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Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

Historischer Roman. Deutsche Erstausgabe

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Deutsches Königsreich, 1152
Auf der Burg Wallberg in Bayern werden die Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg zu angehenden Rittern des Reiches erzogen. Äusserlich mögen sich die beiden gleichen, doch während Einhard, von Vernunft getrieben, alles ernst nimmt, lebt sein Bruder Gunnar zügellos und erobert die Herzen der Frauen im Sturm. Die recht sorglose Zeit auf Wallberg geht jedoch eines Tages für beide Brüder zu Ende, die Geschicke nehmen ihren Lauf und Einhard und Gunnar müssen sich jeder seinem eigenen Schicksal stellen, als sich ihre Wege trennen...
Portrait
Cornelia Kempf wurde 1970 in Augsburg/Bayern geboren, publizierte bisher vor allem in Zeitschriften und Anthologien. Nach der Schulzeit und langer Ausbildung arbeitet sie heute als selbständige IT-Systemspezialistin. Ihre grosse Leidenschaft zur Geschichte öffnete ihr den Weg zur Schriftstellerei. Die Antike und das Mittelalter sind ihre Leidenschaft. Heute lebt und schreibt sie in der Nähe von Königsbrunn. 2006 wurde ihr der Kulturanerkennungspreis der Stadt Königsbrunn (D) verliehen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 600
Erscheinungsdatum 31.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-906739-47-2
Verlag KaMeRu Verlag
Maße (L/B/H) 231/146/50 mm
Gewicht 920
Auflage 1. Auflage
Buch (Kunststoff-Einband)
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Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe bei einer gelungenen Zeitreise kennenlernen
von Patricia aus Köln am 26.10.2015

Fernab der Großen dieses Genres, bin ich zufällig über diesen Roman gestolpert und dachte mir, versuche es einmal. Ich wurde angebehm überrascht. Gleich mal zu Beginn. Das Cover und auch die Ausgabe stimmen nicht. Es handelt sich hier um den ersten Teil, wie die Autorin im Nachwort erwähnt. Der Titel... Fernab der Großen dieses Genres, bin ich zufällig über diesen Roman gestolpert und dachte mir, versuche es einmal. Ich wurde angebehm überrascht. Gleich mal zu Beginn. Das Cover und auch die Ausgabe stimmen nicht. Es handelt sich hier um den ersten Teil, wie die Autorin im Nachwort erwähnt. Der Titel lautet korrekt: "Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg". Der zweite Teil soll wohl nächstes Jahr erscheinen. Also fange ich mal an. Kurz zur Buchgestaltung: Das Buch kommt mit mächtigen 592 Seiten in einer edel verarbeiteten Klappenbroschur (nicht gebundene Ausgabe, wie hier steht). Es ist größer und schwerer als für Taschenbücher üblich und wirkt fast wie eine gebunden Ausgabe. Auch die Buchseiten sind qualitativ hochwertiger als bei anderen Taschenbücher. Daher vielleicht der Preis. Die Umschlaggestaltung ist mit einer mittelalterlichen Schlachtdarstellung passend. Zum Inhalt: Es geht um die Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg, die auf der Burg Wallberg in Bayern als Jugendliche zu Rittern des Reiches herangezogen werden. Sie sehen sich unglaublich ähnlich, aber vom Charakter sind sie sehr verschieden. Ich mochte beide und jeden auf seine Weise, dennoch habe ich einen Favoriten. Einhard ist der vernünftigere, tiefgründigere, während sein „jüngerer“ Bruder Gunnar der lebensfroherer und auch unverschämterer ist. Die erste Zeit verfolgt man ihr Leben auf der gräflichen Burg, was dann und wann mit Humor gespickt ist und bei mir so einige Male ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert hat. Die geschichtlichen Ereignisse der Zeit spielen zu Beginn nur eine untergeordnete Rolle, werden aber immer wieder mal erwähnt. Als die Zeit auf Wallberg für die Zwillinge zu Ende geht und der Kaiser seine Getreuen aufruft, ihm gegen die Lombarden beizustehen, zieht Gunnar noch als Knappe mit dem Grafen von Wallberg nach Italien in den Krieg. Einhard bleibt in Deutschland und vertritt seinen ältesten Bruder Wolfram auf Arsberg. Bei der Belagerung einer Stadt, trifft Gunnar unerwartet auf Kaiser Friedrich Barbarossa, der ihn zu einem Ritter erhebt und in seine Dienste aufnimmt. Einhard trifft hingegen auf Heinrich den Löwen, den er schon seit seiner Zeit auf Wallberg bewundert, und wird später zu einem Getreuen des Herzogs. Ich möchte nicht zu viel verraten, um den Lesegenuss zu trüben, aber ab hier werden die geschichtlichen Ereignisse dargestellt. Die Geschicke trennen die Zwillinge für Jahre, aber sie begegnen sich wieder und jeder erlebt an der Seite seines Herrschers die Ereignisse der Zeit. Der Roman beschreibt die Zeit von 1152 - 1168 jeweils aus Einhards und Gunnars Sicht. Man lernt einen manchmal jähzornigen Barbarossa kennen und einen, seiner Stellung und Macht bewussten Heinrich kennen. Mein Fazit: Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Fernab der doch sehr dominierenden Namen des Genres, war dieses Buch eine erfrischende Abwechslung einer unbekannten Autorin und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. An manchen Stellen musste ich einfach lachen, hin und wieder wird es lustig und ist spritzig geschrieben. Ich habe die Seiten richtig schnell gelesen und war traurig, dass ich nicht weiterlesen konnte. Ein Wehmutstropfen ist der Preis. Das Werk als Taschenbuchausgabe ist etwas teuer, auch wenn die Aufmachung edler ist, als eine gebundende Ausgabe. Trotzdem habe ich es nicht bereut, das Werk zu kaufen. Für mich ein Geheimtipp und habe den Roman in meinem Umfeld schon empfohlen

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Der Löwe des Kaisers
von dorli am 05.09.2016

In ihrem historischen Roman „Der Löwe des Kaisers – Der Aufstieg“ hat Cornelia Kempf die historischen Ereignisse der Jahre 1152 bis 1168 mit einer facettenreichen fiktiven Handlung zu einer spannenden Geschichte verflochten und ein glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Die 15-jährigen Zwillingsbrüder Einhard und Gunnar von Arsberg werden auf... In ihrem historischen Roman „Der Löwe des Kaisers – Der Aufstieg“ hat Cornelia Kempf die historischen Ereignisse der Jahre 1152 bis 1168 mit einer facettenreichen fiktiven Handlung zu einer spannenden Geschichte verflochten und ein glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Die 15-jährigen Zwillingsbrüder Einhard und Gunnar von Arsberg werden auf Burg Wallberg zu Rittern ausgebildet. Äußerlich kaum zu unterscheiden, könnten die beiden vom Charakter her verschiedener nicht sein. Einhard ist rechtschaffen, gottesfürchtig und äußerst bescheiden, Gunnar hingegen ist ein Draufgänger und Schürzenjäger. Die Ausbildung der Zwillinge bringt ihre ganz unterschiedlichen Talente zum Vorschein: Einhard ist ein Experte im Umgang mit Pferden, Gunnar dagegen ein ausgezeichneter Schütze. Geschickt verknüpft Cornelia Kempf den Werdegang der beiden jungen Männer mit dem Leben und Wirken zweier großer Herrscher des 12. Jahrhunderts: Während Einhard in den Dienst von Heinrich dem Löwen tritt, wird Gunnar Gefolgsmann Friedrich Barbarossas. Im Verlauf der Handlung sind Heinrichs Expansion nach Osten in slawisches Gebiet genauso Thema, wie Friedrichs Konflikte mit den norditalienischen Städten und dem Papst. Die Autorin wartet mit einer geballten Ladung an historischen Fakten auf, die aber so spannend und mitreißend verpackt sind, dass man schnell mittendrin ist in einer Welt aus politischem Kräftemessen und Machtgerangel, Seilschaften, Ränkespielen, Feldzügen, arrangierten Eheschließungen und allem, was das Ritterleben damals für die Menschen bereithielt. Die Darstellung der Schauplätze und die Schilderung der Ereignisse sind Cornelia Kempf hervorragend gelungen. Man kann der Geschichte trotz wechselnder Handlungsorte, unterschiedlicher Perspektiven und manchmal großer Zeitsprünge bestens folgen und verliert zu keiner Zeit den Überblick. Fiktive und historische Figuren werden glaubhaft miteinander kombiniert, das Zusammenspiel aller Akteure ist gut durchdacht und ausgeklügelt. „Der Löwe des Kaisers – Der Aufstieg“ hat mir sehr gut gefallen. Die gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Fiktion hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir auch interessante Reise in das deutsche Mittelalter ermöglicht.

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Fesselnd und informativ
von vielleser18 aus Hessen am 03.08.2016

Der Roman beginnt im Jahr 1152. Hauptprotagonisten sind die Zwillinge Einhard und Gunnar, fiktive Personen, die anfangs als Knappen auf Burg Wallberg leben und erzogen werden. Wir begleiten sie in diesem Roman bis ins Jahr 1168. Cornelia Kempf erzählt uns ihre fiktive Geschichte, wie sie gemeinsam aufwachsen, wie sich... Der Roman beginnt im Jahr 1152. Hauptprotagonisten sind die Zwillinge Einhard und Gunnar, fiktive Personen, die anfangs als Knappen auf Burg Wallberg leben und erzogen werden. Wir begleiten sie in diesem Roman bis ins Jahr 1168. Cornelia Kempf erzählt uns ihre fiktive Geschichte, wie sie gemeinsam aufwachsen, wie sich ihre Wege trennen und so unterschiedlich wie ihr Wesen sind auch ihre Erlebnisse. Parallel dazu wird die reale Geschichte um Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen erzählt, hier im ersten Teil der Aufstieg von Herzog Heinrich dem Löwen zu einem der wichtigsten Männer an der Seite des Königs des deutschen Reiches und Kaisers des Heiligen Römischen Reiches. Das Buch ist ein echter dicker Wälzer, zählt 578 großformatige Seiten. Dennoch, ist man über die ersten Anfangsseiten hinaus, hat man die Progagonisten auch schon kennengelernt. Anfänglich ist das Leben der Zwillinge noch sehr ruhig, eher beschaulich, dennoch bekommen wir einen guten Einblick auf ein Leben auf einer Burg, die Erziehung von Knappen, ihren Alltag. Immer hineingeflochten werden familiäre oder persönliche Erlebnisse, so dass die Geschichte flüssig und nicht trocken vermittelt wird. Da sich die Wege der Zwillinge schon bald trennen (Gunnar wird Friedrich folgen, Einhard dem Herzog Heinrich), schafft es die Autorin geschickt die historischen Begebenheiten mit in diese Geschichte einfließen zu lassen. Das ist sehr informativ, denn zugegebenermaßen kannte ich zwar vorher die Namen der beiden berühmten Männer, aber nicht die Geschichte, die dahinter steckt. Cornelia Kempf hat hier aber bewußt mehr Raum der fiktiven Geschichte um die Zwillinge gegeben und die historischen Ereignisse gefiltert und gebündelt, denn alles Wirken des Stauferkaisers und des Welfen-Herzogs hätten den Rahmen noch mehr gesprengt. So konzentriert sich die Autorin auf die Auseinandersetzungen in der Lombardei und des Streits um die Päpste (Schisma) und auf die Konflikte Heinrichs mit den Slawen. Die Protagonisten Einard und Gunnar hat die Autorin so gut herausgearbeitet, dass man sie sich sehr gut vorstellen kann. Beide sind sehr unterschiedlich, Einhard ist der ruhigere, Gunnar der wildere Bruder. Mit Spannung habe ich ihre Entwicklung, ihre Verluste, ihre Erfolge und ihre Liebesgeschichten verfolgt. Durch viele Dialoge und viele unterschiedliche Begebenheiten bleibt diese Geschichte leicht lesbar und das Buch trotz seiner vielen Seiten nicht langweilig. Am Ende des Buches kommt es zum ersten Bruch zwischen Friedrich und Heinrich und im November 2016 wird dann der zweite Band mit dem Untertitel "Der Fall" erscheinen. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Geschichte, der aber laut der Autorin auch unabhängig vom Lesen des ersten Teils gelesen werden kann. Genauso wie auch der Roman "Der Aufstieg" trotz des kleinen Cliffhangers am Ende als eine in sich geschlossene Erzählung gelesen werden kann. Fazit: Informativ, interessant und fesselnd erzählt - Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe, sowie eine fiktive Geschichte rund um die historische.

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Die unterschiedlichen Lebenswege von Zwillingen
von leseratte1310 am 23.07.2016

Wir befinden uns im Jahre 1152 auf der Burg Wallberg in Bayern. Die beiden Knappen Einhard und Gunnar von Arsberg sind Zwillinge. Äußerlich sehr leicht zu verwechseln sind sie jedoch charakterlich sehr verschieden. Einhard ist brav und pflichtbewusst, sein Bruder Gunnar ist vorlaut und ein Weiberheld, aber auch ein... Wir befinden uns im Jahre 1152 auf der Burg Wallberg in Bayern. Die beiden Knappen Einhard und Gunnar von Arsberg sind Zwillinge. Äußerlich sehr leicht zu verwechseln sind sie jedoch charakterlich sehr verschieden. Einhard ist brav und pflichtbewusst, sein Bruder Gunnar ist vorlaut und ein Weiberheld, aber auch ein guter Kämpfer. Nachdem sie zum Ritter geschlagen sind, geht jeder der beiden seiner Wege. Gunnar schließt sich Barbarossa an und Einhard kommt zu Herzog Heinrich von Bayern und Sachsen, denn man auch Heinrich den Löwen nennt. Heinrich ist seinem Vetter zwar treu ergeben, aber es gefällt niemandem im Deutschen Reich, dass er seinen Ehrgeiz einzusetzen weiß und mächtiger wird. Das Buch ist ziemlich gewichtig, aber es lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Einhard und Gunnar sind fiktive Charaktere, aber sie sind sehr gut in die historischen Realitäten eingearbeitet. Auch wenn ich mich für Geschichte interessiere, so habe ich doch noch Einiges erfahren, das für mich neu war. Dabei stehen in diesem Buch die geschichtlichen Ereignisse weniger im Vordergrund, sondern der Focus liegt auf den Zwillingen. Es geht kriegerisch zu in jener Zeit, Ranke und Intrigen waren an der Tagesordnung. Geheiratet wurde nicht unbedingt aus Liebe, sondern weil es politisch Vorteile brachte. Gunnar und Einhard könnten unterschiedlicher nicht sein, aber ich mochte beide. Einhards Art kommt mir mehr entgegen. Es hat mir auch sehr gefallen, wie er mit Pferden umgehen konnte. Aber Gunnars loses Mundwerk war manchmal ausgesprochen witzig. Aber auch die anderen Personen waren sehr gut und lebendig beschrieben. Sehr anschaulich ist auch dargestellt, wie das Leben der Frauen verläuft und wieviel Verantwortung auf ihnen lastet, wenn die Männer sich im Kampf befanden. Es hat Spaß gemacht, diese spannende und unterhaltsame Geschichte zu lesen. Dass im Vorspann die wichtigsten Personen aufgeführt sind, war für mich hilfreich. Die Geschichte "Der Löwe des Kaisers" wird in einem weiteren Band fortgesetzt, auf den ich mich schon sehr freue. Ein wunderbarer historischer Roman, den ich nur empfehlen kann.

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Ganz großer historischer Roman
von Alex am 13.03.2016

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil. Bei „Der Löwe des Kaisers“ handelt es sich um den ersten Teil einer Reihe rund um das Leben der Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg. Der Schreibstil der Autorin macht totale Lust auf das Lesen... Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil. Bei „Der Löwe des Kaisers“ handelt es sich um den ersten Teil einer Reihe rund um das Leben der Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg. Der Schreibstil der Autorin macht totale Lust auf das Lesen des Buches und ich war richtig traurig, als es zu Ende war. Aber zum Glück ist es ja „nur“ Band 1 und es gibt, hoffentlich bald, die Fortsetzung. Ich werde den Band 2 auf jeden Fall lesen, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Zum Inhalt schreibe ich hier nichts, das kann jeder im Klappentext nachlesen. Am Anfang des Buches, werden die Hauptakteure vorgestellt und es gibt auch auf den ersten Seiten eine Auflistung der wichtigsten Personen, so dass man auch im Verlauf des Buches noch einmal nachlesen kann, wer mit wem in welchem Zusammenhang steht. Dank der sehr bildlichen Vorstellung der Autorin konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und konnte mich gut in die damalige Zeit der Ritter hineinversetzen. Fazit: Auf keinen Fall vom Umfang abschrecken lassen, am Ende wird sich jeder wünschen, dass noch ein paar Seiten kommen, da man nicht möchte, dass das Buch schon zu Ende ist. Ein Buch mit hohem Suchtpotenzial und ich warte gespannt auf Band 2. Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung mit 5 Sternen - mehr kann ich ja leider nicht vergeben ;-).

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Wunderbarer Roman.... Empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2016

Der Löwe des Kaisers von Cornelia Kempf Mit "Der Löwe des Kaisers", erschienen 2015 im KaMeRu Verlag, ist der Autorin ein beeindruckendes Meisterwerk gelungen, die dem Leser das geschichtliche Zeitalter des Deutschen Königreichs im 12. Jahrhundert, auf ungezwungene, spielerische Weise darbietet. Klappentext Auf der Burg Wallberg in Bayern werden... Der Löwe des Kaisers von Cornelia Kempf Mit "Der Löwe des Kaisers", erschienen 2015 im KaMeRu Verlag, ist der Autorin ein beeindruckendes Meisterwerk gelungen, die dem Leser das geschichtliche Zeitalter des Deutschen Königreichs im 12. Jahrhundert, auf ungezwungene, spielerische Weise darbietet. Klappentext Auf der Burg Wallberg in Bayern werden die Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg zu angehenden Rittern des Reiches erzogen. Äußerlich mögen sich die beiden gleichen, doch innerlich sind sie sehr verschieden. Während Einhard, von Vernunft getrieben, alles ernst nimmt, lebt sein Bruder Gunnar zügellos und erobert die Herzen der Frauen im Sturm. Die recht sorglose Zeit auf Wallberg geht jedoch eines Tages für beide Brüder zu Ende, die Geschicke nehmen ihren Lauf und Einhard und Gunnar müssen sich jeder seinem eigenen Schicksal stellen, als sich ihre Wege trennen. Während Gunnar dem Kaiser Friedrich Barbarossa gegen die Lombarden folgt, wird Einhard Gefolgsmann des mächtigsten Fürsten der Reiches: Heinrich dem Löwen. Inhalt Dieser historische Roman beschreibt die Ereignisse von 1152 - 1168 in der Kaiser Friedrich das Land regiert, an dessen Seite steht sein tiefster Verbündeter und Vetter Heinrich der Löwe, der Herzog von Bayern und dem Sachsenland. Dennoch beschreibt die Geschichte das Geschehen um die Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg, sowie deren Leben und Ereignisse seid ihrer Knappenzeit auf der gräfischen Burg Wallberg. Die beiden sind zwar Zwillinge, können aber charakterlich nicht unterschiedlicher sein. Einhard ist zurückhaltend und gewissenhaft, wobei Gunnar hingegen, durch seine dreiste und unverschämte Art hervorsticht. Im Verlauf trennen sich deren Wege. Gunnar wird Ritter an der Seite des Kaisers Friedrich Barbarossa und zieht mit ihm in den Krieg nach Italien. Dort erlebt er die Konflikte zwischen Kaiser und dem Pabst sowie die Unterwerfung der aufständischen Lombarden, auf deren Seite auch der Papst steht. Einhard verschlägt es an die Seite Heinrich´s, Herzog von Bayern und Sachsen und steht diesem treu zu Diensten. Gemeinsam bekämpfen sie die Slaven im Norden des Reiches und können diese aus dem Reich zurückdrängen. Für seine Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit belehnt der Herzog, Einhard mit einem Gut in Mersburg. An der Seite ihrer Herrscher erleben die Brüder, Konflikte, Missgunst, Politik sowie die Sichtweise der Kirche, der Mächtigen jener Zeit. Meine Meinung Mit den oben genannten Aspekten hat Cornelia Kempf es geschafft, mir geschichtliche Höhepunkte des Mittelalters zu vermitteln, ohne dass ich das Gefühl hatte "belehrt" zu werden. Die Hintergründe werden hier auf spielerische neuzeitliche Weise aufgeführt und ohne moralische Zensierung dargestellt. Dadurch wird es dem Leser ermöglicht, sich eigenständig eine Meinung über die Hauptakteure zu bilden. Sei es Gunnar, dem die Frauenherzen nur so zufliegen oder aber Einhard, der durch seine gewissenhafte Art ebenfalls sehr liebenswürdig ist. Durch die Vielzahl von spannenden und mitreißenden Ereignissen und das Ineinandergreifen von Erlebnissen wird der Leser zum "verschlingen" des Buches animiert. Fazit Ein sehr spannendes, interessantes Werk mit hohem Suchtpotenzial, welches mich gefesselt und sehr begeistert hat. Ich warte mit Begeisterung auf den 2. Teil, der voraussichtlich im Herbst 2016 erscheint. Weiterhin möchte ich mich recht herzlich, bei Cornelia Kempf und ihrem Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. *** 5 Sterne

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Beeindruckender historischer Roman
von mabuerele am 03.03.2016

„...In seinen Leben schien es keinen Platz für Warmherzigkeit, Mitgefühl oder Rücksicht zu geben...“ Wir schreiben das Jahr 1152. Die 15jährigen Zwillinge Einhard und Gunnar werden auf Wallberg von Otto von Haberlingen ausgebildet. Die beiden versuchen, sich oft den strengen Regiment ihres Ausbilders zu entziehen. Außerdem tauschen sie gern ihre... „...In seinen Leben schien es keinen Platz für Warmherzigkeit, Mitgefühl oder Rücksicht zu geben...“ Wir schreiben das Jahr 1152. Die 15jährigen Zwillinge Einhard und Gunnar werden auf Wallberg von Otto von Haberlingen ausgebildet. Die beiden versuchen, sich oft den strengen Regiment ihres Ausbilders zu entziehen. Außerdem tauschen sie gern ihre Rollen, denn kaum jemand kann sie auseinanderhalten. Die Autorin hat einen spannenden; abwechslungsreichen und beeindruckenden Roman geschrieben. Die Geschichte lässt sich flott lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Trotz gleichen Aussehens haben Einhard und Gunnar unterschiedliche Charaktere. Einhard ist der Stillere von beiden. Er wirkt nachdenklich und pflichtbewusst. Gunnar neigt zu Übermut. Außerdem redet er erst, bevor er denkt. Auch ihre Begabungen sind verschieden. Während Einhard ein exzellenter Reiter ist, besticht Gunnar durch seine Treffsicherheit. Doch die Zwillinge bilden nur den Kontext für den geschichtlichen Hintergrund. Auch dort stehen zwei Männer im Mittelpunkt: Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern. Letztere wird als beeindruckende Persönlichkeit beschrieben, die Macht und Herrschaftsbewusstsein ausstrahlt. Das Verhältnis zwischen den beiden Männern ist allerdings nicht nur eitel Sonnenschein. Der Schriftstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Land und Leute werden ausführlich beschrieben. Die Lebensverhältnisse auf der Burg werden allseitig beleuchtet. Die Autorin versteht es, das historische Geschehen gekonnt in die Lebensgeschichte der Zwillinge einzubauen. Fast wie nebenbei erfährt man von den Ränkespielen des Adels. Die Grundidee, dass Gunnar zu einem Lehnsmann des Kaisers wird und Einhard dem Herzog dient, sorgt dafür, dass die Geschichte von beiden Seiten aus betrachtet wird. Der dadurch mögliche häufige Wechsel der Handlungsorte hält die Spannung hoch und sorgt für Abwechslung. Im Roman wird auf großes Schlachtgetümmel verzichtet. Wenige Andeutungen von Einhard oder Gunnar, je nachdem, ob es gegen die Lombarden oder die Slawen ging, lassen das Grauen des Krieges deutlich werden. Die letzten Worte, die Einhard mit seinem sterbenden ältesten Bruder Wolfram wechselt und die Bitterkeit, die aus Marias Worten spricht, als sie Gunnar in Mailand, das zur Plünderung freigegeben wurde, unerwartet gegenübersteht, sind zwei berührende Szenen, die für die Sinnlosigkeit von Kriegen stehen. Nach und nach führt die Autorin die Zwillinge zu der Erkenntnis, dass sowohl Friedrich als auch Heinrich Männer mit Schwächen sind und dass ihr Machtstreben ihr Handeln bestimmt. Obiges Zitat ist Einhards daraufhin folgende Aussage über Heinrich. Sehr gut dargestellt werden die Emotionen der Protagonisten. Einhards Trauer und Wut, Gunnars zeitweilige Zügellosigkeit, Heinrichs Anmaßung sind Beispiele dafür. Nicht nur Worte, sondern das Handeln der Personen beschreibt ihren Gemütszustand. Nebenbei versteckt die Autorin viele kleine Geschichten in dem eigentlichen Geschehen. Ich denke insbesondere an das Schicksal von Ute, einer Magd auf Wallberg. Viel gäbe es noch zu sagen über die Frauen in der Geschichte. Das aber würde den Rahmen der Rezension sprengen. Gut gefallen hat mir bei diesem Thema aber, dass aufgezeigt wurde, welche Verantwortung die Frauen zu tragen hatten, wenn die Männer wieder einmal unterwegs waren, um sich die Köpfe einzuschlagen. Die Autorin versteht den Umgang mit Metaphern und die Gestaltung aussagekräftiger Dialoge. Die oft humorvollen Szenen mit den 15jährigen Zwillingen weichen schnell dem Ernst des Lebens. Trotzdem hat mir auch später noch nicht nur Gunnars lockeres Mundwerk ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Charakterlich allerdings steht mir Einhard mit seinem ernsten und vernunftbetonten Wesen näher. Ein ausführliches Personenregister, ein Glossar, ein kurzes Nachwort der Autorin und ein Ausschnitt von Teil 2 vervollständigen den Roman. Das Cover mit dem Ritterheer passt zur Handlung. Der Roman hat mir ausgezeichnet gefallen. In einer fesselnden Handlung mit sympathischen Protagonisten wurde mir ein Stück Geschichte näher gebracht.

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Mein Leseeindruck
von Diana Jacoby aus Bretten am 02.03.2016

Als großer Historienfan war ich über den Umfang bzw. dem Gewicht des Buches doch etwas erschrocken. Puhl, hoffentlich handelt es sich nicht nur um trockenes Geschichtswissen. Aber ...... weit gefehlt. Von trockenem Wissen - keine Spur. Ganz im Gegenteil, stellenweise musste ich sogar laut lachen. Aber mal schön der... Als großer Historienfan war ich über den Umfang bzw. dem Gewicht des Buches doch etwas erschrocken. Puhl, hoffentlich handelt es sich nicht nur um trockenes Geschichtswissen. Aber ...... weit gefehlt. Von trockenem Wissen - keine Spur. Ganz im Gegenteil, stellenweise musste ich sogar laut lachen. Aber mal schön der Reihe nach. Die Autorin, Cornelia Kempf, beschreibt auf ca. 600 Seiten das Leben zweier Brüder in den Jahren 1152 - 1174. Ein Leben, das durch die Kriegswirren und Machtkämpfe sehr geprägt ist. Aber auch ein Leben, wie es unterschiedlich nicht sein könnte. Unterschiedlich, aber doch wiederum sehr ähnlich. Der Leser wird durch den ausgeprägten Schreibstil Und die detaillierten Beschreibungen, in die vergangene Zeit versetzt. Eine Zeit, die wir alle zwar aus dem Geschichtsunterricht kennen, jedoch erleben wir hier Einhard und Gunnar auf unserer gedanklichen Zeitreise. Durch diese beiden Protagonisten wird die Geschichte absolut realistisch und gefühlsnah. Beide Charakteren werden so detailliert beschrieben, dass man mit ihnen fühlt. Kleine heitere Szenen schaffen es immer wieder, die trockenen Geschichtsdaten aufzulockern. Gunnars freche Art hatte mir hier besonders gut gefallen. (Beispiel Seite 23: Nachdem sich alle Beteiligten über ihre Heldentaten unterhalten haben, steht Gunnar auf und sagt " Meine Herren, ich werde jetzt in den Burghof gehen, meinen Mageninhalt ganz heldenhaft bis auf die Galle entleeren, einen ritterlichen Furz ablassen und dann schlafen gehen!") Einhard zeigt sich stattdessen immer etwas besonnener. Zwillinge also, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Alles kommt so ein bisschen ins Schwanken, als Gunnar auf die Idee kommt, dass Einhard mit ihm die Rollen tauscht. Ab hier dürfte nun klar sein, dass es nicht gut gehen kann. Natürlich wird auch auf die geschichtlichen Details eingegangen, jedoch liegt der Fokus stets auf den Zwillingen. So ist ein trockenes Geschichtsbuch, wie anfänglich befürchtet, absolut nicht zu befürchten. Sehr gut hat mir auch das Personenregister zu Beginn des Buches gefallen. Hier wird klar nach fiktiven und historischen Personen unterschieden. Aber auch ein Glossar ist zu finden. Zwar sehr minimiert, jedoch wird in der Geschichte selbst auch auf diverse Begriffen eingegangen, so dass sich im angesprochenen Glossar nur vier Begriffe mit ihren Definitionen befinden. - Fazit - Selten habe ich mich bei einem historischen Roman so gut unterhalten. Ich war keineswegs von den Daten oder Ereignissen überfordert ... dank den heiteren Szenen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin sehr gespannt, wie das Leben von Gunar und Einhard weiter geht.

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Ein opulentes Mittelalter-Epos rund um Friedrich I, Barbarossa und Heinrich dem Löwen
von Gertie Gold aus Wien am 27.02.2016

Kaiser, Papst und Gegenpapst, Ehrgefühl über alles, Intrigen zwischen den Herzögen, Auflösung kinderloser Ehen – das ist die Zeit, in die uns die Autorin führt. Historischer Hintergrund: Wir befinden uns im Hochmittelalter, 12. Jahrhundert. Die deutschen Lande sind in viele kleine oder größere Fürstentümer aufgeteilt. Über ihnen allen herrscht Friedrich I,... Kaiser, Papst und Gegenpapst, Ehrgefühl über alles, Intrigen zwischen den Herzögen, Auflösung kinderloser Ehen – das ist die Zeit, in die uns die Autorin führt. Historischer Hintergrund: Wir befinden uns im Hochmittelalter, 12. Jahrhundert. Die deutschen Lande sind in viele kleine oder größere Fürstentümer aufgeteilt. Über ihnen allen herrscht Friedrich I, genannt Barbarossa als „Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Diese Kaiserwürde ist nicht erblich, sondern die sieben Kurfürsten (drei geistliche und vier weltliche) wählen „ihren“ Kaiser. Bestechung, Korruption und Machtmissbrauch sind die gängigen Mittel dem „richtigen“ Kandidaten auf den Thron zu verhelfen. Ganze Fürstentümer von hin- und her geschoben, bis endlich ein Kaiser gewählt wird, der als „kleinster gemeinsamer Nenner“ gilt. So mancher Kaiser ist bald wieder in der Versenkung verschwunden, Friedrich nutz die Gunst der Stunde. Allerdings legt er sich recht bald mit dem Papst in Rom an. Mehrmals zieht er gegen die Lombardei zu Felde und vor Rom verliert er einen großen Teil seiner Truppen durch die Malaria. Inhalt: Die Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg wachsen als junge Knappen auf der Burg Wallberg heran. Die Brüder können nicht unterschiedlicher sein: Gunnar ist ein Womanizer, Einhard bedächtig. Kurz bevor sie in den Ritterstand erhoben werden, reißt die Geschichte das Brüderpaar auseinander. Der eine, Gunnar folgt Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der andere, Einhard wird Gefolgsmann Herzogs Heinrich, genannt der Löwen. Durch die damals vorherrschende Primogenitur (nur der älteste Sohn erbt, aber dafür alles), bleibt für die beiden jüngeren nur der Weg, durch eigenen Ruhmestaten, Lehen und Ansehen zu verdienen. Durch ein Missverständnis, gehen sie einander aus dem Weg. Werden sie sich aussöhnen? Erzählweise/Spannung: Autorin Cornelia Kempf schafft es, durch penible Recherche eine Vielzahl von geschichtlichen Details die Welt des Mittelalters vor uns Lesern wieder auferstehen zu lassen. Dabei vermittelt sie das Wissen so geschickt, dass der Leser niemals den Eindruck hat, Wissen vermittelt zu bekommen. Die Informationen werden subtil und spielerisch dargeboten. Es fehlt der moralische Zeigefinger. Die Leser können sich selbst ein Urteil über die Protagonisten bilden. Sei es ob man lieber Gunnar und seine zahlreichen Liebschaften mögen, oder eher die Sympathie seinem Zwillingsbruder Einhard schenken soll. Genauso verhält es sich mit den Mächtigen jener Zeit. Friedrich oder Heinrich, das ist hier die Frage. Durch geschicktes Aneinanderreihen von Szenen bzw. Aussparen derselben ist der Leser verführt, ständig und unablässig weiterzulesen, obwohl vielleicht andere Dinge wie die Hausarbeit oder das Bett rufen. Sehr klug und sehr spannend! Einige Personen werden unvermutet eingeführt. Nicht immer ist deren Rolle gleich sichtbar. Doch einige entwickeln sich rasant und warten darauf im zweiten Teil diese Mittelalterepos ihren Platz zu finden. Charaktere: Gunnar und Einhard sind sich als Zwillinge sehr, sehr vertraut. Daher ist es für beide ein Leichtes, den anderen zu verletzen. Stolz und eigensinnig sind sie auch, daher ist der Weg zu Versöhnung im wahrsten Sinn spitz und schmerzhaft. Diese Fähigkeiten hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet. Friedrich I. ist wie alle Mächtigen der Welt von Schleimern, Schmeichler und Intriganten umgeben. Daher schätzt er Gunnars ehrliche Worte, auch wenn sie manchmal ziemlich ungehörig sind. Für weniger freche Worte sind schon häufig die Köpfe gerollt. Heinrich der Löwe ist machthungrig dargestellt. Er ist wie Friedrich ein Kind seiner Zeit. Geld, Macht und Einfluss sind ihm wichtig – je mehr desto besser. Nun zu den Frauengestalten: wir begegnen gemeinsam mit Einhard der großen Liebe, die keine Zukunft hat. Wir stürzen uns mit Gunnar in die Arme zahlreicher Liebschaften. Oda, die Witwe nach Wolfram, der Zwillinge großer Bruder und Mutter des Erben Bernhard, ist einerseits zänkisch andererseits die beschützende Mutter, die ihren einzige Sohn lieber einem Kloster anvertraut als ihn Ritter werden zu lassen. Dann Agnes, sie kennen Einhard und Gunnar aus ihrer Zeit als Knappen auf Wallburg, ist mit dem Fiesling Walther verheiratet. Sie beginnt mit Einhard ein Verhältnis und bringt ihn dadurch in tödliche Gefahr. Sieht so wahre Liebe aus? Dann hätten wir da noch Luzia, die in Gunnars Leben eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Hier, bei den Frauen, ist der einzige Punkt in dem ich mit der Autorin nicht ganz d’accord gehe. Ehebruch durch die Frau wird mit aller Härte bestraft. Und das wissen die Damen des Adels. Ob sie wirklich so schnell, beinahe leichtfertig, eine Liebschaft eingegangen sind? Fazit: Ein wunderschönes Buch, das den interessierten Lesern das Mittelalter und seine Lebensart völlig unaufgeregt und unterschwellig näherbringt. Die verwirrende Politik rund um die Deutschen Fürstentümer, den Kaiser und die Macht der Päpste ist gekonnt mit dem Leben von Gunnar und Einhard verflochten. Ein echter Glücksgriff und eine absolute Empfehlung für die Liebhaber von historischen Romanen. Voll Ungeduld und Spannung warte ich auf den zweiten Teil, dessen Untertitel „der Fall“ ein böses Ende erwarten lässt. Doch für wen?

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