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Der Circle

Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015, Kategorie Preis der Jugendlichen

(22)
Huxleys »Schöne neue Welt« reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz - so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten - wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles ...
Mit seinem neuen Roman »Der Circle« hat Dave Eggers ein packendes Buch über eine bestürzend nahe Zukunft geschrieben, einen Thriller, der uns ganz neu über die Bedeutung von Privatsphäre, Demokratie und Öffentlichkeit nachden-ken und den Wunsch aufkommen lässt, die Welt und das Netz mögen uns bitte manchmal vergessen.
Rezension
"Wir müssen uns davor verbeugen und froh sein, dass es das Buch gibt. Jeder muss es lesen." Juli Zeh 20140813
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 14.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04675-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 210/139/40 mm
Gewicht 660
Originaltitel The Circle
Verkaufsrang 16.845
Buch (gebundene Ausgabe)
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Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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7
1
3
1

Unsere Zukunft - oder Gegenwart?
von einer Kundin/einem Kunden am 19.08.2014

Dave Eggers sorgt für Gänsehaut - und läßt mich grübeln... Er erzählt von einer erschreckend möglichen nahen Zukunft. "The Circle" ist einer der mächtigsten Konzerne, nachdem er Facebook, Google usw. geschluckt hat. Beim Lesen musste ich mich immer wieder fragen: wohin steuern wir mit unserer völligen Preisgabe unserer Persönlichkeit? Wie weit sind wir... Dave Eggers sorgt für Gänsehaut - und läßt mich grübeln... Er erzählt von einer erschreckend möglichen nahen Zukunft. "The Circle" ist einer der mächtigsten Konzerne, nachdem er Facebook, Google usw. geschluckt hat. Beim Lesen musste ich mich immer wieder fragen: wohin steuern wir mit unserer völligen Preisgabe unserer Persönlichkeit? Wie weit sind wir heute, 2014, von diesem völlig gläsernen Menschen entfernt, den Eggers in seinem modernen "1984" (George Orwell) beschreibt. Ich konnte dieses Buch gar nicht zur Seite legen und musste die 560 Seiten in einem Stück lesen. Denn irgendwann stellt man sich selbst die Frage, wie weit ist zu weit. Wenn die Protagonistin gefragt wird, ob es fair sei, ihre abenteuerlichen Erlebnisse für sich zu behalten, statt sie öffentlich zu posten und somit einem gelähmten Jungen die Möglichkeit des Co-Erlebens zu nehmen, fragt man sich als Leser selbst: ist Privatsphäre egoistisch oder nicht doch ein Menschenrecht?! Ein sehr brisantes Thema! Ein Leseerlebnis, das zu erleben sich lohnt!

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Schwache Geschichte
von Daniela P. am 23.11.2014

Mae Holland ist 24 Jahre alt und hat Dank ihrer Freundin Allie einen neuen Job gefunden - bei der erfolgreichsten Firma der Welt: "Der Circle". Dieses Unternehmen mit Sitz in Kalifornien hat alle anderen Internetkonzerne wie Google und Facebook aufgekauft inklusive alle Daten, die jemals über die Nutzer gesammelt... Mae Holland ist 24 Jahre alt und hat Dank ihrer Freundin Allie einen neuen Job gefunden - bei der erfolgreichsten Firma der Welt: "Der Circle". Dieses Unternehmen mit Sitz in Kalifornien hat alle anderen Internetkonzerne wie Google und Facebook aufgekauft inklusive alle Daten, die jemals über die Nutzer gesammelt wurden. "Der Circle" kreiert ein soziales Netzwerk, in dem niemand mehr anonym ist. Jeder muss sich mit seiner wahren Identität registrieren und damit werden alle Internetgeschäfte erledigt. Die anfängliche Skepsis, die Mae zu Beginn hegt, weicht bald tiefster Überzeugung. Dadurch steigt Mae in der Hierarchie des Unternehmens weiter nach oben und treibt die wahnsinnigen Ideen der "Circle"-Gründer bis an die Spitze: Jeder Mensch soll transparent werden. Denn was gibt es schon zu verheimlichen? Die Idee des Buches hat mich zu Beginn fasziniert, doch nach 200 Seiten habe ich mich nur noch durch das Buch gequält. Die Charaktere sind völlig unglaubwürdig und widersprüchlich und auch die Handlung gestaltet sich nicht viel besser. Vom Ansatz her wirklich eine gute Idee und einige Dinge werden auch so kommen bzw. passieren im Moment z.T. schon so. Aber die überschwänglichen Kritiken für dieses Buch kann ich absolut nicht nachvollziehen. Daumen runter!

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Es ist nicht alles gut, was glänzt!
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 21.08.2014

Es ist nicht alles gut, was glänzt! Huxleys »Schöne neue Welt« reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem... Es ist nicht alles gut, was glänzt! Huxleys »Schöne neue Welt« reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … Mit „Der Circle“ habe ich eins der beeindruckendsten Bücher in diesem Jahr gelesen. Die Idee einer einzigen Internetidentität hat mir gefallen. Mich nervt oft die Anonymität im Internet. Jeder kann sich hinter Pseudonymen verstecken und „so richtig die Sau raus lassen“. Erst kürzlich haben mich Kommentare zum Tod eines Schauspielers so erschreckt und auch traurig gemacht. So vieles wäre nicht mehr möglich, wenn alle mit ihrer wahren Identität im Netz unterwegs wären. Und so konnte ich diese Idee einfach nur gut finden. Dazu kommt, dass mir die Art, wie Dave Eggers die Dinge beschreibt, sehr gut gefällt. Nicht zu enthusiastisch, aber so subtil, dass ich mir alles so gut vorstellen konnte und mir insgeheim auch so einen Arbeitsplatz gewünscht habe. Ich finde, dieser Schreibstil passt perfekt zu der Geschichte von Mae, die sich von der biederen grauen Maus zum Aushängeschild vom Circle entwickelt. Gerade an ihrem Beispiel wird deutlich, wie schnell man manipuliert werden kann ohne es bewusst zu merken. Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, wie Mae durch ihren Traumjob in einen Strudel gerät, dem sie sich nicht mehr entziehen kann und auch nicht will. Mir wurde es im Laufe der Geschichte immer mulmiger. Dave Eggers hat es in kürzester Zeit geschafft, mich komplett in die Geschichte hineinzuziehen. Ich habe nicht einfach nur gelesen, nein, ich musste ständig über das Gelesene nachdenken und mich austauschen. Und über mein eigenes Verhalten nachdenken. Die Geschichte ist zwar dystopisch, aber nicht wirklich weit weg von der Gegenwart. Wer noch nie in einem sozialen Netzwerk angemeldet war, wird vieles vielleicht gar nicht so nachvollziehen können. Aber ich nutze Facebook und einige Foren recht aktiv und es macht schon Spaß, etwas zu posten und viele Likes zu bekommen. Gefährlich wird es, wenn man sein reales Leben darüber vergisst. Hier lauert eine unheimliche Gefahr, die Dave Eggers perfekt dargestellt und ausgearbeitet hat. Ich konnte die Veränderung von Mae hautnah miterleben. Manchmal dachte ich, so naiv kann man doch gar nicht sein. Und dennoch konnte ich sie verstehen. Verstehen, was mir ihr passierte. Verstehen, warum sie sich so beeinflussen ließ. Und so hat mich diese grandios konstruierte und geschriebene Geschichte sehr bewegt und beschäftigt. Und sie beschäftigt mich immer noch, obwohl ich das Buch schon vor einigen Tagen beendet habe. Regelrecht schockiert hat mich das Ende. Ich hatte etwas völlig anderes erwartet. Und bin froh, dass Dave Eggers sich genau für dieses Ende entschieden hat. Denn sein Ende ging mir wirklich heftig unter die Haut und macht dieses Buch so perfekt und rund!! Ich stelle bewusst keine Vergleiche zu anderen Büchern dieser Art an, denn ich finde, jedes Buch sollte für sich stehen. Fazit: Ein spannendes und bewegendes Zukunftsszenario, das gar nicht so weit weg ist und mich noch lange beschäftigen wird.

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Die Zukunft des Social Networks?
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2014

Mae Holland tritt ihren neuen Job in der Firma „Der Circle“ an. Ein Job von dem alle Menschen träumen und ihn selber gerne hätten, denn der Circle ist eine Vorzeigefirma. Mit vielen Freizeitangeboten, Wohnmöglichkeiten und Veranstaltungsmöglichkeiten scheint es wie der perfekte Arbeitsplatz. Ziel der Firma ist es, das gesamte... Mae Holland tritt ihren neuen Job in der Firma „Der Circle“ an. Ein Job von dem alle Menschen träumen und ihn selber gerne hätten, denn der Circle ist eine Vorzeigefirma. Mit vielen Freizeitangeboten, Wohnmöglichkeiten und Veranstaltungsmöglichkeiten scheint es wie der perfekte Arbeitsplatz. Ziel der Firma ist es, das gesamte Leben eines Menschen transparent zu gestalten. Denn wer transparent ist hat auch nichts zu verstecken oder zu verheimlichen. Wer also nicht freiwillig transparent ist, wirkt verdächtig. Wer verdächtig ist, wird von der Gesellschaft gejagt. Einige versuchen dem Circle und seinem Vorhaben ein Ende zu bereiten und Mae muss sich entscheiden, auf wessen Seite sie denn nun stehen möchte. „Der Circle“ von Dave Eggers wurde vor der Veröffentlichung als Nachfolger von Orwells „1984“ angepriesen. Dabei fehlt es Eggers Roman deutlich an dem visionären Charakter, denn die Szenarien, die er beschreibt, dürfte sich jeder von uns zumindest ungefähr schon einmal so vorgestellt haben. Trotzdem ist „Der Circle“ ein wirklich spannender Roman, der einem noch einmal vor Augen führt, wie weit die Gesellschaft wohl ein Tages für die totale Transparenz gehen wird. Am Anfang lässt man sich selbst ein bisschen in diese transparente Welt mitziehen, aber schnell wird klar, dass die beschriebene Welt mehr Schein als Sein ist. Nicht so prophetisch wie Orwell aber dennoch mit einem tollen Sprachstil kann ich „Der Circle“ wirklich jedem empfehlen.

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Moderner Roman über den Wahn, dass alles transparent und jederzeit im Internet verfügbar sein sollte.
von kvel am 19.08.2014

Moderner Roman über den Wahn, dass alles transparent und jederzeit im Internet verfügbar sein sollte. Inhalt: Die Protagonistin Mae Holland ist eine junge Frau, die sich sehr darüber freut, dass sie eine Anstellung bei dem Internetkonzern "Circle" bekommen hat. Ihre beste Freundin Annie arbeitet bereits dort. Mae kennt Anni bereits aus... Moderner Roman über den Wahn, dass alles transparent und jederzeit im Internet verfügbar sein sollte. Inhalt: Die Protagonistin Mae Holland ist eine junge Frau, die sich sehr darüber freut, dass sie eine Anstellung bei dem Internetkonzern "Circle" bekommen hat. Ihre beste Freundin Annie arbeitet bereits dort. Mae kennt Anni bereits aus der Studienzeit. Die Firma bietet seinen Angestellten so einiges (kostenloses Essen, abendliche Events, Schlafen auf dem Campus) und erwartet auch so einiges (es werden immer mehr Meinungsabfragen und Tätigkeiten, die gleichzeitig erledigt werden müssen, an die Mitarbeiter gestellt). Aber Mae macht dies alles Freude - sie fühlt sich wichtig und bestätigt! Aber sie nimmt die Kritiken ihrer Mitmenschen, dass sie nämlich nur noch im Internet existieren würde und in der realen Welt nichts leisten würde, natürlich nicht ernst. Meine Meinung: Sprachlich hat mir der Roman sehr gut gefallen. Der Autor schreibt detailliert, aber nicht zu detailliert, und nachvollziehbar. Die Charaktere wirken echt und lebendig. Das Ende der Story ist auf jeden Fall die logische Konsequenz und verdient somit ausdrückliches Lob. Kritikpunkte: Die Story wird sehr "geradlinig" erzählt, so dass sie an sich etwas sehr vorhersehbar ist und zu weilen das Gefühl vermittelt etwas zu lang zu sein. Die Protagonistin wirkt sehr naiv. Ja, klar sie "rutscht" da von einem Gadget ins Nächste und gibt freiwillig immer mehr von ihrer Persönlichkeit preis und teilt ihr komplettes Leben online mit der kompletten Community. Aber dass sie die Ansichten ihrer Angehörigen, die nicht auf diesem Hype, alles im Internet veröffentlichen zu wollen, mitreiten, so gänzlich unreflektiert von sich weist, finde ich nun doch etwas sehr unrealistisch. Sie merkt auch nicht, dass sie sich zu persönlichen Gesprächen, um sich eine Auszeit aus ihrem permanent veröffentlichen Leben heraus zu schinden, auf der Toilette verstecken muss, und das trotz der allseits gepriesenen Gläsernheit. Leider werden die Konsequenzen, dass wenn z.B. Mae bei ihren Kunden ebenfalls ihre persönliche Meinung zu allen gesendeten Fragebögen ausfüllt oder sich bei ihren Kunden in deren Mailing- und sonstige Listen eintragen lässt, zu wenig bzw. gar nicht ausgearbeitet. Fazit: Aber dennoch insgesamt kein schlechtes Buch, das man gut und gerne lesen kann.

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Enttäuschend lahm und banal
von einer Kundin/einem Kunden am 10.09.2014

Während Orwell mit 1984 es schafft, eine fiktive Zukunft erschreckend lebendig und realistisch zu beschreiben und drum herum eine spannende, sozialkritische Handlung aufbaut, gelingt dies hier nicht. Die "Zukunft" ist nichts weiter als eine etwas weitergesponnene Gegenwart: Google, Twitter und Facebook bekommen neue Namen und das war's. Teile der... Während Orwell mit 1984 es schafft, eine fiktive Zukunft erschreckend lebendig und realistisch zu beschreiben und drum herum eine spannende, sozialkritische Handlung aufbaut, gelingt dies hier nicht. Die "Zukunft" ist nichts weiter als eine etwas weitergesponnene Gegenwart: Google, Twitter und Facebook bekommen neue Namen und das war's. Teile der Handlung sind so was von nebensächlich (ewiges gepaddel in der Bay), daß man sich langweilt. Die Figuren sind platt und wie Lemminge nach einer Gehirnwäsche, wobei nicht klar wird, wieso. Eine Gegenbewegung zum Bösen gibt es nicht. Die Analogie mit den Tiefseetieren ist dermaßen durchschaubar und unverschlüsselt, daß man sich fragt, was sie soll. Dazu noch ein wenig Erotik oder Sex, weil das bei Orwell und Huxley auch vorkommt. Während "Schöne Neue Welt" wenigstens (ich mag das Buch nicht) noch drastisch in der Vision und sozialkritisch ist, bleibt Der Circle unreflektierend und beschreibt nur monoton die "schöne Neue" Arbeitswelt (durchaus einiger Unternehmen von Heute).

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Wir sind schon mittendrin
von Vera Pestel am 20.05.2015

Mae ist überglücklich! Sie kann es kaum fassen. Sie hat durch ihre Schulfreundin Annie einen Job in einer der einflussreichsten Firmen bekommen. Sie gehört ab jetzt zum Circle. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie bei einem Stromversorger in einem dunklen Büro vergammelte. Der Circle existiert seit sechs Jahren und... Mae ist überglücklich! Sie kann es kaum fassen. Sie hat durch ihre Schulfreundin Annie einen Job in einer der einflussreichsten Firmen bekommen. Sie gehört ab jetzt zum Circle. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie bei einem Stromversorger in einem dunklen Büro vergammelte. Der Circle existiert seit sechs Jahren und ist dabei, alles umzukrempeln. Die erste Zeit ist für Mae schwierig, alles ist ganz anders als in ihrem alten Job. Sie muss sich erst daran gewöhnen, keinen geregelten Feierabend mehr zu haben, denn es wird gerne gesehen, wenn die Mitarbeiter auch ihre Freizeit zusammen verbringen und ihre Erlebnisse mit anderen teilen. Die Community wird groß geschrieben. Alles wird geteilt, alles wird bewertet und kommentiert. Der Circle versteht sich als eine große Familie. Und die Familie ist für einen da, wenn man sie braucht. Das erfährt Mae, als ihr Vater an Multipler Sklerose erkrankt. Er kann sich über seine Tochter, also über den Circle, versichern lassen und bekommt somit die beste medizinische Versorgung. Schnell bessert sich sein Gesundheitszustand. Einzige Voraussetzung: Er muss dem Circle alle seine Daten zur Verfügung stellen und Kameras in seinem Haus installieren lassen. Auf Mae wirkt das alles beruhigend. Es wird für sie ganz einfach, mithilfe der Kameras nach ihren Eltern zu sehen. Auch von ihr werden immer mehr Daten erhoben und gefordert. Immer mehr Monitore werden an ihrem Arbeitsplatz installiert. Zunächst überfordern sie diese neuen Methoden, die in der Firma praktiziert werden, doch sie fühlt sich in diesem System immer mehr aufgehoben und beschützt. Sie beginnt, ihr Leben mit anderen zu teilen und es gut zu finden. Eine Welt ohne Geheimnisse wird propagiert und gefördert, in der alles besser und sicherer sein soll. Nach einer großen Veranstaltung auf dem Campusgelände entscheidet sie sich für den letzten großen Schritt in eine für sie bessere Welt. Dave Eggers hat mit The Circle eine Welt erschaffen, die nicht weit von unserer Realität entfernt ist. Eine Firma, die wie eine Mischung aus Google und Facebook daherkommt, entwickelt immer neue Strategien, um das Leben der Menschen einfacher und sicherer zu machen. So scheint es zunächst. Alles soll transparent werden. Die SeeChange Kameras sind ein Schritt auf dem Weg dorthin, sie läuten eine Zeitenwende ein. Alles was passiert, soll bekannt werden. Alle Daten der Menschen sollen zur Verfügung stehen, die Wohnungen gescannt werden. Natürlich nur, um das Leben zu vereinfachen und den Kühlschrank automatisch auffüllen zu lassen. Mae ist ein naiver, leicht zu beeinflussender Mensch. Die neue Welt beeindruckt sie, sie fühlt sich in ihr geborgen. Draußen, in der realen Welt, fühlt sie sich immer unsicherer. Was sie dabei übersieht, ist, dass damit wenige sehr viel Macht bekommen. Einzig ihr Ex-Freund Mercer stellt sich gegen das System. Er versucht Mae davon zu überzeugen, dass sie in die falsche Richtung läuft. Das wird deutlich durch Sätze wie auf Seite 295: „Mae, ich hatte nie stärker das Gefühl, dass irgendeine Sekte die Welt erobert." Oder auf Seite 297: „Einzeln wisst ihr nicht, was ihr kollektiv macht." Doch Mae ist mit ihrer Naivität und Gutgläubigkeit der perfekte Mensch für diese schöne neue Welt. Können wir dieser Dystopie entfliehen? Die schöne neue Welt ist eine Versuchung, jedoch eine Versuchung mit Nebenwirkungen. Können wir uns abschotten von einer Welt, die uns immer mehr aussaugt, die alles speichert, was wir tun und sagen? Dave Eggers lässt mich beunruhigt zurück. Ich weiß, dass viele Dinge in diesem Roman längst Realität sind. Immer neue Skandale und Affären lassen erahnen, dass dies nur die Spitzen von dem sind, was wirklich geschieht. Der Roman setzt hervorragend in Szene, auf welchem Weg wir sind. Eine drängende Frage bleibt: Können wir dem System noch entfliehen? Diese Frage wird zu einer neuen Utopie. https://www.youtube.com/watch?v=JvPNU8IlNWE

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Der Circle
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Ein Konzern, das die Internetgrößen Google, Apple, Facebook und Twitter aufgekauft hat, für Transparenz im Leben der Menschen wirbt und mit Gratiskonzerten von internationalen Sängern, sowie diversen anderen attraktiven Aktionen und Angeboten den Arbeitern in diesem Unternehmen das Arbeitsleben ansprechend gestaltet - der Circle hat seinen Namen unter den... Ein Konzern, das die Internetgrößen Google, Apple, Facebook und Twitter aufgekauft hat, für Transparenz im Leben der Menschen wirbt und mit Gratiskonzerten von internationalen Sängern, sowie diversen anderen attraktiven Aktionen und Angeboten den Arbeitern in diesem Unternehmen das Arbeitsleben ansprechend gestaltet - der Circle hat seinen Namen unter den Menschen rasant bekannt gemacht. Die 24-jährige Mae ist überglücklich, ein Teil dieses Konzerns sein zu dürfen und startet begeistert an ihrem neuen Arbeitsplatz durch. Sie ist sehr davon überzeugt, das Ziel des Circles zu erreichen: Die Anonymität der Menschen im Netz zu nehmen, um dieses von Schmutz und Kriminalität zu befreien. Doch aus der Begeisterung zur Transparenz wird ein Wahn und die baldige Vorzeigemitarbeiterin wird zu einem völlig anderen Menschen. Erst eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles... Eggers griff für seinen Roman ein aktuelles Thema auf – und machte daraus einen absoluten Bestseller...

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Der Circle
von einer Kundin/einem Kunden am 14.01.2015

Dave Eggers "Der Circle" beschreibt das Thema gläserner Mensch. Die Protagonistin Mae Holland erklärt sich damit einverstanden ihre Privatsphäre komplett aufzugeben. Sie trägt 24 Stunden am Tag eine Kamera um den Hals, die es der ganzen Welt ermöglicht ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Wenn man das nun... Dave Eggers "Der Circle" beschreibt das Thema gläserner Mensch. Die Protagonistin Mae Holland erklärt sich damit einverstanden ihre Privatsphäre komplett aufzugeben. Sie trägt 24 Stunden am Tag eine Kamera um den Hals, die es der ganzen Welt ermöglicht ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Wenn man das nun einfach so hört, würde man vielleicht denken, was für eine Irre würde denn so etwas tun? Aber lesen Sie dieses Buch und Ihnen wird schnell klar, so unwahrscheinlich und fern ist diese Zukunft nicht. Ein sehr spannender und geheimnisreicher Roman, der wohl das Verhalten einiger Social Media User ändern wird.

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Wenn soziale Netzwerke zur Pflicht werden...
von einer Kundin/einem Kunden am 10.11.2014

In der Firma, in der Mae Holland ihren neuen Job antritt, dem "Circle", steht das teilen und Anteilnahme in sozialen Netzwerken an erster Stelle. Wer nicht teilt, hat Geheimnisse oder enthält anderen Erlebnisse vor, die sie ein Recht haben, mitzuerleben. Transparenz wird immer mehr groß geschrieben, und so nimmt... In der Firma, in der Mae Holland ihren neuen Job antritt, dem "Circle", steht das teilen und Anteilnahme in sozialen Netzwerken an erster Stelle. Wer nicht teilt, hat Geheimnisse oder enthält anderen Erlebnisse vor, die sie ein Recht haben, mitzuerleben. Transparenz wird immer mehr groß geschrieben, und so nimmt der Circle schließlich auch Einfluß auf die Politik. Wenn Politiker nichts zu verheimlichen haben, können sie doch alles transparent und öffentlich machen - auch Besprechungen und politische Beschlüsse. So die Logik hinter dem Firmensystem, in das Mae immer weiter hinein rutscht - und das mit blinder Begeisterung. Eine sehr gut ausgeführte Dystopie, die einem vor Augen führt, welchen Einfluss Internet-Plattformen in unserem Leben schon einnehmen und wohin das führen kann. Für die Antiheldin Mae hat man als Leser Verständnis, muss sich aber gerade deshalb auch immer wieder an den Kopf fassen. Ein Muss für alle, die soziale Medien nutzen und im Internet ihre Meinung mitteilen!

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beängstigend
von einer Kundin/einem Kunden am 10.09.2014

Orwell's 1984 in Neuauflage. Totale Überwachung- von der Mehrheit geduldet und gewollt. Mae arbeitet beim Gas- und Wasserversorger. Mae hasst diesen Job, sie hasst die Stadt in der sie lebt. Mae hat eine Freundin: Annie. Annie ist ein führender Kopf beim "Circle". Der Circle ist ein Riesenkonzern- Social Media... Orwell's 1984 in Neuauflage. Totale Überwachung- von der Mehrheit geduldet und gewollt. Mae arbeitet beim Gas- und Wasserversorger. Mae hasst diesen Job, sie hasst die Stadt in der sie lebt. Mae hat eine Freundin: Annie. Annie ist ein führender Kopf beim "Circle". Der Circle ist ein Riesenkonzern- Social Media deluxe, Partizipation, Transparenz. Mae darf dort ihr neues Leben, ihre neue Arbeit beginnen. Anfangs macht sie genau das: ihren Job. Doch nach und nach wird sie dazu gedrängt, zu "partizipieren". Sich mitzuteilen, egal, ob sie es für wichtig hält oder nicht, der Welt und dem Circle mitzuteilen, das und wie sie zum Kajaken geht. Ratings zu vergeben, Fragebogen auszufüllen- sich transparent zu machen, gehört von nun an zu ihrem Job. Auch wenn manche Analogien (speziell der Hai aus dem Marianengraben) sehr transparent sind (ja, ich weiss das Wortspiel ist in dem Fall nicht sehr ausgefeilt)- man fiebert als Leser mit diesem Buch mit, hofft, dass Mae endlich aufwacht und zur Besinnung kommt. Man möchte die Protagonistin schütteln, ihr die Augen öffnen für das, was da passiert: der Wahn der völligen Kontrolle über absolut alles- und die Mehrheit der Bevölkerung gibt sich dem bereitwillig, sogar freudig hin! Lesenswert, unbedingt!

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Hip, cool, innovativ und vor allem transparent - das ist der Circle...
von einer Kundin/einem Kunden am 03.09.2014

Mit Leitsprüchen wie "Alles private ist Diebstahl" & "Geheimnisse sind Lügen" treibt Dave Eggers seine multimedialen Zukunftsvorstellungen gekonnt auf die Spitze und legt damit einen hochspannenden Roman vor, der zum nachdenken anregt...

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Big Data is watching You
von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2014

Dave Eggers hat es geschafft und den Roman zum "Big Data"- Problem geschaffen. Intensiv, spannend und sehr sehr gruselig führt uns der Autor in die Tiefen der Social Media - Zwänge unserer aktuellen und sicher auch zukünftigen Gesellschaft. Anhand eines Einzelschicksals der Hauptprotagonistin Mae und deren familiärem und freundschaftlichem... Dave Eggers hat es geschafft und den Roman zum "Big Data"- Problem geschaffen. Intensiv, spannend und sehr sehr gruselig führt uns der Autor in die Tiefen der Social Media - Zwänge unserer aktuellen und sicher auch zukünftigen Gesellschaft. Anhand eines Einzelschicksals der Hauptprotagonistin Mae und deren familiärem und freundschaftlichem Umfeld beschreibt er sehr glaubwürdig die Wandlung vom halbwegs freien Denker bis hin zum dem Massenphänomen anhängender Fanboys und -girls. Ein George Orwell des Digitalzeitalters hat man Dave Eggers aufgrund seines immens erfolgreichen Romans bereits genannt. Zu Recht, denn "Der Circle" lässt sich ebenso gut als Abschreckung als auch einfach als unterhaltsamer Roman zu Gemüte führen. Daher kann ich den neuen Eggers als Lesestoff für eine breite Leserschaft unbedingt empfehlen.

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Was Eggers angesichts der Diskussion um NSA, Google und Co gelingt, ist beachtlich: eine Satire, die smart, amüsant und tiefgängig zugleich ist. "The Circle", intelligent und mit sprudelndem Witz verfasst, stellt die alles entscheidende Frage der Zukunft: wie viel Kontrolle darf ein mächtiger Konzern über uns haben? Eggers Buch... Was Eggers angesichts der Diskussion um NSA, Google und Co gelingt, ist beachtlich: eine Satire, die smart, amüsant und tiefgängig zugleich ist. "The Circle", intelligent und mit sprudelndem Witz verfasst, stellt die alles entscheidende Frage der Zukunft: wie viel Kontrolle darf ein mächtiger Konzern über uns haben? Eggers Buch ist "1984" und "Schöne neue Welt" für das Zeitalter, in dem wir jetzt leben, und er macht daraus einen großartigen, nachdenklichen, und richtig unterhaltsamen Roman.

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Die Möglichkeiten des Circles sind unendlich...
von einer Kundin/einem Kunden am 18.03.2015

Einen Job beim Circle zu bekommen, ist wie ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. Der Circle, ein riesiges Internetimperium mit Sitz in Kalifornien. Google, Facebook, Apple, Twitter, alle wurden vom Circle geschluckt. Mae Hollands erster Arbeitstag ist wie Urlaub. Der Circle bietet ein Rundum Sorglospaket für seine Angestellten. Nach... Einen Job beim Circle zu bekommen, ist wie ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. Der Circle, ein riesiges Internetimperium mit Sitz in Kalifornien. Google, Facebook, Apple, Twitter, alle wurden vom Circle geschluckt. Mae Hollands erster Arbeitstag ist wie Urlaub. Der Circle bietet ein Rundum Sorglospaket für seine Angestellten. Nach der Arbeit hat man zig Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Und es ist erwünscht daran teilzunehmen. Der Druck, das Arbeitspensum, alles ist für Mae kein Problem. Auch der Verlust jeglichen Privatlebens ist für Sie völlig in Ordnung. Alles muss für jeden zugänglich sein. Keine Geheimnisse. Immer online – rund um die Uhr. Sämtliche Warnungen werden von Mae ignoriert. Wer gegen den Circle ist, ist auch gegen sie. Die Möglichkeiten des Circles sind unendlich.

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The circle must be broken
von Lisa Tritscher aus Wien am 08.03.2015

Ein Buch, während dessen Lektüre ich mehrmals das Bedürfnis hatte, es gegen die Wand zu werfen oder - um es auf einfach loszuwerden - im Bus "liegen lassen" wollte, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Nicht weil es so schlecht ist, sondern weil mir Dave Egger's gesamte Idee... Ein Buch, während dessen Lektüre ich mehrmals das Bedürfnis hatte, es gegen die Wand zu werfen oder - um es auf einfach loszuwerden - im Bus "liegen lassen" wollte, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Nicht weil es so schlecht ist, sondern weil mir Dave Egger's gesamte Idee so nahe gegangen ist, oder vielmehr weil sie mir nahe IST. Eggers beschreibt hier keineswegs eine dystopische Zukunft, nein, er nimmt die menschlichen Selbstverwirklichungsbedürfnisse und die damit einhergehende heutige Hauptbeschäftigung mit Social Media und führt sie auf den Buchseiten ein paar kleine Schritte weiter. Die Spannungskurve und die Tiefe der Persönlichkeit der Protagonistin sind für mich fast während der gesamten Lektüre nicht wirklich angestiegen bzw. vertieft worden; gehalten am Buch haben mich aber immer wieder die großen Schockmomente, wenn ein neues Level des Social Media Wahnsinns vorgestellt, verwirklicht und somit erreicht wurde - und nach einiger Überlegung auch von mir verstanden und akzeptiert wurde. Teilweise habe ich mich schon gefragt, wann die Protagonisten zwischen Kundenanfragen beantworten, Produktrezensionen abgeben, Testen neuer Erfindungen, ständigem Kommunizieren mit allen 10 000 Mitarbeitern des Circles, ständigem Kommunzieren mit der Außenwelt und (im Fall der Proganistin) - meiner Meinung nach für den Fortgang des Buches irrelevanten - Outdoor-Aktivitäten auch noch zum Schlafen kommen, aber wie ich selbst weiß, ist das Internet immer Droge und Pushup genug. "Der Circle" ist für mich sicherlich kein sprachliches Meisterwerk oder bisher nie dagewesenes Gedankenspiel (auch wenn er meiner Meinung nach weder mit Orwell noch mit Huxley verglichen werden kann) und - wofür er gänzlich unschuldig ist - ist er auch noch ein Roman mit einem schlechtem Nebengeschmack, weil der Markt von dystopischen Novellen derzeit ja überflutet ist und ich eigentlich nicht auf dieser Welle mitsurfen wollte. Aber - wie ich oben erwähnt habe - handelt es sich hierbei um keine düstere Zukunftsaussicht in der ein totalitäres Regime sich abmüht, hier und dort aufkeimenden Widerstand zu bekämpfen. Es geht vielmehr um das was ich hier JETZT gerade mache: um die Ausmaße, die die ständige Aufmerksamkeitssucht des Menschen, seine Suche nach Bestätigung und deren Dokumentation haben (können). Hiermit halte ich fest, dass wir uns bereits im Circle befinden. Ich hatte jetzt trotzdem das Bedürfnis dies hier alles aufzuschreiben, denn ich bin mir sicher, wenn ich dieses Buch in ein paar Jahren noch einmal lese, dass sich meine Sichtweise darauf um einiges verändert haben wird, weil Egger's finale Zukunftsversion in einigen Aspekten wahrsscheinlich schon Dutzende Schritte näher gerückt sein wird.

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Utopia für Utopisten
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2014

Die junge Mae Holland ist überglücklich einen Job im Circle, einem Internetkonzern, bekommen zu haben. Annie eine Freundin aus Studentenjahren, arbeitet bereits in dieser Firma und sie ist ihr großes Vorbild. Jeden Abend gibt es eine andere Veranstaltung in dem weitläufigen Firmengelände: eine Party oder ein prominter Sänger singt... Die junge Mae Holland ist überglücklich einen Job im Circle, einem Internetkonzern, bekommen zu haben. Annie eine Freundin aus Studentenjahren, arbeitet bereits in dieser Firma und sie ist ihr großes Vorbild. Jeden Abend gibt es eine andere Veranstaltung in dem weitläufigen Firmengelände: eine Party oder ein prominter Sänger singt für Lau für die Circelmitarbeiter. Das Essen kostet auch nichts; Spitzengastronomie von Spitzenköchen und das noch dazu tagtäglich; und als führender Internetkonzern, sind selbst Produkte des alltäglichen Bedarfs jederzeit konsumierbar, ohne sie jedoch bezahlen zu müssen. Der Circle ist nicht nur deswegen der führende Internetkonzern, weil er so viele andere Firmen geschluckt hat und seinen Mitarbeitern einen wunderbaren Arbeitsplatz beschert, sondern weil er mit TrueYou etwas Entscheidendes möglich gemacht hat: Die Anonymität im Netz gibt es nicht mehr. Niemand kann sich hinter einer falschen Identität verstecken und die Kriminalität im Netz ist auf null gesunken. Mae versucht ständig sich an die neue Arbeitswelt anzupassen, was ihr nicht immer gleich gut von der Hand geht. Als sie eines Tages auf den mysteriösen Kalden aufmerksam wird, bringt der ihr Leben gehörig durcheinander. The Circle von Dave Eggers ist eine wirklich sehr spannende und außergewöhnliche Geschichte, die mich vom Aufbau und der Struktur her, sehr wohl an Aldous Houxleys „Schöne neue Welt“ erinnert hat. Erzählt wird aus der Sicht der Mae Holland, und es ist nicht das Jahr 632 nach Ford, sondern eigentlich die Gegenwart, oder besser gesagt: „Eine sehr, sehr nahen Zukunft.“ Meiner Meinung nach, hinkt aber im direkten Vergleich „The Circle“ hinter „Schöne neue Welt“ ein wenig her. Denn Houxleys Werk ist bereits vor 90 Jahren das erste Mal erschienen und behandelt gegenwärtige Probleme was, wenn man die lange Zeitspanne berücksichtigt, schon sehr bemerkenswert ist; Dave Eggers hingegen, schließt von einem gegenwärtigen Ausgangspunkt auf eine nahe Zukunft. Daher wäre ich ja neugierig, wie man in 90 Jahren auf The Circle zurückblickt, allerdings werde ich das wahrscheinlich nicht mehr erleben. Eindeutig stehen im Vordergrund die Erfahrungen die Mae im The Circle macht, und die ganz besonderen und neue Innovationen, an denen sie direkt und indirekt mitwirkt, die unter anderem den Versuch innehaben, den Menschen bis zur Perfektion gläsern zu kreieren. In diesem Zusammenhang ist mir ein Satz aus diesem Buch einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen: „Wer könnte Utopia bauen, wenn nicht Utopisten?“ Das Schockierende ist aber in diesem Roman das unbedarfte und kindliches Verhalten der Protagonisten, das manchmal wirklich etwas zu enervierend war, und die daraus erfolgende anstößig anmutende Privatsphäre, die zur letzten Ruhe gebettet wird. bzw. worden ist. An dieser Stelle könnte man/ich dem Autor ein bisschen Langatmigkeit vorwerfen, allerdings kann es auch daran liegen, dass ich immer wieder beim Lesen pausiert habe, um das Gelesene sacken zu lassen. Ein ungerechtfertigter, zweiter Kritikpunkt wären hier die klassischen Antagonisten, die zwar den sympathischeren Part in dieser Geschichte abbekommen, aber viel zu wenig an Präsenz erhalten. Dieses Ungleichgewicht ist vom Autor so gewollt, jedenfalls vermute ich es, denn so wird dem Leser durch diese Überzeichnung und durch die Unbedarftheit erst vor Augen geführt, wie wir leichtfertig mit dem Thema Social Media umgehen! Manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, hier eine durch und durch satirische Geschichte zu lesen. „The Circle“ ist ganz bestimmt eine der besten Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe und bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von diesem wirklich ausgezeichneten Autor lesen werde.

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1984 - 2014
von Ulrike Seine aus Rheine am 30.08.2014

Mit - 1984 - hatte Huxley mir vor einigen Jahrzehten bereits eine Gänsehaut beschert und jetzt habe ich - Der Circle - gelesen. Ein beklemmendes Szenario breitete sich vor mir aus und ich fragte mich wie damals schon, warum alle fraglos mitlaufen. Unbedingt lesen, es ist ein tolles Buch... Mit - 1984 - hatte Huxley mir vor einigen Jahrzehten bereits eine Gänsehaut beschert und jetzt habe ich - Der Circle - gelesen. Ein beklemmendes Szenario breitete sich vor mir aus und ich fragte mich wie damals schon, warum alle fraglos mitlaufen. Unbedingt lesen, es ist ein tolles Buch und ich denke ein Spitzentitel für den kommenden Bücherherbst.

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Hatten wir doch schon
von einer Kundin/einem Kunden am 23.08.2014

Damals hieß es allerdings noch "Schöne Neue Welt", und ward geschrieben von einem gewissen Aldous Huxley. Welcher nunmehr einen genuinen Nachfolger in Dave Eggers gefunden hat. Nae ist überglücklich, sie hat eine Anstellung bei "The Circle" gefunden. Das ist jene Firma, welche Apple, Twitter, Facebook & Co aufgekauft hat.... Damals hieß es allerdings noch "Schöne Neue Welt", und ward geschrieben von einem gewissen Aldous Huxley. Welcher nunmehr einen genuinen Nachfolger in Dave Eggers gefunden hat. Nae ist überglücklich, sie hat eine Anstellung bei "The Circle" gefunden. Das ist jene Firma, welche Apple, Twitter, Facebook & Co aufgekauft hat. Alle User werden mit einer einzigartigen Internetidentität ausgestattet, mit der alles abgewickelt werden kann. Geleitet von den drei Weisen soll, bzw. wird der Internetkriminalität keine Chance mehr gegeben. Für Firmenangehörige gibt es Gratiskonzerte der Popstars, ganz zu schweigen von der täglichen Essensaufnahme, welche natürlich kostenlos ist. Allerdings, und das macht doch überhaupt nichts aus, müssen sich die Angestellten zur Verfügung stellen, als Versuchskaninchen für neue Techniken. Es kann doch nicht schlecht sein, den gläsernen Menschen vor sich zu haben, oder?

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Alles ist sichtbar
von einer Kundin/einem Kunden am 14.07.2015

Mae Holland, eine junge und ehrgeizige IT-Spezialistin, heuert beim imaginären Unternehmen „The Circle“ an. Innerhalb kürzester Zeit legt sie einen rasanten beruflichen Aufstieg hin und findet sich rasch im Mittelpunkt einer weltweiten Community. Sie verbringt mit wenigen Ausnahmen ihre gesamte Lebenszeit am Firmen-Campus, ist rund um die... Mae Holland, eine junge und ehrgeizige IT-Spezialistin, heuert beim imaginären Unternehmen „The Circle“ an. Innerhalb kürzester Zeit legt sie einen rasanten beruflichen Aufstieg hin und findet sich rasch im Mittelpunkt einer weltweiten Community. Sie verbringt mit wenigen Ausnahmen ihre gesamte Lebenszeit am Firmen-Campus, ist rund um die Uhr online, vernetzt und befreundet mit Millionen von Followern. Das Ziel der Firma ist die totale Transparenz menschlichen Zusammenlebens: Stetige digitale Präsenz, flächendeckend eingesetzte Webcams und Datenbrillen sorgen dafür, dass Privatsphäre zu einem Relikt der Vergangenheit wird. Die Anspielungen auf Internetgiganten wie Google, Facebook & Co liegen auf der Hand. Viele der beschriebenen Techniken sind Alltag, einige sind gerade in Entwicklung. Unbestritten verändert die sogenannte digitale Revolution in den sozialen Medien unseren Alltag in radikaler Weise. Das Buch zeichnet eine Dystopie der Zukunft, die an „1984“ von George Orwell bzw. „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley erinnert. Teilweise wirken sowohl einzelne Geschichten als auch die Persönlichkeit der Hauptfigur etwas konstruiert und nicht ganz nachvollziehbar, wodurch der Handlungsfortlauf etwas an Reiz verliert. Nichtsdestotrotz ist es dem Autor gelungen, das brisante Thema der totalen digitalen Überwachung spannend und unterhaltsam in einen Roman zu verpacken.

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