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Die Affäre Schiwago

Der Kreml, die CIA und der Kampf um ein verbotenes Buch

(5)
Die CIA, ein Buch und der Kalte Krieg: ›Doktor Schiwago‹, der Roman von Boris Pasternak, wird zur ideologischen Waffe. Ein italienischer Verlagsagent bringt das vom Kreml auf die Schwarze Liste gesetzte Manuskript heimlich ausser Landes. Im Westen wird es in kurzer Zeit zum Welterfolg. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Die CIA veröffentlicht das Buch in einer russischen Version und schmuggelt diese nach Moskau, um das Sowjetregime zu schwächen. Es beginnt eine Propagandaschlacht um ›Doktor Schiwago‹ , die den Autor Pasternak in Lebensgefahr bringt. Peter Finn und Petra Couveé entschlüsseln in ihrem Buch über die ›Affäre Schiwago‹ mit Bravour das gefährliche Verwirrspiel um Ideologie, Macht und Kontrolle. Sie erhielten erstmals Einsicht in die CIA-Akten, recherchierten in russischen Archiven und sprachen mit Überlebenden. Entstanden ist ein literarischer Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges: temporeich, authentisch und präzise.
Rezension
"das Sachbuchäquivalent eines Spionagethrillers" Die Welt
"Eine unglaubliche Geschichte, packend und brillant erzählt." Neue Westfälische Zeitung
"Peter Finn und Petra Couvée entdeckten in den geheimen CIA-Dokumenten eine atemberaubende Geschichte - sie heisst 'Die Affäre Schiwago'." ZDF heute journal
"Ein spannend zu lesendes und gut recherchiertes Stück Literatur- und Zeitgeschichte" SWR2
"Voller faszinierender Details, schlagender Beweiskraft und besonnener Auswertung" (Independent on Sunday)
"Eine fesselnd und verführerisch geschriebene Geschichte über die Zensur und den Wahnsinn des Kalten Krieges" (The Independent)
"Ausgezeichnet, hervorragend recherchiert und so spannend wie ein Thriller über den Kalten Krieg. Pasternak selbst tritt deutlich und stark in all seiner Komplexität hervor. Dies war die wichtigste literarische Auseinandersetzung der Nachkriegswelt und Finn und Couvée stellen sie uns mit grösster Sorgfalt und Anschaulichkeit vor. Die Folgen dieser Affäre wirken noch bis heute nach." (John Simpson, BBC News)
"Wunderschön ausgestaltet und gewissenhaft recherchiert... Finn und Couvée haben sich eine verwickelte und schwierige Geschichte mit vielen bewegenden Erzählsträngen ausgesucht und sie in eine Art intellektuellen Thriller verwandelt. Obwohl sie viele Informationen bündeln müssen, ist das Buch im richtigen Tempo und meist spannend geschrieben. 'Die Affäre Schiwago' ist ein erstklassiges Beispiel für harte Arbeit und das Vertrauen in eine gute Geschichte." (Washington Post)
"Ein informative, faszinierender und oft bewegender Bericht über den Mut Einzelner, über Spionage und Propaganda und die Rolle der Literatur im politischen Ringen um die Herzen und Seelen der Menschen." (Huffington Post)
"Ein temporeicher Polit-Thriller über ein Buch, das seine ganze Nation in Angst und Schrecken versetzte." (Kirkus Reviews)
"Lebendig und ergreifend... Die Autoren sind tief in die Archive vorgedrungen und haben auch CIA-Akten gesichtet, um die repressiven politischen Bedingungen zu schildern, die der Anlass zu Pasternaks Meisterwerk waren, und den Aufschrei in aller Welt, als der Roman in der Sowjetunion verboten wurde." (Publishers Weekly)
"Eine fesselnde Darstellung ... [Finn und Couvée] haben nicht nur Archivmaterial und Interviews mit überlebenden Beteiligten an diesem internationalen Schauspiel herangezogen, sondern auch erst kürzlich freigegebene Akten der sowjetischen, amerikanischen und niederländischen Geheimdienste." (Bookforum)
Portrait
Peter Finn ist Redakteur im Ressort Nationale Sicherheit der ›Washington Post‹. Er leitete zuvor das Moskauer Büro der Zeitung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum März 2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3263-9
Verlag Theiss, Konrad
Maße (L/B/H) 226/145/37 mm
Gewicht 696
Originaltitel The Zhivago Affair
Abbildungen 20 schwarz-weiße Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
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Möge der Text um die Welt gehen
von leseratte1310 am 14.05.2016

Wer kennt nicht das Buch „Dr. Schiwago“. Selbst wenn man das Buch nicht gelesen hat, so konnte man dem Film kaum entgehen. Das Buch ist einfach ein Klassiker der Weltliteratur. Und nun präsentiert uns das Autorenduo Petra Couvée und Peter Finn, wie es dazu kam, dass dieser Klassiker nicht zuerst... Wer kennt nicht das Buch „Dr. Schiwago“. Selbst wenn man das Buch nicht gelesen hat, so konnte man dem Film kaum entgehen. Das Buch ist einfach ein Klassiker der Weltliteratur. Und nun präsentiert uns das Autorenduo Petra Couvée und Peter Finn, wie es dazu kam, dass dieser Klassiker nicht zuerst in Pasternaks Heimatland Russland erschien und wie die CIA dazu beigetragen hat, dass es zu diesem Erfolg wurde. Aufmerksam wurde ich auf das Buch ‚“ Die Affäre Schiwago“ in einer Nachrichtensendung. Da ich Dr. Schiwago liebe, war es ein Muss für mich, auch dieses Sachbuch zu lesen. Von der ersten Seite an war die Geschichte sehr spannend und sie liest sich wie ein Thriller. Leider habe ich auch immer wieder nach noch mehr Informationen zur russischen Geschichte gesucht und mich dabei ein wenig verloren, denn vieles aus der Historie war mir nicht so präsent. Obwohl sie sich das Buch also angenehm flüssig liest, benötigt man jedoch Zeit, sich mit der Geschichte zu beschäftigen. Boris Pasternak sah keine Möglichkeit sein Werk in seinem Heimatland zu veröffentlichen, da die Zensur in der UdSSR rigoros verhindert, dass etwas gegen den Staat geschrieben wird. Bei der Entscheidung, was auf die schwarze Liste kommt, ist man eher übervorsichtig. Dennoch schafft es Pasternak, dass die Welt sein Werk lesen kann, denn er nutzt die Chance und übergibt das Manuskript an D’Angelo. Dieser sorgt dafür, dass das Werk in Italien von dem italienischen Verleger Giangiacomo Feltrinelli veröffentlicht wird. Dann nutzt die CIA den „Dr. Schiwago“ für ihre Zwecke. Sie druckt das Buch in Russisch und schmuggelt es in das Land, in dem es auf der schwarzen Liste steht. Damit wird das Leben für Pasternak und seine Familie natürlich nicht einfacher. Während er überwacht und gegängelt wird, lobt man ihn im Ausland und verleiht ihm sogar den Nobelpreis, den er auf Betreiben der Regierung ablehnen muss. Auch nach seinem Tod lässt man die Familie von Pasternak und auch seine Geliebte Olga Iwinskaja und deren Tochter nicht in Ruhe. Spannend fand ich auch, wie viel Biografisches Pasternak in sein Werk hat einfließen lassen. Beeindruckend ist auch, dass er trotz aller Repressalien sein Werk veröffentlichen wollte. Ich kann nur Pietro Zvetermich zustimmen, der der Originalmanuskript geprüft hat: „Einen solchen Roman nicht zu veröffentlichen, wäre ein Verbrechen an der Kultur.“ (Seite 100) Ein tolles Sachbuch, spannend wie ein Thriller.

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Doktor Schiwago - seine Veröffentlichung gleicht einem Thriller
von SiCollier aus Bad Hersfeld am 29.03.2016

Man mag seine Überzeugungen ablehnen oder annehmen, doch solange russische Dichtung in dieser Welt eine Bedeutung hat, solange wird Boris Leonidowitsch Pasternak zu den großen dieser Gattung gehören. (Seite 267) Meine Meinung „Einen solchen Roman nicht zu veröffentlichen, wäre ein Verbrechen an der Kultur.“ (S. 100), so das Urteil des Slawisten... Man mag seine Überzeugungen ablehnen oder annehmen, doch solange russische Dichtung in dieser Welt eine Bedeutung hat, solange wird Boris Leonidowitsch Pasternak zu den großen dieser Gattung gehören. (Seite 267) Meine Meinung „Einen solchen Roman nicht zu veröffentlichen, wäre ein Verbrechen an der Kultur.“ (S. 100), so das Urteil des Slawisten Pietro Zvetermich, als er von Giangiacomo Feltrinelli das Originalmanuskript zur Prüfung zugesandt bekam. Dieses Verbrechen hätte die Mächtigen der UdSSR am liebsten begangen, doch zum Glück für die Welt wurde es verhindert. Nachdem eine Veröffentlichung in der Sowjetunion nicht möglich war, gelangte das Manuskript an den italienischen Verleger Giangiacomo Feltrinelli, zu der Zeit noch Mitglied der italienischen KP. Gegen alle Widerstände veröffentlichte er eine italienische Ausgabe von „Doktor Schiwago“ - und legte damit den Grundstein für einen Welterfolg. Der Untertitel ist insofern etwas unglücklich, als die Autoren viel weiter ausholen, als der vermuten läßt, und zunächst von Pasternaks Leben und Werk erzählen. Im November 1945 erwähnt Pasternak erstmals, daß er an einem (seinem einzigen) Roman arbeite, den er erst 1955 beenden sollte: Doktor Schiwago. Chruschtschow schreibt zwar in seinen Memoiren, daß man den Roman hätte veröffentlichen sollen, aber da war es längst zu spät. Wer weiß, wie die Geschichte gegangen wäre, hätte er das Buch während seiner Amtszeit (und nicht erst danach) gelesen?! Besonders interessant fand ich es zu lesen, wie viel Autobiographisches Pasternak in seinem berühmten Werk untergebracht hat. Von der Krankheit Schiwagos, die er selbst auch hatte, bis hin zur Geliebten Lara, als deren reales Vorbild oft Olga Iwinskaja, die Geliebte Pasternaks, angesehen wird, um nur diese beiden Dinge zu erwähnen. So nahm der Druck auf den Autor und seine Umgebung stetig zu, bis das Buch dennoch 1957 zuerst in Italien veröffentlicht wurde. Die Genossen tobten, Feltrinelli verlor ob deren Verhalten den Glauben an den Kommunismus und trat aus der KP aus - und die CIA wurde auf das Buch aufmerksam. Es war die Zeit des Kalten Krieges, die CIA ließ ihr passend anmutende Bücher auf Russisch drucken und in die UdSSR schmuggeln; "Doktor Schiwago" kam ihr da wie gerufen. Heutzutage, in einem Zeitalter des Terrors, der Drohnen und gezielten Tötung, erscheint der Glaube der CIA - und auch der Glaube der Sowjetunion - an die Kraft von Literatur, die Gesellschaft umzuformen, beinahe kurios. (S. 296) Damals jedoch schien auch das Wort geeignet, um im Kampf gegen das Böse eingesetzt zu werden. Minutiös haben die Autoren anhand von Zeugenaussagen und Unterlagen den Weg nachgezeichnet, den das Buch im Weiteren nahm, und wie die CIA es schaffte, russische Ausgaben in die Sowjetunion zu schmuggeln, auch wenn man damals alles tat, daß die Agentur oder die USA überhaupt nicht damit in Verbindung gebracht werden konnten. Aber auch der Hassfeldzug gegen Pasternak, der sogar nach seinem Tod anhielt und sich gegen seine Frau und auch seine Geliebte Olga Iwinskaja und deren Tochter richtete, ist Gegenstand des Buches. Dabei wird deutlich, daß Pasternak niemals von seinem Vorhaben, das Buch zu veröffentlichen, abgelassen hatte - unbeachtet der Folgen, die das für ihn und die Seinen haben würde. Für ihn galt immer das, was er bei der Übergabe des Manuskriptes an den Boten, der es zum italienischen Verlag bringen sollte, gesagt hatte: „Das ist ‘Doktor Schiwago’“, sagte Pasternak. „Möge der Text um die Welt gehen.“ (S. 18) Kurzfassung Die Veröffentlichung von „Doktor Schiwago“ gleicht einem Thriller und wurde zum Kampfmittel im Kalten Krieg - hier minutiös von den Autoren nachgezeichnet.

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Die Wahrheit über den Klassiker!
von Tina Bauer aus Essingen am 12.05.2016

Ein Buch löst Panik in Moskau aus. Ausgerechnet die CIA benutzt Pasternaks Buch Dr. Schiwago als Druckmittel gegen Russland und den nahenden Kalten Krieg. Während Pasternak in seiner Dichterkolonie mehr als einmal ums Überleben kämpft, gerät die halbe Welt in Streit über das geheime Buch. Teilweise veröffentlicht, in Russland... Ein Buch löst Panik in Moskau aus. Ausgerechnet die CIA benutzt Pasternaks Buch Dr. Schiwago als Druckmittel gegen Russland und den nahenden Kalten Krieg. Während Pasternak in seiner Dichterkolonie mehr als einmal ums Überleben kämpft, gerät die halbe Welt in Streit über das geheime Buch. Teilweise veröffentlicht, in Russland verboten wird der Dichter und Schriftsteller Pasternak hochgelobt, vom Geheimdienst überwacht und als Autor kaltgestellt. Selbst den Nobelpreis muss er unter Zwang ablehnen… Ein faszinierendes Sachbuch über einen Autor, der bis zu seinem Tod mit sich selbst und seiner Literatur zu kämpfen hatte, der immer an die große Liebe und an sein Land glaubte, auch wenn die Regierung ihn mehr als einmal gerne tot gesehen hätten.

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Ein Muß für alle die Doktor Schiwago kennen
von einer Kundin/einem Kunden aus Limbach-Oberfrohna am 11.04.2016

Petra Couvee und Peter Finn haben mit diesem Buch in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Die Affäre Schiwago schildert auf welchen Umwegen, das bisher größte Meisterwerk der sowjetischen Geschichte, gedruckt wurde um wieder in die damalige UdSSR zu gelangen. Pasternaks Werk stand bei den Sowjets auf der sogenannten "schwarzen Liste". Durch... Petra Couvee und Peter Finn haben mit diesem Buch in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Die Affäre Schiwago schildert auf welchen Umwegen, das bisher größte Meisterwerk der sowjetischen Geschichte, gedruckt wurde um wieder in die damalige UdSSR zu gelangen. Pasternaks Werk stand bei den Sowjets auf der sogenannten "schwarzen Liste". Durch einen italienischen Verlagsagent wird das Manuskript außer Landes geschafft und in Italien erstveröffentlicht. Was zum großen Erfolg führte. Die CIA will diesen Roman aber nun auch in russischer Spache veröffentlichen und wieder in sein Ursprungsland zurückführen. Wird dieses dem Autoren Boris Pasternak und seiner Familie zum Verhängnis werden? Welche Probleme muß er bewältigen um die Anerkennung zu bekommne, die er verdient hat? Das Buch ist eigentlich ein Sachbuch. Aber durch den Schreibstil welcher in Romanform erfolgte läßt es sich ganz wunderbar lesen. Für jeden, der "Doktor Schiwago" kennt, ob als Buch oder Film, einfach ein weiteres Kapitel um mit der Person und dem damaligen Leben in der UdSSR noch vertrauter zu werden. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und gebe 4 Sterne.

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"Die Affäre Schiwago - Ein Text geht um die Welt"
von einer Kundin/einem Kunden aus Schwarzenbek am 24.03.2016

Inhalt: Es beginnt wie ein Spionageroman. Mitten im Kalten Krieg bringt ein italienischer Verlagsagent das Manuskript von "Doktor Schiwago" heimlich außer Landes. Die Sowjets hatten Pasternaks Buch auf die Schwarze Liste gesetzt. Im Westen sollte es ein Welterfolg werden. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Die CIA veröffentlicht eine... Inhalt: Es beginnt wie ein Spionageroman. Mitten im Kalten Krieg bringt ein italienischer Verlagsagent das Manuskript von "Doktor Schiwago" heimlich außer Landes. Die Sowjets hatten Pasternaks Buch auf die Schwarze Liste gesetzt. Im Westen sollte es ein Welterfolg werden. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Die CIA veröffentlicht eine russische Ausgabe von "Doktor Schiwago" und schmuggelt sie nach Moskau, um das Sowjetregime zu schwächen. Die Propagandaschlacht hat begonnen. Peter Finn und Petra Couveè haben das gefährliche Verwirrspiel um Ideologie, Macht und Kontrolle mit Bravour entschlüsselt. Sie erhielten erstmals Einsicht in die CIA-Akten, recherchierten in russischen Archiven und sprachen mit Überlebenden. Entstanden ist ein literarischer Thriller: temporeich, authentisch und präzise. Eindruck: Finn und Couveè haben hier ein ganz besonderes Schätzchen im Bereich des Sachbuches geschaffen. Fast schon in Romanform geschrieben, wurde hier Aufklärung betrieben, über die Entstehung und Veröffentlichung eines epochalen Werkes der Weltliteratur. "Das ist Doktor Schiwago. Möge der Text um die Welt gehen" Das waren die Worte die Boris Pasternaks, als er dem italienischen Verlagsagenten D'Angelo sein Manuskript übergab um es außer Landes zu schmuggeln. Eindrucksvoll, wahnsinnig gut recherchiert, interessant und einfühlsam geschrieben, nehmen die Autoren den interessierten Leser mit auf den Kampf- und Leidensweg des russischen Schriftstellers, dessen Buch ungewollt zum Spielball auf dem politischen Parkett wird und der eigentlich nur mit ganz viel Glück den "Säuberungsaktionen" Stalins entkommen konnte. Dennoch ist es kein "mit erhobenem Zeigefinger das Regime anprangern", sondern eine, nach gesammelten Fakten, Erzählungen und Aufzeichnungen niedergeschriebene Aufklärung über die Zensur und Behandlung von Menschen zu Zeiten des Eisernen Vorhangs. Über die Umstände mit denen sich Schriftsteller, Musiker, Maler - gemeinhin Künstler - konfrontiert sahen, wenn ihre Kreativität auch nur ansatzweise Regime kritisch war und vor allem auch über den unvorstellbaren Druck, der auf Familie und Freunde ausgeübt wurde. Fazit: Ein sehr gutes Sachbuch für Freunde "Doktor Schiwagos". Da es in Romanform geschrieben ist, ist es zwar klar verständlich und nachvollziehbar, jedoch empfiehlt es sich, den Roman vorab zu lesen damit es etwas leichter fällt die Zusammenhänge zu verstehen. Es hat mich dazu angeregt, mir "Doktor Schiwago" jetzt endlich anzuschaffen, weil ich finde, dass dieses Stück klassischer Weltliteratur in keiner Bücherwand fehlen sollte

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