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Der faszinierende Alltag im Römischen Reich

Kaiser, Huren, Legionäre

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Eine spannende Reise durch das Römische Reich – hier wird die Antike lebendig.


Wir begeben uns auf einen faszinierenden Streifzug durch die Weiten des Römischen Reiches zur Zeit seiner grössten Ausdehnung. Auf der Reise durch dieses antike Weltreich blicken wir auf die farbenprächtigen Schilde der Legionäre in Germanien und bewundern die kunstvollen Körperbemalungen der Barbaren in Schottland. Wir riechen das Parfum feiner Bürgerinnen in Mailand, in unseren Ohren erklingt das Schleifgeräusch der Athener Steinmetze ... ein unscheinbarer Sesterz ist dabei das Bindeglied, das alle diese Orte und Menschen und ihre Schicksale miteinander verbindet. Die kleine Münze geht von Hand zu Hand, und jedes Mal lässt Alberto Angela den Leser wieder eintauchen in eine neue fremde Welt, die unserer Gegenwart oft ähnlicher ist, als man denkt.


Bereits erschienen unter dem Titel »Vom Gladiator zur Hure. Die Reise einer Münze durch das Römische Reich« im Riemann Verlag.



Portrait
Alberto Angela wurde 1962 in Paris geboren. In Rom studierte er Naturwissenschaften. Als Paläontologe nahm er an zahlreichen Ausgrabungsprojekten in Afrika und Asien teil und ist heute ein populärer Fernsehmoderator für naturwissenschaftliche Sendungen in Italien. Angela ist Mitglied des Istituto Italiano di Paleontologia in Rom sowie am Centro Studi e Ricerche Ligabue in Venedig. Gemeinsam mit seinem Vater Piero, einem bekannten Archäologen, Journalisten und Autor, hat er mehrere Bücher veröffentlicht.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 17.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-15763-1
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 188/126/43 mm
Gewicht 508
Originaltitel Impero
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Buch (Taschenbuch)
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Das Antike Rom beginnt an einem Mittwoch
von einer Kundin/einem Kunden am 15.01.2015

Viele Leute denken heutzutage, die Menschen der Antike seien rückständig und altmodisch gewesen. Da uns aus dieser Zeit leider fast nur Steintafeln und Ruinen erhalten geblieben sind, macht dies für den ungebildeten Laien schnell den Eindruck, dass dies aber bei Weitem nicht den Tatsachen entspricht, zeigt einmal mehr der italienische... Viele Leute denken heutzutage, die Menschen der Antike seien rückständig und altmodisch gewesen. Da uns aus dieser Zeit leider fast nur Steintafeln und Ruinen erhalten geblieben sind, macht dies für den ungebildeten Laien schnell den Eindruck, dass dies aber bei Weitem nicht den Tatsachen entspricht, zeigt einmal mehr der italienische Geschichtsprofessor Alberto Angela. Bereits in seinem ersten Buch „Ein Tag im Alten Rom“, hat er dies eindrucksvoll beweisen. In seinem Erstlingswerk durften wir diese Antike Welt an einem gewöhnlichen Dienstag im Jahre 140 nach Christus in der Stadt Rom eintauchen. Im Nachfolgewerk, welches Sie gerade sehen, geht Angela noch einen Schritt weiter. Wir begleiten eine antike Goldmünze auf Ihrer Reise durch das gesamte Römische Weltreich. Die Münze wird einfach von Hand zu Hand weitergereicht und man ist so Mitreisender an einem Mittwoch des darauffolgenden Tages. Beginnend mit den Prägeanstalten im Rom kommen wir bis an die Grenze des Reiches nach Britannien. Wir lernen das Leben der Legionäre in ihren Wehranlangen, den Kastellen, ebenso kennen wie die Weinhändler in Gallien oder Sklaven in Nubien. Vom heutigen Schottland bis nach Syrien geht unsere fiktive Reise. Ein wirklich wunderbares Buch, welches eine fiktive Geschichte gekonnt mit dem aktuellen Stand der Forschung verbindet. Historische Dokumente und erhaltene Aussagen berühmter Persönlichkeiten werden wunderbar zu einem Lesebuch verwoben. Die handelnden Personen erscheinen einem fast ebenso lebendig, als würden sie neben einem stehen. Toll!

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Die wandernde Münze
von Michael Lehmann-Pape am 01.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Schwer und gewichtig liegt sie in der Hand, diese Geschichte der kleinen Münze, die natürlich nur der sehr geschickt und anders aufgehängte Aufhänger dafür ist, einen Streifzug durch die weiten des römischen Reiches zu Zeiten seiner breiten Ausdehnung und kraftvollen Weltbeherrschung zu gestalten. Von Schottland nach Kuwait, von Portugal bis... Schwer und gewichtig liegt sie in der Hand, diese Geschichte der kleinen Münze, die natürlich nur der sehr geschickt und anders aufgehängte Aufhänger dafür ist, einen Streifzug durch die weiten des römischen Reiches zu Zeiten seiner breiten Ausdehnung und kraftvollen Weltbeherrschung zu gestalten. Von Schottland nach Kuwait, von Portugal bis Armenien reichte das Gebiet des römischen Reiches zu Zeiten des Höhepunktes seiner Blüte. Aber wie konnte das damals sein? Solch verschiedene Volksgruppen, Länder, ganze Regionen unter einer Herrschaft zu vereinen? Wie lebte es sich im Alltag dieses römischen Reiches? Grundfragen, denen Alberto Angela nachgeht und die er, vorweg bemerkt, ebenso unterhaltsam wie fundiert beantwortet. Und der rote Faden, der diese Reise durch die Gebiete des Reiches, durch Entwicklungen, ein wenig durch Raum und Zeit ist eben jener eine Sesterz. Eine Münze, die von Hand zu Hand wandert und die im Buch in drei Jahren den Leser durch das gesamte Reich führt (114-117 N.C.). Vom Zentrum bis in hinterste Winkel, von schwieligen Legionärshänden über kundige Hurenhände bis in den Alltag eines Arztes hinein. Von einfachen Seemann reicht die Palette der Sesterz-Besitzer bis hin zum Kaiser selbst, vom Sklaven bis zum anerkannten Händler und vielen mehr. Ein differenziertes und lebensnahes Bild ist es, das Alberto Angela auf 600 Seiten vor Augen führt, ein Bild, in dem das innerlich Verbindende dieses Weltreiches deutlich werden wird, ganz natürlich aus den Seiten heraus fließt. Wo deutlich wird, dass selbst in entlegenen Ecken (oder gerade da) mit Stolz die römische Lebensart gepflegt wird, fast mehr, als in Rom selbst. Mit seiner bildreichen, sehr plastischen Sprache (die Operation des Arztes mag hier als Beispiel gelten), die nie abgehoben daherkommt, gelingt es Angela zudem auch, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, das Treiben auf den Märkten, die Anspannung des Arztes, das Leben in der damaligen Welt fühlbar in den Raum zu stellen. Und wie ähnlich und vertraut zum modernen Leben vieles erscheint, was Angela schildert. Ein reger Güterverkehr durch das gesamte Reich, ein florierender Handel, ein einheitliches Recht, eine einzige offizielle Amtssprache. Gallischer Wein und spanisches Olivenöl selbst in Alexandria oder in London in den Tavernen. Standard, so wie heute Waren aus aller Welt in den Regalen liegen. Es gab sogar „Raststätten“ an den Verkehrswegen und „Motels“ für Übernachtungen. Die Scheidungsrate stieg, die Geburtenrate sank, Korruption verbreitete sich, Prozessbeginne zogen sich aus Überlastung der Gerichte hin. Die Blaupause einer hoch entwickelten, modernen Gesellschaft eben, mit einer anderen Technik als in der Gegenwart, aber mit sehr ähnlichen inneren Strukturen (die auch für die Gegenwart die ein oder andere Warnung sicherlich beinhalten). Ein intensives, alltagsnahes und breites Bild des alten Rom führt Alberto Angela dem Leser vor Augen, welches er in unterhaltsamer, stets flüssiger Erzählweise atmosphärisch dicht zu gestalten versteht. Weder verfällt er der Gefahr, in Sprache und Stil zu trivial zu werden noch gerät er in Versuchung, zu abgehoben abstrakt seine Inhalte zu präsentieren. Ein ganz hervorragendes Buch über das „ganz normale“ (und dem heutigen so ähnliche) innere und äußere Leben im damals riesigen (und straff organisierten) Weltreich.

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