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Der Trafikant

Roman

(11)

Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem Tabak-und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen. Dort begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von ihm. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei dem alten Professor Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso grosses Rätsel ist wie Franz. Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse. Und schon bald werden sie - und Anezka - jäh vom Strudel der Ereignisse auseinandergerissen.

Portrait

Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, wurde 2007 für seinen Roman »Die Biene und der Kurt« mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. Er erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das Alfred-Döblin Stipendium der Akademie der Künste. Der Film nach seinem Drehbuch »Die zweite Frau« wurde mehrfach ausgezeichnet und lief auf verschiedenen internationalen Filmfestivals. 2008 erschien sein zweiter Roman »Die weiteren Aussichten«. »Jetzt wirds ernst« wurde 2010 veröffentlicht, darauf folgte 2012 der Bestseller »Der Trafikant«. Robert Seethaler lebt und schreibt in Wien und Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 04.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-0369-5909-2
Verlag Kein + Aber
Maße (L/B/H) 185/116/20 mm
Gewicht 230
Auflage 22. Neuausg.
Verkaufsrang 2.348
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Eine sehr berührende Geschichte ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Bietigheim-Bissingen am 04.10.2016

Will man den Rest der Handlung nicht preisgeben, reicht die Beschreibung im Klappentext allemal aus. Man ist als Leser hinlänglich darüber informiert, was in dieser düsteren Phase unserer Geschichte geschah. Sehr interessant fand ich allerdings, diese auch mal aus dem österreichischen Blickwinkel zu betrachten. Immerhin brachte dieses Land... Will man den Rest der Handlung nicht preisgeben, reicht die Beschreibung im Klappentext allemal aus. Man ist als Leser hinlänglich darüber informiert, was in dieser düsteren Phase unserer Geschichte geschah. Sehr interessant fand ich allerdings, diese auch mal aus dem österreichischen Blickwinkel zu betrachten. Immerhin brachte dieses Land „den Führer“ hervor und viele waren, zu mindestens zu Anfang, schwer beeindruckt. Es war spannend zu lesen, wie die österreichischen Landsleute auf diesen Mann und den Wandel in der Politik reagierten. Lautstark tönte Hitler „Deutschösterreich muss wieder zurück zum großen deutschen Mutterlande“, die „Niederwerfung“ Österreichs und Tschechiens war Teil seiner strategischen Planungen. Franz von Papen, der deutsche Botschafter in Wien, arrangierte am 12. Februar 1938 ein Treffen zwischen Hitler und Schuschnigg auf dem Obersalzberg im bayerischen Berchtesgaden. Der deutsche Reichskanzler drohte offen mit dem Einmarsch in Österreich und zwang den österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg zur Annahme einer Reihe von Maßnahmen zur Begünstigung der österreichischen Nationalsozialisten. All diese Entwicklungen lassen leider unseren sympathischen jungen Protagonisten Franz Huchel und seinen Mentor Onkel Otto Trsnjek nicht unbeschadet. Der Junge mit den zarten Händen kämpft tapfer immer weiter und weiter, doch auch er ist zum Scheitern verurteilt …. Einfühlsam und leise erzählt der Autor Robert Seethaler Franz‘ Geschichte und die seines Umfelds. In wunderbarem Postkarten- und brieflichem Schriftverkehr vertraut er sich seiner Mutter in der Heimat an und wird doch schneller erwachsen als ihm lieb ist. Auf seiner Reise habe ich ihn als Leserin sehr gerne begleitet. Es ist ein Buch, das noch einige Zeit nachklingen wird. Sehr gefallen haben mir die Begegnungen mit Prof. Dr. Sigmund Freund, der unseren jungen Freund schwer beindruckt haben muss.

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Traurige Erzählung
von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2016

So viel schon haben wir gelesen über die Nazi-Zeit und den Krieg. Dies ist eine Erzählung aus österreichisch- wienerischer Sicht über einen jungen Mann, der, kaum erwachsen geworden, in den Wirren, dem Wahnsinn dieser Jahre, untergegangen ist. Ein Denkmal für ein tragisch kurzes Stück Leben, sehr berührend geschrieben, ohne... So viel schon haben wir gelesen über die Nazi-Zeit und den Krieg. Dies ist eine Erzählung aus österreichisch- wienerischer Sicht über einen jungen Mann, der, kaum erwachsen geworden, in den Wirren, dem Wahnsinn dieser Jahre, untergegangen ist. Ein Denkmal für ein tragisch kurzes Stück Leben, sehr berührend geschrieben, ohne kitschig zu sein. Ein Zeitbild, ein Menschenbild, spannend und anschaulich zu lesen, voller Traurigkeit und Melancholie.

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Spitze!!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.03.2015

Ich habe einen neuen Lieblingsautor! Mit Witz beschreibt er die Schwere des Lebens, der Geschichte.. mit Leichtigkeit erzählt er von harten Schicksalen. Spitzentitel!

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Wunderbar leise Erzählung
von einer Kundin/einem Kunden am 05.01.2015

Robert Seethaler erzählt in diesem schmalen Buch die Lebensgeschichte des jungen Franz aus Altaussee, der, aus ärmsten Verhältnissen stammt, 1937 In Wien eine Lehre als Trafikant antritt. Er macht die Bekanntschaft von Sigmund Freud, verliebt sich, gewinnt Erkenntnisse. Nichts an seinem Leben ist sonderlich ungewöhnlich oder exeptionell. Aber Seethaler... Robert Seethaler erzählt in diesem schmalen Buch die Lebensgeschichte des jungen Franz aus Altaussee, der, aus ärmsten Verhältnissen stammt, 1937 In Wien eine Lehre als Trafikant antritt. Er macht die Bekanntschaft von Sigmund Freud, verliebt sich, gewinnt Erkenntnisse. Nichts an seinem Leben ist sonderlich ungewöhnlich oder exeptionell. Aber Seethaler erzählt mit ungewöhnlicher Sprachgewalt von diesem Lebensentwurf gespickt mit sprachlichen Perlen wie "Die Wahrheit ist selten gemütlich." oder " Genauso ist das und nicht anders" oder "Mit dem Bein ist auch meine Jugend im Schützengraben geblieben." Ein großartiger Erzähler, ein Ausnahmetalent, bitte mehr.

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Der Trafikant
von solveig am 19.12.2014

Als sein Vater stirbt, beginnt für Franz Huchel aus Nußdorf ein neues Leben. Er wird nach Wien geschickt zu Otto Trsnjek, der dort eine Trafik, eineVerkaufsstelle für Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften führt. Dieser bildet Franz zu einem Trafikanten aus. Er erklärt dem Jungen aus dem Salzkammergut nach und nach... Als sein Vater stirbt, beginnt für Franz Huchel aus Nußdorf ein neues Leben. Er wird nach Wien geschickt zu Otto Trsnjek, der dort eine Trafik, eineVerkaufsstelle für Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften führt. Dieser bildet Franz zu einem Trafikanten aus. Er erklärt dem Jungen aus dem Salzkammergut nach und nach nicht nur die Besonderheiten der diversen Zigarrenmarken, sondern trägt ihm vor allem auf, sich in den Zeitungen über Politik und die wichtigsten Ereignisse seiner Zeit zu informieren. Mit wunderbarer Leichtigkeit erzählt der Autor, was dem gutgläubigen Franz im Wien der Dreißiger Jahre widerfährt. Er verliebt sich in die junge Anezka. In der Trafik begegnet er Sigmund Freud. Auf der Suche nach Antworten auf seine drängenden Fragen als Heranwachsender lernt er den Psychologen schätzen; es entwickelt sich sogar eine Freundschaft. Zwar von großer Naivität, aber treffsicher, beeindruckt Franz sogar den „Depperten-Doktor“ Freud mit der Logik seiner Erkenntnisse. Es ist eine problematische Zeit, das Jahr der Machtübernahme in Österreich. „Mitschwimmen oder dagegen anstrampeln“ - eine schwierige Frage für Franz. Entsprechend der ehrlichen Geradlinigkeit seiner Denkweise lebt und handelt der junge Mann auch, und so bleibt es nicht aus, dass er bald bei den Nazis aneckt. Während der Leser noch über Franz schmunzelt, spürt er doch, dass dieser bei aller Schlichtheit wesentlich mutiger und weitsichtiger als die meisten seiner Zeitgenossen ist. Mein Fazit: Ein Roman, der bestens unterhält, aber auch sehr nachdenklich stimmt.

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Historie im leisen Kleid
von Helga Rom aus Innsbruck am 30.07.2014

Seethaler gelingt mit diesem Buch etwas ganz Besonderes: er zeichnet fiktive und zum Teil auch historische Figuren feingliedrig und tiefgründig und er erzählt Schicksale in Österreich zur Zeit des aufkeimenden Nationalsozialismus. Franz, als junger Mann vom Land kommt ins beängstigend große Wien als Lehrling eines Trafikanten. Dieser ist ein... Seethaler gelingt mit diesem Buch etwas ganz Besonderes: er zeichnet fiktive und zum Teil auch historische Figuren feingliedrig und tiefgründig und er erzählt Schicksale in Österreich zur Zeit des aufkeimenden Nationalsozialismus. Franz, als junger Mann vom Land kommt ins beängstigend große Wien als Lehrling eines Trafikanten. Dieser ist ein kluger und belesener Lehrherr und der junge Franz macht die Bekanntschaft eines berühmten Professors aus der Berggasse, der in besagter Trafik seinen Lesestoff und seine Zigarren bezieht...Das Buch ist nicht nur aufmerksam den Figuren gegenüber, es überrascht die Leserin immer wieder mit einer Situationskomik, die schmunzeln lässt und womit der sehr ernste Zeithintergrund verdaulich wird. Großes Lob auch für die ausgesprochen schöne bildhafte Sprache, die aber nie überladen oder barock wirkt. Leseempfehlung ohne Einschränkungen!!!

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Wien, Ende der 30er Jahre
von einer Kundin/einem Kunden am 13.01.2014

Mit seinem schnörkellosen Stil und der unaufgeregten Art diese wunderbare Geschichte zu erzählen hat Robert Seethaler mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen.

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Wunderschön altmodisch
von einer Kundin/einem Kunden am 09.01.2014

Wissen Sie, was ein Trafikant ist? Vor der Lektüre dieses Romans wusste ich es nicht. Eine Trafik ist der österreichische Begriff für eine Verkaufsstelle für Tabakwaren, Zeitungen, Magazine und Schreibwaren, und dementsprechend ist der Trafikant der Betreiber einer solchen. Und ein Trafikantenlehrling spielt die Hauptrolle in diesem wunderbar altmodisch... Wissen Sie, was ein Trafikant ist? Vor der Lektüre dieses Romans wusste ich es nicht. Eine Trafik ist der österreichische Begriff für eine Verkaufsstelle für Tabakwaren, Zeitungen, Magazine und Schreibwaren, und dementsprechend ist der Trafikant der Betreiber einer solchen. Und ein Trafikantenlehrling spielt die Hauptrolle in diesem wunderbar altmodisch erzählten Roman, der allerdings erstmalig 2012 erschienen ist. 1937 wird der 17jährige Franz Huchel von seiner Mutter nach Wien geschickt, da es in seinem Heimatdorf Nußdorf am Attersee keine Perspektive für ihn gibt. Seine Mutter kennt noch von früher den Trafikanten Otto Trsnjek, der ihr noch einen Gefallen schuldet, und so stellt er Franz als Lehrling ein. Am Anfang ist eine der Hauptaufgaben von Franz die tagesaktuellen Zeitungen zu lesen, so dass er weiß, was im Moment in Österreich und der Welt vorgeht. Zu den Stammkunden des kriegsversehrten Otto gehören auch jüdische Kunden, u.a. der inzwischen 81jährige Siegmund Freud. Und dieser Siegmund Freud fasziniert den jungen Franz. Auf Anregung von Freud versucht Franz im Prater ein Mädchen kennenzulernen. Dies klappt auch am Anfang sehr gut, doch plötzlich ist die junge Böhmin, die sein Herz gestohlen hat, verschwunden. Franz sucht wieder Rat bei Freud. Und so erzählt der Autor die ungewöhnliche Liebesgeschichte des Anfangs noch sehr naiven Franz Huchel, die allerdings in einer politisch brisanten Zeit angesiedelt ist. Es ist aber keine klassische Liebesgeschichte. Viel Vergnügen bereiten die eingebetteten fiktiven Gespräche zwischen dem jungen Franz und dem alten Freud, bei denen sich herausstellt, dass Freud ihm das Leben auch nicht wirklich erklären kann. Diese Gespräche sind teilweise philosophisch und teilweise auch sehr humorvoll. Außerdem kommt auch die politische Situation in diesem Roman nicht zu kurz, sie wird aber sehr geschickt eingebaut ohne die Hauptrolle zu spielen. Und so wird Franz in diesem Roman nach und nach erwachsen. Das Ende des Romans hat mich dann aber doch sehr überrascht! Ein wunderschöner sehr ungewöhnlicher Roman, der sprachlich sehr an die Klassiker der Weltliteratur erinnert.

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sehr feines Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 14.12.2013

Franz Huchel ist 17 Jahre alt, als er von seiner Mutter nach Wien in die Lehre geschickt wird. Herr Otto Trsnjek, Trafikant aus Leidenschaft und ein guter Bekannter seiner Mutter wird sein Lehrherr. Für den gewissenhaften Franz wird die kleine Tabaktrafik im neunten Wiener Gemeindebezirk eine neue Heimat.... Franz Huchel ist 17 Jahre alt, als er von seiner Mutter nach Wien in die Lehre geschickt wird. Herr Otto Trsnjek, Trafikant aus Leidenschaft und ein guter Bekannter seiner Mutter wird sein Lehrherr. Für den gewissenhaften Franz wird die kleine Tabaktrafik im neunten Wiener Gemeindebezirk eine neue Heimat. Umsichtig und fürsorglich führt Herr Trsnjek seinen neuen Lehrling an das Leben in der Hauptstadt heran und öffnet ihm ein Fenster in eine neue Welt. Zeitungen soll er lesen, der Franz und etwas für Hirn und Horizont tun. Und während sich sein Blickwinkel zu weiten beginnt, verändert sich um ihn die Welt Ein wundervolles, sehr feines Lesevergnügen.

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Franz wird erwachsen
von Xirxe aus Hannover am 17.08.2015

Im Spätsommer 1937 kommt der 17jährige Franz aus dem ländlichen Salzkammergut nach Wien, um in einer Trafik bei einem Freund der Mutter in die Lehre zu gehen. Dort muss er Zeitungen lesen (möglichst alle und alles), sich Wissen über Zigarren aneignen, trifft auf die unterschiedlichsten Menschen und lernt zum... Im Spätsommer 1937 kommt der 17jährige Franz aus dem ländlichen Salzkammergut nach Wien, um in einer Trafik bei einem Freund der Mutter in die Lehre zu gehen. Dort muss er Zeitungen lesen (möglichst alle und alles), sich Wissen über Zigarren aneignen, trifft auf die unterschiedlichsten Menschen und lernt zum ersten Mal in seinem Leben die Liebe kennen. Es ist Franz' Geschichte, die hier erzählt wird und so erfahren wir Alles was ihm widerfährt gänzlich aus seiner Sicht, der des unerfahrenen Bauernjungen. Mit großen Augen und voller Unbedarftheit beobachtet er aufmerksam seine neue Umgebung, was in einer Sprache wiedergegeben wird, die liebevoll spöttisch ("Die beiden Herren (Ehemännner von Frau Dr. Dr. Heinzl) folgten den meisten anderen Wienern auf ihren letzten Weg zum Zentralfriedhof, die Doktortitel jedoch blieben und wurden fortan von der Witwe Heinzl stolz durch die Gegend getragen') sowie eher schlicht daherkommt. Eben so, wie ich es mir bei einem Bauernjungen vorstellen würde. Drei Geschehnisse beginnen Franz' Leben zu beeinflussen: Erstens seine Freundschaft zu Freud, der regelmäßig in der Trafik verkehrt. Sie ist geprägt von Verehrung und Respekt, doch ohne Furcht vor dem berühmten Professor. Zum Zweiten die Erfahrungen der ersten Liebe, der er sich voller Naivität und Arglosigkeit hingibt. Und zuguterletzt die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit, als die Deutschen in Österreich einmarschierten. Obwohl Vieles eher beiläufig daherkommt, wird das Schreckliche jener ersten Zeit der Machtübernahme überdeutlich. Die Manipulation der Presse, das Einschüchtern Andersdenkender bis hin zum Selbstmord oder deren wilkürliche Festnahme mit völligem Verschwinden, das Verschwinden der Juden, der Abtransport von Gefangenen nach Dachau undundund. Franz nimmt all dies wahr und beginnt, sich darauf seine eigenen Gedanken zu machen ebenso wie beispielsweise der Briefträger Pfründner. Wobei Beide zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen... Ein schöne Geschichte über das Erwachsenwerden in schwierigen Zeiten - und wie man dennoch seinen Überzeugungen treu bleibt.

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Ein Roman zum nachdenken
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberhausen am 28.02.2014

Der Roman von Robert Seethaler, handelt von einem Jungen namens Franz, der in dem Jahr 1937 nach Wien kommt, um in einer Trafik, einer Verkaufsstelle für Tabak, Zeitungen und Schreibwaren, zu arbeiten. Als Lehrling in der Trafik lernt er den Psychoanalytiker Sigmund Freud kennen und hegt im Laufe der... Der Roman von Robert Seethaler, handelt von einem Jungen namens Franz, der in dem Jahr 1937 nach Wien kommt, um in einer Trafik, einer Verkaufsstelle für Tabak, Zeitungen und Schreibwaren, zu arbeiten. Als Lehrling in der Trafik lernt er den Psychoanalytiker Sigmund Freud kennen und hegt im Laufe der Geschichte eine freundschaftliche Beziehung zu ihm. Freud rät ihm sich ein Mädchen zu suchen und so lernt er die Böhmin Anezka kennen. Während Franz vom naiven Landburschen zu einem verantwortungsbewussten und nachdenklichen Mann heranwächst, übernehmen die Nazis die macht in Österreich. Seethaler hat einen unglaublich harmonischen Schreibstil. Mit dem geschickten und ausgewogenen Einsatz von Stilmitteln wird der Leser zum Nachdenken angeregt aber gleichzeitig kann man der eigentlichen Handlung weiterhin gut folgen. In dem Roman gibt es auch nicht eine übermäßige Anzahl an Charakteren, sondern eine Handvoll qualitativer hochwertiger Charaktere, sodass die Geschichte immer auf dem Punkt genau ist und nicht unendlich abschweift. Geschichtlich ist der Roman sehr gut eingebunden, nämlich sodass man auf ganz entspannte Weise historische Fakten aufnimmt. Es ist ein anspruchsvoller und wirklich außerordentlich gut gelungener Roman. Das einzige was ein wenig schwerfällig ist, sind die beschriebenen Gedanken vor allem von Franz, die sich mit den Fragen zum Leben und zur Liebe auseinander setzten. Allerdings muss man hier anmerken, dass ich einfach ein wenig voreingenommen bin, wenn es um tiefgründige, langwierige philosophische Fragestellungen geht. Zum Teil hat mich der Roman nicht ganz mitgerissen, wie es zum Beispiel "Winter der Welt", dass ein Panorama über den zweiten Weltkrieg ist. Dennoch empfehle ich diesen Roman wärmsten weiter, allerdings weniger als leichte Lesekost für Zwischendurch, sondern als ein Roman den man liest und über den man anschließend ernsthaft nachdenkt, über die Ereignisse, die doch nicht allzu sehr in der Vergangenheit liegen und über das Leben allgemein.

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Das Leben, die Liebe und Freud in einer schwierigen Zeit
von Michelle Rößner aus Göttingen am 26.01.2013
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1937 wird der siebzehnjährige Franz Huchel von seiner Mutter aus der Provinz im Salzkammergut nach Wien geschickt, um dort bei einem alten Freund, einem Trafikanten, in die Lehre zu gehen. Fern von zu Hause ist Franz gezwungen, seinen eigenen Weg zu finden. Da ist es gut, dass zu den... 1937 wird der siebzehnjährige Franz Huchel von seiner Mutter aus der Provinz im Salzkammergut nach Wien geschickt, um dort bei einem alten Freund, einem Trafikanten, in die Lehre zu gehen. Fern von zu Hause ist Franz gezwungen, seinen eigenen Weg zu finden. Da ist es gut, dass zu den Stammkunden der Trafik der alte Sigmund Freud zählt, von dem sich Franz im Chaos der Zeit und der Liebe Hilfe erhofft. Doch hat Freud wirklich auf alle Fragen des Lebens eine Antwort? Bereits ein halbes Jahr nach Franz' Ankunft in Wien verändert sich alles: die Gestapo taucht in der Trafik auf, Freud darf nicht mehr praktizieren und Franz' Liebe zu der böhmischen Varietétänzerin Anezka ist ebenso dem Untergang geweiht wie die Stadt Wien nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich....Der besondere Charme des Buches entwickelt sich vor allem durch die Begegnungen zwischen Franz und dem bereits sehr betagten Dr. Freud, deren humorvoll – philosophischen Gespräche den Leser zum Schmunzeln bringen. Und der Protagonist ist in seiner Geradlinigkeit in der schwierigen Zeit des Nationalsozialismus ein großer Sympathieträger, den man schnell ins Herz schließt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2016
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Große Veränderungen erlebt der 17jährige Franz Huchl im Wien der 30-er Jahre an der Seite von Sigmund Freud. Für Fans von ?Die Bücherdiebin? und ?Und Nietzsche weinte?.

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von einer Kundin/einem Kunden am 01.08.2016
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1937, Franz versucht sein Glück in Wien. Doch die Zeiten sind hart und er wird auf manche Probe gestellt, bleibt sich aber immer treu. Grandiose Lektüre.

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von Antje Winkler aus Dresden am 16.03.2016
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Für mich einer der schönsten Romane der letzten Jahre. Freud als Lebensberater und Franz, der scheinbar keine Ahnung hat, aber doch mehr versteht, als gedacht. Melancholisch.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Dieses Buch berührt den Leser auf eine besondere Art und gibt einen einfühlsamen Einblick in die gesellschaftliche und politische Situation in Wien Anfang des zweiten Weltkriegs.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Eine lustige und berührende Geschichte. Wien der 30er Jahre aus Sicht eines jungen Trafikanten.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Ein sprachlich wie auch inhaltlich gelungener Roman. Gefühlvoll erzählt der Autor die Geschichte eines naiven Jungen in einer Zeit, die keine Naivität vertrug.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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1930er Jahre: Franz kommt vom Salzkammergut und wird von Mama nach Wien geschickt. Dort soll er erwachsen werden. Er erlebt dort seine erste Liebe und den Antisemitismus der Nazis.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Der junge Franz kommt zur Zeit des aufkeimenden Nationalsozialismus in die Großstadt Wien, um dort in einer Trafik zu arbeiten, wo er den alternden Freud und das Leben kennenlernt.

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