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Deutschland misshandelt seine Kinder

(1)
Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet. Das Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmässigkeit. Sozialarbeiter und Ärzte schreiten auch bei erkennbaren Misshandlungsfällen oft nicht ein. Richter sprechen in Zweifelsfällen vorschnell die Angeklagten frei. Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Saskia Guddat schildern die dramatischen Gewalterfahrungen von Kindern in ihren Familien. Sie fordern beherztes Einschreiten gegen Kindesmisshandler und unterbreiten Vorschläge, wie das Kinder- und Jugendschutzsystem verbessert werden kann.
Rezension
"Den beiden Gerichtsmedizinern der Charité geht es in ihrem aktuellen Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" um konkrete, machbare Reformen." Der Tagesspiegel, 17.02.2014
Portrait
Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.
Saskia Guddat, 1980 geboren, ist Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité. Sie ist Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen und berät die Berliner Kinderkliniken, den Berliner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie die Ermittlungsbehörden, Gerichte und Jugendämter.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 27.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-78637-6
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 195/125/25 mm
Gewicht 320
Buch (Taschenbuch)
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Deutschland misshandelt seine Kinder
von einer Kundin/einem Kunden aus Alsheim am 07.06.2015

Michael Tsokos und Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder Vorwort: Der Autor Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller. Die Autorin Saskia... Michael Tsokos und Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder Vorwort: Der Autor Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller. Die Autorin Saskia Guddat, 1980 geboren, ist Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité. Sie ist Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen und berät die Berliner Kinderkliniken, den Berliner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie die Ermittlungsbehörden, Gerichte und Jugendämter. Kurze Inhaltsangabe/ Urteil: Dank der beiden Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat werden nicht nur ausgewählte Kinderärzte usw wirklich erkennen können, was sich so schreckliches in deutschland ereignet. Anhand selbst erlebter Fälle von Kindesmisshandlung, zeigen sie wie es wirklich in manchen Deutschen Familien zugeht. Es ist wirklich traurig was in Deutschland, Tag für Tag geschieht. Doch viele Mitmenschen haben eine rießen große Klappe und nichts dahinter. Immer wieder zeigt sich das die Nachbarn zeugen von gewalt gegen Kinder werden, jedoch immer nur wegsehen! Eine Gegebenheit, die einfach nicht sein DARF!!!! Und genau hier sind die Autoren in die Bresche gesprungen! Diese beiden ausnahme "Helden" zeigen was alles passiert, und wie und Das man helfen sollte und MUSS!!! Unsere Kinder sind unser Wichtigste im Leben! Und wir müssen fest zusammen stehen um sie vor solch Grausamkeiten zu bewahren! Ein absolut zu Empfehlendes Buch, das weder bei Psychologen, Kinderärzten, als auch ähnlichen Praxen, sowie in Privaten Haushalten vorhanden sein sollte....Erschreckend...dieses Buch lässt gewiss gerade Eltern das Blut in den Adern gefrieren und doch ist das schlimmste: ALLES ist wahr und kein Fall ein Einzelfall:(

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"Wenn auf dem Grab jedes Ermordeten eine Kerze brennen würde, wären Friedhöfe nachts hell erleuchtet"
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 22.06.2014
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Kindesmisshandlung, ein Thema, das in Deutschland nach wie vor ein Tabu-Thema ist. "Mir hat das auch nicht geschadet", eine häufige Aussage von heutigen Erwachsenen, die selbst Gewalt in ihrer Kindheit erlebt haben, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Laut offizieller Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder... Kindesmisshandlung, ein Thema, das in Deutschland nach wie vor ein Tabu-Thema ist. "Mir hat das auch nicht geschadet", eine häufige Aussage von heutigen Erwachsenen, die selbst Gewalt in ihrer Kindheit erlebt haben, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Laut offizieller Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder durch Misshandlung, siebzig werden so schwer misshandelt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Doch diese Zahlen sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher anzusetzen. Geht man jedoch davon aus, dass "nur" 50 Prozent der Gewaltdelikte an Kindern nicht bemerkt werden (was jede zweite Misshandlung wäre und damit eigentlich vollkommen unrealistisch, solch eine geringe Prozentzahl anzunehmen) könnte man sagen, dass jeden Tag in Deutschland ein Kind an den Folgen von Misshandlungen stirbt und mehr als 200.000 Kinder jährlich misshandelt werden. Michael Tsokos und Saskia Guddat haben sich daran gemacht, diese Thema aus rechtsmedizinischer Sicht aufzuarbeiten, denn sie sind es, die schlussendlich die Fälle, die bekannt werden, "begutachten" bzw. obduzieren und was sie dabei Tag für Tag sehen und erleben müssen, grenzt an Unmenschlichkeit gegenüber den schwächsten Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft. Kindesmisshandlung kommt in allen Gesellschaftsschichten vor, egal, ob in Familien mit Migrationshintergrund oder Akademikerfamilien, Fakt ist, die Opfer sind immer Kinder und Jugendliche und die Täter fast immer Eltern- bzw. Stiefelternteile. Wer die Meinung vertritt "Eine Mutter tut so etwas nicht", der irrt, denn es sind nachweislich die Mütter und Väter, die ihre Kinder verletzten oder gar töten. Seit dem Jahr 2000 hat jedes Kind in Deutschland ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung - die Realität sieht anders aus. Schlussendlich ist es die Aufgabe der Rechtsmedizin, Fakten zusammen zu tragen, wenn Eltern und ggf. das Jugendamt versagt haben und ein Kind zu Schaden/Tode kam. Doch die Rechtsmedizin kann auch entlasten. In dem Buch wird ein Fall benannt, in dem ein sechs Wochen alter Säugling 23 Knochenbrüche aufwies. Auf den ersten Blick sah alles nach Kindesmisshandlung aus, zumal der Kindsvater bereits Vorstrafen in Sachen Gewaltdelikte hatte. Hier konnte die Rechtsmedizin helfen und klären, dass dieses Kind keinesfalls von seinen Eltern misshandelt wurde, sondern an der Glasknochenkrankheit leidet, was den Eltern die Möglichkeit gab, frühzeitig mit Therapien zu Gunsten ihren Kindes zu beginnen. Doch solche Fälle sind selten, meistens sind es Verletzungen, die keinen anderen Schluss zulassen, als dass die Eltern ihr eigen Fleisch und Blut misshandelt haben. Viel muss getan werden, um diesen Missstand in Deutschland (und weltweit) auszumerzen. "Wenn auf dem Grab jedes Ermordeten eine Kerze brennen würde, wären Friedhöfe nachts hell erleuchtet"! Dieses Buch klärt auf und beschönigt nichts, denn bei Kindesmisshandlung gibt es nichts zu beschönigen! An Hand diverser Fälle wird aufgeführt, wie Eltern und staatliche Stellen versagt haben, in denen schlussendlich Kinder zu Schaden/Tode kamen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass hier Lösungsansätze aufgezeigt werden. Gäbe es zum Beispiel eine generelle Obduktionspflicht für verstorbene Kinder und Jugendliche, würden viele Misshandlungen entdeckt werden und die Verursache endlich zur Rechenschaft gezogen. Wenn bekannt wäre, wie hoch die Zahl der Misshandlungen wirklich ist (was mit Hilfe einer Obduktionspflicht zumindest bei getöteten Kindern und Jugendlichen deutlichere Zahlen hervorbringen würde), müssten sich die Gerichte und die Gesellschaft sich endlich den Tatsachen stellen und zwar, wie viele Kinder und Jugendliche tatsächlich in Deutschland durch Misshandlungen sterben, ein Tabu-Thema, das endlich zur Sprache gebracht werden müsste. Ich muss gestehen, dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, denn es zeigt auch mir, als einfachem Bürger an, was ich tun kann, wenn ich mitbekommen sollte, das ein Kind in meinem Umfeld misshandelt wird und wenn ein jeder so handeln würde, wie in diesem Buch beschrieben, um Kindesmisshandlungen ein Ende zu setzen, vielleicht, nur vielleicht, wäre die Welt dann ein Bisschen besser.

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Sehr gut...
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 16.06.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Das öffnet einem wirklich die Augen... Traurig das es noch so viele Misshandlungsfälle gibt!!! Sollte auch in der Ausbildung zum Erzieher/ Kinderpfleger gelesen werden...

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Ein MUSS
von einer Kundin/einem Kunden aus Lingen am 02.06.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch muss einfach gelesen werden! Denn alle sollte über die Problematiken aufgeklärt werden. Denn jeder hat mit Kindern zu tun und wenn es die Verwandschaft oder Nachbarskinder sind. Dieses Buch ist sachlich und gleichzeitig herzergreifend. Unvorstellbares ergibt durch aufzeigen jeglicher Perspektiven einen traurigen Sinn

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Gruseliger als jeder Thriller
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 07.03.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Saskia Guddat und Michael Tsokos, beide Rechtsmediziner an der Berliner Charité, haben ein Buch geschrieben, dass gruseliger als jeder Thriller ist. In Deutschland werden jährlich ca. 200000 Kinder Opfer von häuslichen Gewalttaten. Das entspricht 500 Kinder pro Tag. 1 Kind stirbt täglich an den Folgen der Misshandlungen. Durch die... Saskia Guddat und Michael Tsokos, beide Rechtsmediziner an der Berliner Charité, haben ein Buch geschrieben, dass gruseliger als jeder Thriller ist. In Deutschland werden jährlich ca. 200000 Kinder Opfer von häuslichen Gewalttaten. Das entspricht 500 Kinder pro Tag. 1 Kind stirbt täglich an den Folgen der Misshandlungen. Durch die tägliche Arbeit bekommen die beiden Ärzte das grausame Ausmaß zu sehen was den Kindern -meistens von den eigenen Eltern- angetan wird. Man liest ja häufig von Kindesmisshandlungen in der Zeitung oder im Internet und schüttelt nur den Kopf, aber was im Buch für Geschichten erzählt werden, da fällt einem nichts mehr dazu ein. Beispiel: Kinder werden auf heiße Herdplatten gesetzt oder in der Badewanne fixiert und diese wird mit brühend heißem Wasser gefüllt. Guddat und Tsokos berichten aber nicht nur von den Grausamkeiten, die den Kindern angetan werden, sondern auch von der Absurdität wie teilweise die Behörden mit den Fällen umgehen. Man lässt sich mit fadenscheinigen Ausreden der Eltern abspeisen und gibt die Kinder nach der Behandlung im Krankenhaus den Eltern sofort wieder mit. Kommt es dann doch einmal zu einer Anklage sprechen die Gerichte die Eltern oftmals wieder frei, entweder aus Mangel an Beweisen oder im zweifel für den Angeklagten, weil der Misshandler nicht eindeutig identifiziert werden kann. Nicht selten werden aus den kindlichen Opfern später selber Gewalttäter. Wenn man die Geschichten dieser Täter liest ist es aber auch kaum anders logisch, dass sie sich zu Tätern entwickeln. Sie kennen es ja nicht anders. Auch der Teufelskreis unserer Jugendämter wird aufgezeigt: Junge, motivierte Mitarbeiter, frisch von der Universität haben sich zum Ziel gesetzt, den Kindern zu helfen, werden zu den Brennpunktfamilien geschickt, lassen sich durch die schon erwähnten fadenscheinigen Ausreden abspeisen oder bewusst täuschen, stellen nach einigen Dienstjahren einen Versetzungsantrag in den Innendienst um mehr zu verdienen, sind einige Jahre später total ausgebrannt und krank, wodurch die Ämter chronisch unterbesetzt sind und die Fälle sich auf dem Schreibtisch stapeln. Selten ist ein erfahrener Mitarbeiter mit Durchsetzungsvermögen vorort bei den Familien. Sicherlich trifft das nicht auf jeden Mitarbeiter der deutschen Jugendämter zu, jedoch zeichnet sich im Buch eine Tendenz dazu ab. Saskia Guddat und Michael Tsokos geben allerdings nicht nur Einblick in die Greueltaten sondern zeigen auch Fakten auf, die die Misshandlungen (hier vor allem die Folgemisshandlungen) mindern könnten. Z.B. eine generelle rechtsmedizinische Schulung der Familienhelfer um sich nicht so leicht täuschen zu lassen. Eine generelle Meldepflich der Kinderärzte bei Verletzungen die auf Gewalteinwirkung schließen lassen. Zur Zeit gibt es diese Meldepflicht nicht. In einem Abschnitt im Buch steht, dass viele Ärzte, gerade in Stadtteilen mit einer hohen Anzahl an Brennpunktfamilien, von einer Meldung absehen, weil sie eine Abwanderung ihrer Patienten fürchten, wenn sich rumspricht, dass dieser Arzt Meldung an die Polizei bzw. Jugendamt macht. Da weiß ich nicht, was mich wütender macht? Die Kindesmisshandlungen oder die Tatsache, dass nicht mit der nötigen Härte gegen die Misshandler vorgegangen wird. Ich bin selber Mutter zweier Kinder und habe das Buch fast durchgängig nur kopfschüttelnd gelesen.

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Gruseliger als jeder Thriller
von Christina Fischer aus Bremen am 07.03.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Saskia Guddat und Michael Tsokos, beide Rechtsmediziner an der Berliner Charité, haben ein Buch geschrieben, dass gruseliger als jeder Thriller ist. In Deutschland werden jährlich ca. 200000 Kinder Opfer von häuslichen Gewalttaten. Das entspricht 500 Kinder pro Tag. 1 Kind stirbt täglich an den Folgen der Misshandlungen. Durch die... Saskia Guddat und Michael Tsokos, beide Rechtsmediziner an der Berliner Charité, haben ein Buch geschrieben, dass gruseliger als jeder Thriller ist. In Deutschland werden jährlich ca. 200000 Kinder Opfer von häuslichen Gewalttaten. Das entspricht 500 Kinder pro Tag. 1 Kind stirbt täglich an den Folgen der Misshandlungen. Durch die tägliche Arbeit bekommen die beiden Ärzte das grausame Ausmaß zu sehen was den Kindern -meistens von den eigenen Eltern- angetan wird. Man liest ja häufig von Kindesmisshandlungen in der Zeitung oder im Internet und schüttelt nur den Kopf, aber was im Buch für Geschichten erzählt werden, da fällt einem nichts mehr dazu ein. Beispiel: Kinder werden auf heiße Herdplatten gesetzt oder in der Badewanne fixiert und diese wird mit brühend heißem Wasser gefüllt. Guddat und Tsokos berichten aber nicht nur von den Grausamkeiten, die den Kindern angetan werden, sondern auch von der Absurdität wie teilweise die Behörden mit den Fällen umgehen. Man lässt sich mit fadenscheinigen Ausreden der Eltern abspeisen und gibt die Kinder nach der Behandlung im Krankenhaus den Eltern sofort wieder mit. Kommt es dann doch einmal zu einer Anklage sprechen die Gerichte die Eltern oftmals wieder frei, entweder aus Mangel an Beweisen oder im zweifel für den Angeklagten, weil der Misshandler nicht eindeutig identifiziert werden kann. Nicht selten werden aus den kindlichen Opfern später selber Gewalttäter. Wenn man die Geschichten dieser Täter liest ist es aber auch kaum anders logisch, dass sie sich zu Tätern entwickeln. Sie kennen es ja nicht anders. Auch der Teufelskreis unserer Jugendämter wird aufgezeigt: Junge, motivierte Mitarbeiter, frisch von der Universität haben sich zum Ziel gesetzt, den Kindern zu helfen, werden zu den Brennpunktfamilien geschickt, lassen sich durch die schon erwähnten fadenscheinigen Ausreden abspeisen oder bewusst täuschen, stellen nach einigen Dienstjahren einen Versetzungsantrag in den Innendienst um mehr zu verdienen, sind einige Jahre später total ausgebrannt und krank, wodurch die Ämter chronisch unterbesetzt sind und die Fälle sich auf dem Schreibtisch stapeln. Selten ist ein erfahrener Mitarbeiter mit Durchsetzungsvermögen vorort bei den Familien. Sicherlich trifft das nicht auf jeden Mitarbeiter der deutschen Jugendämter zu, jedoch zeichnet sich im Buch eine Tendenz dazu ab. Saskia Guddat und Michael Tsokos geben allerdings nicht nur Einblick in die Greueltaten sondern zeigen auch Fakten auf, die die Misshandlungen (hier vor allem die Folgemisshandlungen) mindern könnten. Z.B. eine generelle rechtsmedizinische Schulung der Familienhelfer um sich nicht so leicht täuschen zu lassen. Eine generelle Meldepflich der Kinderärzte bei Verletzungen die auf Gewalteinwirkung schließen lassen. Zur Zeit gibt es diese Meldepflicht nicht. In einem Abschnitt im Buch steht, dass viele Ärzte, gerade in Stadtteilen mit einer hohen Anzahl an Brennpunktfamilien, von einer Meldung absehen, weil sie eine Abwanderung ihrer Patienten fürchten, wenn sich rumspricht, dass dieser Arzt Meldung an die Polizei bzw. Jugendamt macht. Da weiß ich nicht, was mich wütender macht? Die Kindesmisshandlungen oder die Tatsache, dass nicht mit der nötigen Härte gegen die Misshandler vorgegangen wird. Ich bin selber Mutter zweier Kinder und habe das Buch fast durchgängig nur kopfschüttelnd gelesen.

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ENDLICH!!!!!
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 16.02.2014
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Es gibt immer mal wieder Bücher mit Zahlen und Fakten zum Thema Misshandlung und Missbrauch von Kindern.Michael Tsokos und seine Kollegin Saskia Gudat geben diesen Zahlen ein Gesicht.Und nicht nur das,sie geben den Opfern eine Stimme.Den die können nicht mehr selber schreien und um Hilfe rufen.Dieses erschütternde Buch muss... Es gibt immer mal wieder Bücher mit Zahlen und Fakten zum Thema Misshandlung und Missbrauch von Kindern.Michael Tsokos und seine Kollegin Saskia Gudat geben diesen Zahlen ein Gesicht.Und nicht nur das,sie geben den Opfern eine Stimme.Den die können nicht mehr selber schreien und um Hilfe rufen.Dieses erschütternde Buch muss ,meiner Meinung nach jedem in die Hand gedrückt werden,der für Kinder verantwortlich ist.Lehrer,Jugendamtsmitarbeiter(!),Erzieher,Pädagogen.Niemand kann die Augen verschliessen,wer will kann sehen.Und wir brauchen an den zugeordneten Stellen endlich Menschen,die den Mut haben und bestehende Gesetze anwenden,einschreiten und helfen.All diejenigen,die zu bequem,zu nachlässig mit diesen Kindern umgegangen sind,haben Blut an ihren Händen.

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Schockierend
von einer Kundin/einem Kunden aus Reinbek am 01.06.2014
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Grausam, was dieses Volk mit seiner Zukunft anstellt.Sogar fürs Mofafahren muss der Deutsche eine Prüfung ablegen um zu sehen, ob er es kann.Aber Kindererziehung darf jeder, ohne wenn und aber.Sowas kommt von sowas.

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Die Mediziner schreiben weiteren Einnahmen von Medizinern zu Munde. Noch mehr sinnlose U-Untersuchungen, noch mehr Macht den Ärzten und Jugendämtern. Hat das bisher etwas gebracht? Es wurden mit den gleichen Argumenten schon unzählige U-Untersuchungen eingeführt, die die Kasse klingeln lassen. Doch das Ergebnis ist doch gerade - nach den... Die Mediziner schreiben weiteren Einnahmen von Medizinern zu Munde. Noch mehr sinnlose U-Untersuchungen, noch mehr Macht den Ärzten und Jugendämtern. Hat das bisher etwas gebracht? Es wurden mit den gleichen Argumenten schon unzählige U-Untersuchungen eingeführt, die die Kasse klingeln lassen. Doch das Ergebnis ist doch gerade - nach den Autoren - so, dass es immer schlimmer wird. Warum wird vollkommen ausgeblendet, dass gerade durch die Betreuung in Kinderheimen, durch Pflegefamilien und die Wegnahme der Kinder von ihren leiblichen Eltern erneut Missbrauch, Drangsalierung und Selbstmorde von Kindern produziert werden? Es wird in keiner Weise dargestellt, dass die prekären gesellschaftlichen Verhältnissen das ihre dazutun und der steuerlich lohnenswerte Alkoholverkauf u.s.w. Die Darstellung ist absolut einseitig: Gute Ärzte, mehr Macht dem Staat, noch mehr Zwangsmaßnahmen, noch mehr ärztliche Untersuchungen - böse Eltern! Warum wünschen sich nur Kinder aus Kinderheimen Eltern und sind noch nach Jahrzehnten traumarisiert? Die Schlüsse, die aus dem Versagen einzelner Elternteile gemacht werden könnten aus der DDR stammen. Die Charité, der Arbeitsplatz der Autoren, steht ja auch auf deren ehemaligen Boden.

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