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Der Unsichtbare

Roman

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Unsichtbarkeit, das ist die Faust, die man nicht kommen sieht - Macht über andere. H.G. Wells' berühmter Roman lässt diesen Menschheitstraum zur grauenvollen Realität werden.
Entsetzen springt den Leser an: Hinter dem grotesk bandagierten Gesicht und der dunklen Brille des unheimlichen Fremden, der da im Gasthof eines englischen Dorfes absteigt, verbirgt sich ein schwarzes Nichts. Selbst sehen, ohne gesehen zu werden, das bedeutet Macht über andere. Der Chemiker Griffin hat diesen Menschheitstraum verwirklicht. Doch alles hat seinen Preis: Gnadenlose Einsamkeit und hemmungslose Destruktivität sind die Folge. Die Angst geht um. Wells' phantastisch-utopischer Roman von 1897 ist ein Klassiker. Reich an Gruseleffekten und packend erzählt, lotet diese subtile psychologische Studie schon am Ausgang des 19. Jahrhunderts die Abgründe aus, in die hybrider Forschergeist die Menschheit zu stürzen vermag - ein Problem, das erst im atomaren Zeitalter brennend aktuell wurde und bleibt.

Rezension
"Ein schaurig-skurriler Schmöker vom 'Shakespeare der Science-Fiction', den man auch heute noch mit kribbeligem Vergnügen liest."
Ferdinand Quante, WDR 5 27.11.2015
Portrait

H(erbert) G(eorge) Wells wurde am 21.9.1866 in Bromley/Kent geboren und starb am 13.8.1946 in London. Nach einer Kaufmannslehre absolvierte er ein naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen; nach nur wenigen Jahren als Dozent lebte er als freier Schriftsteller. Sein Gesamtwerk umfasst etwa hundert Bände. Zu Weltruhm gelangte er mit seinen Romanen und Erzählungen, die ihn als Begründer der modernen Science-fiction, als genialen phantastischen Utopisten und als kritisch-humorvollen Gesellschaftssatiriker ausweisen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 216
Erscheinungsdatum 01.02.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13175-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/120/15 mm
Gewicht 188
Originaltitel The Invisible Man
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 20.913
Buch (Taschenbuch)
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Herrlich zeitlose Schauergeschichte mit Botschaft
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 01.04.2012

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hält sich Wells hier mit psychologischen Studien des Menschen weitgehend zurück, wenngleich er sich natürlich auch diesmal den ein oder anderen Wink mit dem Zaunpfahl nicht verkneifen kann. Im Vordergrund steht jedoch eine einfache und geradlinig erzählte Geschichte, welche im Großen und Ganzen keinerlei... Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hält sich Wells hier mit psychologischen Studien des Menschen weitgehend zurück, wenngleich er sich natürlich auch diesmal den ein oder anderen Wink mit dem Zaunpfahl nicht verkneifen kann. Im Vordergrund steht jedoch eine einfache und geradlinig erzählte Geschichte, welche im Großen und Ganzen keinerlei Überraschungen in sich birgt, sondern in erster Linie den Spaß und die Lust am Gruseln wecken soll. Die dafür benutzte Thematik des verrückt gewordenen Wissenschaftlers ist auch nicht mehr neu und stellt eigentlich nur die Variation bereits vorhandener Geschichten dar. Bestes Beispiel dafür ist Robert Louis Stevensons Roman „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Während sich dort der Forscher dank der Einnahme eines Elixiers in ein anderes Ich verwandelt und die Gesellschaft von anderer Seite aus unterwandern kann, verlässt „Der Unsichtbare“ lediglich die sichtbare Ebene, um sich so den viktorianischen Zwängen zu entziehen und ein Leben ohne Regeln führen zu können. Ein Leben, das ihn ironischerweise schließlich dazu treibt, zum Kriminellen zu werden. Die Sprache liest sich auch mehr als hundert Jahre nach Erscheinen des Buches erstaunlich frisch bzw. hat kaum etwas von seinem schaurigen Charme verloren. Obwohl man – sei es durch den spoilenden Klappentext oder eben die Filme – den Ausgang zumindest erahnen kann, stellt sich im Laufe der Lektüre eine gewisse Faszination ein, zumal es Wells einmal mehr hervorragend gelingt, seine eingängigen Beschreibungen zu Bildern zu formen, was den Zugang zu dieser Geschichte um so leichter macht. Und obwohl der Autor zwischendurch immer wieder die Sichtweisen wechselt oder die Handlung aus dem Blickwinkel einer weiteren Figur verfolgt, bleibt der rote Faden durchgängig für den Leser ersichtlich. Er windet sich direkt um den unsichtbaren Bösewicht, der besonders im letzten Drittel, wo er rückblickend von seine „Verwandlung“ berichtet, äußerst differenziert beschrieben wird. Well konfrontiert den Leser stets aufs Neue mit der alles entscheidenden Frage: Was würde ICH in dieser Situation tun? So verlockend die Möglichkeit ohne Einschränkung oder gar Bestrafung nach Belieben handeln zu können auch ist, zeigt sich schnell die Kehrseite der Medaille. Der Preis für die Unsichtbarkeit ist eine Nacktheit, welche über das Körperliche weit hinausgeht. Er ist frei von Gesetzen, aber auch frei von der Gesellschaft anderer Menschen und somit von menschlichen Gefühlen. Um sich in seinem neuen, unsichtbaren Körper wohlzufühlen, muss er sich in etwas anderes, etwas nichtmenschliches verwandeln. Und hierin besteht dann auch die Moral des Buches. Griffin, der Forscher, übt seine Wissenschaft ohne Grenzen und vor allem ohne Gewissen aus. Seine Verantwortung gilt nicht anderen, sondern nur sich selbst, weshalb am Ende nicht der langersehnte Erfolg und die Freiheit steht, sondern ein Mann, der sich an der Macht über andere berauscht. Eine Macht, die für einen einzelnen Menschen zu groß ist und damit unwillkürlich zu Schmerz und Leid führen muss. Insgesamt ist „Der Unsichtbare“ eine herrlich düstere und stimmungsvolle Schauergeschichte, welche einen äußerst pessimistischen und nihilistischen Blick auf die möglichen Errungenschaften der Wissenschaft wirft.

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