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Der Winter tut den Fischen gut

(8)
Was haben Miranda July, Markus Werner und Wilhelm Genazino gemeinsam? Lesen Sie dieses Buch und Sie wissen es.
Maria hat Zeit. So sitzt sie tagsüber oft auf einer Bank am Platz vor der Kirche, beobachtet das Treiben dort, ein Kommen und Gehen, Leute, die Ziele haben und wenig Zeit. Die arbeitslose Textilfachverkäuferin kennt sich mit Stoffen aus, weiss, was zueinander passt, was Schwächen kaschiert und Vorzüge betont. In ihrem Fall ist das schwieriger: Welcher Vorzug macht ihr Alter vergessen für einen Markt, der sie nicht braucht? Alt ist sie nicht, aber ihr Leben läuft trotzdem rückwärts, an seinen Möglichkeiten, Träumen und Unfällen vorbei: Otto, den sie im Gemüsefach vergisst, Walter, den Elvis-Imitator von der traurigen Gestalt, der sie zur Witwe macht, Eduard, der mit einer anderen aus der Stadt zurückkehrt, ihre kleinere Schwester, die sosehr Mutter ist, dass sie Maria wie ein Kind behandelt.
In solchen Geschichten um solche Menschen, liebenswert in ihrer skurrilen Versponnenheit, entwirft Anna Weidenholzer ein Bild von einer Frau am Rande der Gesellschaft. Und das ist immer noch mitten im Leben.
Portrait
Anna Weidenholzer
geboren 1984 in Linz, lebt in Wien. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien und WrocBaw, Polen. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Alfred-Gesswein-Preis 2009, Aufenthaltsstipendium Schloss Wiepersdorf 2011, Staatsstipendium für Literatur 2011/2012. Mit ihrem ersten Buch, "Der Platz des Hundes" (2010), war sie 2011 für das Europäische Festival des Debütromans in Kiel nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 250, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.09.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783701742912
Verlag Residenz Verlag
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Für Ihren eReader!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2012

Der Winter tut den Fischen gut, weil sie dann einfach länger frisch bleiben im Verkaufsstand am Markt. Maria hat viel Zeit zum Beobachten seit man ihr mit fündundvierzig Jahren in der Mode-Boutique, in der sie lange Jahre gearbeitet hat, gekündigt hat. Ein erstaunlich bemerkenswerter Roman!

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Der Winter tut den Fischen gut
von einer Kundin/einem Kunden am 28.06.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Maria Beerenberger ist 48, gelernte Textilverkäuferin und arbeitslos. Lange Zeit hat sie in der Boutique Willert gearbeitet, bis sie aufgrund sinkenden Umsatzes gekündigt wurde. Die Witwe ist am Anfang zuversichtlich, schnell einen neuen Arbeitsplatz finden zu können. Doch nach und nach verliert sie ihre Hoffnung, zieht sich immer mehr... Maria Beerenberger ist 48, gelernte Textilverkäuferin und arbeitslos. Lange Zeit hat sie in der Boutique Willert gearbeitet, bis sie aufgrund sinkenden Umsatzes gekündigt wurde. Die Witwe ist am Anfang zuversichtlich, schnell einen neuen Arbeitsplatz finden zu können. Doch nach und nach verliert sie ihre Hoffnung, zieht sich immer mehr aus dem Leben zurück und wird zur Beobachterin. Anna Weidenholzer hat ein sprachlich sehr ausdrucksstarkes Debüt verfasst. In den kleinen Kapiteln lässt sie die Protagonistin ihr Leben Revue passieren. Als Leser begleitet man sie von ihrem 48. Lebensjahr zurück bis zu ihrem 17., als sie den zehn Jahre älteren Walter kennen lernt, der später ihr Mann wird. Maria agiert immer sehr eigen, macht sich zu allem ihre eigenen Gedanken und gerade das lässt sie so sympathisch wirken. Dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert!

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Seltsam, berührender Ausflug in das Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus %3B505031984854217 am 04.11.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Maria ist 48, Verkäuferin, Witwe und arbeitslos. Die Welt um sie herum entgleitet ihr zunehmend mit jedem Tag, den sie zuhause verbringt, an jedem Tag, an dem sie wieder keine Arbeit findet, wieder keinen Anschluss findet, wieder – versagt. Sie hatte doch alles, aber hatte sie alles was sie sich... Maria ist 48, Verkäuferin, Witwe und arbeitslos. Die Welt um sie herum entgleitet ihr zunehmend mit jedem Tag, den sie zuhause verbringt, an jedem Tag, an dem sie wieder keine Arbeit findet, wieder keinen Anschluss findet, wieder – versagt. Sie hatte doch alles, aber hatte sie alles was sie sich wünschte? Hat Maria nicht doch auch, wie wir vielleicht alle, vertagt, auf später verschoben, Kompromisse geschlossen, sich abgefunden, akzeptiert um am Ende herauszufinden…. Die Protagonistin Maria, erlebt ihr Leben rückwärts, die LeserInnen begleiten sie auf zermürbenden Gängen zum Arbeitsamt, zählen mit ihr die Minuten und lassen Stunde um Stunde mit ihr gemeinsam vorüberziehen. Maria ist eine Frau, die in den letzten Kriegsjahren jung gewesen ist und den Wiederaufbau mitgetragen hat, verzichtet hat um ihren Beitrag zu leisten, von dem sie glaubte er würde ihr mehrfach vergolten werden. Aber die Welt hat sich weiter entwickelt und Maria erkennt langsam, dass sie sich an ihr vorbei entwickelt hat. Die Welt dreht sich schneller und schneller, nur sie selbst bleibt gefangen in ihren Denkmustern in angelernter Kleinkariertheit und als sie beginnt über den Tellerrand zu blicken, scheint es bereits zu spät. Der rückwärts gerichtete Schreibstil verstört auf den ersten Blick, aber er animiert die LeserInnen zum konzentrierten Lesen, zum Innehalten und Nachdenken, damit die Ereignisse langsam ins rechte Bild gerückt werden können und das erwähnte Bild sich zu einem großen Ganzen zusammen setzen. Ein seltsamer Roman, der die LeserInnen verstört, berührt, ins Dunkel stößt, ihnen einen Spiegel vorhält und es doch vermag uns mit unserem Leben zu versöhnen.

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