Menschen können kaum noch ihren Lebensunterhalt bestreiten. Da kommt Brady Grimes so manch einem gerade recht. Geschickt von der Ölgesellschaft bietet er den Fischern "Abfindungen" an. Gemessen am entstandenen Schaden nur Peanuts und der einzige Beweggrund, bei den zu erwartetenden Schadensersatzklagen fein raus zu sein. Die Überredung zur Unterschrift erfolgt da nicht immer auf die feine englische Art. Doch bei Lindquist beist er auf Granit. Gerade von seiner Ehefrau verlassen verfällt er immer mehr der Schatzsuche. In jeder freien Minute geht er auf die Suche. Alle halten den alten, einarmigen Eigenbrödler für einen Spinner. Leider kommt er bei seinen Ausflügen den Brüdern Toup in die Quere. Seine Suche führt ihn verdächtig nah an ihre Marihuana-Plantage. Damit verdienen die beiden ziemlich gut Geld. Sie bedrohen Lindquist recht massiv, doch er lässt sich nicht einschüchtern und sucht weiter. Die Brüder sehen sich in ihrem Verdacht bestätigt, dass Lindquist eigentlich hinter ihrem Gras her ist, nachdem die Plantage geplündert wurde. Dies waren jedoch Cosgrove und Hanson, zwei Kleinkriminelle, welche die Ölpest und die Aussicht auf etwas Geld in die Gegend getrieben hat. Es kommt quasi zum einem Drogenkrieg im Kleinformat. Mit Dealern ist halt nicht zu spaßen. Wirklich dumm, dass Lindquist völlig unschuldig in die Sache reingezogen wird. Am Ende versöhnt sich Wes Trench mit seinem störrigen Vater, schafft es endlich, sein eigenes Boot fertig zu bauen und fährt mit diesem hinaus aufs Meer in eine hoffnungsvolle Zukunft. Der Titel des Buches ist etwas ungeschickt gewählt, da Wes Trench nur eine von mehreren Hauptfiguren ist. Das Buch wechselt ständig zwischen den einzelnen Personen, wobei jeweils der oder die Namen als Kapitelüberschrift einen Anhaltspunkt geben. Durch diese Unterteilung lässt sich das Buch trotz der unterschiedlichen Erzähler flüssig lesen, ohne das man durcheinanderkommt oder überlegen muss, um wen es denn jetzt geht. Obwohl die einzelnen Lebensgeschichten nichts oder nicht direkt etwas miteinander zu tun haben, werden sie wunderbar ineinandergefügt. In manchen Büchern fragt man sich, was manche Sachen mit der Geschichte zu tun haben sollen und entpuppen sich als reine Lückenfüller. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Tom Cooper beschreibt sehr eindrucksvoll und einfühlsam die jeweiligen Lebensumstände, zeichnet faszinierende Facetten und bringt dem Leser das harte Leben in den Sümpfen nahe. Besonders der innere Kampf von Wes hat mich berührt. Immer wieder tauchen Szenen auf, die sich mit der Trauer um die Mutter befassen. Auch das er insgeheim seinem Vater die Schuld an deren Tod gibt. Auch dieser fühlt sich selbst eigentlich dafür verantwortlich, was er aber auf keinen Fall zugeben würde. Da ist es doch einfacher, Gott verantwortlich zu machen. Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, ist das Ende der Geschichte um Lindquist. Sie ist zwar sehr passend für das Buch, trotzdem hätte ich mir einen positiven Abschluss für den alten Stoffel gewünscht. Klar, es kann ja nicht nur Happy Ends geben, das wäre ja langweilig, aber ich hätte es ihm von Herzen gegönnt. Das Ende des Buches hingegen fand ich richtig gelungen. Die Versöhnung zwischen Vater und Sohn, der Zusammenhalt der Bewohner trotz aller Widrigkeiten und irgendwie die Aussöhnung mit der Vergangenheit. Das Buch zeigt, dass man vieles schaffen kann, wenn man sich nicht unterkriegen lässt. Sehr treffend fand ich den zum Teil recht schonungslosen Umgang mit der großen Ölfirma, der es nur um den Profit geht. Die Menschen und Tiere sind denen sch... egal, was Tom Cooper recht deutlich anspricht. Leider wird sich auch durch solche Bücher daran nichts ändern. "Das zerstörte Leben des Wes Trench" kann ich Euch nur wärmstens empfehlen, auch wenn der Titel nicht ganz passend ist.

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das zerstörte Leben des Wes Trench
von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald) am 11.06.2016

Wes Trench fährt tagein, tagaus mit seinem Vater Bob in den Bayou zum Fischen. Ein tristes Leben voller Arbeit und voller Armut. Die Zwillinge Reginald und Victor Toup fahren auch täglich in den Bayou. Allerdings nicht zum Fischen, sondern um sich um ihre Drogenplantage zu kümmern. Diese beschert den... Wes Trench fährt tagein, tagaus mit seinem Vater Bob in den Bayou zum Fischen. Ein tristes Leben voller Arbeit und voller Armut. Die Zwillinge Reginald und Victor Toup fahren auch täglich in den Bayou. Allerdings nicht zum Fischen, sondern um sich um ihre Drogenplantage zu kümmern. Diese beschert den beiden einen gewissen Reichtum und ermöglicht ihnen ein leichteres Leben als so manch anderem. Lindquist zum Beispiel, der bei einem Unfall einen Arm verlor und dem seine Prothese gestohlen wurde. Auch er ist Fischer, sucht nebenbei aber nach einem Piratenschatz. Erst ein Hobby, beherrscht die Suche bald sein Denken völlig. Unterschiedliche Leben die eins gemeinsam haben: Ein Leben in Barataria. Neben dem Klapptext hat mich das wunderschöne und originell gestaltete Cover magisch zu dem Buch gezogen. Es wirkt wie ein altertümlicher Scherenschnitt des Bayou New Orleans; Natur pur. Das Leben des Sumpfes und seiner Bewohner steht im Vordergrund, setzt aber nicht auf wilde Farben, sondern einzig auf das Sein an sich, welches sogar in schwarz-weiß deutlich herauskommt. Tom Cooper ist für mich ein wahrer Meister der Worte. Selten habe ich ein Buch gelesen, das nicht durch seine Handlung, sondern ausschließlich durch seine Charaktere lebt. Er hat ein perfektes Verhältnis zwischen Umgebung und den Personen geschaffen, so dass alles miteinander und untereinander agiert, lebt und eine intensive Harmonie eingeht. Der Bayou, also der menschenfeindliche Sumpf, die schier mörderische Hitze, die wilden Tiere und dazu noch die von Menschenhand geschaffene Umweltkatastrophe in Form einer Ölpest, alles Dinge, die mich eher davon abhalten würden, nach Barataria zu gehen, bzw. meine Beine in die Hand zu nehmen und die Flucht zu ergreifen. Allerdings sind die dort lebenden Menschen seit Generationen mit dem Land verbunden und wenn ich jemals auf der Suche nach einer Definition von Heimat war, Cooper erklärt es mir. Voller Wärme, voller Verständnis und ja, auch voller Liebe. Normalerweise gibt es für mich einen Helden, einen Protagonisten, der mir besonders ans Herz gewachsen ist und mich an die Hand nimmt und durch das Buch geleitet. Doch hier ist es eigentlich kein Mensch, sondern, auch wenn mir das erst jetzt rückblickend bewusst wird, der Sumpf. Denn neben seiner ganzen Feindseligkeit, ist er auch wie ein Vater, der sich um seine Kinder kümmert, für sie sorgt und für die Mühe belohnt, aber er verlangt eben Einsatz und schenkt nichts her. Und wen er einmal als Familienmitglied akzeptiert hat, den lässt er nicht mehr los. Der Autor schildert dies so voller Gefühl, voller Intensität, dass ich es einfach nicht zur Seite legen konnte. Wunderschön! Lindquist hat beim Fischen einen Arm durch einen Unfall verloren und jetzt wurde ihm seine Prothese gestohlen. Trotzdem fährt er, einarmig und mit einem ungebrochenen Willen sucht er nach seinem Piratenschatz. Ist es zu Beginn nur ein Hobby, verstrickt er sich immer tiefer in seinen Traum und jagt ihm nach, koste es, was es wolle, selbst wenn der Preis ein Menschenleben sein sollte. Ich fand es sehr traurig zu beobachten, wie der Lebenstraum nach und nach kippt und zu einem Alptraum wird. Wes Trench hat bei dem Wirbelsturm Katrina seine Mutter verloren. Und seinen Vater auch, der den Tod seiner Frau nicht verkraftet. Er fährt zwar weiter zum Fischen und kümmert sich um seinen Sohn, aber seine Seele ist gestorben. Keine Atmosphere, in der ein Kind aufwachsen soll. Trotzdem bewundere ich Wes für seinen Kampfeswillen und wie er sein Leben in die Hand nimmt. Für mich macht er die größte und auch die interessanteste Entwicklung in dem Buch durch, an der ich teilhaben durfte. Vom verschüchterten und unsicheren Kind, hin zu einem bodenständigen Erwachsenen, der zwar immer noch auf der Suche ist, aber bei dem ich mir sicher bin, dass er seinen Lebensweg meistert. Und dann sind da die Brüder Toup, die ihr Leben mit dem Drogenhandel finanzieren. Nach außen sind es harte Knochen, die auch nicht davor zurückschrecken, zu morden und ihren Willen mit brachialer Gewalt durchzusetzen. Und gleichzeitig haben sie zuhause Spitzendeckchen auf dem Tisch. Sie leben Familie und stehen für sich ein. Mein Fazit Es mag zwar noch etwas früh sein, aber dieses Buch hat wirklich das Potenzial mein Jahreshighlight zu werden!

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Das zerstörte Leben des Wes Trench
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 21.02.2016

Tom Cooper beschreibt in seinem Roman das Leben in Jeanette, einem kleinen Fischerdorf in Louisana, den dort lebenden Menschen mit all ihren Problemen und Hoffnungen. Erst hat der Hurrikan Katrina ihre Häuser und auch Menschenleben zerstört, nun ist es eine Ölkatastrophe, die die Gesundheit der Bewohner gefährdet und die... Tom Cooper beschreibt in seinem Roman das Leben in Jeanette, einem kleinen Fischerdorf in Louisana, den dort lebenden Menschen mit all ihren Problemen und Hoffnungen. Erst hat der Hurrikan Katrina ihre Häuser und auch Menschenleben zerstört, nun ist es eine Ölkatastrophe, die die Gesundheit der Bewohner gefährdet und die Shrimpsfischerei so dezimiert, dass viele kein Auskommen mehr haben. Der Ölkonzern schickt ausgerechnet Brady Grimes in diese Stadt, um den Geschädigten zur Unterschrift zum Verzicht auf weitere Zahlungen bei möglichen Gerichtsprozessen zu bekommen. Grimes, der vor vielen Jahren dem Ort und seiner Mutter den Rücken gekehrt hat und hoffte, nie wieder zurück kommen zu müssen. Neben Wes Trench, dessen Leben besonders durch den Tod seiner Mutter beim Hurrikan und die Verbitterung seines Vaters zerstört wurde, werden weitere Menschen in diesem Roman beschrieben. Da ist der seit vielen Jahren erfolglos nach Piratenschätzen suchende Lindquist, der durch seine Spinnereien seine Frau und Tochter aus dem Haus getrieben hat und nun alleine vor sich hin vegetiert. Da sind die eineiigen, zu Gewalt neigenden, Zwillinge Toup, die mit Wissen des gesamten Ortes und der Polizei eine Marihuanaplantage auf einer der Inseln beackern. Cosgrove und Hanson, die beide für kleinere Delikte zu Zwangsarbeiten verurteilt wurden und diese Situation für weitere Diebstähle ausnutzen, denn von irgendwas muss man ja leben. Ein Roman von Menschen, die ums Überleben kämpfen, von ihren Wünschen und Hoffnungen und wie diese durch widrige Umstände immer wieder zerstört werden. Doch die Hoffnung bleibt.

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Ein großer Roman, der packend erzählt.
von Inge Weis aus Pirmasens am 12.02.2016

Ein spannender Roman! Als Hurrikan Katrina mit den Südstaaten der USA fertig ist, hat Wes Trench alles verloren. Als der Sturm sich ausgetobt hatte, waren mehrere Menschen in Jeanette in den Wassermassen ertrunken. Darunter auch Wes’ Mutter. Er ist kaum erwachsen, und doch erscheint es ihm, als sei sein... Ein spannender Roman! Als Hurrikan Katrina mit den Südstaaten der USA fertig ist, hat Wes Trench alles verloren. Als der Sturm sich ausgetobt hatte, waren mehrere Menschen in Jeanette in den Wassermassen ertrunken. Darunter auch Wes’ Mutter. Er ist kaum erwachsen, und doch erscheint es ihm, als sei sein Leben schon vorbei. Weil er es zu Hause nicht länger aushält, heuert Wes beim Shrimper Lindqvist an. Der alte Fischer ist noch übler dran: Was er fängt, reicht kaum zum Leben, ein Ölteppich bedroht die Küste, und zu allem Unglück ist ihm auch noch die Armprothese gestohlen worden. Schmerz über Versagen und Schicksalsschläge überschattet Wes Trenchs Dasein. Besessen von der Idee, in den Sümpfen der Küste einen Schatz zu finden, fährt er immer wieder mit seinem Boot raus. Auch die gefährlich durchgeknallten Toup-Brüder, deren Grasplantagen er zu nahe kommt, können ihn nicht davon abhalten. Wes genießt die Freiheit an Lindqvists Seite und fasst allmählich neuen Mut, bis ihn ein weiterer Schicksalsschlag zu einer Entscheidung zwingt. Das war fast genau fünf Jahre her; der Todestag, der 29. August, war in zwei Wochen. Wes fürchtete sich vor dem Tag. Ein halbes Jahrzehnt war das bereits her. Es ist ein Schmerz, der sich fortschreiben wird in die nächste Generation. Doch diese Saga um einen außergewöhnlichen Jungen, der so gar nicht in unsere "höher, weiter, schneller "-Gesellschaft passt, die als Geschichte der Shrimpsfischer beginnt und sich zum Tableau mit Einzelporträts über das ganze Elend nach Hurrikan Katrina und dem Unglück der Deepwater Horizon weitet, ist trotz Scheitern und Enttäuschung ein vitales Epos – voller Lebenskraft und verhaltener Zärtlichkeit, voller Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen Bitterkeit. Intensiver Lesestoff für alle, die staunen wollen, wie viel die Seele erträgt und wie stark wir wirklich sind. Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas gelesen zu haben, was mich so berührt hat. Es ist ein schreckliches Kapitel der Menschheit. Der Roman wirkt um so tragischer, da sehr viele Menschen dieses Schicksal erleiden mussten und die brutale Wahrheit ist, der man hier in's Auge schauen muss. Die Leben, von denen er erzählt, erscheinen von Hoffnung, Vergebung und Liebe durchdrungen, sonst würden sie einem das Herz brechen. Es ist einmalig und etwas ganz Besonderes, ein wahres Juwel an Erzählkunst. Alles kann man verlieren, den Kampf gegen Bitterkeit muss man gewinnen. Dieses Buch nimmt einen stark gefangen und mit auf die Reise dieser Schicksale die von Verlust erzählt und davon, was es heißt, allen Widrigkeiten zum Trotz immer wieder aufzustehen. Hoffnung und Träume, eine hinreißende Geschichte von liebenswerten Außenseitern. Unglaublich stark erzählt sehr berührend, ergreifend und leidenschaftlich geschrieben! Der Autor hat das echt gut gemacht. Ein kleines feines Buch. Bewegend und absolut lesenswert!!!

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Kampf ums Überleben
von leseratte1310 am 11.02.2016

Schon früher war das Leben nicht einfach, aber nach Hurrikan Katrina gab es dann auch noch das Unglück der Deepwater Horizon. Das Leben der Menschen in dem betroffenen Gebiet ist hart. Sie alle leben eigentlich vom Shrimpsfischen, doch das Öl breitet sich aus und verhindert, dass es noch nennenswerte... Schon früher war das Leben nicht einfach, aber nach Hurrikan Katrina gab es dann auch noch das Unglück der Deepwater Horizon. Das Leben der Menschen in dem betroffenen Gebiet ist hart. Sie alle leben eigentlich vom Shrimpsfischen, doch das Öl breitet sich aus und verhindert, dass es noch nennenswerte Fänge gibt. In dieser durch Katastrophen gebeutelten Gegend leben die Menschen, die wir in der Geschichte näher kennenlernen. Da sind Wes Trench und sein Vater. Katrina hat Wes die Mutter genommen und eigentlich auch den Vater, denn der ist nur noch verbittert. Unterschwellige gegenseitige Vorwürfe sorgen für Spannungen zwischen Wes und seinem Vater. Nach einem Streit lässt er sich von Linquist einstellen. Die Zwillinge Reginald und Victor Toup haben sich im Bayou eine Drogenplantage angelegt, die ihnen ein relativ gutes Leben beschert. Sie sind nicht zimperlich, wenn ihnen jemand in die Quere kommt und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Victor ist hochexplosiv. Dann entdecken Cosgrove und Hanson per Zufall die Plantage und wittern das große Geschäft, aber ihnen ist nicht klar, wie gefährlich die Toups sind. Leider kommt den Toups der Fischer und Schatzsucher Lindquist auch immer wieder in die Quere. Lindquist hat beim Fischen einen Arm durch einen Unfall verloren. Auch nachdem jemand seine Prothese gestohlen hat, macht er unverdrossen weiter. Sein Traum vom Piratenschatz wird zur Obsession. Dass er von Tabletten abhängig ist, macht sein Denken nicht gerade logischer. Derweil versucht die Ölgesellschaft billig aus der Geschichte herauszukommen, indem sie Brady Grimes losschickt, um die Fischer über den Tisch zu ziehen. Dem Autor geling es wundervoll die Atmosphäre des Bayou einzufangen. Beim Lesen sehen wir den schwer zu durchdringende Sumpf mit seinen Tieren, die nicht ungefährlich sind. Man spürt die wabbernde Hitze. Es ist eine Gegend, die es einem nicht leicht macht, doch die Menschen lieben ihren Bayou, ihre Heimat. Obwohl es ein recht trostloser Kampf ums Überleben ist, nehmen die Menschen die Widrigkeiten des Lebens stoisch hin. Die mitspielenden Charaktere sind gut und außergewöhnlich gezeichnet. Irgendwann treffen sie aufeinander. Mich hat der Erzählstil überzeugt, auch wenn die Sprache oft sehr direkt ist. Alles steuert auf den großen Showdown zu. Auch wenn es einigermaßen vorhersehbar ist, gibt es doch noch Überraschungen. Eine eindrucksvolle und fesselnde Geschichte.

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Der Überlebenskampf
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 09.02.2016

Cover und Titel sind gut gewählt und stimmen mit dem Inhalt des Buches überein. Zunächst werden die Protagonisten vorgestellt und mir stellte sich die Frage, was dieses Buch mir sagen wollte. Ich konnte mit den einzelnen Figuren nicht gleich etwas anfangen. Aber nach und nach zeigte sich das ganze... Cover und Titel sind gut gewählt und stimmen mit dem Inhalt des Buches überein. Zunächst werden die Protagonisten vorgestellt und mir stellte sich die Frage, was dieses Buch mir sagen wollte. Ich konnte mit den einzelnen Figuren nicht gleich etwas anfangen. Aber nach und nach zeigte sich das ganze Ausmaß der Katastrophe in dem kleinen Ort Jeanette in den Südstaaten der USA. Die Menschen kämpfen ums nackte Überleben, nachdem der Hurrikan Katrina ihe Häuser zerstört hat und ein Ölteppich die Küste überzieht und ihnen ihre Lebensgrundlage nimmt. Besonders betroffen ist Wes Trench, der durch den Hurrikan seine Mutter verloren hat. Er gibt seinem Vater die Schuld, der trotz der Warnungen nicht aus Jeanette weggegangen ist und die Familie dadurch zerstört wurde. Alle Bewohner des kleinen Ortes versuchen nun, jeder auf seine Weise, sich über Wasser zu halten. Die Brüder Toup bauen Marihuana an, der Shrimpfischer Lindquist zieht mit seinem Metalldetektor durch die Gegend und hofft, einen Schatz zu finden und Grimes wird von der Ölgesellschaft geschickt, um die Menschen mit kleinen Zahlungen von einer Klage abzuhalten. Je weiter man in die Geschichte eindringt und umso mehr einem die Protagonisten näher gebracht werden, umso mehr ist man im Buch verfangen. Die Spannung nimmt zu, und der Autor deckt mit seiner lebendigen Sprache und bildhaften Erzählung die Mißstände auf, die bei einer schweren Umweltkatastrophe auf die Menschen zukommen. Vom Staat allein gelassen kämpfen die Menschen ums nackte Überleben und gehen schonungslos miteinander um. Das Buch stellt die Umweltsünden an den Pranger und klagt hier insbesondere die Großmacht USA an, den Menschen keinen Schutz und keine Hilfe zu bieten. Ich habe mit den Protagonisten gelitten, und das Buch läßt mich sehr nachdenklich zurück. Da die hier geschilderten Ereignisse wirklich geschehen, ist das Buch ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte und sehr empfehlenswert.

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Amerika einmal anders
von Kunde am 05.02.2016

Das Leben in den Sümpfen des US-Staates Louisiana ist hart. Erst hat der Hurrikan Katrina den Menschen ihr Hab und Gut genommen, jetzt nimmt ihnen einen Öl-Katastrophe auch noch ihren Lebensunterhalt - die Fischerei ist unmöglich geworden. Jeder von ihnen versucht auf seine Art damit fertig zu werden. viele... Das Leben in den Sümpfen des US-Staates Louisiana ist hart. Erst hat der Hurrikan Katrina den Menschen ihr Hab und Gut genommen, jetzt nimmt ihnen einen Öl-Katastrophe auch noch ihren Lebensunterhalt - die Fischerei ist unmöglich geworden. Jeder von ihnen versucht auf seine Art damit fertig zu werden. viele greifen zu Alkohol und Drogen. Wes Trench ist noch nicht erwachsen, doch der Hurrikan hat ihm seine Mutter genommen. Sie ist bei dem Sturm ertrunken. Wes gibt seinem Vater die Schuld daran. Daran zerbricht seine Beziehung zu ihm. Der Fischer Lindquist träumt davon, einen Seeräuberschatz in den Sümpfen zu finden. Bei der Schatzsuche kommt er der Hasch-Plantage der Toup-Zwillinge zu nahe. Das bringt ihn in Schwierigkeiten. Brady Grimes stammt aus der Gegen, hat aber seine Heimat verlassen. Er versucht, die Menschen im Sumpf zu hassen, damit ihm sein Job leichter fällt. Er soll für die Ölgesellschaft die Leute mit einer kleinen Entschädigung so richtig über den Tisch ziehen. All diese Menschen versuchen irgendwie ihr Leben zu meistern. Es gelingt nicht allen! Dieses Buch sehe ich als Anklage gegen die USA und auch gegen die Ölgesellschaften. Wie kann es sein, daß ein Staat, dessen Präsident behauptet, der mächtigste Staat der Welt zu sein, seine Bewohner nach einer Naturkatastrophe so im Stich läßt? Wie kann eine Ölgesellschaft, die Miliarden verdient, nach einer so gewaltigen Umweltverschmutzung mit ihren miesen Machenschaften durchkommen? Das alles wirft kein gutes Bild auf die Gesellschaft der USA. Wer dieses Buch gelesen hat, sieht vieles dort mit anderen Augen und läßt sich vom Glanz nicht mehr täuschen. Der Autor schafft es, durch seinen eindringlichen Schreibstil all diese Probleme meisterhaft an den Leser zu bringen. Er beschreibt es so grandios, als ob er es selbst erlebt hätte. Dadurch wird dem Leser die Not der Menschen sehr deutlich vermittelt. Die Charaktere sind durchweg sehr gut beschrieben, man hat das Gefühl, sie würden in der Realität leben. Man leidet mit ihnen und wünscht ihnen eine bessere Zukunft. Der Spannungsbogen ist hier von Beginn an durchgängig hoch und läßt den Leser das Buch nur sehr ungern aus der Hand legen. Trotz der schweren Thematik läßt sich das Buch gut und fließend lesen. Für mich ein Buch, daß ich wirklich empfehlen kann. Denn man liest es nicht nur, sondern denkt über einige Dinge nach.

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Wes
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

„Das zerstörte Leben des Wes Trench“ ist wahrlich kein Kuschelroman mit Wohlfühltitel. Dabei ist der Satz, der das Buchcover schmückt noch stark untertrieben. Denn in diesem Roman wimmelt es nur so von zerstörten Existenzen mit selbstzerstörenden Ansätzen. Tom Cooper entführt seine Leser nach Louisiana. Der Hurrikan Katrina hat die... „Das zerstörte Leben des Wes Trench“ ist wahrlich kein Kuschelroman mit Wohlfühltitel. Dabei ist der Satz, der das Buchcover schmückt noch stark untertrieben. Denn in diesem Roman wimmelt es nur so von zerstörten Existenzen mit selbstzerstörenden Ansätzen. Tom Cooper entführt seine Leser nach Louisiana. Der Hurrikan Katrina hat die Region vor einiger Zeit heimgesucht. Im Bayou ist scheinbar Ruhe eingekehrt, die Gewässer stehen wie immer, alles könnte sein wie immer, doch die Menschen sind ein Schatten ihrer selbst, sie haben es den stehenden Gewässern gleich gemacht. Die Armut und Hoffnungslosigkeit hat sich durch sämtliche Bevölkerungsschichten gegraben. Jeder der sich bewegt wird nur noch tiefer in die Tiefe gezogen. Wer still steht wird von Drogen und Medikamenten dahin gerafft. Ein solcher Roman hat keine Helden, nur Typen wie Lindquist, der einarmig und vereinsamt durch das brackige Wasser stapft, um mit einem Metall-Detektoren nach Gold zu suchen, wobei ihn die Toup Zwillinge misstrauisch beäugen. Die Brüder verdienen ihren Bourbon mit dem Hanfanbau und trauen ansonsten nur ihrer stattlichen Waffensammlung. Schließlich wimmelt es nur so von Alligatoren in den nahen Gewässern. Schlimmer ist nur noch der Mensch. Wes Trench, der titelgebende Held reiht sich in dieses skurrile Männerensemble ein, noch bevor er das Erwachsenenalter erreicht hat verliert er seine Mutter durch den Wirbelsturm. Oder am Ende gar durch den Vater? Die Schuld, die Erinnerungen kreisen über Vater und Sohn, wie ein Geierpärchen. Tom Cooper fährt ein ganzes Arsenal an Südstaaten Tristesse auf. Interessant, dass ein Roman, der fast völlig ohne Frauen auskommt heutzutage noch den Weg in den Buchhandel findet. Hut ab, den Versuch war es wert. Die Männer in diesem Buch können nicht von der Vergangenheit lassen, der selbstständigen handwerklichen Arbeit, abseits der Normalowelt von Stadtmenschen, die von einem Heimgekommen in diesem Buch repräsentiert wird. Grimes stammt aus der Gegend. Für die BP ist er zurückgekehrt, vorgeblich, um Schadensersatz für die Ölverschmutzung zu leisten, eigentlich um die Einwohner abzuzocken. Wie ein Uhrwerk geht er seinem Schlips und Kragenhandwerk in einer börsenorientierten Welt nach, bis seine Mutter an die Reihe kommt. Es sind diese tiefschürfenden zwischenmenschlichen Momente, die den Roman zu einem Erlebnis machen. Das Buch hat insgesamt einen etwas zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen. Das beginnt mit der Sprache, die ganz auf einen Abenteuerroman zugeschnitten zu sein scheint. Auf Unterhaltung, also. Doch so funktioniert der Roman letztendlich nicht. Das ist ein Stück amerikanischer Literatur, keine große, aber auch keine kleine. Aber auf jeden Fall ein Stück Wahrheit. Leider wird einiges an ironischem Potential verschenkt. Wenn ich allein an Lindquist und seinen verlorenen Arm denke, den Alligatorenausflug oder die Hanf Gangster. Aber um Effekte ging es dem Autor offensichtlich beim Schreiben nicht. Er macht sich sehr viel Mühe sein Personal aufzubauen und bekommt seine Geschichte sauber in die Gänge und in der Tat entfaltet dann das Buch eine Kraft und Sogwirkung, die bis mich bis zum Ende bei der Stange gehalten hat. Überzeugend finde ich vor allem die Figurenzeichnung und die sehr interessante Geschichte. Man meint die Verzweiflung fast spüren zu können. Insgesamt ein gelungenes Buch!

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Zerstörte Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 30.06.2016

Für die Medienöffentlichkeit sind es meist nur mehr oder weniger lange fesselnde Nachrichten, Aufreger, „Jetzt muss aber endlich mal was passieren!“, im besten Fall Grund für eine bald abebbende Welle des Mitgefühls und der Spendenbereitschaft: die weltweiten Katastrophen, seien es Erdbeben, Tsunamis, Wirbelstürme, Flugzeugabstürze oder andere Menschenleben und Existenzen... Für die Medienöffentlichkeit sind es meist nur mehr oder weniger lange fesselnde Nachrichten, Aufreger, „Jetzt muss aber endlich mal was passieren!“, im besten Fall Grund für eine bald abebbende Welle des Mitgefühls und der Spendenbereitschaft: die weltweiten Katastrophen, seien es Erdbeben, Tsunamis, Wirbelstürme, Flugzeugabstürze oder andere Menschenleben und Existenzen vernichtenden Ereignisse. Oft sind sie vom Menschen zumindest mit verursacht oder wurden die Warnzeichen lange Zeit beharrlich ignoriert. Trotzdem erschüttern sie kurz die Welt bis in ihr Innerstes, um dann aber alsbald im Nachrichtendschungel zu verschwinden und vergessen zu werden. Für die Betroffenen ist dies nicht so leicht möglich. Sie leiden noch Jahre und Jahrzehnte unter den Auswirkungen. So wie die Bewohner der Barataria Bay, einer Insel- und Sumpflandschaft südlich von New Orleans, die nicht nur durch den verheerenden Wirbelsturm Katrina stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, sondern nur fünf Jahre später durch die brennende Plattform Deepwater Horizon eine gigantische Ölpest erlebte. Für viele Fischer, die hier vor allem die begehrten Shrimps fangen, eine Bedrohung ihrer Existenzgrundlagen. Führten die „Sumpfratten“, wie die Bevölkerung vom Rest des Landes mitunter abschätzig genannt werden, doch eh schon ein hartes Leben. Die Hitze ist mörderisch, Insekten, allerlei krabbelndes Getier und die ständige Feuchtigkeit, dazu schlechte Infrastruktur und eine alles beherrschende Aussichts- und Ausweglosigkeit. Kein sehr lebensfreundlicher Ort. Hier lebt der junge Wes Trench, dessen Mutter ihr Leben im Wirbelsturm verlor, mit seinem knurrigen Vater vom Shrimpsfang. Lieber wäre er noch länger aufs College gegangen, vielleicht auf die Universität, aber dafür ist kein Geld da. Nun träumt er von einem eigenen Boot, zumal die Spannungen mit seinem Vater, dem er die Schuld am Tod der Mutter gibt, ins Unerträgliche wachsen. Wes ist eine der Hauptfiguren des Romans, allesamt männlich, die Frauen spielen hier nur eine Nebenrolle. Und er ist noch nicht einmal die unglücklichste, sondern derjenige mit den größten Hoffnungen. Deshalb verwundert einmal mehr der deutsche Titel, im Original heißt das Buch schlicht „The marauders“. Neben Wes und seinem Vater lernen wir Lindquist kennen, einen Fischer, der aber seine Zeit lieber auf Schatzsuche verbringt und dem seit einem Arbeitsunfall ein Arm fehlt. Die teure Prothese wurde ihm von den Brüdern Toup gestohlen, die im großen Stil Marihuana anbauen, völlig skrupellos sind und Lindquist im Verdacht haben, ihre geheime Plantage im Gewirr der Inseln entdeckt zu haben. Dabei ist es das Kleinkriminellenpärchen Cosgrove und Hanson, die hier ihr großes Geschäft wittern. Als letzten der Protagonist, die wir in den ständig die Perspektive wechselnden Kapiteln kennenlernen, ist Grimes, ein Abgesandter der Ölfirma, die mit den Anwohnern Abfindungszahlungen vereinbaren will, damit teurere Klagen verhindert werden. Grimes hat seine Kindheit und Jugend hier verbracht und seine Mutter lebt noch hier. Mit all diesen Figuren verleben wir nun hier in der Barataria Bay die Tage und gelangen bald in eine äußerst spannende Handlung rund um den illegalen Marihuana-Anbau der Toup-Brüder. Tom Cooper vermag es hervorragend, die schwüle, lebensfeindliche Schönheit der Sumpflandschaft zu schildern. Die Figuren sind zwar relativ Schwarz-Weiß gehalten, sie verkörpern die ihnen zugewiesenen Rollen zuverlässig bis zum Ende, aber sie sind zum Glück interessant genug, um das zu verzeihen. Die Sprache ist klar und direkt, oft humorvoll und mit prägnanten Dialogen, das Ende ein wenig zu sehr Happy-End, aber auch das darf ein Roman, der insgesamt sehr gut und spannend unterhalten hat. Johannes Staeck liest sehr szenisch und gibt allen Figuren ganz eigene Stimmen. Mir war das manchmal etwas zu viel des Guten, eine etwas zurückgenommenere Lesung hätte mir besser gefallen.

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Das Leben in Louisiana nach Katrina und dem Oelleck im Golf von Mexico
von Miss Booknerd am 27.06.2016

Die Geschichte handelt vom Leben im Bundesstaat Louisiana nach dem Hurricane Katrina und dem Oelleck im Golf von Mexico. Wir erleben die schiere Not und Verzweiflung der Bewohner von Jeanette. Wes hat seine Mutter in den Fluten von Katrina verloren und lebt in ständigem Zwist mit seinem Vater. Ihre... Die Geschichte handelt vom Leben im Bundesstaat Louisiana nach dem Hurricane Katrina und dem Oelleck im Golf von Mexico. Wir erleben die schiere Not und Verzweiflung der Bewohner von Jeanette. Wes hat seine Mutter in den Fluten von Katrina verloren und lebt in ständigem Zwist mit seinem Vater. Ihre Arbeit, das Shrimpfangen, verläuft wegen der Oel- und Chemikalienverschmutzung sehr schlecht und die finanzielle Not ist gross. Nach einem heftigen Streit verlässt der 15-jährige Wes seinen Vater und heuert bei einem anderen Shrimpfischer an. Der einarmige, schrullige, tablettensüchtige Lindquist heuert Wes an. Lindquist ist seit vielen Jahren davon überzeugt, irgendwann einen Schatz aus der Kolonisationszeit zu finden. Zeitgleich betreieben die Zwillingsbrüder Toup eine Grasplantage in der Barataria-Bay. Jeder im Ort weiss davon, aber keiner geht hin - zu gefürchtet sind die Zwillinge, die sie betreiben. Und dann gibts da noch Cosgrove, der nach einen Delikt zu Sozialarbeit verknurrt wird, von dieser Plantage hört und sich auf dem Weg nach Jeanette macht, um sich die Sache anzusehen. Der Autor versteht es, ein düsteres Bild der Gesellschaft in Louisiana nach der natur- und der menschgemachten Umweltkatastrophe zu zeichnen. Die Leute kämpfen täglich um ihr Überleben und schrecken dabei aus Not auch vor illegalen Aktivitäten aller Art nicht zurück. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn ich habe wenig über die Lebensbedingungen am Golf von Mexiko gewusst. Der französische Einfluss, das Leben am und vom Meer, die ärmlichen Verhältnisse - all diese Facetten habe ich durch das Buch ein bisschen kennengelernt und genau das mag ich so sehr an Literatur!

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Das zerstörte Leben des Wes Trench
von Herbert Mangl aus Wien am 25.04.2016

Wes Trench lebt mit seinem Vater in Jeanette, einer kleinen Stadt in der man gemeinhin vom shrimpfischen lebt. Doch nachdem der Hurrikan Katrina gewütet hat und BP ein Unfall auf der „Deepwater Horizon“ passiert ist, bei dem Unmengen an Rohöl ausgeflossen sind, fischt es sich nicht mehr so gut.... Wes Trench lebt mit seinem Vater in Jeanette, einer kleinen Stadt in der man gemeinhin vom shrimpfischen lebt. Doch nachdem der Hurrikan Katrina gewütet hat und BP ein Unfall auf der „Deepwater Horizon“ passiert ist, bei dem Unmengen an Rohöl ausgeflossen sind, fischt es sich nicht mehr so gut. Wes' Mutter ist bei dem Hurrikan ums Leben gekommen und er ist davon überzeugt, dass sein Vater Schuld daran hat. Doch so wie alle anderen Fischer in Jeanette sind sie gezwungen weiterzumachen, weil es keine Alternativen gibt. Anhand einiger geschickt verwobener Handlungsstränge zeichnet Tom Cooper die Schicksale einiger weniger Betroffener, wie sie ihr Schicksal meistern oder daran scheitern. Ich fand die Leseprobe zwar interessant, aber nicht ganz überzeugend, weil der Zusammenhang der einzelnen Handlungsstränge und Personen noch nicht absehbar war. Der Roman ist aber durchaus packend, wenn auch nicht von Anfang weg. Mir ist auch der Titel nicht ganz klar, denn ich würde Wes Trench nicht unbedingt als den Helden oder die Hauptperson dieses Buches erkennen. Ansonsten ist es eine wirklich gelungene Erzählung über die Fähigkeit des Menschen sich immer wieder aufzurichten und sich den Gegebeheiten und Widrigkeiten des Lebens anzupassen.

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Wes Trench
von Sylvia Mangl aus Wien am 10.03.2016

Bei dem Titel denkt man sofort an einen alten, vom Leben gebrochenen Mann und dann stellt man fest, dass unser Held hier ein ganz junger Mann ist, der schon etliche Katastrophen erlebt hat. Da wäre mal der Hurrikan Katrina, der seine Mutter auf dem Gewissen hat und dann auch... Bei dem Titel denkt man sofort an einen alten, vom Leben gebrochenen Mann und dann stellt man fest, dass unser Held hier ein ganz junger Mann ist, der schon etliche Katastrophen erlebt hat. Da wäre mal der Hurrikan Katrina, der seine Mutter auf dem Gewissen hat und dann auch noch das Ölleck auf der „Deepwater Horizon“, das die gesamte Umgebung verseucht hat und das Shrimp fischen, von dem beinahe die gesamte Bevölkerung in Jeanette lebt, beinahe unmöglich macht. Wes gibt seinem Vater die Schuld am Tod der Mutter, weil er die Hurrikanwarnungen nicht ernst genommen hat und geblieben ist. Die beiden überwefen sich und Wes verlässt sein Zuhause um bei dem alten Fischer Lindqvist anzuheuern. Lindqvist kann von seiner Fischerei kaum noch leben, doch er sucht schon sein ganzes Leben nach einem Goldschatz und ist überzeugt davon, dass er ihn eines Tages finden wird. Das passt den Brüdern Toup nicht, denn sie haben eine geheime Rauschgiftplantage und die läuft Gefahr, von Lindqvist entdeckt zu werden. Sie setzen alles dran, ihn daran zu hindern…. In verschiedenen Erzählsträngen, jeweils aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten erzählt Tom Cooper eine Geschichte übers Überleben nach der Katastrophe. Die Sprünge zwischen den einzelnen Themen sind nur am Anfang gewöhnungsbedürftig solange man noch nicht alle Charaktere kennt. Danach macht es die Erzählung sehr spannend und interessant. Ein wirklich gut gelungenes Debut.

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Zerstörte Lebensträume
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 08.03.2016

Wes Trench lebt mit seinem Vater von Shrimpsfang in den Sümpfen des Bayou. Die Ölförderung hat das Gebiet schwer geschädigt, die Erträge werden immer weniger und das Überleben immer härter. Nun treibt auch noch ein neuer Ölteppich auf das Delta zu. Seit 5 Jahren fährt Wes mit seinem Vater... Wes Trench lebt mit seinem Vater von Shrimpsfang in den Sümpfen des Bayou. Die Ölförderung hat das Gebiet schwer geschädigt, die Erträge werden immer weniger und das Überleben immer härter. Nun treibt auch noch ein neuer Ölteppich auf das Delta zu. Seit 5 Jahren fährt Wes mit seinem Vater zum Shrimpsfang, aber er tut es voll Zorn und Hass auf ihn. Der Sturm Katrina hat die Familie zerrissen, die Mutter kam ums Leben und Wes gibt seinem Vater daran die Schuld. Er hat nicht auf sie gehört und alle Warnungen vor dem Sturm buchstäblich in den Wind geschlagen. Diese Schicksalsschläge zwingen Wes, seine College Pläne zu vergessen und als Fischer ein hartes, schlecht bezahltes Leben auf sich zu nehmen. Er heuert beim alten Lindquist an, als das Leben mit seinem Vater unerträglich wird. Aber auch Lindquist ist ein verbitterter alter Mann, der nach dem Verlust seines Arms und dem Tod seiner Frau, den Schmerz und die Trauer mit Alkohol und Drogen bekämpft. Lindquist will einen geheimnisvollen Piratenschatz heben, den er im Delta vermutet und Nacht für Nacht fährt er in seinem Boot hinaus um zu graben. Dabei kommt er den Zwillingen Reginald und Victor Toup in die Quere, die ihre versteckten Grasfelder im Delta haben und nachts zur Ernte rausfahren und die Aufdeckung ihres Drogenanbaus fürchten. Auch die Zwillinge gehören zu der Schicht, die man als die Verlierer der Gesellschaft bezeichnen kann. Später kommen noch weitere Personen dazu, die sich begegnen und in die Geschehnisse eingreifen, ohne das die einzelnen Protagonisten eine Verbindung sehen. Es ist nicht nur die Verbitterung des Wes Trench, die der Autor Cooper beschreibt, alle seine Figuren müssen mit einem zerstörten Leben und geplatzten Träumen und Plänen leben. Da führte mich der Titel in die Irre. Tom Cooper beschreibt das in einer unglaublich farbigen, unmittelbaren Sprache, die mich sofort ganz real in die Geschichte gezogen hat. Die wechselnden Erzählperspektiven erschließen weitere Dimensionen. Die Menschen wurden mir sofort lebendig und standen vor meinen Augen, so bildstark werden sie mit ihren Eigenheiten und Schrullen geschildert. Egal wie viele Schläge und Enttäuschungen das Schicksal für sie bereit hält, sie halten an ihrem Traum und an ihrem Glauben an eine bessere Wendung fest. Es ist der unerschütterliche Glaube, die optimistische Einstellung, die Wes und die anderen von einem besseren Leben träumen lässt. Die Sumpflandschaft um New Orleans ist wunderbar, fast schon romantisch verklärt geschildert, die Liebe des Autors zu diesem Land teilt sich dem Leser auf jeder Seite mit. Es hat mir auch sehr gut gefallen, wie Cooper den Mut und den Willem, sich nicht von den Schicksalsschlägen unterkriegen zu lassen, seinen Figuren mitgibt. Diese Kraft, den Widrigkeiten zu trotzen und dabei den Humor nicht zu verlieren, haben mir die Figuren so nahe gebracht. Trotzdem bleibt in diesem Buch die melancholische Grundstimmung spürbar, die schon im Schutzumschlag zu sehen ist. Dort wurde ein alter Schwarz-Weiß-Stich gewählt, der die Sümpfe ein wenig trostlos und menschenfeindlich darstellt. Mein Fazit: ein großes Buch über den großen Süden der USA.

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Tom Cooper – Das zerstörte Leben des Wes Trench
von einer Kundin/einem Kunden aus Moers am 03.03.2016

Tom Cooper – Das zerstörte Leben des Wes Trench Auch noch fünf Jahre nach Hurrikan Katrina ist Wes Trench von Trauer zerfressen, seine Mutter ist bei der Katastrophe ums Leben gekommen. Die Schuld gibt er daran seinem Vater, der zu der Zeit viel zu stur war, um auf die Gefahr... Tom Cooper – Das zerstörte Leben des Wes Trench Auch noch fünf Jahre nach Hurrikan Katrina ist Wes Trench von Trauer zerfressen, seine Mutter ist bei der Katastrophe ums Leben gekommen. Die Schuld gibt er daran seinem Vater, der zu der Zeit viel zu stur war, um auf die Gefahr einzugehen. Auch heute noch streiten sich Wes und sein Vater, so sehr, dass Wes bei ihm kündigt und bei Lindquist anheuert. Der einarmige Lindquist, dessen Frau abgehauen ist, ist Shrimps-Fischer, die Zeiten sind hart und als Wes bei ihm anheuert wird er etwas zugänglicher. Seit vielen Jahren ist er auf Schatzsuche, sucht mit einem Metalldetektor den Sumpf nach verborgenen Schätzen ab. Dabei kommt er den Zwillingen Toup zu nah. Die Hasch-Plantage die die beiden Brüder angebaut haben, befindet sich im Suchradius von Lindquist. Die Zwillinge sind nicht begeistert und bedrohen ihn. Auch Brady Grimes macht sich die Toup´s nicht gerade zu Freunden. Im Auftrag von BP soll er den Fischern eine Entschädigung zahlen, damit die Ölgesellschaft weitere Schadensansprüche abschmettern kann. Doch Brady Grimes kommt aus der Gegend, hasst sie und hasst auch den Job. An einigen Fischern, wie zum Beispiel Wes´ Vater beißt er sich die Zähne aus. Nate Cosgrove wollte eigentlich nur seinen Vater beerdigen, als er in eine Schlägerei mit anschließenden Sozialstunden verurteilt wird, dort trifft er auf John Hanson, der nichts Gutes im Schilde führt. Der Roman ist komplex, beklemmend, stellenweise humorvoll, durchgehend spannend, und fesselnd geschrieben. Die Handlung ist spannend, anspruchsvoll, düster, traurig, sehr komplex, erschreckend und gut durchdacht. Manchmal fehlte mir die Leichtigkeit des Buches, was bei den erschreckenden Themen aber verständlich ist. Ich konnte mich gut in die Geschichte einlesen und hatte das Gefühl direkt im Geschehen zu stehen. Der Spannungsbogen wurde überwiegend im gesamten Buch aufrecht erhalten. Ich konnte mich gut in die Gefühlswelt der verschiedenen Personen rein versetzen, man fühlt mit ihnen mit. Warum ausgerechnet der Titel „Das zerstörte Leben des Wes Trench“ heißt, ist mir nicht einleuchtend. Denn hier gibt es mehrere Hauptpersonen. Wes Trench und sein Vater streiten sich ständig, Wes hat das Gefühl nie etwas richtig für seinen Vater zu machen. Immer wieder geraten die beiden in heftigen Streit mit Wutausbrüchen, weil die beiden nicht miteinander reden können und Wes ihm die Schuld am Tod seiner Mutter gibt. Der Schatzsucher Lindquist ist ein rauer Shrimps-Fischer, aber trotz seiner manchmal fragwürdigen Witze, ein sympathischer Charakter. Er träumt von dem großen Schatz, ist aber auch niedergeschlagen weil seine Frau ihn verlassen und die Tochter drogenabhängig ist. Auch die weiteren Charaktere waren mir je nach Rollenverteilung sympathisch/ unsympathisch, gut ausgearbeitet und haben die Geschichte gut abgerundet. Alle Charaktere sind detailreich beschrieben, glaubhaft dargestellt und es machte mir beim Lesen Spaß, mit ihnen Zeit in ihrer Welt zu verbringen. Die Örtlichkeiten und das Geschehen rundherum sind gut beschrieben, was mich noch besser in die Geschichte hinein finden ließ. Die Handlung war abwechslungsreich, spannend und überraschend. Vor allem aber war sie tragisch und anspruchsvoll, dieser Roman ist kein Buch für zwischendurch, da die Ölkatastrophe und der Hurrikan hier näher beleuchtet wird. Erschreckend. Der intellektuelle Schlagabtausch zwischen den Charakteren ist spannend, emotional und einfallsreich. Das Cover ist ein Blickfang, das eher dunkle Cover mit einer Sumpflandschaft wird von hellgrüner Schrift aufgepeppt. Das Cover und auch der Titel stehen im Einklang mit dem Buch. Fazit: Anspruchsvoll. Tragisch. Gute Geschichte. Tolle Handlung. Bedrückend. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Kein Buch für vergnügliche Lesestunden
von manu63 aus Oberhausen am 01.03.2016

In seinem Buch Das zerstörte Leben des Wes Trench lässt uns der Autor teilhaben am Leben von Wes Trench nachdem der Hurrikan Katrina gewütet hat. Seine Mutter ist dabei umgekommen, der Vater verbittert und er kennt nur noch Arbeit und kein Vergnügen. Der Autor lässt hier mehrere Lebensstränge nebeneinander... In seinem Buch Das zerstörte Leben des Wes Trench lässt uns der Autor teilhaben am Leben von Wes Trench nachdem der Hurrikan Katrina gewütet hat. Seine Mutter ist dabei umgekommen, der Vater verbittert und er kennt nur noch Arbeit und kein Vergnügen. Der Autor lässt hier mehrere Lebensstränge nebeneinander laufen und der Leser wird nach und nach mit der Geschichte der Charaktere bekannt gemacht. So gibt es unter anderem noch den Shrimpfischer Lindquist der versucht einen Schatz zu finden und die Brüder Toup die durch den Anbau von Marihuana über die Runden kommen wollen. In lebendiger und bildhafter Sprache entsteht ein Bild von der Mühsal der Protagonisten und ihrem Kampf ums Überleben. Das Bild ist eher düster und die Zukunft dunkel. Der Autor scheut sich auch nicht den Finger auf die Missstände zu richten, die das Schicksal der Personen in seinem Roman beeinflussen. Kein Buch für ein kurzweiliges Lesevergnügen sondern ein nachdenklich stimmender Roman der mich betroffen zurück gelassen hat.

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Nach Katrina...
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 29.02.2016

Der Roman "Das zerstörte Leben des Wes Trench" von Tom Cooper aus dem Hause Ullstein ist ein Abenteuerroman, der in der frühen Vergangenheit spielt: Die Zeit des Hurricans Katrina und dem Unfall auf der Deepwater Horizon. Wes ist ein junger Mann, der schon viel durchlebt und verloren hat. Durch den... Der Roman "Das zerstörte Leben des Wes Trench" von Tom Cooper aus dem Hause Ullstein ist ein Abenteuerroman, der in der frühen Vergangenheit spielt: Die Zeit des Hurricans Katrina und dem Unfall auf der Deepwater Horizon. Wes ist ein junger Mann, der schon viel durchlebt und verloren hat. Durch den Schicksalsschlag Katrina beschließt er wegzugehen und trifft auf den sympathisch verrückten Lindquist mit dem er auf hohe See fährt. Auf ihrer Reise treffen sie auf weitere Charakterköpfe, die Wes prägen und begleiten. Doch obwohl Wes die Freiheit seines neuen Lebens liebt, muss er sich bald einer Entscheidung bewusst werden... Was ich an diesem Roman interessant finde ist, dass dies das Erstlingswerk von Tom Cooper ist und dennoch empfinde ich den Roman als sehr gelungen. Der Schreibstil und der Aufbau sind meiner Meinung nach gelungen und lesenswert. Das Cover ist irgendwie auch interessant. Gerade die Kombination aus den grau-schwarz Tönen und dem giftigen grün machen es irgendwie sehenswert. Insgesamt ein gelungenes Buch, welches auf jeden Fall Potenzial hat und Lesefreude bereitet.

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