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Der Retter von Riad

Als Sanitäter in Saudi-Arabien - wo Tradition mehr zählt als Menschenleben

(2)
"Jeder Tag mit nur einem Toten war ein guter Tag"



Als Stefan Bauer seinen Sanitäter-Dienst in Riad aufnimmt, hofft er auf ein Abenteuer - und darauf, vielen Menschen helfen zu können. Doch die Kultur des islamischen Wüstenstaats macht seinen Job zu einer traumatisierenden Erfahrung: Er trifft auf Männer, die die medizinische Behandlung ihrer Ehefrauen verweigern, auf indische Gastarbeiter, die in heruntergekommen Unterkünften verhungern, und auf eine saudische Familie, die ihren eigenen Sohn enthauptet und es wie Selbstmord aussehen lassen will. Stefan Bauer kämpft um jedes Leben - auch wenn es verboten ist.



Authentisch, fesselnd, verstörend: Stefan Bauers Einblicke in die verschlossene Gesellschaft Saudi-Arabiens.



Dieses eBook wurde bereits unter dem Titel "Der mit dem Scheich tanzt" veröffentlicht.
Rezension
"Sein lebendiger, von Menschenfreundlichkeit durchzogener Bericht ist beste Gegenwartskunde." Ellen Pomikalko, BuchMarkt, Nr. 11 / November 2015



"[...] faszinierend ist sein Blick hinter den saudiarabischen Schleier auf alle Fälle." Badisches Tagblatt, 07.11.2015
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz
Seitenzahl 304, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.10.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783732512805
Verlag Bastei Entertainment
Verkaufsrang 6.407
eBook
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Kundenbewertungen


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Ein wenig naiv in der Vorbereitung auf den neuen Job
von einer Kundin/einem Kunden am 30.12.2015

Eine emotionale Berichterstattung eines Rettungssanitäters, der in Saudiarabien arbeitet, gibt die Erlebnisse seiner Arbeit in Riad wieder. So kann man das Buch schnell zusammenfassen. Stefan Bauer entschließt sich, ein Jahr in Saudi Arabien in seinem gelernten Beruf zu arbeiten, und schildert den Weg von der Bewerbung bis zum Ende seines... Eine emotionale Berichterstattung eines Rettungssanitäters, der in Saudiarabien arbeitet, gibt die Erlebnisse seiner Arbeit in Riad wieder. So kann man das Buch schnell zusammenfassen. Stefan Bauer entschließt sich, ein Jahr in Saudi Arabien in seinem gelernten Beruf zu arbeiten, und schildert den Weg von der Bewerbung bis zum Ende seines Aufenthalts. Trotz Vorbereitungskurs zur Landeskultur ist der Schock in der Realität so groß, dass er zum Ende seines Aufenthalts froh ist, das Land verlassen zu können. An eine Verlängerung ist für ihn nicht zu denken, verständlich. Angefangen von der Hygiene über die Unfähigkeit von Ärzten und Pflegepersonal, den Umgang mit gefährdetem Leben bis zum Umgang mit Frauen und Kindern, beschreibt Stefan sein Leben in der Erstversorgung im Krankenwagen. Die Religion steht vor Leben. Frauen dürfen nicht angefasst werden, auch wenn dies ihren Tod bedeuten kann. Auf der einen Seite gehen einem als Leser die Schilderungen von Stefan nahe, auf der anderen Seite verwundern sie nicht. Der einfache und emotionale Schreibstil zeigt, was in dem Sanitäter vorgeht und ich finde, das ist auch richtig so gewählt. Zum Ende spürt man die unendliche Frustration von Stefan, der sich immer wieder den Gesetzen des Landes beugen muss und völlig aggressiv wird. Immer wieder wird er von seinen Kollegen zum Ende des Jahrs zurückgehalten, weil er so weit ist, seinen Frust in Prügel auszulassen, die zu verprügeln, die ihn an seiner Arbeit hindern wollen. Er berichtet aber nicht nur von kulturellen Unterschieden, sondern auch von Unfällen, bei denen man eher Tote zusammenkratzt, als helfen zu können. Die Autos fahren in rasender Geschwindigkeit, die Insassen sind nicht angeschnallt, bei einem Unfall sind die Insassen über 200 Meter am Unfallort verteilt, aus den Wagen herausgeschleudert. Ich frage mich allerdings, weshalb Stefan Bauer nach Saudi Arabien gegangen ist. Dieser Staat lebt die Scharia. Die Sitten sind nicht anders als beim IS, nur dieser Staat ist eben kein Terrorsystem. Eigentlich sollte man vorher wissen, was einen erwarten könnte, in einem Land, in dem Frauen vollverschleiert dem Mann unterstehen, der alles bestimmt, mit ihnen machen kann, was er will, Kamelen mehr Respekt gegenübergebracht wird als Frauen. Man sollte auch wissen, dass kein Fremder die Frau unverhüllt sehen darf, schon gar nicht anfassen. Bei genauem Nachdenken kommt man schnell darauf, was das für einen Sanitäter bedeuten könnte ... Von daher fand ich die Herangehensweise von Stefan Bauer im Vorfeld ziemlich naiv und habe mich gewundert, warum er so verwundert war. In einem Land, indem täglich Hände abgehackt werden, Menschen wegen geringer Vergehen ausgepeitscht oder enthauptet werden, herrscht eine andere Moral und unter der Scharia ein anderes Glaubensverständnis, überhaupt ein anderes soziales Verständnis. Selbst bei uns in Europa gibt es in der Fastenzeit bei Muslimen oft genug gesundheitliche Probleme, weil Fasten z.B. für Diabetiker überhaupt nicht geeignet ist. Auch hier frage ich mich, wieso Stefan Bauer so schockiert darüber ist. Uns Europäern ist die arabische Kultur fremd und nicht verständlich. Wir verachten Frauenfeindlichkeit und dieses Rechtssystem. Dürfen wir aber darüber richten, wie der Autor es tut? Stefan Bauer ist auch schockiert darüber, dass er als Deutscher hoch respektiert wurde und mit Hitlergruß empfangen wurde, man mag Hitler dort. Auch das sollte allgemein bekannt sein, denn Hitler hat sozusagen die Feinde der Wahhabiten gekillt. So sieht es im arabischen Verständnis aus. Insgesamt wundere ich mich über die Naivität von Stefan Bauer, mit welchen Vorkenntnissen er dieses Land überhaupt betreten hat. Die Schilderung der Hygiene und das Desinteresse des Krankenhauspersonals an Patienten, bei denen es um Minuten geht, ist schockierend, ebenso die schlechte Ausbildung der Ärzte. Auch hier treffen schlechte Ausbildung und Religion zusammen: Gott nimmt und Gott gibt, wir können daran nichts ändern, alles ist Gottes Wille. Alles in allem hat man das Buch schnell durchgelesen und es gibt einen guten Eindruck über die Krankenversorgung in Saudi Arabien wieder. Die Scheichs und ihre Familie fliegen sowieso ins Ausland, um sich einen Pickel ausdrücken zu lassen, das ist nicht verwunderlich. Die Emotionalität des Autors war mir am Ende zu heftig. In einem sozialen Beruf sollte man persönliche Distanz zu seinem Job halten können. Sicher ist es nicht einfach, Menschen beim Sterben zuzusehen, wenn man es theoretisch verhindern könnte, allerdings von Gesetzen, Unfähigkeit und Religion gehindert wird. Man sollte sich genau informieren, bevor man im Ausland arbeitet, sehen, ob man mit der fremden Kultur klarkommen könnte. Eins stimmt mich merkwürdig. Stefan Bauer schreibt am Anfang von seinem Buch, er schreibt unter Pseudonym, um sich und seine Kollegen zu schützen, hat daher die Ereignisse in der Reihenfolge geändert und Namen und Orte verändert. Keine Person solle erkannt werden. Am Ende vom Buch gibt es allerdings eine Reihe von Fotos vom Autor und seinen Arbeitsstätten, Kollegenfotos. Ja was denn nun?

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SEHR ZU EMPFEHLEN
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim-Kärlich am 02.02.2016
Bewertetes Format: Paperback

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Einmal angefangen zu lesen, will man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Besonders interessant ist die Mischung aus tragischen und lustigen Geschichten und Einsätzen. Ein wirklich gelungener und interessanter Einblick in die arabische Welt.

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