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Der Tag, an dem ich fliegen lernte

Roman

KIWI

(17)

Über die skurrilen Folgen einer Auswanderung
Luisa hat ihr Leben dem beherzten Einsatz des Engländers Fergus zu verdanken, der sie als Neugeborene rettet, als sie aus dem Fenster fliegt. Fergus zieht dann auch gleich mit Luisa in die WG ihres Vaters Paul, der nicht verstehen kann, dass Aza, Luisas Mutter, einfach so abgehauen ist. Ihr Name ist fortan in der WG tabu. Als sich jedoch die heranwachsende Luisa für die Geschichte ihrer verschwundenen Mutter zu interessieren beginnt und Paul merkt, dass er Azas Gründe verstehen muss, um mit ihr abschliessen zu können, machen sich die beiden auf, um den Spuren Azas zu folgen. Die Reise führt zunächst nach Hinterdingen, einem kleinen bayerischen Dorf. Doch hier nimmt die Geschichte nur ihren Anfang, die Vater und Tochter bis nach Brasilien führen wird.
Stefanie Kremser erzählt in diesem warmherzigen Roman voller ungewöhnlicher Wendungen von den skurrilen Folgen einer Auswanderung. Ein Buch, das gute Laune macht und den Appetit auf Mango und Papaya weckt.

Rezension
"warmherziger Roman voller ungewöhnlicher Wendungen" Buch Magazin
Portrait

Stefanie Kremser, geboren 1967, wuchs in einem deutsch-bolivianischen Elternhaus in São Paulo, Brasilien, auf. Im Alter von 20 Jahren zog sie nach Deutschland und studierte Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Bisher hat sie zwei Romane veröffentlicht, »Postkarte aus Copacabana« sowie »Die toten Gassen von Barcelona«, und mehrere Drehbücher für den Münchner »Tatort« verfasst, die von der Kritik gefeiert wurden. Sie lebt in Barcelona und Frankfurt.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 09.06.2016
Serie KIWI 1483
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04909-1
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 188/125/20 mm
Gewicht 226
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Ein großartiges, kraftvolles Buch über Familienbande, über Freundschaft und die Sehnsucht danach
von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2017

Luisa ist ein wahres Glückskind, denn als ihre Mutter Aza sie direkt nach der Geburt aus dem Fenster des Krankenhauses im fünften Stock wirft, fängt der gerade vorübergehende Rugbyspieler Fergus sie sicher in seinen Armen. Fergus, der Engländer, ist ja eigentlich nur der Liebe wegen nach München gekommen, findet... Luisa ist ein wahres Glückskind, denn als ihre Mutter Aza sie direkt nach der Geburt aus dem Fenster des Krankenhauses im fünften Stock wirft, fängt der gerade vorübergehende Rugbyspieler Fergus sie sicher in seinen Armen. Fergus, der Engländer, ist ja eigentlich nur der Liebe wegen nach München gekommen, findet auch bald Unterschlupf in der bewegten Wohngemeinschaft von Paul. Denn Paul ist Luisas Vater und überglücklich, dass diese wohlbehalten in dieser Welt angekommen ist, auch wenn ihm leider Aza, seine große Liebe, dabei abhanden gekommen ist, denn diese ist spurlos verschwunden. Pauls WG besteht außerdem aus Irene mit den turmhohen Rastalocken, die mit Hingabe in den Tag hinein träumt und köstliche Hanfkekse backt. Und Max, Kunststudent, ein begnadeter Comiczeichner und wahrer Chronist von Geschichten. Sie alle kümmern sich liebevoll um die Kleine. So wächst Luisa, genannt Lulu, das von allen geliebte Kind, behütet und völlig unbeschwert im Kreise einer durchaus eigenwilligen Ersatzfamilie auf. Nicht nur dort wird sie vergöttert, sondern auch Paul, ein durchaus strebsamer Biologiestudent, hat richtig gute Karten bei den Frauen, denn seine Kommilitoninnen sind ganz vernarrt in Luisa, die er als fürsorglicher Vater natürlich mit in die Vorlesungen nimmt. So ziehen die Jahre ins Land, und wie das Leben oft so spielt, bleibt nichts so, wie es ist, auch wenn alle es sich wünschen. So spielt auch Luisas Mutter Aza bei der Heranwachsenden plötzlich eine Rolle, denn Luisa, die jahrelang nichts über ihre Herkunft wissen wollte, ist neugierig geworden. Die Spur führt nach Brasilien, allerdings kommen beide nicht am bayerischen Hinterdingen vorbei, einem kleinen Dorf, in dem eigentlich die Geschichte 1893 ihren Anfang mit einer Auswanderungswelle nach Amerika nimmt. Eine lange Geschichte, die eine alte Frau den beiden in einer einzigen durchwachten Nacht berichtet, woraufhin die Suchenden wie geplant nach Sao Paulo aufbrechen. Ein wunderbares Buch, prall und voller Leben, herzerwärmend und mitreißend, liebenswert chaotisch und voller überraschender Wendungen. Ein großartiges, kraftvolles Buch über Familienbande, über Freundschaft, über Heimat und die Sehnsucht nach all dem.

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Pozuzo in Brasilien
von La novelera am 21.09.2015
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Bevor ich anfing zu lesen, führte ich mir den "Beipackzettel" der Autorin zu Gemüte und war begeistert. Was aus der Leseprobe noch nicht hervorging, war die Hintergrundstory des Buches - es sollte um die Auswanderung der bayrischen Bauern nach Peru gehen, hier im Buch umgeleitet auf Brasilien. Ein wunderbares... Bevor ich anfing zu lesen, führte ich mir den "Beipackzettel" der Autorin zu Gemüte und war begeistert. Was aus der Leseprobe noch nicht hervorging, war die Hintergrundstory des Buches - es sollte um die Auswanderung der bayrischen Bauern nach Peru gehen, hier im Buch umgeleitet auf Brasilien. Ein wunderbares Thema, das noch keine Beachtung in einer Romanverarbeitung gefunden hat. Wir lernen also zu Beginn des Buches, in der Gegenwart, Luisa kennen, die kurz nach der Geburt aus dem Fenster geworfen, aber glücklicherweise von dem Engländer Fergus gerettet wird. Ihre Mutter verschwindet und wird nicht mehr gesehen. Luisas Vater Paul zieht das Kind allein als Student in seiner Münchner WG groß. Doch eines Tages lässt es Luisa trotz liebevoller Zuneigung durch die ihr nahestehenden Personen keine Ruhe mehr. Sie wird doch wohl auch eine Mutter haben? Wer ist sie, wo ist sie hin? Auf der Suche nach ihr stoßen Vater und Tochter auf die außergewöhnliche Geschichte der bayrischen Auswanderer im 19. Jahrhundert und erkennen, wie Aza, Luisas Mutter damit zusammenhängt. Die Tickets nach Brasilien sind gebucht... Ein wundervolles Buch! Besonders wenn man das Dorf im peruanischen Dschungel, das als Vorlage für "Atrás das coisas" in Brasilien dient kennt, eröffnet sich einem vor Augen das grüne Tal, und man meint den Pilgerstrom von damals noch sehen zu können. Ein großartiges Werk!

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Der Tag, an dem ich fliegen lernte
von miss.mesmerized am 07.08.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Sie hatte einen chaotischen Start ins Leben: noch im Krankenhaus ergreift Luisas Mutter Aza die Flucht und wirft mal eben noch das Töchterchen aus dem Fenster. Ein Schutzengel in Form des Engländers Fergus ist jedoch zur Stelle, um sich ebenso um das Wohlergehen des Mädchens zu kümmern wie der... Sie hatte einen chaotischen Start ins Leben: noch im Krankenhaus ergreift Luisas Mutter Aza die Flucht und wirft mal eben noch das Töchterchen aus dem Fenster. Ein Schutzengel in Form des Engländers Fergus ist jedoch zur Stelle, um sich ebenso um das Wohlergehen des Mädchens zu kümmern wie der nun alleinerziehende Student Paul und der Rest der WG: der angehende Comiczeichner Max sowie die etwas verschrobene Irene. Gemeinsam erziehen sie Lulu, der es an nichts fehlt, schon gar nicht an einer Mutter. Erst ein tragisches Ereignis lässt diese Idee Jahre später überhaupt erscheinen und als die WG nach Ende des Studiums vor der Auflösung steht, entscheidet Paul, dass es an der Zeit ist, Aza aufzusuchen. Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise in die Vergangenheit und quer über den Planeten. Titel und Cover haben mich lange Zeit so gar nicht angesprochen und die Vorstellung einer sehr leichten Liebesschnulze erweckt. Das ist das Buch so gar nicht, ganz im Gegenteil. Ich bezaubernd lockerem Plauderton berichtet Lulu als kindliche Erzählerin von ihrer ungewöhnlichen Lebenssituation und der Suche nach der Mutter. In zwei der drei Teile steht das Mädchen im Zentrum und diese sind die wirklich gut gelungenen und durchaus spannend, da man schnell wissen möchte, ob das Unterfangen, die Mutter zu finden, gelingt. Der Mittelteil, der die Vergangenheit der Auswanderer beleuchtet, weist doch einige Längen auf, ist jedoch zum Verständnis des Handelns der Figuren auch notwendig. Die Handlung ist amüsant und lädt an vielen Stellen zum Schmunzeln ein, die Dialoge wirken authentisch und so entsteht eine ungewöhnliche Geschichte, die einem wirklich packen kann. Fazit: für mich völlig überraschend ein gelungener und unterhaltsamer Roman.

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Skuril und warmherzig!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hilden am 05.12.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Ein Buch, in dem die Protagonisten nur durch einen Zufall den Tag ihrer Geburt überlebt, ist schon sehr ungewöhnlich. Ähnlich außerordentlich verläuft auch ihr weiteres Leben, das sich zunächst in einer Studenten-WG mit dem alleinerziehenden Vater abspielt und dann bei der Suche nach der Mutter mit den skurrilen Folgen... Ein Buch, in dem die Protagonisten nur durch einen Zufall den Tag ihrer Geburt überlebt, ist schon sehr ungewöhnlich. Ähnlich außerordentlich verläuft auch ihr weiteres Leben, das sich zunächst in einer Studenten-WG mit dem alleinerziehenden Vater abspielt und dann bei der Suche nach der Mutter mit den skurrilen Folgen einer Auswanderungsgeschichte verknüpft. Ein Roman, der bei aller Tragik so warmherzig geschrieben ist, dass es ein Vergnügen ist, ihn zu lesen

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Bezaubernde Geschichte über Familie
von Lale1972 am 28.10.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

In "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" erzählt Stefanie Kremser die Geschichte von Luisa, genannt Lulu, die am Tag ihrer Geburt von ihrer Mutter Aza aus dem Fenster des Krankenhauses im 5. Stock geworfen oder fallen gelassen wurde... Wie durch ein Wunder wird sie von Fergus, der zufällig... In "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" erzählt Stefanie Kremser die Geschichte von Luisa, genannt Lulu, die am Tag ihrer Geburt von ihrer Mutter Aza aus dem Fenster des Krankenhauses im 5. Stock geworfen oder fallen gelassen wurde... Wie durch ein Wunder wird sie von Fergus, der zufällig am richtigen Ort zur richtigen Zeit war, aufgefangen und wächst dann bei Paul, ihrem Vater, auf, der mit Max, Irene und Fergus in einer WG in München wohnt. Im Kindergartenalter kommt das erste Mal das Gespräch auf ihre Mutter. Bis Lulu mit Paul jedoch loszieht, um ihre Mutter zu suchen, passiert noch viel und auch die Reise nach und in Brasilien ist nicht ohne! Stefanie Kremser hat ein ganz bezauberndes Buch geschrieben, sehr emotional mit einem tollen Schreibstil. Ganz wunderbar finde ich, dass die Geschichte von Lulu erzählt wird, das gibt ihr einen besonderen Charme und lässt einen das Ganze mit anderen Augen sehen. Die Geschichte um Lulu und die Suche nach ihrer Mutter wird zu einer Suche nach Verständnis und Vergangenheit. Stefanie Kremser hat eine wunderbar, warmherzige Geschichte geschrieben, eine Geschichte über Familie, was ist Familie, muss eine Familie aus Vater und Mutter bestehen, wie prägt die Familie einen Menschen, eine Geschichte über Liebe, über Auswanderer in Brasilien und die Zurückgebliebenen, über Familienfehden, über Familienlegenden, viele Geschichten verbinden sich hier zu einer Geschichte, die viele Facetten bietet und sehr ungewöhnliche Wendungen bereithält. Eine Geschichte, in der viele gelbe Flip-Flops vorkommen und die zum Ende hin immer überraschender wird!

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spritzig geschrieben
von Andrea Karminrot aus Berlin am 02.09.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

" an einem Februar Tag des Jahres 1893..." Das ist nicht der Anfang! Am Anfang stand die Geburt von Luisa,1994. Und ihre Mutter setzte sich im Krankenhaus, kurz nachdem sie das Kind auf die Welt gebracht hatte, aufs Fensterbrett, hält die kleine Luisa mit weit ausgestreckten Armen von sich, und... " an einem Februar Tag des Jahres 1893..." Das ist nicht der Anfang! Am Anfang stand die Geburt von Luisa,1994. Und ihre Mutter setzte sich im Krankenhaus, kurz nachdem sie das Kind auf die Welt gebracht hatte, aufs Fensterbrett, hält die kleine Luisa mit weit ausgestreckten Armen von sich, und läßt das Baby einfach fallen… » Fergus war da gewesen - zur richtigen Zeit am richtigen Ort, wie man so sagt, und wir konnten gar nicht anders, als Ihn in unseren Herzen zu schließen: in Pauls, das plötzlich so leer und hohl pochte, und in meines, das - zwar erst schmetterlingsgroß - Platz hatte für eine ganze Welt. « Ein Mann ging unten vorbei und griff das fliegende Kind aus der Luft. “Der Tag an dem ich fliegen lernte” Und dann verschwand Aza. Einfach so und ließ Paul und das Baby allein. Stefanie Kremser schreibt ihren Roman in einer erfrischenden Weise. Luisa (Die Hauptfigur) erzählt ihre Geschichte, wie sie in der WG bei ihrem Vater Paul aufwächst. Behütet zwischen den verschiedenen Charaktere der Wohngemeinschaft, vermisst sie ihre Mutter nicht. Sieben Jahre nach der Geburt Luisas machen sich Paul und das Kind auf die Suche nach der Mutter. Eine Reise von München über Hinterdingen in Bayern, nach Brasilien. Zwischendurch erzählt uns Luisa auch von ihren Vorfahren, eben aus dem Jahr 1893. Wie diese nach Brasilien kamen und dort ein Bayrisches Dorf gründeten, woher Aza, ihre Mutter stammte. Munter plätschern die Worte förmlich aus dem Buch heraus und veranlassten mich, schnell weiterzulesen. Wortgewand lässt uns Stefanie Kremser an der Welt von Lulu -Luisa- Lullababy... teilhaben. »...Wie echt sich die Erinnerung ans Gewesene und ans Vorgestellte anfühlte und dabei derart zusammenschmolz, dass ich befürchtete, Erlebtes und Erzähltes nie wieder auseinander halten zu können... « Diesen Gedanken hatte Luisa, während sie die Geschichte ihrer Mutter und deren Vorfahren, erzählt bekam. Für mich ein wirklich gelungenes Buch, was Spaß macht, zu lesen. Es liest sich sehr schnell und ist kurzweilig. In dem Buch findet man massenhaft schöne Sätze, über die man auch mal nachdenken kann. Auch Brasilien wird einem etwas näher gebracht.

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Eine tolle Geschichte über die Suche nach Heimat und Identität
von Scheherazade am 29.08.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Luisa wird von ihrer Mutter Aza gleich nach ihrer Geburt verlassen. Aza flüchtet zurück in ihr Heimatland Brasilien, weg aus München ohne eine Erklärung. So nimmt Luisas Vater Paul das Neugeborene zu sich in die Studenten-WG. Dort wächst sie auf zwischen wechselnden Mitbewohnern, Frühstücksdiskussionen und Putzplänen. Aber irgendwann beginnen... Luisa wird von ihrer Mutter Aza gleich nach ihrer Geburt verlassen. Aza flüchtet zurück in ihr Heimatland Brasilien, weg aus München ohne eine Erklärung. So nimmt Luisas Vater Paul das Neugeborene zu sich in die Studenten-WG. Dort wächst sie auf zwischen wechselnden Mitbewohnern, Frühstücksdiskussionen und Putzplänen. Aber irgendwann beginnen die Fragen und da Paul auch keine Antworten hat, begeben sich die beiden auf die Suche nach Aza um ihre Beweggründe zu verstehen. Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von Luisa erzählt. Sie erzählt ihre eigene Geschichte in Episoden, an die sie sich einerseits erinnern kann und die ihr andererseits erzählt wurden. Neben ihrer eigenen Geschichte gibt es noch die Geschichte des Dorfes Hinterdingen. Die Vorfahren von Aza kamen aus diesem Dorf in Bayern und haben sich im brasilianischen Dschungel niedergelassen. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Dies ist einmal die Zeit in der Luisa mit ihrem Vater in der WG wohnt. Der zweite Teil erzählt vor allem die Geschichte der Vorfahren von Luisa/ Aza aus Hinterdingen. Und der dritte Teil beschäftigt sich mit der Suche nach Luisas Mutter in Brasilien. Die Story hat mir sehr gut gefallen. Ich wurde von Anfang an mitgerissen und wollte natürlich auch wissen, warum Aza ihrer Tochter das angetan hat. Wieso verlässt eine Mutter ihr Kind ohne eine Nachricht? Auch die Geschichte des Dorfes Hinterdingen und seinen Bewohnern hat mich sehr berührt. Zwar ist sie erfunden, aber es gab ja damals viele ähnliche Geschichten. Außerdem sagt die Autorin, dass sie sich von einem wirklich existierenden Tiroler-Dschungeldorf in Peru hat inspirieren lassen. Die Suche nach Heimat und Identität wird natürlich durch die Lebensgeschichte von Luisa aber auch durch die Geschichte der Hinterdingener aufgegriffen und wirklich sehr einfühlsam beschrieben. So kann man sich natürlich auch in zwei verschiedenen Welten zuhause fühlen. Der Erzählstil hat mir gleich sehr gut gefallen und es hat mir großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Insgesamt ein wirklich tolles Buch, das ich sehr gern weiterempfehle. Von mir gibt es für diese tolle Reise 5 Sterne.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Mutter, die ihr Kind im Stich lässt und eine verlassene Tochter, die die Geheimnisse ihrer Vergangenheit lüften möchte. Warmherzig und voller unerwarteter Wendungen!

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und das am ersten Tag
von einer Kundin/einem Kunden aus Gudensberg am 05.10.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Der Tag, an dem ich fliegen lernte, und das zu Beginn ihres Lebens. Die kleine Luisa ist kaum geboren, da entschliesst sich ihre Mutter sie aus dem Fenster fallen zu lassen und verschwindet aus dem Leben des Kindes und des Vaters. Das große Glück der Kleine ist ein Engländer, der... Der Tag, an dem ich fliegen lernte, und das zu Beginn ihres Lebens. Die kleine Luisa ist kaum geboren, da entschliesst sich ihre Mutter sie aus dem Fenster fallen zu lassen und verschwindet aus dem Leben des Kindes und des Vaters. Das große Glück der Kleine ist ein Engländer, der sie rechtzeitig auffängt. Luisa lebt ein glückliches beschauliches Leben in der WG ihres Vaters, sie entwickelt stabile Beziehungen zu ihrem Umfeld bis dann die Frage nach der Mutter aufkommt. Der Vater, der die Trennung nicht verkraftet hat wird auch irgendwann wach und sie entschliessen sich die Mutter in Brasilien zu suchen. Doch vorher entdecken sie die wundersame Geschichte eines bayerischen Dorfes. Die Hälfte der Einwohner zieht nach einer Brandkatastrophe in die Ferne, in dem Glauben sie ziehen nach Nord-Amerika - aber sie landen im Dschungel in Südamerika und leben dort total abgeschieden ein karges Leben. NIemand weiss was mit ihnen geschehen ist. Luisas Mutter gehört zu den Nachkommen dieser Dörfler. Dieses Buch war eine wundersame schöne Reiselektüre, man wurden in exotischen Welten enführt, in die Widrigkeiten einer WG-Kindheit und hat einen anderen Aspekt der Auswanderergeschichten kennengelernt. Die Beweggründe von Aza -Luisas Mutter- blieben mir aber verborgen

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Familiengeschichte
von Thoras Bücherecke am 13.09.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Luisa von allen liebevoll Lulu genannt hat keinen leichten Start in ihr Leben. Ihre Mutter Aza hat sie wenige Stunden nach ihrer Geburt aus einem Fenster im 5. Stock fallen gelassen. Zum Glück ist aber Fergus zur Stelle und konnte sie auffangen. Ihre Mutter verschwindet nach Brasilien und Luisa... Luisa von allen liebevoll Lulu genannt hat keinen leichten Start in ihr Leben. Ihre Mutter Aza hat sie wenige Stunden nach ihrer Geburt aus einem Fenster im 5. Stock fallen gelassen. Zum Glück ist aber Fergus zur Stelle und konnte sie auffangen. Ihre Mutter verschwindet nach Brasilien und Luisa wächst in der WG ihres Vaters Paul auf. Dort wird sie sehr gemocht und die WG wird zur Ersatzfamilie für Lulu. Dennoch bleibt die Frage nach den Umständen der Geburt und nach ihrer Mutter offen. Um ihre Identität zu klären fahren Paul und Luisa nach einigen Jahren nach Brasilien um Aza zu suchen. Das Buch beschreibt sehr schön wie ein Mädchen mit Hilfe des Vaters auf der Suche nach ihrer Mutter ist. Dabei lernt sie die ganze tragische Geschichte um ihre Mutter und deren Familie kennen. Das Buch ist sehr gut geschrieben. Die verschieden Charaktere hat die Autorin sehr fein ausgearbeitet. Ich konnte mich gleich mit Lulu und ihrer Geschichte identifizieren. Es zeigt ganz deutlich das ein Kind beide Elternteile für die Identitätsfindung braucht.

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Der Tag, an dem ich fliegen lernte
von Biest am 01.09.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

La-Le-Lu, nur der Mann im Mond schaut zu, wenn die kleinen Babys schlafen, drum schlaf auch du. -Heino Gaze- Zum Inhalt: Als bei Aza die Wehen losgehen, fährt sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Paul ins Krankenhaus. Kurz darauf bringt sie die kleine Luisa zur Welt. Alles könnte so perfekt sein, wären da... La-Le-Lu, nur der Mann im Mond schaut zu, wenn die kleinen Babys schlafen, drum schlaf auch du. -Heino Gaze- Zum Inhalt: Als bei Aza die Wehen losgehen, fährt sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Paul ins Krankenhaus. Kurz darauf bringt sie die kleine Luisa zur Welt. Alles könnte so perfekt sein, wären da nicht diese Gedanken in ihrem Kopf. Sie setzt sich mit dem Neugeborenen auf den Fenstersims und streckt es weit von sich als es anfängt zu schreien. Als die Schwester das Zimmer betritt und einen Schrei ausstößt, lässt Aza das Baby fallen. Zur gleichen Zeit steht unter dem Fenster des fünften Stocks der Frauenklinik der Rugby-Spieler Fergus, der das schreiende Bündel geistesgegenwärtig auffängt. Aza macht sich aus dem Staub, lässt nichts zurück, außer der kleinen Luisa. Oma und Opa des Säuglings bieten sich sofort an die Kleine aufzunehmen. Aber Paul beschließt sein Studium abzubrechen und sie mit in seine WG zu nehmen. Dort wächst die kleine Lulu, gut behütet, unter wechselnden Mitbewohnern auf. Doch als Luisa älter wird, fehlt ihr ihre Mutter immer mehr, auch ihr Vater will verstehen was damals passiert ist und so machen sich die beiden auf die Suche nach Aza. Meine Meinung: Die Geschichte wird aus der Perspektive der kleinen Luisa erzählt. Eiskalt lief es mir den Rücken runter als Aza ihr Baby aus dem fünften Stock fallen ließ. Aber zum Glück hatte die Kleine einen riesigen Schutzengel. Hier beginnt auch schon ihre Geschichte, in ihrem jungen Leben muss sie lernen das einiges vergänglich ist, aber einiges auch für immer bleibt. Sie wächst gut behütet in einer etwas chaotischen WG auf, ist glücklich und zufrieden. Als sie älter wird, stellt sie sich jedoch die Eine oder Andere Frage. Die Charaktere und Landschaften sind sehr schön dargestellt, die kleine Lulu nimmt die Leser mit auf eine Reise zu ihren Vorfahren, quer durch Bayern und zu guter Letzt bis ins weit entfernte Brasilien. Ich war sofort mitten drin in dem Buch, was nicht zuletzt am Schreibstil liegt, der sich super lesen lässt. Die Spannung steigt mit jeder Seite, nur in der Mitte gab es einen kleinen Spannungsabfall, da wurde mir ein Teil viel zu ausführlich beschrieben. Man fiebert regelrecht mit und hofft das Luisas Wunsch am Ende in Erfüllung geht. Denn die Reise in die Vergangenheit ist die einzige Möglichkeit für Paul mit allem abzuschließen und für Luisa die einzige Chance ihre leibliche Mutter kennenzulernen. Fazit: Ein außergewöhnlicher Roman über ein Mädchen auf der Suche nach seinen Wurzeln. Lesen lohnt sich.

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Unterhaltsame und lebendige Familiengeschichte
von Xirxe aus Hannover am 29.08.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Auch wenn Luisas Eintritt ins Leben etwas, nun ja, ungewohnt luftig war, scheint sie doch ein vom Glück begünstigtes Kind. Ihre Mutter Aza lässt sie kurz nach der Geburt aus ihrem Zimmer im 5. Stock des Krankenhauses fallen, doch wie ein Wunder wird sie von Fergus' großen Händen aufgefangen,... Auch wenn Luisas Eintritt ins Leben etwas, nun ja, ungewohnt luftig war, scheint sie doch ein vom Glück begünstigtes Kind. Ihre Mutter Aza lässt sie kurz nach der Geburt aus ihrem Zimmer im 5. Stock des Krankenhauses fallen, doch wie ein Wunder wird sie von Fergus' großen Händen aufgefangen, der zufällig gerade zur Stelle ist. Da Aza verschwunden ist, zieht Luisa zu ihrem Vater Paul in die Studenten-WG und ihr Lebensretter kommt gleich mit. So wächst die Kleine wohl behütet und geliebt in einem unorthodoxen Umfeld auf, sodass das Fehlen ihrer Mutter ihrem Vater mehr zu schaffen macht als Luisa. Als sich sieben Jahre später, wie der Zufall es will, ein Lebensumbruch für beinahe alle WG-BewohnerInnen abzeichnet und nun auch die ersten Fragen von Luisa nach ihrer Mutter kommen, entscheidet Paul, sich gemeinsam mit seiner Tochter auf die Suche nach Aza zu machen. Drei Teile umfasst diese schön zu lesende Familiengeschichte, die von Luisa als 20jähriger erzählt wird: Zuerst von ihrem wohlbehüteten Aufwachsen in der WG und den dort lebenden und teilweise wechselnden BewohnerInnen. Dann folgt der Aufbruch mit ihrem Vater, um Azas Vergangenheit in Deutschland aufzuspüren und zuguterletzt machen sich die Beiden nach Brasilien auf, wohin Azas Spur führt und Paul eine Stelle als Referendar bekommen hat. Sehr liebevoll und lebendig werden all die Menschen beschrieben, die Luisa von klein auf um sich hat und ich konnte gut nachvollziehen, wie sie diese ihr zugewandte Aufmerksamkeit und Liebe zu einem glücklichen und fröhlichen Kind machte - auch ohne Mutter. Wie heisst es in einem afrikanischen Sprichwort: Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf. Hier ist es eine WG - und die macht ihre Sache gut :-) Abwechslungsreich und überwiegend vergnüglich liest sich diese Suche nach Aza, denn selbst die traurigsten Stellen (und davon gibt es einige) bleiben es nicht allzu lange. Lediglich der Umstand, dass hier eine sehr junge Frau in einer derart lebendigen Wortvielfalt erzählt, die ich einer 20jährigen schlicht nicht zutraue (ich bitte schon im Voraus alle 20jährigen um Entschuldigung, falls ich ihnen Unrecht tue ;-)), wirkte zu Beginn etwas irritierend auf mich.

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Der Tag, an dem ich fliegen lernte
von einer Kundin/einem Kunden am 29.08.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Ich hatte zwar Lesespass, aber auch etwas mehr erwartet. Eine Nuance tiefgründiger hätte es schon sein können. Die Geschichte ist sehr einnehmend. Luisa und ihre beiden Väter werden sehr faszinierend beschrieben und durch die Ich-Perspektive hat man als Leser das Gefühl, mittendrin zu sein, auch wenn rückblickend erzählt wird.... Ich hatte zwar Lesespass, aber auch etwas mehr erwartet. Eine Nuance tiefgründiger hätte es schon sein können. Die Geschichte ist sehr einnehmend. Luisa und ihre beiden Väter werden sehr faszinierend beschrieben und durch die Ich-Perspektive hat man als Leser das Gefühl, mittendrin zu sein, auch wenn rückblickend erzählt wird. Die ganze Szenerie ist sehr sympathisch, wie Bayern auf Brasilien trifft. Doch es ist Aza, die nicht greifbar bleibt. Als Leser erwartet man die befriedigende Erklärung, warum eine Mutter so handelt. Was ist das Geheimnis und wie kann ich es nachvollziehen. Und ja, die Antwort kommt. Doch als sie endlich im Buch erscheint, sind es viel zu wenige Seiten. Man möchte mehr mit ihr. Sie ist der Schlüssel und daher hätte ich an dieser Stelle einfach ein paar Seiten mehr gehabt. Ansonsten war es ein sehr empfehlenswertes Buch.

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Der Tag, an dem ich fliegen lernte
von einer Kundin/einem Kunden aus Wedel am 29.08.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Ich hatte zwar Lesespass, aber auch etwas mehr erwartet. Eine Nuance tiefgründiger hätte es schon sein können. Die Geschichte ist sehr einnehmend. Luisa und ihre beiden Väter werden sehr faszinierend beschrieben und durch die Ich-Perspektive hat man als Leser das Gefühl, mittendrin zu sein, auch wenn rückblickend erzählt wird.... Ich hatte zwar Lesespass, aber auch etwas mehr erwartet. Eine Nuance tiefgründiger hätte es schon sein können. Die Geschichte ist sehr einnehmend. Luisa und ihre beiden Väter werden sehr faszinierend beschrieben und durch die Ich-Perspektive hat man als Leser das Gefühl, mittendrin zu sein, auch wenn rückblickend erzählt wird. Die ganze Szenerie ist sehr sympathisch, wie Bayern auf Brasilien trifft. Doch es ist Aza, die nicht greifbar bleibt. Als Leser erwartet man die befriedigende Erklärung, warum eine Mutter so handelt. Was ist das Geheimnis und wie kann ich es nachvollziehen. Und ja, die Antwort kommt. Doch als sie endlich im Buch erscheint, sind es viel zu wenige Seiten. Man möchte mehr mit ihr. Sie ist der Schlüssel und daher hätte ich an dieser Stelle einfach ein paar Seiten mehr gehabt. Ansonsten war es ein sehr empfehlenswertes Buch.

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Komisch, rührend, manchmal langatmig
von MrsAmy am 26.08.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Luises Leben beginnt mit einem Flug – oder vielmehr einem Sturz, denn ihre Mutter Aza lässt sie kurz nach der Geburt aus dem Fenster eines Münchner Krankenhauses fallen. Doch Luise stirbt nicht. Während Aza geräusch- und scheinbar spurlos aus München verschwindet, fängt der junge britische Rugbyspieler Fergus das Baby... Luises Leben beginnt mit einem Flug – oder vielmehr einem Sturz, denn ihre Mutter Aza lässt sie kurz nach der Geburt aus dem Fenster eines Münchner Krankenhauses fallen. Doch Luise stirbt nicht. Während Aza geräusch- und scheinbar spurlos aus München verschwindet, fängt der junge britische Rugbyspieler Fergus das Baby auf. Er ist gerade zur rechten Zeit am rechten Ort. Paul – Luises Vater und Biologiestudent, ist mit der Situation völlig überfordert und bricht zusammen. Nicht nur ist seine große Liebe Aza auf Nimmerwiedersehen plötzlich und unerwartet verschwunden, sondern gleichzeitig ist er nun auch alleinerziehender Vater. Doch Paul bewältigt die Herausforderung, nimmt das Baby mit in seine Studenten-WG, in die kurze Zeit auch Fergus einzieht. Und so wächst Luise zwischen den verschiedensten Menschen wohlbehütet auf. Ihre Mutter bleibt dabei eher ein Geheimnis und manchmal träumt Luise vom Aza-Land, so nennt sie Brasilien – das Heimatland ihrer Mutter. Jahre später passiert ein Unglück und ein lang gehütetes Geheimnis kommt ans Tageslicht. Paul fasst einen Entschluss und gemeinsam mit Luisa begeben sie sich auf die Suche nach Aza. Was sie dabei alles erfahren ist schier unglaublich. „Der Tag, an dem ich fliegen lernte“ ist ein Roman, der nicht ganz hält, was man sich von ihm verspricht – zumindest erging es mir so. Aber zuerst zu einigen allgemeinen Dingen. Lobenswert ist vor allem Stefanie Kremsers Schreibstil. Die Geschichte erlebt der Leser aus der Ich-Perspektive Luisas, allerdings im Rückblick. Man merkt, Luisa ist bereits erwachsen, als sie die Geschehnisse ihrer ersten Lebensjahre mit dem Leser teilt. Ihre Sprache ist auf gewisse Weise schnörkellos und kommt ohne unnötigen Ballast aus, und wirkt doch so lebendig, als sei man selbst mitten im Geschehen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, besitzen je verschiedene, sie einzigartig machende Eigenschaften. Das Problem des Romans ist ein anderes. Irgendwie erwartet man als Leser, dass ein Wiedertreffen mit Aza mehr oder weniger im Mittelpunkt steht, um so die Geschehnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Dabei nimmt allein Luisas Älterwerden, der Alltag in der Studenten-WG viel Raum ein, noch viel mehr kommt die ältere Vergangenheit zum Tragen, gewinnt ein kleines bayrisches Dorf namens Hinterdingen eine entscheidende Bedeutung. Erst ganz zum Schluss kommen die Protagonisten und somit auch der Leser Aza näher, doch es muss enttäuschend bleiben, schon allein deshalb, weil der Roman an dieser Stelle nur noch wenige Seiten zählt. Von mir erhält „Der Tag an dem ich fliegen lernte“ trotzdem vier Sterne, weil Stefanie Kremser eindeutig beweist, dass sie eine großartige Schriftstellerin ist und für mich drei Sterne einfach zu wenig wären.

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Eine Geschichte von fliegenden Babys und bayerischen Brasilianern
von Inge Weis aus Pirmasens am 14.08.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Von fliegenden Babys, bayerischen Brasilianern und einem Dorf, das es auf der Welt gleich zweimal gibt. In "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" erzählt Stefanie Kremser von der Münchnerin Luisa, deren brasilianische Mutter Aza kurz nach der Geburt zurück in ihr Heimatland flieht. Als junge Frau begibt sie... Von fliegenden Babys, bayerischen Brasilianern und einem Dorf, das es auf der Welt gleich zweimal gibt. In "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" erzählt Stefanie Kremser von der Münchnerin Luisa, deren brasilianische Mutter Aza kurz nach der Geburt zurück in ihr Heimatland flieht. Als junge Frau begibt sie sich mit ihrem Vater Paul auf die Spur ihrer Mutter - um sie endlich zu verstehen. Wird sich das Rätsel um Azas Verschwinden nach all den Jahren doch noch lösen? »Der Tag, an dem ich fliegen lernte« beginnt da, wo andere Liebesgeschichten aufhören: Wie sich die großen Gefühle im Alltag entwickeln und was passiert, wenn die Vergangenheit keine Ruhe gibt, davon erzählt Luisa in ihrem unverwechselbar schlagfertigen Ton, mit genauso viel Witz wie Herz. Die Geschichte von einer, die sich nicht unterkriegen lässt – nicht zuletzt dank ihren Freunden und Nachbarn in München in der Nibelungenstraße und in Brasilien, wo die Familien es seit jeher verstehen, den Launen des Schicksals ein Schnippchen zu schlagen. Das Buch ist voll mit Gefühlen und damit ist schon alles gesagt. Ein Buch für Tage, an denen es einem nicht so gut geht, es sprüht voller Lebenskraft. Der Stil dieses Romans fing mich sofort ein. Das Buch ist ungemein kurzweilig, aber auf keinen Fall flach geschrieben. Die Akteure sind einem direkt sehr sympathisch. Die Geschichte führt zunächst nach Hinterdingen, einem kleinen bayerischen Dorf, das in der Vergangenheit von Azas Familie eine große Rolle spielt. Doch hier nimmt die Geschichte nur ihren Anfang. Weiter erzählt wird sie in Brasilien, wo ein Teil der Hinterdingener 1893 ein neues Leben begann. Jeder kennt jeden, jeder hilft jedem. Luisa habe ich sofort ins Herz geschlossen, da sie trotz des Verlustes ihrer Mutter und vielen Schicksalsschlägen nie aufgibt! Wunderschön erzählte Geschichte über ein junges Mädchen, das ihren eigenen Weg sucht und am Ende auch findet. Sehr guter Unterhaltungsroman, nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Der Umschlag dieses Buches ist entäuschend. Gefällt mir persönlich gar nicht, aber der Inhalt ist grandios.

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Der Tag, an dem ich fliegen lernte
von raschke64 aus Dresden am 14.08.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Luisa hat einen deutschen Vater und eine brasilianische Mutter. Kurz nach der Geburt wird sie von ihrer eigenen Mutter aus dem Fenster des Krankenhauses geworfen. Zufällig rettet sie der Engländer Fergus. Ihre Mutter verschwindet darauf und Luise wächst in der WG ihres Vaters Paul auf – zusammen mit ihrem... Luisa hat einen deutschen Vater und eine brasilianische Mutter. Kurz nach der Geburt wird sie von ihrer eigenen Mutter aus dem Fenster des Krankenhauses geworfen. Zufällig rettet sie der Engländer Fergus. Ihre Mutter verschwindet darauf und Luise wächst in der WG ihres Vaters Paul auf – zusammen mit ihrem Paten Fergus, mit Max und Ingrid. Ihre Mutter kommt gar nicht vor, nicht mal ihr Name darf erwähnt werden. Trotzdem hat sie mit der WG, Pauls Freundinnen und vor allem ihren Großeltern eine schöne Kindheit. Als sie 7 ist, fällt die WG aus verschiedenen Gründen auseinander und Luisa und Paul beschließen, nach Brasilien zu fahren und Aza zu suchen. Das Buch ist dreigeteilt. Anfangs wird aus der Ich-Perspektive von Luisa ihre Geburt und ihr Aufwachsen in der WG erzählt. Das ist teilweise – auch unfreiwillig – komisch, wenn ein ein Tage altes Baby „berichtet“. Und obwohl aus Sicht des Kindes geschrieben, ist der Text weder kindlich noch naiv. Der 2. Teil handelt von Auswanderern, und zwar Azas und Luisas Vorfahren, die vor gut 100 Jahren von Deutschland nach Brasilien gezogen sind und teilweise wenigstens auf Besuch zurückgekommen sind. Der Schluss wiederum handelt von der Suche nach Luisas Mutter in Brasilien. Mir fällt eine Beurteilung des Buches insgesamt schwer. Es war gut und flüssig lesbar und nicht langweilig. Aber ich hatte keine Sekunde das Gefühl, ich MUSS jetzt weiterlesen. Ich konnte auf jeder Seite aufhören und wieder einsteigen, aber es gab keinen Drang danach. Für mich die einzige Spannung im Buch war eigentlich nur, warum Aza ihr Kind aus dem Fenster geworfen hat bzw. ob es dazu eine Erklärung gibt. Ansonsten war es eine nette Familiengeschichte, die irgendwie so dahin plätscherte. Wenn ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das „nett“. Meine Empfehlung: Man kann es lesen, aber wenn man es nicht tut, hat man für mein Dafürhalten nicht wirklich viel versäumt.

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