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Der Idiot

Roman

(8)
Nach einem Sanatoriumsaufenthalt kehrt der kindlich-naive und an Epilepsie leidende Fürst Myschkin nach Russland zurück. Sein demütiges und mitleidendes Wesen wirkt anziehend auf seine von Schmerz, Schuld und Bosheit geprägte Umgebung. Immer weiter verstrickt er sich in die Ränkespiele um die schöne Nastasja und seinen Rivalen Rogoschin. Neben Cervantes’ Don Quijote und Dickens’ Mr Pickwick gehört der tragikomische Held aus Dostojewskis drittem Roman als Verkörperung des Sittlich-Schönen zu den grossen idealistischen Figuren der Weltliteratur.
Portrait
Fjodor M. Dostojewski wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren und starb am 9. Februar 1881 in St. Petersburg. 1849 wurde er wegen angeblich staatsfeindlicher Aktivität im Petraschewski-Kreis zum Tode verurteilt, dann zu vier Jahren Zwangsarbeit in Sibirien begnadigt. 1859 kehrte er nach St. Petersburg zurück.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 944
Erscheinungsdatum 31.03.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86647-104-7
Verlag Anaconda
Maße (L/B/H) 211/131/48 mm
Gewicht 730
Originaltitel Idiot
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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Großer Roman, keine Frage...
von Zitronenblau am 22.10.2008

... doch für mich in persona schlichtweg uninteressant. Der Versuch und das Gelingen über einen schönen Menschen, der hierin scheitern muss in Anbetracht weltlicher Relationen mag durchweg hervorragend konstruiert worden sein, jedoch mangelte es mir an Entertainment - ein Don Quijote in der russischen Upper Class des 19. Jahrhunderts... ... doch für mich in persona schlichtweg uninteressant. Der Versuch und das Gelingen über einen schönen Menschen, der hierin scheitern muss in Anbetracht weltlicher Relationen mag durchweg hervorragend konstruiert worden sein, jedoch mangelte es mir an Entertainment - ein Don Quijote in der russischen Upper Class des 19. Jahrhunderts ist durchaus bedenkenswert, jedoch fehlte mir das Berauschende, der Sog, das Eintauchgefühl in die vielen, vielen Dialoge, bis ich endlich aufatmend dieses zweifelsohne große Meisterwerk D.'s, den ich by the way vergöttere!, zurückstellen konnte in das Regal. Empfehlen kann ich dieses Buch nur D.-Fans und auch anderen Interessierten - entscheidend bleibt die Schaffung dieses Fürsten als wahrscheinlich einzigartige Gestalt in der Weltliteratur und das macht es dann schon lesenswert, trotz aller Langatmigkeit und Langeweile...

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0 1
" Um die Vollkommenheit zu erreichen, muss man zuerst vieles nicht verstehen "
von Jérôme aus Bad Eilsen am 25.02.2014
Bewertet: Taschenbuch

Wer ist dieser Fürst Myschkin, der einem von Beginn an sympathisch erscheint, dieser Sonderling, welcher eine kindliche Unschuld verkörpert und des Öfteren mit seiner daraus resultierenden Naivität den Leser durchweg entzückt. Dieser ganz besondere Mensch scheint der Inbegriff des schönen und guten Idealmenschen zu sein, so das es nicht... Wer ist dieser Fürst Myschkin, der einem von Beginn an sympathisch erscheint, dieser Sonderling, welcher eine kindliche Unschuld verkörpert und des Öfteren mit seiner daraus resultierenden Naivität den Leser durchweg entzückt. Dieser ganz besondere Mensch scheint der Inbegriff des schönen und guten Idealmenschen zu sein, so das es nicht so abwegig erscheint eine Parallele zu Jesus zu sehen. Seine Kindheit ist geprägt durch eine Isolation vor der Gesellschaft und ihren Konventionen. Genau diese fehlende Unterweisung in ihre Normen, wird sich in seinen späteren Handlungen hoffnungslos auswirken. Schon zu Beginn seiner Ankunft in Russland wird er Teil eines Prozesses, der durch unerwartete Geschehnisse, einer verborgenen Kausalität zu Folgen scheint, die den Fürsten in eine Welt hineinzieht und ihn nicht mehr loslassen wird. Durch seine unbekümmerte und liebevolle Art wird er schon bald in die soziale Gruppe der Familie Jepantschin involviert. Es ist seine ungeheure Authentizität, welche der eines Kindes gleicht, die sofort durchblicken lässt, dass er nicht versucht einer entfernten Idealgestalt zu gleichen, sondern vielmehr ohne jeglichen Schein seine Natürlichkeit offenbart. Diese sanftmütige Offenherzigkeit lässt ihn anfällig machen für Intrigen, ganz dem Motto folgend " der Ehrliche ist der Dumme ". Im folgenden Romanverlauf wird er zu einer Art Instanz bei der man sein Leid plagt und sich einen Rat einholt. Er ist niemandem abgeneigt, ob es sein Gegenspieler Rogoshin ist, der ihn sogar umbringen wollte oder eine Gruppe, die sich durch nihilistisches Gedankengut auszeichnet. Doch Dostojewski zeichnet noch einen anderen Charakter, der zeigt, dass sich das Fehlen einer gesellschaftlichen Erziehung auch in einen komplett konträren Phänotypen umschlagen kann. Zu diesen Personen gehört die große Liebe des Fürsten Nastassja Filippowna, die die Regeln der Gesellschaft auf eine andere Art und Weise kompromittiert. Ihre charakterlichen Grundzüge zeichnen sich durch intrigantes, rebellenhaftes, aber auch wahnsinniges Verhalten aus. Fürst Myschkin entdeckt allerdings noch etwas anderes an dieser Frau. Bei der Betrachtung einer Fotografie Nastassjas sprechen ihn grenzenloser Stolz, aber auch etwas erstaunlich Gutherziges an, was in ihm mitleidige Gefühle für sie hervorruft. Nastassja entwickelt ebenfalls eine Liebe zu ihm, befürchtet jedoch seine göttliche Unschuld zu verderben und gibt sich daraufhin dem machtgierigen Rogoshin hin, den sie aber immer wieder versetzt und zwischenzeitlich zum Fürsten zurückkehrt. Es entsteht eine komplizierte Dreiecksbeziehung die sich tragisch entwickeln wird. Das knapp 1000 Seitige Werk ist durch eine große Vielzahl an Charakteren geprägt, die so unfassbar psychologisch durchleuchtet werden, dass man als Leser einfach nur über die ungeheure Menschenkenntnis Dostojewskis staunen kann. Es scheint als würde der Autor über eine ganz besondere Anlage zur Empathie verfügen, mit der er seine Protagonisten so realistisch darzustellen vermag. Der Roman ist größtenteils durch sehr lange Dialoge geprägt, die gerne mal 150 Seiten lang sein können, dennoch schafft er es aber an manchen Stellen den Leser durch seine Erzählweise so zu fesseln, dass man sich als ein Teil des Dialoges fühlt und sich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlt. Geniales Meisterwerk.

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1 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Klassischer russischer Roman. Mit viel psychologischen Tiefgang.Wer sich für Weltliteratur interessiert kommt an diesem Roman nicht vorbei. Es lohnt sich

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