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Der gute Mensch von Düsteroda

Ein Thüringen-Krimi

(7)
Samuel Pistorius dient der beschaulichen Thüringer Kirchengemeinde Düsteroda seit zehn Jahren als Pfarrer. Hingebungsvoll kümmert er sich um seine Schäfchen – selbst wenn er ihre Verlogenheit manchmal kaum erträgt.
Auch als einer der schlimmsten Sünder, der Geschäftsmann Günther Blech, angeschossen vor einen Lkw rennt, sieht Kommissar Brückner in Pistorius nur den guten Hirten. Welche Abgründe verbergen sich da in der Thüringer Idylle?
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 200
Erscheinungsdatum 18.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95400-453-9
Reihe Sutton Krimi
Verlag Sutton
Maße (L/B/H) 195/123/22 mm
Gewicht 213
Auflage 1
Buch (Paperback)
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Der gute Mensch von Düsteroda
von dorli am 27.05.2015

Düsteroda. Pfarrer Samuel Pistorius kümmert sich hingebungsvoll um seine Gemeinde. Gelenkt von einem Ausschuss sorgt er unbürokratisch für Recht und Ordnung. Als der Auftrag, den Geschäftsmann Günther Blech aus dem Weg zu räumen, nicht nach Plan verläuft, erscheint plötzlich Kommissar Brückner auf der Bildfläche und quartiert sich ausgerechnet beim... Düsteroda. Pfarrer Samuel Pistorius kümmert sich hingebungsvoll um seine Gemeinde. Gelenkt von einem Ausschuss sorgt er unbürokratisch für Recht und Ordnung. Als der Auftrag, den Geschäftsmann Günther Blech aus dem Weg zu räumen, nicht nach Plan verläuft, erscheint plötzlich Kommissar Brückner auf der Bildfläche und quartiert sich ausgerechnet beim Pfarrer ein… Andreas Kolb hat sich als Handlungsort für seinen Krimi das fiktive Düsteroda ausgesucht, ein idyllisches Fleckchen im Thüringer Wald, herrlich gelegen in beeindruckender Natur. Doch diese Beschaulichkeit ist trügerisch, denn hier wird gemordet, und das nicht zu knapp. Ein Ausschuss, bestehend aus Mitgliedern alteingesessener Sippen, wacht über die Angelegenheiten des Dorfes und sorgt mit dem Pfarrer als Handlanger für geregelte Abläufe. Andreas Kolb hat seine Hauptfigur mit einer sehr derben Sprache ausgestattet – aber gerade die für einen Geistlichen oft ungewöhnliche Wortwahl passt zum Verhalten und Handeln von Samuel Pistorius wie die Faust aufs Auge. Pistorius ist ein Pfarrer, der flucht und über Gott und die Welt lästert. Der mit Gewalt tut, was getan werden muss, der mehr als eine Leiche im Keller hat und seine Predigten aus dem Internet herunterlädt. An Pistorius’ Seite: Kommissar Gernot Brückner. Um unbemerkt von den Dörflern ermitteln zu können, wird der Mann vom LKA als „Bruder Brückner“ in die Gemeinde eingeführt. Der Kommissar entwickelt sich dann im Verlauf der Handlung ganz anders, als ich es anfangs vermutet habe. In mehreren Rückblenden erzählt Pistorius aus seiner ereignisreichen Vergangenheit. Dabei erhält man nicht nur Einblicke in seinen persönlichen Werdegang, sondern erfährt auch nach und nach, wie es zu der derzeitigen, recht turbulenten Situation in Düsteroda kommen konnte. „Der gute Mensch von Düsteroda“ kommt mit einer großen Portion Kritik an Politik und Gesellschaft daher - eine gelungene Mischung aus schwarzem Humor, Satire und Krimi, die mich sehr gut unterhalten hat.

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Pfarrer mit Sonderaufgaben
von leseratte1310 am 16.05.2015

Düsteroda ist ein fiktiver Ort im Thüringer Wald. Pfarrer Samuel Pistorius kümmert sich um seine Gemeinde. Er kennt alle seine Schäflein ganz genau und weiß daher, dass nicht jeder das ist, was er nach außen darstellt. Eines seiner Schäfchen rennt angeschossen vor einen LKW und sorgt so dafür, dass... Düsteroda ist ein fiktiver Ort im Thüringer Wald. Pfarrer Samuel Pistorius kümmert sich um seine Gemeinde. Er kennt alle seine Schäflein ganz genau und weiß daher, dass nicht jeder das ist, was er nach außen darstellt. Eines seiner Schäfchen rennt angeschossen vor einen LKW und sorgt so dafür, dass die Polizei in Person von Kommissar Brückner in Düsterode erscheint. Die Geschichte ist wundervoll leicht zu lesen. Anfangs wird man von dem herrlich schwarzen Humor unterhalten, aber mit der Zeit zeigt sich, dass Düsteroda mehr als Idylle zu bieten hat. Der Ausschuss für Kirchenschmuck wirbt den Gefängnispfarrer Pistorius als Hirten mit Sonderaufgaben, sprich Auftragsmorden, für ihre Gemeinde ab. Als Pfarrer ist man schließlich über jeden Verdacht erhaben. So wird der Totensonntag am Ende seinem Namen gerecht. Wer wen ermordet hat, ist von Anfang an bekannt, nur die Hintergründe lernt man erst im Laufe der Zeit kennen. Unser Pfarrer hat eine sehr lockere Ausdrucksweise und auch schon mal eine Leiche im Keller. Hingebungsvoll kümmert er sich um Tante Betty. Kommissar Brückner quartiert sich ausgerechnet im Pfarrhaus ein. Weil er aber inkognito bleiben will, wird er kurzerhand auf „geistlichen Bruder“ geschult. Als Pistorius von seiner Vergangenheit eingeholt wird, sind Brückner uns Pistorius gezwungen, sich ihrer Haut zu wehren. Da es dann sehr blutig wird, fühlte ich mich an die Filme von Tarantino erinnert. Aber Pistorius will nicht auf immer und ewig im Dienste des Ausschusses tätig sein und muss am Ende eine Entscheidung treffen. Der Krimi war blutig, deftig und sehr unterhaltsam.

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Der gute Mensch von Düsteroda
von Manu2106 aus Hamburg am 14.05.2015

Ein Pfarrer, der kein gewöhnlicher Pfarrer ist, ein Ort, der seinem Namen alle Ehre macht, und ein Kommissar der mich doch sehr schockierte... Alles verpackt in einer recht humorvollen Geschichte, in der viel Blut fließt... Erzählen tut uns Samuel Pistorius seine Sicht über die jüngsten Vorfälle in Düsteroda, er berichtet... Ein Pfarrer, der kein gewöhnlicher Pfarrer ist, ein Ort, der seinem Namen alle Ehre macht, und ein Kommissar der mich doch sehr schockierte... Alles verpackt in einer recht humorvollen Geschichte, in der viel Blut fließt... Erzählen tut uns Samuel Pistorius seine Sicht über die jüngsten Vorfälle in Düsteroda, er berichtet uns nicht nur von den jüngsten Vorfällen, auch von seiner Vergangenheit erfahren wir einiges, denn diese holt ihn nun auch mit ein. Einen richtigen Draht habe ich zu ihm leider nicht aufbauen können, habe seine Geschichte aber gerne und mit Spannung gelesen, denn langweilig wird's in seiner Geschichte definitiv nicht. Wie Kommissar Brückner sich bei dem Pfarrer einnistet macht dieser eine Wandlung durch, die ich wiederrum bei Pistorius vermisst habe, der hat sich im Gegensatz zu Brückner im Laufe der Geschichte leider nicht Weiterentwickelt. Von Anfang an ist bekannt, das Pistorius den Blech umgebracht hat, trotzdem schadet dies der Geschichte nicht, denn das warum klärt sich erst im Laufe der Geschichte... Für Spannung und Fragezeichen sorgen auch die aktuellen Vorfälle, die sich im Laufe der Geschichte aufklären... Das Ende der Geschichte hat mich überrascht, leider nicht positiv, ich hätte mir irgendwo doch ein anderes Ende gewünscht, dieses war einfach viel zu glatt... Die Beschreibungen sind gelungen, man konnte sich die Protagonisten und Schauplätze gut vorstellen. Der Schreib- und Erzählstil hat mir gefallen, locker und humovoll lässt der Autor Pistorius seine Geschichte erzählen, diese lässt sich flüssig lesen, das Kopfkino kann man auch anschalten und laufen lassen. Die 194 Seiten wurden in 24 unterschiedlich lange Kapitel unterteilt. Mich hat "Der gute Mensch von Düsteroda" ein paar spannende und recht witzige Lesestunden beschert.

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Keine Dorfidylle
von mabuerele am 09.05.2015

„...Ich bin sicher, dass auch Pfarrer Leichen im Keller haben...“ Düsteroda ist ein kleines Dorf in Thüringen. Dort entscheidet ein Ausschuss, wann ein Dorfbewohner nicht mehr tragbar ist. Pfarrer Pistorius wird dann mit der Ausführung der Tat beauftragt. Günther Blech soll in Art eines Jagdunfalls vom Leben zum Tod befördert... „...Ich bin sicher, dass auch Pfarrer Leichen im Keller haben...“ Düsteroda ist ein kleines Dorf in Thüringen. Dort entscheidet ein Ausschuss, wann ein Dorfbewohner nicht mehr tragbar ist. Pfarrer Pistorius wird dann mit der Ausführung der Tat beauftragt. Günther Blech soll in Art eines Jagdunfalls vom Leben zum Tod befördert werden. Nicht nur, dass der Mann Frau und Kinder schlägt, er will auch ein Grundstück veräußern, das seiner Frau gehört. Doch der Pfarrer schießt daneben. Bei seiner Flucht gerät der Geschäftsmann Blech unter die Räder eines LKWs. Plötzlich geben sich in dem verträumten Dörfchen Killerkommandos die Klinke in die Hand. Der Autor hat einen spannenden und amüsanten Krimi geschrieben. Sein Markenzeichen ist der schwarze Humor, vor dem nichts und niemand verschont bleibt. Ein Pfarrer, der auf eigenartige Weise für Recht und Ordnung sorgt, ein Polizist, der Freund und Feind nur schwer unterscheiden kann, eine Lehrerin, die nahtlos von Staatsbürgerkunde zu Religion wechselt, eine Prostituierte, die zu Trauerfeiern im Kirchenchor singt, sind nur vier der interessanten Protagonisten. Nach und nach darf ich einen Blick in die Vergangenheit werfen, zum einen in die des Dorfes, zum anderen in die des Pfarrers. Beide zeigen interessante Aspekte. Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem recht flapsigen Sprachstil des Herrn Pfarrers. Das hat sich aber im weiteren Verlauf der Handlung gegeben. Geschickt gelingt es dem Autor, die Hintergründe der Ereignisse schön häppchenweise aufzudecken. Das düstere Cover mit dem Kreuz passt. Im Dunkeln der dörflichen Gemeinschaft ruht so manches, was nicht für das Licht der Öffentlichkeit gedacht ist. Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist eine geschickt gemachte Persiflage auf das normale Alltagsleben.

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I need a hero!
von solveig am 06.05.2015

Wahre Abgründe tun sich auf! Ein Pfarrer will, gewissermaßen als verlängerter Arm Gottes, der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen und greift zu drastischen Methoden. Trotz seiner Berufung in den geistlichen Stand frönt Samuel Pistorius einigen unchristlichen Lastern, die seinen Platz in der Reihe ehrenwerter und verdienstvoller Vorfahren gefährden: er... Wahre Abgründe tun sich auf! Ein Pfarrer will, gewissermaßen als verlängerter Arm Gottes, der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen und greift zu drastischen Methoden. Trotz seiner Berufung in den geistlichen Stand frönt Samuel Pistorius einigen unchristlichen Lastern, die seinen Platz in der Reihe ehrenwerter und verdienstvoller Vorfahren gefährden: er flucht, trinkt, dealt … Entsprechend gibt es da dunkle Gestalten, die noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen haben, er muss sich handgreiflich seiner Haut wehren und gerät in den Sog makabrer, blutiger Ereignisse. Die Einwohner Düsterodas, eines beschaulichen kleinen Ortes im Thüringer Wald, verhalten sich dabei durchaus menschlich: die meisten schauen weg, einige Drahtzieher bleiben im Hintergrund. Als Günther Blech, einer ihrer Mitbewohner, ermordet aufgefunden und ein Zusammenhang zu den lebensgefährlichen Verletzungen einer Nutte in Eisenach hergestellt wird, rückt die Polizei in Düsteroda an. Dabei wird der Kripobeamte Brückner mehr in die mörderischen Ereignisse hineingezogen, als ihm lieb ist. Der Buchtitel, in Anlehnung an Brechts Stück „Der gute Mensch von Sezuan“ , deutet an, in welchem Konflikt sich der Protagonist befindet: so wie in Brechts Werk die gute Haupfigur Shen Te in schwierigen Situationen in die Rolle des bösen Shui Ta schlüpft, spielt auch Pfarrer Pistorius eine Doppelrolle als guter Hirte und Racheengel. Aus dieser ungewöhnlichen Perspektive heraus erlebt der Leser, was in dem ungewöhnlichen Geistlichen vorgeht. Auf den ersten Blick scheint Kolbs Buch in die Schublade „Krimi“ zu passen. Wie jedoch die Verse „Where have all the good men gone and where are all the gods?“ (aus dem Song „I need a hero“) , die als Motto am Anfang des Buches stehen, schon nahelegen, beabsichtigt der Autor mehr: hinter dem unorthodoxen Charakter seines Pfarrers verbirgt sich Kritik an gesellschaftlichen Strukturen, an der Moral von Politik oder Kirche. Kolb, selbst im aktiven Kirchendienst tätig, provoziert, aber er versteht es, seine Kritik in bissig-humorvoller Form zu verpacken. Salopp geschrieben, immer wieder Seitenhiebe verteilend, manchmal satirisch absurd wirkend, zieht der Roman den Leser mit sich und lässt ihn zum Schluss nachdenklich mit den Versen zurück: „I could swear that there´s someone somewhere watching me.“

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Eine skurriler Krimi - lesenswert, aber man hätte einiges mehr aus der Geschichte rausholen können.
von Ambermoon aus Wien am 18.06.2015

Eine kuriose Geschichte über einen Pfarrer als Auftragskiller und einen Kommissar der den Anblick von Leichen nicht erträgt. Der Thüringer-Krimi ist eine Parodie und die Ausdrucksweise deftig und schockierend. Vor allem da sie aus dem Mund eines Pfarrers kommt. Man könnte meinen, dass der Kommissar ein besserer Pfarrer und der Pfarrer... Eine kuriose Geschichte über einen Pfarrer als Auftragskiller und einen Kommissar der den Anblick von Leichen nicht erträgt. Der Thüringer-Krimi ist eine Parodie und die Ausdrucksweise deftig und schockierend. Vor allem da sie aus dem Mund eines Pfarrers kommt. Man könnte meinen, dass der Kommissar ein besserer Pfarrer und der Pfarrer ein besserer Kommissar wäre, aber genau das macht diesen Krimi so skurril und anders - wo der Pfarrer dann doch noch sein Gewissen und seinen Weg findet und der Kommissar seine Eier (entschuldigt diese Ausdrucksweise, aber der Krimi hallt noch immer etwas nach *g*) Fazit: Vor mir hat schon jemand diesen Krimi mit einem Quentin Tarantino verglichen und dem kann ich nur zustimmen. Derbe Sprüche, schwarzer Humor, der Weg von Leichen gepflastert und man verfolgt das Ganze mit offenem Mund und gleichzeitig einem Schmunzeln (ja das geht wirklich). Und trotzdem bin ich nicht auf meine Kosten gekommen. Man hätte so viel mehr aus der Geschichte rausholen können. Alles wird irgendwie zu schnell abgehandelt. Man hatte nicht die Zeit sich richtig darauf einzulassen und in die Geschichte einzutauchen, da alles so schnell an einem vorbei flog. Paar Seiten mehr hätten diesem Krimi also echt nicht geschadet. Aber der Autor zeigt sehr gutes Potenzial und ich hoffe er bleibt nicht nur beim Predigen, sondern auch beim Schreiben. Ich werden ihn auf alle Fälle im Auge behalten *g*

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Unterhaltsam aber übertrieben
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Windsheim am 11.05.2015

Düsteroda. Ein kleiner beschaulicher Ort in Thürigen. Samuel Pistorius verrichtet dort seinen Dienst als Pfarrer, auch wenn er dabei ganz eigene Ansichten von Zucht und Ordnung hat und eher auf alttestamentarische Mittel zurückgreift. Doch als er einmal wieder Herr über Leben und Tod spielt, diesmal bei Günther Blech. kommt... Düsteroda. Ein kleiner beschaulicher Ort in Thürigen. Samuel Pistorius verrichtet dort seinen Dienst als Pfarrer, auch wenn er dabei ganz eigene Ansichten von Zucht und Ordnung hat und eher auf alttestamentarische Mittel zurückgreift. Doch als er einmal wieder Herr über Leben und Tod spielt, diesmal bei Günther Blech. kommt eine Lawine ins Rollen, welche ihm nicht nur einen Polizisten als Untermieter direkt ins Haus trägt, sondern auch zu einer riesigen Welle aus Gewalt und Tod eskaliert. Kann das alles noch gut für Pfarrer und Ort ausgehen oder haben sie sich diesmal zu weit verstrickt? Das Cover zeigt das Dach einer Kirche unter Bäumen gelegen. Es symbolisiert damit sehr gut Düsterodas abgeschiedene Lage irgendwo im Thüringer Wald. Der Titel hingegen ist eindeutig zweideutig. Der Gute Mensch ist durchaus ein Sinnbild für einen Pfarrer und Seelsorger, doch in diesem Fall ist er mit einer gehörigen Brise Ironie zu verstehen. Ironie und schwarzer Humor ist aber ohnehin eine Sache, welche sich durch das Buch zieht und wenn man dafür nichts übrig hat, sollte man sich dieses Buch auf jeden Fall nicht zu Gemüte führen. Der Protagonist Samuel Pistorius ist kein Pfarrer wie ihm ihn üblicherweise kennt. Seine Ansichten gleichen eher dem Motto “Auge um Auge, Zahn um Zahn” als den Predigten von Vergebung durch Jesus. Seine Vergangenheit ist nicht weniger zweifelhaft als seine Gegenwart und irgendwie konnte ich mit ihm einfach nicht warm werden. Mein persönliches Resümee zu diesem Charakter war ziemlich schnell, dass er besser in die Russenmafia als in die Kirche passen würde. An dieser Einschätzung hat sich bis zum Ende wenig geändert. Irgendwann hat er dann noch Kommissar Brückner an die Seite gestellt bekommen. Dieser ist auch kein Musterbeispiel eines Polizisten, sondern eher ein Feigling und Faulpelz. Seine Moralvorstellungen sind leider ebenso zweifelhaft wie die des Pfarrers, aber zumindest macht er im Lauf der Geschichte ein paar Entwicklungen durch, was beim Pfarrer leider fehlt. Die Geschichte an sich war durch eine Menge schwarzen Humor und Witze auf Kosten der Kirche und der Polizei, aber auch anderer Institutionen geprägt. Leider war es mir persönlich einfach zu übertrieben, denn mich hat es zweitweise wirklich eher an ein Schlachtfest erinnert als an einen Krimi. Es wurden einfach zuviel Klischees mitgenommen und verarbeitet, so dass man am Ende einfach ein viel zu überspitzte und überreizte Szenerie hatte, der irgendwann einfach die Glaubwürdigkeit fehlte. Dennoch war natürlich ein gewisser Unterhaltungsfaktor gegeben, so dass einem garantiert nicht langweilig wurde. Auch der Stil war angenehm zu lesen und so locker geschrieben, dass man gut durch das Buch kam. Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Buch unterhalten hat, aber es hat mich irgendwie nicht wirklich abgeholt. Durch die ganzen Übertreibungen war es mir am Ende dann wirklich zuviel und so kann ich dann leider auch nur 3 von 5 Punkten geben.

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