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Der Kontrabaß

(4)
Normalerweise gehen Kontrabässe unter im Orchester, es gibt keine Soloparts, höchstens Duos. Im Leben des Musikers ist der Kontrabass Geliebte, Freund, Feind und Verhinderer des eigenbestimmten Weges.
Dieses Buch bietet: soziale Analyse, Slapstick und Milieukomik sowie einen fest gespannten Bogen, der monologisch und entschlossen den Schwingungen des menschlichen Zusammenspiel(en)s nachstreicht.
Rezension
"Dem Autor gelingt eine krampflösende Drei-Spezialitäten-Mischung: von Thomas Bernhard das Insistierende; von Karl Valentin die von innen hervorbrechende Slapstickkomik; von Kroetz die detaillierte Faktenfreude und eine Genauigkeit im Sozialen." (Münchner Merkur)
"Patrick Süskind hat da mit seinen Wortwitzen das nicht nur belustigende Porträt eines Normalbürgers als Künstler entworfen. Von diesem Autor darf man einiges erwarten." (Frankfurter Rundschau)
"In Deutschland hat diese Art von Theater selten die rechte Anerkennung gefunden: Theater, das unterhält und dennoch die traurigen Töne nicht meidet. Die Angelsachsen waren uns da immer schon überlegen. So darf man es einen kleinen Glücksfall nennen, dass dem 34jährigen Bayern Patrick Süskind einStück wie "Der Kontrabass" gelungen ist: ein Monodram aus dem Leben eines Hinterbänklers im städtischen Orchester." (Die Welt)
Portrait
Patrick Süskind, geboren 1949 in Ambach am Starnberger See, studierte in München und in Aix-en-Provence mittlere und neuere Geschichte und verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst mit dem Schreiben von Drehbüchern. 1984 erschien sein Ein-Personen-Stück ›Der Kontrabass‹, 1985 sein Roman ›Das Parfum‹, der 2005 von Tom Tykwer verfilmt wurde. 1987 folgte die Erzählung ›Die Taube‹ und 1991 ›Die Geschichte von Herrn Sommer‹, mit Illustrationen von Jean-Jacques Sempé. Patrick Süskinds Werk ist in über fünfzig Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 28.11.1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23000-0
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 180/111/12 mm
Gewicht 124
Auflage 14
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Anspruchsvolles Einpersonenstück
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 29.12.2006

Mit "Der Kontrabaß" hat Patrick Süskind eines der besten Theaterstücke des deutschen Sprachraumes geschaffen. Ein Kontrabaßspieler erzählt über sein Leben und den Kontrabaß an sich. Der einzige Schauspieler auf der Bühne ist nicht sehr glücklich mit seinem Leben, hat aber kaum den Mut und Willen sich zu ändern, wenngleich... Mit "Der Kontrabaß" hat Patrick Süskind eines der besten Theaterstücke des deutschen Sprachraumes geschaffen. Ein Kontrabaßspieler erzählt über sein Leben und den Kontrabaß an sich. Der einzige Schauspieler auf der Bühne ist nicht sehr glücklich mit seinem Leben, hat aber kaum den Mut und Willen sich zu ändern, wenngleich er am Ende hinaustönt er würde diesen Abend eine Handlung setzen die seinem Leben eine Wendung geben würde, so weiß doch der Leser, dass er es nicht machen wird. Süskind ist wieder einmal ein wunderbares Portrait eines Menschen gelungen. Wie bereits in "Die Taube" setzt er sich mit den unerfüllten Wünschen und Neurosen des Protagonisten auseinander. Die Form des Dramas macht es wesentlich schwieriger das Thema zu präsentieren, da sämtliche Zusatzbeschreibungen unterbleiben müssen. Die Sprache kann natürlich nicht an die gewohnte Sprache Süskinds heranreichen, denn dann wäre der gezeichnete Charakter unglaubwürdig. Und dennoch gelingt Süskind ein vollends überzeugendes Werk, das erst in einer guten Inszenierung seine wirklich Wirkung entfalten kann. Nichtsdestotrotz ist es unbedingt lesenswert.

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Grossartiger Monolog
von dola am 11.02.2010

Auch wenn ich es nie als Theater erlebt habe. Patrick Süskinds "Der Kontrabass" ist ein vielversprechender, leicht lesbarer und sehr lesenswerter Monolog. Liest man das Stück, kann man sich direkt in den 35-jährigen Kontrabassisten eines Opernorchesters hineinversetzten. Er erklärt dem Publikum äusserst anschaulich, das Wunderwerk des Kontrabass. Je mehr man... Auch wenn ich es nie als Theater erlebt habe. Patrick Süskinds "Der Kontrabass" ist ein vielversprechender, leicht lesbarer und sehr lesenswerter Monolog. Liest man das Stück, kann man sich direkt in den 35-jährigen Kontrabassisten eines Opernorchesters hineinversetzten. Er erklärt dem Publikum äusserst anschaulich, das Wunderwerk des Kontrabass. Je mehr man sich dem Ende naht, desto mehr erfahren wir über seinen Beruf, seine Gefühle für die Sopranistin Sarah und seinen zuerst verborgenen Hass gegenüber dem Kontrabass. Ein Meisterwerk, in dem man auch viele Informationen zum grössten Streichinstrument, dem Kontrabass, erfahren kann. Ein äusserst echtes Theater mit gipfelndem Abschluss. Auf jeden Fall lesenswert!

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Lernt den Kontrabass lieben und hassen
von Roman aus der Schweiz am 04.03.2007

"Kennen Sie sich in der Musik aus? Nein, nicht dieses Rock, Pop gedöst. Früher hörte mein Freund Jazz, heut auch nicht mehr. Klassische Musik hört und spielt er. Er spielt Kontrabass. Was wer mein Freund ist? Was denken sie von wem die Geschichte handelt die uns hier Patrick Süskind erzählt. Grossartig kann ich... "Kennen Sie sich in der Musik aus? Nein, nicht dieses Rock, Pop gedöst. Früher hörte mein Freund Jazz, heut auch nicht mehr. Klassische Musik hört und spielt er. Er spielt Kontrabass. Was wer mein Freund ist? Was denken sie von wem die Geschichte handelt die uns hier Patrick Süskind erzählt. Grossartig kann ich nur sagen. Er kommt so natürlich rüber wie wenn ich mich mit ihm unterhalten würde. Gut er ist etwas eigenwillig, störrisch, schüchtern und verbohrt, aber er könnte mein Freund sein - der Typ von neben an mit seiner schaldichten Wohnung -, na vielleicht auch nicht. Ach, was rede ich solange drumherum: Lest die nicht mal hundert Seiten, und sagt mir, dass euch dieser... Kontrabassspieler nicht als Fremder begegnet ist und als Freund verlassen hat." Gewohnt sprachlich gekonntes Werk von Patrick Süskind das sich leicht liesst und bestens unterhält. Kein Genie, ein ganz normaler Mann und seine Liebe zur Musik und seinem Instrument, oder vielleicht seine Unfähigkeit sich mit seinem einfachen Leben abzufinden, wird hier gekonnt aufgezeigt. Uneingeschränkt zu empfehlen, ob Musikinteressiert, Kontrabassspieler oder einfach nur unmusikalisch.

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Beim Üben
von Polar aus Aachen am 03.05.2008

Eine Zeitlang war Der Kontrabaß das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen. Was nicht nur an der Geschichte des darin auftretenden Musikers lag, auch weil Schauspieler immer auf der Suche nach einem Soloprogramm sind, mit dem sie ihr Publikum verzaubern können. Der Kontrabaß gehört nicht unbedingt zu den Instrumenten in... Eine Zeitlang war Der Kontrabaß das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen. Was nicht nur an der Geschichte des darin auftretenden Musikers lag, auch weil Schauspieler immer auf der Suche nach einem Soloprogramm sind, mit dem sie ihr Publikum verzaubern können. Der Kontrabaß gehört nicht unbedingt zu den Instrumenten in einem Orchester, an dass man gleich denkt. Wie etwa bei den Streichern, die allein schon wegen ihrer großen Anzahl ins Auge fallen, oder beim Klavier, das zumeist neben dem Dirigenten Platz findet. Und so ist auch der Kontrabassspieler nicht der Mensch, der im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Was bei Publikum wie Leser gut ankommt, weil er sogleich denkt, dass auch er mehr Scheinwerferlicht verdient habe. Süßkind schafft es, Instrument wie Musiker in einer Symbiose zu vereinen. Während der Kontrabassspieler über die Musik und das Instrument philosophiert, redet er vor allem über sich. Sprachlich bis ins Slapstickhafte ausgefeilt, menschliche Abgründe nicht meidend, versteht das Stück den Leser, wie den Zuschauer für sich einzunehmen und ihm eine angenehme Zeit zu bereiten, bei der er miterleben darf, wie da jemand eine Nische im Leben gefunden hat, mit der es sich leben läßt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Eines der tollsten Stücke, die ich kenne. Die unerfüllte Liebe zur Sopranistin Sarah, die vermeintliche Unbedeutenheit des eigenen Intruments. Komisch, traurig, einzigartig.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Die Leidenschaft zur Musik & das Zusammenleben mit einem einnehmenden Musikinstrument machen dem Erzähler das Leben sowohl leicht & schwer. Ein Kammerspiel voller Andeutungen....

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Interessante Geschichte die tiefe Einblicke in das Leben und Leiden des Musikers gibt. Sehr ehrlich und nicht für Musiker interessant!

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