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Der Mann, der das Glück bringt

Roman

(3)

Ray und Elena lernen sich in einer dramatischen Nacht in New York kennen. Sie ist eine Fischerstochter aus dem Donaudelta, er ein erfolgloser Künstler, der noch an den Durchbruch glaubt. Sie muss die Asche ihrer Mutter nach Amerika bringen, er will erreichen, was sein Grossvater für sich erhoffte. Ihre geheimnisvollen Lebenswege finden in jenem Augenblick zusammen, als sie sich entscheiden können, einander erzählend zu vertrauen. Ihre Familiengeschichten führen den Leser in die Welt New Yorks vor hundert Jahren und in das magische Universum des Donaudeltas. In seinem spannenden, an Fabulierlust und Überraschungen reichen Roman, der von 1899 bis in die Gegenwart reicht, lässt Catalin Dorian Florescu zwei Erzählstimmen abwechselnd zu Wort kommen. So entsteht das Bild eines fantastischen und harten Jahrhunderts zwischen dem Schwarzen Meer und der amerikanischen Metropole. Ein Roman voller Tragik und Komik, der gleichzeitig eine literarische Reverenz an die Fähigkeit des Menschen ist, sein Glück zu suchen, zu überleben und allen Widrigkeiten zum Trotz zu lieben.

Rezension
"Lebenspralles Erzählfeuerwerk." Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 27. März 2016 "Ein Jahrhundertpanorama aus Sicht der kleinen Leute." Stephan Lohr, Spiegel Online, Februar 2016 "Dies ist ein Roman, der es nicht nur verdient, sondern auch verlangt, mehr als einmal gelesen zu werden." Undine Materni, Sächsische Zeitung, 8. Februar 2016
Portrait
Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Timisoara in Rumänien. 1976 erste Ausreise mit dem Vater nach Italien und Amerika. Rückkehr nach Rumänien, 1982 endgültige Emigration. Studium der Psychologie und Psychopathologie. Florescu lebt als freier Schriftsteller und Suchttherapeut in Zürich.
Er erhielt für seine Romane "Wunderzeit" (2001), "Der kurze Weg nach Hause" (2002) und "Der blinde Masseur" (2006) u. a. das Hermann-Lenz-Stipendium, den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, ein Werkjahr der Stadt Zürich. "Wunderzeit" war Buch des Jahres 2001 der Schweizerischen Schillerstiftung, ausserdem erhielt Florescu 2003 den Anna Seghers-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 327
Erscheinungsdatum 08.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-69112-6
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 212/137/32 mm
Gewicht 471
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 3.277
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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Ein fantastischer Roman!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wennigsen (Deister) am 03.03.2016

Das Cover zeigt einen einsamen Ruderer auf einem großen See, auf deinem Ruderblatt steht ein Reiher, der den Ruderer betrachtet. Im Hintergrund sieht man eine entfernte Stadt. Der Roman ist in sieben Kapitel unterteilt, die wiederum aus unterschiedlichen Perspektiven, in unterschiedlichen Jahrzehnten und Orten spielen. Inhalt – Achtung, Spoiler!! Das Buch... Das Cover zeigt einen einsamen Ruderer auf einem großen See, auf deinem Ruderblatt steht ein Reiher, der den Ruderer betrachtet. Im Hintergrund sieht man eine entfernte Stadt. Der Roman ist in sieben Kapitel unterteilt, die wiederum aus unterschiedlichen Perspektiven, in unterschiedlichen Jahrzehnten und Orten spielen. Inhalt – Achtung, Spoiler!! Das Buch beginnt mit einer Rahmengeschichte, die im New York um 1900 spielt und erzählt von Großvater, der als Zeitungsverkäufer und Schuhputzer ums nackte Überleben kämpft. Er gehört wie viele andere seines Alters zur zweiten Generation von Einwanderern, weiß jedoch selbst nicht, wo er herkommt. Auf der unbewussten Suche nach seinen Wurzeln saugt er die Lebensgeschichten anderer Jungen in sich auf und gibt diese wann immer es ihm passend erscheint zum Besten. Bezeichnend dafür ist auch, dass sein Name zunächst nicht wichtig erscheint. Er hat einen großen Traum – er möchte Sänger werden und scheut kein Publikum, da er weiß, dass er die Menschen zum Weinen bringen kann. Doch Träume müssen in den Hintergrund treten, wenn das Überleben auf dem Spiel steht. Für einige Zeit kommt er als Berl bei einem älteren Juden unter. Berl war ein Freund, der während einer sehr kalten Winternacht verstirbt. Bei dem Juden Herschel lernt er das erste Mal, was es heißt, eine Familie zu haben. Doch während er ihm am Abend bei seinen Geschäften mit den Gänsen hilft, ist er tagsüber in einem Haus tätig, in dem schwangeren Frauen ihre Babys abgenommen werden. Zunächst bringt er sie nur zu einem anderen Ort, denkt, dass sie dort gut aufgehoben und versorgt werden, doch als der Kapitän ihn zwingt für ihn zu arbeiten, muss er sehen, dass die Kinder an diesem Ort getötet werden, da es keinen Platz für sie in der Stadt gibt. Die zweite Rahmengeschichte fängt in Rumänien, im Donaudelta an, wo Elena verzweifelt versucht, ein Baby mit ihrem Mann zu bekommen, als es endlich dazu kommt, wird ihre Tochter Elena geboren. Diese sehnt sich nach der großen Stadt und geht als sie erwachsen ist zu einem Frisör, um dort zu arbeiten. Doch ihr sehnlichster Wunsch ist es, nach Amerika zu kommen – es ist das Land ihrer Träume. Doch obwohl sich eine Möglichkeit ergeben könnte, erkrankt sie. Auch diese Elena bekommt eine Tochter, welche sie ebenfalls Elena nennt und dir vom Staat weg genommen wird. Die junge Elena wächst bei verschiedenen Familien auf und wird Schneiderin. Irgendwann erhält sie von Tanti Maria, einer Freundin ihrer Mutter, einen Brief der ihr vom bevorstehenden Tod ihrer Mutter berichtet. Sie trifft erst nach deren Tod ein und nimmt die Asche ihrer Mutter mit auf eine Reise nach New York, da es der letzte Wunsch ihrer Mutter war, dort begraben zu werden. In New York eingetroffen lernt sie in der selben Nacht Ray kennen, der in einem Theater arbeitet. Elena reist kurze Zeit danach wieder nach Rumänien zurück. Ray reist ihr hinterher und umwirbt sie. Wertung Vom ersten Satz an war ich von dem Buch verzaubert, das Ende jedoch hat mich nicht nur verzaubert, sondern zu Tränen gerührt. Es gibt ganze Passagen, die ich zitieren könnte, aber dann könnte ich auch das ganze Buch zitieren, denn es ist in der Tat von so vielen wunderschönen Passagen durchzogen, dass ich mich kaum entscheiden kann, welche ich erwähnen soll. Der Buchtitel „Der Mann, der das Glück bringt“ zieht sich im Grunde wie ein roter Faden durch das Buch und auch durch die Familiengeschichte von Ray, sowohl für seinen Großvater als auch für ihn stellt dies etwas besonderes dar, für die verbitterte Enkeln Elena ist er es, der das erste Glück in ihr Leben bringt. Zeit ihres Lebens hat sie sich wie die „Tochter eines Monsters“ (S. 310) gefühlt, doch Ray trotz ihrer Verbitterung und zwingt sie förmlich, sich für ihn zu öffnen. Ray lebt den Titel des Buches förmlich! Ich habe viele Bücher gelesen, doch dieses Buch wird einen besonderen Platz von mir bekommen.

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Ein Buch, das zu Herzen geht
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 02.03.2016

Elena und Ray treffen sich an einem schicksalshaften Tag im September 2001 in New York. Elenas Mutter träumte ihr ganzes Leben von einem Neubeginn in Amerika, nun ist sie gekommen, um wenigstens die Asche der Mutter in New York zu verstreuen und ihr posthum den Lebenswunsch zu erfüllen. Ray... Elena und Ray treffen sich an einem schicksalshaften Tag im September 2001 in New York. Elenas Mutter träumte ihr ganzes Leben von einem Neubeginn in Amerika, nun ist sie gekommen, um wenigstens die Asche der Mutter in New York zu verstreuen und ihr posthum den Lebenswunsch zu erfüllen. Ray träumt immer noch von einer Karriere als Künstler, genau wie sein Großvater. Die beiden Menschen begegnen sich, fühlen sich nahe und beginnen einander vom Leben von Mutter und Großvater zu erzählen. Diese Rückblenden führen ins New York der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und in einen kleinen vergessenen Ort in Rumänien im Donaudelta, auf zwei Kontinente in diesem Buch wunderbar verbunden werden. In New York versucht der kleine Junge, den wir der Einfachheit halber Großvater nennen, auf der Straße zu überleben. Er kennt seine Eltern nicht, die frühesten Erinnerung führen in ein Waisenhaus. Aber schon ganz früh schlägt er sich als Zeitungsverkäufer, Schuhputzer und Botenjunge durch. Immer auf der Suche nach etwas Essbarem oder einem Unterschlupf für die Nacht. Jeder Tag ist eine Überlebenskampf und wer nicht stark genug ist, der bleibt auf der Strecke. Mitleid kann sich Großvater kaum leisten und findet er einen Toten im Schnee, schaut er erst, ob die Kleidungsstücke noch brauchbar sind. Aber tief im Innern bewahrt er sich die Sehnsucht nach Liebe und Beständigkeit, ja auch nach Glück, obwohl in seiner Lebensrealtität kaum Platz für Moral oder Bedenken sind. Er hat eine wunderschöne Stimme und wenn er singt, bringt der die Frauen zum Weinen und zum Lachen. Er ist für die einen „der Mann, der Glück bringt“ aber er bringt auch den Tod. Elenas Mutter lebt dagegen in einer fast verwunschenen Landschaft in Inselgewirr des riesigen Donaudeltas. Ihr Vater war ein Fischer, der bald nach ihrer Geburt verstarb, ihre Mutter begegnet ihr mit Lieblosigkeit und Verachtung. Wenn nicht Vanea wäre, ein etwas zurückgebliebener, scheuer Fischer, hätte sie nie Freundschaft und Vertrauen erfahren. Elenas Mutter hat nur einen Wunsch, raus aus dem Dorf, sie will unbedingt nach Amerika auswandern und ihre Pläne nehmen immer mehr Gestalt an, als das Schicksal ihr eine schreckliche Prüfung auferlegt. Es sind zwei ganz unterschiedliche Lebenswelten die der Autor vor uns ausbreitet. Beide sind unerbittlich und hart, das Leben des Einzelnen zählt nicht viel, wenn alle ums Überleben kämpfen müssen, das ist in den Ghettos von New York nicht anders, als in den gottverlassenen Dörfern in Rumänien. Aber beide Welten haben auch eine Schönheit, der man sich nicht entziehen kann. Mit seiner bildhaften, poetischen Sprache, malt der Autor diese Orte geradezu für seine Leser. Seine Hauptfiguren werden mit großer Empathie gezeichnet. Florescu liebt seine Figuren, in all ihrem Elend und Verschlagenheit, mit ihren Schwächen und Stärken, er gibt ihnen soviel Respekt und Menschlichkeit mit, dass ich das beim Lesen spürte. Dadurch sind mir die Figuren sehr nahe gekommen. Ihr Leid und ihr Elend münden nicht in Tristesse, trotz der Härte findet sich auch Witz und eine nie endende Hoffnung für seine Personen in diesem Roman. Die Reise in die Vergangenheit, zu Mutter und Großvater der beiden Erzähler ist die große Stärke des Buches, nachdem sie sich getroffen und zueinander gefunden haben, hat sich der Kreis geschlossen. Ray und Elena – das ist eine andere, vielleicht neue Geschichte.

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Es ist ein langer Weg, bis der Mann, der das Glück bringt, auch ankommt.
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 01.03.2016

Eine spannende und mit großer Kraft erzählte Geschichte über zwei Leben und zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, aber beide haben eine innere Stärke und Kraft in sich, die sie verbindet. Auf dem langen Weg des Mannes, der das Glück bringt, erfährt man viel über das Donaudelta, New York... Eine spannende und mit großer Kraft erzählte Geschichte über zwei Leben und zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, aber beide haben eine innere Stärke und Kraft in sich, die sie verbindet. Auf dem langen Weg des Mannes, der das Glück bringt, erfährt man viel über das Donaudelta, New York über Lebensbedingungen der Vergangenheit, die wir uns so nicht mehr vorstellen wollen, das bleibt alles etwas an der Oberfläche, was nicht stört, denn der Kern der Geschichte sind die Menschen. Ein spannendes Buch in kraftvoller Sprache.

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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 23.02.2016
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Ray, ein wenig erfolgreicher Varietekünstler, bereitet sich auf seinen Auftritt vor. Für ein paar Tage hat er sich ein Kellertheater gemietet. Bisher sind seine Aufführungen spärlich besucht. Auf das Eintrittsgeld ist Ray angewiesen. Deshalb fällt ihm auch wieder die unbekannte Dame vom Vorabend ein. Während der Vorstellung hat sie... Ray, ein wenig erfolgreicher Varietekünstler, bereitet sich auf seinen Auftritt vor. Für ein paar Tage hat er sich ein Kellertheater gemietet. Bisher sind seine Aufführungen spärlich besucht. Auf das Eintrittsgeld ist Ray angewiesen. Deshalb fällt ihm auch wieder die unbekannte Dame vom Vorabend ein. Während der Vorstellung hat sie sich in die letzte Reihe geschmuggelt. Bevor er nach dem Auftritt abkassieren kann, ist sie aber verschwunden. Ray denkt noch über den Verdienstentgang nach und ist überzeugt davon, ihr niemals mehr wieder zu begegnen. Da stolpert sie erneut in das Theater. Vollkommen mit Staub bedeckt, ihre Handtasche fest an sich gepresst, sinkt sie geschockt und zitternd gegen eine Wand. Es ist der 11. September....... "Der Mann, der das Glück bringt" ist pralles, großes Lesevergnügen

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