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Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete

Wie Schindlers Liste mein Leben rettete

(3)

Ein ergreifender Zeitzeugenbericht eines Holocaust-Überlebenden und ein Vermächtnis für alle Leser von heute.

Leon Leyson war Nummer 289 auf Schindlers Liste, die über tausend Juden während des Holocaust das Leben rettete. Er war dreizehn, als er als Arbeiter in Oskar Schindlers Emailwarenfabrik anfing, und weil er so klein für sein Alter war, musste er immer auf eine Holzkiste steigen, um die Maschinen bedienen zu können. In einer klaren und einfachen Sprache erzählt Leon Leyson vom grausamen Lageralltag, der ständigen Todesgefahr, aber auch von seinem persönlichen Helden Oskar Schindler.

Rezension
Mit seinen vielen traurigen, doch bereichernden Momenten gehört es ebnso zu den besonderen Büchern wie 'Das Tagebuch der Anne Frank'. KiLiFü-Magazin Almanach für Kinderliteratur, Juni 2015
Portrait
Leon Leyson wurde 1929 unter dem Namen Leib Lejzon in Polen geboren und gehörte zu den jüngsten durch Oskar Schindler geretteten Juden. Nach dem 2. Weltkrieg wanderte er mit seiner Familie in die USA aus, wo er später für viele Jahre als Lehrer arbeitete. Leon Leyson starb 2013, kurz nachdem er das Manuskript für dieses Buch fertiggestellt hatte.

Mirjam Pressler, geboren 1940 in Darmstadt, besuchte die Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main und lebt heute als Übersetzerin und Schriftstellerin in der Nähe von München. Sie ist die Übersetzerin des Tagebuchs der Anne Frank, hat eine Biographie Anne Franks veröffentlicht (›Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank‹) und mit grossem Erfolg insgesamt fast vierzig Bücher publiziert. Mirjam Pressler ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, so u.a. 1995 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für ›Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen‹, 2001 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache, 2002 mit dem Deutschen Bücherpreis (Kinderbuch) für ›Malka Mai‹, 2004 mit dem Deutschen Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk, 2010 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis Sonderpreis Gesamtwerk und 2015 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse sowie dem Internationalen Literaturpreis in der Kategorie Übersetzung.

Literaturpreise:

Shortlist Hans Christian-Andersen-Preis 2016

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 22.01.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7335-0048-1
Verlag Fischer Kjb
Maße (L/B/H) 190/126/17 mm
Gewicht 190
Originaltitel The Boy on the Wooden Box
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Auflage 2
Verkaufsrang 1.685
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Hoffnung, wo es keine Hoffnung mehr gibt
von einer Kundin/einem Kunden am 30.04.2015

Leon Leyson beschreibt seine tragische Kindheit in einfachen Worten, die nicht darauf abzielen, dem Leser gezwungen die Tränen in die Augen zu treiben. Er schreibt ehrlich. Natürlich wertet er, doch er lässt dem Leser viel Spielraum für eigene Gedanken. Vor allem zeigen seine Erlebnisse, dass es immer Hoffnung gibt.... Leon Leyson beschreibt seine tragische Kindheit in einfachen Worten, die nicht darauf abzielen, dem Leser gezwungen die Tränen in die Augen zu treiben. Er schreibt ehrlich. Natürlich wertet er, doch er lässt dem Leser viel Spielraum für eigene Gedanken. Vor allem zeigen seine Erlebnisse, dass es immer Hoffnung gibt. Wie sehr sich die Welt auch verdunkeln mag. Dieses Buch empfehle ich allen, die auch schon "Schindlers Liste" als Film gesehen haben und allen, sie sich auf eine wahre Begebenheit einlassen wollen, an deren Wegesrand nicht nur Blumen sprießen.

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Wichtiges Zeitdokument
von Michael Lehmann-Pape am 06.02.2015

In klarer, einfacher Sprache erzählt Leon Leyson, einer der „Schindler-Juden“ und damals noch ein Kind, von seiner Zeit im Lager, von den Umständen und Zuständen, von der Rettung durch jene berühmte „Schindlers Liste“ und ebenjenen Oskar Schindler, die Leyson erlebt und in weiten Teilen erlitten hat. Und auch wenn... In klarer, einfacher Sprache erzählt Leon Leyson, einer der „Schindler-Juden“ und damals noch ein Kind, von seiner Zeit im Lager, von den Umständen und Zuständen, von der Rettung durch jene berühmte „Schindlers Liste“ und ebenjenen Oskar Schindler, die Leyson erlebt und in weiten Teilen erlitten hat. Und auch wenn es Berichte, Dokumentationen, Filme, wissenschaftliche Arbeiten in Hülle und Fülle zu jener Zeit, zu den Lagern, zum Holocaust gibt, es ist doch immer wieder etwas besonders und besonders lesenswertes, persönliche Erlebnisse „aus erster Hand“ sich vor Augen zu führen. Damit nicht und nie vergessen wird. Unter Würdigung all des Glücks, der glücklichen Fügungen und des Mutes, den es in so manchen Momenten Leyson gekostet hat, nicht unter die Räder der Zerstörung zu geraten. Denn als es soweit war, als er, fast am Ende seiner Kräfte, die Nachricht erhielt, bei Schindlers „Emalia“ arbeiten zu können, gar mit seiner Mutter gemeinsam (sein Vater war schon ein „Schindler-Jude“ zu diesem Zeitpunkt), kam der Schock schnell. Sein Name gestrichen. Ob dieser kühle, kalte Offizier da tatsächlich einen „menschlichen Moment“ hatte? Oder das Auftreten Leysons burschikos wirkte? Er wurde dennoch in das neue Lager neben der Fabrik als Arbeiter überstellt. Und hätte genauso gut einfach kurzer Hand erschossen werden können. Denn das ist die eigentliche Botschaft dieses schmalen Buches. Dass nicht nur ein Göth „einfach so“ Juden erschoss, vom Balkon, im Vorbeigehen, bei Lust und Laune, sondern jederzeit dieser dünne Faden des Lebens hätte reißen können (und, wie Leyson zu berichten weiß, für so viele vor seinen Augen ja auch gerissen ist). „Hätte Göth mich gesehen, hätte er mich bestimmt erschossen oder mich auf noch schlimmere Art getötet“. Flankiert von seinen beiden Doggen, „Ralf und Rolf“. Ausgeliefert sein. Mit seinen klaren Worten aufzeigen, wie schmal die Tünche der Zivilisation doch letztendlich ist, wie animalisch sich bei vielen die brutale Natur nach vorne schob in dieser Zeit. Und ebenso von persönlichem Heldentum erzählen, von Oskar Schindler und der, durch das Buch, dem Leser emotional nahrückenden Gefahr, die dieser (mit anderen) damals auf sich nahm, immer nah am Abgrund balancierend. „Wenn die nächste Zwecke krumm wird, dann erschieße ich Dich“. Und mit geladener Waffe schaute die Wache dann dem Arbeitsvorgang des kleinen Jungen zu. Die Zwecke wurde gerade, zum Glück, denn es bleibt kein Zweifel, dass Leyson einfach so erschossen worden wäre. Aus Spaß, Langeweile, Ärger, Wut, Gründe fanden sich immer. Eine intensive Lebensgeschichte (auch des „restlichen“ Lebens natürlich), in der auch Schindler selbst nicht zu kurz kommt.

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"Wer ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt."
von Melanie Enns aus L. am 19.01.2015

Zeitzeugenberichte über den Holocaust bewegen mich zutiefst und "Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete" gehört definitiv zu den Büchern, die ebenso wie "Das Tagebuch der Anne Frank" zur Schullektüre gehören sollten. Es gehört zu unserer Geschichte, auch wenn es schmerzhaft und für mich immer... Zeitzeugenberichte über den Holocaust bewegen mich zutiefst und "Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete" gehört definitiv zu den Büchern, die ebenso wie "Das Tagebuch der Anne Frank" zur Schullektüre gehören sollten. Es gehört zu unserer Geschichte, auch wenn es schmerzhaft und für mich immer noch unbegreiflich ist. Leon Lyson erzählt seine Lebensgeschichte schonungslos und offen. Ich kannte Schindlers Liste aus Film und Buch, obwohl dieses vielleicht nur einen kleinen Teil dessen erzählt, was Leon erlebt hat, denn es geht viel, viel tiefer. Natürlich ist auch Oskar Schindler ein Tel dessen, aber Leons Alltag, seine Ängste, seinen Hunger, seine Not wird sehr deutlich und macht mich innerlich sehr unruhig. Ich bin lange nach dem zweiten Weltkrieg geboren und es ist für mich immer noch unvorstellbar, wie sehr Menschen leiden mussten. Ein sinnloses morden, weil meine Nase in dem Moment nicht passt oder weil es einfach Spaß macht zu töten? Natürlich wusste ich davon, aber es so intensiv zu lesen wie in "Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete" war sehr erschreckend. Leon Lyson berichtet so intensiv von seiner Kindheit und dem, was er erlebt hat, dass mir die Gerüche in die Nase stiegen und Begebenheiten mir vor Augen geführt wurden. Leon ist ein Überlebender dieser Gräueltaten, aber vergessen konnte er die Geschehnisse nie und ich kann es ihm nicht verdenken. Wir, die wir auf hohen Niveau über unser Leben stöhnen, haben nie solch einen Schrecken erleben müssen, wie die Juden im zweiten Weltkrieg. Entweder stirbt man am Hunger, an Krankheiten im Lager, wird als unbrauchbar entfernt oder man hat das Glück auf der Liste von Oskar Schindlers Liste zu stehen und zu überleben. Schindler einer der wenigen, die nicht einverstanden war, mit den Taten der Nationalsozialisten. Einer der wenigen, der am Ende des Krieges nicht sagte: "Wir haben nichts gewusst" Oskar Schindler redet nicht, sondern handelt und das ist gerade in dieser schrecklichen Zeit etwas sehr Großartiges gewesen. Ein Mann mit Rückrat, dem es Ziel wurde, so viele Juden wie möglich zu retten. Für mich war diese Autobiographie deshalb wertvoll, weil sie authentisch und glaubhaft erzählt wurde. Mir wurden die Geschehnisse erneut vor Augen geführt und mein Wunsch ist, dass wir solch Schrecken nie wieder erleben müssen. Wie schon erwähnt, könnte ich mir "Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete" sehr gut als Schullektüre vorstellen, da es intensiviert und hoffentlich zum Nachdenken anregt. Unbedingte Leseempfehlung! "Wer ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt." - Ein Spruch aus dem Talmud, dem die Überlebenden Oskar Schindler in einen Ring aus Zahngold eingravierten und überreichten.

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