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Der längste Tag

(1)
250.000 Mann, 4.700 Schiffe und über 11.000 Flugzeuge - der Sturmangriff der Alliierten auf Hitlers Atlantikwall, die Landung in der Normandie am 06. Juni 1944. Mit einem einmaligen Aufgebot internationaler Stars entstand der wohl monumentalste und dramatischste Kriegsfilm, den Hollywood je produzierte. Drei Regisseure und vier Kameramänner wurden verpflichtet, um detailgetreu und packend den entscheidenden Augenblick des 2. Weltkrieges zu verfilmen. Selten wurde ein Kriegsfilm beiden Seiten derart gerecht - der gigantischen Armada der Alliierten wie dem verzweifelten Widerstand der Küstenbesatzung.
RezensionBild
Technische Daten:
Codec: MPEG-4 AVC Video High Profile 4.1
Bitrate: ca. 26 Mbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9
Der Schwarz-Weiss-Transfer von DER LÄNGSTE TAG besitzt das Seitenverhältnis 2,35:1. Leider muss man sagen, dass diese Blu-ray Disc ein Paradebeispiel dafür ist, was man alles falsch machen kann beim Mastern. Man hat es hier nämlich mit einem der heftigsten \"Wachsfiguren\"-Transfers zu tun, die der Markt bietet. Was man hier gemacht hat, war das Bild so lange zu filtern, bis nahezu kein Filmkorn und Rauschen mehr zu sehen war. Danach liess man aber noch eine Nachschärfung drüberlaufen, um sich die verlorenen Feinheiten irgendwie wiederzuholen. Das Ergebnis ist ein Bild, was extrem steril und künstlich wirkt. Stark überschärfte Konturen mit deutlichem Edge Enhancement heben sich deutlich vom Rest eines Objekts ab. Ein sehr schönes Beispiel hierfür sind die Uniformen der Soldaten. Während Linien wie Orden sehr klar gezeichnet werden, verschwimmen die Flächen zu einer monochromen Einheit. Es sind keine Stofffasern mehr zu erkennen. Gesichtern wirken wächsern, da keine Poren und kleine Falten mehr zu sehen sind. Bartstoppeln verschwimmen zu einem grauen Etwas. Bei all den negativen Aspekten muss man sagen, dass das Bild zumindest im Vordergrund dank der Nachschärfung trotzdem noch ziemlich gut aussieht. Aber spätestens wenn eine Einstellung mit Tiefenwirkung gezeigt wird, treten erneut die üblen Nachwirkungen des Filterns zu Tage. Bereits kurz nach Beginn des Films sieht man eine Wiese, welche sich vom Bildvordergrund bis in den -hintergrund erstreckt. Während die Gräser im Vordergrund noch klar getrennt werden, verschwimmt die Wiese bereits im Mittelgrund zu einem unidentifizierbaren Brei. Solche Momente gibt es leider zuhauf und schmälern das Filmvergnügen nicht unerheblich. Die Kompression arbeitet immerhin sehr sauber und ohne Artefaktbildung. Die Kontrastabstufungen präsentieren sich sehr fein und warten mit einem guten Schwarzwert auf. Überstrahlen tut hier nichts. Auch die Sauberkeit von DER LÄNGSTE TAG lässt nichts zu wünschen übrig, denn Schmutz und Defekte auf dem Ausgangsmaterial wurden sehr sorgfältig beseitigt.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren:
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / ca. 3 Mbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Französisch: DTS Audio 5.1 / 48 kHz / 768 kbps / 24-bit
Deutsch: DTS Audio 5.1 / 48 kHz / 768 kbps / 24-bit
Englisch: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 224 kbps (Kommentar)
Englisch: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 224 kbps (Kommentar)
In Sachen Sound unterscheiden sich das multilinguale Original in DTS-HD Master Audio 5.1 und die komplett deutsche Synchronisation in DTS 5.1 hörbar voneinander. Der Sound klingt in der HD-Variante für einen Film dieses Alters sehr satt und breit. Mitten und Höhen werden gut genutzt. Von Verzerrungen, Dumpfheit oder blechernen Tönen ist hier fast nichts zu merken. Effekte gibt es allerdings nur marginal durch vom Ton-Ingenieur nach hinten verschobene Sound-Elemente. Bei einer Mono-Produktion kann man darüber aber problemlos hinwegsehen, dafür dehnt sich die Musik recht nett im Raum aus. Der Tiefenbass hat ebenfalls meistens Sendepause, ausser bei eben diesen eingebauten Effekten. Der deutsche Track wirkt dagegen kraftloser und es scheint nicht so, als ob hier der HD-Mix als Vorlage diente. Von hinten kommt weniger, alles klingt etwas dünner und weniger aufregend. Die Stimmen sind aber perfekt zu verstehen und zwar in allen Sprachfassungen.
RezensionBonus
Untertitel sind in Englisch, Deutsch sowie diversen weiteren Sprachen vorhanden. Den Film begleitet optional ein historischer Audiokommentar von Mary Corey, die sehr viel über die Geschehnisse auf dem Schirm sowie deren historischen Kontext berichten kann und durchweg sehr kompetent und informativ wirkt. Der zweite Audiokommentar von Co-Regisseur Ken Annakin enthält viele Anekdoten aus der Entstehungsgeschichte des Films. Obwohl er nur bestimmte Sequenzen verantwortete, spricht er doch mit Begeisterung über die vielen Stars am Set und die tollen Begleitumstände einer internationalen Grossproduktion. Die Kommentare sind optional mit Untertiteln versehbar.
Die Bonus-Scheibe enthält zuerst den 18-minütigen Beitrag \"Ein denkwürdiger Tag\" , in welchem erneut Ken Annakin einige Informationen von den Dreharbeiten preisgibt, was man allerdings zumeist bereits im Kommentar erfahren hat. Fast eine Dreiviertelstunde dauert anschliessend der Salut an die Courage. Burt Reynolds führt durch eine umfassende Dokumentation zur Entstehung von DER LÄNGSTE TAG, welche zentrale Aspekte wie das Casting, die Dreharbeiten oder die Literaturvorlage umfasst. Es folgen 25 Minuten einer Backstory, die sich eher auf den Produzenten Darryl F. Zanuck konzentriert und seine Motivation sowie Mitwirken an dem Projekt beleuchtet. Das Feature \"Der D-Day im Rückblick\" hat eine Länge von 52 Minuten und zeigt Zanuck bei der Besichtigung der Orte des D-Days. Schliesslich wird der Erfolgsproduzent nochmals mit der Kurzdokumentation „Die Erfüllung eines Traums“ bedacht, in welcher sein Sohn den Papa und dessen Karriere bewundernd beschreibt. Zum Schluss wartet noch der Kinotrailer von DER LÄNGSTE TAG darauf, vom Zuschauer betrachtet zu werden.
Portrait
Bernhard Wicki, (1919 - 2000), ab 1938 Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule Berlin unter Gustaf Gründgens. Eintritt in das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. 1940 - 1944 erste Engagements. 1948 - 1954 Engagements in Zürich, Basel und München. 1959 internationaler Durchbruch als Regisseur mit "Die Brücke". 1975 Bundesfilmpreis-Verleihung; 1981 Verleihung des Grossen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. 2000 Verleihung des Grossen österreichischen Verdienstordens.
Zitat
Im Jahr 1962 erschien das von Fox-Boss Darryl F. Zanuck produzierte Weltkriegs-Epos DER LÄNGSTE TAG. Gespickt mit einem internationalen Top-Cast nahmen sich drei Regisseure der Aufarbeitung der historischen Geschehnisse rund um den D-Day, also der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944, an. Ken Annakin (Britische Episoden), Andrew Marton (Amerikanische Episoden) sowie Bernhard Wicki (Deutsche Episoden) inszenierten einen für damalige Verhältnisse gewaltigen Film über den Wendepunkt des zweiten Weltkrieges. Die Handlung beginnt mit der Fallschirmjäger-Aktion Market Garden im französischen Hinterland als vorbereitende Aktion. Die Nazis glauben nicht so recht an eine Invasion, da das Wetter extrem schlecht ist und halten die Aktion für einen verzweifelten Überraschungsangriff. Umso mehr das Entsetzen, als am D-Day hunderte Schiffe am Horizont vor der Normandie auftauchen. Die Schlacht um Europa beginnt...
Auch heute noch überzeugt DER LÄNGSTE TAG durch eine grandiose Ausstattung und Kameraarbeit. Die legendären Kamerafahrten über die Schlachtfelder sind nach wie vor ein absoluter Hingucker und Highlight des Films. Einige Tricks wirken zwar nach fast 50 Jahren nicht mehr ganz überzeugend und man sieht, dass auch einige Kulissen (immerhin Steinmauern und Betonwände) deutlich nachgeben, wenn ein Darsteller drüberspringt oder dagegenfliegt, doch die famosen Actionszenen sowie das Sammelsurium an Top-Stars machen das locker wieder wett. Unter dem erlesenen Cast befinden sich legendäre Mimen wie John Wayne, Richard Burton, Robert Mitchum, Sean Connery, Bourvil, Gert Fröbe, Curd Jürgens, Henry Fonda, Roddy McDowall und Rod Steiger. Insgesamt ist DER LÄNGSTE TAG auch heute noch ein Klassiker des Kriegsfilms, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Die Blu-ray Disc von 20th Century Fox zeigt das Werk in guter Bild- und Tonqualität, wobei beim Bild vieles durch den übertriebenen Filtereinsatz kaputtgemacht wurde. Die Ausstattung ist nicht opulent aber vollkommen in Ordnung.
Auszeichnung
1963 - Oscar:
- Beste Special Effects
- Beste Kamera (Jean Bourgin, Walter Wottitz)
… weiterlesen
Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 2
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 20.07.2009
Regisseur Ken Annakin, Andrew Marton, Bernhard Wicki, Darryl F. Zanuck
Sprache Französisch, Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Französisch)
EAN 4010232046345
Genre Kriegsfilm
Studio 20th Century Fox
Originaltitel The Longest Day
Spieldauer 178 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat DTS 5.1 (Deutsch, Englisch, Französisch)
Film (Blu-ray)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Der längste Tag /
von einer Kundin/einem Kunden aus Hückelhoven am 30.03.2012

Ein Klassiker in schwarzweiss. Hatte nicht gedacht, dass bei solch einem alten Film eine dermassen hohe Bildqualität erreicht werden kann. Deshalb absolut sehenswert.

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