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Der Ekel

Roman in neuer Übersetzung. Mit e. Anh., der die in d. ersten französischen Ausgabe vom Autor gestrichenen Passagen enthält

(2)
Für Antoine Roquentin, Einzelgänger und Aussenseiter in einer Provinzstadt, verliert das Leben plötzlich seine Selbstverständlichkeit. Unnachsichtig um Selbsterforschung bemüht, versucht er seinem immer stärkeren Ekel vor Dingen und Menschen auf den Grund zu gehen. Die Erfahrungen, Empfindungen und Visionen des Helden dieses ersten und bedeutendsten Romans des Existentialismus gaben Anstösse zu einer neuen Lebensphilosophie, die bis heute nichts von ihrer Brisanz eingebüsst hat.
Portrait
Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahre 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter im Jahre 1917 bei seinen Grosseltern Schweitzer in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele zu einem emanzipatorischen Vorbild wurde. 1931-1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon und 1937-1944 in Paris. 1933 Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit der Philosophie Husserls auseinandersetzte. Am 2.9.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. Noch 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Unmittelbar nach dem Krieg wurde Sartres Philosophie unter dem journalistischen Schlagwort «Existenzialismus»zu einem modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, die UdSSR, nach China, Haiti, Kuba, Brasilien, Nordafrika, Schwarzafrika, Israel, Japan und in fast alle Länder Europas. Er traf sich mit Roosevelt, Chruschtschow, Mao Tse-tung, Castro, Che Guevara, Tito, Kubitschek, Nasser, Eschkol. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris. Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 346
Erscheinungsdatum 01.09.1963
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-10581-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 191/125/25 mm
Gewicht 281
Originaltitel La Nausée
Auflage 59. Auflage
Verkaufsrang 12.388
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Der Ekel
von Katja Burke aus Lingen (Lookentor-Passage am 04.02.2011

Antoine Roquentin ist der Protagonist dieser Erzählung und in einigen Belangen dem Autoren selbst recht ähnlich. Er ist Einzelgänger und Schriftsteller, lebt allein, zieht immer wieder um. Durch sein Einzelgängertum nimmt er immer mehr Abstand von der Realität und entwickelt eine Art von Ekel bei seinen Beobachtungen des Alltags,... Antoine Roquentin ist der Protagonist dieser Erzählung und in einigen Belangen dem Autoren selbst recht ähnlich. Er ist Einzelgänger und Schriftsteller, lebt allein, zieht immer wieder um. Durch sein Einzelgängertum nimmt er immer mehr Abstand von der Realität und entwickelt eine Art von Ekel bei seinen Beobachtungen des Alltags, Gegenstände wie Menschen betreffend. Selbst Erinnerungen an eine alte Geliebte und ihr Besuch können ihm in seiner Abgeschiedenheit nicht helfen. Sein Hauptkontakt ist wohl ein Autodidakt, der seine Nähe sucht und über seine Entdeckungen und über sein Leben berichtet. Nichts ist mehr selbstverständlich in Antoines Leben und mühsam versucht er, die Vorgänge zu verstehen... Sartres Roman gilt als das Hauptwerk des Existenzalismus, eine der wichtigsten philosophischen Ströumungen im 20. Jahrhundert.

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Der Ekel!
von Zitronenblau am 31.07.2008

Ein großartiges Buch! Die penible Auseinandersetzung mit sich und dem Äußeren, jenen Details, bis hin zur Gabel, die nicht ich halte, sondern die mich hält - so war es doch - wie ein Gift des Lebens, das nur zur einzig logisch-konsequenten Handlung führen kann. Ein Debütroman der Superlative, teilweise... Ein großartiges Buch! Die penible Auseinandersetzung mit sich und dem Äußeren, jenen Details, bis hin zur Gabel, die nicht ich halte, sondern die mich hält - so war es doch - wie ein Gift des Lebens, das nur zur einzig logisch-konsequenten Handlung führen kann. Ein Debütroman der Superlative, teilweise aber auch zu detailverliebt dargestellt hinsichtlich geschichtstheoretischer Exkurse, aber dennoch berührend und in Erinnerung an Dostojewski (Aufzeichnungen aus dem Kellerloch)...

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