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Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Roman

(4)
Portrait
Alex Capus, geboren 1961 in französischen Normandie, studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Basel und arbeitete während und nach seinem Studium als Journalist und Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und bei der Schweizer Depeschenagentur.
Im Jahr 1994 veröffentlichte Alex Capus seinen ersten Erzählband ("Diese verfluchte Schwerkraft"), dem seitdem zahlreiche weitere Bücher mit Kurzgeschichten, historischen Reportagen und Romanen folgten.
Capus verbindet sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Erzählebenen, in denen er die persönlichen Schicksale seiner Protagonisten einfühlsam beschreibt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt; für seine schriftstellerische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise. Daneben hat Capus auch als kongenialer Übersetzer von Romanen des US-amerikanischen Autors John Fante gewirkt.
Alex Capus lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Olten/Schweiz.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Erscheinungsdatum 29.07.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783446244276
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Verkaufsrang 4.415
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Buchhändler-Empfehlungen

„Faszinierend, spannend und "bombastisch"“

Jasmin Bürki, Buchhandlung Schaffhausen

Ein Buch, das ich nur empfehlen kann!

Es ist speziell - es kommen nämlich keine Anführungs- und Schlusszeichen vor. Doch lassen Sie sich nicht abschrecken, ich bin normalerweise kein Freund von ellenlangen Beschreibungen, aber dieses Buch - wow! Es beschreibt die (mögliche) Lebensgeschichte dreier Personen so erfrischend und witzig,
Ein Buch, das ich nur empfehlen kann!

Es ist speziell - es kommen nämlich keine Anführungs- und Schlusszeichen vor. Doch lassen Sie sich nicht abschrecken, ich bin normalerweise kein Freund von ellenlangen Beschreibungen, aber dieses Buch - wow! Es beschreibt die (mögliche) Lebensgeschichte dreier Personen so erfrischend und witzig, dass man das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen kann.

P.S. Für Liebhaber von 1913. (:

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Kundenbewertungen


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Übersicht
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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 20.09.2013

Es kann sein, dass sich Emile Gilliéron, "Der Fälscher", Laura d'Oriano " Die Spionin" und Felix Bloch "Der Bombenbauer" über den Weg gelaufen sind. Und wenn, dann nur ein einziges Mal -1924 am Hauptbahnhof Zürich. Laura, weitgereiste, kluge Tochter einer Musikantenfamilie verdient sich als Hutverkäuferin den Lebensunterhalt. Gelegentliche Auftritte... Es kann sein, dass sich Emile Gilliéron, "Der Fälscher", Laura d'Oriano " Die Spionin" und Felix Bloch "Der Bombenbauer" über den Weg gelaufen sind. Und wenn, dann nur ein einziges Mal -1924 am Hauptbahnhof Zürich. Laura, weitgereiste, kluge Tochter einer Musikantenfamilie verdient sich als Hutverkäuferin den Lebensunterhalt. Gelegentliche Auftritte als Sängerin erleichtern das Überleben. Androhungen lassen sie zur Spionin werden. Felix Bloch ist ein friedliebender, freundlicher, junger Mann. Wenn es nach Felix' Vater geht, dann ist Maschinenbau die richtige Wahl als Studienfach. Er nickt nur zum Vorschlag des Vaters, denkt aber -"wenn ich überhaupt etwas mache, wird es etwas ganz und gar Nutzloses, Zweckfreies sein"..Er wird Robert Oppenheimer beim Bau der Atombombe unterstützen. Emile Gilliéron wächst in Villeneuve als einziger Sohn des Dorfschullehrers auf. Er ist durchschnittlich. In Körperbau, Größe, Haarfarbe, Eigenschaften oder Talent. "Außer dem einen - er konnte unglaublich gut zeichnen, mit geradezu fotografischer Präzision und Vorstellungskraft." Eher beiläufig rutscht er in den Weg als Kunstfälscher Großes Lesevergnügen

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Kann man Geschichten im Konjunktiv 2 erzählen? Capus kann! [selbst als EBook geht die Faszination nicht verloren!]
von einer Kundin/einem Kunden am 13.08.2013

Man merkt beim Lesen eines Capus' nicht, wieviel Recherche und Vorarbeit geleistet wurde, bevor der erzählerische Zwölfzylinder Fahrt aufnimmt. Bei Capus geht es nie um Beschleunigung, vielmehr um Entschleunigung, sanftes Dahingleiten in der 1. Klasse der erzählenden Literatur. Man vergisst die Welt um sich herum beim Lesen. Den eigenen... Man merkt beim Lesen eines Capus' nicht, wieviel Recherche und Vorarbeit geleistet wurde, bevor der erzählerische Zwölfzylinder Fahrt aufnimmt. Bei Capus geht es nie um Beschleunigung, vielmehr um Entschleunigung, sanftes Dahingleiten in der 1. Klasse der erzählenden Literatur. Man vergisst die Welt um sich herum beim Lesen. Den eigenen Alltag, - aber nie die Realität. Literarisches Tiefseetauchen an den Riffen unserer Geschichte. So auch in seinem neuesten Roman. Drei Lebenswege, willkürlich zusammengestellt? Nein - nicht bei Capus! Sie sind die Prismen, mit denen er eine Zeit ausleuchtet. Denkweisen und Hoffnungen bricht. Erst zusammen entwickeln sie eine erzählerische Leucht- und Strahlkraft, eine Leichtigkeit und gleichzeitig Tiefe, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ihresgleichen sucht. Jeder der drei Lebenswege/Handlungsstränge ist für sich interessant und spannend. Atemlos inhalierte ich die Geschichten. Gehalten im Plauderton, allerdings durchsetzt mit geschliffenen Diamanten, Formulierungen, die ich als Pennäler noch herausschrieb, um sie in einem Brief (mein Gott, ich werde alt) zu zitieren, um mächtig klug zu wirken. Capus unterhält. Capus lehrt. Demut vor dem Leben zum Beispiel. Capus erzählt uns die Welt. Und ich höre so gerne zu! Und bevor ich in reine Schwelgerei verfalle, - ab dafür und selbst lesen/geniessen! Ich mag das Wort 'schön' nicht, hier allerdings ist es angebracht. Capus erzählt so schön, dass es strahlt. Sagt Ihr Buchstabenzahnarzt. Die Seele braucht kein Bleeching - sie braucht Schönheit!

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Drei Helden
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2013

In seinem neuen Roman schreibt Alex Capus über drei Persönlichkeiten, die sich 1924 am Züricher Hauptbahnhof begegnet sein könnten: Laura, damals ein dreizehnjähriges Mädchen, die sich nicht verbiegen lassen will und versucht als Sängerin in Frankreich Fuß zu fassen. Felix, der Maschinenbau studieren wird, doch damit unglücklich ist und... In seinem neuen Roman schreibt Alex Capus über drei Persönlichkeiten, die sich 1924 am Züricher Hauptbahnhof begegnet sein könnten: Laura, damals ein dreizehnjähriges Mädchen, die sich nicht verbiegen lassen will und versucht als Sängerin in Frankreich Fuß zu fassen. Felix, der Maschinenbau studieren wird, doch damit unglücklich ist und zur Physik wechselt und Emile, ein begnadeter Maler, der aus seinem kleinen Dorf in die große weite Welt hinauswill. Alle drei haben eine große Karriere vor sich, an die sie 1924 noch gar nicht im Traum gedacht haben. Alex Capus erzählt wieder meisterhaft und beschreibt die Charaktere sehr eindrucksvoll.

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Historische Figuren, ganz privat!
von einer Kundin/einem Kunden am 05.11.2013

Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und... Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und Fälscher der Kunstgeschichte. Capus ist wie immer ein großartiger Erzähler. Er schafft es wunderbar uns für seine Figuren einzunehmen. Man lebt mit ihnen und teilt Freud und Leid. Wunderbar!

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Interessante Lebenswege
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Der neue Roman von Alex Capus nimmt den Leser mit an den Anfang des 20.Jahrhunderts. Drei Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begleitet der Leser auf ihrem Lebensweg: Felix Bloch, Laura d’Oriano und Emile Gilliéron. Vielleicht sind sie sich sogar unbewusst alle einmal am Züricher Hauptbahnhof im Jahr... Der neue Roman von Alex Capus nimmt den Leser mit an den Anfang des 20.Jahrhunderts. Drei Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begleitet der Leser auf ihrem Lebensweg: Felix Bloch, Laura d’Oriano und Emile Gilliéron. Vielleicht sind sie sich sogar unbewusst alle einmal am Züricher Hauptbahnhof im Jahr 1924 begegnet, wir wissen es nicht. Emile Gilliéron reiste zunächst mit Schliemann nach Troja und wurde dort zum größten Kunstfälscher aller Zeiten – zunächst wider Willen später ganz bewusst, in dem er Reproduktionen von Kunstwerken herstellte und diese gewinnbringend verkaufte. Dann ist da noch Laura D’Oriano – Sängerin wollte sie werden und endetet tragisch als Spionin der Alliierten in Rom – die einzige Frau, die in Italien nach dem Urteil eines Militärgerichtes hingerichtet wurde. Felix Bloch der 1933 in die USA flüchtet und beim Bau der Atombombe hilft, dann aber noch den Absprung findet und nach dem Krieg weiter in der Neutronenforschung arbeitet und so die Magnetresonanztherapie zum Wohle des Menschen mit begründet hat. Alex Capus lässt uns Teil haben am Schicksal dieser drei, deren Biografien nicht verwoben sind, aber deren Leben geprägt ist von Höhen und Tiefen und die alle irgendwann vor der Entscheidung stehen – wie soll es weitergehen. Alex Capus hat die Lebensläufe exakt recherchiert und zu einem zeitgeschichtlichen, gut zu lesenden Roman verwoben.

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Drei Lebensbilder
von einer Kundin/einem Kunden am 01.01.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Warum Capus die drei Schicksale der Hauptpersonen nicht fortlaufend sondern jedes für sich erzählt, hat sich mir auch am Schluss des Buches nicht wirklich erschlossen, denn die Begegnung der Protagonisten Fälscher, Spionin und Bombenbauer hat es wahrscheinlich nie gegeben. Sie verbindet nicht mehr als die Zeit und einige Orte,... Warum Capus die drei Schicksale der Hauptpersonen nicht fortlaufend sondern jedes für sich erzählt, hat sich mir auch am Schluss des Buches nicht wirklich erschlossen, denn die Begegnung der Protagonisten Fälscher, Spionin und Bombenbauer hat es wahrscheinlich nie gegeben. Sie verbindet nicht mehr als die Zeit und einige Orte, an denen sie sich begegnet sein könnten. Die Lebensbeschreibungen aller drei historisch verbürgten Persönlichkeiten(Emile Gilliéron, Laura d'Oriano und Felix Bloch) nimmt 1924 ihren Anfang. Im Verlauf mischt Capus gekonnt Fakten und Erdachtes der einzelnen Biografien und verbindet mit ihnen auch immer wieder ein Stück Zeitgeschichte. Was das Buch aber vorrangig auszeichnet, ist die gute, einfache Sprache, die angenehm leicht fließt und niemals geschraubt oder künstlich ist. Immer formuliert der Autor angenehm zurückhaltend und beschreibt die Begebenheiten in einfachen, klaren Sätzen, die das Lesen zum Vergnügen machen. Durch die geschichtlichen Verknüpfungen ist das Buch darüber hinaus interessant und anregend und Liebhabern literarischer Werke genauso wie Lesern von Lebensbeschreibungen sehr zu empfehlen.

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3 Leben & 3 Schicksale
von Iris Friedl am 30.11.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Alex Capus schreibt in seinem Roman über 3 Persönlichkeiten, welche das Leben in ganz andere Richtungen führt, als sich diese das je vorgestellt hätten. Felix Bloch, ein Pazifist, hilft 1933 beim Bau der Atombombe, Laura d'Oriano ein kleines Mädchen aus einer Musikantenfamilie, die am liebsten Sängerin geworden wäre, wird Spionin... Alex Capus schreibt in seinem Roman über 3 Persönlichkeiten, welche das Leben in ganz andere Richtungen führt, als sich diese das je vorgestellt hätten. Felix Bloch, ein Pazifist, hilft 1933 beim Bau der Atombombe, Laura d'Oriano ein kleines Mädchen aus einer Musikantenfamilie, die am liebsten Sängerin geworden wäre, wird Spionin und Emile Gilliéron der das Zeichentalent seines Vater geerbt hat wird zum Kunstfälscher. 3 Leben, 3 Schicksale, 3 mehr oder weniger bekannte Menschen die einaner vielleicht nie wirklich begegnet sind. Im Buch ist der einzige Schnittpunkt im Leben der Drei an einem Novembertag 1924 am Bahnhof in Zürich wo Laura gerade mit dem Orient Express vorbeifährt, und Felix am Rande der Gleise über sein kommendes Studium nachdenkt, vielleicht haben sich sogar ihre Blicke getroffen, ein Lächeln, eine gehobene Hand als Zeichen des Grußes, und vielleicht sogar Emile der den Austausch von seinem Sitzplatz im Zug mitverfolgt. Diese zufällige Begegnung die der Autor recht passend mit dem Satz: "Sie (Laura) ist eine erfahrene Reisende und weiß, dass man einander normalerweise nur einmal begegnet, weil jede vernünftige Reise in möglichst gerader Linie vom Ausgangspunkt zum Ziel führt und zwei Geraden sich nach den Gesetzen der Geometrie nicht zweimal kreuzen." beschreibt, ist auch grundlegend für den weiteren Verlauf der Geschichte, ich muss sagen das dass Buch sich wie drei Kurzgeschichten liest und die Leben ab dem Punkt in Zürich nicht wieder miteinander vereint werden. Dennoch, das Buch ist ein Vergnügen zu lesen, spannend und gut durchdacht.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Capus hat wieder einmal gezeigt, dass er ein begnadeter Schriftsteller ist. Die drei Biografien werden uns wie drei wunderbar fliesende Ströme präsentiert!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Drei Geschichten, drei Leben, drei Schicksale, so unterschiedlich und doch so ähnlich. Richtig gut!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Capus verknüpft hier drei sehr unterschiedliche Schicksale miteinander. Jede der Figuren hat ihre eigene spannende Geschichte. Drei Einblicke in eine schwierige Zeit.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Drei Geschichten, die sich einen Moment lang kreuzen. Toller Schmöker!

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Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.10.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Laura d'Oriano hat den Traum, eine erfolgreiche Sängerin zu werden. Nicht so, wie ihre Mutter, die nur Erfolg hat, weil sie ihr Strumpfband zeigt. Mit ihren Eltern und Geschwistern reist Laura durch ganz Europa, lernt viel kennen und spricht mehrere Sprachen fließend. Laura studiert am Konservatorium in Paris Gesang,... Laura d'Oriano hat den Traum, eine erfolgreiche Sängerin zu werden. Nicht so, wie ihre Mutter, die nur Erfolg hat, weil sie ihr Strumpfband zeigt. Mit ihren Eltern und Geschwistern reist Laura durch ganz Europa, lernt viel kennen und spricht mehrere Sprachen fließend. Laura studiert am Konservatorium in Paris Gesang, doch schon bald merkt sie, dass ihre Stimme für die große Bühne nicht reicht. In der Musikalienhandlung in Marseille, wo sich ihre Familie inzwischen nieder gelassen hat, findet sie Arbeit und ihren zukünftigen schweizer Ehemann. Mit ihren zwei Töchtern könnte sie ein schönes Leben führen, doch der Beginn des 2. Weltkrieges macht es zunichte. Emile Gullieron sen. ist ein hervorragender Zeichner. Heinrich Schliemann wird auf ihn aufmerksam und nimmt ihn mit zu den Ausgrabungen von Troja. Bald stellt sich heraus, das Schliemann nicht nur Zeichnungen von den gefundenen Stücken sondern viel mehr Zeichnungen davon haben möchte, wie es ausgesehen haben könnte. Jahre später wird der Sohn, Emile junior, von Evans mit den Zeichnungen und Aufbauten zu den Ausgrabungen von Knossos beauftragt. Die Phantasie treibt dort heftige Blüten. Es wird dargestellt wie es sein könnte und nicht wie es war. Felix Bloch träumt davon, etwas bedeutendes mit seinem Leben anzufangen. Die Ausbildung in einer Gullideckelfabrik zählt nicht dazu. Doch er muss erst den Widerstand seiner Eltern brechen um ein Physikstudium zu beginnen. Zuerst fühlt er sich völlig überfordert, doch schon bald hat er ein Spezialgebiet für sich gefunden - Neutronen - und lässt nicht locker, bis er alles dazu weis. Sehr schnell wird er zu einem Experten und von wichtigen Leuten zu Vorträgen eingeladen. So landet er in Kalifornien als Dozent. Am Beispiel dieser drei Personen erzählt Alex Capus, wie sich das Leben und die Träume auf Grund äußerer Veränderungen, der Ausbruch des 2. Weltkrieges, verändern. Die Geschichten sind nachvollziehbar und mitfühlend geschrieben in einem anspruchsvollen und doch leicht lesbaren Schreibstil. Dieser Schreibstil ist es, der den Roman zu etwas besonderem macht.

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Historische Figuren, ganz privat!
von Inge Weis aus Pirmasens am 30.06.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und... Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und Fälscher der Kunstgeschichte. Capus ist wie immer ein großartiger Erzähler. Er ist zweifellos einer der begnadetesten Erzähler unserer Zeit. Seine Sprache zieht den Leser in seine Geschichten hinein, wie es wenige andere Autoren vermögen. Die Charakterstudien, die er sich diesmal vorgenommen hat, basieren auf wahren Persönlichkeiten. Das macht auch den Reiz dieses Buchs aus, denn man greift zwangsläufig zum Lexikon, um mehr über diese Personen zu erfahren. Die Geschichte an sich bleibt dabei leider etwas dürftig, aber das macht fast gar nichts. Es ist einfach ein solches Vergnügen, Capus zu lesen, dass der Plot beinah zur Nebensache wird. Er schafft es wunderbar uns für seine Figuren einzunehmen. Man lebt mit ihnen und teilt Freud und Leid. Wunderbar! Eine Biographie ist eine Biographie. Hier sind es gleich drei, was für mich auch den besonderen Reiz des Buches ausmacht. Ein toller Roman und gleichzeitig gut recherchierte, wahre Lebensgeschichten. Alle Bücher von Herrn Capus sind lesenswert !

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Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer
von einer Kundin/einem Kunden am 10.05.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Wie der Titel es schon so schön verkündet, geht es hierbei um die Geschichte von drei Menschen, die am Ende des Buches einer der größten Fälscher der Welt, eine Spionin und ein Bombenbauer werden. Doch keiner der Protagonisten hatte das geplant. Emil übernahm nach dem Tode seines Vaters desen... Wie der Titel es schon so schön verkündet, geht es hierbei um die Geschichte von drei Menschen, die am Ende des Buches einer der größten Fälscher der Welt, eine Spionin und ein Bombenbauer werden. Doch keiner der Protagonisten hatte das geplant. Emil übernahm nach dem Tode seines Vaters desen Geschäfte, er hat von ihm sein künstlerisches Talent geerbt und so übernahm er auch die Arbeit an einem großen archäologischen Werk. Laura, die nie in eine typische Rolle fallen wollte und nur eins im Sinn hatte, das Singen. Diesem großen, weiten Gefühl Ausdruck zu verleihen, aber auf bessere Art, als es ihre Mutter getan hat. Und dann war da noch Felix, der zuerst, weil es sein Vater wollte, Maschinenbau studierte, dann aber zur Atomphysik wechselte. Alex Capus beschreibt diese drei so überaus gut, dass man sie fast vor sich sieht. Man erlebt, wie die drei sich entwickeln, wie sie langsam aber sicher zu ihrer vorbestimmten Geschichte kommen. Ich konnte mich kaum von dem Buch losreißen und finde es wirklich fabelhaft.

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So ist das Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 08.09.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Drei Lebensentwürfe, drei Leben, die so anders verlaufen als geplant und vorausgesehen. Erinnert uns das nicht an unser eigenes Leben? Alex Capus hat an drei historischen Beispielen Allgemeingültiges dargestellt. Seine Liebe gilt den Menschen. Drum gelingt es ihm, die genau recherchierten Lebensdaten seiner Akteure in sehr menschliche, berührende Geschichten... Drei Lebensentwürfe, drei Leben, die so anders verlaufen als geplant und vorausgesehen. Erinnert uns das nicht an unser eigenes Leben? Alex Capus hat an drei historischen Beispielen Allgemeingültiges dargestellt. Seine Liebe gilt den Menschen. Drum gelingt es ihm, die genau recherchierten Lebensdaten seiner Akteure in sehr menschliche, berührende Geschichten einzuhüllen.

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Lesenswert!
von kvel am 05.09.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die junge Frau Laura d’Oriano hat den Traum eine große Sängerin zu werden. Leider verfügt sie nicht über ausreichend Talent, dies umzusetzen. So schlägt sie sich mit gelegentlichen Auftritten und Jobs durch. Emile Gilliéron besitzt außergewöhnliches künstlerisches Talent. Er gestaltet die bei Ausgrabungen gefundenen Bruchstücke im Sinne / nach den... Die junge Frau Laura d’Oriano hat den Traum eine große Sängerin zu werden. Leider verfügt sie nicht über ausreichend Talent, dies umzusetzen. So schlägt sie sich mit gelegentlichen Auftritten und Jobs durch. Emile Gilliéron besitzt außergewöhnliches künstlerisches Talent. Er gestaltet die bei Ausgrabungen gefundenen Bruchstücke im Sinne / nach den Wünschen seiner Auftraggeber. So erschafft er Realitäten. Felix Bloch ist eigentlich Pazifist. Er studiert anfänglich Maschinenbau und kommt dann zur Atomphysik. Ein plakativer Titel. Denn die Drei verbindet nicht mehr als, dass sie zufällig in der gleichen Zeit lebten und sich vielleicht, eventuell, einmal begegnet sein könnten. Aber die Geschichte, die vom Autor darum herum „gesponnen“ wurde, ist ein wundervoller Roman, der einen umfassenden Eindruck von der Zeit, dem Leben und den Alltäglichkeiten der damaligen Zeit abgibt. Es ist faszinierend mit welcher Bildgewaltigkeit der Autor über die Kriegswirrungen schreibt und wie fließend die gut recherchierten Details als Hintergrundinformationen in den Text einfließen. Mir persönlich gefallen die stellenweise fast schon philosophischen Betrachtungen sehr gut: über die Bedeutung von Maschinen, was im Krieg zu was wurde oder dass Emile im Ausland als angesehener Künstler es nicht mehr nötig hat sich anderen gegenüber auflehnen zu müssen. Die Spannung wird wundervoll bis zu den letzten Seiten des Romans aufrecht erhalten – man will als Leser die ganze Zeit wissen „wie wird denn nun die Sängerin Laura zur Spionin“ und „durch welche Umstände hilft Felix Bloch beim Bau der Atombombe“. Ehrlich gesagt kann ich nicht beurteilen, wie viel geschichtliche Wahrheit und wie viel Fiktion in dem Roman stecken. Aber das Ergebnis finde ich auf alle Fälle hervorragend!

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Lesenswert!
von kvel am 05.09.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die junge Frau Laura d’Oriano hat den Traum eine große Sängerin zu werden. Leider verfügt sie nicht über ausreichend Talent, dies umzusetzen. So schlägt sie sich mit gelegentlichen Auftritten und Jobs durch. Emile Gilliéron besitzt außergewöhnliches künstlerisches Talent. Er gestaltet die bei Ausgrabungen gefundenen Bruchstücke im Sinne / nach den... Die junge Frau Laura d’Oriano hat den Traum eine große Sängerin zu werden. Leider verfügt sie nicht über ausreichend Talent, dies umzusetzen. So schlägt sie sich mit gelegentlichen Auftritten und Jobs durch. Emile Gilliéron besitzt außergewöhnliches künstlerisches Talent. Er gestaltet die bei Ausgrabungen gefundenen Bruchstücke im Sinne / nach den Wünschen seiner Auftraggeber. So erschafft er Realitäten. Felix Bloch ist eigentlich Pazifist. Er studiert anfänglich Maschinenbau und kommt dann zur Atomphysik. Ein plakativer Titel. Denn die Drei verbindet nicht mehr als, dass sie zufällig in der gleichen Zeit lebten und sich vielleicht, eventuell, einmal begegnet sein könnten. Aber die Geschichte, die vom Autor darum herum „gesponnen“ wurde, ist ein wundervoller Roman, der einen umfassenden Eindruck von der Zeit, dem Leben und den Alltäglichkeiten der damaligen Zeit abgibt. Es ist faszinierend mit welcher Bildgewaltigkeit der Autor über die Kriegswirrungen schreibt und wie fließend die gut recherchierten Details als Hintergrundinformationen in den Text einfließen. Mir persönlich gefallen die stellenweise fast schon philosophischen Betrachtungen sehr gut: über die Bedeutung von Maschinen, was im Krieg zu was wurde oder dass Emile im Ausland als angesehener Künstler es nicht mehr nötig hat sich anderen gegenüber auflehnen zu müssen. Die Spannung wird wundervoll bis zu den letzten Seiten des Romans aufrecht erhalten – man will als Leser die ganze Zeit wissen „wie wird denn nun die Sängerin Laura zur Spionin“ und „durch welche Umstände hilft Felix Bloch beim Bau der Atombombe“. Ehrlich gesagt kann ich nicht beurteilen, wie viel geschichtliche Wahrheit und wie viel Fiktion in dem Roman stecken. Aber das Ergebnis finde ich auf alle Fälle hervorragend!

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Drei Schicksale bewegend erzählt
von Zabou1964 aus Krefeld am 13.08.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Seit „Léon und Louise“ steht der Autor Alex Capus bei mir ganz hoch im Kurs. Ich liebe seinen scheinbar nüchternen Erzählstil, der die bewegenden Geschichten seiner Protagonisten dem Leser nahe bringt. Capus erzählt die Geschichte dreier Schweizer, die sich vermutlich nie im Leben begegnet sind. In seiner Fantasie könnte... Seit „Léon und Louise“ steht der Autor Alex Capus bei mir ganz hoch im Kurs. Ich liebe seinen scheinbar nüchternen Erzählstil, der die bewegenden Geschichten seiner Protagonisten dem Leser nahe bringt. Capus erzählt die Geschichte dreier Schweizer, die sich vermutlich nie im Leben begegnet sind. In seiner Fantasie könnte dies aber im November 1924 geschehen sein. Am Züricher Hauptbahnhof könnten sich ihre Wege gekreuzt haben. Laura d’Oriano war damals ein 13-jähriges Mädchen, das mit ihren Eltern auf dem Weg nach Marseille ist. Sie träumt von einer Karriere als Sängerin. Der Züricher Felix Bloch hat gerade die Schule abgeschlossen und muss sich entscheiden, was er studieren will. Auf jeden Fall will er mit seinem Wissen nicht der Kriegsmaschinerie dienen. Und dann gibt es da noch Emile Gilliéron, der mit der Asche seines Vaters im Zug sitzt und diese in dessen Heimat verstreuen will. Er ist, genau wie der Verstorbene, ein Maler, der seine Berufung darin gefunden hat, im Dienst berühmter Archäologen zu stehen und Details, die die langen Jahre im Boden zerstört haben, mit etwas Fantasie wieder zu vervollständigen. Die Protagonisten habe alle drei tatsächlich gelebt. Alex Capus hat deren Leben sehr exakt recherchiert. Was sich nicht nachweisen ließ, hat er sich ausgedacht. Dies ruft er seinen Lesern aber immer wieder in Erinnerung. Es gibt Sätze, die mit „vielleicht“ oder „es könnte sein, dass“ beginnen. Das ist ein sehr ungewöhnlicher Stil, der mir jedoch ausgesprochen gut gefällt. Keine der drei Hauptfiguren macht am Ende das, was sie wirklich wollte. Laura wird unfreiwillig zur Spionin, Felix studiert Physik und baut mit anderen Wissenschaftlern zusammen die Atombombe und Emile wird zum Handlanger von Arthur Evans, der meint, den Palast des Minos in Knossos auf Kreta entdeckt zu haben. Alle drei Schicksale haben mich sehr bewegt. Capus ist es auf nur 282 Seiten gelungen, mir alle drei Menschen mit ihren Stärken und Schwächen nahe zu bringen. Besonders interessant fand ich die Vorgänge auf Kreta, da ich selbst schon diesen „Palast des Minos“ besucht habe und von der archäologischen Seriosität dieses Projekts nicht wirklich überzeugt war. Auch Lauras Geschichte ist mir nahe gegangen. Ihr Traum, eine ernsthafte Gesangskarriere einzuschlagen, zerplatzt leider sehr schnell. Also tritt sie, wie ihre Mutter, in Varietés auf, bis sie zur Spionin wird. Dem Schaffen Felix Blochs konnte ich jedoch nur schwer folgen. Schon in der Schule war mir das Fach Physik verhasst. Auch Alex Capus‘ interessanter Schreibstil konnte mir die Materie leider nicht näherbringen. In einem Interview, das ich vor kurzem im TV gesehen habe, sagte der Autor, dass er mit seinen Büchern die Leser nur unterhalten wolle. Sie sollten dabei nicht auf die Sprache achten. Hier muss ich Alex Capus leider enttäuschen. Manche Sätze waren so schön, dass ich sie mehrfach gelesen und zum Teil sogar in ein Heft mit besonders schönen Sätzen abgeschrieben habe. Fazit: Drei Menschen, drei Schicksale, verwebt zu einem Buch, bei dem ich jeden Satz genossen habe. © Simone Kühlewind

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Wie es hätte sein können...
von Xirxe aus Hannover am 11.08.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Drei Menschen, drei Leben, drei Schicksale. Allen Dreien ist gemein, dass über ihr Leben nur recht dürftige Informationen vorliegen. Geblieben sind das Wissen um ihre Existenz und bei zweien ihre Werke. Doch was ihr Leben ausmachte, liegt im Dunklen. Es handelt sich um drei Personen, die heute weitestgehend vergessen... Drei Menschen, drei Leben, drei Schicksale. Allen Dreien ist gemein, dass über ihr Leben nur recht dürftige Informationen vorliegen. Geblieben sind das Wissen um ihre Existenz und bei zweien ihre Werke. Doch was ihr Leben ausmachte, liegt im Dunklen. Es handelt sich um drei Personen, die heute weitestgehend vergessen sind: Felix Bloch, Physiker; Laura d’Oriano, Sängerin und Spionin; Emile Gilliéron sen. und jun., Maler und Zeichner. Eigentlich also vier Personen, doch die Gilliérons verschmelzen nicht nur aufgrund ihrer Namensgleichheit immer mehr zu einer Person während der Lektüre. Hier nun beginnt das Reich des Schriftstellers. Capus hangelt sich an den wenigen bekannten Fakten entlang und füllt die Lücken mit seiner eigenen Phantasie. Da sie alle zur selben Zeit lebten, lässt er zudem stets die Möglichkeit im Raum stehen, dass sie sich irgendwann unter welchen Umständen auch immer einmal begegnet sind. Doch was verbindet diese Menschen ansonst? Zwei stammten aus der Schweiz, die dritte wurde durch Heirat Schweizer Staatsbürgerin. Und die Schweiz wurde ihnen allen zu eng. Zwar wussten sie alle nicht, was genau sie vom Leben wollten, dafür umso besser was es nicht sein sollte. Der Eine wollte blaue Jacken tragen, obwohl im Dorf nur schwarze geduldet wurden. Die Andere sollte ihre Unterwäsche nicht sichtbar für die Nachbarn aufhängen. Und der Letzte fühlte sich mit seiner Leidenschaft für Atomphysik alleingelassen. So verließen sie ihre Heimat und/oder Familien und lebten ihre Leben auf ihre eigene Art. Dies mag sich nun nicht sonderlich spannend anhören, doch die Geschichten üben eine merkwürdigen Sog aus, der mich das Buch nur schwer aus der Hand legen ließ. Zum Einen liest es sich aufgrund der schönen Sprache Capus' wundervoll (einer meiner Lieblingssätze: 'Zwar fühlte er sich noch immer wie ein Eisbär, der auf einer kleinen Eisscholle der Kenntnis über einen Ozean des Unwissens trieb;'), zum Anderen bindet der Autor das damalige Zeitgeschehen wie selbstverständlich in die drei Biographien mit ein. So bleibt es nicht bei reiner Unterhaltung, sondern man erfährt auch viel Wissenswertes aus dieser Zeit. Einfach schön!

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Überragend
von einer Kundin/einem Kunden am 04.08.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Alex Capus hat mit seinem neuen Roman alle meine Erwartungen erfüllt. Nach seinem wunderbaren letzten Buch "Léon und Louise" war ich auch diesmal von der ersten bis zur letzten Seite von den drei Geschichten, die er über den Fälscher, die Spionin und den Bombenbauer erzählt, gefesselt. Die Idee, dass... Alex Capus hat mit seinem neuen Roman alle meine Erwartungen erfüllt. Nach seinem wunderbaren letzten Buch "Léon und Louise" war ich auch diesmal von der ersten bis zur letzten Seite von den drei Geschichten, die er über den Fälscher, die Spionin und den Bombenbauer erzählt, gefesselt. Die Idee, dass sich die drei an einem bestimmten Tag am Hauptbahnhof Zürich getroffen haben könnten, ist genial. Liebe Leserinnen und Leser: lesen Sie dieses einfallsreiche und sprachlich gelungene Buch.

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