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Der Geschichtenverkäufer

Roman

(5)

Die Tragikomödie eines Mannes, der mit Geschichten handelt und nicht ahnt, dass sie gefährlicher werden können als das Leben.
Das Geschäft floriert: Klassenaufsätze gegen Süssigkeiten, später gegen weibliche Zuneigung. Ihm fliegt zu, was vielen Schriftstellern ständig ausgeht: Geschichten. Der Gedanke, selbst Schriftsteller zu werden, erscheint ihm absurd. Es drängt ihn einfach nichts ins Licht der Öffentlichkeit. Und so entscheidet er sich für eine Karriere hinter den Kulissen des Literaturbetriebs. Er wird Geschichtenverkäufer. Die Geschäftsidee ist neu, der Erfolg überwältigend. Seine Kundenkartei reicht vom Gelegenheitsdichter bis zum internationalen Grossschriftsteller, doch jeder glaubt, der einzige Kunde des Geschichtenverkäufers zu sein. Eines Tages aber tauchen Gerüchte auf. Von der »Spinne« ist die Rede, einem geheimnisvollen Manipulator ganzer Autorenbiographien. Urplötzlich findet sich der Ideenlieferant in eine Geschichte verstrickt, die von ihm stammen könnte. Doch diesmal ist sie bitterböse Wirklichkeit. Und das Ende liegt keineswegs auf der Hand.

Portrait
Jostein Gaarder, geboren 1952, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Oslo und lehrte Philosophie an den Universitäten Oslo und Bergen. Seit 1991 ist er als freier Autor tätig und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Oslo. Mit "Sofies Welt" wurde Jostein Gaarder international bekannt. Für Sofies Welt erhielt Jostein Gaarder, neben zahlreichen anderen Auszeichnungen, 1994 den Deutschen Jugendliteraturpreis, 1996 den polnischen Janusz-Korczak-Preis für die Vermittlung philosophischer Inhalte an Kinder und 2008 den "Sonderpreis für Deutsche Jugendliteratur". "Philosophieren bedeutet, über das Leben nachzudenken, und jeder, der sich wundert, philosophiert." (J. Gaarder)
Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. 2011 wurde Gabriele Haefs als Königlich Norwegische Ritterin des St.Olavs Ordens in der Norwegischen Botschaft in Berlin ausgezeichnet u.a. für ihre Übersetzungen, für die Vermittlung von norwegischen Büchern nach Deutschland sowie für das Knüpfen von Kontakten im Kulturbereich ganz allgemein.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 01.10.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13250-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/118/17 mm
Gewicht 229
Originaltitel Sirkusdirektoerens datter
Verkaufsrang 22.663
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Übersprudelnde Phantasie
von einer Kundin/einem Kunden aus Pforzheim am 29.10.2011

Jostein Gaarder, der vor allem durch sein Buch "Sofies Welt" bekannt wurde, erzählt in diesem Buch die Geschichte von Petter, der eine übersprudelnde Phantasie besitzt. Es vergeht keine Minute, in der er keine Geschichten erfindet, oder sich Verbesserungen zu bestehenden Geschichten ausdenkt. Doch selbst ein Buch zu schreiben, kommt für... Jostein Gaarder, der vor allem durch sein Buch "Sofies Welt" bekannt wurde, erzählt in diesem Buch die Geschichte von Petter, der eine übersprudelnde Phantasie besitzt. Es vergeht keine Minute, in der er keine Geschichten erfindet, oder sich Verbesserungen zu bestehenden Geschichten ausdenkt. Doch selbst ein Buch zu schreiben, kommt für ihn nicht in Frage. Bald merkt Petter, dass er aus seiner Begabung Gewinn ziehen kann. Als Kind verkauft er Hausaufgaben, als Erwachsener verkauft er Autoren seine Ideen für Bücher. Doch bald wird klar, dass er sein Netz nicht unbemerkt spinnen kann. Autoren und Verleger wollen ihn zum Schweigen bringen und eine schöne, nachdenkliche Geschichte mündet in Spannung. Gaarder macht in diesem Buch das Thema Philosophie zwar nicht zum Hauptthema, dennoch wird durch die zwischendurch erzählten Ideen immer wieder ein neues philosophisches Thema angeschnitten. Ein sehr schönes und spannendes Buch mit einer außergewöhnlichen Idee.

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Wahrheit oder Phantasie?
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 28.12.2006

... diese Frage muss man sich als Leser die ganze Zeit über stellen. Der Icherzähler der Geschichte berichtet über sein Leben. Schon von Kindheit an hat er eine überquellende Phantasie, die er nicht vollständig mit seinem Geist beherrschen kann. Dies führt zu zwei wichtigen Erkenntnissen, nämlich erstens dass er... ... diese Frage muss man sich als Leser die ganze Zeit über stellen. Der Icherzähler der Geschichte berichtet über sein Leben. Schon von Kindheit an hat er eine überquellende Phantasie, die er nicht vollständig mit seinem Geist beherrschen kann. Dies führt zu zwei wichtigen Erkenntnissen, nämlich erstens dass er permanent seine Geschichten an den Mann oder die Frau bringen muss um seinen Geist zu beruhigen und vor allem auch dazu, dass er nicht immer zwischen Realität und Phantasie unterscheiden kann. Als der junge Mann erwachsen wird erkennt er, dass er viel Geld damit verdienen kann, wenn er seine Geschichten als Synopsen an Schriftsteller verkauft, die daraus dann Bücher stricken sollen. Auf dieser Basis entwickelt sich die Story bis zu ihrem Höhepunkt am Ende des Werkes, wo sich der Leser dann fragt ob der Erzähler nicht bloß seiner regen Phantasie zum Opfer gefallen ist - schließlich begleitet ihn ja auch ein kleiner grüner Gnom seit Kindheitstagen, den außer ihm natürlich niemand sehen kann. Jostein Gaarder ist den meisten von uns ein Begriff als Erzähler von Kinder- und Jugendgeschichten - weltberühmt wurde er mit Sofies Welt, ein Werk das auch Erwachsene begeisterte. Nun wendet er sich explizit an erwachsenes Publikum. Wer jemals daran gezweifelt hat, dass Gaarder auch Meisterwerke für Erwachsene schaffen kann, wird nun eines Besseren belehrt. Das Buch hat alles was große Literatur benötigt. Es ist sprachlich ganz hervorragend gelungen - vielleicht nicht vergleichbar mit Süskind oder Mercier aber wesentlich besser als die durchschnittliche Alltagskost. Stilistisch kann sich Gaarder durchaus mit den Besten messen, so sind die eingefügten Kurzgeschichten nicht bloß nette Erzählungen, sondern sind wunderbar in die psychische Situation des Erzählers eingebettet. Überhaupt ist die Charakterisierung und Entwicklung des Icherzählers wahrlich meisterhaft gelungen. Wir haben es also mit einem wahrhaft großartigen Psychogramm zu tun, das nur auf den ersten Blick nach einem äußeren Plot aussieht. Das Buch ist absolut lesenswert und eine echte Empfehlung.

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Entdeckung
von Urte aus Olching am 05.11.2005

Das Buch wurde mir geschenkt. Brav las ich es, schlief regelmäßig über den Zeilen ein und nutzte es zunächst als Einschlaflektüre. Ja, bis ich den Zugang zu der Geschichte des Ich-Erzählers, Petter, bekam und ab da konzentiert jede Zeile genoss. Am Ende angelangt, begann ich erneut bei Seite 1...... Das Buch wurde mir geschenkt. Brav las ich es, schlief regelmäßig über den Zeilen ein und nutzte es zunächst als Einschlaflektüre. Ja, bis ich den Zugang zu der Geschichte des Ich-Erzählers, Petter, bekam und ab da konzentiert jede Zeile genoss. Am Ende angelangt, begann ich erneut bei Seite 1... Eine klug erdachte Geschichte, die der schreibenden Zunft einen Spiegel vorhält, die am Ende alle anfangs (scheinbar einschläfernden) ausgelegten Köder in überraschender Weise auflöst. Absolut empfehlenswert für die Leser, die der erzählenden Literatur folgen mögen - allein schon wegen der Geschichten (Synopsen) in dieser Geschichte.

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Endlich eine Abwechslung
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 06.02.2006

Dieses Buch ist im Gegensatz zu Gaarders sonstigen Büchern eine Seltenheit. Zum einen wiederholt Gaarder hier nicht seine ein und dieselben Ansichten über die Welt und den Kosmos. Er scheint sich in seinen Gedanken endlich weiterentwickelt zu haben, wofür ich das Buch als Indiz anführen würde. Zum anderen zeichnet... Dieses Buch ist im Gegensatz zu Gaarders sonstigen Büchern eine Seltenheit. Zum einen wiederholt Gaarder hier nicht seine ein und dieselben Ansichten über die Welt und den Kosmos. Er scheint sich in seinen Gedanken endlich weiterentwickelt zu haben, wofür ich das Buch als Indiz anführen würde. Zum anderen zeichnet sich das Buch durch einen angenehmen Spannungsbogen aus, der auch durch die kleinen Geschichten in der Geschichte nicht abfällt. Dieses Buch ist mein Lieblingsbuch von Gaarder. Ich kann es jedem empfehlen, der endlich einmal neue Gedanken von Gaarder kennenlernen will.

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Geschichten über Geschichten
von einer Kundin/einem Kunden am 28.01.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Ich komme mir vor wie heimgesucht von einem wütenden Schwarm von Seelen, die in meinen Gehirnzellen eine Art Kaffeeklatsch abhalten. Mir fehlt die nötige Seelenruhe, um sie alle zu beherbergen, also muss ich einige davon loswerden. Ich leide unter einem gewaltigen geistigen Überschuss und muss mich deshalb immer wieder... „Ich komme mir vor wie heimgesucht von einem wütenden Schwarm von Seelen, die in meinen Gehirnzellen eine Art Kaffeeklatsch abhalten. Mir fehlt die nötige Seelenruhe, um sie alle zu beherbergen, also muss ich einige davon loswerden. Ich leide unter einem gewaltigen geistigen Überschuss und muss mich deshalb immer wieder entleeren. In regelmäßigen Abständen nehme ich Papier und Bleistift zur Hand und beginne einen gedanklichen Aderlass.“ (Seite 7) Mit diesem alten Tagebucheintrag holt Petter den Leser in seine Gedankenwelt. Phantasie- und humorvoll erzählt er in einer schnodderigen Sprache aus seiner Jugend, in der er zwar keine Freunde, dafür aber viele Bittsteller hatte, für die er Hausaufgaben erledigte. Sein einziger Freund war Meter, ein kleiner Mann mit Spazierstock, der nur in seiner lebhaften Phantasie existierte. Der Blick auf sein Leben beinhaltet auch: „Ich fand es richtig, dass meine Eltern geschieden waren. Ich war lieber nur mit einem Elternteil zusammen. Ich glaube außerdem, dass ich schönere Weihnachtsgeschenke bekam als andere Kinder. Ich bekam immer die doppelte Menge.“ Petter vermittelt den Eindruck ohne Punkt und Komma zu erzählen und dabei vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Man erfährt von seiner großen Liebe zu Maria und seinem internationalen Erfolg als Verkäufer von Grundideen für Geschichten, die er nicht weiter ausbauen will. Immer wieder betont er, selbst nicht berühmt werden zu wollen. Statt dessen liest er lieber die mehr oder weniger ausgefeilten Ergüsse seiner Kunden, von denen jeder glaubt, als einziger von Petters ungezügeltem Ideenreichtum zu profitieren. Eines Tages scheint er den Überblick verloren zu haben und seine Stellung in der Literaturwelt ist bedroht ... Der Roman des 1952 in Oslo geborenen Jostein Gaarder erschien 2001 unter dem Titel „Sirkusdirektørens datter“ und kam 2002 auf den deutschen Büchermarkt. Er strotzt nur so von ironischen Lebensweisheiten und phantasievollen Gleichnissen und hat mich königlich amüsiert.

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