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Des Tauchers leere Kleider

Roman

(2)
Erst in der Fremde können wir wirklich zu uns finden, heisst es. "Des Tauchers leere Kleider" erzählt die abenteuerliche Geschichte einer Frau, der nichts mehr geblieben ist, ausser ihr Wille zu überleben. Einer Frau, die nach Casablance reist, um sich schliesslich nicht für die Vergangenheit, auch nicht für die Gegenwart, aber mit aller Entschiedenheit für die Zukunft entscheidet.
Eine Amerikanerin reist überstürzt nach Casablanca. Der Grund für ihre Reise ist unklar. Kaum in ihrem Hotel angekommen, wird sie ausgeraubt. Die Polizei und die Hoteldirektion versuchen scheinbar, den Dieb zu fassen, haben sich aber eigentlich gegen die Amerikanerin verschworen. Auf der Polizeiwache wird ihr der Rucksack einer fremden Frau ausgehändigt, deren Identität sie annimmt. Vorübergehend, wie sie denkt, bis sich alles aufgeklärt hat. Doch einmal von der Last des eigenen Ich befreit, beginnt sie, Freude daran zu empfinden, sich von der Frau, die sie einmal war, immer mehr zu entfremden. Bis sie eine berühmte Hollywood-Schauspielerin kennen lernt und einen Schritt zu weit geht.
"Des Tauchers leere Kleider" erzählt das Abenteuer einer Frau, die allen Grund zur Flucht hat – einer Frau, die sich in eine fremde Landschaft begibt, um zu vergessen, und dabei zum ersten Mal zu sich selbst findet. Mit Anklängen von Alfred Hitchcock und Patricia Highsmith.
»Teils glamouröser Reisebericht, teils schwelende Mystery: diese vielschichtige Geschichte eines Ausbruchs ist zugleich formal einfallsreich wie auch auf herzzerreissende Weise vertraut. (Sie ist auch unfassbar lustig.)« Lena Dunham
»Meisterhaft … Ich war so eingenommen von der Trauer, der klebrig-sandigen Details, dass ich gar nicht merkte, wie tief ich bereits drinnen steckte. Die letzte Seite las ich mit einem tränenreichen Seufzer.« Miranda July
»Vendela Vidas neuer Roman ist voller Überraschungen, schlicht und üppig zugleich und vor allem wunderschön geschrieben.« George Saunders
»Sie werden diesen Roman nicht beiseite legen können. Und dann werden Sie dasselbe seltsame verschmitze Lächen im Gesicht haben wie ich.« Rachel Kushner
Portrait
Vendela Vida ist eine der Herausgeberinnen des Believer Magazine. Sie hat bisher vier Romane veröffentlicht, zuletzt „Liebende“ und „Weil ich zu spät kam“. Zusammen mit ihrem Ehemann Dave Eggers hat sie das Drehbuch für den Film „Away we go – Auf nach Irgendwo“ geschrieben. Sie lebt in der San Francisco Bay Area.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 252, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783841210586
Verlag Aufbau digital
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Des Tauchers leere Kleider
von Danie >SABO< Schuster am 23.02.2016

Vendela Vida - Des Tauchers leere Kleider - Aufbau "Das Erste, was sie tun, wenn sie in Casablanca ankommen, ist Casablanca verlassen!" Hätte die reiselustige Amerikanerin, diesen Reiseführer nur eher gelesen, aber jetzt sitzt sie schon im Flieger Miami/Casablanca und ärgert sich, dass sie schon ein Zimmer gebucht hat. Angekommen, steht... Vendela Vida - Des Tauchers leere Kleider - Aufbau "Das Erste, was sie tun, wenn sie in Casablanca ankommen, ist Casablanca verlassen!" Hätte die reiselustige Amerikanerin, diesen Reiseführer nur eher gelesen, aber jetzt sitzt sie schon im Flieger Miami/Casablanca und ärgert sich, dass sie schon ein Zimmer gebucht hat. Angekommen, steht sie im Hotel an der Rezeption und füllt eine lange Anmeldung aus. Trotz Security und Videoüberwachung, wird ihr der Rucksack mit allen lebensnotwendigen Utensilien, wie Geld, Kreditkarten, Laptop und Make Up gestohlen, auch die Pässe befanden sich darin. Mehrere Angestellte schaffen es nicht, den Computer anzuwerfen. Inzwischen zu sechst, geben sie das richtige Passwort ein und das war nur die erste Hürde. Die Frau setzt sich also an den Computer und zeigt ihnen, wie man ein Video zurückspult und man sieht, wie ein großer Mann ihren Rucksack klaut. Der Hotelmanager quittiert das mit einem breiten Grinsen, denn er hat einen Grund den Polizeichef anzufordern. Leicht irritiert, stellt die Frau fest, dass auch der Polizeichef sich freut, in bester Laune erklärt er ihr, dass der Fall zu 100% aufgeklärt wird. Natürlich! Selbstredend! Inzwischen kümmern sich 17 Beamte um den Fall, wahrscheinlich war es klug, anzugeben, einen Reiseartikel für die N.Y.Times zu schreiben. Zwei Tage später, die wenigen marokkanischen Stunden entsprechen - die Zeitrechnung scheint hier relativ - bekommt sie ihren Rucksack zurück, nur das es nicht ihrer ist. Er enthält ein leeres Portemonaie mit Kreditkarten und einen Pass, der ihrer sein könnte. Entnervt und glücklich endlich wieder eine Identität zu haben, unterschreibt sie mit einem fremden Namen. Der Polizeichef überreicht ihr alles mit einer bedeutungsvollen Geste, einer Abmachung gleich. "Jetzt ist alles erledigt und sie können einen schönen Artikel über die Kompetenz der marokkanischen Polizei schreiben!" Im Gegenseitigen Einvernehmen verabschieden sie sich. Sabine Alyse - so heisst sie jetzt - sieht es als Geschenk, eine Verschnaufpause zu gönnen. Sie genießt das Abenteuer von Freiheit und Frieden, die Distanz zu ihrem alten Ich wird immer größer. Es dauert ein paar wenige Seiten, bis man sich an die etwas ungewöhnliche Erzählweise gewöhnt, doch dann rinnen einem die Seiten nur so durch die Hände. Ein wunderbares Buch über das Leben und was passieren muß, damit man es von einer anderen Perspektive aus genießen kann. Kurzweilig und unterhaltsam, von feiner Ironie durchzogen. Empfehlenswert!

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Eine Frau auf der Suche nach sich selbst
von Jennifer aus Stadtroda am 22.02.2016

INHALT Eine 33-jährige Amerikanerin reist nach Casablanca, um Urlaub zu machen und die unschöne Vergangenheit hinter sich zu lassen. Vom Ehemann getrennt und mit der Zwillingsschwester zerstritten, hofft sie in Marokko auf neue Impulse. Doch bereits am Anreisetag wird ihr noch in der Hotellobby ihr schwarzer Rucksack mit allen persönlichen... INHALT Eine 33-jährige Amerikanerin reist nach Casablanca, um Urlaub zu machen und die unschöne Vergangenheit hinter sich zu lassen. Vom Ehemann getrennt und mit der Zwillingsschwester zerstritten, hofft sie in Marokko auf neue Impulse. Doch bereits am Anreisetag wird ihr noch in der Hotellobby ihr schwarzer Rucksack mit allen persönlichen Dokumenten gestohlen.Auf der einheimischen Polizeiwache bekommt sie statt ihrer Sachen, die von einer Fremden ausgehändigt und nimmt in ihrer materiellen Not diese andere Identität kurzerhand an. MEINUNG Die Autorin Vendela Vida hat mit "Des Taucherds leere Kleider" einen sehr ungewöhnlichen Roman zum Thema "Identitätssuche" geschrieben. Über die Hauptfigur erfährt man im Verlauf der Handlung nur dürftig wenig. Ihr Name bleibt bis zum Ende geheim. Das erhält einerseits die Spannung hoch, andererseits werden die vakanten Passagen mit allerhand trivialen bis unnützen Informationen gefühlt. So wechselt die Amerikanerin mehrfach innerhalb des Plots ihren Namen, rennt getrieben durch das eigene Lügenkonstrukt durch Marokkas bekannteste Städte und wird sogar noch für einen Filmdreh engagiert. An erklärungswürdigen und sinnfreien Szenen mangelt es also nicht. Gut, die Hauptfigur ist eine verunsicherte Person, die durch ihre neue Identität aufzublühen scheint, aber ihre Altlasten nicht so leicht abschütteln kann. Und man fragt sich unentwegt: Wer ist sie wirklich? Gerade darauf gibt Vendela Vida leider keine aussagekräftige Antwort; sie scheint es im Sinne dieses genreuntypischen Romans auch nicht zu wollen. Anfangs weiß man als Leser nicht so recht, was man von diesem Buch halten soll, denn nicht nur der Inhalt, sondern auch die Erzählweise des inneren Monologs wirft Fragen und allerhand Erstaunen auf. Gegen Ende kommt dann etwas Licht ins Dunkel, weil sporadische Versatzstücke aus der Vergangenheit verraten werden. Doch so richtig warm wurde ich mit der zu blass geratenen Hauptfigur und dem wenig ereignisreichen Romaninhalt bis zum Schluss nicht. FAZIT Verstörender Roman, bei dem man besser nicht die Sinnfrage stellt.

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THE DIVER'S CLOTHES LIE EMPTY - Vendela Vidas ungewöhnlicher Roman über eine junge Frau auf der Flucht vor sich selbst
von j.h. aus Berlin am 24.02.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine Amerikanerin, Anfang 30, reist merklich überstürzt nach Casablanca. Schon im Flugzeug hat sie das Gefühl, von einer Mitreisenden erkannt zu werden und davor spürbar Angst. Während des Fluges liest sie im Reiseführer den kryptischen Satz "Das erste, was man bei der Ankunft in Casablanca tun sollte, ist, Casablanca... Eine Amerikanerin, Anfang 30, reist merklich überstürzt nach Casablanca. Schon im Flugzeug hat sie das Gefühl, von einer Mitreisenden erkannt zu werden und davor spürbar Angst. Während des Fluges liest sie im Reiseführer den kryptischen Satz "Das erste, was man bei der Ankunft in Casablanca tun sollte, ist, Casablanca zu verlassen". Aber dort soll sie nun drei Tage in einem Hotel verbringen, das sich bei Ankunft als arg mittelprächtige Absteige entpuppt. Und schon wird ihr während des Check-In-Vorgangs in der Lobby ihr Rucksack mit Bargeld, Kreditkarten und allen Dokumenten gestohlen. Hotelpersonal und örtliche Polizei scheinen wenig hilfreich. Doch am nächsten Tag erhält sie einen Rucksack - allerdings den einer Fremden. Zunächst der Not gehorchend und später mit zunehmender Bereitwilligkeit nimmt sie die Identität von "Sabine Alyse" an und verfügt nun über Pass und funktionierende Kreditkarte, womit sie in einem benachbarten Nobelhotel einchecken kann. Zufällig wird sie als Lichtdouble für eine berühmte amerikanische Schauspielerin engagiert, die als Star in einer marokkanischen Filmproduktion mitwirkt. Weitere Verwicklungen werden folgen ... Vendela Vida (*1971) erzählt in ihrem vierten Roman die ungewöhnliche Geschichte einer jungen Frau auf der Flucht vor sich selbst. Die Hintergründe für die plötzliche Reise nach Marokko - ebenso hätte es ein anderes entlegenes Land sein können - enthüllen sich dem Leser erst im Lauf der Zeit: "Als du deinen Platz findest, wirfst du einen Blick auf den Geschäftsmann neben dir und beschließt, dass er beinahe gutaussehend ist. Dies ist die zweite Etappe deiner Reise von Miami nach Casablanca, und die bereits zurückgelegte Entfernung hat den Horror der letzten zwei Monate abgedämpft." (S. 7) Diese ersten Sätze wirken auf den Leser zunächst gewöhnungsbedürftig, denn aus dieser Perspektive des DU erzählt die junge Amerikanerin, deren wahrer Name nie zu erfahren ist, ihre Geschichte und drängt damit dem Leser (bzw. vorzugsweise der Leserin) die Sichtweise der Hauptperson wie aus eigenem Erleben auf. Und das funktioniert hinsichtlich eintretender Paranoia beim Eintritt in eine spürbar fremde, nach dem Verschwinden der wichtigen Unterlagen auch noch feindselig-gefährlichen Umgebung ganz hervorragend. Nachdem sich die Protagonistin zunächst eher widerstrebend von ihrem ICH befreit hat, findet sie zunehmend Freude und Befreiung im Spiel mit wechselnden Identitäten. Einen ganz eigenen Reiz haben die Begebenheiten am Filmset in der Interaktion mit der "berühmten amerikanischen Schauspielerin", die stets genau so benannt wird. Der AUFBAU-VERLAG veröffentlicht den Roman von 2015 in sehr guter deutscher Übersetzung von Monika Baark. Ein ebenso lustiges wie dramatisches Buch über einen ungewöhnlichen Selbstfindungsprozess in exotischer Umgebung.

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4,5 Sterne - Eigenwillig erzählt, aber unheimlich spannend und brillant
von Vanessas Bücherecke am 24.04.2016
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Inhalt aus dem Klappentext: Eine Amerikanerin reist überstürzt nach Casablanca. Der Grund für ihre Reise ist unklar. Kaum in ihrem Hotel angekommen, wird sie ausgeraubt. Die Polizei und die Hoteldirektion versuchen scheinbar, den Dieb zu fassen, haben sich aber eigentlich gegen die Amerikanerin verschworen. Auf der Polizeiwache wird ihr der... Inhalt aus dem Klappentext: Eine Amerikanerin reist überstürzt nach Casablanca. Der Grund für ihre Reise ist unklar. Kaum in ihrem Hotel angekommen, wird sie ausgeraubt. Die Polizei und die Hoteldirektion versuchen scheinbar, den Dieb zu fassen, haben sich aber eigentlich gegen die Amerikanerin verschworen. Auf der Polizeiwache wird ihr der Rucksack einer fremden Frau ausgehändigt, deren Identität sie annimmt. Vorübergehend, wie sie denkt, bis sich alles aufgeklärt hat. Doch einmal von der Last des eigenen Ich befreit, beginnt sie, Freude daran zu empfinden, sich von der Frau, die sie einmal war, immer mehr zu entfremden. Bis sie eine berühmte Hollywood-Schauspielerin kennen lernt und einen Schritt zu weit geht. Meinung: Des Tauchers leere Kleider ist wieder eines dieser Bücher, die mir in der Verlagsvorschau ins Auge gefallen sind und mich direkt ansprachen, sowohl vom Cover, als auch vom Inhalt. Vendela Vida wirft ihre Leser auch direkt in das Geschehen und wir begleiten die Protagonistin bei ihrer Ankunft in Casablanca. Beim Check-In in ihrem Hotel wird ihr Rucksack gestohlen. Alle Personalien und all ihr Geld sind weg, die Direktion des Hotels scheint sich nur halbherzig darum zu kümmern und die Polizei ist ihr suspekt. Sie hat das Gefühl, dass es sich um ein abgekartetes Spiel handelt. Als sie dann vom Polizeichef einen Rucksack mit den Personalien einer fremden Frau erhält und diesen annimmt, setzt sie Ereignisse in Gang, die ihr ganzes Leben verändern werden. Den Namen der Protagonistin erfährt man im Roman nicht, trotzdem baut sich nach und nach ein Bild über diese mir anfangs fremde Frau auf, dass mich immer mehr berührte und bestürzte. Vendela Vida hat hier sehr geschickt ihre Figur entwickelt, um den Leser neugierig und die Spannung hoch zu halten. Sie setzt dabei bewusst ihre Hauptfigur in den Fokus, so dass die Nebenfiguren nur den Rahmen um diese bilden und man eher wenig über diese erfährt. Der Schreibstil im Buch ist äußerst ungewöhnlich und ich habe ein wenig gebraucht, um damit parat zu kommen. Denn die Protagonistin erzählt sich selber in der 2. Person (nach kurzem Nachschlagen denke ich, dass es sich um eine personale Erzählperspektive handelt). Das sorgt für eine gewisse Distanz im Buch, die sich aber nach Beenden des Romans als die wirklich perfekte Erzählform entpuppte, für die bewegende Story. Denn die Geschichte entwickelt sich zum Ende hin sehr emotional und ging mir richtig nahe. Mit Spannung verfolgt man als Leser, wie die Protagonistin sich immer mehr in ihrem Lügengeflecht verstrickt und man bangt, wie sie da jemals wieder herauskommen soll. Und natürlich treibt einen die Frage an, was sie überhaupt so weit getrieben hat, diese fremde Identität anzunehmen. Das Buch fing mich ein und ich konnte und wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Richtige Kapitel gibt es im Buch nicht, die einzelnen Passagen und Abschnitte sind nur durch Leerzeilen getrennt. Dem Lesefluss schadet das aber nicht. Mein einziger Wehrmutstropfen an diesem Buch war das Ende, dass mir persönlich viel zu offen blieb, denn es haben sich im Verlauf des Buchs so viele Baustellen aufgetan, die nicht zu Ende behandelt werden und es bleibt somit der Fantasie des Lesers überlassen, sich zu überlegen, wie es wohl weitergeht. Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar. Fazit: Wow, was für ein Buch! Wäre das Ende nicht ganz so offen geblieben, es wäre perfekt gewesen. Das Buch hat mich bewegt, zu Tränen gerührt und gefesselt. Der ungewöhnliche Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, passt aber hervorragend zu dieser Geschichte und macht die Thematik noch dramatischer. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.

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Identität und Identitätsverlust
von KrimiElse am 26.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

KLAPPENTEXT Eine Amerikanerin reist überstürzt nach Casablanca. Der Grund für ihre Reise ist unklar. Kaum in ihrem Hotel angekommen, wird sie ausgeraubt. Die Polizei und die Hoteldirektion versuchen scheinbar, den Dieb zu fassen, haben sich aber eigentlich gegen die Amerikanerin verschworen. Auf der Polizeiwache wird ihr der Rucksack einer fremden... KLAPPENTEXT Eine Amerikanerin reist überstürzt nach Casablanca. Der Grund für ihre Reise ist unklar. Kaum in ihrem Hotel angekommen, wird sie ausgeraubt. Die Polizei und die Hoteldirektion versuchen scheinbar, den Dieb zu fassen, haben sich aber eigentlich gegen die Amerikanerin verschworen. Auf der Polizeiwache wird ihr der Rucksack einer fremden Frau ausgehändigt, deren Identität sie gezwungenermaßen annimmt. Vorübergehend, wie sie denkt, bis sich alles aufgeklärt hat. Doch einmal von der Last des eigenen Ich befreit, beginnt sie, Freude daran zu empfinden, sich von der Frau, die sie einmal war, immer mehr zu entfremden. Bis sie eine berühmte Hollywood-Schauspielerin kennen lernt und einen Schritt zu weit geht. "Des Tauchers leere Kleider" erzählt das Abenteuer einer Frau, die allen Grund zur Flucht hat – einer Frau, die sich in eine fremde Landschaft begibt, um zu vergessen, und dabei zum ersten Mal zu sich selbst findet. Mit Anklängen von Alfred Hitchcock und Patricia Highsmith: ein Roman voller extravaganter Vergnügungen. Das Buch spielt mit Identität und Identitätsverlust und unserer Abhängigkeit oder Unabhängigkeit davon. Der Ansatz ist sehr interessant, dass eine dem Leser unbekannte Frau in einem fremden Land ihrer persönlichen Gegenstände und durch eine Reihe von Zufällen und Verstrickungen auch ihrer Identität beraubt wird, ohne straflose und glaubhafte Möglichkeit, diese wiederzuerlangen. Man fühlt sich beim Lesen nahe bei der jungen Frau, deren Namen und Identität man nicht kennt, fiebert anfangs mit ihr durch die Verwicklungen, an denen sie selbst teilweise schuld ist, die sich zum Teil auch zufällig ergeben. Nähe wird dadurch aufgebaut, dass die Protagonistin dem Leser sehr vertraulich von ihren Erlebnissen berichtet, indem sie diese nicht in der Ich-Form, sondern in der Du-Form erzählt, so wie man es vielleicht gegenüber einem engen Freund tun würde oder vielleicht auch im Selbstgespräch. Dadurch wird der Leser in die Handlung einbezogen, und auch wenn nicht immer klar ist, ob die Vorgänge tatsächlich so geschehen oder der verdrehten Wahrnehmung der Frau entspringen entspringen fiebert man anfangs um den Fortgang der Ereignisse. Doch leider ist genau dies auch das große Manko des Romanes. Die Geschichte wendet sich zwar nach rechts und links, aber die ausschließliche Zwiesprache der Protagonistin mit sich selbst bzw. mit dem Leser verhindert den interessanten Wechsel von Blickwinkeln ebenso wie Berichte aus der Vergangenheit und den Aufbau weiterer Charaktere. Auch die Erzählerin selbst ist nicht greifbar und wirkt blass. Dadurch verliert der Roman leider sehr viel Boden, schafft großen Abstand zum Leser, der sich im Laufe der Zeit mehr und mehr ausgeschlossen fühlt und das Geschehen nur noch wie durch ein Fernglas betrachtet, weil irgendwie alles auf Anfang steht. Das Buch wirkt trotz interessanten Ansatzes leider nur oberflächlich, obwohl man aus Neugier immer weiter liest und irgendwann abrupt zum Ende kommt. Positiv zu werten ist für mich die Kulisse des Romans, Marokko und insbesondere Cassablanca erwachen durch die Augen der unbekannten Erzählerin zum Leben. Die Stadt wirkt bedrohlich und feindlich auf die unbekannte Frau und auf den Leser, man spürt sie Gefahr wie in einem guten Film, insbesondere am Beginn des Romanes. Fazit: Eine sehr interessante Grundidee der Erzählweise, die jedoch im Laufe des Romanes zu oberflächlich wirkt und verschiedene Sichtweisen und andere Betrachtungen verhindert. 3 Sterne Die Autorin Vendela Vida ist eine der Herausgeberinnen des Believer Magazine. Sie lebt mit ihrem Ehemann Dave Eggers in San Francisco und hat bisher vier Romane veröffentlicht.

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