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Der Geschmack von Wasser

(3)

Eine neue literarische Stimme von ungeheurer Erzählkraft.
Seit frühester Kindheit sind Noria und Sanja beste Freundinnen: Noria, die Tochter des Teemeisters, die bald selbst Teemeisterin sein wird und die Traditionen ihres Vaters auf die ihr eigene Weise neu auslegt, und Sanja, die gerne über die nahe gelegene Mülldeponie streift, um dort Plastikgeräte aus der »Alten Zeit« zu suchen und sie zu reparieren. Als Sanjas Familie immer mehr unter der allgemeinenTrinkwasserknappheit im Land zu leiden hat, entschliesst sich Noria zu einem schicksalhaften Schritt: Sie erzählt ihrer Freundin von der geheimen Wasserquelle in der Felshöhle. Bald gibt es noch mehr Mitwisser, und Noria gerät ins Visier des Militärs, das jedes Geheimhalten von Wasservorräten als Wasserstraftat brandmarkt und ohne Gnade verfolgt.

Rezension
"Ruhig und tief wie ein Bergsee und voller sprachlicher Bilder, die so schön sind wie die Spiegelungen von Bäumen auf der Wasserfläche."
Maren Keller, kultur SPIEGEL 01.10.2014
Portrait

Emmi Itäranta, geboren 1976 in Tampere, Finnland, studierte Theaterwissenschaften in ihrer Heimatstadt und Kreatives Schreiben in Kent, England. "Der Geschmack von Wasser" ist ihr erstes Buch und wurde von ihr sowohl in Finnisch als auch in Englisch verfasst. Die Geschichte des Teemeisters und seiner Tochter Noria entwickelte sich international zu einem grossen Erfolg und erschien parallel in achtzehn Ländern. Die Autorin lebt seit 2007 in Canterburry, England.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 340
Altersempfehlung 14 - 16
Erscheinungsdatum 01.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-65009-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 207/135/38 mm
Gewicht 481
Originaltitel Teemestarin Kirja
Buch (Taschenbuch)
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Das Gedächtnis des Wassers
von tinderness aus Wien am 14.12.2014

Irgendwann in der Fernen Zukunft, auf der Erde herrscht aufgrund einer nachhaltigen Klimaerwärmung prekäre Wasserknappheit. Die Protagonistin des Buches ist eine junge Teemeisterin namens Noria. Sie wird Kraft ihres Amtes, wie sie allerdings erst im Verlauf ihrer Recherchen erfährt, zur rituellen Hüterin des Wassers. In dieser Rolle bewacht und... Irgendwann in der Fernen Zukunft, auf der Erde herrscht aufgrund einer nachhaltigen Klimaerwärmung prekäre Wasserknappheit. Die Protagonistin des Buches ist eine junge Teemeisterin namens Noria. Sie wird Kraft ihres Amtes, wie sie allerdings erst im Verlauf ihrer Recherchen erfährt, zur rituellen Hüterin des Wassers. In dieser Rolle bewacht und beschützt sie eine Quelle, die sich in unmittelbarer Nähe ihres Hauses, versteckt in einer Höhle befindet. Ihre Familie hat das Geheimnis der Quelle seit Generationen gewahrt und da die Wasserknappheit inzwischen sehr groß geworden ist, versucht die Militärregierung die komplette Kontrolle über alle Wasservorräte zu erzwingen. So wird der Besitz von verfügbaren Frischwasserquellen für den Einzelnen sehr gefährlich, Wasservergehen werden von den offiziellen Wasserwächtern mit Isolation und dem Tod bestraft.Die Häuser der Betroffenen werden mit einem blauen Kreis gebrandmarkt. „Der Geschmack des Wassers“ ist eine negative Utopie, zeigt jedoch nur einen schmalen Ausschnitt einer künftigen Gesellschaft. Das Hauptaugenmerk des Romans liegt nicht so sehr auf der Schilderung der Entstehung oder des Hintergrunds dieser Dystopie. Damit ähnelt das Buch ein wenig dem großen Utopie - Entwurf der kanadischen Autorin Margret Atwood, die sich in ihrer Trilogie über die „wasserlose Flut" ebenfalls auf das individuelle Schicksal ihrer ProtagonistInnen und nicht auf die Beschreibung einer komplexen Zukunft konzentriert hat. Doch Emmi Itäranta geht weiter: Die siebzehnjährige Heldin ist keine Actionheldin, sondern eine nachdenkliche und introvertierte Jugendliche, die mit ihrer sozialen Verantwortung ringt und Stück für Stück die Geschichte des Wassers und damit der Ungerechtigkeit ihrer Welt entschlüsselt. Es ist ein Ringen um Verantwortung, die sie nach dem Tod ihres Vaters und dem Wegzug ihrer Mutter alleine tragen muss. Sie kann dabei weniger auf die Hilfe ihrer Freundin zählen als vielmehr auf die Notizen vorhergehender Teemeister und historischer Bücher, die ihre Mutter hinterlassen hat. Stück für Stück entschlüsselt sie so die Geheimnisse der Vergangenheit, die sie ermutigen klare Konsequenzen zu ziehen. So bleibt die Erzählung sehr auf die individuelle Wahrnehmung, das Ringen um Verantwortung und damit auf die Gewissenskonflikte der siebzehnjährigen Protagonistin konzentriert. Sie hütet das Geheimnis der Quelle, erfährt aber auch, wie egoistisch ein solches Verhalten sein kann. Indem sie beginnt, Frischwasser mit einer befreundeten Familie zu teilen, begibt sie sich nicht nur in Lebensgefahr, sondern auch in ein tiefes moralisches Dilemma. Darf man das Geheimnis überhaupt wahren, wenn die Menschen ihrer Umgebung unter lebensbedrohender Wasserknappheit leiden? Solidarisches Handeln gefährdet nicht nur die eigene Sicherheit, sondern gibt auch das Geheimnis der Quelle preis, die damit für die Allgemeinheit verloren geht. Denn wie so oft, sind Ressourcenfragen zu allererst Machtfragen und die Militärregierung tut alles, um ihre eigene Macht zu festigen und die eigenen, geheimgehaltenen Wasservorräte zu vermehren. Das Buch ist das Debut der in den UK lebenden und in zwei Sprachen schreibenden Finnin Emmi Itäranta. Der englische Titel weicht vom deutschen ab und gibt viel mehr vom eigentlichen Thema des Buches preis. Er heißt „Memory of Water“ und darum geht es auch in diesem Buch: um ein Nachdenken darüber, wie sehr das Wasser zu unserem Menschsein gehört und wie sehr es die Geschichte dieser Welt in sich trägt, vom ihrem Beginn an. Wer gerne Dystopien liest, die nicht nur die negativen Konsequenzen unseres gegenwärtigen Handelns kritisieren sondern sich mit den moralischen Kernfragen unserer Existenz auseinandersetzen, dem sei angeraten, zu diesem Buch zu greifen. Es ist spannend und sprachlich eindrücklich geschrieben und gewährt uns tiefe Einblicke in eine konfliktreiche und unwägbare Welt, in der Heranwachsende auch heute schon leben. Insofern ist es ein Jugendbuch, das vor allem der Erwachsenengeneration ans Herz zu legen ist, welche über ihr eigenes Versagen an dieser Welt nachdenken will. Ich freue mich auf das nächste Buch der Autorin und vergebe guten Gewissens alle fünf Sterne.

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Starkes Buch in ruhiger Erzählweise mit aktueller Thematik
von Vanessas Bücherecke am 13.11.2014

Inhalt: Seit frühester Kindheit sind Noria und Sanja beste Freundinnen: Noria, die Tochter des Teemeisters, die bald selbst Teemeisterin sein wird und die Traditionen ihres Vaters auf die ihr eigene Weise neu auslegt, und Sanja, die gerne über die nahe gelegene Mülldeponie streift, um dort Plastikgeräte aus der »Alten Zeit«... Inhalt: Seit frühester Kindheit sind Noria und Sanja beste Freundinnen: Noria, die Tochter des Teemeisters, die bald selbst Teemeisterin sein wird und die Traditionen ihres Vaters auf die ihr eigene Weise neu auslegt, und Sanja, die gerne über die nahe gelegene Mülldeponie streift, um dort Plastikgeräte aus der »Alten Zeit« zu suchen und sie zu reparieren. Als Sanjas Familie immer mehr unter der allgemeinen Trinkwasserknappheit im Land zu leiden hat, entschließt sich Noria zu einem schicksalhaften Schritt: Sie erzählt ihrer Freundin von der geheimen Wasserquelle in der Felshöhle. Bald gibt es noch mehr Mitwisser, und Noria gerät ins Visier des Militärs, das jedes Geheimhalten von Wasservorräten als Wasserstraftat brandmarkt und ohne Gnade verfolgt. Meinung: Das Buch beginnt mit leisen Tönen und erzählt die Geschichte von Noria, die von ihrem Vater als Teemeisterin ausgebildet wird. Die Geschichte spielt irgendwann in der Zukunft. Wasservorräte sind knapp und jedes Wasserreservoir ist staatliches Eigentum. Das Anzapfen der Wasserleitungen steht unter Höchststrafe und jede Wasserquelle muss gemeldet werden. Norias Vater weiht sie in das Geheimnis einer geheimen Wasserquelle ein, die sich seit Generationen im Familiensitz befindet und ein streng gehütet wird. Als Noria das Amt übernehmen muss, teilt sie dieses Geheimnis mit ihrer besten Freundin Sanja. Nach und nach erfahren immer mehr Menschen von der Quelle und Noria schwebt in höchster Gefahr. Das Buch hat eine sehr ruhige Erzählweise, die viele Andeutungen zu den Geschehnissen in der Vergangenheit macht, diese aber letztendlich der Fantasie der Leser überlässt, da zu wenige Informationen überliefert wurden und die Regierung diese versucht hat, weitestgehend zu vernichten. Emmi Itäranta weist eine sehr düstere, aber auch erschreckend realistische Version einer möglichen Zukunft auf, in der die Menschheit und Wassermangel und den Müllbergen unserer Zeit leidet. Ressourcen sind an allen Ecken Mangelware, besonders Eisen und Stahl. Die Menschen müssen sich mit dem allgegenwärtigen Plastik behelfen. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Ich habe mich gut in diese hineinversetzen können. Die Figuren sind sehr authentisch und die Beweggründe der Einzelnen absolut nachvollziehbar. Erzählt wird die Geschichte aus Norias Sicht in der Ich-Perspektive. Man kann dieses Buch als Mahnung ansehen, was passieren kann, wenn wir nicht besser mit unseren Ressourcen umgehen. Auch ist dieses Buch eine Kritik an die Konzerne und Hersteller. Aber vor allem ist es ein Buch über Werte, die sich jeder Mensch setzt und wofür er einstehen möchte. Fazit: Dieses Buch ist eine Perle. Die ruhige Erzählweise, die so perfekt zu dem Thema Teemeister passt, das beklemmende Setting und die überaus intelligente Geschichte verbinden sich hier zu einem ganz besonderen Buch, das man gelesen haben sollte. Nicht nur für Fans von Dystopien geeignet. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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Dystopie - etwas Fantasy - und wunderbare Literatur.
von kvel am 28.10.2014

Inhalt: Die Geschichte spielt in der Zukunft. Es gibt fast kein natürliches Trinkwasser mehr, da fast alle natürlichen Quellen versiegt sind. Da es so gut wie keine Niederschläge gibt, herrscht überall Dürre und Trockenheit. Das Wasser wird rationiert. Wasser gibt es eigentlich nur noch als entsalztes Meerwasser, aber die Entsalzungsanlagen stehen... Inhalt: Die Geschichte spielt in der Zukunft. Es gibt fast kein natürliches Trinkwasser mehr, da fast alle natürlichen Quellen versiegt sind. Da es so gut wie keine Niederschläge gibt, herrscht überall Dürre und Trockenheit. Das Wasser wird rationiert. Wasser gibt es eigentlich nur noch als entsalztes Meerwasser, aber die Entsalzungsanlagen stehen unter der "Obhut" des Militärs. Noria, die 17-jährige Protagonistin, ist die Tochter eines Teemeisters. Als ihr Vater stirbt, tritt sie in seine Fußstapfen und übernimmt seine Rolle als "Hüter des Wassers". Meine Meinung: Nicht so gut gefallen hat mir, dass einige Fragen während des Romans offen blieben bzw. sich mir nicht alle Themen erschlossen haben: Was ist ihre Mutter für eine Wissenschaftlerin? Für wen oder was arbeitet sie? Die erste Hälfte des Romans "passiert nicht viel" und mir war nicht so ganz klar, worauf die Story hinaus laufen wird; aber dennoch war der Roman von Anfang bis Ende spannend, weil man immer wissen wollte, wie es weiter geht und wohin sich die Geschichte entwickelt. [An die zukünftigen Leser: Durchhalten!] Und vieles hört sich für mich sehr naiv an, wenn über die "Alte Zeit" (als es noch Winter mit Schnee und Eis gab) erzählt wurde. Ich finde, die Autorin ist eine wunderbare Beobachterin: Als Zeichen für ein Wasserverbrechen werden die Haustüren mit einem blauen Kreis markiert: "Tatsächlich konnte niemand mit Sicherheit sagen, was mit den Bewohnern der gebrandmarkten Häuser geschah, und es war bequemer nicht danach zu fragen." (S. 168) Und, dass die Not alle Menschen gleich mache und jeder Angst habe aufzufallen oder Verdacht zu erregen: Noria hatte bisher noch kein Trockenschampoo gekauft; "Ich hatte noch nicht allzu gründlich darüber nachgedacht, wie sehr ich mein Leben ändern müsste, damit es sich nicht allzu sehr von dem der anderen Dorfbewohner unterschied." (S. 168) Die Erzählung fließt sehr ruhig dahin, vergleichbar mit gemächlich fließendem Wasser. D.h. man muss sich auf den Roman einlassen und sich der "Langsamkeit" des Erzählstils anpassen. Wobei ich hier nicht sagen möchte, dass das Buch langweilig wäre; ganz und gar nicht, sondern die Autorin schreibt eigentlich sehr detailliert, aber dennoch so, dass man sehr gut folgen kann und nicht den Faden verliert. Fazit: Dystopie: Wenn das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Wasser das Leben in der von Trockenheit geprägten Realität bestimmt. Utopie eines totalitären Staates, der die Wasserhoheit an sich reißt. Belletristik: Erzählt mit einer wundervollen "Leichtigkeit". "Poetisch, zart und bildgewaltig" erzählt die Autorin "von einer Zukunft in Bedrängnis" (Zitat aus der Buchumschlaginnenseite). Dem würde ich voll und ganz zustimmen!

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