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Der Geschmack von Apfelkernen

Roman

(59)
Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Gross­mutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen – bewegend, herrlich komisch und klug.
Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Grossmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiss und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln.
Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schliesslich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiss nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Grossvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer ass seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schliesslich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und wollte sie Iris noch etwas sagen?
Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon.
Rezension
»Ich habe selten ein Buch erlebt, bei dem ich so gefühlt und gespürt, gerochen und geschmeckt habe [...] Intensiv, amüsant, traurig, schön und [...] federleicht.«
Portrait
Katharina Hagena, geboren in Karlsruhe, lebt als freie Schriftstellerin mit ihrer Familie in Hamburg. Sie schrieb zwei Bücher über James Joyce, bevor sie 2008 ihren ersten Roman »Der Geschmack von Apfelkernen« veröffentlichte. Das Buch wurde in 26 Sprachen übersetzt und für das Kino verfilmt. 2012 erschien ihr zweiter Roman »Vom Schlafen und Verschwinden«, 2016 folgte der Roman »Das Geräusch des Lichts«.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 256, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.09.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783462302202
Verlag EBook by Kiepenheuer&Witsch
Verkaufsrang 19.493
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
59 Bewertungen
Übersicht
36
17
5
1
0

Der Geschmack von Apfelkernen!
von Nicole Bouché aus Weiterstadt am 19.11.2010

Nach dem Tod ihrer Großmutter Bertha erbt Iris deren Haus, in dem sie viele Sommerferien verbracht hat. Während eines einwöchigen Aufenthaltes überlegt Iris, ob sie das Haus überhaupt behalten soll, denn viele verschiedene Erinnerungen sind damit verbunden: War ihr Großvater wirklich ein Nazi? Ist ihre Tante wirklich das Resultat... Nach dem Tod ihrer Großmutter Bertha erbt Iris deren Haus, in dem sie viele Sommerferien verbracht hat. Während eines einwöchigen Aufenthaltes überlegt Iris, ob sie das Haus überhaupt behalten soll, denn viele verschiedene Erinnerungen sind damit verbunden: War ihr Großvater wirklich ein Nazi? Ist ihre Tante wirklich das Resultat einer Affäre? Was geschah in der Nacht von Rosmaries Tod wirklich? Und dann ist da auch noch Max, der kleine Bruder einer alten Freundin... Mit der „Geschmack von Apfelkernen“ erzählt Katharina Hagena eine rührende Familiengeschichte, die beschreibt, dass das Vergessen ohne Erinnern und das Erinnern ohne Vergessen nicht möglich ist. Ein tolles Buch für verregnete Sonntage!

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Weckt Kindheitserinnerungen
von einer Kundin/einem Kunden am 27.10.2010

Iris erbt von ihrer Oma Bertha das Elternhaus ihrer Mutter in Norddeutschland. Dort hat sie als Kind viele glückliche Sommer beim Baden im nahen See mit ihrer Kusine und deren Freundin verbracht. Nach der Beerdigung bleibt sie allein in dem Haus und zieht wieder wie früher die alten Kleider... Iris erbt von ihrer Oma Bertha das Elternhaus ihrer Mutter in Norddeutschland. Dort hat sie als Kind viele glückliche Sommer beim Baden im nahen See mit ihrer Kusine und deren Freundin verbracht. Nach der Beerdigung bleibt sie allein in dem Haus und zieht wieder wie früher die alten Kleider an. Während sie über ihre eigene Zukunft nachdenkt, spürt sie den Geheimnissen ihrer Mutter und den der beiden Tanten nach. Zugleich werden die Erlebnisse und zarte Liebesgeschichten ihrer Großmutter und deren Schwester erzählt. Ein wunderbarer Roman, der eigene Kindheitserinnerungen weckt und mich begeistert hat.

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Schöner Familienroman!
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 24.10.2010

Auf den ersten Blick ist die Geschichte weder neu noch besonders spektakulär: Eine junge Frau, die seit langem ihr Eltern- bzw. Großelternhaus verlassen hat, erbt das Haus ihrer Großmutter Bertha. Die Rückkehr in das Haus wird für Iris zum Moment des Erinnerns und des Hervorholens von bereits vergessenen oder... Auf den ersten Blick ist die Geschichte weder neu noch besonders spektakulär: Eine junge Frau, die seit langem ihr Eltern- bzw. Großelternhaus verlassen hat, erbt das Haus ihrer Großmutter Bertha. Die Rückkehr in das Haus wird für Iris zum Moment des Erinnerns und des Hervorholens von bereits vergessenen oder bewusst verdrängten Erlebnissen. Warum diese einfache Geschichte doch einen so großen Reiz ausübt und den Roman zu einem heimlichen Besteller gemacht hat, ist schon noch wenigen Seiten Lektüre zu beantworten: Zum einen ist es wirklich spannend zu lesen, wie sich Iris auf die Spuren der – durchaus drastischen - Familiengeheimnisse macht. Zum anderen ist es die elegante wie treffende sprachliche Gestaltung des Romans. Die wichtigste Komponente ist allerdings in der Hauptfigur Iris begründet, die - teils bieder, teils forsch – ein einfach wundervoller Charakter ist. Eine angenehme und lohnenswerte Lektüre.

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