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Der Bastard von Tolosa

Roman

(9)
Wie Tausende »Soldaten Christi« folgt auch der junge Edelmann Jaufré Montalban 1096 dem Aufruf des Papstes, Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Viele grausame Schlachten später beginnt er, am Sinn des Kreuzzugs zu zweifeln. Als seine Geliebte brutal niedergemetzelt wird, will er sich auf seine Burg nahe dem heutigen Toulouse zurückziehen. Doch dort erwartet ihn eine Gattin, die er nur unter Zwang geheiratet hatte – und eine tödliche Intrige um das Rätsel seiner Herkunft.
Portrait
Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Eigentlich wollte er Kunstmaler werden, doch statt der “brotlosen Kunst” widmete er sich der Technik und wurde Software-Entwickler und später Marketingmanager für Softwareprodukte.
Seit frühester Jugend war Ulf Schiewe eine Leseratte, den spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Lauf der Jahre erwuchs aus der Lust am Lesen der Wunsch, selbst einen grossen historischen Roman zu schreiben, der in den “Bastard von Tolosa” mündete.
Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 928
Erscheinungsdatum 01.12.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-50309-6
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 223/125/58 mm
Gewicht 680
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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ein Geheimtipp
von meggie aus Mertesheim am 16.11.2012

Jaufre de Montalban, provenzalischer Edelmann und ehemaliger Krieger Christi, lebt als alter Mann auf seiner Burg in Rocafort und ist der Erzähler des 923 Seiten umfassenden historischen Epos. Er erzählt einem jungen Mönch seine Lebensgeschichte, weil er nicht weiß, ob er noch lebt, wenn sein Sohn Raol wieder zu... Jaufre de Montalban, provenzalischer Edelmann und ehemaliger Krieger Christi, lebt als alter Mann auf seiner Burg in Rocafort und ist der Erzähler des 923 Seiten umfassenden historischen Epos. Er erzählt einem jungen Mönch seine Lebensgeschichte, weil er nicht weiß, ob er noch lebt, wenn sein Sohn Raol wieder zu ihm zurückkehrt. Er will, dass Raol die Wahrheit erfährt, die Wahrheit über den "Bastard von Tolosa". Ein gewaltiger historischer Roman mit einem detailreichen und vor allem bildhaften Schreibstil. Ulf Schiewe beschreibt das Leben des Jaufre de Montalban so genau, als hätte er selbst dieses Leben gelebt. Die teilweise grausame Beschreibung einzelner Szenen setzt das Kopfkino in Gang und man meint, bei den Schlachten oder Gesprächen oder Feiern dabei und mittendrin zu sein. Mit wunderbaren Worten werden Landschaften beschrieben. So bekommt man Lust, die einzelnen Orte doch mal selbst kennenzulernen. Jaufre und seine Familie und Freunde wachsen einem ans Herz und der Verlust einzelner Personen lässt einem genauso trauern, wie die Protagonisten. Dank einer Leserunde, die vom Autor Ulf Schiewe begleitet wurde, konnte ich wieder etwas hinter die Kulissen des Romans sehen und mir manche Szenen besser vorstellen, da der Autor Rede und Antwort stand. Fazit: Durch den bildhaften Schreibstil hat man einen wunderbaren Eindruck über die Zeit des 12. Jahrhunderts im Libanon und in Frankreich bekommen. Wer historische Wälzer mag, sollte sich diesen Geheimtipp nicht entgehen lassen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten für dieses kleine Meisterwerk. © sina frambach

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Fulminanter historischer Roman
von mabuerele am 22.03.2016

"...Wer hält euch den Rücken frei, damit ihr eure ... Gier nach Abenteuer und Eroberung austoben könnt?..." Wir schreiben das Jahr 1131. Im Castel Rocafort ist gerade Aimar, ein junger Mönch angekommen. Jaufré Montalban; Senher de Rocafort, hatte bei Prior Jacobus einen Schreiber angefordert. Aimar sollte Jaufrés Geschichte aufschreiben. Jaufrés... "...Wer hält euch den Rücken frei, damit ihr eure ... Gier nach Abenteuer und Eroberung austoben könnt?..." Wir schreiben das Jahr 1131. Im Castel Rocafort ist gerade Aimar, ein junger Mönch angekommen. Jaufré Montalban; Senher de Rocafort, hatte bei Prior Jacobus einen Schreiber angefordert. Aimar sollte Jaufrés Geschichte aufschreiben. Jaufrés Gedanken gehen 21 Jahre zurück. Es war im Jahre 1110 in Outremer, als sein Schicksal eine neue Wendung nahm. Sie waren auf der Jagd nach einer reichen Karawane. Jaufré diente unter Graf Bertran. Schon 14 Jahre gehörte er zu den Soldaten Christi. Auch an der Eroberung von Jerusalem war er beteiligt. Der Autor hat einen fulminanten und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Die Geschichte gliedert sich in zwei Abschnitte. Zum einen geht es um das Leben als Soldat in Tripolis. Dann aber erhält Jaufré einen Brief von Bischof Odo, der ihn zurück in die Heimat ruft. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag und zunehmender Kriegsmüdigkeit folgt Jaufré dem Ruf. Doch in Rocafort wartet nicht nur ein lange gehütetes Familiengeheimnis auf ihn. Missgunst und Neid, Machtstreben und Gier zwingen Jaufré zu neuen Entscheidungen. Das friedliche Leben muss warten. Jaufré erzählt die Geschichte selbst. Die Personen werden gut charakterisiert. Ich möchte mich hier auf vier beschränken. Das ist zum einen Jaufré selbst, der seinen Auftrag ernst nimmt, ein kluger Stratege ist, aber mit Schicksalsschlägen schwer umgehen kann. Der zweite wäre sein Freund Hamid. Er ist zwar Moslem, sieht aber das Geschehen mit wachen Augen. Seine fast philosophischen Gedanken sind für die Geschichte eine besondere Bereicherung. Ricard, ein Verwandter des Grafen, entwickelt sich schnell zu Jaufrés Intimfeind. Zügellosigkeit, Machthunger und Grausamkeit zeichnen ihn aus. Berta, Jaufrés angetraute Gemahlin, ist eine starke Frau. Sie war DIE Überraschung des Buches. Der Schriftstil ist gut lesbar. Dazu tragen die detaillierten Beschreibungen von Land und Leuten bei. Die Verteidigungsmöglichkeiten der Burgen, der Kriegsverlauf, aber auch die Leiden der Zivilbevölkerung werden genau dargestellt. Das zeugt von exakter Recherche des Autors.Außerdem nutzt der Autor ein besonderes Stilmittel. Obwohl der Roman chronologisch aufgebaut ist, gibt es zwei Abweichungen. Zum einen sind das die kurzen Episoden zwischen Jaufré und Aimar, zum anderen werden an passender Stelle häufig Erinnerungssequenzen eingefügt, die das Geschehen vor 1310 beleuchten. Viel Wert legt der Autor auf die Wiedergabe von Emotionen. Trauer und Wut, Liebe und Zuneigung sind nur einige Beispiele, die sich durch die Handlung ziehen. Durch ihr Tun oder auch Lassen vermitteln die Protagonisten ihren tiefen Schmerz, ihre innere Zerrissenheit, aber auch ihre Stärke. Krieg und Kampf bedeuten immer wieder Abschiede, Abschiede von denen, die vor wenigen Minuten noch an der gleichen Seite gekämpft haben, aber ebenfalls von denen, die als Zivilisten Opfer der Kriegerscharen wurden. In gut herausgearbeiteten Dialogen wird dieser Wahnsinn des Krieges thematisiert. Manchem werden die Augen geöffnet, als er plötzlich selbst das Liebste verliert. Der Autor räumt den Protagonisten die Chance ein, sich zu entwickeln, die Vergangenheit mit neuen Augen zu sehen und den künftigen Weg zu überdenken. Das führt zu überraschenden Wendungen. Ernste und besinnliche Worte wechseln mit anklagenden Sätzen. Obiges Zitat stammt von Berta und zeigt die Sicht der Frauen. Doch auch ein feiner Humor fehlt nicht. Karten von den Handlungsorten, ein Register der historischen Personen und Anmerkungen des Autors ergänzen das Buch. Das Cover ist eher schlicht, passt aber zum Geschehen. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Einerseits wurde ich spannend unterhalten, andererseits wurde mir eine Menge an historischen Wissen vermittelt und nicht zuletzt gab es Sätze, die in Erinnerung bleiben werden, weil sie den Sinn von Krieg und Kampf infrage stellen.

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Zeit der Kreuzzüge
von Everett am 01.03.2016

Die Zeit der Kreuzzüge, 1096 meint auch der junge Jaufre Montalban dem Ruf folgen zu müssen und ins sog. Outremer zu ziehen, um Jerusalem zu befreien. Er durchsteht viele Kämpfe, findet dort eine Frau und wird Castelan vom Graf Bertran in der Nähe von Tripolis. Doch bei einem brutalen... Die Zeit der Kreuzzüge, 1096 meint auch der junge Jaufre Montalban dem Ruf folgen zu müssen und ins sog. Outremer zu ziehen, um Jerusalem zu befreien. Er durchsteht viele Kämpfe, findet dort eine Frau und wird Castelan vom Graf Bertran in der Nähe von Tripolis. Doch bei einem brutalen Überfall wird seine Lebensgefährtin getötet und er beschließt zurück in seine Heimat zu gehen, zusammen mit seiner Tochter und seinem besten Freund Hamid. Zu Hause erwarten ihn allerdings Schwierigkeiten. Seine Frau, die sich all die Jahre alleine um die Burg Rocafort gekümmert hat, und Feinde, die aus seiner Herkunft begründet sind, von der Jaufre aber nichts weiß. Die Geschichte wird von Jaufre in der Ich-Erzählung geschildert. Von seinen Kämpfen im Outremer, seiner Reise nach Hause und seinen Erlebnissen und Kämpfen um seine Burg. Eine sehr umfangreiche Geschichte, wo ich beim Lesen merke, wie viel Mühe und Recherche sich der Autor dabei gegeben hat. Ich finde, hier wird ein gutes Bild der damaligen Zeit dargestellt. Dazu sind die Charaktere absolut gut vorstellbar beschrieben und auch die Nebenfiguren haben mir gefallen, brachten viel Lebendigkeit in den Roman. Die Dialoge haben mir gut gefallen und brachten einen nochmal mehr in die Handlung. Durch die sehr umfassende und intensive Beschreibung kamen mir manche Stelle etwas lang vor, doch im Nachhinein machten diese durchaus Sinn und gehören einfach zu diesem Roman. Ein sehr gelungener historischer Roman, der sehr facettenreich ist, geschrieben in einem wirklich gut lesbaren Stil.

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