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Der Prozess

Roman

(7)
Grundlos wird Josef K. an seinem 30. Geburtstag verhaftet und verhört. Die Umstände sind grotesk, niemand kennt das Gesetz, und das Gericht bleibt anonym. Die 'Schuld', erfährt Josef K., haftet ihm an, ohne dass er dagegen etwas tun könnte. Verbissen, aber erfolglos versucht er, sich gegen die zunehmende Absurdität und Verstrickung zu wehren, schlägt jede Warnung vor weiterer Gegenwehr in den Wind und wird schliesslich ein Jahr später vor den Toren der Stadt exekutiert. Franz Kafka hat mit diesem Roman ein Jahrhundertwerk geschaffen, das auf beispielhafte Weise die wesentlichen Existenzfragen des modernen Menschen neu formuliert.
Portrait
Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Kafka 1908 in die "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt" ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 01.01.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-938484-77-7
Verlag Anaconda
Maße (L/B/H) 195/122/25 mm
Gewicht 265
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Macht oder Freiheit
von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 01.01.2011

Schuldig ist in den Augen der Macht, wer Widerstand leistet, wer auch nur zu widersprechen wagt, ja schon, wer sich nicht unauffällig und stromlinienförmig genug bewegt. Denn der Macht kommt es auf die Durchsetzung ihrer selbst, auf die Exekution von Abhängigkeiten an. Nur das scheint ihr innerer Zweck zu... Schuldig ist in den Augen der Macht, wer Widerstand leistet, wer auch nur zu widersprechen wagt, ja schon, wer sich nicht unauffällig und stromlinienförmig genug bewegt. Denn der Macht kommt es auf die Durchsetzung ihrer selbst, auf die Exekution von Abhängigkeiten an. Nur das scheint ihr innerer Zweck zu sein. Sie sucht sich dann das Passende unter den formellen Regeln und Gesetzen heraus, um es für ihre Zwecke schonungslos einzusetzen. Möglichst vieles hält sie verdeckt und im Dunkeln: so zum Beispiel die Ursache und den Auslöser des Gerichtsprozesses; das die Macht Störende –vielleicht gar nicht Justiziable- nicht benennend; keinerlei Anklagepunkte gegenüber dem Angeklagten offenlegend und nichts über das weitere Verfahren verlauten lassend. Die Drahtzieher des unsäglichen Vorgehens -und womöglich Richter in einer Person- bleiben dem Angeklagten unbekannt. Jedes offene Visier wird vermieden, während ausschließlich aus dem Hinterhalt operiert wird. So lässt sich ein Angeklagter doch zweifellos am Leichtesten in einer umfassenden Hilflosigkeit halten. So scheint er der Willkür am Optimalsten ausgeliefert. Und was bedeutet schon Rechtssicherheit und was beinhaltet sie überhaupt? Was heißt schon Moral? Auch darauf gibt es eine einfache Antwort: Ein einheitliches Recht oder eine einheitliche Moral, auf die sich der Angeklagte stützen und berufen könnte, existieren einfach nicht. Macht und Freiheit stehen einander unversöhnlich gegenüber. Der höhere Wert, so Kafka, kommt aber unzweifelhaft der Freiheit zu. Wie im richtigen Leben eben… Kafka beschreibt die Zustände und die Menschen wohl so, wie sie eben sind. Werden da etwa Erinnerungen an Spitzelwesen und Korruption in bekannten, großen Organisationen wach, an das Meucheln von Missliebigen, die unter banalsten, ja lächerlichsten Vorwänden entfernt, ausgestoßen, „exekutiert“ werden, an gedungene, graue Handlanger, die sich bedenkenlos in den Dienst ihrer „Brötchengeber“ stellen? Nur die Spitzen der Eisgebirge scheinen zur öffentlichen Besichtigung freigelegt.

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Beängstigend
von Garfunkel aus Nienburg (Weser) am 04.02.2010

Dieses Buch besticht durch die juristische Brutalität und Anonymität in die der Protagonist K. verstrickt ist , ohne einer Möglichkeit diesem Gericht zu entfliehen. Vieles ist nicht gleich begreifbar in diesem Buch, denn K. stet es nach seiner Behaftung frei zu tun und lassen was er will, seinem Beruf nachgehen... Dieses Buch besticht durch die juristische Brutalität und Anonymität in die der Protagonist K. verstrickt ist , ohne einer Möglichkeit diesem Gericht zu entfliehen. Vieles ist nicht gleich begreifbar in diesem Buch, denn K. stet es nach seiner Behaftung frei zu tun und lassen was er will, seinem Beruf nachgehen und Freizügigkeit zu genießen, obwohl der Prozess gegen ihn läuft und mehr und mehr alle Bereiche seines Lebens durchdringt. Dieses Gericht hat eine hierarchische Ordnung zum einem bestehend aus einem erbärmlichen Gericht auf einem Dachboden eines Mietshauses, indem die niedersten und dennoch eitelsten Gerichtsdiener agieren und zum anderen einem großen, allgegenwärtigen Gericht, das niemand zu kennen scheint und dennoch überall ist und jeden betrifft. Verfolgt wird K. durchgehend von einem Gesetz, das niemand kennt und niemand dazu befugt ist es zu kennen und von einer Schuld, die ihm anhaftet und stigmatisiert , der er aber nicht bewusst ist. Trotz seiner atemberaubenden Idee, die nach einer neuen Existenz des Menschen fragt ist dieses Buch an manchen Passagen sehr langatmig und beansprucht intensiv gelesen zu werden.

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Kafkaesk...
von einer Kundin/einem Kunden aus Haiger am 20.03.2011

Ein Kafka wie jeder andere! Langatmig und Kafkaesk. Auf der Suche nach der Schuld, die man nicht begangen hat!? Ich finde man sollte nur ein Kafka in seinem Leben gelesen haben und es dabei belassen. Denn dann wird man nicht von der Monotonie Kafkas abgeneigt sein und man kann... Ein Kafka wie jeder andere! Langatmig und Kafkaesk. Auf der Suche nach der Schuld, die man nicht begangen hat!? Ich finde man sollte nur ein Kafka in seinem Leben gelesen haben und es dabei belassen. Denn dann wird man nicht von der Monotonie Kafkas abgeneigt sein und man kann immer noch sagen, ich hab schon mal einen Kafka gelesen. Mehr braucht man auch nicht, um viel über ihn zu erfahren...

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War nichts anderes zu erwarten ..
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 31.03.2010

Typisch .. Kein richtiger Anfang und kein Ende in Sicht :D Viele ungeklärte Fragen, unsichtbare Gerichtsgebäude etc. Durchschnitt ! Eindeutig

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Ganz gut, Herr K.
von einer Kundin/einem Kunden am 09.12.2006

Anfangs war das Buch richtig spannend und viele offene Fragen standen im Raum: WEr verklagt K.? Wieso? usw. Leider werden einzelene Fragen im Laufe des Buches nicht beantwortet und das Buch nimmt rapide an Spannung ab. Schlussendlich beißt man sich durch die letzten 100 Seiten. Der Schluss stammt leider... Anfangs war das Buch richtig spannend und viele offene Fragen standen im Raum: WEr verklagt K.? Wieso? usw. Leider werden einzelene Fragen im Laufe des Buches nicht beantwortet und das Buch nimmt rapide an Spannung ab. Schlussendlich beißt man sich durch die letzten 100 Seiten. Der Schluss stammt leider nicht aus Kafkas Feder. Sondern wurde posthum dazugefügt. Für mich mal eine Abwechslung (lese sonst eher Thriller), bereuhe aber nicht, dass ich 3 Tage in dieses Buch gesteckt habe. Solide 3 Punkte

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>>durchschnitt><
von jasmin manz aus troisdorf am 17.09.2006

Die im Unterricht häufig verwendete Pflichtlektüre "Franz Kafka, der Proßess" handelt hauptsächlich von der Gerichtsverhandlung von einem gewissen jungen Herrn namens K. Ich habe mir das Buch, ohne das ich es lesen musste, gekauft und heute morgen zuende gelesen. Für mich hatte es in vielen Textpassagen eine schleppende Wirkung...ich... Die im Unterricht häufig verwendete Pflichtlektüre "Franz Kafka, der Proßess" handelt hauptsächlich von der Gerichtsverhandlung von einem gewissen jungen Herrn namens K. Ich habe mir das Buch, ohne das ich es lesen musste, gekauft und heute morgen zuende gelesen. Für mich hatte es in vielen Textpassagen eine schleppende Wirkung...ich hatte das Gefühl im Text nicht weiter zu kommen und habe hin und wieder das Buch auf Seite ´legen müssen um mich wieder neu konzentrieren zu können. Obwohl das Buch sich nicht einfach so durchlesen lässt und ich diesem Buch nicht so viel ansehen Schenken werde wie den anderen Büchern in meinem Regal, bin ich der Meinung, dass man dieses Buch zumindest 1mal gelesen haben sollte!

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Hab nichts anderes erwartet ^^
von Olinkaa aus Berlin am 28.08.2009

Typisch .. Kein richtiger Anfang und kein Ende in Sicht :D Viele ungeklärte Fragen, unsichtbare Gerichtsgebäude etc. Durchschnitt ! Eindeutig

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Sowas liest man nicht alle Tage...
von dola am 11.02.2010
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ein äusserst gewöhnungsbedürftiger Gedankengang und Schreibverhalten zeigte wohl Franz Kafka bei der Niederschrift seines surealistischen Meisterwerks. Wenn man sich wirklich in die Faszination einer Scheinwelt, in der alles anders scheint hineinversetzt, wird Kafkas Roman zu einem hochstehenden, einzigartigen Produkt undurchschaubarer Gedankenspielereien, die in Kafkas Kopf, wie bei sonst niemandem, stattgefunden... Ein äusserst gewöhnungsbedürftiger Gedankengang und Schreibverhalten zeigte wohl Franz Kafka bei der Niederschrift seines surealistischen Meisterwerks. Wenn man sich wirklich in die Faszination einer Scheinwelt, in der alles anders scheint hineinversetzt, wird Kafkas Roman zu einem hochstehenden, einzigartigen Produkt undurchschaubarer Gedankenspielereien, die in Kafkas Kopf, wie bei sonst niemandem, stattgefunden haben müssen. Auch wenn man bedenkt, dass das Buch nur als Fragment vorlag und nicht mal sicher ist, ob die Reihenfolge der Kapitel dieselbe ist, in der Kafka es vorgesehen hatte, ist es seinem Freund Max Brod gelungen Kafkas Werk postum in einer lesbaren Version zu veröffentlichen. Wenn Sie das Buch lesen, wird Ihnen wohl schnell klar werden, warum es unzählige, voneinander abweichende, Interpretationen für das Werk gibt. Sowas gibts nicht ein zweites Mal!

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1 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Kaum ein Buch wirkt so nachhaltig wie dieser verstörende Roman.

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0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Alles nur Fiktion? Wenn man sich manches Behördengebaren anschaut und dann Kafka ließt bekommt man Gänsehaut.

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